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Vanilleeis und Achterbahn

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
13.07.2012
13.07.2012
1
18.254
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Dieses Kapitel
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13.07.2012 18.254
 
Titel: Vanilleeis und Achterbahn
Anime/Manga: Fairy Tail
Pairing: Gajeel x Levy
Genre: Humor, Romantik
Disclaimer: Die Welt sowie die Charaktere gehören © Hiro Mashima, nur die Idee und deren Umsetzung gehört mir.
Geschrieben im Zeitraum vom: 04.06.2012 – 09.06.2012
Kapitelanzahl: One Shot
Hinweis: Diese FF spielt nach dem TimeSkip (Tenrou Jima Arc), aber noch vor dem Filler-Arc (nur Anime)/ Magische Spiele (Manga). Also irgendwann vor Episode 128.
Persönliche Anmerkung: Als wir neulich einen Ausflug in einen Tierpark gemacht haben, kam mir am Abend danach (unter der Dusche…) die Idee zu dieser FF. Angefangen hat es wieder mal mit einer Szene… dann kam das eine zum anderen und ich hatte die ganze FF so ziemlich im Kopf. Da es Sommer ist, passt es dazu noch perfekt und ich dachte mir: Ein wenig Spaß muss auch mal sein und wenn man das Ganze dann auch noch mit ein wenig Romantik verbinden kann ist das umso besser. ^-^

Ich wünsche euch daher viel Spaß und gute Unterhaltung bei „Vanilleeis und Achterbahn“! Und vergesst mir bloß den Humor nicht! ^-^

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Vanilleeis und Achterbahn


Ein erleichtertes Keuchen entweicht ihrer Kehle. Zum Schutz vor der Sonne, nimmt sie eine Hand über ihre Augen und lehnt sich, erschöpft an die Lehne der Bank zurück. „Möchtest du vielleicht etwas zu trinken, Levy?“, schiebt sich Jets Gesicht in ihr Blickfeld nachdem sie ihre Augen einen Spalt weit aufgequält hat. „Nein Danke, ich möchte nichts… ich möchte einfach nur hier sitzen und mich ausruhen…“, hat sie gekeucht und die Augen wieder geschlossen, weil es sich schon wieder angefangen hat sich zu drehen.
Alle vier Jahre, kommt ein großer Jahrmarkt mit einem noch größeren Vergnügungspark in die Stadt und lockt die gesamte Bevölkerung von Magnolia mit ihren Attraktionen an. Die Mitglieder von Fairy Tail, sind da keine Ausnahme und so ist fast jeder, der nicht gerade auf einer Mission ist, anwesend.
Levy, Jet und Droy, lieben Vergnügungsparks und so sind sie heute schon am frühen Vormittag hier gewesen und haben sich ihre Tickets gesichert. Leider hat Levy heute, wegen der großen Hitze, mit ihrem Kreislauf zu kämpfen. Auf der letzten Achterbahn ist ihr dabei ziemlich schwindlig und schlecht geworden, was selten der Fall ist.
„Und wir können dich wirklich hier allein lassen?“, kommt es von Droy besorgt, nachdem Levy ihnen verständlich gemacht hat, dass sie jetzt eine Pause braucht und die Beiden ruhig alleine weitergehen können. „Ja, macht euch keine Sorgen. Ich werde einfach hier sitzen bleiben und mich erholen. Dann bin ich bald wieder fit!“, hat sie versucht überzeugend zu klingen und hat scheinbar erfolg. „Na schön… wir gehen fürs erste zu dieser Bahn da drüben. Wir schauen einfach in einer halben Stunde vorbei wies dir geht…“, hat Jet auf die nächstbeste Bahn mit der Aufschrift „Höllenritt“ gezeigt und ist nach Levys nicken gleich mit Droy in die Richtung verschwunden. Levy winkt ihnen noch mit einem Lächeln hinterher und lässt sich dann wieder völlig geschafft gegen die Banklehne sinken. Ihr wäre es natürlich schon lieber gewesen hier nicht alleine sitzen zu müssen, aber sie will Jet und Droy den Spaß nicht verderben.
Die Beiden sind, wenn es um Vergnügungsparks geht, einfach wie kleine Kinder und kaum zu bremsen. Sie erinnert sich zu gut als die Beiden ihr das Prospekt unter die Nase gehalten haben und sie sie nach ihrem Begeisterungsausbruch, angestrahlt haben. Jet und Droy lieben Vergnügungsparks wohl doch um einen Tick mehr als sie. Dazu scheinen ihnen die oft ziemlich rasanten Attraktionen gar nichts auszumachen.
Levy seufzt unter der Hitze der Sonne, ehe sie kurz ihren Blick zu ihren Seiten schweifen lässt. Es gibt hier nicht eine einzige Bank, die annähernd im Schatten steht. So muss sie die pralle Sonne wohl aushalten und beginnt sich, mit ihrem Prospekt, Luft zuzufächeln. „Ich kann nur hoffen dass die Wahrsagerin nicht das mit ihren Prüfungen gemeint hat…“, seufzt sie abermals, überstreckt ihr Genick und schließt die Augen, während sie sich an ihren Besuch bei der Wahrsagerin erinnert.
Sie war heute morgen mit Lucy, als sie gemeinsam hier im Vergnügungspark angekommen waren, zu dieser Wahrsagerin ins Zelt gegangen da dort noch kaum Leute anstanden. Es ist nicht so dass Levy viel auf solche Prophezeiungen hält die einem auf einem Jahrmarkt angeboten wurden, es war eher eine Aktion aus der Laune heraus und so hat sie sich von Lucy dazu begeistern lassen.
„Du wirst einige Prüfungen bestehen müssen mein Kind…“, hatte die tiefe und rauchige Stimme der Wahrsagerin, Levy eingelullt, während sie in ihrer Hand gelesen hatte. Der muffige Geruch von alten Stoffen, aus denen das Zelt bestand, und diese Duftlampe auf dem Tisch mit der großen Kristallkugel hatten sie zusätzlich benebelt. Die Kerzen, die um sie herum flackerten, verliehen dem Ganzen eine gespenstische und mystische Atmosphäre und die Schatten auf dem Gesicht der Wahrsagerin ließen Levy leicht erschaudern als diese ihren geweiteten Blick auf ihr Antlitz richtet. „… doch deine Mühen werden nicht umsonst sein… am Ende einer Schicksalshaften Begegnung wird eine große Liebe auf dich warten und dich umfangen…“, hat die Frau dramatisch geendet und Levy mit einem sanften Lächeln angesehen. „Sei offen für neues mein Kind… nicht alle Dinge… kann man mit den Augen sehen… also sei Wachsam…“, rät sie ihr.
„Das war wohl Zeitverschwendung…“, schließt Levy ihre Erinnerungen ab und beginnt etwas heftiger mit ihrem Prospekt zu fächeln. Sie hat das Gefühl zu schmelzen, der Schweiß steht ihr auf der Stirn und sie meint dass ihre Kleidung schon an ihrem Körper kleben würde. Sie kann sich nicht erinnern dass ihr die Sonne jemals so viel ausgemacht hätte. Vielleicht wäre etwas zu trinken doch nicht so verkehrt?
„Ist dir nicht gut Levy?“, spricht eine ziemlich tiefe Stimme sie an und Levy öffnet ihre Augen langsam. Es ist Lily, der vor ihr steht und sie besorgt mustert. „Du bist ganz blass…“, hat er seinen Worten angefügt und ein mildes Lächeln von Levy erhalten. „Mir ist nur ein wenig schwindlig und unwohl… ich nehme mir gerade eine kleine Auszeit“, hat sie geantwortet und überrascht aufgesehen als Gajeel in ihrem Blickfeld auftaucht. Sie hätte nicht erwartet, ausgerechnet ihm hier zu begegnen.
„Wo sind denn deine Aufpasser? Wäre es nicht ihre Pflicht sich um dich zu kümmern?!“, kommt es unwirsch von dem Dragon Slayer, der sich augenblicklich nach Jet und Droy umsieht. „Hey… sie sind nicht meine Aufpasser… ich kann schon für mich selbst sorgen…“, hat Levy gemurrt und ihren Blick in Richtung der Bahn gerichtet. „Ich hab sie allein losgeschickt… sie sind vorhin zum HÖLLENRITT gegangen“, erklärt sie dann ruhiger und beginnt wieder mit ihrem Prospekt zu fächeln.
„HÖLLENRITT?“, kommt es von Lily, der sich der Bahn zugewendet hat, mit deutlichem zittern in der Stimme. Levy muss bei seiner Erscheinung schmunzeln. Die Ohren sowie seine Schweifspitze zucken vor Aufregung, während der schwarze Exceed anfängt von einem Fuß auf den anderen zu treten. „Bitte nicht…“, murrt Gajeel und wischt sich genervt über das Gesicht. „Du scheinst dich ja ziemlich zu freuen?“, spricht Levy den Exceed an und dieser wird ein wenig rot um die Nase. „Na ja… ich bin das erste Mal in einem Vergnügungspark hier in Earthland… in Edolas war es bei weitem nicht so aufregend…“, erklärt er und seine Begeisterung ist kaum zu übersehen. „Verstehe… und du begleitest ihn einfach nur damit er nicht allein gehen muss, hab ich Recht?“, wendet sie sich nun an Gajeel, der ziemlich ertappt wirkt. „Klar! Was denn sonst?! Ich hab keine Zeit für so einen Unsinn“, antwortet er ihr grummelig und verschränkt die Arme vor der Brust, was Levy ein leises kichern entlockt. Genau so eine Antwort hat sie von ihm erwartet.
„Komm Gajeel, lass uns den HÖLLENRITT ausprobieren!“, fordert Lily seinen Partner auf und ist schon fast auf dem Sprung. „Ne… ich hab noch genug von deinen Teetassen… geh mal schön allein!“, weigert sich Gajeel und wirkt dabei sichtlich überfordert. „Gut, geh ich eben allein“, hat Lily geantwortet und ist mit den Worten schon davon. „Kommt er alleine denn klar?“, fragt Levy und schaut ihm doch ein wenig besorgt nach. Sie kann sich nicht vorstellen, dass sie ihn einfach so reinlassen. „Er weiß sich zu helfen…“, meint Gajeel nur darauf und grinst wissend. Als Levy, den Exceed am Eingang zum „Höllenritt“ beobachtet wird sie Zeuge davon, dass er sich in seine große Form verwandelt nur um durch die Größenkontrolle zu kommen. „Ach so…“, hat sie gelacht und ein, „Ganz praktisch“, angefügt.
„Ja… wäre für manche von Vorteil“, meint Gajeel und schaut grinsend zu Levy hinab. „Willst du irgendetwas damit andeuten?!“, knurrt Levy ihn an und fächelt ihr Prospekt auf einmal viel energischer als zuvor. „Gar nichts…“, zuckt er mit den Schultern und schluckt den Klos in seinem Hals hinunter. Ihr funkelnder Blick hatte schon immer etwas ziemlich interessantes an sich. Im nächsten Moment lässt sich Levy wieder an die Lehne der Bank sinken und seufzt gequält. Die Sonne scheint ihr nicht gut zu tun und Lily hat Recht, sie ist wirklich sehr blass, fällt Gajeel ebenfalls auf. Ihre geröteten Wangen und diese Schweißperlen, die in der Sonne glitzern und ihren Hals hinab in ihren Ausschnitt rollen, tun das übrige dazu. Sie hat schon immer einen eher zerbrechlichen Eindruck auf ihn gemacht, doch so wie sie jetzt da sitzt, so kraftlos und erschöpft, weckt das wieder seinen Beschützerinstinkt in ihm.
„Ich hol uns was zu trinken“, hat er schließlich gesagt und hat sich von ihrem Anblick abgewendet. „Danke, ist nicht…“, setzt Levy dazu an abzulehnen und ihm zu sagen dass er sich keine Umstände zu machen braucht, doch da ist er schon verschwunden. Für Levy hat es fast wie eine Flucht gewirkt, so schnell war er davon und in der Menschenmenge verschwunden.
Ein Lächeln spielt um ihre Lippen. Sie findet es ganz schön nett und fürsorglich von ihm, dass er Lily in den Vergnügungspark begleitet, obwohl er selbst absolut keine Lust dazu hat. „Er ist eben doch nicht so hart wie er immer tut…“, denkt sie sich und da trifft es sie wie ein Schlag. „Nicht alle Dinge… kann man mit den Augen sehen…“, hallen die Worte der Wahrsagerin in ihren Gedanken wieder und das Lächeln in Levys Gesicht wird sanfter. Zumindest was das angeht, hat die Wahrsagerin etwas Wahres gesagt.
Plötzlich berührt etwas sehr kaltes ihre Wange und sie quietscht erschrocken auf, ehe sie sich aus Reflexe zur Seite weg duckt und Gajeel erschrocken ansieht. „Kommt davon wenn man mit geschlossenen Augen durch die Gegend grinst“, hat Gajeel sie angegrinst und ihr die Dose Saft hingehalten ehe er ihr noch einen kleinen Becher mit Eis nachreicht. „Du solltest wachsamer sein, ein Angreifer kann überall lauern“, ermahnt er sie und beginnt hinter der Bank herum zu werkeln. „Du bist paranoid…“, meint sie dazu und besieht sich die Sachen in ihren Händen. „Was machst du da?“, fragt sie ihn, während er den Ständer eines Schirmes in den Boden rammt und den Schirm aufspannt. Sofort befindet sich Levy im Schatten und das brennen, der prallen Sonne, auf ihrer Haut verschwindet. „Ist… ist das ein Restaurantschirm?“, hackt sie sofort nach, als sie die Werbeaufschriften auf den Seiten des Schirms liest. „Konnte keinen anderen finden“, antwortet er und setzt sich seufzend neben sie. „D…danke…“, murmelt sie verlegen und nimmt als erstes das Eis zur Hand, damit es nicht zu sehr schmilzt. „Woher… kennst du mein Lieblings-Eis?“, fragt sie ihn dann, als sie verblüfft feststellt dass es sich um Vanilleeis handelt. „Hab geraten“, antwortet er und wirkt fast ein wenig ertappt. Er kann ihr doch unmöglich sagen dass er mal ein Gespräch zwischen ihr  und Lucy „aufgeschnappt“ hat, in dem sie über ihre Lieblings-Eis-Sorten geredet haben. Mit einer fast schon lässigen Handbewegung zieht er den Deckel von seinem Eis und genießt den ersten Löffel nahezu. Gajeel streckt die Beine durch und lehnt sich ebenfalls entspannt an die Rückenlehne. „So kann man es hier fast aushalten…“, meint er und konzentriert sich von nun an auf sein Eis.
Levy linst ihn, während sie an ihrem Eis nascht, immer wieder heimlich an. „Ob… ob er diese schicksalhafte Begegnung ist?“, denkt sie sich, als sie sich wieder an die Worte der Wahrsagerin erinnert. „Unmöglich… das kann einfach nicht sein… nein. Außerdem kenne ich ihn schon länger, also ist das keine neue Begegnung“, schlussfolgert sie und verwirft den Gedanken gleich wieder, auch wenn sie es ziemlich schade findet.
Es ist sozusagen ein offenes Geheimnis, dass sie doch deutlich an ihm interessiert ist. Sie hat es zwar noch niemandem erzählt, nicht mal Lucy, aber aus irgendeinem Grund machen ihre Freunde immer wieder mal Andeutungen in diese Richtung. Dabei hat sie keine Ahnung, was Gajeel eigentlich wirklich über sie denkt. Gut, er neckt und ärgert sie hin und wieder. Aber man kann sich auch auf ihn verlassen und er passt auf sie auf. Im Moment hat man ja das beste Beispiel und Levy fragt sich, ob ihm überhaupt bewusst ist, welche Reaktionen und Gefühle er damit bei ihr auslöst?
„E…entschuldigen sie junger Mann… so… geht das leider nicht…“, erklingt plötzlich eine unsicher wirkende Stimme. Der Restaurantbesitzer, dessen Schürze dasselbe Label wie der Schirm trägt, steht vor ihnen und reibt sich die Hände. „Ich wäre ihnen äußerst verbunden wenn sie den Schirm….“, beginnt er freundlich und fährt dann ängstlich zusammen als Gajeel, mit diesem Blick a´la „Phantom Lord“, zu ihm aufschaut.
„Hast du was gesagt du Knilch?! Meiner Begleitung tut die Sonne nicht gut, daher der Schirm! Besorg dir selbst einen und jetzt schieb ab!“, donnert Gajeel über ihn hinweg und wendet sich wieder seinem Eis zu.
„Äh…äh… also ich… äh… verzeihen sie die Störung…“, stottert der schmächtige Mann und zieht mit zitternden Knien von dannen. Levy ist vor Scham und nachdem, Gajeel seinen Mund aufgemacht hat, noch viel kleiner neben ihm geworden. Hätte der Boden irgendwo ein Loch, hätte sie sich darin verkrochen. „M… musstest du gleich so unfreundlich sein?“, hackt sie mit einem leichten zittern in der Stimme nach und Gajeel zieht eine Augenbraue hoch. „War ich doch gar nicht…“, gibt er darauf zurück und wirft den leeren Eisbecher in den nahe stehenden Papierkorb, ehe er sich kurz streckt und seine Beine verkreuzt. „Außerdem… war das der Restaurantbesitzer von dem du den Schirm…“, setzt Levy erneut an, da sie sich nicht sicher ist ob er das überhaupt bemerkt hat. „Na und? Willst du lieber wieder in der prallen Sonne sitzen?“, antwortet er darauf und schaut sie prüfend an. „Wie geht’s dir jetzt?“, fragt er fast schon sanft und Levy wird deutlich rot im Gesicht.
„Äh… sch…schon besser…“, stammelt sie und wendet ihr Gesicht ab, da sie diese verräterische Hitze in ihren Wangen spürt. „Gut, siehst auch schon etwas besser aus….hast schon wieder etwas Farbe“, hat Gajeel zufrieden geklungen und seine Arme hinterrücks auf die Lehne gelegt, während er sein Genick überstreckt und seine Augen schließt. „Na besten Dank…“, murmelt Levy für dieses Kompliment und ist sichtlich überfordert. Wenn er weiterhin so nett zu ihr ist, würde sie es bald nicht mehr aushalten und es ihm einfach sagen. Wenn sie sich doch nur trauen würde! Anders gesehen, riskiert sie damit auch diese etwas „seltsame“ Freundschaft, die sich zwischen ihnen entwickelt hat. Sie würde diese ungern verlieren, daher hat sie sich bis jetzt auch immer zurück gehalten. Bevor sie nicht ein deutliches Zeichen von ihm bekommen würde, würde sie bestimmt nichts unternehmen, hat sie sich jedenfalls vorgenommen.

