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Sweet Amoris (with OC)

von susu-sama
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Lysander
14.07.2012
18.09.2012
14
56.512
 
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14.07.2012 2.071
 
Zu meiner freudigen Überraschung saß Luna in der Klasse, in der ich mich gerade vorgestellt hatte. Es war schön, gleich jemanden zu kennen, auch wenn ich mit meinen neuen Klassenkameraden sicherlich auch noch ins Gespräch kommen würde. Luna setzte sich auch gleich bereitwillig an den einzigen leeren Tisch im Raum, zu dem ich mich auch gesellte. Dadurch, dass sie sich gleich neben mich gesetzt hatte, ging natürlich gleich das Getuschel zu. Dass wir Freunde seit Kindheitstagen waren, wusste hier ja noch niemand. Besonders von einer Blondine mit arrogantem Blick kamen ein paar Kommentare, die meiner besten Freundin so gar nicht passten. Ganz ‘‘zufällig‘‘ blieb sie mit ihrer Schultasche, die sie gerade noch geholt hatte, am Mäppchen dieser blonden Zicke (so sah sie auch aus)hängen und warf es herunter. Natürlich entschuldigte sie sich sofort in den höchsten, gespielten Tönen, halb aber nicht dabei, die weit verstreuten Stifte wieder zusammenzusuchen. Wir tauschten ein Grinsen aus, das alles sagte, bis nach kurzer Zeit auch schon der Unterricht regulär weiterging.
Der erste Tag verging schnell. Die meiste Zeit über hatte ich mit Luna geredet, aber auch mit ein paar anderen aus meiner Klasse, die mich regelrecht ausgefragt hatten. Ebenso erfuhr ich, dass die Blondine Amber hieß und Luna sie absolut nicht mochte. An Typen war in meiner Klasse leider keiner dabei, der mir gefallen hätte, aber man will ja nichts überstürzen.
Auf dem Schulflur Richtung Ausgang hielt mich noch einmal die Direktorin auf. Sie fragte mich, wie es mir am ersten Tag ergangen ist und ob ich mit dem Stoff hinterherkommen würde. Ich bejahte.
Anschließend meinte sie, dass es gut wäre, wenn ich einer AG hier beitreten würde. Ich hatte die Wahl zwischen der Basketball oder der Garten-AG. Ich entschied mich für die Nach-Hause-Gehen-AG. Nach einem Hundeblick meinerseits und dem Versprechen, ich würde dennoch einmal bei beiden Arbeitsgemeinschaften vorbeischauen, gab die Direktorin klein bei.

Am nächsten Morgen verfluchte ich meinen Wecker, der mich aus den allerschönsten Träumen riss. Eine Eigenschaft die ich an Weckern absolut hasste. Gähnend tappste ich ins Bad, wusch mich, schlich auf den Zähnen zu meinem Kleiderschrank zurück, nur, um anschließend wieder ins Bad zu gehen. Als ich in den Spiegel blickte, sahen mich müde, hellblaue Augen an, die leicht von ebenfalls blauen Haaren verdeckt wurden. Dem Chaos auf meinem Kopf war schnell mit einer Bürste und ein wenig Gel abgeholfen, der verschlafene Blick blieb auch nach nochmaligen kaltem Wasser. Zähne putzen, die am Abend gerichtete Schultasche holen, Schuhe und Jacke anziehen, mir zur Bestätigungselbst im Spiegel zugrinsen (macht das noch jemand außer mir von euch? xD), wobei mein silbernes Lippenpiercing leicht funkelte, fertig. Frühstücken tat ich morgens nie. Dafür hatte ich noch Zeit, in der Ruhe vor der Schule zu einem Bäcker zu gehen.
