The new Wonderland-Patient

von Eissaphir
GeschichteAllgemein / P16
11.07.2012
11.07.2012
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11.07.2012 1.948
 
Also, erstmal danke, dass ihr diese FF zu 'Alice Madness Returns' lest!
Wenn mir irgendwann noch ein  besserer Titel einfällt werde ic ihn noch ändern.
Ihr könntet mir ja helfen ein passendes Genre für die Story zu finden.
Ich bin mir nicht sicher ob es Horror oder Fantasy oder Thriller oder was auch immer ist.
Und auch bei den zwei Zeichen auf den Wunderland-Kleidern von Alice bin ich mir nicht sicher.
Wie heißen die?
Aber bevor ihr anfangen könnt zu lesen,
möchte ich euch ein paar wichtige Informationen geben:
- Es gibt Spoiler für das komplette Alice Madness Returns-Spiel!
- Man kann die Story auch verstehen ohne das Spiel gespielt zu haben-
 es wäre aber trotzdem nicht schlecht die Story zu kennen-
 ihr könnt ja mal grob über Wikipedia o. Ä. fliegen,
 dass reicht schon - eventuell reicht es auch 'American McGee's Alice' gespielt zu haben-
 aber das kann ich nicht beurteilen, da ich den ersten Teil nicht gespielt habe!
- 'Alice Madness Returns' habe ich nicht selber gespielt-
 sondern mir lediglich ein 'Let's Play' angeguckt - bedeutet wenn ich irgendwelche Fehler mache,
 macht mich darauf aufmerksam!
- Meine Inspiration war die FF 'Back to Wonderland - Help from Lyra'
 von KariundKukis FFs (Kari - chan und BrokenWings X3) !


Und jetzt viel Spaß beim lesen :)


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„Komm schon, Alice, es ist nur ein Traum“, redet Dr. Bumby, mein Psychiater, auf mich ein.

Doch ich muss ihm wiedersprechen: „Es ist kein Traum, sondern... eine Erinnerung.
Und sie macht mich ganz krank!“

„Vergiss es. Und jetzt: Konzentration. Warte... Du schwebst wieder. Schwerelos...
Eine Chiffre... Entspann dich“, sagt er.

Qualvoll erinnere ich mich. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schwebende Fische und Spielkarten.

Doch dann verändert sich das Bild:
Ich sehe eine Truppe kämpfender Armeen.

Und dahinter sitzt die rote Königin auf ihrem Thron vor einem hell leuchtenden Feuer.

Ich schreie voller Angst: „Feuer! Ich bin in der Hölle!“

Aber der Doktor bleibt ruhig: „Vergiss das! Gib diese Erinnerung auf. Sie ist unproduktiv.“

Vier Säulen, die um die Herzkönigin herumstanden fangen an umzukippen und sie reißt ihren Mund auf.

Durch ihren Hals gelange ich vor den Kopf des Hutmachers, der mir wiederrum Einlass in seinen Mund gewährt.

„Lass es. Geh... ins Wunderland“, befiehlt mir der Psychiater.

Durch meinen eigenen Mund gelange ich zu einer Puppe ohne Augen in einem Rollstuhl,
der von einem Zentaur geschoben wird.

„Ich kann nicht. Ich bin gefangen... im Früher“, flüstere ich.

Auf einmal fängt der Rollstuhl samt Puppe an zu brennen und der Zentaur bäumt sich erschrocken auf.

Plötzlich wechselt die Erinnerung und ich sehe mich selber als kleines Kind mit meinem Stoffhasen, dem ein Knopfauge fehlt, im Arm.

Dann färbt sich alles leicht rot als würde vor mir ein riesiges Feuer toben.

Verschwommen erkenne ich mehrere Leute die Sachen sagen wie:
„Sergeant, das Mädchen hat schwere Verbrennungen. Rufen sie einen Arzt!“ oder
„Wird sie wieder gesund?“

Hinter den Menschen tauchen Leute mit komischen Gesichtern auf.

Einer mit einem Kopf eines Stieres, der andere mit dem einer Uhr.

Dann sehe ich es ganz klar vor mir:
Unser brennendes Haus und meine Eltern und meine Schwester, Lizzie, die mir winken.

Doch dann höre ich wieder Dr. Bumby‘s Stimme: „Nein, Alice! Lösche diese Wahnvorstellungen. Vergiss es. Geh ins Wunderland.“

Große Fluten löschen das Feuer und das brennende Haus und meine Familie verschwinden.

Aus den Wellen wird ein Fluss und ich befinde mich im Wunderland.

Bäume stehen am Land, durch deren Blätter Sonnenlicht fällt.

Und im Gras liegen große Würfel.

Aber ich spreche dagegen: „Lieber nicht, Doktor. Mein Wunderland liegt in Trümmern. Für mich ist es tot.“

Doch mein Psychiater gibt sich damit nicht zufrieden: „Deine Präferenzen sind unerheblich, Fräulein. Also, Alice, wo bist du?“

Da schiebt sich eine Seerose in mein Blickfeld.

