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Ever After

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
16.07.2012
13.09.2012
61
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16.07.2012 2.519
 
Anmerkung: Lyrics von Garth Gates & Rachel Stevens "You are everything", Backstreet Boys "What makes you"



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*Einen Monat später*
Amy stellte Maria ein Häferl Tee hin und setzte sich sie. Maria starrte in den mit Blumen übersäten Garten. Amy strich ihr die etwas zerzausten blonden Haare aus dem Gesicht und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.

Maria war wie ausgewechselt, seit Michael gegangen war. Man konnte sie als lebende Leiche bezeichnen. Sie saß einfach nur da, endlose Tränen liefen über ihre Wangen.

Ihre sonst so strahlenden himmelblauen Augen waren leer und ausdruckslos. Amy konnte nichts dagegen unternehmen, seit Michael weg war, war Maria kein ganzer Mensch mehr, man hatte ihr das Herz herausgerissen.

Die Beziehung, der Beiden war einzigartig gewesen und Amy wusste, dass, wenn Michael wirklich nie mehr kam, Maria für immer so bleiben würde, sie würde nie wieder lachen.

*******

Today I saw somebody
who looked just like you
He walked like you do
I thought it was you

As he turned the corner
I called out your name
I felt so ashamed
Cause it wasn't you, wasn't you
You are everything and everything is you

*******

Fast dasselbe machten Liz, Isabel, Max und Kyle mit Michael mit. Seit dieser einen Nacht vor einem Monat hatte er kein einziges Wort mehr gesprochen.

Seine braunen Augen waren leer, völlig ausdruckslos und starrten ins Nichts. Alle Versuche von Max ihn zu heilen schlugen fehl. Nichts, rein gar nichts drang zu Michael hindurch.

Die Freunde waren am Ende ihrer Kräfte und wussten nicht, wie sie ihm noch helfen konnten. Das Einzige, was noch helfen könnte, war Maria, doch das war zu gefährlich.

Außerdem hätten sie riesigen Ärger mit ihm bekommen, denn er wollte, dass Maria in Sicherheit war und das war nun mal in Roswell, wo das FBI nicht mehr nach ihnen suchte.

*******

Oh baby, I can not forget
when each face that I see
brings back memories
of being with you

Oh darling, I just can't go on
living life as I do
comparing each girl with you
no they just won't do
they're not you no, no baby

You are everything and everything is you
You are everything and everything is you
You are everything and everything is you

For your everything to me
don't you know you're everything to me
you're everything
everything to me

*******

Amy ließ Maria alleine auf der Hollywoodschaukel sitzen und ging ins Haus. Maria schluchzte leise und schloss die Augen. Wie jedes Mal, wenn sie die Augen schloss, sah sie Michael vor sich.

Wieder bildeten sich Tränen in ihren Augen und liefen über ihre Wangen. Michael starrte aus dem Hotelzimmerfester hinauf zu den Sternen und auch ihm liefen Tränen über die Wangen.

Wer wischte sich nicht weg, denn sobald er sie wegwischte kamen noch mehr nach. Müde schloss er die Augen und sah ihr Lächeln vor seinem geistigen Auge.

*******

You are everything and everything is you
You are everything and everything is you
You are everything and everything is you

*******

*In derselben Nacht bei Isabel und Kyle*
"Was machst du denn?", fragte Kyle und blickte zu Isabel. "Ich werde jetzt dafür sorgen, dass Michael und Maria wieder zusammen kommen, das geht einfach nicht so weiter", antwortete Isabel energisch.

Kyle nickte, das war eine gute Idee, aber ob es klappen würde, das wusste er nicht. Isabel nahm aus ihrer Brieftasche ein Foto von Michael und Maria und schloss die Augen.

Sie konzentrierte sich auf ihre Kräfte und schon war sie in den Träumen der Beiden. Da beide wirres Zeug träumten, musste sie erst kurz suchen, bevor sie die zwei fand.