„Hast du es?“, fragt eine männliche Stimme ziemlich aufgeregt, den Mann mit der Kamera neben ihm. „Jahaaa…“, kommt es von dem genervt, ehe er noch ein Foto von den Beiden macht. „Mist!“, entfährt es ihm, als er mit seinem Chef hinter einer niedrigen Steinmauer abtaucht. Gerade noch rechtzeitig ehe der Mann, mit den langen schwarzen Haaren, sich zu ihnen umgewandt hat. „Das war knapp…“, seufzen sie synchron und grinsen einander an. „Die sind von Fairy Tail oder?“, hackt der Chef nach und seine Mundwinkel wandern um eines weiter nach oben. „Ja, hast du ihre Gildenzeichen nicht gesehen?“, murrt der Andere und prüft seine Kamera ehe er sich erhebt und ein, „Fürs erste haben wir genug“, anhängt. „Die Beiden merken wir uns“, antwortet sein Chef darauf während er schnell ein paar Notizen in seinen Block schreibt und seinem Fotographen folgt.

„Was ist denn?“, erkundigt sich Levy, da irgendetwas Gajeels Aufmerksamkeit immer wieder auf sich zu ziehen scheint. Jedenfalls wirft er ziemlich oft einen Blick über seine Schulter nach hinten und beginnt sich umzusehen. „Ich weiß nicht… irgendjemand scheint uns zu beobachten“, antwortet er und linst abermals über seine Schulter. „Ich sag ja… du bist paranoid…“, lächelt sie darauf und trinkt ihren Saft aus. Unter so einer Menschenansammlung ist es nicht verwunderlich, sich beobachtet vorzukommen. Sie erinnert sich, dass Gajeel solche Aufläufe normalerweise meidet, umso mehr wundert sie sich dass er trotzdem mit Lily hier her gekommen ist.
„Wo bleiben die eigentlich alle?“, knirscht Gajeel nun, verschränkt die Arme vor der Brust und sieht sich genervt um. „Gute Frage…“, seufzt Levy und tut es ihm gleich. Jet und Droy hatten doch gesagt, dass sie in einer halben Stunde nach ihr sehen wollten. Von Lily hatten sie Beide angenommen, dass er gleich nach seinem „Höllenritt“ wieder hierher zurückkommen würde. Mittlerweile ist aber schon über eine Stunde vergangen, in denen keiner von den Dreien hier aufgetaucht ist.
„Die haben uns bestimmt in ihrer Begeisterung vergessen“, verteidigt Levy die Drei lächelnd. „Wäre möglich, gedankenlos wie die sind…“, murrt Gajeel und linst zu Levy, die neben ihm sitzt und mit einem mal nervös auf ihrem Platz hin und her rutscht. „Was ist? Musst du mal?“, hackt er gleich nach, wobei sie eine ziemlich gesunde Gesichtsfarbe bekommt. „Du bist so ordinär, Gajeel!“, schimpft sie empört und senkt schüchtern ihren Blick.
„Also… na ja… wenn… wenn wir schon mal hier sind… könnten wir uns doch genauso gut auch amüsieren… oder?“, linst sie schüchtern zu ihm auf. „Ne… keine Lust…“, knurrt er, nachdem sie seinen abfälligen Gesichtsausdruck nicht verstanden an. „Ach komm schon… sei nicht so ein Spielverderber…“, hat sie sich vollends zu ihm umgewandt und sich mit den Händen auf der Sitzfläche abgestützt. „Ich dachte dir ist nicht gut?“, versucht Gajeel es auf diese Tour. „Die ruhigen Sachen schaff ich… und es geht mir schon sehr viel besser… dank deiner Fürsorge…“, lächelt sie ihn zuckersüß an und versucht ihn um den Finger zu wickeln. „Ich lade dich später auch zu etwas ein… als Dank für den Saft und das Eis…“, hängt sie ihren Worten an und schenkt ihm einen Augenaufschlag, der ihn innerlich zusammenfahren lässt.
Gajeels Blick verengt sich, während er versucht sich nichts anmerken zu lassen. In Wahrheit, tobt es hinter seiner Stirn. „Das ist er also…“, denkt er sich im Geheimen und schluckt unwillkürlich. Er hat schon viele Gerüchte über diesen „Blick“ gehört, auch dass Levy ihn beherrscht wie keine Zweite. Manche behaupten, dass er gerade bei ihr so eine Durchschlagskraft hat, weil sie extrem süß und niedlich ist. Gajeel hat diesen Gerüchten nie Glauben schenken wollen. Doch nun steht er selbst in der Schusslinie und er spürt, wie etwas in ihm zerbricht.
Dieser Blick, mit diesen großen, runden und glänzenden Augen. Diese Augen, die ihn treuherzig und unschuldig anschauen, während ein scheues Lächeln um diesen niedlichen, kleinen Mund spielt. Dieses Glänzen und dann erst noch dieser Wimpernaufschlag, lassen ihn kapitulieren.
DAS sind die Augen, zu denen niemand, absolut niemand, „Nein“ sagen kann!
„Na schön… was täte ich denn sonst…“, seufzt er geschlagen und schockiert über seine Niederlage. „Sehr schön!“, strahlt Levy ihn an und hält ihm gleich den Lageplan des Vergnügungsparks hin. „Dafür darfst du die erste Attraktion aussuchen…“, grinst sie und erntet ein zerknirschtes Grinsen von Seiten Gajeels, ehe er unwillig den Lageplan an sich nimmt.

In geduckter und verspannter Haltung, schleicht Levy vorwärts. Ihr Blick wandert immer von einer Seite auf die Andere, während sie ihre Hände über ihrem schnell schlagenden Herzen verkrampft hält. Der Schweiß steht ihr auf der Stirn und mit jedem Schritt steigt diese Angst in ihr an. Jedes Geräusch, selbst die Schreie der Leute, vor ihr, lassen sie erschaudern. Bei jeder Grimasse oder jedem gruseligen Heulen, das unverhofft aus einer der Ecken ertönt, zieht sie erschrocken die Luft scharf ein und fährt zusammen. Hier und da kann sie sogar einen leisen Aufschrei nicht mehr zurück halten.
Gajeel sollte sich die erste Attraktion aussuchen. Seine Auswahl fiel natürlich sofort auf die Geisterbahn und sein schadenfrohes und fast schon rachsüchtiges Grinsen, Levy gegenüber, sprach Bände. Zuvor waren sie allerdings noch im Spiegellabyrinth, weil es günstig auf dem Weg lag und dort weniger Leute angestanden sind. Das hat Levy viel besser gefallen, zumal sie sich dabei herrlich amüsiert hat. Gajeel hat doch glatt einen der Spiegel übersehen und ist auf dem Weg zu ihr, da sie sich aus den Augen verloren hatten, in den Selbigen hinein gelaufen. Allerdings verging Levy das Lachen dann umso schneller, als er den Spiegel zu Kleinholz verarbeiten wollte. Nur unter Aufbietung ihrer gesamten Überredungskunst und ihrer ganzen Kraft, indem sie sich an ihn geklammert hat und versucht hat ihn vom Spiegel wegzuzerren, konnte sie ihn davon abhalten.
Mittlerweile tut es ihr schon fast Leid, dass sie ihn überhaupt gefragt hat. Anders als sie, scheint er sich hier in der Geisterbahn sehr zu amüsieren. Wenn sie es nicht besser wüsste, könnte sie meinen er fühlt sich hier zuhause. „Sind wir denn schon bald draußen?“, fragt sie leise und zitternd, ehe sie wieder von einem Gespenst, das plötzlich vor ihr auftaucht, zurückschreckt und einen Satz nach hinten macht. „Was hast du denn? Ich dachte du wolltest dich amüsieren?“, erklingt Gajeels Stimme hinter ihr und sie kann deutlich hören dass er schadenfroh grinst. Sehen kann sie ihn leider nicht, dafür ist es zu dunkel, da auf einmal die Lichter ausgefallen sind. „Was ist jetzt los?!“, fährt sie herum und klammert sich an Gajeels Arm. Denkt sie jedenfalls.
Für Gajeels Arm ist er viel zu dürr und klapprig. Als ein paar der Lichtquellen wieder angehen und schauriges Heulen und hohes Gekicher ertönt, starrt sie in die dunklen Augenhöhlen eines Totenkopfes, der auf den Halswirbeln jenes Skelettes sitzt, welches sie gerade umarmt. „Na aber Hallo… du bist mir ja ziemlich aufdringlich…“, spricht das Skelett und irgendwie passt diese, tiefe und verstellte Stimme, nicht zum darauf folgenden, mechanischen Gelächter des Skelettes während seine Augen zu leuchten beginnen. Levy ist in ihrem Schock gefangen, sie ist starr und kreidebleich im Gesicht geworden. Als Gajeel dann auch noch die Hand des Skelettes auf ihre Schulter fallen lässt und sie hinter dem Totenkopf hervor fies angrinst, ist der Bann gebrochen.
Levy kreischt aus vollem Hals, schleudert das Skelett von sich, beschimpft Gajeel als einen „Blödmann“ und läuft, so schnell ihre Beine sie tragen. Dabei weiß sie noch nicht mal, was ihr davon mehr Angst gemacht hat. Das Skelett oder Gajeels Gesicht, welches er zu einer Fratze verzogen hatte.
„Hey…“, grinst Gajeel, während er das Skelett auffängt und einfach wo ablegt. Er hat nicht mit einer so heftigen Reaktion ihrerseits gerechnet und eilt ihr besser hinterher ehe sie sich, oder jemand anderen, noch verletzt. Seine Schadenfreude kann er dabei allerdings nicht zurückhalten und grinst über das ganze Gesicht. „Zum Glück hat sie ein lautes Organ…“, denkt er sich und folgt einfach ihrem Gekreische, welches in das der Anderen einstimmt. Um sie hier drin zu finden, bräuchte er nicht mal das Gehör eines Dragon Slayers, Levy kann er aus irgendeinem Grund ganz deutlich aus allen anderen heraus hören.
Ein wenig später bemerkt er, dass sie nicht mehr läuft, sondern mittlerweile wieder durch die Gänge schleicht. Sie hat sich scheinbar im Geister-Labyrinth verlaufen und ist schwer außer Atem, was am Schrecken und an ihrem Sprint liegen wird. „Dir werd ich schon helfen…“, grinst er diabolisch und heckt eine weitere Gemeinheit aus. Schon als er sich die Geisterbahn ausgesucht hat, war klar dass er das nur aus Rache tat. Sie hätte ihn eben nicht dazu nötigen sollen sie zu begleiten. Jetzt, wenn er so darüber nachdenkt, ist es ganz schön witzig, muss er sich eingestehen.
Levy versucht ihre Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Sie hat dunkle Orte schon immer gehasst und wenn dann auch noch so grässliche Ungeheuer und Geister vorkommen, geht immer die Fantasie mit ihr durch. Sie liest eindeutig zu viel und eine blühende Fantasie hatte sie schon immer gehabt. „Na toll… jetzt hab ich mich verlaufen…“, flüstert sie und erschaudert abermals als ein weiteres Heulen aus einem der Lautsprecher dröhnt. „Das ist alles nur seine Schuld!“, knirscht sie und fährt erschrocken zusammen als sie jemand mit einem „Booh“, von hinten an den Schultern fasst.
„Aah! Hilfe!“, schreit sie auf und bleibt erst wie angewurzelt stehen. Das Grinsen entlarvt ihn allerdings und so fährt sie zu ihm herum und beginnt gegen seinen Brustkorb zu trommeln. „Du bist so fies! Du Blödmann! Eisenschädel! Ich hasse dich! Du hast mir einen Heidenschrecken eingejagt! Wie kannst du nur?! Du bist so gemein!!!“, tobt sie sich an ihm aus, während er es grinsend über sich ergehen lässt, hin und wieder aber doch von einem ihrer Treffer die Zähne zusammen beißt.
„Idiot…“, schluchzt sie mit einem mal und klammert sich an ihn, vergräbt ihr Gesicht an seiner Brust damit er ihre Tränen nicht sehen kann. „Hey…“, kommt es von Gajeel nun überrascht und unsicher zugleich. Zaghaft legen sich seine Hände auf ihre Schultern und er seufzt ergeben. Irgendwie hat er nun doch ein schlechtes Gewissen. „Warum sagst du nicht vorher dass du so eine Angst hast?“, fragt er sie ruhig und erntet nur noch einen Schlag von Levy, die ein: „Sei still! Blödmann…“ hervorbringt.
„Komm, gehen wir raus“, schlägt er vor und will sie von sich weg drücken da sie ihm, aus seiner Sicht, viel zu nahe kommt. „Nein… ich mach keinen Schritt mehr!“, antwortet Levy trotzig und bleibt wie festgewachsen stehen, vergräbt ihr Gesicht immer noch in seinem Shirt. „Na schön…“, seufzt Gajeel und rollt mit den Augen. Hier sind wohl härtere Maßnahmen erforderlich.
Er drückt sie unsanft von sich weg, bückt sich runter und fasst mit seinen Armen um ihre Beine. „H…hey!“, ruft Levy aus, während er sie hochhebt und sie, über seine Schulter wirft. „Beschwer dich nicht…!“, knurrt Gajeel und geht mit ihr Richtung Ausgang. Levy, die über seine Schulter hängt, sagt kein Wort mehr während sie ihre letzten Tränen weg schnieft. Nun hat sie ihn, mit ihrem kindischen Verhalten, auch noch verärgert. Sie hat eindeutig überreagiert. „Tut mir leid…“, flüstert sie leise und erntet nur ein leises, „Schon gut…“, von ihm. Sie kann nicht ahnen, dass ihn auch das Gewissen plagt.
Allmählich wird der Gang durch den sie gehen, heller und der Ausgang kommt in Sicht. „Siehst du? Bald ist es geschafft…“, kommt es beruhigend von Gajeel. Als sie nach draußen treten, kneifen sie wegen der plötzlichen Helligkeit die Augen zu. Als er sie am Boden abstellt ist da mit einem mal ein klicken, dass sie Beide verwundert aufschauen lässt.
„Meinen herzlichen Glückwunsch!“, jubelt der fremde Mann vor ihnen, ehe er jedem von ihnen die Hand schüttelt. Levy und Gajeel schauen sich irritiert an, während der Typ mit der Kamera ein weiters Bild von ihnen macht. „Meine Gratulation! Als 500 Pärchen an diesem Tag in dieser Bahn, habt ihr die Möglichkeit am großen „Sweetest Lovers Contest“ teilzunehmen!“, sprudelt der Mann im Anzug vor ihnen los.
„Pärchen?!“, wiederholen die beiden Magier von Fairy Tail synchron und linsen einander verwirrt an. „M…Moment, wir…“, versucht Levy einen kläglichen Versuch zu Wort zu kommen. „Ihr seid sorgfältig von unserem Personal für diesen Contest ausgewählt worden und werdet mit neun weiteren Pärchen um den Hauptgewinn antreten! Zu gewinnen gibt es ein Romantik-Wochenende im Akane Resort, mit Übernachtung im 5-Sterne Hotel, All-inclusive und nun meine erste Frage an euch, um euch ein wenig kennen zu lernen, wie lange seid ihr zwei Turteltäubchen nun schon zusammen?“, ergießt sich eine Welle von Informationen aus dem Mund des Veranstalters.
„Moment, da…“, beginnt Gajeel nun den Versuch, dieses Missverständnis aufzuklären, stutzt aber als er Levys Stimme vernimmt. „Akane Resort…“, haucht sie verträumt, mit roten Wangen und schlägt ihre Handflächen wie zu einer Bitte zusammen, während ihr verklärter Blick weit in die Ferne gleitet. Gajeel seufzt genervt und zählt eins und eins zusammen. „Schon kapiert… sie WILL diese Tickets…“, denkt er sich im Geheimen, ehe er einfach die Initiative ergreift und anfängt zu improvisieren.
„Ein halbes Jahr!“, antwortet Gajeel mit fester und überzeugter Stimme, während er Levy um die Taille packt und nah an sich zieht. Levy ist wie versteinert, als sie gegen ihn prallt und er sie so fest an sich drückt. Mit hochrotem Kopf, starrt sie zu ihm nach oben. „Was ist los?!“, schießt es ihr durch den Kopf, während der Mann sie fragt wo sie sich kennen gelernt haben. Als Gajeel ihr zuvor kommt und darauf „In einer Bibliothek“ antwortet, geht ihr so langsam ein Licht auf.
„Der legt sich für diese Tickets ja ganz schön ins Zeug…“, denkt sie sich verwundert. Aber sie kann es verstehen, eine Chance auf Tickets, für das Akane Resort, darf man nie auslassen! „Was hat die Wahrsagerin noch gleich gesagt? Sei offen für neues?“, schmunzelt sie in sich hinein, lässt sich davon ermutigen und erklärt sich bereit mitzuspielen.
„Ihr seid mir ja ein sehr widersprüchliches Pärchen, so was gefällt mir…“, hat der Mann gegrinst und kurz zu seiner Assistentin gelinst, ob sie wohl alles schön brav in ihren Notizblock einträgt.
„Sagen sie junge Dame, ihr Freund scheint ja ein wenig speziell zu sein… ist er auch an etwas unanständigeren Stellen gepierct?“, nimmt der Typ, Levy ein wenig auf die Seite. Levys Augen fallen ihr fast aus ihrem leuchten roten Kopf, der aussieht als würde er qualmen. Gajeels Gesicht ist unterdessen vollkommen entgleist. „K…K…Kein Kommentar…“, bringt Levy hervor und ihr ist deutlich anzusehen, dass sie sich gerade etwas bildlich vorstellt.
„Und was ist mit ihrer Freundin? Manche Paare teilen sich die Hobbys… trägt ihre Freundin Körperschmuck? Wenn nicht, wo würden sie ihn sich wünschen?“, wendet sich der Typ nun blitzschnell, an Gajeel dessen Gehirn auf einmal auf Hochtouren arbeitet.
Aus heiterem Himmel schiebt sich das Bild, einer halbnackten Levy, vor sein geistiges Auge. Das alleine wäre nicht schlimm, allerdings trägt sie zwei Brustpiercings, die mit einem Kettchen verbunden sind und das lässt ein anzügliches Grinsen in Gajeels Gesicht treten. Levy ist davon noch geschockter als von der Frage an sich. Das Räuspern des Veranstalters, holt Gajeel wieder aus seinen Gedanken zurück in die Realität. „Das geht euch einen Scheißdreck an!! Was sollen diese dämlichen Fragen?! Willst du ein paar aufs Maul oder was?!!“, fährt er entrüstet und deutlich rot im Gesicht auf, worauf der Veranstalter und sein Team ein wenig auf Abstand gehen und alle abwehrend ihre Arme heben.
„Gut… lassen wir das…“, kommt es vom Veranstalter eilig und versöhnlich, ehe er weitere Daten aufnimmt. Ehe Gajeel und Levy es sich versehen, haben sie beide einen pinken, herzförmigen Anstecker am Shirt, der sie als Teilnehmer des „Sweetest Lovers Contest“ identifiziert.

