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Ever After

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
16.07.2012
13.09.2012
61
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16.07.2012 3.146
 
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Amy und Jim saßen auf der Veranda, ihres neuen Hauses, in das sie vor etwa einem Monat eingezogen waren und genossen die Abendluft. Amy hatte sich fest an ihren Mann gekuschelt und ruhte sich von dem anstrengenden Tag aus.

"Wie fühlst du dich?", fragte Jim leise und strich über ihren Oberarm. "Einfach nur wunderbar, ich hatte eine wundervolle Hochzeit und ich habe den perfekten Mann an meiner Seite", lächelte Amy.

"Der Meinung bin ich auch", meinte Jim. "Darf ich kurz stören?", fragte Maria, die in der Terrassentür stand. "Ja klar, was gibt es, mein Schatz?", fragte Amy.

Maria trat aus der Küche hinaus und setzte sich neben Amy. "Kyle, Jason und ich wollten euch das geben", sagte Maria. Amy nahm den Umschlag, den ihr Maria gab und machte ihn auf.

Darin lagen zwei Flugtickets. "Wofür sind die denn?", fragte Amy erstaunt. "Das ist eure Hochzeitsreise, ihr fliegt übermorgen für eine Woche nach Florida", lächelte Maria.

"Ist das wirklich wahr?", fragte Amy. Maria nickte und umarmte ihre Mom. "Ja, lasst es euch gut gehen", antwortete Maria. "Das ist ja großartig, mein Schatz, danke!", lächelte Amy glücklich.

Auch Jim nahm Maria in den Arm und bedankte sich. "Ich lass euch mal wieder alleine, ich werde nach Jay sehen und Michael schläft heute hier", sagte Maria.

*******

"Fühl mal", sagte Isabel und nahm Kyles Hand, um sie auf ihren Bauch zu legen. Ganz leicht spürte er die Tritte seines Babys und lächelte überglücklich.

"Ich habe eine Überraschung für dich", fuhr Isabel fort und sah in seine grauen Augen. "Welche denn?" fragte Kyle neugierig und legte einen Arm um ihre Schultern.

"Wir bekommen ein Mädchen", antwortete Isabel und strahlte ihn aus ihren braunen Augen an. "Wirklich?", fragte Kyle und das Strahlen in seinen Augen wurde immer stärker.

"Ja, der Arzt hat es mir bestätigt und auch Neleus hat mit ihren Kräften nachgesehen, wir bekommen ein kleines Mädchen, Kyle", sagte Isabel überglücklich.

"Ich hätte einen Namen für die Kleine", sagte Kyle nach einer Weile, die sie nur so dagesessen hatten. "Welchen?", fragte Isabel, denn über das hatte sie sich noch gar keine Gedanken gemacht.

"Was hältst du von Alyssa?", fragte Kyle. "Der ist wirklich schön, der passt zu unserer Tochter", antwortete Isabel und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

"Ich würde noch gerne einen zweiten Namen dazu nehmen, aber ohne einen Bindestrich dazwischen", sagte Kyle. Isabel nickte gutgelaunt und hörte ihm zu.

"Ich mag Maria sehr und ich will, dass unsere Tochter auch den Namen ihrer Tante hat", fuhr Kyle fort. "Damit bin ich ebenfalls einverstanden, das ist doch ein schöner Name, Alyssa Maria Evans-Valenti", lächelte Isabel.

"Das finde ich auch, ich liebe dich, Isabel", entgegnete Kyle und küsste sie sanft auf die Lippen. "Ich liebe dich auch, Kyle", nuschelte Isabel und erwiderte den Kuss genauso sanft.

*******

*Einige Tage später*
Jim und Amy waren für eine Woche nach Florida geflogen und genossen ihre Flitterwochen. Kyle und Isabel wollten erst dann in den Urlaub fahren, wenn das Baby da war und das dauerte noch ein paar Monate.

Da Jason nicht den ganzen Tag im Kindergarten war, holte ihn Maria immer Nachmittags und verbrachte dann die meiste Zeit mit ihm im Crashdown, wo auch Kyle, Isabel, Max, Liz und Michael waren.

