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I don´t want to become his Wife!

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Raven (Gilbert Nightray) Reim Lunettes Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
16.07.2012
10.06.2020
25
22.217
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16.07.2012 769
 
"Lord Nightray." Verblüfft schaut Lynn in seine verschiedenfarbigen Augen.
"Ich hatte euch doch gesagt, dass ich euch heute eine Stunde vor Sonnenuntergang abholen werde." Vincent beugt sich dicht zu ihr. "Ihr habt doch nicht wirklich gedacht, dass ich mich einfach von euch abweisen lasse", flüstert er ihr ins Ohr. "Ich weiß genau, was ihr mit eurem Theater mit Mad Hatter bezweckt. Aber ich versichere euch, dass ich nicht aufgebe, bis ihr meine Frau geworden seid." Er tritt wieder einen Schritt zurück und nimmt ihren Arm. "Nun, seid ihr bereit zu gehen?"
"Nein!" Lynn reißt sich los. "Mit euch werde ich nirgendwo hingehen! Ich habe bereits eine andere Einladung angenommen! Und er wird sicher auch jeden Moment da sein!"
"Was soll das bedeuten, Lynn?"
"Entschuldige, Großvater, aber ich hatte nie die Absicht, mich von Vincent Nightray zu dem Festival führen zu lassen. Ich wollte es dir vorhin sagen, aber..." Lynn legt die Hand an ihre Kette. "Als du sie mir gegeben hast, konnte ich es nicht. Doch jetzt will ich mich nicht mehr verstellen. Der Mann, der mich begleiten wird, ist..."
"Ich." Break steht in der offenen Eingangstür. Er trägt einen schwarzen Anzug mit einem blauen Tuch am Kragen. Seine Haare sind am Hinterkopf ordentlich zusammengesteckt. "Wenn ihr nichts dagegen habt, Lord Hunsington, entführe ich eure Enkelin heute Abend."
Während Georg ihn noch ungläubig und mit offenem Mund anstarrt, ist er bereits zu Lynn gegangen und führt sie nach draußen, zu seiner Kutsche.
"Wartet." Lyra eilt den beiden hinterher. "Ich komme auch mit."
"Hast du etwa kein Vertrauen zu mir?" Break zieht einen Schmollmund. "Ich werde schon gut auf sie aufpassen."
"Das bezweifle ich ja auch gar nicht. Aber..."
"Lynn! Komm sofort wieder ins Haus!" Georg stürmt mit zorngerötetem Gesicht aus der Tür. "Ich verbiete dir, mit Mad Hatter wegzufahren!"
"Oh je, das wird Ärger geben. Lasst uns besser schnell verschwinden." Break greift Lyra´s Arm und zieht sie in die Kutsche. Noch bevor die Tür geschlossen ist, lässt der Kutscher die Pferde antraben.
"Lord Vincent!" Entrüstet blickt Georg den Blonden an. "Wieso habt ihr nicht verhindert, dass dieser Kerl sie mitnimmt?"
"Macht euch keine Sorgen, Lord Hunsington", beruhigt Vincent ihn. "Ich werde sie mir nicht einfach wegschnappen lassen, das versichere ich euch."

"Was für ein Anblick." Lynn bleibt ergriffen stehen, nachdem sie die Kutsche verlassen hat.
Über den großen Platz mit dem Springbrunnen sind meterlange Girlanden aufgehängt worden. Rotgoldgemusterte Laternen hängen daran, mit kleinen Kerzen im Inneren.
"Ja, dieses Jahr ist das Festival wirklich etwas besonderes. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass Pandora sich schon jemals so viel Mühe mit den Dekorationen gegeben hätte."
"Celeste, Ben." Lynn schaut zu den beiden, die zu ihnen getreten sind. "Es ist schön, euch zu sehen. Ich wusste gar nicht, dass ihr kommen wolltet."
"Das war Ben´s Idee", erklärt Celeste. "Er hat mich praktisch dazu überredet. Eigentlich hatte ich überhaupt kein Interesse, teilzunehmen." Sie streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Aber ich muss mich doch wundern, in welcher Begleitung du bist, Lynn."
"Ja, ich..."
"Was für ein schöner Armreif." Um das Thema zu wechseln, schaut Lyra bewundernd auf den schmalen Silberarmreif, mit roten Edelsteinen verziert, an Celeste´s Handgelenk. "Er passt wunderbar zu eurem prachtvollen Kleid."
"Vielen Dank."
"Wollen wir jetzt zu den anderen gehen?", schlägt Break vor. "Es beginnt bald."

Lyra zieht sich ein Stück zurück, während die vier sich zu den anderen Paaren begeben. Agenten von Pandora verteilen die Kerzen und zünden sie an. "Hoffentlich passiert heute nichts. Ich wünsche es Lady Lynn, dass es keine unangenehmen Zwischenfälle gibt."
"Aber das wäre doch ziemlich langweilig", sagt eine Stimme. "Wäre es nicht viel lustiger, wenn wir für ein bisschen Aufregung unter den Leuten sorgen?"
"Wer ist da?" Lyra wirbelt herum und starrt angestrengt in die dunkle Gasse hinter sich. Sie kann einen undeutlichen Umriss erkennen. Rasch zieht sie ihre Pistolen. "Niemand wird meiner Lady diesen wunderbaren Abend ruinieren!"
"Wie interessant." Eine Frau in einer roten Robe kommt langsam ins Licht. "Da will jemand mit dir spielen, Leon."
Ein Brüllen ertönt und dann springt ein Schatten auf Lyra zu, wirft sie zu Boden.
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