Eingedeckt mit einem belegten Brötchen, einem Schokomuffin und einem Becher Kaffee ging ich zur Schule. Dort traf ich Luna, die sich von dem Muffin, den ich vor dem Unterricht noch futtern wollte, gleichmal die Hälfte schnorrte. Als ich in meinem noch verschlafenen Zustand den Teddybären in ihrem Arm sah, blickte ich sie fragend an. Sie erklärte mir, dass der kleine Kentin heute morgen auf sie zugekommen war und ihr gesagt hatte, er würde für einige Zeit an eine Militärsschule gehen. Ich sah ein wenig Enttäuschung in ihrem Blick, als sie erzählte und knuddelte den Bären leicht. Sie schien den Kleinen ja doch irgendwie gern gehabt zu haben.
Gerade, als der letzte Schluck Kaffee meine Kehle hinabglitt, streifte mir mit hohem Tempo etwas Weiches um die Beine, sodass ich beinahe den Halt verlor. Ein Glück, dass zu diesem Zeitpunkt der Kaffeebecher schon leer war. Kaffeeflecken waren wirklich nicht toll.
»Haaaalt!! Haltet sie fest!! Kikiiiiiii!!!«
Bei der lauten Stimme, die durch den ganzen Schulhof rief, zuckte ich erstmal erschrocken zusammen. Keuchend blieb eine aufgebrachte Direktorin vor mir und Luna stehen. Nachdem sie zu Atem gekommen war, blickte sie mich leicht wütend an.
»Warum hast du sie nicht festgehalten! Geh und such den Hund! Sofort!«
»Aber… der Unterricht…?«, fragte ich verwirrt, wofür ich mir einen finsteren Blick einhandelte.
»Kein aber. Du bringst mir jetzt meinen Hund zurück! Sonst gibt es eine Woche nachsitzen!!« Mit diesen Worten ließ mich die Direktorin einfach stehen.
Noch leicht erschrocken und hilfesuchend blickte ich zu Luna.
»Tja, das passiert schon beinahe täglich. Kiki ist der Hund unserer Direktorin, du solltest ihn wirklich lieber suchen gehen. Ihre Drohungen macht die Direx nämlich gerne wahr.«
Ich schluckte. Einen Hund suchen gehen? Der konnte hier überall hingerannt sein. Allerdings konnte ich nach diesem Auftritt der Direktorin wirklich glauben, dass sie mir Nachsitzen geben würde, wenn ich ihr Kiki nicht wiederbringen würde. Meinem Schicksal musste ich mich nun also ergeben.
»Hilfst du mir?«, fragte ich Luna seufzend, die das ganze irgendwie amüsierend fand und dementsprechend grinste.
»Nee. Ich habe gehört, dass Castiel und Nath wieder einmal Stress hatten. Und wer darf den Liebesengel spielen? Genau, Ich!« Mit freudigem Ton schnappte sie sich ihre Schultasche und wandte sich zum Gehen. Na Super. »Viel Spaaahaaaaaß!«, rief sie mir nach einigen Metern hinterher, während ich überlegte, wo ich am Besten suchen gehen sollte.

Als ich einige Male auf dem leeren Schulhof umhergeirrt war, hörte ich auf einmal lautes Bellen. Sofort drückte ich meine Tasche an meinen Körper, damit sie mir nicht herunterfiel, und rannte in die Richtung des Geräusches. Dem Gebell folgend fand ich mich hinter einem Gebäude wieder, das aussah, wie die Sporthalle. Ich rannte sofort wieder los, als ich etwas Braunes sah, dass sich durch eine offenstehende Hintertür in die Halle schlängelte. Als ich in der Halle ankam, war ich aber schon zu spät. Kiki war nirgends mehr zu sehen, dafür etwas anderes. Ich erschrak leicht, als ich bemerkte, dass ich gar nicht alleine in der Halle war. Meine Ohren sowie meine Wangen verfärbten sich rötlich, als ein Typ mit Rastalocken auf mich zukam, der sich gerade mit seinem Oberteil den Schweiß von der Stirn abtupfte. Und das hieß so viel, dass Kerl mit freiem, durchtrainierten Oberkörper vor mir stand. »Äh…….«, mehr brachte ich als erstes nicht heraus. >
>Ganz toll<, ermahnte ich mich in Gedanken. >Super gemacht, lässt dich vom erstbesten freien Oberkörper ablenken.< Zum Glück begann mein Gegenüber jetzt zu sprechen.
