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Sweet Amoris (with OC)

von susu-sama
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Lysander
14.07.2012
18.09.2012
14
56.512
 
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Dieses Kapitel
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14.07.2012 6.299
 
Auf diesen Tag war ich ja mal verdammt gespannt. Eine SMS von Luna hatte mich schon vor dem Wecker geweckt, sodass ich ausnahmsweise mal wirklich, wirklich früh dran war. Da ich nach dem Aufstehen noch zu müde war, um zu antworten, tat ich das jetzt auf dem Schulweg. Ich hatte zwar fast noch eine halbe Stunde, aber einmal konnte ich das ja auch mal machen. Auch Lysander schrieb ich eine SMS, ob er eventuell schon etwas früher kommen könnte.  Seine Antwort war leicht geschockt, dass ich um diese Uhrzeit schon unterwegs war, aber er meinte, dass er mal gucken könnte, dass er sich noch beeile. Wie süß von ihm.
Luna spamte mich derweil mit SMS zu, dass sie ja so neugierig ist, was aus Nathaniel und Castiel geworden ist. Das Mädel sollte sich lieber mal beeilen und sich für die Schule fertig machen.
Als ich auf dem Schulhof ankam, war noch niemand zu sehen. Es war einfach noch so verdammt früh. Ich wollte mich eigentlich gerade gemütlich auf eine Bank setzen, als eine laute, wütend klingende Stimme erklang.
>>Kiiiikiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!!<<, schrie die Direktorin, die in ihren rosa Pumps nicht einmal rennen konnte, über den ganzen Schulhof.
>Ne, oder? Nicht wirklich?<, dachte ich mir nur und bevor ich mich verstecken konnte, hatte die Direktorin mich auch schon entdeckt.
>>Du da! Fang mir meinen Hund wieder ein! Sonst gibt’s Nachsitzen!<<, wurde mir nun wütend entgegen gerufen. Darf ich mich jetzt verarscht fühlen? Ich sollte zum dritten Mal diesen Hund einfangen? Also, irgendwie tat Kiki mir ja schon leid. Es musste ja einen Grund geben, warum sie so oft weglief. Vielleicht sollte ich sie ja einfach bei mir aufnehmen?
Seufzend machte ich mich also zum dritten Mal auf die Suche nach diesem quirligen Hund. Wirklich Lust darauf hatte ich ja nicht, aber noch weniger wollte ich länger in der Schule bleiben als nötig. Mit zunehmend schlechter Laune schlurfte ich in die Richtung, in die ich Kiki habe laufen sehen. Die Direktorin ging derweil ihren Morgen-Kaffee im Lehrerzimmer zu sich nehmen. Kaffee könnte ich jetzt auch gut gebrauchen.
Gerade, als ich um die Ecke in Richtung Sporthalle gebogen war, sah ich etwas, das mich schnell wieder zur Seite huschen ließ. Ich drückte mich an die Wand und hoffte, nicht entdeckt zu werden, während ich meinen Kopf zu zwei Personen drehte. Die eine Person drückte die andere gegen die Backsteinwand und sie küssten sich, ihren Köpfen nach zu urteilen. Und es waren ganz deutlich Castiel und Nathaniel.
Erschrocken über dieses Bild war ich nicht, ich freute mich eher für die beiden. Offenbar waren sie also gestern auch noch aus dem abgesperrten Raum herausgekommen. Eine gute Nachricht.  Ich fragte mich nur, was Castiel um diese Uhrzeit schon hier machte. War er jetzt auch unter die Frühaufsteher gegangen?
Ich wollte gerade ganz leise mein Handy aus der Hosentasche holen, um mit der integrierten Kamera heimlich ein Bild zu machen, als mich jemand überraschend an der Schulter fasste.
Erschrocken drehte ich mich um und sah in das leicht müde aussehende Gesicht von Lysander. Sofort musste ich lächeln.
>>Guten Morgen. Kann es sein, dass Kiki schon wieder abgehauen ist?<<, fragte er, während er besagten Hund auf dem Arm hielt.
>>Psscht!<<, machte ich allerdings gleich, wofür ich mir einen irritierten Blick seinerseits einfing. Stumm deutete ich mit dem Finger in Richtung des knutschenden Pärchens an der Mauer. Als Lysander dies gesehen hatte, grinste er.
>>Gute Idee.<<, meinte er aber schließlich nur leise, bevor er sich nach vorne beugte und mich sanft und kurz küsste. Der zärtliche Kuss brachte mich zum Seufzen und wäre Kiki nicht gewesen, hätte ich ihn jetzt sofort ganz eng umarmt. Auch Lysander schien diese Tatsache gerade zu stören.
Wir tauschten einen kurzen Blick aus, bevor wir uns von der Mauer entfernten und in Richtung Schuleingang gingen. Dort öffnete der Weißhaarige lediglich die Tür und ließ Kiki auf dem dahinter liegenden Gang wieder herunter, bevor er gleich die Tür wieder schloß. Ich lächelte.
>>Ich hab mich extra beeilt.<<, meinte Lysander nun und strich sich dabei durch seine verwuschelten Haare. Offenbar hatte er diese gar nicht gestylt, lediglich kurz durchgekämmt. Und das wahrscheinlich nur, damit er auch früher kommen konnte.
Jetzt umarmte ich ihn aber sofort und diesmal tauschten wir einen längeren Kuss aus.
>>Ich hab übrigens Kaffee dabei, extra noch gekocht und warm in einer Thermoskanne.<<, meinte Lysander nun nach diesem Kopf, wobei seine Stimme sich genauso müde anhörte, wie er aussah. Aber mit diesem schläfrigen Blick sah er echt sexy aus.