Schließlich packte Isabel jeden an der Hand und stellte sie gegenüber auf. "Isabel, was ist hier los?", fragte Maria noch total verwirrt und kratzte sich am Kopf.

"Sie ist in unsere Träume gegangen, das ist passiert, so was nennt man Privatsphäre", zischte Michael wütend. "Ach halt doch die Klappe und nun redet, wenn ihr fertig seid habt ihr hoffentlich alles geklärt!"

Danach verschwand Isabel wieder. Übrig blieben nur, eine noch immer etwas verwirrte Maria und ein wütender Michael. Er könnte Isabel auf den Mond schießen.

Maria realisierte schnell, was passiert war und wurde nun ebenfalls wütend. "Du verdammter Mistkerl, wieso hast du das gemacht, wieso?!", schrie Maria und schlug mit ihrer Faust gegen seine Brust.

Michael konnte sehr gut verstehen, dass sie so wütend war. "Ich will, dass du endlich in Sicherheit bist und dein Leben genießt, verstehe das doch", antwortete Michael und ging ein paar Schritte zurück.

"Wieso verstehst du nicht, dass ich das vielleicht nicht will, ich will bei dir sein und nur bei dir!" Über Marias Wangen liefen heiße Tränen und sie blickte ihn verletzt an.

Michael zerriss es einmal mehr das Herz sie so zu sehen, aber er konnte nicht anders, er musste sie beschützen. "Ich liebe dich nicht mehr, okay, es ist vorbei", sagte er böse.

"Das glaubst du ja wohl selbst nicht, du verdammter Mistkerl! Wieso tust du das, wieso, willst du ewig so weiter leben, willst du das?", schrie Maria ihn wieder an.

"Lass mich in Ruhe, Maria, es war alles ein Fehler, alles von Anfang an", entgegnete Michael. Wütend lief sie auf ihn zu und gab ihm eine so schallende Ohrfeige, dass er einige Schritte zurück taumelte.

Michael hielt sich seine Wange und blickte in ihre blauen Augen. "Verdammt noch mal, Michael, sei nicht so stur, du liebst mich!", schrie Maria verzweifelt.

Ja, sie hatte Recht, er liebte sie mehr als alles andere, aber er konnte nicht mehr. So viel war passiert in den letzten drei Jahren, so vieles, das er vergessen wollte und dazu musste er sie zurücklassen.

"Ich kann nicht, es tut mir leid, Maria", sagte Michael leise. Maria sah ihn an und noch mehr Tränen liefen über ihre Wangen. "Du hast es geschworen, Michael, erinnere dich daran, bitte", flehte Maria ihn an.

Er fuhr sich mit der Hand über das Gesicht und schloss verzweifelt die Augen, ja er hatte es versprochen. Er hatte es ihr versprochen, aber musste es brechen.


******* ******* *******


*Flashback*
Es war noch in den frühen Morgenstunden und Michael fuhr schon die halbe Nacht durch. Er blickte kurz nach hinten, wo Jason in seinem Kindersitz friedlich schlief und seinen Stoffhasen fest an sich drückte.

Neben ihm saß Maria und hatte die Augen ebenfalls geschlossen. Bei einer Tankstelle hielt er an und drehte den Motor ab. Maria drehte den Kopf zu ihm und öffnete die Augen.

"Soll ich weiter fahren?", fragte sie leise. Michael schüttelte den Kopf und stieg aus dem Auto aus. Nachdem Maria kurz zu Jay sah, stieg sie ebenfalls aus.

"Lass uns etwas zu essen holen", schlug Michael vor. Maria nickte und nahm seine Hand in ihre. Sie hatte schon einen gewaltigen Hunger und würde am liebsten eine ganze Pizza verdrücken.

"Sieh nur, die Sonne geht auf, das ist so wunderschön. Als kleines Kind habe ich immer davon geträumt bei Sonnenaufgang zu heiraten", lächelte Maria glücklich.

Michael blieb stehen und sah zum Horizont, wo ganz langsam die Sonne aufging. Obwohl er nicht so der gefühlvollste Mensch war, fand er diesen Sonnenaufgang, genauso wie Maria einfach nur wunderschön.