„Ach herrje… du solltest wirklich nicht mit so etwas fahren wenn du es nicht verträgst…“, seufzt Lucy und schlürft am Strohhalm ihres Eistees. Natsu hat seinen Kopf auf dem Tisch abgelegt und ist noch ganz weiß im Gesicht. Wendy, die als sie den Vergnügungspark betreten hatten, ihre Magie auf Natsu angewandt hat, wird wieder ganz klein neben Lucy. Sie fühlt sich immer gleich schuldig, wenn die Wirkung von „Troia“ an Natsu nachlässt. „Ich… ertrags einfach nicht… wenn der Typ besser ist… als ich…“, bringt der Dragon Slayer stockend hervor und verkneift sich einen weiteren Würgereiz. „Spinner…“, kommentiert Gray nur darauf und linst zu Juvia die mit Erza an seinem Tisch sitzt. Juvias Aufmerksamkeit liegt schon seit geraumer Zeit auf dem Bildschirm, der im Lokal hängt und immer wieder Schnappschüsse von den Besuchergästen und dergleichen präsentiert. „Ist ja eklig… du solltest dich wirklich etwas zusammenreißen“, ermahnt Lisanna ihn, als Natsu wieder eines dieser unappetitlichen Geräusche von sich gibt. „Ich bin enttäuscht Natsu… das ist nicht männlich“, zieht Elfman, der mit seinen beiden Schwestern auf dem benachbarten Tisch sitzt, ein entsetztes Gesicht. Sie haben sich auf der Suche nach einer passenden Imbisstube, zufällig getroffen und haben kurzerhand beschlossen gemeinsam essen zu gehen.
„Ich frage mich wo Levy abgeblieben ist…“, denkt Lucy nun auf und linst an den Tisch an der Wand, an dem Jet, Droy und Lily sitzen und ihre Pizza hastig runter schlingen. „Ihr war nicht gut, so hat sie gemeint sie macht eine Pause… als wir sie aber später abholen wollten, war sie schon weg“, erklärt Jet zwischen zwei Bissen und Droy nickt darauf. „Ich denke, sie ist alt genug dass sie auf sich selbst aufpassen kann… außerdem ist Gajeel doch bei ihr“, erklärt Lily und weist darauf hin, dass Levy durchaus auch mal ein wenig Privatsphäre verdient hat. „Na ich weiß nicht… mich beruhigt das eher wenig…“, kommentiert Jet und schaut Lily kritisch an. Er hat seine Bedenken schon vorher, als sie Lily nach diesem „Höllenritt“ getroffen haben und dieser erzählt hat, dass Gajeel bei Levy geblieben ist, geäußert.
„Mach dir keine Sorge, bei ihm ist sie in guten Händen“, versucht Lily seinen Partner zu verteidigen und ist dabei voller Zuversicht.
„Oh das kann Juvia sehen…“, kichert die Wassermagierin auf und wird deutlich rot im Gesicht. „Hach… wenn Gray-sama doch auch so rangehen würde…“, schwärmt sie und stellt es sich gerade Bildlich vor. „Was schaust du denn da eigentlich die ganze Zeit?“, hackt Gray nun nach und lehnt sich etwas zu Juvia, um besser auf den Bildschirm sehen zu können. Juvia lehnt sich bei der Gelegenheit deutlicher in seine Richtung und driftet mit ihren Gedanken weit ab. Als Grays Blick auf das „Paar“ fällt, das gerade als neues und letztes der zehn Paare, vorgestellt wird, entgleist ihm das Gesicht. „D…das sind doch… Levy und Gajeel?!“, fährt Natsu auf seinem Platz in die Höhe.
„Sweetest Lovers Contest…?“, liest Erza vor und zieht ihre Augenbrauen nach oben. „Ah, davon zeigen sie doch schon den ganzen Tag…“, erklärt Lucy und erinnert sich, dass sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch den Vergnügungspark schon mehrere Werbeplakate und Bilder in diesen Präsentationen gesehen hat. „Ah… das ist ja nett…“, lächelt Erza und scheint sich kein bisschen zu wundern. „Juvia möchte auch mitmachen…“, seufzt die Blauhaarige sehnsuchtsvoll und niedergeschlagen, als erklärt wird dass mit zehn Paaren, die Teilnehmer vollständig sind.
„Was?! Die Zwei sind reingekommen?! Das ist doch unmöglich!!“, lässt Bisca ihr Tablett mit ihrem Essen, scheppernd auf den Tisch fallen ehe sie sich schockiert hinsetzt. Sie hatte ebenfalls von diesem Contest gehört und sie hatte es immer wieder drauf angelegt, dass sie und Al von der Auswahl-Jury bemerkt werden würden, doch leider ohne Erfolg. „Beruhige dich Bisca… das ist doch nicht so schlimm“, versucht Al sie zu beruhigen während er sich zu ihr setzt. „Ich wusste gar nicht dass sie zusammen sind…“, hängt er dem an. „Ich auch nicht… aber ich freu mich für sie…“, murrt Bisca und beißt trotzig in ihren Burger den sie kaut, als würde das Fleisch darin noch leben.
Lily, Jet und Droy, sind auf ihrem Tisch still geworden. „Oje…“, seufzt Lucy als sie auf die drei blassen Gestalten aufmerksam wird und befürchtet schon das Schlimmste. „I…Ich kann es nicht glauben…“, kommt es von Lily der auf den Bildschirm starrt. „Das wurde aber auch Zeit!“, grinst er dann und isst fröhlich weiter, während Jet und Droy wie weg getreten wirken. „Ich… hab… doch… gesagt… dass… das… keine… gute… Idee… ist…“, kommt es von Beiden synchron, ehe sie sich weinend in die Arme fallen. Kaum eine Sekunde später fahren sie herum und von ihren Plätzen auf. „Ich kann nicht glauben dass sie aus freiem Willen mit ihm zusammen ist!“, verkündet Jet lautstark und fixiert das Bild mit seinem Blick. „Er hat sie bestimmt gezwungen!“, verfinstert sich Droys Miene, während er auf die Tatsache hinweißt dass Levy, Gajeel auf diesem Schnappschuss, über die Schulter hängt und beide ziemlich ertappt dreinschauen.
„Hey… Gajeel ist vielleicht nicht der Musterschwiegersohn… aber er würde nie einfach so über sie herfallen…“, versucht Lily den Beiden die Sorge zu nehmen und die Anspannung zu lindern. „Herfallen?!“, fahren die Beiden zu ihm herum und sind mit einem Satz vom Tisch weg. „Wir müssen sie finden!“, sind die letzten Worte die von ihnen zu hören sind, ehe sie auch schon aus dem Lokal stürmen und außer Sicht sind.
„Na Bestens…“, seufzt Lily überfordert und wendet sich nach einem tiefen Seufzen wieder seinem Essen zu. Er würde sich erst hier stärken und den Beiden dann hinterher eilen um sie von einer Dummheit abzuhalten. Jeder weiß wie es enden kann wenn man Gajeel blöd kommt. Hier ist Gefahr im Verzug.
„Du scheinst sie nicht gerade beruhigt zu haben…“, wirft Mirajane verständnisvoll ein. „Nur damit du es weißt, ich freu mich für die Beiden“, lächelt sie und schlürft am Strohhalm ihres Eiskaffees. „Siehst du Natsu… so musst du rangehen! Das ist ein Mann!“, Elfmans Stimme überschlägt sich beinahe vor Stolz, während er auf den Bildschirm zeigt, auf dem wieder ein anderer Schnappschuss von Levy und Gajeel zu sehen ist. Lucy hat sich bei Elfmans Kommentar an ihrem Getränk fast verschluckt und linst Natsu, der deutlich nervös wirkt, verstohlen an.

Levy sitzt unter einem Baum in jener Parkanlage, die der Lage wegen, in den Vergnügungspark mit integriert wurde. Sie genießt die Ruhe und den leichten Sommerwind der ihr durchs Haar streicht, während sie sich mit überstrecktem Genick an den Stamm des großen Baumes lehnt und einfach ihren Gedanken nach hängt.
Ein halblautes Fluchen, gefolgt von dem Geräusch, umknickender Äste und einem halben Stolpern, bereitet ihren Gedanken aber ein jähes Ende. Es handelt sich um keinen geringeren als Gajeel, der mit einer Tüte einer Imbisstube in den Händen durch ein Gebüsch flucht und sich einfach neben ihr auf den Boden fallen lässt.
„Welches normale Paar, in Dreiteufelsnamen, macht so einen Scheiß wirklich mit?!“, gibt er grummelnd von sich und reicht Levy die Tüte mit dem Essen. „Die haben doch alle einen Knall!“, hängt er dem an, während er sich neben ihr, der Länge nach, ins Gras streckt und die Hände über dem Gesicht zusammen schlägt.
Levy schmunzelt bei diesem Anblick und seiner Gestik nur und kann ihn sogar verstehen. Kaum dass sie in der Liste der Contest Teilnehmer aufgenommen wurden, hat man ihnen einen Plan in die Hand gedrückt, welche Bahnen sie bis zum Treffpunkt am Nachmittag, hinter sich gebracht haben mussten. Ein Blick auf die Uhr, hat ihnen offenbart dass sie sich ziemlich ranhalten mussten, um das überhaupt alles zu schaffen. So sind sie los gesprintet und haben bis jetzt fünf Bahnen hinter sich gebracht, von denen eine wilder war als die Andere. Wäre Levy nicht schon vorher unwohl gewesen, dann wäre es ihr spätestens nach der zweiten Bahn so geworden. Auch Gajeel hat es scheinbar mitgenommen. Diese Kreiselbahn, in der man immer wieder um die eigene Achse wirbelt, während man eine wilde Bahn hinunter fährt, ist ihm gar nicht gut bekommen. Sie mussten sich sogar für eine Weil auf einer Bank, mit seinem Kopf in ihrem Schoß und unter einem Säckchen Eiswürfel, hinsetzen. Sie kann ihm seine schlechte Laune also nicht verübeln. Sie bewundert immer wieder, wie er sich für diese Tickets ins Zeug legt.
„Wenigstens bekommen wir Rabatt wegen der Buttons…“, versucht sie es schönzureden und linst auf diesen pinken herzförmigen Anstecker an ihrem Shirt, während sie einen kleinen Bissen von ihrem Sandwich nimmt. „Scheiß auf diesen Rabatt…“, murrt er nur und setzt sich allmählich wieder auf, um auch etwas zu essen.
Auch nachdem sie ihr Mahl beendet haben, sitzen sie noch eine Weil stumm nebeneinander und ruhen sich aus. Immer wieder dringen vereinzelte Wortfetzen und Jubelrufe von den Bahnen zu ihnen hinüber und erinnern sie daran wo sie sich befinden. Erst einige Zeit später, fällt ihnen auf dass sie guten Blick auf einen dieser Bildschirme haben die überall im Vergnügungspark montiert sind.
„Na bestens… wir sind in aller Munde…“, kommt es von Gajeel mit einem überforderten glucksen. Levy lässt dass unwillkürlich zusammen zucken. Sie macht sich jetzt schon Gedanken darüber, wie sie diese Angelegenheit bei ihren Freunden erklären kann sodass diese es auch verstehen. „Wenigstens sind wir nicht die Einzigen die sich zum Affen machen…“, hängt Gajeel seinen Worten an und Levy seufzt nur darauf.
„Sag… machen normale Paare für Gewöhnlich auch so einen Schwachsinn mit?“, erklingt Gajeels Stimme, nach einer Weile der Stille wieder und lässt Levy interessiert aufhorchen. Seine Stimme klingt nicht sarkastisch, eher ernst und nachdenklich. „Ich meine… nicht gespielte Paare“, hängt er seinen Worten an, um es ihr deutlicher zu machen.
„Keine Ahnung…“, antwortet Levy dann nur knapp. „Wie? Keine Ahnung?“, setzt sich Gajeel, der sich wieder ins Gras gelegt hatte, auf und schaut sie ein wenig verwundert an. „Du bist hier der Bücherwurm von uns beiden! Du liest doch bestimmt auch solche Schnulzen oder?“, greift er sich seinen Becher und zieht am Strohalm, ohne den Blick von ihr abzuwenden.
„Schon… aber die Szenarien aus den Büchern kann man wohl kaum mit der Realität vergleichen“, erklärt sie kurz. Nebenbei fragt sie sich woher er so genau weiß was sie liest? „Njah… und wie sieht’s dann bei dir mit der Praxis aus?“, wird er deutlicher und starrt sie richtig an. „Äh… also… Praxis… ja…“, beginnt Levy zu stammeln und wird ganz verlegen. „Ich hatte noch nie einen Freund, woher soll ich also wissen was die machen?!“, sprudelt es dann aus ihr heraus, ehe sie energisch ebenfalls ihren Trinkbecher ansetzt und am Strohhalm saugt um bloß keine weitere Frage beantworten zu müssen.
„Ach so ist das… hätte mich auch gewundert“, kommentiert er nur und grinst in sich hinein. „Was soll denn das heißen?!“, fährt Levy auf und funkelt ihn böse an. „Bin ich nicht attraktiv genug um einen Freund abzubekommen?!“, knirscht sie durch ihre Zähnen, ehe sie ihren Strohhalm malträtiert.
„Nein, so hab ich das nicht gemeint… ach vergiss es!“, versucht Gajeel einen Anlauf sich zu erklären, lässt es dann aber doch lieber. Es würde vermutlich nur Unsinn dabei rauskommen und das würde ihre Stimmung vermiesen. Und da fällt es ihm wie Schuppen von den Augen, seine Stimmung! Sie ist gar nicht mal so schlecht, jedenfalls besser als normal. Ein eindeutiges Zeichen dass er sich amüsiert.
Wenn er Levy so betrachtet, wie sie nun leicht sauer auf ihrem Strohhalm rumkaut, wirkt sie ganz niedlich und anziehend. Jet und Droy sind echt solche Vollpfosten, wenn sie so ein tolles Mädchen ständig um sich haben und es immer noch nicht geschafft haben, bei ihr zu landen. Die Beiden beginnen langsam ihm Leid zu tun. Anders gesehen, weiß er ja dass sie die Zwei nur wie Brüder ansiehst, das hört man ja in allen Ecken und Enden der Gilde. Nur Jet und Droy wollen das nicht kapieren. Dabei ist Levy doch viel zu schade für die Zwei, ist jedenfalls seine Meinung.
„Was ist?“, linst Levy ihn nun mit deutlichem Rotschimmer um die Nase an. Gajeel  zuckt bei ihren Worten zusammen und bemerkt, dass er sie wohl anscheinend ziemlich lange angestarrt hat. „Nichts… ich überleg nur was wir als nächstes machen“, rettet er sich über seine Verlegenheit hinweg und zieht den Plan aus seiner Tasche. „Lass mal sehen…“, erwidert Levy und beugt sich dabei zu ihm, um auch einen Blick auf den Plan zu werfen. Gajeels Blick hängt wieder an ihr und ihr wundervoller Duft steigt ihm in die Nase. „Wie kann sie in meiner Gegenwart nur so unbefangen sein?“, schießt es ihm durch den Kopf. Gut, ihm ist es seit Tenrou Jima schon aufgefallen dass sie ein besseres Verhältnis zueinander haben und sogar schon Ansätze von „Vertrauen“ vorhanden sind. Doch wie weit reicht ihre Freundschaft? Wäre es möglich dass das Gefühl, das sie ihm entgegen bringt, ansatzweise so ähnlich ist, wie das, das er immer für sie empfindet? Wann immer sie in seine Nähe kommt? Wann immer sie in seinen Gedanken umherwandert?
„Ich bin für was Ruhiges!“, schlägt Gajeel vor und lenkt sich so selbst von seinen Gedanken ab, die ihn scheinbar in „unmögliche“ Gefilde leiten wollten. „Ja ich auch… den HÖLLENRITT vertrag ich nach dem Essen bestimmt nicht…“, antwortet Levy und somit ist es beschlossene Sache, welche Bahn sie als nächstes anstreben.
Die Fahrt mit jener Bahn soll laut des Plans, eine halbe Stunde betragen und über einen ruhigen Wasserweg führen. Da könnten sie sich bestimmt noch ein wenig ausruhen und entspannen, ehe sie die letzten fünf rasanteren Bahnen hinter sich bringen würden.