>>Hier äh… wo ist denn meine Tasche?<< Lysander war sichtlich verwirrt, als er gerade nach seiner nicht vorhandenen Tasche greifen wollte.
>>Meinst du die da hinten auf der Bank?<<, fragte ich ihn schmunzelnd und zog ihn in diese Richtung. Auf der Bank stand tatsächlich eine Tasche, die, ihren Verzierungen nach, nur Lys gehören konnte.
>>Ja, genau die. Ich dachte schon, ich hab sie daheim liegen gelassen.<<
Dieser Satz amüsierte mich schließlich so, dass ich mich, als wir uns hingesetzt hatten, kaum mehr einkriegte vor Lachen. Frühes Aufstehen tat mir offenbar nicht gut.
Aber Lysander ließ auch echt alles einfach irgendwo stehen und liegen und vergaß es dann einfach. Er war eben echt eine Nummer für sich.
Seinen mitgebrachten Kaffee nahmen wir gemeinsam vor dem Unterricht noch zu uns und da uns zum Trinken nur der Becher, der bei Thermoskannen gleichzeitig als Verschluss diente, zur Verfügung stand, kam es ganz oft noch zu einem indirekten Kuss.

Auch nach dem heutigen Unterricht beschwerte sich Luna darüber, dass sie diese Szene heute Morgen verpasst hatte. Es ärgerte sie verdammt und sie meckerte rum, dass ich doch hätte ein Photo machen sollen.  Und das nahm sie mir verdammt übel. Es war ja nicht so, dass ich mich eben lieber um meinen eigenen Freund gekümmert hatte. Mit diesem musste ich meine beste Freundin auch schon beinahe aus der Schule zerren, da sie Castiel hinterherrennen wollte und er offensichtlich zu Nathaniel ins Schülersprecherzimmer ging. Der Rothaarige hatte zudem einen großen Bogen um sie gemacht, als er an uns vorbeigelaufen war.
Luna hatte daraufhin nur noch mehr gemeckert, da sie Nath und Cas auch mal in Action erleben wollte. Was genau sie damit allerdings meinte, wollte ich allerdings gar nicht wissen.
Lysander hatte allerdings die rettende Idee, wie wir sie ein wenig auf den Boden zurückbringen konnten.
>>Wollen wir alle zusammen noch ein Eis essen und unseren gelungenen Plan feiern?<<, fragte der Weißhaarige, nachdem er Lunas Arm auf dem Schulhof losgelassen hatte. Ich hielt das Mädchen lieber mal noch fest, man konnte bei ihr ja wirklich verdammt nie wissen.
Die Blauhaarige war auch sofort begeistert von dieser Idee und klatschte freudig in die Hände, woraufhin ich ihren Arm nun doch vorsichtig los ließ. Sie machte zum Glück auch keine Anstalten, zurück zur Schule zu rennen.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zur Eisdiele, an welcher wir uns auch gleich zu dritt vor die Eistheke quetschten. Trotz des guten Wetters war hier zum Glück nicht allzu viel los. Die Sonne war echt herrlich im Vergleich zu den letzten, regnerischen Tagen.
>>Ich lade euch übrigens ein.<<, meinte Lysander beiläufig, während er zu den verschiedenen Eissorten sah.
>>Ich kann doch auch selber zahlen.<<, meinte ich allerdings gleich. Ich hatte echt das Gefühl, Lysander wollte alles bezahlen und kam mir damit meistens auch noch zuvor.
>>Ich hab gesagt, ich lade dich ein, dabei bleibt es.<<, erwiderte der Weißhaarige dann aber nur schmunzelnd. >>Dich natürlich auch Luna.<<, fügte er mit einem Lächeln dann auch noch hinzu.
Die anderen beiden konnte sich eher entscheiden, was sie für ein Eis nahmen, als ich. Ich brauchte dazu eine halbe Ewigkeit, was dazu führte, dass sich hinter uns schon eine kleine Schlange aufstaute.
Im Endeffekt entschied ich mich dann zu drei Kugeln, wie die anderen zwei.
Als wir alle unser Eis hatten, zahlte Lysander und Luna und ich bedankten uns natürlich artig. Wenn wir unter uns wären, würde ich ihm auch gleich noch einen fetten Kuss geben.
Wir hatten Glück, dass wir in der Eisdiele noch einen Tisch am Rand bekamen. Irgendwie war es gerade doch ein wenig voller geworden. Zuerst schwiegen wir nur, da jeder mit seinem Eis beschäftigt war.
>>Darf ich mal probieren?<<, fragte ich dann aber Lysander, wobei ich ihn kurz am Ärmel zupfte und dabei fragend auf seine Eiswaffel sah.
>>Klar.<<, erwiderte der Weißhaarige und hielt mir auch sogleich sein Eis hin. Lächelnd hielt ich ihm dafür das meinige vor die Nase.
Genüsslich leckte ich an seinen Eiskugel, um von jeder Sorte einmal zu probieren. Lysander schien das irgendwie lustig zu finden, da er einfach nur schmunzeln musste.
Luna war wegen dieser Szene gleich wieder ganz aus dem Häuschen. Sie hatte als einzige einen Becher genommen, da sie die Waffel nicht mochte und stellte diesen nun auf dem Tisch ab, um ihre Kamera aus ihrer Schultasche zu holen. Ich war noch immer mit Lysanders Eis beschäftigt, während sie sich beeilte, ein Photo von uns zu machen. Lys grinste deswegen gleich noch mehr, ließ aber Luna ihr Photo schießen. Ansonsten würde sie ja eh nur wieder meckern.