Der Mittagsansturm war vorbei und Maria räumte ein paar Tische ab, bevor sie sich wieder neben Jason setzen wollte und ihre Hausaufgaben fertig machten musste.

Die Glocke an der Eingangstür begann zu spielen und Maria sah auf. Mit einem kurzen Blick zu ihrem kleinen Bruder, der brav beim Tisch etwas zeichnete, ging Maria auf den Mann zu, der gerade herein gekommen war.

"Tag, wollen Sie an den Tresen oder an einen der Tische?", fragte Maria. Der junge Mann vor ihr grinste und sah sie noch immer an. "Ich bin's", sagte er schließlich.

"Das ist schön und wer bist du?", fragte Maria noch einmal nach. "Billy, aus dem Songschreibercamp", entgegnete der junge Mann. "Billy?", fragte Maria noch einmal nach.

"Du hast keine Ahnung, was?", fragte Billy sie. Sie schüttelte den Kopf und lächelte schief. "Sorry, keinen Plan", antwortete Maria. Er nickte und zog ein Bild aus seiner Jackentasche.

"Hier, erinnerst du dich jetzt?", fragte Billy. Maria schlug sich die Hand auf die Stirn und schüttelte den Kopf. "Oh, mein Gott, dieses Foto wollte ich nie wieder sehen", lachte Maria.

"Du weißt wieder, wer ich bin, klasse", grinste Billy. "Was machst du denn hier?", fragte Maria total erstaunt und zeigte ihm den Tisch, wo Jason zeichnete und wo sie sich auch unterhalten konnten.

"Ach, ich ziehe so durch die Gegend, mache ab und zu Auftritte und zufällig habe ich erfahren, dass du in Roswell wohnst", antwortete Billy ihr freundlich.

"Du hast also im Telefonbuch nachgeschlagen", entgegnete Maria und grinste. "Ich dachte wir könnten ein wenig Zeit zusammen verbringen und über unsere Music sprechen", schlug Billy vor.

"Music?", fragte Maria etwas überrumpelt. "Ja, klar, machst du denn keine mehr?", fragte Billy. "Nicht seit den letzten zwei Jahren, ich habe einfach keine Zeit", meinte Maria.

"Das ist echt schade, du warst immer klasse", sagte Billy und nickte tatkräftig mit dem Kopf. "Es ist viel passiert, irgendwie hatte da Music auf einmal keinen Platz mehr in meinem Leben", erwiderte Maria.

"Hey", sagte Michael auf einmal und setzte sich neben Maria in die Nische. "Selber hey", entgegnete Maria und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Wange.

"Hey", kam es auch von Billy und streckte Michael die Hand entgegen. Dieser sah sein Gegenüber skeptisch an. "Keine Angst, Guerin, das ist Billy, ein alter Freund", stellte Maria die Beiden vor.

"Billy, das ist Michael, mein Freund!", fuhr sie dann fort und lächelte die Beiden an. "Ich muss wieder arbeiten, bis später, Schatz", war Michaels einziger Kommentar.

"Michael!", rief Jason und lief ihm nach. Maria blickte ihrem Bruder hinterher und danach wieder zu Billy. "Jason, brav sein!", rief Maria ihm noch hinterher.

"Dein Sohn?", fragte Billy. Maria lachte und schüttelte den Kopf. "Nein, mein kleiner Bruder und zurzeit überhaupt nicht zu bändigen", grinste Maria.

Billy nickte und lächelte ebenfalls. Das kannte er von seiner Nichte, die war auch ein Wirbelwind. "Was hat er denn?", fragte Billy und blickte in Michaels Richtung.

"Er ist nicht sehr redselig, aber ich liebe ihn über alles", antwortete Maria gutgelaunt. Billy nickte etwas abwesend und nahm einen Schluck von seiner Cola.

"Entschuldige mich kurz", sagte Maria nach ein paar Minuten und ging ins Hinterzimmer. Sie stellte sich zwischen Hinterzimmer und Küche und blickte zu ihrem Freund.

"Was hast du denn?", fragte Maria. "Nichts", entgegnete Michael. Maria ging auf ihn zu und blieb dicht vor ihm stehen. "Warum glaube ich dir das nicht?", fragte Maria und sah zu ihm auf.

