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Ever After

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
16.07.2012
13.09.2012
61
184.795
 
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Dieses Kapitel
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16.07.2012 2.578
 
Anmerkung: Lyrics von Jo O'meara "Its your love"



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*Etwa drei Wochen später*
Kurz vor Mitternacht betrat Michael leise und etwas müde Marias und sein Zimmer. Seine Freundin saß auf dem Bett und hörte Music auf ihrem CD-Player, welcher vor ihr lag.

Sie summte leise den Text mit und blickte auf, als sie die Tür aufgehen sah. "Spaceboy", sagte sie glücklich, drehte den Player ab und ging auf ihn zu.

Michael nahm sie fest in den Arm. "Ich muss mit dir reden", sagte Michael ernst, als er Maria wieder auf die Beine gestellt hatte. Maria sah ihn verwundert an, was war plötzlich los?

Den ganzen Tag war er gut gelaunt gewesen, doch jetzt war seine Stimmung auf dem Nullpunkt. Sie setzten sich aufs Bett und er hielt Marias Hände in seinen.

"Was müssen wir bereden?", fragte Maria. "Wir müssen in den Krieg ziehen, Kivars Truppen kommen immer näher", sagte Michael leise. "Aber Kivar ist doch im Kerker", flüsterte Maria.

"Ja schon, aber seine Männer wollen trotzdem Krieg und schlafen nicht, nur da ihr Boss nicht da ist", erklärte Michael. "Max will sie noch besiegen, bevor die Antarianer in der Stadt Schaden davon tragen!"

"Wann musst du gehen?", fragte Maria mit tränenerstickter Stimme. "Noch vor Sonnenaufgang", gestand Michael leise und etwas zaghaft. Marias himmelblaue Augen wurden groß.

"Das ist schon in etwa vier Stunden", sagte Maria entsetzt und fiel ihm schluchzend um den Hals. "Ich weiß, aber ich kann nichts daran ändern. Ich will diese letzten Stunden nur mit dir verbringen", flüsterte Michael.

Maria löste sich von ihm und blickte in seine Augen. "Ich liebe dich, Michael", weinte Maria und küsste ihn. Michael erwiderte den Kuss und legte sie auf den Rücken.

"Ich liebe dich auch, Maria", flüsterte Michael und strich über ihre Wange. Ihre Augen trafen sich und jeder konnte lesen, was der andere gerade dachte und fühlte.

"Möchtest du es wirklich?", fragte Michael leise. Maria nickte nur und blickte fest in seine Augen. Wieder trafen sich ihre Lippen und sie gaben sich ihrer Liebe hin...

*******

*In Isabels und Kyles Schlafzimmer*
Kyle betrat mit einem Tablett das Zimmer und warf die Tür mit dem Fuß zu. Isabel ließ ihre Kräfte spielen und sperrte vom Bett aus ab. "Na, hast du die Küche geplündert?", fragte Isabel lächelnd.

"Aber klar doch, ich habe solchen Kohldampf, das glaubst du gar nicht", antwortete Kyle und ließ sich auf das große, weiche Bett nieder. "Willst du Michael Konkurrenz machen?", fragte Isabel neugierig.

"Ich glaube, Michael ist unschlagbar im Essen, das schaffe sogar ich nicht und ich kann ja viel verdrücken, wie du weißt", entgegnete Kyle und biss von einem der Burger ab.

Isabel nickte und nahm ein paar Pommes in den Mund, da hatte er wahrscheinlich Recht. "Isabel, ich muss dringend mit dir reden", sagte Kyle auf einmal etwas ernster und sah sie an.

"Okay, schieß los", meinte Isabel, die keine Ahnung hatte, was jetzt kam. Kyle überlegte kurz und atmete danach tief durch, bevor er die ersten Worte sagte.

"Seit ein paar Tagen habe ich, so wie Liz Kräfte und werde sie im Kampf gegen Kivar und die Skins benützen", ließ er die Bombe platzen. Ungläubig sah Isabel ihn an und schüttelte den Kopf.