Anschließend aßen wir nun alle unser eigenes Eis fertig, auch wenn ich nochmals bei Lys ein wenig schnorrte. Währenddessen unterhielten wir uns über relativ belanglose Dinge und lobten immer wieder unseren Plan. Das war ja mal echt erfolgreich gewesen. Und meine beste Freundin meinte, dass sie jetzt Cas und Nath erst recht stalken würde, bis sie ihr Photo bekäme. Wenn sie ihren Spaß dabei hatte, mischten wir uns lieber mal nicht ein.
Kurz bevor wir gehen wollten, tippte Lysander mir auf die Schulter.
>>Magst du am Samstag oder so bei mir schlafen? Mein Bruder fährt übers Wochenende zu unseren Eltern aufs Land.<<, fragte der Weißhaarige mit einem hoffnungsvollen Lächeln. Natürlich würde ich nicht Nein sagen.
>>Klar!<<, antwortete ich ihm sofort fröhlich. Dann würde ich endlich auch mal sehen, wo und wie er wohnte. Das einzige, was ich diesbezüglich wusste, war, dass er mit seinem älteren Bruder zusammen lebte. Mehr aber auch nicht.
>>Darf ich auch?<<, mischte sich nun aber auch Luna ein, wofür sie sich einen undefinierbaren Blick von Lysander einfing. Sie stutzte erst, bevor sie anfing zu grinsen.
>>Ach so, verstehe. Ja, sorry, ich habe nie gefragt..<<, meinte sie gleich danach und grinste uns beide nur noch mehr an. Lysander schien wohl zu verstehen, was sie meinte, da er irgendwie verlegen reagierte. Ich hatte die Message allerdings irgendwie nicht verstanden.
Naja, spätestens am Wochenende würde ich dann davon ja auch erfahren.

Ich freute mich so verdammt auf das Wochenende. Zumindest tat ich das bis Donnerstagabend.
Lysander und ich hatten ausgemacht, dass ich das ganze Wochenende bei ihm schlafen könnte, da er ja eh sturmfreie Bude hätte. Gegen 22 Uhr hatte er mich allerdings angerufen und gemeint, dass das von Freitag auf Samstag nicht klappen würde.
Im ersten Moment war ich natürlich völlig enttäuscht, auch wenn ich den Grund im Nachhinein verstand. Lysander und seine Band hatten ganz kurzfristig noch ein Angebot für einen Auftritt in einem der Clubs in der Stadt bekommen. Dass er so etwas nicht absagen würde, war ja klar.
Er entschuldigte sich auch gefühlte tausendmal dafür und erklärte mir auch, dass seine Band derzeit nicht viele Gigs bekam und sie so etwas dann auch spontan annehmen würde. Auch versprach er mir, dass er mir dafür am Samstag einen schönen Abend machen würde. Wenn er schon so süß zu mir war, konnte ich auf Dauer gar nicht so traurig sein.
Wenigstens eine Nacht lang konnte ich ja bei ihm schlafen und der dazugehörige Abend würde dann gewiss umso besser werden.
Dieser kam auch schneller, als ich es mir erhofft hatte. Die ganze Zeit konnte ich eh an nichts anderes mehr denken. Dadurch, dass Lysander am Freitag zwecks Probe auch nicht zur Schule kam, und ich ihn deswegen nicht sehen konnte, musste ich eben an ihn denken. Es war schön, dass ich im Laufe des Tages aber immer mal wieder eine SMS von ihm erhielt.
Das dämliche Grinsen, das ich teilweise deswegen hatte, hielt auch am Samstag noch an.
Beinahe wäre ich sogar noch zu spät zu Lysander gekommen, da ich daheim zu arg trödelte. Gemeinsam mit meinem vollgestopften Rucksack war ich nun auf dem Weg zu ihm.
Er hatte mir eine Beschreibung gegeben, wie ich am besten zu ihm kam und ich hoffte, ich würde es auch finden. Angeblich waren es nur ca zehn Minuten zu Fuß aber ich glaube, ich war irgendwann falsch abgebogen. Dementsprechend erleichtert war ich, als nach 20 Minuten vor seiner Haustür stand und klingelte.
Es dauerte auch nicht lange, bis die Tür aufging und Lys vor mir stand. Ich lächelte ihn an und reflexartig schlang ich meine Arme um seinen Hals, um ihn zu begrüßen; Mein Rucksack rutschte dabei von meinen Schultern direkt auf den Boden.
Der Weißhaarige war wegen der stürmischen Begrüßung erst etwas überrascht, umarmte mich dann aber auch, bevor wir uns mitten im Türrahmen küssten. Scheiß auf Nachbarn!
Noch immer lächelte ich ihn glücklich an, als wir uns nach einer kurzen Weile voneinander lösten. Lysander hielt meine Hand, während ich meinen Rucksack aufhob und anschließend das kleine Häuschen betrat. Ich hatte eigentlich angenommen, er und sein Bruder wohnten in einer Wohnung, aber da hatte ich mich geirrt. Sein zu Hause bestand aus einem kleinen, aber dafür zweistöckigen Haus.
Schnell hatte mir mein Freund die ganzen Räume hier gezeigt, wobei er sein eigenes Zimmer bis zum Schluss aufhob. Auf dieses war ich natürlich am Meisten gespannt.
Er öffnete mir die Tür und überließ mir den Vortritt. Neugierig trat ich ein und was ich sah, haute mich erst mal um.
