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I don´t want to become his Wife!

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Raven (Gilbert Nightray) Reim Lunettes Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
16.07.2012
10.06.2020
25
22.217
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16.07.2012 967
 
"Lady Finlan, Lord Finlan", begrüßt er auch Celeste und Ben. "Werdet ihr uns beim Tee Gesellschaft leisten?"
"Nein." Celeste steht auf. "Wir wollten jetzt gehen. Nicht wahr, Ben?" Sie sieht ihren Bruder auffordernd an.
"Ja, sicher", murmelt er und folgt ihr aus dem Salon.
"Lord Nightray", beginnt Lynn, nachdem er sich gesetzt hat. Lyra gießt ihnen beiden Tee ein. "Damit ihr es nicht falsch versteht, es war mein Großvater, der euch eingeladen hat. Ich habe nicht das geringste Interesse daran, mit euch Tee zu trinken. Eigentlich würde ich es begrüßen, wenn ihr wieder gehen würdet."
"Ich verstehe." Vincent greift nach seiner Tasse. "Über euch hört man in letzter Zeit einiges bei Pandora. Ihr verbringt viel Zeit mit Mad Hatter und begleitet ihn oft auf seinen Patrouillen. Es sind bereits einige unliebsame Gerüchte über euch in Umlauf." Er beugt sich ein wenig vor. "Ich frage mich, ob da wohl etwas wahres dran ist? Wie würde euer Großvater wohl darauf reagieren? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er darüber erfreut wäre."
"Lord Vincent!" Lyra bemerkt, wie sich Lynn´s Augen weiten und ihr Gesicht starr wird. "Ihr geht zu weit! Wie könnt ihr es nur wagen, solche absurden Andeutungen zu machen?!"
"Ist schon gut, Lyra." Lynn setzt ein Lächeln auf. "Lord NIghtray liegt gar nicht so falsch mit seinen Vermutungen."
"Lady Lynn!" Entgeistert blickt Lyra ihre Herrin an. "Das könnt ihr doch nicht im Ernst meinen! Xerxes Break ist..."
"Ein sehr interessanter Mann", unterbricht sie Lynn. "Ich muss sagen, ich fühle mich wohl in seiner Nähe. Ich bin wirklich sehr gern mit ihm zusammen. Also, Lord Nightray, wenn ihr es meinem Großvater verraten wollt, könnt ihr das gern tun. Ich selbst wollte es ihm auch bald erzählen."
"Ach, tatsächlich?" Vincent schaut Lynn aufmerksam an, sie erwidert seinen Blick mit einem offenen, freundlichen Lächeln. Nach einem Moment lehnt er sich zurück. "Nun gut, wenn das eure Entscheidung ist, werde ich es akzeptieren. Dann werde ich mich jetzt mal verabschieden. Vielen Dank für eure Gastfreundschaft, ich habe es sehr genossen." Er steht auf und geht zur Tür, dort verbeugt er sich noch einmal.
Während Lyra ihn zu den Eingangstüren führt, nimmt sich Lynn noch ein Stück Kuchen. Sie hat es zur Hälfte verspeist, als ihre Dienerin zu ihr zurückkehrt. "Sagt mir, was dieses ganze Theater soll! Zwischen euch und Xerxes Break läuft doch überhaupt nichts! Ich kenne euch gut genug, um zu wissen, dass ihr euch niemals mit diesem Kerl einlassen würdet!"
"Ja, ich weiß. Das war dumm von mir, nicht wahr?" Seufzend spielt Lynn mit der noch übrigen Kuchenhälfte auf ihrem Teller. "Aber als Vincent diese Andeutungen machte, kam mir auf einmal diese - zugegeben, äußerst dumme - Idee. Wenn Vincent glaubt, dass ich eine Beziehung zu einem anderen Mann habe, wird er mich sicher freigeben."
"Aber warum ausgerechnet Xerxes Break? Hättet ihr nicht einen anderen für die Rolle aussuchen können? Ben wäre doch viel besser dafür geeignet - und es wäre auf jeden Fall auch glaubwürdiger."
"Das kommt überhaupt nicht infrage. Ben ist mir ein viel zu guter Freund, als dass ich ihn dafür ausnutzen könnte. Ich habe mich für Break entschieden, weil Vincent ihn hasst. Aber wenn das funktionieren soll, brauche ich auch deine Hilfe, Lyra. Lass jetzt sofort eine Kutsche fertig machen, die uns zu Sharon bringt."

Während der Fahrt wirft Lyra ihrer Herrin immer wieder Blicke zu. Bis Lynn schließlich einen leicht genervten Seufzer von sich gibt. "Kannst du bitte damit aufhören? Wenn du etwas zu sagen hast, sag es einfach."
"Also...glaubt ihr, dass Vincent euren Worten geglaubt hat? Bei diesem Mann ist so etwas ja einfach unmöglich zu sagen."
"Nein, ich glaube, er weiß ganz genau, dass ich ihm nur etwas vorgelogen habe. Aber er wird sich noch wundern. Ich bin überzeugt, dass ich Break überzeugen kann, diese Rolle zu spielen. Wenn er erfährt, dass es gegen Vincent geht, wird er garantiert zustimmen."
"Ich hoffe, ihr behaltet Recht", murmelt Lyra. "Und dass diese ganze verrückte Geschichte gut ausgeht."

Als sie schließlich vor Sharon´s Anwesen halten, ist die Sonne bereits untergegangen und die ersten Sterne funkeln am Nachthimmel.
"Das ist merkwürdig", bemerkt Lynn, nachdem sie bereits mehrmals an die Eingangstüren geklopft haben. Aber niemand öffnet ihnen.
"Es müsste doch zumindest die Dienerschaft da sein." Lyra hebt ihre Hand und hämmert wuchtig gegen das Türholz. Aber auch nach einigen Minuten regt sich im Hausinneren immer noch nichts. "Was sollen wir jetzt tun? Wollt ihr zurückfahren?"
Lynn überlegt einen Moment, als sie zu einer Antwort ansetzen will, kommt aus der Dunkelheit eine Kutsche angefahren und hält hinter ihrer. Break steigt aus und hilft dann Sharon die Stufen hinunter.
"Sharon." Lynn geht den beiden ein paar Schritte entgegen. "Verzeiht, dass ich so spät hier auftauche. Aber ich würde gern in einer dringenden Angelegenheit mit dir sprechen."
"Sicher, kommt nur herein." Sharon lässt Break die Eingangstüren öffnen. "Gehen wir doch in den Salon."
"Kann ich ihn hier dann erstmal irgendwo hinlegen?" Raven ist als letzter eingetreten.
"Wer ist denn das?" Lyra schaut neugierig auf den blonden Jungen auf seinen Armen. Er trägt weiße, zeremoniell wirkende Kleidung und ist scheinbar ohne Bewusstsein.
"Ach, um ihn braucht ihr euch nicht zu kümmern." Sharon wendet sich kurz an Raven. "Bring ihn bitte in eines der leerstehenden Zimmer. Du kannst auch ruhig bei ihm bleiben."
Raven nickt schweigend und geht die Treppe hinauf.
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