Er blickte auf sie hinab und lächelte glücklich. "Willst du mich heiraten?", fragte Michael auf einmal. Maria drehte sich zu ihm um und blickte in seine Augen.

Sie hatte sich sicher verhört, er hatte sie nicht eben gefragt ob sie ihn heiraten wollte. Michael merkte, dass sie sehr erstaunt darüber war. "Ich meine es wirklich ernst, ohne jeglichen Hintergedanken!"

"Ich liebe dich, Maria und ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Mach mich zum glücklichsten Menschen der Welt", sagte Michael und hatte sie dabei fest an sich gezogen.

Ein Lächeln bildete sich in Marias Gesicht und sie küsste ihn. "Ja", flüsterte sie schließlich und flog ihm um den Hals. Michael drückte sie fest an sich.

Wie es der Zufall so wollte, erblickte er einige Meter neben der Tankstelle eine kleine Kirche. "Wo hast du deinen Ausweis?", fragte Michael. "Im Auto, wieso?", fragte Maria verwundert.

"Wir machen uns älter und heiraten auf der Stelle in dieser Kirche", entgegnete Michael lächelnd. Maria sah kurz zu der Kirche und danach wieder zu Michael.

"Wir müssen Jay mitnehmen, wir können ihn nicht im Auto lassen", sagte sie leise und ging zum Jetta. Der Kleine schlief noch immer friedlich im Autositz und bekam auch nichts mit, als Maria ihn hinaus nahm.

Mit seinen Kräften veränderte er ihre Ausweise und machte sie um ein paar Jahre ältern. "Was ist mit unserem Aussehen?", fragte Maria ein klein wenig besorgt.

Michael fuhr mit der Hand über ihr Gesicht und schon war Maria um ein paar Jahre älter, schätzungsweise so um die fünfundzwanzig. Bei sich selbst tat er das Gleiche.

Danach nahm er noch drei von Marias Haargummis in die Hand und hielt sie kurz fest in seiner Faust. Diese leuchtete auf und Maria war einen Moment davon geblendet.

Als sie die Augen öffnete, öffnete auch Michael seine Faust. Darin lagen drei Ringe, die er ihr entgegen streckte. Einen davon nahm er und steckte ihn an ihren linken Ringfinger.

"Ich liebe dich", flüsterte Michael und lächelte sie an. Maria betrachtete den Verlobungsring und strahlte heller als die Sonne. "Der ist wunderschön, danke", antwortete Maria genauso flüsternd und hatte Tränen in den Augen.

Sanft wischte Michael die Tränen weg und sah in ihre blauen Augen. Noch nie im Leben war er sich einer Sache so sicher gewesen wie jetzt gerade im Moment.

*******

Michael klingelte bei der kleinen Kirche und hoffte keinen aufgeweckt zu haben, denn es war doch noch ziemlich früh. Nach ein paar Minuten öffnete sich die Tür und der Pfarrer stand vor ihnen.

"Guten Morgen, was kann ich für Sie tun?", fragte er freundlich. "Entschuldigen Sie bitte die frühe Störung, das ist sonst nicht unserer Art, aber wir möchten gerne heiraten und das jetzt gleich", antwortete Maria.

"Oh, das ist schön, kommen Sie doch rein und wir erledigen schnell die Formalitäten", entgegnete der Pfarrer. Maria und Michael folgten ihm in sein kleines Büro.

Dort erledigten sie schnell alles damit sie heiraten konnten. "Agnes, Liebes kommst du bitte, wir haben eine Hochzeit", sagte der Pfarrer freundlich und führte dabei Maria und Michael in den kleinen Trausaal.

Agnes, seine Frau kam aus dem oberen Stockwerk zu ihnen gelaufen und lächelte die Beiden freundlich an. "Guten Morgen, oh, ich freue mich sehr für Sie beide, ich wünsche Ihnen alles Gute", sagte Agnes.