„Ah… ein Paar aus dem Contest!“, strahlt der Bahnwärter sie an, als er ihre Buttons bemerkt und drückt Levy ein Schälchen mit Erdbeeren und Sahne in die Hand, während er Gajeel einfach zwei Sektgläser und eine Flasche in die Hände drückt. Perplex lassen sie sich mit den Abschiedsworten „Viel Vergnügen“ in ein Boot, das an einen Schwan erinnert, verfrachten und starren mit großen Augen auf den „Proviant“ den man ihnen mitgegeben hat.
„Was sollen wir damit? Sollen wir uns einen Rausch antrinken?“, wundert sich Gajeel, ehe er auf Levys amüsiertes Kichern aufmerksam wird. „Vielleicht ist es ja eine Falle damit wir zurückfallen und andere Pärchen Vorsprung bekommen?“, versucht sie an seine Paranoia zu appellieren und lacht ihn scherzend an. „Sehr witzig… du bist ganz schön frech…“, murrt Gajeel und stellt die Gläser auf der, dafür vorgesehenen Fläche, ab. „Also ich hab nichts gegen einen kleinen Nachtisch“, hat Levy gelächelt und sich eine Erdbeere gegönnt. „Stimmt, kostet ja nix…“, seufzt Gajeel ergeben und streckt sich mit einem auffordernden „Rück mal ein Stück…“, auf die Bank.
„Hey… was soll das werden?“, zuckt Levy beschämt zusammen, als er seinen Kopf einfach in ihren Schoß bettet. „Was meinst du?“, hackt er nach und schaut sie fragend an. „Was fällt dir ein? Du kannst dich doch nicht einfach so hier drauf legen!“, versucht sie ihm zu erklären und wird immer röter im Gesicht. „Warum nicht? Vorher hat es dir auch nichts ausgemacht“, erwidert Gajeel und denkt nicht mal im Traum daran, diesen Bequemen Platz aufzugeben. Im Gegenteil, er rückt seinen Kopf auch noch mal gemütlich in ihrem Schoß zurrecht was Levy nur noch mehr die Schamesröte ins Gesicht treibt.
„D…das war was anderes! Da ging's dir schlecht…“, versucht sie zu erklären und erstarrt als sein selten sanfter Blick sie trifft. „Ach komm schon… Schatz…“, hat er gegrinst und auf ihre Rolle aufmerksam gemacht.
Nachdem der Veranstalter mit ihnen fertig gewesen war, hat er noch deutlich gemacht dass überall im Vergnügungspark Leute nach ihnen Ausschau halten würden. Das Publikum, welches Unterhalten werden will, würde laufend mit neuen Schnappschüssen und Zwischenberichten gefüttert würde.
Levy seufzt in Anbetracht der Tatsache und muss zugeben dass er Recht hat. Würden sie nicht deutlich als „Pärchen“ rüberkommen, könnten sie die Tickets für das Akane Resort gleich abhacken. „Na schön… aber mach keinen Unsinn…“, hat sie also zerknirscht ihr Einverständnis gegeben. „Ich doch nicht…“, antwortet er darauf und endet mit einem „Fütter mich!“, was Levys Gesicht zum entgleisen bringt. „A…aber ja doch…. Liebling…“, antwortet sie und stopft ihm weniger sanft, eine ganze Hand voll Erdbeeren in den Mund damit er mal eine zeitlang still ist. Gajeel hat daran ganz schön zu kauen, aber er muss sich eingestehen, dass diese Anrede von Levy, ein ziemlich warmes Gefühl in ihm aufkommen lässt. Ihm steigt das Ganze zu Kopf und so flüchtet er nach einer Weile von Levys Schoß und greift, mit dem Vorwand Durst zu haben, zur Sektflasche.
„Ich weiß nicht ob man damit seinen Durst stillen kann…“, weist Levy ihn darauf hin und beobachtet ihn kritisch. „Ach was, Hauptsache nass und kühl“, tut Gajeel es ab und schenkt beide Gläser ein. „Für mich bitte nicht… ich trinke nur ganz selten... ich bin so was nicht gewöhnt…“, hebt Levy abwehrend ihre Hand und zuckt leicht zusammen als er sie aus schmalen Augen ansieht. „Nichts da… mit gefangen, mit gehangen!“, grinst er sie an und hält ihr das Glas hin. „Na gut… ein Gläschen wird mir bestimmt nicht schaden…“, willigt sie ein und nimmt das Glas zögernd entgegen. „Na dann auf uns…“, seufzt Gajeel, stößt kurz mit ihr an und leert das Glas in einem Zug. Levy ist momentan ein wenig überfordert. Sie weiß einfach nicht was in ihm vorgeht. Aus ihrer Sicht, benimmt er sich seit dem Mittagessen ein wenig seltsam. So kippt sie sich das Glas auch eilig hinunter und schenkt sich selbst nach. Vielleicht würde sie ja etwas lockerer wenn sie einen leichten Schwips hätte?
Nach zweieinhalb Gläsern ist Levys Schwips vollkommen und sie ist momentan nur am kichern. „Du hattest Recht… du verträgst wirklich nichts…“, kommt es von Gajeel, der währenddessen den Rest der Flasche geleert hat, wobei ihm nichts anzumerken ist, amüsiert. Dieser anhaltende Rotschimmer in Levys Gesicht, hat es ihm angetan. Ihre Stimme ist zwar noch normal, aber sie wirkt eindeutig vom Sekt benebelt und beduselt.
Beim Freundschaftstrinken vorhin, wäre sie ihm fast von der Bank gefallen. „Iss ein paar Erdbeeren… dann geht’s gleich vorbei…“, hat er ihr die Schüssel hingehalten und Levy hat sich bedient. Mit einem fast schon zufriedenen Seufzen, erhebt sie sich und lässt sich neben ihn auf die Bank fallen. Leichte Müdigkeit überkommt sie und so lehnt sie sich leicht an seine Schulter, während sie immer wieder eine Erdbeere nimmt, in Sahne taucht und verspeist.
„Du auch?“, fragt sie ihn leise und erntet ein ebenso leises „Mhm“ von ihm. Sie sucht ihm eine besonders große und leckere Erdbeere aus, zieht sie genüsslich durch die Sahne und lässt sie mit einem „Mach Aah…“ zu seinem Mund wandern. Mit einem Happs, ist die Erdbeere verschwunden und Levy will ihre Hand lächelnd zurückziehen. Doch Gajeels Hand, packt ihr Handgelenk und hält sie fest. „Warte, da ist noch was…“, kommt es von ihm beiläufig während er die Sahne von ihrem Fingerrücken saugt.
Levy ist dabei wie gelähmt, während sie mit geweiteten Augen auf sein Tun starrt. Noch ehe Gajeel sich von ihrem Finger löst, linst er sie an und wird sich dessen bewusst, was er da tut und will zurück fahren. Doch da fällt ihm etwas ins Auge und er muss handeln. „Halt still…“, flüstert er ihr zu und sie schluckt schwer. Sie hat keine Ahnung was er vorhat, doch so wie er sich aufführt, scheint er den Alkohol wohl auch nicht so gut zu vertragen. Sie könnte sich auch irren, aber im Moment sieht es so aus als würde er sie anmachen wollen!
Schweigend und mit konzentriertem Blick auf ihr Gesicht, kommt er näher. Als er ihr mit der Hand durch die Haare streicht, hat sie das Gefühl zu erstarren während ihr das Herz flattert und ihr der Schweiß ausbricht. Ihre Wangen werden immer dunkler, während sie den Mut aufbringt und ihm mit glänzenden, verunsicherten Augen in die seinen blickt. „W… was hat er vor?“, schießt es ihr durch den Kopf und alle möglichen Szenarien laufen wie in einer Diaschau vor ihrem geistigen Auge ab. „Wird er mich etwa…“, sie vermag vor lauter Scham den Gedanken nicht zu Ende zu führen.
„Eine Biene…“, erklärt Gajeel und hält das Tierchen zwischen ihnen hoch. Er hat die Biene in Levys Haar herumkrabbeln sehen und hat sie entfernt, bevor das Insekt sie am Ende noch gestochen hätte. „A…ach so…“, haucht Levy aus und sie weiß nicht ob sie nun beruhigt oder enttäuscht sein soll. Mit einem undefinierbaren Blick schaut sie Gajeel immer noch in die Augen und dieser erwidert ihren Blick. In dem Moment wird ihm klar wie diese Aktion gerade auf sie gewirkt haben muss und er ist überrascht, dass sie nicht mal Ansätze in irgendeiner Art von Gegenwehr gezeigt hat.
Ein summen durchbricht die Stille und beide fahren auseinander. „Biene!“, ruft Levy aus und springt auf die Beine. „Wo?!“, kommt es von Gajeel, der ihretwegen das Gleichgewicht auf der Bank verliert und auf den Boden des Bootes knallt. „Daha!“, fuchtelt Levy mit ihren Armen, stolpert über Gajeels Bein und landet direkt auf ihm.
Wieder herrscht Stille. Bedrückende Stille und Beide scheinen wie erstarrt zu sein. „Du… hast es hoffentlich bequem?“, meldet sich Gajeel nun, der Levy eigentlich vor ihrem Sturz bewahren wollte und ihre Handgelenke noch immer fest hält. „G…geht so…“, stammelt Levy mit hochrotem Gesicht und wagt sich kaum zu rühren. Sie sitzt Rittlings über Gajeel, während ihre Stirn auf seiner Brust ruht. Sie ist diesem absolut intimen Bereich ziemlich nahe und sie traut sich nicht, sich zu bewegen, aus Angst irgendwie in Kontakt mit ihm zu kommen.
„O… oh Gott… t… tut mir leid…“, entschuldigt sie sich und versucht, ohne möglichst oft mit ihm in Berührung zu kommen, von ihm runter zu klettern. „Sch…schon gut“, murrt Gajeel dem die Hitze vom Kopf in andere Regionen seines Körpers gefahren ist, verlegen und hofft dass Levy zu beschämt ist, um diese nun deutliche Röte in seinem Gesicht zu registrieren.
Die letzten Minuten dieser Attraktion, verbringen sie schweigend und mit möglichst wenig Blickkontakt. Um wieder runter zu kommen und sich ab zu lenken stürzt Gajeel sich die restliche Flasche Sekt hinunter, wobei er das Glas weg lässt und Levy nimmt sich der verbliebenen Erdbeeren an.

„Hey… sind das nicht Gajeel und Levy?“, kommt es von Cana verwundert, die ihre Bierflasche für diesen einen Satz von ihren Lippen absetzt. „Stimmt… was treiben die Beiden denn da?“, ziehen sich Macaos Augenbrauen zusammen. „Ist das nicht deutlich genug? Ach ja… so jung müsste man noch sein…“, grinst Wakaba und wird nun auf Jet und Droy aufmerksam, die gerade über die Eingrenzung der Bar auf den Bildschirm starren.
Sie sind noch immer auf der Suche nach den Beiden und die aktuellsten Fotos lassen ihre Sorge nur noch mehr wachsen. Besonders die Schnappschüsse, wo die Beiden in einem Boot sitzen, Levy, Gajeel mit Erdbeeren füttert, auf Freundschaft trinken und wo Levy dann plötzlich im nächsten Bild auf Gajeel liegt. Dass Gajeel nicht mal annähernd so aussieht als ob es ihn stören würde, lässt ihn bei den Beiden gleich noch mehr in Ungnade fallen.
„Unsere Levy… er wird sie entehren…“, heulen sie im Chor und gerade in dem Moment taucht Lily bei ihnen auf, der sie endlich eingeholt hat. „Habt ihr sie gefunden?!“, reißt der Exceed die Beiden aus ihrer Heulorgie und diese zeigen nur mit dem Finger auf den Bildschirm. Auch Lily wird bei diesen „unzüchtigen“ Bildern ein wenig rot im Gesicht. Als so draufgängerisch hätte er Levy nicht eingestuft.
„Wie sagt man so schön? Stille Gewässer sind Tief…“, macht Wakaba nun auch noch das passende Kommentar dazu und wendet seinen Blick ebenfalls auf die Drei, außerhalb der Bar. „Könnte uns hier vielleicht mal jemand aufklären was da los ist?“, fordert Cana auf, worauf Lily nur seufzt und mit einer schnellen und gekürzten Erklärung beginnt. Die Drei haben die Werbung, über diesen „Sweetest Lovers Contest“ vollkommen übersehen und dass wo sie genau vor einem Bildschirm sitzen und sich ein Bier nach dem anderen gönnen.
An einem anderen Bildschirm, am anderen Ende des Vergnügungsparks stehen die anderen und sind nicht weniger schockiert über das was sie sehen.
„L…L… Levy-chan…“, bringt Lucy geschockt und gerade noch so heraus als sie, auf dem Weg zu einer anderen Bahn, an einem der Bildschirme vorbei kommen und die aktuellsten Bilder von ihren beiden Kameraden sehen. „Ich wusste gar nicht dass sie so drauf ist…“, meint Gray und zieht eine Augenbraue hoch. „Juvia ist neidisch…“, seufzt die Ex-Element 4, grottentief. „Juvia wird Levy-san später bitten ihr ein paar Tipps zu geben…“, erwähnt sie nebenbei und erntet einen kritischen Blick von Gray, dem es mulmig zumute wird.
„Gajeel ist ein Softie…“, grinst Natsu schadenfroh und hat bereits für sich selbst beschlossen, den Iron Dragon Slayer bei der nächstbesten Gelegenheit damit aufzuziehen. „Aye Sir!“, stimmt Happy ihm zu und erntet einen zerknirschten Blick von Charle, die nicht glaubt dass der blaue Exceed weiß, worum es überhaupt geht.
„Softie oder nicht… er bekommt wenigstens was er will… das ist männlich!“, linst Elfman den pinkhaarigen Dragon Slayer an, der auf dessen Hinweis hin wieder zusammenfährt. „Woher willst du wissen was Gajeel will?“, hackt Lucy nach und schaut Elfman kritisch an. „Nur so ein Gefühl…“, zuckt dieser mit den Schultern und grinst in sich hinein. Ihm sind die Blicke des Iron Dragon Slayers sehr wohl schon des Öfteren aufgefallen. Oft hat es zwar den Anschein, als wäre es purer Zufall, doch oft scheint sein Blick bewusst nach dieser zierlichen Scriptmagierin, mit den blauen Haaren, Ausschau zu halten. „Das ist ein Mann!“, brüllt Elfman abermals, als das Bild noch mal gezeigt wird.