Der Raum war zwar nicht der größte, aber geschmackvoll und platzsparend eingerichtet. Das, was hier den meisten Platz einnahm, war ein riesiges, ultrabequem aussehendes Bett. Es stand an der Wand und wenn man einen Schritt nach vorne ging, ging die Wand in eine Glastür, die zu einem kleinen Balkon führte, über.
An der rechten Seite befanden sich ein relativ großer Schrank, an welchem außen ein dicker Mantel hing, und ein Regal. An der gegenüberliegenden Wand stand ein hölzerner Schreibtisch, der mit tausenden von Blättern überfüllt war. Von der Wand selbst war kaum irgendwo etwas zu sehen, da lange Tücher dort aufgehängt waren, die fast bis zum Boden reichten und sich auch über den Schrank verteilten. Der Boden war aus hellem Holz und teilweise waren auch dort Papiere verteilt.
Beleuchtet wurde das Ganze von einem irgendwie antik aussehenden Kronleuchter. Keine normale Lampe, ein richtiger Kronleuchter. Wo Lysander den her hatte, wollte ich gar nicht erst wissen.
>>Gefällt es dir hier?<<, fragte er mich und lenkte dabei seine Aufmerksamkeit von dem Raum wieder auf ihn.
>>Ja. Das Zimmer passt total zu dir.<<, meinte ich in begeistertem Tonfall. Lysander schmunzelte daraufhin. >>Danke. Irgendwie bekomme ich das oft zu hören.<<
Lächelnd trat ich nun noch einen Schritt in das Zimmer hinein und legte meinen Rucksack auf dem Boden ab. Ich war immer verdammt neugierig, wenn ich das erste Mal in das Zimmer von jemandem kam, aber ich würde gewiss nicht anfangen, jetzt in seinen Schubladen zu wühlen.
Stattdessen tapste ich zu seinem Bett und setzte mich eiskalt darauf, bevor ich mich nach hinten umfallen ließ. Und verdammt, war das bequem. Hier wollte ich niemals mehr aufstehen!
Es war zwar weich, aber nicht zu sehr und es gab genügend Kissen, mit denen man kuscheln könnte. Natürlich würde ich Lys jedem einzelnen davon den Vorzug geben. Dieser setzte sich nun auch neben mich, woraufhin ich mich wieder aufrichtete.
>>Dein Bett ist so übel bequem. Darf ich hier einziehen?<<, fragte ich ihn begeistert, was ihn nur wieder zum Schmunzeln brachte. Er lachte nie richtig, aber dafür war sein typisches Schmunzeln so verdammt süß. Bevor er mir antworten konnte, kuschelte ich mich einfach an seine Seite. Wenn ich schon hier war, wollte ich die Zeit ausnutzen und genießen, bevor sie wieder rum war.
>>Dann muss ich mir ja keine Sorgen machen, dass du heute Nacht woanders schlafen willst.<<, meinte Lys lächelnd und legte dabei einen Arm um mich.

Ich wusste nicht, wie lange Lysander und ich auf seinem Bett saßen, lagen, uns küssten und miteinander kuschelten. Es war einfach zu schön.
Leider hatte irgendwann mein Magen gemeint, die Stimmung zwischen uns zerstören zu müssen, indem er einfach mal laut knurrte. Ich errötete, da mir das verdammt peinlich war. Ich hatte zwar seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, aber das war noch lange kein Grund, jetzt Hunger haben zu müssen.
>>Hast du Hunger?<<, fragte Lysander dann auch belustigt, was mich noch röter werden ließ. Ich wollte gerade etwas erwidern, als Lys aufschreckte.
>>Stimmt, ich wollte ja vorhin schon essen machen.<<, meinte er nun und sah dabei aus, als wäre ihm gerade etwas Wichtiges eingefallen.
>>Ich muss runter….<<, murmelte der Weißhaarige noch, bevor er hastig aufstand und eilig aus dem Zimmer stürmte. Perplex saß ich noch auf seinem Bett, während ich hörte, wie er die Treppe nach unten runter stürmte. Einen Moment später folgte ich ihm einfach mal.
Den Weißhaarigen fand ich schließlich erleichtert ausatmend in der Küche wieder. Dort sah ich, dass auf dem Herd zwei Töpfe standen. In einen war Wasser gefüllt und nicht durchgebrochene Spaghetti lugten über den Rand hinweg; Der andere war leer.
Neben dem Herd lagen auf einem Schneidebrettchen bereits geschnittene Tomaten, daneben standen  ein mit Wasser gefüllter Messbecher und einige Gewürze.
Ich brauchte einen Moment, um die Situation ganz zu begreifen, brach dann aber in schallendes Gelächter  aus. Er hatte vorhin nicht wirklich angefangen zu kochen und hatte es dann einfach vergessen? Sogar der Tisch war schon gedeckt. Zum Glück war wenigstens der Herd noch aus.
Aber das war so typisch Lysander. Kaum lenkte ihn kurz etwas ab, vergaß er sofort das andere.
Ich lachte so heftig, dass ich mich festhalten musste, um nicht umzufallen. Lysander fand das gar nicht so witzig, nahm es aber dennoch irgendwie auch mit Humor.
Einige Momente später machte er dann auch da weiter, wo er offensichtlich aufgehört hatte. Ich brauchte erst noch eine Weile, um mich wieder einzukriegen, sah dann aber Lys beim Kochen zu.
>>Hast du dir das selber beigebracht?<<, fragte ich ihn schließlich, als er schon fast fertig war.