"Weibliche Intuition schätze ich mal", meinte Michael achselzuckend. Maria lächelte ihn an und küsste ihn kurz auf die Lippen. "Komm heute Abend zu mir, dann können wir reden, okay?", fragte Maria.

Michael nickte und wendete weiter den Burger, der vor ihm auf dem Grill lag. Maria nickte ebenfalls und ging wieder Richtung Schwingtür, als sie Michael rufen hörte.

Sie drehte sich um und sah ihn an. "Ich liebe dich, Jersey", sagte Michael und lächelte sie leicht an. "Ich liebe dich auch, Spaceboy", entgegnete Maria.

Zurück beim Tisch setzte sie sich wieder gegenüber von Billy. "Wie lange bleibst du?", fragte Maria. "Vielleicht eine Woche, ich fahre dann weiter nach New York", antwortete Billy.

"Das hört sich gut an, wenn du willst können wir uns ja mal einen Nachmittag oder so zusammensetzten und wir reden über deine Musik", schlug Maria ihm vor.

"Hört sich klasse an, also ich gehe dann mal in mein Hotel und ich rufe dich an", meinte Billy. Maria nickte freundlich und begleitete ihn bis zur Tür.

*******

*Am Abend im DeLuca-Valenti-Haus*
Maria saß beim Küchentisch und macht ihre Hausaufgaben, als es an der Küchentür klopfte. "Komm rein, ist offen", sagte Maria und schrieb weiter an ihrem Aufsatz.

"Hey", sagte Michael leise und nahm neben ihr auf einem der Sessel Platz. "Hey, Spaceboy", lächelte Maria ihn fröhlich an. Doch Michael erwiderte ihr Lächeln nicht.

"Was ist denn los, Schatz?", fragte Maria besorgt und strich über seine Wange. Michael gab erst keine Antwort, weil es ihm irgendwie dämlich vorkam.

"Na komm schon, ich lache dich schon nicht aus und wir sind hier unten alleine, also raus mit der Sprache", sagte Maria und strich sanft über seinen Arm.

"Ich verstehe die ganzen Sachen in Naturwissenschaften und Spanisch nicht wirklich", sagte Michael leise. "Das schaffen wir, da brauchst du nicht so deprimiert sein, Schatz", lächelte Maria ihn aufmunternd an.

Michael seufzte und nickte schließlich, sie hatte sicher Recht damit. Er machte sich immer umsonst zu große Sorgen um irgendetwas. "Also, zeig mir, wo du dich nicht auskennst."

"Ich versuche es dir noch einmal zu erklären", sagte Maria und schrieb den letzten Satz ihres Aufsatzes. Michael nickte stumm und blätterte in seinem Buch herum, damit er die Seite fand.

*******

*Tags darauf*
"Hallo, können wir los?", fragte Billy. "Ja, wir können, ich muss nur Jason noch vom Kindergarten abholen", antwortete Maria. "Gut und wo gehen wir hin?", fragte er weiter.

"Zu mir nach Hause, das Haus ist groß", schlug Maria vor. Michael, der aus der Küche kam, stellte sich hinter Maria und blickte zu Billy. "Sorry, kann nicht mitkommen, muss hier noch arbeiten", sagte Michael.

Maria drehte sich zu ihm um und nickte. "Okay, dann sehen wir uns später, Spaceboy", antwortete Maria und küsste ihn kurz. Michael nickte und verschwand wieder in die Küche.

Maria blickte noch einmal zu ihm, bevor sie mit Billy das Café verließ. "Ist der immer so komisch?", fragte Billy, als sie draußen waren und zum Jetta gingen.

"Nur gegenüber Leuten die er nicht richtig kennt", meinte Maria und setzte sich in ihr Auto. "Aja, das scheint mir aber nicht so zu sein, er hat dich auch ziemlich grob behandelt", entgegnete Billy besorgt.

"Ich kenne Michael sehr gut, wenn er mit mir zusammen ist, ist er völlig anders und nun lass uns nicht mehr über meinen Freund sprechen", sagte Maria leicht sauer.

Schließlich startete sie den Motor des Jettas und fuhr auf die Hauptstraße hinaus, um endlich Jason vom Kindergarten abzuholen, denn der Kleine wartete sicher schon.