Nachdem sie schweigend aus dem Schwanboot gestiegen sind und sich in die nächste Attraktion gestürzt haben, sind sie Schlussendlich doch gezwungen wieder miteinander zu reden. „Was machst du denn?!“, fährt Gajeel auf und knallt das Hologramm des Monsters welches grade vor Levy erschienen ist, mit seiner Laserwaffe ab. „Wie wäre es mit schießen?“, schlägt er ihr sarkastisch vor und erntet nur einen schmollenden Blick von Levy.
„Das liegt mir aber nicht…“, schnieft sie und erschaudert als nun hinter Gajeel eines dieser Hologramm-Monster erscheint. Er dagegen wendet sich halbherzig um und knallt das Vieh über den Haufen. „Das sind nur Bilder…“, murrt er genervt und linst sie von oben herab an. „Ich weiß! Aber sie sehen so echt aus!“, drängt sich Levy etwas dichter an ihn und klammert sich an sein Shirt. Es ist so offensichtlich dass sie Angst hat und Gajeel lässt ich von ihrem Anblick wieder einmal erweichen.
„Na schön… pass auf, versuch einfach irgendwas zu treffen und den Rest überlässt du mir…“, seufzt er, ergreift ihre Hand und zieht sie mit sich. „A… aber?!“, entfährt es Levy, die deutlich rot im Gesicht ist, als er ihre Hand nimmt. „Nicht reden… schießen!“, ermahnt er sie und konzentriert sich auf die Route, die sie Beide aus diesem Labyrinth führen soll.
In diesem Spiel kommt es auf Geschick und Treffsicherheit an. Wer die meisten Punkte erzielt und die wenigste Zeit dafür benötigt, bekommt beim „Sweetest Lovers Contest“ extra Punkte dazu.
„Ich frage mich was so ein Spiel mit dem Contest zu tun hat?“, fragt sich Levy im Geheimen und schaut verwirrt auf Gajeel, vor sich. Er hat sie zwar schon immer beschützt und ein Auge auf sie gehabt. Aber dass er auch in einem Spiel wie diesem zu Hochtouren aufläuft, hätte sie nicht gedacht. Ein verliebtes Lächeln spielt um ihre Lippen und ehe sie sich versieht, sind sie draußen und geben ihre Waffe wieder ab.
Auf dem Weg zum nächsten Punkt, kommen sie an einem der vielen Bildschirme vorbei und bleiben geschockt davor stehen. Die Bilder ihrer Bootsfahrt wurden soeben gezeigt und so manches Bild ist ziemlich zweideutig, was beiden die Röte ins Gesicht treibt. „Oh nein…“, entkommt es Levy, die schon befürchtet was ihre Freunde, wenn sie es denn gesehen haben und davon geht sie mit Sicherheit aus, etwa nun denken mussten.
„Sieht aus als müsstest du später einiges erklären und richtig stellen…“, hat Gajeel gegrinst und damit seine Verlegenheit überspielt. „Ja… scheint so…“, seufzt sie und schaut zu ihm auf. Sie stutzt kurz, da sie nicht so ein Grinsen in seinem Gesicht vermutet hat. „Du übrigens auch…“, meint sie knapp und erntet einen irritierten Blick von Gajeel. „Wieso ich?“, hackt er nach während sie sich wieder auf den Weg machen. „Sie werden dich sicher nicht ohne Erklärung davonkommen lassen“, weist sie ihn darauf hin. „Die sollen denken was sie wollen…“, meint er schulterzuckend. „Das macht dir nichts aus?“, linst sie ihn nun etwas röter im Gesicht an. „Ne, mir war schon immer egal was andere über mich denken oder reden…“, erklärt er ihr und bekommt mit einem mal einen nachdenklichen Ausdruck. „Außerdem… bist du ja ganz ansehnlich, also kein Problem“, grinst er sie provokant an und erntet gleich einen Fausthieb gegen seinen Oberarm von ihr.
„Hey Hey… wenn das jemand sieht… dann sind wir wieder in den Schlagzeilen… PÄRCHEN IM STREIT? WERDEN SIE SICH TRENNEN?!…“, lacht er amüsiert und neckt sie weiter. Levys Blick bleibt dabei an seinem Lachen hängen. Sie kann sich nicht erinnern dass sie ihn jemals so offen und herzlich lachen hat sehen. Zugleich fällt ihr noch etwas auf und ihr Blick wandert auf den nächsten Bildschirm, an dem sie gerade vorbei kommen.
„Da fällt mir etwas ein…“, macht sie auf sich aufmerksam. „Fällt dir etwas auf… das alle anderen Pärchen tun und wir nicht?“, wird sie deutlicher und Gajeel beobachtet die Bilder der anderen Pärchen genauer. Natürlich ist es ihm schon vorhin aufgefallen, doch er wollte es nicht zu Sprache bringen, da es für sie Beide ein wenig peinlich gewesen wäre und beide wohl in große Verlegenheit gestürzt hätte.
„Ja… die kleben aneinander wie die Kletten… knutschen und halten Händchen…“, antwortet er ihr tonlos und seufzt. Beide wissen, dass sie keine andere Wahl haben, wenn sie glaubhaft als Paar durchgehen wollen. Eine Weile herrscht wieder Stille zwischen ihnen, während sie weiter gehen und sich an der Schlange anstellen. Immer wieder schauen sie sich heimlich an, wenden aber immer sofort den Blick ab, wenn der andere gerade hinsieht.
„I…ich glaube… es wird uns nicht umbringen“, kommt es von Gajeel leise, der Levy seine Hand hinhält. Sie schaut für einen Bruchteil einer Sekunde darauf und kurz zu ihm auf. Er hat seinen Blick, stur gerade aus gewendet und unterdrückt diesen Impuls zu ihr nach unten zu sehen. „W…wenn es dich halt nicht stört…“, hängt er seinen Worten an, da er sich an die Sache im Boot erinnert.
Levy lächelt sanft und ist doch beruhigt, diesen leichten roten Schimmer um Gajeels Nase zu sehen. Wenigstens ist sie hier nicht die Einzige, die bis auf die Knochen verlegen ist. „Nein…“, antwortet sie leise, ehe sie seine Hand ergreift. Erst zuckt Gajeel überrascht zusammen, doch dann schließt er seine große Hand um die von Levy während ein völlig neues Lächeln auf seinen Zügen erscheint. Levy meint etwas Funkelndes in seinen Augen zu sehen und ihr Herz beginnt dabei schneller zu schlagen.
Dass es Gajeel genauso geht, kann sie nicht ahnen. Er vermeidet es nach wie vor, sie anzusehen. Sie sollte dieses Rot in seinem Gesicht nicht sehen und er hofft, dass sie sein wild klopfendes Herz nicht hören kann. Dieses schlägt ihm nämlich bis zum Hals. So langsam wird ihm bewusst, dass er immer mehr die Kontrolle über die heutigen Ereignisse verliert und so was behagt ihm überhaupt nicht.
„Huch!“, zieht Levy plötzlich scharf die Luft ein und zieht ihn Ruckartig nach hinten, worauf er sie unwirsch und fragend ansieht. „Mirajane! Und Freed!“, bringt sie, mit panikerfüllter Stimme, hervor. Die Beiden stehen ein paar Meter vor ihnen in der Schlange und haben sie noch nicht bemerkt. „Und?“, kommt es von Gajeel der nicht versteht warum sie deshalb so von der Rolle ist. „Willst du jetzt schon von Fragen über Fragen bombardiert werden?!“, zischt sie ihm zu und er versteht.
„Nichts wie weg hier!“, zischt er ihr zu und zieht sie mit sich, um so viel Abstand wie möglich zwischen sich und den Beiden zu bringen. „Da sind kaum Leute!“, deutet Levy auf einen Eingang, durch den sie gleich hetzen und direkt in einem der Wagen platz nehmen können. „Puh… das war ganz schön knapp… wenn die uns bemerkt hätten, wären wir nicht so schnell weg gekommen!“, zieht Levy den Bügel vor sich herunter. „Blöder Mist, jetzt vertrödeln wir hier unsere Zeit!“, knurrt Gajeel neben ihr und zurrt den Gurt um seine Taille fest.
„Kein Problem, wir haben noch genug Zeit um das aufzuholen…“, erklärt Levy und sieht dem Himmel entgegen, während sie langsam mit der Bahn nach oben fahren. „Was ist das hier eigentlich für eine Bahn?“, fragt sie nun und wird ganz blass, als sie das Schild unter ihnen gerade noch so lesen kann.
„Prima gemacht Levy…“, linst Gajeel sie zerknirscht an und macht anstallten die Gurte zu lösen. Mit dieser Bahn hatte er nie vor zu fahren! Die hat nämlich von weitem schon so extrem ausgesehen, dass ihm vom zusehen schon schwindlig geworden ist. Levys Augen sind stark geweitet, während die Bahn vor ihren Augen verschwindet. Mit einem aufkreischen patscht ihre Hand auf die von Gajeel und hält sich daran fest. Dieser zuckt heftig durch ihre unangekündigte Reaktion zusammen und lässt ich von ihrer Panik mitreißen. Im selben Moment fährt die Bahn senkrecht nach unten und ihr Geschrei ist wohl über den ganzen Park zu hören.
Einige Minuten später, die ihnen wie eine Ewigkeit vorkam, haben sie wieder festen Boden unter den Füßen. Allerdings haben sie immer noch das Gefühl als würden sie im Wagen sitzen und eine Schlaufe um die nächste Fahren. Die Bahn wird nicht umsonst „Höllenritt“ genannt, man hat wirklich das Gefühl, bald den Löffel abzugeben und in der Hölle zu landen. Bis jetzt war das die rasanteste und vielseitigste Bahn im ganzen Vergnügungspark. Neben Loopings, wobei man ziemlich oft Kopfüber hängt, waren auch die extremen Kurven nicht zu verachten. Man sollte keinen schlechten Magen haben, wenn man in dieses Ding steigt.
In Gajeel und Levy dreht sich noch alles. Ihnen ist so schwindlig und unwohl dass sie nur taumelnd vorankommen. Ein Beobachter könnte zudem nicht sagen, wer sich eigentlich versucht an wem festzuhalten. „Bist du… in Ordnung?“, quält Levy heiser, vom vielen Schreien hervor, während sie sich einfach an Gajeel klammert. „Klar doch… das war ja nicht schnell…“, antwortet er sarkastisch, während er seine Hände an ihren Schultern hat um die Gewissheit über das „Oben und Unten“ nicht zu verlieren. „Und Lily steigt freiwillig in so ein Ding… der hat doch einen Knall!“, denkt sich Gajeel im Geheimen und nur langsam lässt dieses Schwindelgefühl nach.
„Was kommt als nächstes…“, fragt er Levy, um sich abzulenken und diese deutet mit einem kraftlosen Wink und einem schlichten „Das da“, auf das Riesenrad auf das sie zusteuern. „Gut… das ist ruhiger…“, seufzt Gajeel und strafft sich allmählich. So langsam kommt er sich wirklich schon ganz schön Blöd vor. Er bereut mittlerweile ohnehin schon zum Xten Mal, dass er ihr den Gefallen tut und ihr hilft diese blöden Tickets zu bekommen.
Einigermaßen gefangen, kommen sie beim Riesenrad an und steigen in eine der Gondeln. Mit einem ächzen, lässt sich Gajeel auf eine Bank fallen und seufzt zerschlagen. „Ist das dann das Letzte?“, fragt er sie genervt und Levy nickt nur während sie aus dem Fenster sieht. Das Riesenrad ist wirklich langsam und so hätten sie genug Zeit um sich zu erholen ehe sie am Treffpunkt erscheinen mussten.
Eine ganze Zeitlang sitzen sie sich schweigend gegenüber und schauen aus dem Fenster. Als sie hoch genug sind, wendet Levy ihren Blick in die andere Richtung und ihr Gesicht wandelt sich in ein einziges Strahlen. „Schau doch mal, Gajeel! Man sieht die ganze Stadt!“, kommt es von ihr begeistert, worauf er nur mit einem murren antwortet. „Jetzt komm schon her und sieh dir das an!“, linst sie zu ihm zurück und drängt ihn zu ihr rüber zu kommen. „Ja…“, knurrt er und erhebt sich widerwillig von seinem Platz um sich die, ach so interessante Stadt, anzusehen.
Er wird nicht enttäuscht. Man kann wirklich die ganze Stadt sehen und die tief hängende Sonne taucht auch noch alles in ein ruhiges und verträumtes Licht. „Ach wie Romantisch…“, seufzt Levy und ein ganz verträumter Ausdruck liegt in ihren Augen. „Schätze genau aus dem Grund liegt dieser Punkt auf unserem Plan…“, murrt Gajeel und wendet sich ab. Dann stoppt er in der Bewegung und konzentriert seinen Blick auf die Gondel unter ihnen.
„Na ganz toll…“, knirscht er zwischen seine Zähne und nimmt gleich neben Levy platz die ihn verwundert ansieht. „W…was ist denn?“, fragt sie nach und setzt sich zu ihm. „In der Gondel hinter uns ist dieser dämliche Fotograf…“, erklärt Gajeel und linst sie ein wenig verlegen an. „Der Fotograf?!“, entfährt es Levy. „Oh nein! Der… der will bestimmt…“, läuft sie rot an. „Genau… neues Bildmaterial für die hungernden Zuschauer…“, vollendet Gajeel ihren Satz und seufzt überfordert.
„Was schlägst du vor?“, hackt Levy nach. Sie weiß genauso wie er, dass in den meisten Riesenrädern, besonders in so romantischer Stimmung immer etwas zwischen Pärchen passiert. Sie würden irgendetwas zur Schau stellen müssen um ihre Lüge aufrecht zu erhalten. „Ganz einfach, wir geben ihm was er will… wir sind schon so weit gekommen dass es darauf auch nicht mehr ankommt…“, grummelt Gajeel und schaut in Levys entsetztes Gesicht.
„U… und… wie soll das aussehen?“, tastet sie sich kritisch vor. „Wie schon, wir knutschen ein wenig!“, spricht Gajeel es unsensibel aus und Levy ist dabei knallrot geworden.
„A… aber… das geht nicht! Ich… ich meine…“, beginnt Levy zu stammeln und spürt Gajeels fragenden Blick auf sich. „D…das… das wäre mein erster Kuss!“, bricht es aus ihr hervor, was Gajeel irritiert blinzeln lässt. „Na und? Einmal ist es immer das erste mal…“, antwortet der nur und erntet ein entrüstetes Seufzen von Levy.
„Du verstehst das nicht! Der erste Kuss… ist für ein Mädchen… etwas… etwas ganz Besonderes!“, beginnt Levy zu erklären und Gajeel hört ihr gespannt zu. „Er… er soll mit demjenigen sein… den man wirklich liebt… und an… einem bestimmten Ort… er… er soll Perfekt sein… Den ersten Kuss… vergisst man niemals…“, endet sie und wendet ihren Blick beschämt von ihm ab.
Es ist nicht so, dass sie nicht wollen würde. Zu gerne würde sie ihm ihren ersten Kuss schenken. Sie ist in ihn verliebt, nur weiß sie bis jetzt immer noch nicht wie er fühlt. Zu einem Kuss würde sie auf keinen Fall „Nein“ sagen, aber doch nicht so. Nur wegen dieses Contests… wenn, dann sollt er schon „wirklich“ wollen. „Ich frage mich wie weit er für diese Tickets gehen will…“, denkt sie sich im Geheimen zerknirscht, ob er ihr dafür auch an die Wäsche gehen würde.
„Ach so meinst du das…“, kommt es von Gajeel verständnisvoll. „Aber das irritiert mich jetzt… ich dachte immer ihr Frauen stellt euch nur bei eurer Jungfräulichkeit so an…“, hängt er seinen Worten an und bringt Levy nur noch mehr in Verlegenheit. „Du bist so ordinär!“, fährt sie auf und linst ihn beschämt an. „Du… hast kaum Ahnung von den Gefühlen einer Frau oder?“, stellt Levy bitter fest und bekommt sein leichtes zusammenzucken mit. Sie hat ihn ertappt!
„Nein, woher auch? Hat mich bis vor kurzem auch noch nicht interessiert“, antwortet er ihr wahrheitsgetreu und so knapp wie möglich. „Bis vor kurzem?“, hackt sie sofort nach und schaut ihn verwundert an. „Ist doch egal oder?!“, fährt er zerknirscht auf und macht wieder auf den Fotografen aufmerksam. „Bist du also bereit, der bringt schon seine Kamera in Position…“, knurrt er ihr zu und schaut sie eindringlich an.
„A…aber ich hab dir doch grade erklärt...“, fängt sie wieder an zu stammeln. „Ja ja, keine Angst! Ich küss dich ja nicht wirklich!“, fällt er ihr ins Wort und wedelt mit dem Prospekt das auf der Bank zwischen ihnen liegt. „Damit gaukeln wir ihm das wilde Geknutsche vor!“, grinst er sie durchtrieben an und Levy versteht seinen Plan. „Ganz schön gerissen… aber ob das funktioniert?“, äußert sie ihre Bedenken und spürt nur noch seine Hand in ihrem Nacken. „Aber klar doch, vertrau mir…“, hat er sie sanft angesehen und ist ihr näher gekommen. Levy vermag nur zu nicken, sie ist von seiner Nähe so überwältigt, dass sie kaum wagt zu atmen.
Als er sehr nahe an ihr heran ist und ein paar Zentimeter vor ihren Lippen stoppt, hält er das Prospekt hoch und verhindert somit weitere Einblicke des Fotografen. Ein herausgestreckter Mittelfinger von Gajeel, signalisiert dem Mann mit der Kamera, dass er von ihnen entdeckt wurde und sie es gar nicht gutheißen dass er ihre Liebeleien stört.
Plötzlich geht ein Stoß durch die Gondel und lässt sie vor und zurück schaukeln, ehe das gesamte Riesenrad stehen bleibt. Der Fotograf grinst mehr als zufrieden, während er einige male auf den Auslöser drückt und seine Wunschbilder im Kasten hat.
„Aufgrund eines, minimalen, mechanischen Defekts wird es zu kurzen Verzögerungen kommen. Wir bitten vielmals um Entschuldigung und ihr Verständnis. Bitte bleiben sie ruhig auf ihren Plätzen und vermeiden sie zu starke Gewichtsverlagerung. Wir wünschen weiterhin frohe Fahrt…“, spricht die mechanisch klingende Stimme aus dem Lacrima-Lautsprecher über ihnen.
Levy und Gajeel starren einander an, ehe sie ihre Lippen ruckartig voneinander lösen und jeder auf seine Seite der Bank zurück fährt und dort platz nimmt. Solche Wendungen hatte Gajeel in seinem Plan, mit dem vorgetäuschten Kuss, nicht einnehmen sollen. Eine ganze Zeit lang, herrscht Stille zwischen ihnen.
„T…tut mir leid“, bringt er hervor, nachdem er sich gesammelt hat und schaut zwanghaft aus dem Fenster. Er erträgt ihr beschämtes, rotes und niedliches Gesicht einfach nicht. Allein schon die Erinnerung an das Gefühl ihrer weichen Lippen auf seinen, lässt sein Herz hart gegen seinen Brustkorb schlagen und das Blut in seinen Ohren rauschen.
„Mhm…“, nickt Levy, mit hochrotem Kopf und schaut in der entgegengesetzten Richtung aus dem Fenster der Gondel. Es scheint ewig zu dauern bis sie wieder fahrt aufnehmen. Bis zu ihrem Ausstieg verliert keiner mehr ein Wort darüber, oder an den jeweils anderen.
„Verfluchter Mist…“, knurrt Gajeel in sich hinein und konzentriert sich auf seine Gedanken. „Einen klaren Kopf… ich brauch einen klaren Kopf… nichts denken… klarer Kopf… ihre weichen Lippen… Aargh!“, knirscht er vor sich hin und hat das Gefühl, dass sich seine lange wilde Mähne anfängt zu kräuseln desto verkrampfter er versucht dieses Gefühl in seiner Brust nieder zu kämpfen. Wie kann jemand nur so Gottverdammt weiche Lippen haben?! Schon wieder ertappt er sich bei der Erinnerung daran und das schlimmste ist, er verspürt den Drang es wieder zu tun!
Levy ist auf ihrem Platz still geworden und schaut weiterhin mit hochrotem Kopf aus dem Fenster. Ihr Herz rast und ihre Gedanken überschlagen sich. Es war alles so schnell gekommen und auch eben so schnell wieder vorüber. Sie meint schon gar nicht mehr zu wissen, wie sich seine Lippen angefühlt haben. Aber sie schmecken nach Eisen… an das erinnert sie sich genau und das würde sie wohl nicht so schnell vergessen. Sie durchlebt gerade ein Hochgefühl und zeitgleich ist sie niedergeschlagen. Zu gerne hätte sie ihm ihren ersten Kuss geschenkt… aber doch nicht so!
Ein tiefes Schweigen breitet sich in der Gondel aus, die ganze Situation ist für Beide unerträglich. Es dauert eine ganze Weile, bis Gajeel beschließt noch etwas dazu zu sagen. „B… bist du sauer?“, fragt er sie plötzlich und Levy zuckt überrascht zusammen. Zum einen, da der Klang seiner Stimme ernst und ein wenig niedergeschlagen klingt und zum anderen, da sie nicht mit so einer Frage gerechnet hat. Sie hatte ein paar sarkastische Ansagen von ihm erwartet, aber nicht so etwas.
„Ich… denke nicht“, lächelt sie mild und schaut unsicher von ihrem Schoß auf. „Bist du sicher? Immerhin hab ich nun deinen ersten Kuss auf dem Gewissen…“, hackt er nach, da er schon immer der Meinung war, dass sie viel zu schnell verzeiht. „Es war… nur ein Unfall…“, versucht sie es sich damit selbst leichter zu machen. „Ich hab mir meinen ersten Kuss zwar anders vorgestellt… aber anders betrachtet, werde ich ihn wohl auch gerade deshalb nie vergessen“, lächelt sie ihn warmherzig an und Gajeel erstarrt bei ihrem Anblick. Verlegen und doch betreten, nickt er kurz und wendet seinen Blick wieder von ihr ab. „Na toll… sie wird mich als den Typen in Erinnerung behalten, der sie damals an den Baum genagelt und ihr den ersten Kuss versaut hat…“, denkt er sich betrübt und starrt aus dem Fenster.
Bis zum Ende der Fahrt wechseln sie kein Wort mehr und als sie endlich anhalten, ist Gajeel der Erste, der die Gondel fast schon Fluchtartig verlässt. Schweigend gehen sie mit deutlichem Abstand nebeneinander her und Levy hält erst inne als sie bemerkt dass Gajeel einen Getränkestand ansteuert. „Du auch?“, fragt er sie und versucht so neutral wie möglich zu klingen. Levy, deren Blick an seinen Lippen haftet, nickt nur, denn aus irgendeinem Grund findet sie keine Stimme.
Das Verhältnis zwischen ihnen, ist seit dem Zwischenfall in der Gondel deutlich verkrampft. Gajeel lässt sich wieder kaum etwas von seinen Gedanken oder Gefühlen anmerken und das macht es für Levy schwerer damit umzugehen. Vielleicht sollte sie einfach versuchen irgendwie einzulenken.
Schweigend stehen sie im Schatten eines Baumes und löschen ihren Durst während ihre Blicke auf dem Bildschirm haften, der über dem Getränkestand aufgehängt ist. Wie erwartet, sind die neuen Schnappschüsse der Pärchen und natürlich auch von ihnen in der Gondel, bald zu sehen. Dunkle Schatten fallen über ihre Gesichter, als sie wieder mal erkennen dass ihre Bilder die mit Abstand, unanständigsten sind. Sie werden ziemliche Mühe haben, das alles Richtig zu stellen und zu erklären.
Als im Anschluss der Countdown bis zum Endausscheid angezeigt wird, geht ein leichtes zucken durch Beide. „Wenn wir uns nicht beeilen, kommen wir zu spät…“, schaut Levy nun zu Gajeel auf, der sie leicht überrascht ansieht. Sie lässt sich nichts mehr von ihrer vorherigen Verlegenheit anmerken, stellt er fest. So, als ob nichts gewesen wäre. Ihre Augen funkeln sogar herausgefordert und doch muss er sie der Anstandshalber fragen.
„Du willst da wirklich noch teilnehmen?“, fragt er sie und spricht auf ihre letzte Aktion hin. Er könnte sich vorstellen dass sie doch nicht so leicht über ihren, verdorbenen, ersten Kuss hinweg ist, als sie vorgibt. Wer weiß welche Aufgaben man ihnen beim Endspiel aufbrummt, die er ganz zu Levys Leidwesen, ausführen wird müssen.
„Hey… wir sind jetzt schon so weit gekommen!“, baut sich Levy vor ihm auf und stemmt ihre Arme in die Hüften. „Wenn ich schon meinen ersten Kuss dafür geopfert habe, sollten wir es bloß nicht wagen zu verlieren!“, tippt sie mit ihrem Finger gegen seine Brust. Gajeel schaut sie perplex an, ehe er sie zaghaft anlächelt. Levy meint, so ein Lächeln noch nie an ihm gesehen zu haben.
„Na schön… dann wollen wir uns mal den Sieg in die Tasche stecken“, grinst er sie kampflustig an und hat kurz darauf in ihre erhobene Hand eingeschlagen. Als sie sich von ihm abwendet und losgeht, bleibt sein Blick an ihrem schmalen Rücken hängen. Er kann nicht leugnen dass er sie für diese Ausdauer und diesen Mut bewundert. Ihre Launen sind sprunghaft und sie verzeiht viel zu schnell… aber das ist nun mal Levy.
„Was ist jetzt? Kommst du oder nicht?“, fordert sie ihn ungeduldig auf, während sie über ihre Schulter zu ihm zurück blickt. „Ja ja…“, gibt er sich genervt, doch eigentlich fühlt er ganz anders. Er weiß, nur mit ihr kann er so eine Aktion überhaupt durchziehen. Weil sie ihn so annimmt, wie er ist.