>>Nicht wirklich. Ich lebe ja mit meinem Bruder alleine, da ist das irgendwann einfach notwendig. Und wenn man sich an ein Rezept hält, ist Kochen eigentlich ja einfach.<<, erklärte er mir lächelnd, während er die Spaghetti abschüttete.
>>Sollte ich vielleicht auch mal machen.<<, meinte ich grinsend und sog den Duft nach frischer Tomatensoße in meine Nase ein. Die ganze Küche duftete nach essen, was meinen Appetit nur noch mehr anstachelte.
Da der Tisch eh schon gedeckt war, stellte Lys nur noch den Topf mit der Soße und die Nudeln darauf, bevor wir mit Essen beginnen konnten. Getrunken wurde dazu Apfelsaftschorle.
>>Das schmeckt soooo göttlich.<<, meinte ich nach ein paar Bissen zu ihm, wobei mir eine Spaghetti aus dem Mundwinkel hing.
>>Das freut mich.<<, erwiderte mein Gegenüber lächelnd.
Gegessen hatten wir schnell und dass ich zu viel in mich hineingestopft hatte, merkte ich, als ich neben Lysander auf der Couch im Wohnzimmer an ihn gelehnt da saß.
Ich ächzte leise und schmiegte mich glatt noch enger an seine Seite. Den Weißhaarigen schien das nicht zu stören, da er seinen Arm noch enger um mich legte.
Wir hatten uns entschlossen, diesen Abend einfach bei ihm daheim zu verbringen, so richtig gemütlich. Draußen hatte es eh wieder zu regnen begonnen, sodass ich eh gar nicht mehr hier raus wollte. Auch hatten wir entschieden, dass wir einen Film schauen würden, allerdings zappte Lysander erst mal ewig im Fernsehen rum, bis er einen fand, der annehmbar klang. Auf DVD gab es hier echt nur Horrorfilme oder ein paar Kitschfilme, die von Leighs Freundin hier rumstanden. Das fiel also schon mal aus, vor allem die erste Option, wie ich fand.
Die Zeit verging aber dennoch, auch wenn wir bestimmt dreimal durch alle Sender zappten. Bei irgendwelchen Serien blieben wir immer mal wieder hängen. Irgendwann hatten wir zwei Folgen South Park am Stück und irgendwelchen anderen Quatsch geschaut, bis es bald wirklich nichts mehr Sinnvolles zu sehen gab. Zu vorgerückter Stunde kam auch wirklich nur noch irgendwelches Erotikzeugs im Fernsehen. Lysander war das offenbar unangenehm, da er genau dann, wenn so etwas kam, immer umschaltete.
In der Zwischenzeit gab es zwar immer mal kleine Neckereien und vor allem Küsschen zwischen uns, aber dank dieser bescheuerten Porno-Werbung drifteten meine Gedanken immer mehr ab. Danke auch, nicht jugendfreies Fernsehen.
Ob Lysander mittlerweile auch an etwas Anderes dachte, wusste ich nicht, aber er zuckte ertappt zusammen, als ich ihm in die Schulter pikste.
>>Sollen wir ins Bett gehen? Kommt ja eh nur noch Müll in der Glotze.<<, fragte ich ihn, während ich meinen Kopf an seine Schulter lehnte. Dass er die erste Frage gerade völlig falsch verstand, war ihm ins Gesicht geschrieben. Ich konnte es in der Dunkelheit zwar nicht sehen, da der Raum gerade nur vom Fernsehbildschirm beleuchtet wurde, aber er war knallrot angelaufen. Mich brachte das erst mal zum Grinsen, auch wenn ich innerlich schon nervös wurde.
>>Äh… ja.<<, meinte er dann, bevor er hastig den TV ausschaltete, als dort eine Frau anfing zu stöhnen.
Lysander wollte dann auch schon aufstehen, aber er konnte nicht, da ich ihn an den Schultern festhielt. >>Trägst du mich?~ Es ist dunkel und wenn das ein Horrorfilm wäre, würde das nicht gut ausgehen.~<<, meinte ich nun dicht an seinem Ohr, bevor ich einfach mal frech in dieses biss. Ich spürte, wie er erschauderte, als ich dies tat.
Einen Moment später hielt ich mich auch schon an seinen Schultern fest, da er mich wirklich nach oben trug. Ich hatte ihn ja eigentlich nur aus Spaß gefragt, aber er war kräftig genug, um es auch wirklich zu tun.
Während er langsam und vorsichtig die Treppe hinaufstieg, küsste ich ihn immer mal wieder auf den Hals oder biss auch einmal frech hinein. Lys nahm das schweigend hin oder kicherte leise, da er dort offenbar ein wenig kitzelig war. Das würde ich mir definitiv merken.
In seinem Zimmer angekommen, ließ er mich vorsichtig auf den Boden gleiten; Meine Arme behielt ich aber noch um ihn geschlungen. Vorsichtig zog ich ihn zu mir herunter, um ihn auf die Lippen zu küssen. Er erwiderte es sofort.
Dieser Kuss war um einiges leidenschaftlicher als die, die wir unten auf der Couch ausgetauscht hatten und sogar unsere Zungen fanden sich. Ich hatte das Gefühl, Lysander noch nie so innig geküsst zu haben. Der Weißhaarige umarmte mich dabei ebenfalls fest und täte er dies nicht, würde ich womöglich erst einmal Bekanntschaft mit dem Boden machen. Dieser Kuss raubte mir noch den Verstand.
