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I don´t want to become his Wife!

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Raven (Gilbert Nightray) Reim Lunettes Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
16.07.2012
10.06.2020
25
22.217
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16.07.2012 905
 
"Oh, guten Morgen, Lady Lynn und Lyra." Sharon und Break sitzen bereits am Frühstückstisch.
"Guten Morgen", erwidert Lynn den Gruß. Sie nimmt neben Break Platz. "Ich habe noch einmal über euren Vorschlag nachgedacht, Sharon. Und ich habe meine Meinung über das Festival geändert."
"Bedeutet das, ihr werdet doch dorthin gehen?" Sharon´s Augen fangen wieder an zu glänzen. "Für diesen besonderen Anlass wollt ihr euch doch sicher ein schönes neues Kleid kaufen, nicht wahr? Oh, und Break, du könntest auch dringend einen neuen festlichen Anzug gebrauchen. Wir können ja heute alle zusammen in die Stadt fahren und einkaufen."
"Habt ihr euch nicht gemeldet, um bei den Vorbereitungen zu helfen, Miss Sharon?", erinnert Break sie.
"Oh. Ach ja, das stimmt." Sharon macht ein enttäuschtes Gesicht, das aber nur einen Moment später wieder fröhlich wird. "Aber wir haben ja noch Zeit, wir können ja vorher noch..."
Ein Klopfen an der Tür unterbricht sie. Ein Dienstmädchen steckt den Kopf herein. "Lady Sharon, verzeiht bitte die Störung. Lord Vincent Nightray wünscht Lady Lynn zu sprechen." Sie verbeugt sich und geht zur Seite, um ihn eintreten zu lassen.
"Guten Morgen, Lady Sharon, Lady Lynn", begrüßt er die beiden. Break und Lyra ignoriert er völlig. "Ich war bereits bei eurem Anwesen, Lady Lynn. Dort sagte man mir, ihr wärt gestern Abend noch hierher gefahren. Also bin ich auch hierher gekommen, um euch dies zu geben." Er legt einen großen, länglichen Karton vor sie auf den Tisch.
"Was ist das?" Lynn nimmt den Deckel ab und wühlt zwischen den schwarzen Rosen. Zum Vorschein kommt ein Kleid aus schimmernder blassblauer Seide, abgesetzt mit meerblauer Spitze und gleichfarbigen Schleifen. "Es ist wunderschön."
"Freut mich, dass es euch gefällt. Dann werdet ihr mir sicher die Freude machen, es auf dem Starlight-Festival zu tragen, wenn wir es gemeinsam besuchen."
"Wie bitte?" Lynn hebt den Kopf und blickt überrascht zu Vincent auf. "Wie kommt ihr auf die Idee, wir würden gemeinsam dorthin gehen? Ihr habt mich ja nicht einmal gefragt, ob ich euch begleiten will."
"Ich habe bereits mit eurem Großvater gesprochen und er war wirklich sehr erfreut, dass ich beabsichtige, euch zu dem Festival einzuladen." Vincent streckt die Hand aus und wickelt eine von Lynn´s Haarsträhnen um seine Finger. "Ich werde euch morgen eine Stunde vor Sonnenuntergang abholen."
"Die Mühe könnt ihr euch sparen." Lynn schlägt seine Hand weg und steht auf. "Weder mein Großvater noch ihr habt das Recht, mir vorzuschreiben, mit wem ich zu dem Festival gehe! Aber ich danke euch für das Kleid, das war wirklich sehr großzügig von euch."
Für einen Moment tritt ein gefährliches Funkeln in Vincent´s Augen, bei dem Lynn unwillkürlich einen Schritt zurückweicht.
"Lord Vincent." Break hat sich auf seinem Stuhl zurückgelehnt. "Ihr zieht gerade ein genauso finsteres Gesicht, wie es euer Bruder Gilbert immer tut. Schaut doch lieber ein bisschen freundlicher und seid froh, dass euer Geschenk ihr so gut gefallen hat."
"Oh, vielen Dank für deinen Rat, Mad Hatter." Vincent schaut zu ihm. "Ich nehme an, du bist es, der sie begleiten wird? Nun, hoffentlich wirst du dann gut auf sie aufpassen. Es wäre doch schlimm, wenn ihr etwas zustoßen würde. Ihre Eltern hatten ja leider ziemliches Pech, dass sie vor einem Jahr umgebracht worden sind."
Klatsch. Auf Vincent´s Wange zeichnet sich ein rötlicher Handabdruck ab. "Wie könnt ihr es nur wagen, so respektlos und abfällig über meine Eltern zu sprechen!"
"Verzeiht, ich wollte euch nicht beleidigen." Vincent lächelt entschuldigend. "Es wird wohl besser sein, wenn ich jetzt gehe. Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen, Lady Lynn."

"Wie ich diesen arroganten Mistkerl hasse!" Lyra zerlegt wütend das Brötchen auf ihrem Teller in Einzelteile. "Wenn ihr ihn nicht geschlagen hättet, Lady Lynn, hätte ich es getan!"
"Ja, er ist wirklich eine unangenehme Person", stimmt Sharon ihr zu. Sie stellt ihre leere Teetasse auf den Tisch und steht auf. "Aber für uns wird es jetzt auch Zeit, zum Hauptquartier zu fahren. Lynn, wollt ihr vielleicht mit uns kommen?"
"Hm, eigentlich sollte ich wohl nach Hause fahren, aber..." Lynn unterbricht sich und seufzt. "Dort würde nur mein Großvater auf mich warten und bestimmt wieder mit mir schimpfen, weil ich gestern so abweisend zu Vincent war. Und dann habe ich ja einfach das Haus verlassen und war die ganze Nacht weg. Ehrlich, ich habe überhaupt keine Lust, mir einen Vortrag von ihm anhören zu müssen."
"Wen interessiert es denn, was der alte Knacker zu meckern hat?", kreischt Emily.
"Sei still, Emily." Break droht ihr spielerisch mit dem Finger. "Nun, Lady Lynn, dann bleibt euch wohl nur eine Möglichkeit. Begleitet uns, es wird euch bestimmt Spass machen, in der Stadt mit den Dekorationen zu helfen. Und du kannst natürlich auch mitkommen, Lyra. Sobald du fertig bist, dich vollzustopfen."
"Wie bitte?" Lyra verschluckt sich an einem Bissen, der in ihrem Hals stecken bleibt und bekommt einen Hustenanfall. Keuchend greift sie nach ihrer Teetasse und leert sie in einem Zug.
"Vergleiche mich bloß nicht mit dir, ich bin nicht so ein verfressener Vielfraß wie du!"
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