In einem etwas ruhigeren Winkel des Parks hat man eine große Bühne und ein paar Sitzmöglichkeiten aufgebaut. Das große Banner mit der verschnörkelten und pinkfarbenen Aufschrift „Sweetest Lovers Contest“ ist über die ganze Bühne gespannt und wird zusätzlich von Blinklichtern zur Geltung gebracht. Mittlerweile hat sich auch schon eine große Menge von Zuschauern eingefunden, sodass alle Sitzplätze bereits besetzt sind.
„Wir werden wohl stehen müssen…“, seufzt Lucy und schaut sich noch mal genauer um, ob sie nicht doch noch wo ein paar freie Stühle ausfindig macht. Als sie sich mit Natsu und den anderen im Schlepptau durch die Menschen bahnt, fällt ihre Aufmerksamkeit auf die weißhaarige Frau, an der sie gerade vorbei kommen. „Mira, du auch hier?“, kommt es von Lucy ein wenig überrascht. „Ja natürlich! Immerhin müssen wir unser Traumpaar doch anfeuern und für sie wählen!“, antwortet Mirajane aufgeregt, während Elfman bereits ein lautes „Das ist männlich“ von sich brüllt und Lisanna, Freed und Erza ein Stück von ihm wegrücken lässt, als ob sie ihn nicht kennen würden.
„Ihr seid doch auch deswegen hier, nehme ich an?“, hackt Erza nach und tauscht ihren Stehplatz mit Mira um nicht brüllen zu müssen. „So gesehen schon, ich bin wirklich gespannt wie sie sich schlagen… aber vielmehr interessiert mich ob es wirklich wahr ist“, antwortet Lucy doch ein wenig besorgt. Sie kann sich nicht vorstellen dass Levy ihr so etwas Wichtiges verschwiegen  haben soll. Immerhin ist sie ihre beste Freundin! „Diesen Verdacht habe ich übrigens auch… ich denke für Tickets zum Akane Resort würde so mancher einiges in Kauf nehmen… vielleicht haben sie ja eine Vereinbarung“, macht Gray seine Vermutung laut und ein paar aus der Gruppe stimmen ihm zu, dass das vielleicht sogar zutreffen könnte.
„Anders gesehen… glaube ich kaum das die Beiden so weit gehen würden, nur um an dieses Romantik Wochenende zu kommen…“, hängt Gray dann wieder an und deutet auf den Bildschirm, wo wieder alle Fotos des ganzen Tages, in Endlosschleife gezeigt werden. Die Szenen im Boot und in der Gondel sind ziemlich eindeutig und jeder hat da so seine Zweifel ob sie wirklich so weit gehen würden. Gajeel würde man so etwas zutrauen, aber Levy? Jedenfalls kommen sie mit bloßen Spekulationen nicht weiter, so müssen sie eben hier warten bis ihr „Pärchen“ hier fertig ist, ehe sie sie mit Fragen überhäufen können.
„Sieh dir das an… schau wo er seine Hand hat!“, ist nun Jets weinerliche Stimme zu hören. „Ja… so ein Schwein! Ich wette er erpresst sie mit irgendwas und macht sie so gefügig… dieser Bastard!“, gibt Droy ihm recht, der nicht gefasster klingt als sein Freund. „Jetzt hört endlich auf ihr zwei Idioten!“, ertönt nun auch Lilys tiefe Stimme im Hintergrund. „Ihr solltet abwarten was die Beiden dazu zu sagen haben, ehe ihr hier weiter mutmaßliche Anschuldigungen aufstellt, das kann ziemlich ins Auge gehen“, ermahnt Lily sie und Erza, die sich zu ihnen umdreht gibt dem Exceed Recht.
Während zwischen zwei Drittel des Teams „Shadow Gear“, Lily, Erza und Gray eine Diskussion darüber ausbricht, beschäftigen sich Lucy und Mira mit den Knöpfen auf ihrem Voting-Lacrima. „Ich werde jedenfalls immer die volle Punktzahl für die Beiden abgeben! Ich war schon immer der Meinung dass sie gut zusammen passen, vielleicht ist dieser Contest heute ja ein Zeichen!“, strahlt Mira über das ganze Gesicht und scheint immer mehr zu einem Groupie der Beiden zu mutieren. „Ich werde sie ebenfalls mit voller Kraft unterstützen!“, redet Erza, die der Diskussion folgen kann UND dem Gespräch der Beiden lauschen kann, dazwischen. „Ihr werdet Levy doch auch eure Stimme geben oder?“, wendet sich die Rothaarige an Jet und Droy, die sie entsetzt ansehen.
„Aber selbstverständlich nicht!“, antworten die Beiden synchron und ernten ziemlich verwirrte Blicke. „Aber es geht doch um eure Levy!“, wirft Elfman ein und ist wirklich entsetzt von den Beiden. „Damit sie auch noch dieses romantische Wochenende gewinnen und gemeinsam dort hinfahren?!“, fährt Droy auf. „Wer weiß was die da so alles treiben… ich will mir das gar nicht vorstellen! Unsere unschuldige Levy…“, gibt sich Jet seinen Wahnvorstellungen hin. „Also Juvia kann sich das sehr gut vorstellen…“, wirft die Wassermagierin ein und stellt sich gerade vor wie es wäre mit Gray so ein Romantik Wochenende im Akane Resort zu machen.
„Wir müssen Levys Jungfräulichkeit beschützen!“, ruft Jet aus und ballt seine Hände zu Fäusten. „Genau! Wir müssen ihnen nur schlechte Noten geben…“, beginnt Droy sich schon einen Schlachtplan auszudenken. „Aber das ist nicht fair!“, wirft Lily ein und erschaudert. Er spürt eine düstere und bedrohliche Aura dicht hinter ihm.
„Jet… Droy…“, ist plötzlich eine, für diese Frau etwas untypische, tiefe und drohende Stimme, hinter ihnen zu hören. Als sich die Beiden umwenden sehen sie in Mirajanes Gesicht die sie aus schmalen und sprühenden Augen ansieht. „Ihr werdet gar nichts tun!“, redet Erza dazwischen und nimmt Droy seinen Voting-Lacrima ab, während sich Mirajane um Jet kümmert.
„Ach herrje…“, seufzt Lucy die sich von der Rangelei hinter sich abwendet und auf die Bühne schaut. Natsu neben ihr, schweigt zu dem Ganzen. Aus seiner Sicht, ist die ganze Aktion so was von Unnötig. „Ob echt oder nicht… Gajeel will sich damit doch nur aufspielen und bei Levy Eindruck schinden… dieser blöde Hund…“, denkt sich Natsu im Geheimen, denn auch ihm sind die Blicke des schwarzhaarigen Dragon Slayers nicht entgangen. Im Grunde ärgert er sich nur, dass nicht er diesen Einfall hatte und Lucy damit beeindrucken konnte. Elfman hat Recht, er würde früher oder später auch irgendetwas unternehmen müssen damit Lucy seine Gefühle erkennt.
Als der Ansager auf die Bühne tritt und die ersten Ankündigungen macht, werden auch die Magier von Fairy Tail ruhig und folgen dem Geschehen. Bis gerade eben, haben sie noch die umstehenden Zuschauer mit ihrer „Kampf-Einlage“ die Jet und Droy heraufbeschworen haben, unterhalten. Die Beiden sind nun ihre Voting-Lacrimas los, dafür haben Mira und Erza nun zwei um doppelt abzustimmen.
Nacheinander werden die zehn Pärchen mit ihrem Namen aufgerufen und gebeten sich in einer Reihe dem Publikum zugewandt aufzustellen. Mit ein paar kurzen Einzelheiten über ihre Person, woher sie kommen und wie jedes Paar zueinander gefunden hat, wird jedes Paar einzeln kurz vorgestellt. Im Hintergrund läuft währenddessen deren persönliche Diashow des heutigen Tages ab, während der Veranstalter noch die Eine oder Andere witzige Beobachtung, die seine Leute an dem Paar gemacht haben, erzählt.
So erfahren die Zuschauer auch von dem Restaurantschirm der einem Restaurant entwendet wurde, nur um der Herzdame damit Schatten zu beschaffen, sowie die Tatsache dass man sich gerade deswegen auf die Fersen dieses Paares geheftet hat.
„Na ganz toll… jetzt ist also alles meine Schuld?“, denkt sich Gajeel im Geheimen und fährt sich kurz übers Gesicht. Als er zu Levy nach unten linst, bemerkt er dass sie ihn anlächelt und so lächelt er einfach zurück. Irgendwie ist es ein seltsames Gefühl hier oben und im Mittelpunkt zu stehen. Levy, die plötzlich seine Hand ergreift, scheint gespürt zu haben dass ihm das nicht behagt. Kurz drückt sie seine Hand und lächelt ihn mit diesen zarten Lippen an. Als er ihr in die Augen sieht, steigt wieder diese Hitze in ihm auf, woraufhin er verlegen seinen Blick von ihr abwendet. „Konzentration… einen klaren Kopf… wer weiß was die hier noch alles wollen…“, ruft er sich innerlich zur Ordnung und richtet seine Aufmerksamkeit wieder dem Gerede des Veranstalters zu.