"Nein", war schließlich das erste, was sie sagte. "Nein, was?", fragte Kyle verwundert. "Nein, du wirst nicht gegen Kivar und seine Gefährten kämpfen, nein, auf gar keinen Fall", sagte Isabel.

Sie war inzwischen vom Bett aufgestanden und tigerte durch das Schlafzimmer. "Isabel, es ist nicht deine Entscheidung, sondern meine!", entgegnete Kyle.

"Das ist mir völlig egal, ich will nicht, dass du in den Krieg ziehst, das ist viel zu gefährlich für dich", hielte Isabel dagegen und blickte ihm in die Augen.

"Ich weiß, dass es gefährlich ist, aber ich bin darauf vorbereitet", antwortete Kyle. "Wieso haben Max und Michael das zugelassen, wieso?", fragte Isabel und war den Tränen nahe.

Kyle stand auf und ging zu ihr. "Ganz einfach, ich habe ihnen keine andere Wahl gelassen, sie mussten ja sagen", antwortete Kyle leise und sah in ihre braunen Augen.

Stille Tränen liefen über ihre Wangen und sie schluchzte. So hatte Kyle sie noch nie gesehen und es tat ihm weh, sehr sogar. Langsam führte er sie zum Bett und setzte sich mit ihr darauf.

Sanft strich er durch ihre Haare und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. "Isabel, ich würde nie an die Front gehen, ohne zu wissen, was ich da mache."

"Ich beherrsche meine Fähigkeiten sehr gut und werde heil wieder zurückkommen, das verspreche ich dir!", sagte Kyle leise und blickte ihr dabei fest in die Augen.

Völlig erstaunt sah sie ihn an und nickte. "Bitte versprich mir hoch und heilig, dass du auf dich aufpassen wirst", sagte Isabel. "Das werde ich, versprochen", entgegnete Kyle und küsste sie sanft.

*******

Dancin' in the dark
Middle of the night
Takin' your heart
And holdin' it tight

Emotional touch
Touchin' my skin
And askin' you to do
What you've been doin' all over again

Oh, it's a beautiful thing
Don't think I can keep it all in
I just gotta let you know
What it is that won't let me go

It's your love
It just does somethin' to me
It sends a shock right through me
I can't get enough
And if you wonder
About the spell I'm under
It's your love

Better than I was
More than I am
And all of this happened
By takin' your hand

And who I am now
Is who I wanted to be
And now that we're together
I'm stronger than ever
I'm happy and free

Oh, it's a beautiful thing
Don't think I can keep it all in no
And if you asked me why I changed
All I gotta do is say your sweet name

It's your love
It just does somethin' to me
It sends a shock right through me
I can't get enough
And if you wonder
About the spell I'm under
It's your love

Oh, it's a beautiful thing
Don't think I can keep it all in
I just gotta let you know
What it is that won't let me go

It's your love
It just does somethin' to me
It sends a shock right through me
I can't let go

And if you wonder
About the spell I'm under
Oh, It's your love
It's your love

*******

"Lass uns die letzten Stunden, die wir noch haben genießen, okay", flüsterte Kyle an ihrem Ohr. Isabel nickte fast unmerklich und ließ sich von ihm kurz vom Bett ziehen.

Er stellte das Tablett auf den Boden und schlug die Decke auf die Seite. Gemeinsam krochen sie unter die Decke und kuschelten sich aneinander. Isabel legte ihren Kopf auf seine starke Brust und seufzte leise.

Kyle strich ihr vorsichtig durch die Haare und bedeckte ihre Stirn mit kleinen, sanften Küssen. Nach einer ganzen Weile richtete sich Isabel auf und sah in seine wundervollen Augen.

"Ich liebe dich, Kyle", flüsterte sie und lächelte dabei. Kyle lächelte ebenfalls, strich über ihre Wange und küsste sie leidenschaftlich auf die roten Lippen.

Er löste sich wieder sanft von ihr und lächelte noch immer. "Ich liebe dich auch, Isabel Evans, mehr als alles andere im Universum!", entgegnete er leise und küsste sie ein weiteres Mal auf die Lippen.