*******

"Das hört sich nicht schlecht an, aber versuche es mit einer Note höher, dann ist es sicher noch besser", schlug Maria vor und machte eine Handbewegung um ihre Aussage zu unterstreichen.

Billy tat, was sie ihm sagte und spielte die Zeile noch einmal. "Na bitte, ich sage es dir doch", grinste Maria. "Du solltest wirklich wieder Musik machen, an dir geht eine geniale Künstlerin verloren", entgegnete Billy.

"Na ich weiß nicht so recht, so gut bin ich nun auch wieder nicht. Außerdem haben einige Sachen zurzeit bei mir Vorrang", erklärte Maria und nahm einen Schluck von ihrer Milch.

"Aber trotzdem solltest du langsam mal wieder anfangen, vor dem Schlafengehen oder so, wäre eine gute Zeit", schlug Billy ihr vor. Er war davon überzeugt, dass sie es weit bringen konnten.

"Na, ob Michael davon begeistert wäre?", murmelte Maria vor sich hin und wusste gar nicht, dass sie es laut ausgesprochen hatte. "Ist doch egal, was er dazu sagt, das ist doch deine Sache", antwortete Billy.

"So einfach ist das nicht, er ist nicht einfach", hielt Maria dagegen. "Doch es ist einfach, du solltest Music machen und dich eigentlich um nichts anderes kümmern, so wie du es damals gesagt hast", sagte Billy.

"Damals war ich gerade mal dreizehn Jahre alt, inzwischen sind fünf Jahre vergangen, ich bin erwachsen geworden und muss auch mehr Verantwortung tragen", antwortete Maria.

Sie verstand ihn auf einmal nicht mehr, aus einem netten Abend wurde eine Katastrophe. Wieso wollte er sie unbedingt zubringen, wieder Music zu machen.

"Dagegen spricht ja nichts, dass du Verantwortung übernimmst, aber du solltest dir überlegen wer du wirklich bist und wer du sein willst. Im Moment finde ich nämlich nicht, dass du die Maria von damals bist!"

"Ich weiß genau, wer ich bin und was ich will, also streite nicht darüber mit mir, Billy!", zischte Maria, die schön langsam die Nase voll davon hatte.

"Okay, wie du meinst, aber Michael hält dich von vielen Dingen in deinem Leben ab", fuhr Billy fort. "Michael, hält mich von gar nichts ab, das kannst du gar nicht beurteilen, denn du kennst ihn nicht", sagte Maria.

"Das stimmt, ich kenne ihn nicht, aber schon im ersten Moment als ich ihn sah, habe ich es so empfunden", konterte Billy. Maria schüttelte sauer den Kopf.

"Okay, wie du meinst und abgesehen von der Music, von was hält mich Michael noch ab?", fragte Maria herausfordernd. Sie war inzwischen auch aufgestanden und lief in der Küche auf und ab.

Billy stand ebenfalls auf und ging auf sie zu. Dicht vor ihr blieb er stehen und blickte auf sie hinab. "Er hält dich von dem hier ab", sagte Billy leise und nahm ihr Gesicht in seine Hände.

Als er sie Sekunden später küssen wollte, wich Maria zurück und sah ihn sprachlos an. Sie zeigte mit dem Finger auf ihn und bewegte den Mund, doch es kam nichts heraus.

"Wieso tust du so etwas, ich bin mit Michael zusammen und ich liebe ihn, das hast du genau gewusst", sagte Maria verärgert. Sie verstand absolut nicht, was in ihn gefahren war.

"Hey, ich bin ein Mann, ich wollte dich vom Gegenteil überzeugen, doch da habe ich bei dir keine Chance", entgegnete Billy und sah sie etwas traurig an.

"Genau!", sagte Michael auf einmal. Billy drehte sich um und erblickte ihn in der Tür stehend. "Ich werde wohl in mein Hotel zurückfahren, ich rufe dich morgen an", sagte Billy und verließ das Haus.

"Wie lange bist du denn schon da?", fragte Maria und räumte die Teller vom Tisch ab. "Ein paar Minuten, soll ich dir helfen?", antwortete Michael leise.