Bevor die Zuschauer ihre Chance bekommen ihre Stimmen für das ein oder andere Paar abzugeben, sollten ein paar Spiele und Prüfungen folgen, die eine ausgewählte Jury beurteilen und benoten würde.
Bei der ersten Prüfung geht es darum, so viele Fragen wie möglich, über seinen Partner richtig zu beantworten. Die dafür ausgeteilten Fragebögen umfassen jeweils fünf simple Fragen, die die Meisten richtig beantworten. „Ich wusste gar nicht, dass du mich so gut kennst…“, flüstert Levy, Gajeel zu, da dieser Vier von Fünf richtig beantwortet hat. „Könnte dasselbe über dich sagen…“, meint er nur und folgt dem weiteren geschehen. Die ersten Pluspunkte sind ihnen somit also sicher.
Die nächste Runde, eine Demonstration wie der Partner, die Katze der Freundin von einem Baum holt, haben sie leider mit zwei Schlechtpunkten absolviert. Gajeel hatte zur Lösung des Problems vorgeschlagen den Baum zu fällen. Als der Ansager ihn dann darauf hingewiesen hat, dass die Katze, die aus einer Plüsckkatze bestand, dabei erschlagen werden könnte, hat Gajeel diese Version verworfen. „Dann eben so…“, hat er gemeint, einen Stein in der Größe seiner Faust aufgehoben und sofort dafür Punkteabzug kassiert „Ich frag mich was da falsch dran war…“, grummelt er als er zu Levy, die sich den Bauch vor lachen hält, zurückkommt. „Das war doch nur eine Plüschkatze!“, setzt er sich grummelnd auf den Stuhl, von dem er zuvor aufgestanden war.
Der Typ neben ihm, grinst ihn schadenfroh an worauf sich Gajeels Blick verfinstert. „Nicht drauf eingehen…“, legt sich Levys Hand auf seinen Arm, ehe sie sich leicht an ihn schmiegt und ihn anstatt beruhigt, eher aus der Fassung bringt. Aus seiner Sicht, hätte sie auch Schauspielerin werden können, wenn sie sich nicht für den Magier-Beruf entschieden hätte. Levy konnte von ihm allerdings dasselbe sagen. Gajeel macht sich in der Rolle des „Freundes“ sehr gut und hat sich sogar bei den Fragen „Was lieben sie besonders an ihrem Partner?“, ganz schön was einfallen lassen, was ihr die Schamesröte ins Gesicht triebt. Der Blick mit dem er sie angesehen hat, hatte auf sie gewirkt, als ob er es wirklich ernst meinen würde.
Auch bei dem Teil, wo jeder für den anderen, einen Vierzeiler dichten musste, hat er die richtigen Worte gefunden. Sie hätte nie gedacht dass er überhaupt zu so etwas fähig ist. Aber jeder der seinen weißen Anzug, seine Gitarre und seine Songs kennt, würde sich da wundern. Sein Gedicht, hat sie wohlig erschaudern lassen und tief berührt. Wenn sie nicht schon in ihn verliebt wäre, hätte sie sich spätestens ab da in ihn verliebt…  
Ein bitteres Gefühl macht sich in ihr breit. Es bereitet ihr jetzt schon Herzschmerz zu wissen, dass in ein paar Stunden, all das verloren ist. Sie hofft, dass dieser Tag, nie zu Ende geht. Gajeel hat ihren Stimmungswandel bemerkt, auch wenn er für sonst niemanden erkennbar war. „Was hast du?“, flüstert er ihr zu, als das nächste Paar an der Reihe ist und linst sie verstohlen an. „A… ach nichts… ich frage mich nur ob wir gewinnen können…“, redet sie sich heraus und er weiß genau das sie lügt. Er sagt allerdings nichts dazu, er würde sie nicht drängen ihm die Wahrheit zu sagen. Immerhin ist sie ihm keine Antwort verpflichtet… sie sind nur heute und hier ein „Paar“. Nach dieser Aktion hier, wäre wieder alles beim Alten. Es wäre genauso einsam und langweilig wie zuvor.
Als der Veranstalter das nächste Spiel, welches den Titel „Rette die Prinzessin“ trägt, ankündigt werden Levy und die anderen Frauen, von jeweils einem Mann im Anzug und Augenmaske, gebeten ihnen zu folgen. Sie werden auf eine hohe Säule gesetzt und bekommen ein Krönchen auf ihren Kopf welches sie als „Prinzessin“ erkennbar macht. Den Männern wird inzwischen der Hindernissparcour, der hinter der Bühne in den Park hinein aufgebaut wurde, erklärt. Das Paar, das am wenigsten Zeit bei der Rettung braucht, bekommt die meisten Punkte. Nebenbei wird auch noch die Showeinlage, die sie sich aus dem Stegreif einfallen lassen sollen, benotet.
Mit einem Seufzen bringt Gajeel sich in Position und überschaut den Parcour. „Das wird ein Spaziergang…“, grinst er selbstgefällig und setzt sich mit dem Startschuss in Bewegung. Wie erwartet, überwindet er sämtliche Hindernisse Problemlos und ist somit der Erste, der vor Levy auf der Säule steht. „Wie gedenkt ihr mich für eure Rettung zu belohnen, Hime-sama?“, fragt er sie mit einem charmanten Lächeln, während er ihren Handrücken küsst. Levy ist dabei Augenblicklich rot und muss sich ganz schön zusammenreißen um überhaupt ihre Stimme zu finden. „Ähm… bringt mich in mein Schloss, mein Held!“, kommt es von ihr in einem Befehlston der keinen Widerspruch duldet. „Dort bekommt ihr…was euch zusteht…“, hat sie sich eng an ihn geschmiegt und ihre Hände über seine Brust wandern lassen. Der Schauer der ihn überkommt und bei dem sich seine Nackenhaare aufstellen, ist hingegen nicht gespielt und so antwortet er ihr mit rauer Stimme: „Haltet euch fest…“, ehe er einen Arm um ihre Taille legt und sich mit ihr, am dafür vorgesehenen Seil, zu Boden schwingt.
Zurück auf der Bühne, bekommt jedes Paar Beifall vom Publikum, wobei das für Gajeel und Levy um einen tick lauter ausfällt, als das der Anderen. Aus irgendeinem Grund, hat die Menge einen Narren an diesem widersprüchlichen Pärchen gefressen, oder eben gerade deshalb.
Im darauf folgenden Spiel soll das Vertrauen der Paare auf die Probe gestellt werden. „I… ich weiß nicht ob ich das kann…“, stammelt Levy, während ihre Hand mit der Rasierklinge deutlich anfängt zu zittern. „Bleib ruhig, du schaffst das!“, macht Gajeel ihr Mut und hofft im Geheimen dass sie ihm nicht doch irgendwas abschneidet. Er selbst, ist die Beherrschung in Person. Er zuckt nicht mal mit der Wimper als sie beginnt und das scharfe, zitternde, Rasiermesser über seine Wange fährt, er zuckt nicht mal, als sie ihm kurz darauf in die Haut ritzt.
„Tut mir Leid…“, schluchzt Levy, die den Tränen nahe ist leise, während sie ihm, nach vollendeter Tat, ein Pflaster auf die Wange klebt. „Schon gut, ich hab’s ja überlebt…“, versucht er sie aufzubauen, tätschelt ihren Kopf und zieht sie an seine Seite, was Levy geschehen lässt. „Du kannst stolz auf dich sein… es gehört viel dazu mich zu verletzen…“, grinst er mit einem mal und hofft sie so wieder aufzubauen. „Du bist blöd…“, murmelt sie und wischt sich ihre ungeweinten Tränen weg, ehe sie ihm leicht gegen die Brust boxt.
In dem Moment, fällt ihm etwas Gravierendes auf. Er hat sich an ihre Nähe gewöhnt. An ihre Berührungen, die er zuvor noch eher vermieden hat. Jetzt, sucht er selbst nach ihrer Nähe, nach ihren Berührungen. Er kann nicht aufhören und das Gefühl in seiner Brust wird immer stärker. Er fühlt sich wohl, wenn sie ihm nahe ist.
Mit einem Arm um ihre Taille, lässt er sie an seiner Seite verharren während der Veranstalter den Zwischenstand preis gibt und die nächste Prüfung ankündigt. Levy klopft das Herz bis zum Hals. Sie weiß zwar, dass er mit dieser Geste nur ihre Lüge aufrechterhalten will und doch hofft sie, dass der Veranstalter noch länger redet, damit sie noch ein wenig mehr an seiner Brust verweilen darf.
Irgendwann inmitten der Spiele hat sie ihre Freunde aus der Gilde in der Publikumsmenge ausfindig gemacht und hat sich erst ganz schön geschämt. Aber als sie bemerkt hat, dass sie alle ihnen auch großen Beifall geschenkt haben und ihnen zugejubelt haben, hat es etwas in ihr berührt und ihre Gefühle bestärkt. Es scheint von allen akzeptiert zu werden. Außer von Jet und Droy, die dem Schauspiel zwar folgen, aber nicht so begeistert sind, aber das war ohnehin vorherzusehen. Sie wünscht sich, dass diese Lüge irgendwann Wirklichkeit wird. Daran will sie glauben… ganz fest glauben.
Der Veranstalter holt sie, für ihren Geschmack, viel zu schnell aus ihren Gedanken und von Gajeels Seite. Nun sollte nämlich jeder für sich, eine Prüfung bestehen und Levys erste Aufgabe bestand darin, mit den anderen Frauen, hinter der Bühne zu verschwinden. Die Männer wurden hingegen sofort in Aktion gerufen. Nun hieß es, die Muskeln spielen zu lassen wobei sie gegeneinander im Armdrücken antreten mussten. Während die zehn Männer sich also gegenseitig, im wahrsten Sinne des Wortes, über den Tisch zogen, musste Levy sich für den „Miss-Sweetest Lovers Contest“ ein Outfit aussuchen und sich einer Stylistin anvertrauen.
Nachdem Gajeel, als Zweitplatzierter, wobei er meint dass der Muskelprotz vermutlich irgendeinen fiesen Trick angewandt hat um zu gewinnen, wieder platz nimmt, bekommt er genau wie die anderen einen Voting-Lacrima in die Hand gedrückt. Gleich darauf gibt der Ansager die bevorstehende Misswahl bekannt und kündigt an, dass jeder mit einem Voting-Lacrima berechtigt ist abzustimmen. Das lässt deutliche Jubelrufe aus dem Publikum aufkommen und mit den nächsten Lichteinstellungen wird auch die Musik gestartet ehe die erste der Damen die Bühne betritt und ihre eigene Show abzieht.
Die eine macht es provokant und setzt auf Sexappeal. Sie bekommt ziemlich viele Punkte und auch Gajeel musste ehrlich abstimmen und gab ihr eine Acht für ihre Darbietung. Die nächste, hatte eine gute Tanzeinlage, war aber ziemlich schrill und etwas unstimmig in ihren Bewegungen. Gajeel kommt es wie eine Ewigkeit vor, in der all die Frauen auf der Bühne vor ihm hin und her tanzen und nicht annähernd so interessant sind wie diese Eine, auf deren Auftritt er schon mehr als gespannt wartet.
Dann wird Levy angekündigt und eine leichte, sachte Musik erklingt während sie in ihrem kurzen, mit Rüschen besetzten Kleidchen aus dem Vorhang tritt und ein paar Tanzschritte vorführt. Ihr Haar, trägt sie dabei offen und auf das Make-up hat die Stylistin auch verzichtet. Bei so viel natürlicher Schönheit ist das nicht nötig. Gajeel bleibt bei dem Anblick der Mund offen stehen und sogar den Männern neben ihm, fallen die Augen aus dem Kopf. „Was fällt denen ein sie so anzustarren?!“, knirscht er innerlich und funkelt die anderen Neun mit tödlichen Blicken an, während er die Zehn für Levy drückt. Doch nicht nur her, gibt der zierlichen jungen Frau, die höchste Punktzahl für ihre Niedlichkeit. Der Rest der Männer scheint ähnlich zu denken und im Publikum werden laute Jubelrufe und Verehrungen laut. „Tzz…“, knirscht Gajeel noch immer und wendet seinen Blick hin und her, ehe er wieder auf Levy haften bleibt. „Ihr zukünftiger Freund… muss scheinbar ziemlich gut auf sie aufpassen…“, denkt er sich im Geheimen und kann dieses seltsame, beklommene Gefühl kaum niederkämpfen. Er würde jedenfalls gut auf sie aufpassen, wenn er ihr Freund wäre…
Nach der Misswahl, sind sie endlich am Ende des „Sweetest Lovers Contest“ angekommen und warten gespannt ab, bis die Zuschauer ihre Stimmen abgeben haben. Die bunten Balken auf dem Bildschirm zeigen die aktuelle Zählung an und Gajeel und Levy sind ziemlich weit vorne. Mal liegen sie mit dem Zweitplatzierten auf selber Höhe, mal überholen sie ihn und kommen dem Limit des Erstplatzierten gefährlich nahe. Im Endeffekt haben sie ihn überholt und der Veranstalter brüllt ihre Namen, sowie viele Glückwünsche durch das Mikrofon.  
„Ein verdienter Sieg! Hoch lebe unser Traumpaar!“, fordert er die Zuschauermenge auf ihren Beifall zu spenden, doch das war nicht mehr nötig. Die Menge hat schon mit dem jubeln angefangen als der Balken sich gerade festgelegt und die Zählung abgeschlossen war. Dabei meint Levy das Jubelgeschrei ihrer Freunde aus Fairy Tail am lautesten zu hören.
„Ich hab doch schon immer gesagt dass sie gut zusammen passen!“, jubelt Mirajane und steckt alle umstehenden mit ihrer Laune an. Außer Jet und Droy, die sich jeweils auf die frei gewordenen Stühle setzten um ihren Schock zu überwinden. Selbst Lily, der von Gajeel noch eine genauere Aufklärung verlangen wird, freut sich fürs Erste.
„Juhu!! Wir haben’s wirklich geschafft!!“, jubelt Levy auf, nachdem sie vom Veranstalter einen bunten Blumenstrauß überreicht bekommen hat und springt Gajeel um den Hals. Dieser taumelt bei der Wucht ihres Aufpralls leicht nach hinten und hält sie fest, da sie ja nun einige Zentimeter über dem Boden hängt. „Hast du denn daran gezweifelt?“, fragt er sie selbstsicher grinsend, dabei hatte er zwischendurch seine Zweifel gehabt ob sie das wirklich gewinnen konnten. Und ja, sie konnten.
Aus irgendeinem Grund hat er das Gefühl, alles Mögliche mit dieser einen Frau schaffen zu können. Sei es, so einen abwegigen Contest zu gewinnen, oder sich gemeinsam gegen zwei von Grimoire Heart zu behaupten. Mit ihr an seiner Seite, könnte er alles schaffen.
Doch es ist nur ein Traum, aus dem er aufwachen wird, sobald der Contest beendet ist.
Sie würde ihre Karten bekommen und sie würden ihre Zweckverbindung lösen. Er würde sie aus dem Hintergrund weiterhin beschützen und über seine Gedanken und Gefühle schweigen. Es wäre alles wieder beim Alten.
Eine seltsame Kälte, ergreift von ihm besitzt und am liebsten würde er sie jetzt nicht los lassen. Doch im nächsten Moment wird er dazu gezwungen, da der Ansager noch weitere Reden schwingt und ihnen noch die Tickets überreicht. Ein taubes Gefühl kriecht in ihm hoch und blendet die Jubelnde Menge um sie herum aus. Sein Blick fokussiert sich nur auf Levy, er genießt die letzten Momente als „Paar“ und verankert sie fest in seiner Erinnerung.
Denn es ist bereits Vergangenheit.