Meinem Freund schien es da allerdings ähnlich zu gehen. Mit einer Hand machte er die Tür mit einem Knallen zu, bevor er mich ein paar Schritte nach hinten an die Wand drückte. Dass auch er mal so viel Einsatz zeigte, gefiel mir verdammt gut. Seine Arme lagen zwar jetzt nicht mehr um meinen Rücken, aber dafür drückte sein muskulöser Oberkörper direkt an den meinen.
Unsere Lippen lösten sich für wenige Sekunden, in denen wir kräftig Luft holten, bevor sie wieder aufeinander lagen. Meine Finger krallten sich derweil an Lysanders Rücken in dessen Oberteil und spätestens jetzt wäre ich nicht mehr fähig, alleine zu stehen.
Den anderen so zu erleben machte mich fertig, aber in durchweg positivem Sinne. Mir schien, als hätte er sich immer nur zurück gehalten, wenn wir unterwegs waren und andere uns sehen konnten. Aber jetzt legte er das ganze ab und tat das, was er schon die ganze Zeit tun wollte.
Der Weißhaarige hätte auch nicht gedacht, dass er mal jemanden so sehr wollen würde wie den Jungen, den er gerade mit voller Inbrunst küsste. Bei ihm konnte er sich einfach nicht mehr zurückhalten, es machte ihn wahnsinnig. Und dass der andere sich nicht dagegen wehrte, ihn eher im Gegenteil auch so sehr wollte, stachelte ihn nur noch mehr an. Er war zwar immer ruhig und er regte sich fast nie auf, ebenso sehr wie er kaum wütend wurde, aber jetzt wollte er nicht mehr ruhig sein.
Ich hatte während des Ganzen meine Augen geschlossen, öffnete diese aber abrupt, als ich nicht nur Lysanders hartes Knie zwischen meinen Beinen, sondern noch etwas anderes hartes spürte.

Mein Herz klopfte wie verrückt, als ich den Kuss löste und mit großen Augen in Lysanders Gesicht blickte. Auch er sah mich an und in seinem Gesicht spiegelten sich die zahlreichsten Emotionen wieder. Beleuchtet wurde er nur von der Seite, von der gläsernen Balkontür seitlich von uns.
Für einen Moment lang wusste ich nicht, was ich tun sollte. Ich spürte deutlich durch die Nähe zu Lys, dass seine Hose mehr als gut ausgefüllt war und dass sein Körper sich mehr und mehr erhitzte. Mir ging es da ähnlich, aber es machte mich auch ein wenig unsicher.
Lysander schien das erst falsch zu verstehen, da er sein Knie zwischen meinen Beinen entfernte.
>>Sorry, ich… ich weiß nicht…<<, begann er nun stockend, während er sich schon ganz von mir lösen wollte. Meine Arme hielten ihn aber noch rechtzeitig zurück und nachdem ich noch ein leises >>Idiot.<< gemurmelt hatte, küsste ich ihn wieder.
Meine Hände wanderten nun von seinen Schultern zu seinem Hosenbund, den ich verzweifelt versuchte zu öffnen. Dadurch, dass ich allerdings so verdammt nervös und aufgeregt war, gelang es mir natürlich erst mal nicht. Ich konnte mir denken, dass dem Weißhaarigen seine Hose gerade lästig war, aber geöffnet bekam ich diesen dämlichen Knopf einfach nicht.
Ich beschloß daher, mit etwas Einfacherem anzufangen. Meine Hände legten sich nun unter Lysanders Oberteil an seine nackte Haut, auf der sich eine leichte Gänsehaut ausbreitete. Anscheinend vertrieb das auch seine letzten Zweifel, da er sein Shirt nun selbstständig auszog und mich dabei los ließ. Stehen konnte ich gerade noch so, das Gleichgewicht verlor ich lediglich, als auch mir das Oberteil über den Kopf gezogen wurde. Es verhedderte sich zwar erst ein wenig, landete dann aber ordnungsgemäß irgendwo auf dem Boden.
Währenddessen waren wir immer mehr in die Nähe von Lysanders Bett bekommen. Ich unternahm noch einen letzten Versuch, seine Hose zu öffnen, bevor ich es ganz aufgeben musste, da auch Lysander das nun übernahm. Meinen Blick konnte ich wirklich nicht von ihm abwenden, während er seine Hose über die Hüften zog.  Bestimmt war ich jetzt knallrot, aber das war mir egal.
Nachdem Lysander nur noch in Shorts dastand, küsste wir uns wieder, wobei wir nun irgendwie auf seinem wundervollen Bett landeten. Ich selbst trug noch meine Jeans, aber so, wie Lysanders Hände gerade lagen, auch nicht mehr lange. Er schaffte es auf Anhieb, den Knopf an meiner Hose, sowie den Reisverschluss zu öffnen, bevor er sie mir ein Stück nach unten zog. Den Rest strampelte ich selber von mir, bis auch dieses Kleidungsstück auf dem Boden lag.
Während des nächsten Kusses, schmiegte ich mich wieder an ihn. Seinen nackten Körper an meine zu spüren fühlte sich ungewohnt, aber auch total aufregend an. Seine Zunge fand wieder die meine und während sie in einem heißen spiel miteinander fochten, dachte ich mir, dass er irgendwie gut schmeckte.
Nachdem der Kuss wieder gelöst wurde, lief mir ein wenig Speichel den Mundwinkel herunter, da ich unfähig war, meinen Mund auch wieder zu schließen. Mein Blick war benebelt und meine Brust hob und senkte sich aufgeregt.
