I don´t want to become his Wife!

GeschichteAbenteuer, Humor / P12
Raven (Gilbert Nightray) Reim Lunettes Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
16.07.2012
17.05.2016
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"Lady Lynn? Seid ihr immer noch nicht aufgestanden?"
Mit einem Stöhnen zieht Lynn sich ihre Bettdecke über den Kopf. "Verschwinde, lass mich weiterschlafen."
"Aber Lord Hunsington wünscht euch zu sehen. Er erwartet euch umgehend in seinen Räumen."
"Großvater?" Erschrocken springt Lynn aus dem Bett, stürmt zur Tür und reißt sie auf. "Warum zum Teufel hast du das nicht sofort gesagt, Lyra? Du weißt genau, wie sehr er es hasst, wenn ich unpünktlich bin." Ohne ihre Antwort abzuwarten, läuft sie zu ihrem Kleiderschrank und zieht wahllos ein Kleid heraus. Während sie es anzieht und gleichzeitig schon zur Kommode weiterhüpft, beginnt Lyra herzlich zu lachen, bis ihr die Tränen kommen. "Ihr solltet euch jetzt mal sehen."
"Lyra!" Langsam dreht Lynn sich um. "Du hast mich hereingelegt! Na warte!" Sie greift sich ihre Bürste und wirft sie nach ihrer Dienerin.
Lyra neigt den Kopf zur Seite, die Bürste prallt neben ihr gegen die Wand und fällt zu Boden. "Tut mir leid", entschuldigt sie sich, während sie die Bürste wieder aufhebt. "Aber euer Großvater hat wirklich nach euch gefragt. Er hat sich gewundert, dass ihr noch im Bett liegt."
Seufzend kehrt Lynn zum Bett zurück. "Ich kann ihm doch nicht schon wieder erzählen, dass ich mich nicht wohlfühle."
"Ist es denn wirklich notwendig, dass ihr euch so oft nachts aus dem Haus schleicht und durch die Stadt streift?"
"Wenn ich Pandora beitreten will, muss ich noch einige Erfahrungen sammeln. Und die Mitglieder auf ihren Patrouillen zu begleiten, gehört dazu."
"Und wann wollt ihr es eurem Großvater sagen? Irgendwann müsst ihr es tun, das wisst ihr."
"Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist." Lynn unterdrückt ein Gähnen. "Kannst du mir jetzt hier mal helfen?"
"Natürlich." Lyra geht zu ihr und schließt die unzähligen Knöpfe am Rücken ihres Kleides.

Als die beiden Frauen die Treppe hinuntergehen, verlässt Georg gerade den Speisesaal. "Da bist du ja. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, dass es dir schon wieder schlecht gehen könnte."
"Entschuldige, Großvater. Ich habe nur nicht besonders gut geschlafen."
"Nun ja, ich wollte eigentlich etwas mit dir besprechen. Aber leider muss ich jetzt dringend weg. Bis zum Nachmittagstee werde ich aber wieder zurück sein." Er drückt seiner Enkelin einen Kuss auf die Wange und verlässt das Haus.
Nachdenklich bestreicht Lynn ihr Brötchen mit Butter und Konfitüre. "Worüber könnte er wohl mit mir sprechen wollen? Hast du vielleicht eine Ahnung?"
Lyra gießt ihr gerade Tee ein. "Ich weiß es leider nicht. Ihr müsst euch wohl gedulden, bis ihr es von ihm erfahrt."
"Nein, ihr braucht nicht zu warten", ertönt eine Stimme unter dem Tisch.
Beide Frauen tauschen einen Blick und heben gleichzeitig die Tischdecke an. Zum Vorschein kommt ein frech grinsendes Gesicht mit einem weißen Haarschopf.
"Was machst du hier?" Ungläubig starrt Lynn den Diener ihrer guten Freundin Sharon Rainsworth an. "Und wie bist du überhaupt hier hereingekommen? Mein Grovater wird ausflippen, wenn er erfährt, dass jemand von Pandora in unserem Haus war."
"Macht euch nur keine Sorgen, niemand hat mich gesehen." Break krabbelt unter dem Tisch hervor und hüpft auf die Tischplatte, schlägt die Beine übereinander. "Ich wollte eigentlich nur sehen, wie es euch geht. Letzte Nacht seid ihr ja auf einen illegalen Contractor gestoßen."
"Ist das wahr?", unterbricht Lyra ihn. "Davon habt ihr mir ja überhaupt nichts erzählt."
"Das hätte ich schon noch getan. Ich hatte nur noch keine Gelegenheit dazu."
"Jedenfalls, während ich unter dem Tisch saß, habe ich etwas mitgehört", fährt Break fort. "Vielleicht interessiert es euch, dass euer Großvater euch verheiraten will. An eurem 20. Geburtstag will er es bekannt geben."
Lynn wollte gerade von ihrem Tee trinken, vor Schreck verschluckt sie sich und prustet über den Tisch. "Das kann doch nur ein Scherz sein. Gib es zu, du willst mich nur wieder ärgern."
"Nein, es ist die Wahrheit. Leider kann ich euch nicht sagen, wer der Glückliche sein wird. Obwohl, in eurem Fall sollte ich wohl eher sagen, der Unglückliche."
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