Die Sonne steht schon tief am Himmel und neigt sich immer mehr zum Horizont. Die aufkommende Abendröte taucht alles in goldenes und rotes Licht, malt lange Schatten auf die Wände und Straßen der Stadt.
Schweigend gehen Gajeel und Levy nebeneinander her. Gajeel hat seine Hände tief in seinen Hosentaschen vergraben und linst immer wieder zu Levy, die neben ihm auf einer kniehohen Steinmauer, die den Park eingrenzt, dahinstolziert. In ihren Händen hat sie ein kleines Bild, das man von ihnen beiden als Paar gemacht hat. Ihr Blick liegt nachdenklich darauf, während ein leichter Rotschimmer ihre Nase ziert und ein seichtes Lächeln ihre Lippen umspielt.
Als der offizielle Teil des Contests endlich vorbei war, wurden nach ihnen noch mal alle Pärchen vorgeführt, ehe man sie tatsächlich von der Bühne entlassen wollte. Während die Zuschauer den anderen noch zujubelte und eifrig Beifall spendete, haben sie, oder genauer gesagt Levy, ihre Chance ergriffen. Sie hatte Gajeel einfach an der Hand gepackt und ihn die Treppe hinter dem Vorhang hinunter gezogen.
Es kam einer Flucht gleich, als sie Händchenhalten im Park verschwanden und die Bühne hinter sich ließen. Die Stimmen und Rufe der Zuschauer wurden immer leiser und waren, nachdem sie den Park auf der anderen Seite wieder verlassen haben, vollständig verklungen. Eine ganze Zeitlang waren sie dann noch Händchenhalten weiter gegangen, bis es ihnen aufgefallen ist und sie verlegen und deutlich rot im Gesicht auseinander stoben.
„Wolltest du sie nicht aufklären?“, bricht Gajeel dann die Stille und erinnert Levy an ihr vorhaben, nach dem Contest ihren Freunden die wahre Geschichte zu erzählen. Levys Blick liegt nun deutlich verlegen aber zugleich auch traurig auf dem Foto in ihren Händen. „Mh… ich denke, ich lasse sie doch noch etwas schmoren…“, erklärt sie dann, während sie ihn gezwungen anlächelt. Sie will noch nicht dass es vorbei ist… vielleicht ist das der Grund, der sie zu dieser Flucht gedrängt hat. Sie hat das Gefühl, dass sie etwas versäumt hätte, wenn sie dort geblieben und auf ihre Freunde getroffen wäre. Sie will nicht, dass dieser Tag so ein Ende nimmt. Ihr Blick liegt mit einem sanften Ausdruck auf dem Bild ehe sie verträumt lächelt.
„Willst du das etwa aufheben?“, fragt er sie nun und seine Stimme klingt wie immer harsch und unterkühlt. „Ja, warum denn nicht? Ich finde es süß…“, antwortet sie erst überrascht und dann verträumt. „Die Jury hat recht… wir sind zwar ein seltsames… aber auch niedliches Paar…“, wiederholt sie die Worte der Jury und wird dabei deutlich rot im Gesicht.
„Pah… niedlich… die haben doch keine Ahnung!“, murrt Gajeel neben ihr und wendet seinen Blick von ihrer Erscheinung ab. „Dann wirst du es also wegwerfen?“, hackt sie mit enttäuschter Stimme nach. Gajeel kann nicht beurteilen ob sie tatsächlich niedergeschlagen deswegen ist, oder ob sie nur so tut. „Ja vermutlich… ist immerhin nicht echt…“, antwortet er ihr und verschränkt die Arme vor der Brust während er seinen Kopf auf die Seite wendet um ihr bloß nicht ins Gesicht sehen zu müssen.
„Ach… und warum passt du dann so sorgsam darauf auf?“, kichert sie und linst auf seine Brusttasche am Shirt, wo eine Ecke des Bildes, da jeder von ihnen einen Abzug bekommen hat, hervorblitzt. „Äh… ich zeig´s vorher Lily… vielleicht“, antwortet er ertappt und starrt krampfhaft in die entgegengesetzte Richtung.
„Puh… nun ist es also vorbei was?“, seufzt Levy nach einer Weile des Schweigens um überhaupt etwas zu sagen und spürt Gajeels Blick auf sich ruhen. Dass er nichts dazu sagt, verunsichert sie. Sie hatte gehofft mit dieser Frage irgendeine Reaktion bei ihm zu erzielen und ihn dann einschätzen zu können. Sie weiß nicht woran sie bei ihm ist, er ist ein Buch mit Sieben Siegeln… aber vermutlich ist er sogar froh dass dieses Theater endlich ein Ende hat. Als sie ihn verstohlen anlinst, bemerkt sie allerdings diesen nachdenklichen Ausdruck in seinen Zügen, doch genau kann sie es nicht definieren da sein Blick starr den Weg vor ihnen folgt.
„Der Tag… war ganz schön verrückt, nicht?“, setzt sie abermals nach um die Stille zu brechen, während sie stehen bleibt und Gajeel schüchtern ansieht. Als er ihren Halt bemerkt, bleibt er ebenfalls stehen und schaut zögernd zu ihr auf. „Ja… kann man wohl sagen“, antwortet er ihr, während er den vergangenen Tag Revue passieren lässt und seicht lächelt. Als er zu ihr aufsieht, wird er von ihrem Blick gebannt. Etwas Sehnsüchtiges liegt in ihren schönen braunen Augen und er wird das Gefühl nicht los, dass sie ihm irgendetwas sagen will, hat aber nicht vor nachzufragen.
„Ähm also… auch wenn es nur gespielt war… der Tag mit dir… hat mir wirklich Spaß gemacht…“, bringt sie mit zitternder Stimme hervor, während sich ihre Wangen noch dunkler färben und sie ihren Blick schüchtern senkt. „Auch wenn du manchmal… ziemlich gemein sein kannst…“, hängt sie ihren Worten an und schaut unsicher zu ihm auf. Was sie da in seinen Augen sieht, vermag sie nicht zu deuten, aber sie hat das Gefühl innerlich zu erstarren.
Gajeels Blick liegt überrascht auf ihrem Antlitz und im ersten Moment, weiß er gar nicht was er sagen soll. „W… war ganz witzig…“, bringt er, nachdem er sich selbst einen imaginären Arschritt verpasst hat, hervor, wendet seinen Blick ab und kratzt sich verlegen am Hinterkopf.
Levy ist glücklich so etwas von ihm zu hören. Sie weiß, dass er nicht gut mit Worten ist und da ist diese Antwort schon das höchste der Gefühle. Sie kann sich also durchaus etwas darauf einbilden. Ein sanftes und andauerndes Lächeln liegt in ihren Zügen und mit einem Mal fällt ihr etwas Wichtiges ein. Nämlich der Auslöser für diesen verrückten Tag!
„Ach ja…“, beginnt sie und fängt an, in ihrer Tasche zu kramen. „Hier, deine Tickets“, hält sie ihm die zwei Tickets für das Romantik Wochenende im Akane Resort hin. Gajeel starrt darauf und zieht eine Augenbraue nach oben, ehe er sie fragend anschaut. „Meine?“, gibt er von sich und Levy schaut ihn darauf leicht irritiert an. „Ich dachte… du wolltest sie unbedingt haben? Dafür hast du dich doch so… ins Zeug gelegt, oder?“, verdeutlicht Levy, verwirrt ihre Annahme und Gajeels Gesichtszüge entgleisen.
„Was?! Nein! Was soll ich denn damit?!“, fährt er auf. Mal abgesehen davon, dass er nicht gerade der Romantiker schlechthin ist, würde ihm der zweite Part dazu fehlen, der es Sinnvoll machen würde, überhaupt auf ein Romantik Wochenende zu fahren. „Du bist doch wie auf Wolken davon geschwebt, als du von den Tickets gehört hast!“, stellt Gajeel den Sachverhalt richtig und zeigt mit dem Finger auf sie. „N… nein! Ich hab mich doch nur so gewundert! Ich war noch nie im Akane Resort und will da unbedingt mal hin, daher…“, erklärt sie und bricht ihren Redeschwall ab, als ihr ein Licht aufgeht.
Verdutzt starren sie einander an, ehe sie sich schüchtern anlächeln. Sie haben beide versucht, dem jeweils anderen einen Gefallen zu tun und haben es nicht mal bemerkt. Gajeel ist von Levys Spontanität, alles Mögliche mit ihm durchzustehen, nur um ihm einen vermeintlichen Gefallen zu tun, tief beeindruckt. Levy findet es einfach nur aufmerksam und süß von ihm, dass er sich nur für sie, durch die ganze Aktion gequält hat.
„Dann nimm die Karten und fahr da hin… ist bestimmt Sehenswert“, hebt Gajeel seine Stimme, schiebt Levys Hand mit den Karten in ihre Richtung zurück und überlässt sie ihr, so wie es von Anfang an aus seiner Sicht geplant war. „Aber das ist nicht fair!“, begehrt Levy auf und schaut ihn eindringlich an. Immerhin hat er sich so dafür angestrengt und sie würde sich nicht gut fühlen beide Karten zu nehmen, zumal sie ja denselben Gedanken hatte wie er. Sie haben sie sich Beide wohl verdient.
„W…warst du schon mal im Akane Resort?“, fragt sie ihn dann aus heiterem Himmel und mit bebender Stimme. „Nein“, antwortet er schlicht und hält ihr die Hand hin, als er bemerkt dass sie von der Mauer steigen will. Mit einem lächeln legt sie ihre Hand in seine, hopst von der Mauer herunter und bleibt neben ihm stehen.
„Dann… wäre es doch witzig… wenn wir zusammen hinfahren… oder?“, bringst sie stotternd hervor und schaut mit deutlich roten Wangen zu ihm auf. Gajeel schaut sie perplex und unschlüssig an. Er ist sicht nicht sicher ob Levy sich im Klaren ist, was sie ihm da vorschlägt. Naiv wie sie ist, hat sie bestimmt nicht daran gedacht „was“ ein Romantik Wochenende beinhaltet. Ein Zimmer mit getrennten Betten wird dort bestimmt nicht gebucht sein.
„Dir ist schon klar das die Tickets für ein Romantik-Wochenende sind oder?“, hackt er kurzerhand nach. Levys Hand, zuckt in seiner, da sie ihn noch nicht losgelassen hat. „Ich bin sicher die haben im Zimmer eine Couch stehen…“, antwortet sie nach einer Weile und schaut mit einem seltsamen Blick zu ihm auf. Ihre Augen glänzen und Gajeel meint, so etwas wie Sehnsucht darin zu sehen.
„Von mir aus…“, sagt er zu und beobachtet ihre Reaktion. Ihre Augen weiten sich kurz, strahlen ihn dann jedoch an, während sich ein Lächeln auf ihre sinnlichen Lippen legt. Gajeel muss gestehen, er mag es, sie lächeln zu sehen. „Haben die da auch eine Geisterbahn? War ziemlich witzig mit dir da drin“, fragt er sie dann, um von seiner aufkommenden Verlegenheit abzulenken.
Levy, drückt kurz seine Hand und wird um eines röter im Gesicht. „Da gehen wir aber nur rein… wenn… du meine Hand nicht los lässt…“, flüstert sie, während sie verliebt zu ihm aufsieht und seinen Blick gefangen nimmt. Gajeel weiß im ersten Moment nicht was er sagen soll. Sie ist so wunderschön und ihre Verlegenheit bringt sein Herz immer wieder zum rasen. Die untergehende Sonne, lässt ihr Antlitz golden und magisch erstrahlen. Als wäre sie ein Wesen aus einer anderen, traumhaften Welt. „Niemals…“, antwortet er ihr nach einer Weile, ehe er ihre Hand anhebt und einen Kuss auf ihren Handrücken haucht.
Levy klopft das Herz bis zum Hals, und wohlige Schauer fallen über sie her, als er sie über ihren Handrücken hinweg ansieht. Sein Blick scheint sie gefangen zu nehmen, so tief dringt er in ihre Augen ein. Sie meint, er würde ihr bis zum Boden ihrer Seele blicken. Es ist vollkommen still um sie herum, lediglich ein paar Vögel lassen ihren abendlichen Gesang erklingen, während die Sonne immer tiefer gen Horizont sinkt.
„D…das wäre der richtige Moment… für einen ersten Kuss…“, flüstert Levy und macht auf ihre Umgebung aufmerksam. Gajeel lächelt bei ihrem Hinweis und erinnert sich zwangsläufig an diesen Unfall in der Gondel des Riesenrads. „Wenn du das sagst…“, erwidert er, ehe er sich zu ihr runter bückt und seine Hand in ihren Nacken legt.


Ende
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Puh… ganz schön lang geworden… dabei hatte ich erst nur eine kleine Szene im Kopf. ^-^ Aber wie das bei mir eben so ist… da kommt eins zum andern… und dann beginnt die Geschichte, sich selbst zu schreiben und dann kommt so was dabei raus ^-^
Mh…. Irgendwie war ich mit den blanken Ideen und Notizen etwas mehr zufrieden… das Ende ist mir nicht so ganz Astrein gelungen wie ich wollte… obwohl es mir in dieser Form auch gefällt… aber es hätte noch ein Schuss mehr „fluff“ reingehört. *kritisier* Leider fürchte ich auch, dass so mancher Charakter OoC geworden ist… *grummel* Da ist es wohl leider wieder mal mit mir durchgegangen. *seufz*
Ich bemühe mich, dass es beim nächsten Mal besser wird! ^-^ Vielleicht sollte ich wohl doch lieber eher bei Dramatischen Inhalten bleiben… *drop*
Ich hoffe es hat trotzdem gefallen, vielen Dank fürs Lesen und dann mal bis zur nächsten FF!
Eure Rave
 
 
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