Langsam beugte Lysander sich über mich und begann nun, mich am Hals zu küssen. Ich war dort nicht kitzelig, sodass ich diese Berührung dort einfach nur genoss. Ich zuckte allerdings zusammen, als er mich dort auch biss und sachte an der Haut sog. Mir brachte das nun ein leises Keuchen über die Lippen. In meiner Boxershorts sah es mittlerweile auch nicht besser aus, als in der des anderen.
Nachdem er von meinem Hals wieder abgelassen hatte, blickte der Weißhaarige mir unsicher ins Gesicht. Was wir beide jetzt wollten, war klar, aber jeder von uns war eben auch ein wenig verunsichert.
Mit meinen Ex-Freunden hatte ich nie richtig geschlafen, nur mal Hand angelegt, womit ich nun den Anfang machen konnte. Ansonsten würden wir es ja eh nicht länger aushalten.
Mit meiner Hand rutschte ich vorsichtig Lysanders Oberkörper hinab, bis hin in seine Shorts. Dort ließ ich meine Hand verschwinden, legte diese zaghaft um seine Länge und… verdammt. Er war alles andere als schlecht bestückt. Ob das später funktionieren würde?
Noch immer ziemlich zaghaft, begann ich mit meiner Hand an ihm auf und ab zu gleiten. Als ich das erste, erregt klingende Stöhnen von ihm hörte, wurde ich ein wenig mutiger. Da ich zumindest das nicht zum ersten Mal machte, wusste ich ungefähr, wie es ging und was ihm gefallen könnte. Ich massierte ihn nun und wurde auch mit dem Reiben ein wenig schneller, wobei ich mit dem Druck meiner Handfläche immer wieder variierte. Ich machte solange weiter, bis Lysander sich auf einmal mehr zu mir herunter drückte, seine Hände sich leicht neben meinem Kopf ins Laken krallten und er lauter als die Male zuvor stöhnte. Eine Sekunde später fühlte sich meine Hand nass an.
Okay, das ging schnell.
Lysanders Atmung hatte sich verschnellert und als ich meine Hand nun wieder zurücknahm, sah er mir irgendwie entschuldigend ins Gesicht.
>>Sorry…<<, meinte er auch gleich leise, wobei er noch immer nicht ganz zu Atem gekommen war.
>>Macht nichts.<<, antwortete ich ihm ebenso leise, bevor ich ihn, diesmal ziemlich sanft, küsste.
Der Weißhaarige brauchte noch einen Moment, um sich zu sammeln, entledigte sich dann aber erst mal seiner vollgesauten Shorts. Ich tat es ihm nun gleich, da der Stoff um meine eigene Erregung mich gerade einfach nur einengte.
Dass Lysander ein Stück nach unten gerutscht war, hatte ich erst gar nicht mitbekommen. Ich zuckte leicht zusammen, als ich etwas Feuchtes an meiner Hüfte spürte. Er küsste mich dort und wanderte ganz langsam weiter nach unten. Ich richtete meinen Oberkörper auf, als ich nun wusste, was er tun wollte.
>>Du musst das nicht tun..<<, sagte ich leise zu ihm, wobei er aber nicht aufhörte.
>>Ich will aber.<<, meinte er nur leise dazu und legte anschließend die Lippen auf die Spitze meiner Erregung. Stöhnend ließ ich mich in die Kissen zurück fallen.
Ich spürte nun auch zusätzlich Lysanders Hand an meiner Männlichkeit, um welche seine Lippen immer mehr glitten. Seine Hand massierte mich ein wenig, während seine Zunge mich nur noch mehr zum Stöhnen und Keuchen brachte.
>>Oh Gott…<<, flüsterte ich erregt und wusste, auch ich würde das nicht lange durchhalten.
Ich konnte zwar spüren, dass Lysander noch unsicher war in dem, was er tat, und dass es für ihn neu war, aber erregend war es allemal.
Immer mehr brachte seine pumpende Hand, seine leckende Zunge und sein feuchter Mund mich um den Verstand, bis ich einfach nicht mehr länger konnte.
>>Ich…<<, keuchte ich noch warnend, aber es war zu spät. Stöhnend kam ich und dazu noch zur Hälfte in Lysanders Mund. Nachdem ich einen Moment einfach nur dalag und mich den ausklingenden Gefühlen hingab, richtete ich mich doch hastig auf.
>>Entschuldige.<<, meinte ich in leisem Tonfall zu Lysander, dessen Gesichtsausdruck für einen Moment nicht sehr begeistert aussah. Bevor ich aber noch mehr sagen konnte, schluckte er einfach.
>>Verdammt, sorry.<<, fügte ich gleich noch hinzu, bevor ich ihn umarmte. Ich wollte ihn nicht dazu bringen, das zu schlucken, ich wollte ja noch nicht einmal direkt in seinen Mund kommen. Aber dafür war es jetzt auch zu spät.
>>Schon okay. So schlimm war’s ja nicht.<<, murmelte er leise, während er mich mit dem Oberkörper wieder nach hinten drückte, bis ich lag.
Seine Brust drückte sich wieder an meine, und diesmal spürte ich sogar seine Nippel. Wie rot ich gerade war, wollte ich wirklich nicht wissen.
Lysanders Kopf lag neben meinem auf der Matratze und ich dachte erst, er wäre müde und wolle jetzt wirklich schlafen. Als er seinen Kopf wieder hob, sah er alles andere als müde auf.
>>Äh… Lucio?<<, fragte er leise, wobei er seinen Blick leicht abwandte.
>>Hm?<<, machte ich einfach nur, aber Lysander gab mir keine Antwort.