»Hi. Suchst du hier irgendwas?«, fragte er mit einem freundlichen Lächeln.
»Nein…. Äh… Das heißt Ja. Hast du hier zufällig einen Hund vorbeilaufen gesehen?«, meinte ich mit fragendem, unsicherem Ton zu ihm. Und wie logisch meine Frage war. Dieser Hund war gerade mitten durch die Sporthalle gerannt, in der dieser Kerl offensichtlich zu diesem Zeitpunkt auch war.
Mein Gegenüber schien leicht zu schmunzeln, bevor er antwortete.
»Ja, hab ich. Das Vieh hat mich gerade beim Training gestört.«, Er schien zu lachen bei diesen Worten, was wirklich ziemlich angenehm klang.
»Training? Basketball?«, riet ich, unnötigerweise, da in der Halle einige Basketbälle herum lagen.
»Genau. Ich bin übrigens Dajan.«, stellte er sich lächelnd vor, während er mir freundschaftlich die Hand hinhielt, die ich daraufhin schüttelte.
»Freut mich. Ich bin Lucio.«, erwiderte ich die Vorstellung, wobei die Berührung unserer Hände sich wieder auflöste.
»Cooler Name. Ach, und… meinst du zufällig genau den Hund, der da draußen gerade rumrennt?«
Sofort drehte ich mich herum und sah Kiki durch die offenstehende Hintertür, wie sie auf dem Gras herumrollte und gleich wieder los rannte, als sie bemerkte, dass sie entdeckt worden.
»Danke. Äh… ja, Aaaah! Kikiii! Nein bleib stehen!!« Der Köter reagierte allerdings nicht auf meine Worte. Kiki schien ihr Tempo zu verschnellern, während ich ohne eine Verabschiedung hinter ihr herrannte. Leise hört ich noch Dajan kichern.
Seufzend rannte ich schon wieder, bis mir bald die Puste ausging. Dieser Hund hatte aber auch eine Ausdauer! Das Sportprogramm für diese Woche wäre auch gleich erledigt.
Ich wurde immer langsamer, bis ich nochmals einen Zahn zulegte, als ich sah, dass Kiki stehe geblieben war. In einem Blumenbeet verrichtete sie gerade ihr Pipi. Das war meine Chance.
Schneller, schneller, gleich hab ich sie und…. RUMMS!!
Irritiert merkte ich, wie ich den Boden unter den Füßen verlor und nach vorne kippe. Seltsamerweise landete ich irgendwie weich, wenn auch nicht gerade bequem. Meine Arme waren auf dem Boden aufgeschlagen, ebenso meine Knie. Glücklicherweise bestand der Untergrund aus Gras, sodass es nicht wirklich weh tat. Ich blinzelte ein paar mal, um mich von dem Schock zu erzählen, bis sich meine Augen ein wenig weiteten. Unter mir blickte mich ein ebenso großes Augenpaar an. Erst nach und nach registrierte, dass ich wohl auf jemanden gefallen war. Leider verarbeitete mein Gehirn diese Information so langsam, dass ich erst mit dem Gesicht ein wenig auf Abstand ging, als das meines Gegenübers knallrot anlief und dazu nur wenige Zentimeter bis Millimeter von meinem entfernt war. Auch jetzt erst stellte ich fest, wie ich überhaupt aufgekommen war und ich wurde ebenfalls rot, war aber noch kaum im Stande, mich zu rühren.
Meine Arme lagen neben dem Kopf eines türkishaarigen Jungen, eines meiner Knie lag genau zwischen seinen Beinen, sodass ich ihn mit dem Körper am Boden festhielt. Okay. Genauer betrachtet war das jetzt irgendwie peinlich.
Es herrschte kurzzeitig Stille, während dieser wir uns mit knallroten Köpfen ansahen.
