Die Liebe, die ein Pokemon seinem Trainer gibt

GeschichteHorror, Tragödie / P18
Professor Eich
07.07.2012
12.06.2019
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Der Gameboy ist meine Lichtquelle, während ich da saß und auf den Bildschirm starrte. Noch wollte ich nicht schlafen gehen, denn Morgen hätte ich auf eine Beerdigung gehen müssen. Ein Lächeln bildete sich über meine Lippen, als ich mein Pokémon sah, ein Karnimani auf Level fünf.

„Zeig mal her!”, meinte Tommy, mein Kumpel und riss mir den Gameboy aus der Hand. Er sah sich alles genau an und meinte dann: „Pff!”, als wäre er nicht beeindruckt. Abfällig blickte er mich an und meinte: „Dein schwaches Karnimani ist ja der Oberwitz!” Er sprach davon, dass sein Karnimani ein Shiny war und das dies besser wäre, als alles andere auf dieser Welt.

„Ich dachte, du schläfst schon! Zeig mir doch mal dein Karnimani, wenn es angeblich ein Shiny war!”, meinte ich, ebenfalls abfällig und er nahm seinen Gameboy in die Hand, schaltete ihn ein und wartete, bis das Intro vorbei war. Dann wählte er denn Spielstand und öffnete sein Team, nur um mir den Bildschirm vor die Nase zu halten.

„Schau doch selbst!”, sagte er mit einem ausgestreckten Arm, den Gameboy in der Hand haltend. Unbeeindruckt nahm ich ihn an mich und sah es mir an, es war tatsächlich ein Shiny Karnimani auf Level fünfzehn. Verdammt, er besaß Recht!

„Na und wenn schon! Mein Karnimani wird eines Tages Level 100 sein! Dann fordere ich dich heraus und zerquetsche dich!”, in meinem Kopf malte ich mir schon meinen Sieg aus. Mein Kumpel realisierte, dass ich die Wahrheit sagte und meinte, ich solle weiter träumen und wünschte mir eine gute Nacht, denn er würde schlafen.

Mir blieb nichts anderes übrig, als die ganze Nacht wach zu bleiben und mein Shiny Karnimani zu suchen, um ihn schlagen zu können. Da ich kein guter Verlierer war, blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Speicherstand zu löschen und von vorne zu starten. In meinen Augen war dies ein schwerer Schlag in meinen Magen, aber dies musste sein! Also schaltete ich meinen Gameboy aus, dann wieder ein und wartete, bis das Nintendo Logo, zusammen mit den anderen Dingen, verschwand. Dann war es soweit.

Select - Pfeiltaste Oben - Taste B

Dies war die Kombination, mit der ich das Spiel neu starten konnte. Also war dies wohl für mich kein Problem. Aber als eine bestimmte Frage kam, war ich mir unsicher. Diese lautete wie folgt:

》„Wollen Sie den Spielstand wirklich löschen?”《

Ein Ja / Nein Feld erschien. Ich wählte 》Ja《 aus, nachdem ich mit mir selbst gerungen habe. Schließlich war dies mein toller Speicherstand. Aber dies musste wohl sein. Einem zwölfjährigen Jungen fehlt diese Entscheidung schwer, schließlich sind dies die Freunde von einem und man hatte sie alle lieb gewonnen.

Der nächste Schritt, war es, einen neuen Spielstand zu wählen. 》Neues Spiel《 stand auf dem Bildschirm und da ich den ersten Teil bereits hinter mir besaß, konnte ich dies auch tun. Es war wieder Prof. Lind, welcher mich begrüßte. Er sprach sehr viel.

Dies nervte mich immer in diesen Spielen. Man kannte schon die Texte auswendig, aber trotzdem kamen sie immer wieder. „Willkommen in der Welt der Pokémon.”, las ich auf dem Bildschirm. Schnell überflog ich den Text und er meinte: „Dies hier ist ein Pokémon!”, ein kleines Pokèmon erschien. „Doch ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und studiere Pokémon!”, dann sagte er endlich, was ich lesen wollte. „Bist du ein Junge oder ein Mädchen?” Ein Junge, was sonst?

Dann musste ich den Namen auswählen und wählte „Brix” aus, da ich den Namen mochte. Brix war ein Chatakter aus Pokémon Rubin, Saphir, Smaragd. Dies war der eigentliche Name des Helden/Protagonisten. Dann wurde ich geschrumpft.

Wie immer erwachte meine Figur in eines der Häuser. Nun, es war mir klar, dass dies wohl sowas wie mein Zuhause war, denn es war immer so. Stets würde man Zuhause erwachen. Das Zimmer sah gut aus, aber mein Ziel war die Treppe. Also lief ich hinab und sah schon meine Mutter.

Diese meinte, ich solle zu Professor Lind, also lief ich los. Erneut sah ich die Verpackung des Spiels an und sah dann zu meinem Kumpel, weil ich einen Blick auf mir spürte, doch dieser schlief ruhig und schnarchte etwas. Aber ich hätte schwören können, dass ich einen Blick auf mir spürte.