Stattdessen spürte ich nicht nur seine Hüfte wieder an meiner. Der Weißhaarige war glatt wieder erregt. Für ein paar Momente lang hatte sich meine Unsicherheit zwar gelegt, aber jetzt kam sie wieder. Der nächste teil machte mir doch ein wenig Angst, aber es war beruhigend, das nicht nur ich so fühlte. Sanft und bestätigend küsste ich ihn wieder kurz.
>>Ich bin ganz vorsichtig ja?<<, meinte er leise und fragend, während seine Hand wieder auf Wanderschaft ging. Immer wieder streichelte er meinen erhitzten Körper, bis er wieder zwischen meinen Beinen angekommen war und noch etwas tiefer glitt. Ich winkelte meine Beine etwas an, zuckte dann aber zusammen, als ich so plötzlich seinen Finger in mir spürte. Zuerst verkrampfte ich mich etwas, als dieser ganz drin war, versuchte dann aber schnell, mich zu beruhigen. Lysander sah mich sogleich auch besorgt an, aber ich nickte ihm bestätigend zu.
Ich wollte es ja auch, also musste ich jetzt da durch. Es war total ungewohnt, wie sein Finger sich in mir bewegte, sich leicht krümmte und zurückzog, um sich wieder ganz in mich zu schieben. Das alles wiederholte er auch noch mit einem zweiten Finger, während wir uns gleichzeitig zärtlich und leidenschaftlich küssten. Beim dritten Finger verkrampfte ich mich immer öfters und auf Dauer war es auch nicht gerade angenehm. In den ganzen Pornos, die ich bisher gesehen hatte, sah das immer so anregend aus, aber das war es im Moment nicht.
>>Au…<<, murmelte ich leise an Lysanders Lippen, weswegen er mich noch besorgter ansah und seine Finger nun endgültig zurückzog. Jetzt fühlte es sich irgendwie seltsam leer an.
>>Vielleicht sollten wir nicht… oder verschieben…<<, murmelte er, woraufhin ich meine Arme wieder um seine breiten Schultern schlang und meinen Kopf schüttelte.
>>Jetzt mach schon.<<, forderte ich ihn auf und spreizte meine Beine, damit er dazwischen auch Platz hatte. Schämen tat ich mich zumindest bei ihm nicht.
Noch immer unsicher brachte Lys sich nun in Position und zögerte immer wieder. Abermals zog ich ihn zu mir herunter und küsste ihn nun auffordernd. Einen Moment später spürte ich seine Spitze an meinem Eingang und ein beengendes Gefühl breitete sich in mir aus.
Lysander war zwar wirklich vorsichtig, aber schon vom ersten Moment an fühlte es sich nur noch unangenehm an. Es tat jetzt schon verdammt weh, aber aufhören wollte ich nicht. Immer enger klammerte ich mich an Lysanders Schultern.
>>Jetzt mach…<<, hauchte ich ihm dann aber zu, um es hinter mich zu bringen. Schließlich war er mit einem Stoß ganz in mir. Der darauffolgende Schmerz war betäubend und gegen die Tränen, die jetzt deswegen meine Wangen herunter liefen, konnte ich nichts machen.
Ich bestätigte Lysander aber immer noch, dass er jetzt bloß nicht aufhören sollte, was er auch nicht tat. Vorsichtig und langsam begann er nun, sich immer wieder zurückzuziehen, um gezielt wieder nach vorne zu stoßen. Mit der Zeit wurde er immer schneller und ich immer lauter.
Zum Glück waren wir alleine in diesem Haus.
Mein Stöhnen klang schmerzhaft, aber irgendwann mischte sich auch die Lust dazu, die mich glatt selbst zum Erregen brachte. Ich hatte mich mittlerweile stark in Lysanders Rücken gekrallt, musste ihn aber loslassen, als er sich leicht umpositionierte. Stattdessen gruben meine Hände sich nun fest in das Bettlaken.
Meine Beine lagen derweil um Lysanders Hüfte, bis er eines davon mit dem arm wegnahm und es erst anwinkelte, dann ein wenig anhob. Jetzt hatte er auch ein wenig mehr Platz.
Seien Stöße wurden noch etwas schneller, während seine freie Hand sich an meine eigene Erregung lehnte und mich nun im passenden Rhythmus massierte. Auf mein angehobenes Bein verteilte er noch ein paar sanfte Küsse. Ich war auch froh, dass er auf irgendwelche dämlichen Sprüche, wie etwa >>Du bist so eng.<<, verzichtete.
Lange konnte der Weißhaarige aber auch nicht mehr aushalten und sein Gesicht verzog sich nun ziemlich erregt, bevor er sich in mir ergoß. Es war ein merkwürdiges, aber irgendwie auch befriedigendes Gefühl. Dass er in mir gekommen war, störte mich auch nicht im Geringsten.
Er atmete heftig, während er sich nun vorsichtig aus mir zog, mich dabei aber noch immer massierte. Durch das drückende Gefühl in meinem Inneren konnte ich nicht kommen, aber dafür jetzt.
Noch immer völlig außer Atem lagen wir beide nun auf dem Rücken, wobei ich meinen Kopf auf seinen Oberarm gebettet hatte. Ich war völlig fertig und untenrum schmerzte es auch noch etwas, aber ich war zufrieden. Lysander und ich lächelten uns glücklich zu, bevor wir in eine bequemere Position zum Schlafen wechselten. Auf irgendwelches unnötiges Gerede verzichteten wir, das würde nur den Moment zerstören. Noch einmal küssten wir uns, bevor wir in den Armen des jeweils anderen einschliefen
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