*******

*In Max und Liz Schlafzimmer*
"Max, bist du dir sicher, dass es eine gute Idee war, Kyle mitgehen zu lassen?", fragte Liz besorgt und blickte zu ihm. Er nahm ihre Hand in seine und sah sie liebevoll an.

"Ich würde nie jemanden in Gefahr bringen, wenn ich mir nicht total sicher wäre. Kyle beherrscht seine Kräfte sehr gut und es wird ihm nichts passieren, dafür werden er, Michael und auch ich sorgen!", sagte Max leise.

"Wenn du es sagst, dann wird es so sein, schließlich bist du der König", meinte Liz leicht lächelnd. Max nickte gedankenverloren und blickte an die Decke.

"Was ist denn los?", frage Liz besorgt. Max seufze leise und sah wieder zu ihr. "Auch, wenn ich der rechtmäßige Nachfolger von meinem Vater bin, so will ich es nicht."

"Wenn dieser Kampf zu Ende ist, will ich mit euch allen wieder auf die Erde zurück und in Frieden leben", entgegnete Max flüsternd. Liz strich ihm über die Wange und lächelte.

"Das werden wir auch, dein Vater hat sicher Verständnis dafür, dass du nicht der Max oder Zan bist, der du einmal warst", sagte Liz leise und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

"Ich hoffe es", antwortete Max. "Was passiert jetzt eigentlich mit Kivar?", fragte Liz. "Tja, Michael hat so einen harten Schlag, dass er noch immer total benebelt ist."

"Er ist zwar aus seiner Bewusstlosigkeit aufgewacht, aber voll da ist er noch immer nicht", grinste Max. Liz lächelte leicht und kuschelte sich an seine Schulter.

"Geschieht ihm Recht, was muss er auch so ein Mistkerl sein", meinte Liz und spielte mit Max Härchen auf seinem Arm. "Mein Vater hat gesagt, dass sie ihn nicht hängen werden, denn Cassandra hat ihnen davon abgeraten!"

"Wieso, denn das?", fragte Liz verwundert. "Sie hat so geheimnisvoll gesprochen, keiner weiß genau, was sie ahnt oder was passieren wird", flüsterte Max.

"Sehr komisch, aber es wird sich sicher alles aufklären", entgegnete Liz ebenfalls flüsternd. Max drehte sich zu ihr und nickte leicht mit dem Kopf. Er strich durch Liz lange fast schwarzen Haare und küsste sie sanft.

Sie rutschte etwas näher an ihn und legte einen Arm um seine Hüften. "Ich liebe dich, Max", wisperte Liz an seinen Lippen und küsste ihn noch einmal leidenschaftlich.

Er zog sie an den Hüften zu sich und küsste sie genauso leidenschaftlich zurück. "Ich liebe dich auch, Liz", flüsterte Max und knabberte an ihrem Ohr...

*******

*Kurz vor Sonnenaufgang*
Michael blickte auf die schlafende Maria, sie lag auf dem Bauch und hatte ihr Gesicht zu ihm gedreht. Vorsichtig strich er ihr durch die langen, blonden Haare und schob die Decke weiter nach oben.

Noch ein letztes Mal zog er ihren verschlafenen Vanilleduft ein und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Ich liebe dich, mein Schatz", flüsterte Michael in ihr Ohr.

Schweren Herzens stand er auf und verließ das Zimmer. Er wusste nicht, ob es für immer war, aber er gab die Hoffung nie im Leben auf, denn die starb bekanntlich zuletzt.

In dem Wissen, dass es auch Maria wusste, machte er sich bereit für den Kampf. Verschlafen öffnete Maria nur kurz darauf ihre Augen und sah, dass Michael schon weg war.

Nur ein kleiner, weißer Zettel mit ihrem Namen darauf lag auf dem Polster neben ihr. Sie nahm ihn an sich, faltete ihn auf und las flüsternd seine letzten Worte.


******* ******* *******


Meine geliebte Maria,

was auch immer da draußen passieren wird, ich werde dich immer lieben! Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben zu dir zurückzukommen, also bitte tu du es auch nicht!