"Nein, geht schon, willst du etwas essen?", entgegnete Maria. Michael schüttelte den Kopf und setzte sich. "Wieso habt ihr euch gestritten?", fragte Michael.

"Er versteht nicht, wieso ich mich so sehr verändert habe und ich kann es ihm nicht erzählen, deswegen hat er mich versucht vom Gegenteil zu überzeugen", erklärte Maria ihm und setzte sich auf seinen Schoß.

"Glaubst du, beruhigt er sich wieder?", fragte Michael. "Nein, denn er ist noch immer der Alte, er will immer Recht behalten, ich werde ihm sagen, er soll nicht länger in Roswell bleiben", sagte Maria.

"Es ist deine Entscheidung, übrigens muss ich morgen etwas für Mr. Parker ausliefern, ich werde also den ganzen Tag nicht in der Stadt sein", meinte Michael.

"Ich soll für dich in der Schule mitschreiben?", fragte Maria. "Nein, brauchst du nicht unbedingt, ich wollte dir nur Bescheid geben, damit du dir keine Sorgen machst", antwortete Michael.

Maria nickte und kuschelte sich an ihn. "Lass uns schlafen gehen, morgen ist ein langer Tag und was hältst du davon, wenn ich dir jetzt ein Schlaflied vorsinge?", lächelte Maria.

"Wenn es bei Jason klappt, dann bei mir auch", meinte Michael ebenfalls lächelnd und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. "Na, dann", grinste Maria und ging mit ihm in den ersten Stock.

*******

*Billys Hotelzimmer am nächsten Tag*
Maria klopfte an seine Zimmertür und wartete bis er öffnete. "Hey", sagte er noch etwas verschlafen. "Hey, kann ich reinkommen?", fragte Maria. Billy nickte und trat auf die Seite.

"Was führt dich in diesen frühen Morgenstunden hier her?", fragte Billy und gähnte herzhaft. "Du solltest Roswell wieder verlassen und weiter nach New York fahren", antwortete Maria.

Billy kratzte sich am Kopf und sah sie skeptisch an. "Ich meine es ernst, im Moment habe ich sehr viel um die Ohren und kann es nicht gebrauchen, dass du mir da ständig in mein Leben hinein redest", fuhr Maria fort.

"Will Michael das oder willst du das?", fragte Billy. "Ich will das, Michael hat nichts damit zu tun, er ist heute nicht einmal in der Stadt", entgegnete Maria und merkte, dass sie wieder sauer auf ihn wurde.

"Okay, ich werde gehen, aber wir werden uns wieder sehen!", antwortete Billy. Maria nickte und verließ sein Hotelzimmer wieder. Ja, sie würden sich wieder sehen, aber hoffentlich in einer völlig anderen Situation.

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*Abends im Park*
Maria saß im Park auf einem der Tische und wartete auf Michael. Nachdem sie heute aus Billys Hotelzimmer gegangen war, hatte sie den Tag lang überlegt, ob es vielleicht doch stimmte.

Schließlich war sie zu dem Entschluss gekommen, dass er vielleicht in zwei Sachen Recht hatte, aber so wirklich hielt Michael sie nicht von ihrem Leben ab.

Auch, wenn es für Außenstehende so wirkte. Also hatte sie beschlossen mit ihm zu Reden. Nach ein paar Minuten kam er auch schon angetrabt und hielt ihr einen kleinen, bunten Blumenstrauß unter die Nase.

"Du wolltest mit mir reden, was möglicherweise bedeutet, dass du mir in den Arsch treten willst, also habe ich Freunde mitgebracht!", sagte Michael und lächelte sie leicht an.

"Danke, gut gemacht!", antwortete Maria und nahm sie ihm aus der Hand. Stolz grinste Michael und setzte sich neben sie auf den Tisch. "Ist er weg?", fragte Michael leise.

"Ja!" "Gut!", entgegnete Michael. "Fühlst du dich jetzt besser?" fragte Maria. "Viel besser, also über was reden wir?", antwortete Michael. Maria blickte ihn an und sah die Erleichterung in seinen Augen.

"Ich wollte mit dir über unsere Beziehung reden, die in den letzten Monaten etwas ins Schleudern kam", sagte Maria und sah dabei immer noch in seine braunen Augen.
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