*******

You don't run with the crowd
You go your own way
You don't play after dark
You light up my day

You've got your own kind of style
That sets you free
Baby, that's why you've captured my heart

I know sometimes you feel like you don't fit in
And this world doesn't know what you have within
When I look at you, I can see something rare
A rose that can grow anywhere
And there's no one I know that can compare

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"Wollen Sie, Michael Guerin, die hier anwesende Maria DeLuca zu Ihrer Frau nehmen, sie lieben und ehren, bis dass der Tod Euch scheidet?", fragte der Pfarrer.

"Ich will!", meinte Michael strahlend.

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What makes you different, makes you beautiful
What's there inside you shines through to me
In your eyes I see all the love I'll ever need
What makes you different, makes you beautiful

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"Wollen Sie, Maria DeLuca, den hier anwesenden Michael Guerin zu Ihrem Mann nehmen, ihn lieben und ehren, bis dass der Tod Euch scheidet?", fragte der Pfarrer nun auch Maria.

Diese hatte Tränen in den Augen und schluchzte nur noch ein "Ja".

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You got something so real
You touched me so deep
Material things don't matter to me
So come to me as you are, you got nothing to prove
You want me with all that you do

And I wanna take this chance to say to you
You don't know how you touched my life
Oh, in so many ways I just can't describe
You taught me what love is supposed to be
You saw the little things that make you beautiful to me
So beautiful

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"Hiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau, Sie dürfen die Braut jetzt küssen", beendete der Pfarrer die Zeremonie. Michael zog Maria vorsichtig in seine Arme und nun liefen auch ihm die Tränen über die Wangen.

Michael beugte sich zu ihr hinunter und küsste sie sanft. "Ich liebe dich, Spaceboy!", flüsterte Maria, als er sie fest umarmte. "Ich liebe dich, Maria!", flüsterte Michael zurück.

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What makes you
What makes you different
Makes you beautiful
What's there inside you shines through to me

In your eyes, I see all the love I'll ever need
You're all I need, oh girl
What makes you different, makes you beautiful

Everything in you is beautiful
Love in you
Shines right through
Everything in you is beautiful
You're beautiful to me, to me

******

Nachdem sie mit dem Pfarrer und Agens noch mit Apfelsaft angestoßen hatten, waren sie mit dem noch immer schlafenden Jason zurück zum Jetta gegangen. Maria blieb mit Jay im Wagen während Michael etwas zum Essen kaufte.

Nur ein paar Minuten später kam er zurück und stieg in den Wagen. "Also Mrs. Guerin, wie fühlst du dich?", fragte Michael lächelnd. Maria beugte sich zu ihm und küsste ihn sanft.

"So glücklich war ich noch nie in meinem Leben, ich liebe dich, Michael", antwortete Maria ebenfalls lächelnd. Das hatte Michael sich schon fast gedachte und drückte ihr einen Kuss auf die Wange.

"Jetzt haben wir aber ein kleines Problem, Spaceboy, wie bringen wir das meiner Mom bei und den Evans?", fragte Maria, nachdem sie wieder los gefahren waren.

"Ich weiß, es wird dir nicht gefallen, aber wir sollten es geheim halten", entgegnete er leise. Maria schwieg kurz, nahm danach seine Hand in ihre und blickte zu ihm.

"Du hast Recht, ich bin nicht wirklich angetan, so eine schöne Sache allen zu verheimlichen, aber wir machen es, denn so ist es vielleicht am besten, vor allem gegenüber meiner Mom", stimmte Maria ihm zu.

Michael hielt bei einer Kreuzung, wo sie in drei Richtungen weiter fahren konnten und sah zu ihr. "Okay", flüsterte er, bevor er sie sanft küsste und liebevoll ansah.
*Flashback Ende*


******* ******* *******


"Bist du dir jetzt im Klaren, was du angerichtet hast, bist du das?", fragte Maria noch immer ziemlich wütend. Michael öffnete die Augen und blickte in die blauen Augen seiner Frau.
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