In Liebe, Michael


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Schluchzend fiel Maria in ihre Polster zurück. Sie bemerkte gar nicht, wie es an der Tür klopfte und Cassandra hineinkam, erst als sie Maria die Hand auf die Schulter legte, merkte diese es.

"Nicht weinen, es wird alles wieder gut", sagte Cassandra und zog sie langsam am Arm hoch. Maria wischte sich die Tränen aus den Augen und blickte Michaels Mutter an.

"Woher weißt du das so genau?", fragte Maria leise und umklammerte ihre Füße. "Ich habe eine Fähigkeit, die mir das sagt", antwortete Cassandra lächelnd.

"Kannst du in die Zukunft sehen?", fragte Maria. "Das auch, ja, aber ich kann noch etwas Besseres, ich kann in eure Herzen sehen", entgegnete Cassandra und gab ihr eine Kette.

Maria nahm sie an sich und blickte verwundert in ihre Handfläche. "Aber das ist doch Isabels Kette", flüsterte Maria und betrachtete das runde Symbol darauf.

Das war das Zeichen, welches Michael einige Male in vielen Variationen gezeichnet hatte, es war das Königszeichen von Antar. Es war ihm lange nicht aus dem Kopf gegangen.

"Nein, das ist nicht Isabels Kette, dass meine liebe Maria, ist deine Kette und sie wird dir ein Geheimnis verraten, das nur Michael, du und ich kennen", antwortete Cassandra.

Noch mehr verwundert und auch verwirrt sah Maria sie an. "Du wirst herausfinden, was es damit auf sich hat, vertraue mir und nun trauere nicht mehr, es wird alles gut", sagte Cassandra und war schon auf dem Weg zur Tür.

"Na komm oder willst du heute nicht frühstücken?", fragte sie, bevor sie zur Tür hinausging. Maria nickte und sprang vom Bett auf. Die Kette hing sie um ihren Hals und steckte sie unter ihr T-Shirt.

Da Cassandra gesagt hatte, dass nur drei Personen davon wussten, kam es ihr so vor, als dürften es nur die wissen und nicht mehr. Auf dem Gang traf sie auf Liz und Isabel, die ebenfalls gerade aus ihren Zimmern kamen.

"Morgen", nuschelten alle drei und gingen den Gang entlang. Stillschweigend gingen sie zum Speisesaal und hielten sich an den Händen. Sie machten alle drei das Gleiche durch und brauchten einander jetzt.

*******

"Guten Morgen", grüßte Neleus und lächelte aufmunternd. Maria, Liz und Isabel nickten und setzten sich auf ihre Stühle. Alle nahmen sich Kaffee und rührten gedankenverloren darin.

Durch ein Klopfen an der großen Speisesaaltür wurden sie aus ihren Gedanken gerissen und sahen zu der Tür. Die schwere Holztür öffnete sich und eine Wache trat ein.

"Eure Hoheit, Ihre gewünschten Personen sind nun angekommen", sagte die Wache und verbeugte sich. "Lassen Sie, sie eintreten", sagte die Königin und war von ihrem Stuhl aufgestanden.

Die Wache nickte und öffnete die Tür weiter, danach deutete er den Personen einzutreten. Neugierig sahen Maria, Liz und Isabel zur Tür und staunten nicht schlecht, als sie Tess, Ava und Nasedo erblickten.

"Was wollen die denn hier?", fragte Maria und blickte zu Neleus. "Ich habe sie von der Erde geholt, Nasedo und Tess sind uns einige Erklärungen schuldig", antwortete Neleus und winkte sie an den Tisch.

Maria sah Nasedo und Tess finster an, bevor sie den Saal verließ. "Maria, bleib hier!", rief Liz und wollte ihr nachlaufen, doch Cassandra hielt sie zurück.

"Ich werde mit ihr reden, bleib du nur hier und höre dir an, was es zu bereden gibt", sagte Cassandra. Danach eilte sie hinter Maria her und holte sie auch ein.

"Maria, Kind, warte", sagte Cassandra und legte ihre Hand auf Marias Schulter. Maria blieb stehen und drehte sich um. Ihre Augen hatten sich mit Tränen gefüllt und sie schluchzte leise.
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