Langsam hatte ich mich wieder gesammelt und mir wurde die ganze Lage dieser Situation bewusst. Mit einem hastigen »Sorry!!« sprang ich auf, wobei ich aufpassen musste, dass ich nicht noch einmal das Gleichgewicht verlor. Wäre noch peinlicher, wenn ich nochmal auf diesem Typen landen würde. Dieser stand so langsam auch auf und klopfte sich kurz über seine Latzhose.
>Sorry.«, wiederholte ich noch einmal. >Hast du dich verletzt? Das war echt keine Absicht..«
Verlegen sah ich zur Seite, während ich nun auch kurz meine Hose abklopfte. Hoffentlich gab es nirgendwo Grasflecken. Naja, auf schwarz würde man die eh nicht sehen.
»Ja, alles in Ordnung. Bei dir auch?« Der Türkishaarige hatte sich anscheinend schneller wieder gefasst als ich, auch wenn er ein wenig verlegen klang.
»Äh… Ja. Entschuldige nochmals.« Ich wich bei den Worten seinem Blick wieder aus, außerdem glühten meine Wangen noch. Sein Gesicht war so verdammt nah gewesen!
»Ist ja nichts passiert. Und im Blumenbeet sind wir auch nicht gelandet.«
»Blumen?«, fragte ich leicht verwirrt und sah mich um. Tatsächlich. Keinen halben Meter neben wuchsen prächtige Blumen in einem Beet in den vielfältigsten Farben.
»Ja. Du bist hier im Schulgarten. Ach, und ich bin Jade.«, erklärte mir mein Gegenüber und lächelte ein freundliches Lächeln, was ich leicht erwiderte. So langsam spürte ich, wie endlich die Röte aus meinem Gesicht wich.
»Ich heiße Lucio. Sorry, wie gesagt. Ich bin auf der Suche nach dem Hund der Direktorin.«
Wie auf Kommando hörte ich von weiter weg Kikis helles Bellen. Jade schien zu lachen, als er dies hörte.
»Ah. Schon wieder abgehauen? Dann wünsche ich dir mal viel Spaß beim Einfangen.«
»Danke…«, meinte ich ein wenig zerknirscht und wollte mich zum Gehen wenden.
»Ach, und du kannst übrigens jederzeit hier vorbeikommen. Ich bin zwar nicht auf dieser Schule, aber…« Jade zuckte bei den Worten mit den Schultern.
»Oh, danke. Bis dann.«, verabschiedete ich mich mit einem Lächeln und beeilte mich, die Richtung aufzusuchen, aus welcher das Gebell kam.

Schon wieder rannte ich los, raus aus dem Garten und auf den Schulhof, von welchem das Gebell herüber klang. Dort angekommen schnappte ich erstmal nach Luft, während ich meinen Augen kaum traute. Da rannte ich mir die Seele aus dem Leib, geriet in peinliche Situationen mit zwei gut aussehenden Kerlen, nur um diesen Köter zu fangen, der sich schlussendlich schwanzwedelnd in Lunas Armen befand. Murrend trat ich an meine beste Freundin heran, die Kiki auf dem Boden absetzte und dabei die Leine des Hundes in der Hand hielt.
»Danke auch für deine Hilfe.«, meinte ich murrend.
»Ach, entschuldige. Vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass die Kleine mich ziemlich mag und jederzeit bei mir vorbei kommt, wenn ich sie rufe.«, erklärte Luna schmunzelnd, während sie Kiki ein Leckerlie gab, dass sie aus ihrer Tasche hervorzauberte. Den Hund mit Futter anzulocken, auf die Idee hätte ich auch selber kommen können…
Abermals murrte ich. Na wenigstens war das Hündchen gefunden und angeleint, sodass sie so schnell nicht mehr wegrennen konnte. »Dann können wir sie ja der Direktorin übergeben.«, maulte ich, wobei Kiki freudig an mir hochsprang und eifrig an meiner Hand schnupperte.
Gemeinsam mit Luna lieferten wir Kiki bei der Direktorin ab, die heilfroh war, ihr Hündchen wieder bei sich zu haben und es so fest umarmte, dass es uns hilfesuchend ansah. Okay, bei solch einem Frauchen würde ich garantiert auch weglaufen wollen….
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