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Blue on Deeper Blue

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Krimi / P16 / Gen
10.07.2012
22.07.2012
6
5.179
1
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3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.07.2012 784
 
(vorletztes chappy, dann wär des auch geschafft ggI)


Greg kramte in seiner Tasche. Ein kurzer Blick aufs Display und er hob ab. „Sam, wo sind sie? Wir brauchen sie hier!“
„Boss, meine Schwester. Und Spike. Sie stecken in Schwierigkeiten. Geben sie Winnie durch, sie soll die Adresse von einem David Fleming raussuchen.“
„Kommt sofort. Unterdessen erzählen sie mir, was sie wissen.“

Keine halbe Minute später, gab Winnie die Adresse und Daten durch. Greg leitete sie weiter an Sam. Seine Tonlage klang besorgt und bestimmend zugleich. „Sam, sie warten vor Ort auf Unterstützung. Ich bin schon unterwegs zum Wagen. Hören sie mich?“
„Boss.“ Dann war die Leitung tot.
„Machen sie bloß nichts Unüberlegtes.“, seufzte Greg ins Telefon. Dann sackten seine Knie zusammen und er hielt sich beide Hände an den Kopf. In seinem Ohr konnte er ein leises Pfeifen hören. Erst jetzt realisierte er die Situation. „Eddie? Raf, Jules. Meldet euch!“


Sam hielt den Wagen ein Stück von dem Haus entfernt. Er wollte kurz inne halten und überlegen, ob er auf Verstärkung warten sollte. Doch sein Körper agierte ohne ihn. Er stieg aus und näherte sich der Eingangstüre.

Die Waffe im Anschlag, schlüpfte er in die Wohnung und sah sich aufmerksam um. Das Untergeschoss war leer. Doch die Stimmen waren deutlich zu hören. Er richtete seine Waffe und seine Augen gleichzeitig nach oben. Für eine Millisekunde herrschte absolute Stille im Haus. Hatten sie ihn gehört? Sam war sich nicht sicher, ob es nicht doch nur eine Einbildung gewesen war. Vorsichtig näherte er sich der Treppe. Leise brauchte er nicht mehr sein. Immer lauter schrieen die Stimmen durcheinander.
Sam hörte wie die Worte Explosion  und Polizistenmörder  fielen. Er erreichte die letzte Treppe an der auch Spike schon gestanden haben musste, und lugte in den Raum. Als sein Blick Spikes Gesicht traf, erstarrte Sam. Er kannte diesen Ausdruck in den Augen seines Kollegen. Es war derselbe, wie damals als Lou von ihnen gegangen war.
Instinktiv wollte er umdrehen, nach unten laufen, nach seinen Kollegen rufen. Er griff zu seinem Ohr. Kein Headset. Er hatte es im Auto gelassen, als er zu seinem Appartement marschiert war. Sam schluckte.
In seinem Kopf wurde es leer. Er wollte nicht darüber nachdenken, was womöglich passiert war und das er sein Team im Stich gelassen hatte. Jetzt ging es nur noch darum zu handeln. Er analysierte die Situation vor sich.
Würde er mit einem Satz in den Raum hechten, würde seine Schwester Gefahr laufen in die Schusslinie zu geraten.
Abwarten war auch keine Option. Spike schien fassungslos und apathisch. Gefesselt. David redete auf seinen Kollegen ein und versuchte ihn zum Handeln zu bewegen. Doch nichts geschah. Sam fragte sich, wie lange es wohl dauern würde bis David zu Natalie als Erpressungsmit… Sam starrte das Blut an. Es war viel Blut. Also hatte David seine Hemmschwelle längst überschritten.
Jetzt konnte der Blondschopf nicht länger zögern.


Raf war voran gegangen und hatte das C4 schnell erblickt. Im Augenblick der Explosion konnte er gerade noch eine Tür zwischen sein Team und dem C4 ziehen.
Als sich das stark reduzierte Team wieder gefangen hatte, erreichte Team Vier die Asservatenkammer. Da sie eine Verfolgung ihrer GPS-Sender vermuteten, schalteten sie einen Störsender hinzu. Die Verhaftung von Davids Kumpels verlief ohne Team One. Sie waren bereits wieder unterwegs.

Gregs Hände zitterten nach wie vor. Immer wieder fuhr er sich mit seinen Händen über die Glatze, während seine Finger erneut über das Display glitten.
Lange konnte es nicht mehr dauern. Dann sollten sie bei der Adresse von David Fleming sein. Was sie dort erwartet, konnte er nicht wissen. Ihr Hintergrundwissen durch die Recherchen erklärte zwar den Einbruch in die Asservatenkammer, die Entführung von Sams Schwester, von Spike. Doch er konnte Sam nicht mehr erreichen.
„Er wartet nicht.“, murmelte Greg mehr zu sich selbst.
Ed lenkte in die nächste Straße ein, hinter ihm folgten Jules und Raf. „Wir sind gleich am Ziel.“, gab er durchs Headset.
     

Sam nahm seine MP in den Anschlag, atmete ein letztes Mal ein und trat dann in den Raum. Schreiend. „SRU. Polizei. Nimm die Hände hoch, David!“ Er fokussierte sein Gegenüber, während er betete dass seine Schwester sich nicht bewegte und in die Schusslinie geriet. „Es ist aus.“
David schien für einen kurzen Moment mehr als irritiert. Spike ergriff die Chance und verpasste ihm einen Kick in die Kniekehle. Sofort sackte David zusammen.
Sam lief um den Tisch herum und richtete seine Waffe nach unten um David sofort im Visier zu haben. Doch als Sam bei Spike und David ankam, blieb er versteinert stehen. David war nicht unbeholfen. Seine Waffe zielte nun genau auf Sams Kopf. Sams Waffe auf Davids Brustkorb. Keiner im Raum bewegte sich.
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