Darauf sitzen der weiße Hase und ich.

Er trägt wie immer seinen schwarzen Zylinder mit einem, aus rotem Stoff bestehendem, Band und zwei Löchern für die Ohren.

Er trägt eine hellbraune Weste mit zwei weißen, dreieckigen Knöpfen mit einem violetten Schal und einem weißen Kragen.

Sein rotes Jackett scheint aus dem selben Material zu sein wie der Streifen am Hut.

Seine Hände sind umhüllt von schwarzen Handschuhen, aus welchen nur seine Krallen hervorschauen.

Der untere Teil seiner Beine ist in weißem Stoff mit schwarzen Knöpfen versteckt.

Und ich sitze in meinem gewöhnlichen Wunderland-Kleid da.

Es ist blau mit zwei Taschen mit Zeichen auf jeweils einer Seite meiner weißen Schürze.

Und um meinen Hals liegt eine Kette mit einem Anhänger, der ein umgedrehtes Hufeisen darstellt.

„Ich segle. Mit einem Freund! Hmmm - Es ist irgendwie anders. Alles hat sich verändert“, antworte ich dem Doktor.

Neben uns flattert ein blauer Schmetterling mit dem Körper einer Schraube.

Erschrocken halte ich die Hand vor mein Gesicht.

„Veränderung ist gut. Das erste Glied in der Kette des Vergessens“, redet Dr. Bumby weiter auf mich ein.

Aber ich höre ihm kaum zu.

Zu sehr erschreckt mich, was ich da vor mir sehe.

Das linke Auge des Hasens wird größer und wieder kleiner und sein Mund öffnet sich immer weiter.

Ängstlich frage ich: „Was ist hier los? Verrückt geworden?“

Sorgenvoll strecke ich die Hand ohne die Teetasse nach ihm aus.

Doch der Doktor denkt ich hätte ihm die Frage gestellt und antwortet: „Ich bin nicht verrückt!“

Ich frage noch einmal: „Kaninchen?“

Dr. Bumby redet dazwischen: „Das ist nicht richtig. Was macht es da?“

Auf einmal quillt Blut aus dem Hals des Hasen und sein Kopf legt sich auf die Seite.

Ich möchte wissen: „Stimmt was nicht?“

Sein linkes Auge springt aus der Augenhöhle und das Kaninchen sagt: „Ob was nicht stimmt? Naaa klaaaaar...“

Plötzlich reißt der Kopf  von ihm ab und das Blut spritzt nach oben und auf mich.

Entgeistert schreie ich: „Oh nein, nur das nicht!“

Und ein Teil des Blutes verwandelt sich in schwarzen Verfall, welcher ebenfalls auf mich tropft und auch in den Fluss läuft.

„Wehr dich nicht, Alice, lass das neue Wunderland entstehen“, erwartet Dr. Bumby.

Da färbt sich der Himmel orange-gelb, die Bäume sehen leicht aus wie Fleisch und der See besteht aus dem Verfall.

Puppenhände strecken sich aus dem Fluss hervor und eine Welle aus Verfall mit Puppenköpfen ohne Augen und den gleichen Händen wie im See ergießt sich darüber.

Dann spritzt nur noch Verfall aus dem Rachen des Hasen und ich erkenne eine weiße Schleife mit einem Totenschädel an dem Rücken meines Kleides.

Ich habe die Tasse fallen lassen und mir schützend die Hände vors Gesicht gehalten.

Hilflos und panisch rufe ich: „Schmutz! Verderben! Es bringt mich um. Das Wunderland ist zerstört. Mein Verstand eine Ruine.“
Die Überreste des Kaninchens gehen in einem Strudel aus dem Fluss unter und die Puppenhände zerfleischen mein Gesicht bis keine Haut sondern nur noch Muskeln übrig bleiben.

„Vergiss, Alice. Verdränge diesen Traum! Erwache“, verlangt der Doktor, an den ich gar nicht gedacht hatte.

Schmerzvoll bringe ich nur noch einen Laut im Wunderland heraus: „Aaaargh!“

Dann gehe ich im schwarzen Fluss des Verderbens unter.

Ich finde mich wieder auf einem roten Stuhl in einer Therapie-Stunde wieder.

Der Holzboden ist nach all der Zeit seit dem er verlegt wurde schon leicht fahl und die grüne, mit weißen Mustern versehene, Tapete ist an einigen Stellen eingerissen.

An der Wand steht ein Bücherregal in dem einige Fächer noch leer sind und auf dem Schrank steht eine kleine weiße Vase.

Auf dem Boden stehen ein Globus und eine Truhe deren Inhalt mir unbekannt ist.

Durch mehrere Fenster mit roten Samt-Vorhängen fällt Licht in dem man den Staub des Zimmers besser sieht.

Neben einem Fenster steht noch ein kleiner Schrank auf der eine große, weiße Vase trohnt auf der eine pinke Blume gemalt war.

Daneben ist eine Standuhr.

Auf der anderen Seite des Zimmers befindet sich noch ein Schrank, etwas größer als der andere, mit einer kleinen Kiste und einer roten Vase.

Und an einen Schreibtisch gelehnt, steht Dr. Bumby der, wie immer, denkt die Welt sei perfekt und ruhig fragt: „So, Alice. Es geht uns besser, oder?“

Ich öffne die Augen und stellte mit Schmerz in der Stimme klar: „Mein Kopf explodiert und in meiner Brust schlägt eine Dampframme.“

Er hat braune Augen, dunkelbraunes Haar, eine runde Brille und einen Bart.

Er trägt ein weißes Hemd mit Kragen, eine hellgrüne Weste mit vier weißen Knöpfen, eine rote Krawatte, eine braun-schwarze Hose und  schwarze Schuhe.

Ich habe ein Kleid an, dessen Ärmel mir bis kurz unter den Ellenbogen gehen und schwarz-weiß gestreift sind.

Der untere Teil des Kleides ist komplett schwarz und hört an den Knien auf.

Wie bei meinem Wunderland-Kleid hat es am Rücken eine große, weiße Schleife.

Allerdings keinen Toten kopf.

Über dem Kleid ist eine weiße Schürze die unterhalb der Schleife nah des Randes ein schwarz-weißes Quadrat-Muster hat.

Meine Strumofhose ist schwarz und ich habe schwarze Schuhe mit großen, leicht rechteckigen Schnallen.

Ich halte  mir die Hand an die Stirn, setze mich auf und schließe nochmal die Augen um mich zu sammeln.

Aber Dr. Bumby spricht einfach weiter: „Nun ja, das Vergessen fordert seinen Tribut.“

Ich nehme meine Hand von der Stirn und öffne meine Augen wieder.

Aufgewühlt sage ich: „Von meinen Erinnerungen wird mir übel. Was kann ich...“

„Erinnere dich an andere Dinge“, flößt er mir unerbittlich ein und geht zu der Standuhr ans Fenster.

Aber leicht verzweifelt sage ich: „Aber ich will vergessen! Wer will denn allein sein, gefangen in den Trümmern seiner Erinnerungen?“

Er verspricht mir: „Ich werde dich befreien, Alice. Oft genug ist das Gedächtnis mehr Fluch als Segen.“

Der Doktor setzt sich auf einen Sessel gegenüber von mir.

Leicht verärgert werfe ich ein: „Das sagten sie bereits. Ziemlich oft. Und...“

Doch er fällt mir ins Wort: „Und ich sage es erneut: Für die Vergangenheit muss man zahlen. Also, vor unserer nächsten Sitzung besorgst du diese Pillen in der High-Street-Apotheke.“

Mich sträubend sage ich: „Natürlich, Doktor.“

Ich stehe von dem Sessel auf und gehe zur Tür.

Doch als ich diese öffne, steht nicht, wie immer, ein kleiner Junge namens Charlie, mit dunkelblonden Haaren und schäbigen Klamotten, davor.

Sondern ein Mädchen, dass ungefähr in meinem Alter sein müsste.

Sie hat dunkelbraune Augen, die schwarz aussehen, bei denen man aber feststellen kann, dass sie dunkelbraun sind, wenn man sie ganz genau betrachtet.

Ihre Haare sind dunkelrot und leicht gelockt.

Das Mädchen trägt ebenfalls ein Kleid.

Ihres ist ähnlich wie mein eigenes.

Ihr Kleid ist in der oberen Hälfte ebenfalls gestreift.

Allerdings in dunkelgrau-weiß.
Die Schürze die sie umhat, ist etwas weißer als meine und hat keine Muster oder jegliche andere Verziehrungen.

Ihre Schleife ist genauso wie meine: Groß und weiß.

Unterhalb der Schleife ist ihr Kleid dunkelgrau, ihre Strumpfhose weiß und sie hat die selben Schuhe wie ich.

Ihre Sachen scheinen neuer zu sein als meine.

Kein Wunder.

Ich habe seit Ewigkeiten kein neues Kleid mehr bekommen.

„Alice, das ist Selena Riddle. Sie ist eine neue Patientin und nur so alt wie du“, stellte der Doktor sie vor, „Ihre Therapie-Stunde ist nun immer direkt nach deiner, da Charlie bereits geheilt werden konnte.“

Ich nicke und gehe raus.

Schade eigentlich.

Charlie war immer der Einzige gewesen, der nett zu mir gewesen war.

Doch bevor der Doktor die Tür zumacht wandte er sich nochmal mir zu: „Ach, Alice. Selena wird zu dir ins Zimmer kommen. Dann kannst du ihr ja das Haus zeigen. Das stört dich doch nicht, oder?“

Noch bevor ich zu einer Antwort ansetzen kann lässt er die Tür ins Schloss fallen.

Also gehe ich auf mein Zimmer, höre mir zwischendurch Beleidigungen meiner Mit-Patienten an, die über mich reden als wäre ich gar nicht da, und warte auf Selena.


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*Kuchen und Kakao für liebe Reviewer/innen hinstell*
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