Seltsam, dachte ich mir und sah wieder auf meinen Gameboy, auf dem ein Textfeld erschien: „Wähle dein Pokèmon!” Aber ich war doch noch gar nicht soweit, um eines zu wählen! Gespeichert hatte ich auch nicht!

Mein Ziel war es, immer wieder das Spiel auszuschalten und neu einzuschalten, bis ein Shiny Karnimani kam, aber irgendwie ... Verdammt, was sollte ich jetzt tun? Es brach mir immer das Herz, wenn ich neu starten müsse. Es blieb mir keine Wahl. Also wählte ich Karnimani und und der Professor sprach mich an.

Zusammengefasst meinte er, er müsse etwas austesten und ich würde ihm dabei helfen, denn er testete das Band der Freundschaft aus und wie es zur Entwicklung beitragen würde. Der Test beinhaltete, dass ich mein Pokémon „spazieren führen” würde und so.

Mit diesen Worten erschien mein Pokémon hinter mir oder war es schon da, als er mit mir redete? Er meinte, Pokémon in Pokébällen zu tragen wäre zwar angesagt, aber längst nichts Neues mehr. Mit diesen Worten erschien eine E-Mail, welche der Prof. Lind gleich mal las.

Dann meinte er, er habe keine Zeit, um sich die neuen Errungenschaften von Mr. Pokémon anzusehen. Darum bat er mich darum, dies für ihn zu tun. Also lief ich los, dann fiel mir wieder ein, was ich damit bezwecken wollte.

Damit sah ich mir mein Pokémon genauer an. Schwer seufzend schaltete ich den Gameboy aus. Es war eine Chance von 1 zu 1.000, ein Shiny zu bekommen. Was dachte ich mir dabei? Wie tat es mein Kumpel? Also schaltete ich es neu ein, als mir klar wurde, dass ich es nur wollen und es oft genug probieren müsse.

Meine Pokémon hatte ich lieb gewonnen, aber irgendwie fuckte es mich ab, dass ich es immer wieder neu starten musste. Bei 1.003 Versuchen war mein Pokémon noch immer stink normal, also schaltete ich es aus.

sein letztes Mal.”, flüsterte ich und betätigte erneut den Aus- und Anknopf. Dann wählte ich das Karnimani und tatsächlich, es klappte.

Ein Shiny Karnimani befand sich in meinem Team, und das nach 1.004 Versuchen. Überglücklich speicherte ich meinen Spielstand ungefähr ein Dutzend Mal und schaltete den Gameboy aus. Als ich auf die Uhr sah, war es bereits 3 Uhr 18 und begonnen hatte ich diesen Prozess um 10 Uhr 39.

Es war an der Zeit, schlafen zu gehen, doch Morgen würde ich es meinem Kumpel beweisen, dass er im Unrecht lag und ich eines besaß, ein Shiny Karnimani. Irgendwann gähnte ich ausgiebig und ging zu Bett.

Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh zu der Beerdigung, gleich nachdem ich wach wurde und frühstückte. Meine Oma, Gott habe selig, verstarb vor drei Tagen. Die Beerdigung war die reinste Katastrophe. Die Verwandten und ihre Familie weinten, nur ich nur blieb stehen.

Nach der Beerdigung fuhren wir nach Hause und mein Kumpel sagte im Auto: „Wie lange hast du gezockt, seitdem ich schlafen ging?”, als er mich gähnen sah.

Lässig erwiderte ich: „Ein paar Stunden, wieso?” und gähnte nochmal. Da schüttelte Tommy nur den Kopf. Er meinte, dass ich nur Gameboy spiele im Kopf besaß und mal abschalten sollte.

„Du hast doch nur Angst vor meinem Shiny Karnimani!”, ich streckte die Zunge aus und lächelte dann. Ich freute mich schon darauf, mein Karnimani zu trainieren. Er meinte:

„Cool! Du hast also eines? Zeig es mir nachher!”, also bog mein Vater mit dem Auto ein. Die restliche Zeit saßen wir im Auto und schwiegen, während ich aus dem Fenster sah. Selbst Gott weinte über die Tatsache, dass meine Oma starb, denn es regnete.

Als wir ankamen, sagte mein Kumpel: „Du musst mir unbedingt das Shiny Karnimani zeigen! Darauf freue ich mich schon.”, er meinte, dass ich noch viel leveln müsse, um ihn zu schlagen.

Wir nahmen unsere Gameboys in die Hand und schalteten sie an, dann spielten wir eine Runde. Währenddessen zeigte ich ihm das Karnimani und er war vollkommen zufrieden, weil er nicht damit rechnete. „Tja, so siehst aus!”, sagte ich und verließ das Labor von Prof. Lind.

„Warst du gestern noch wach?”, sagte ich und sah nicht vom Bildschirm weg. Da sah er mich verwirrt an, dies konnte ich noch so erkennen. Er erklärte, dass ich ihn doch sah, als er noch wach war und dass er dann schlafen ging. Also erklärte ich es ihm.

„Du hast dich gestern beobachtet gefühlt? Duh, wahrscheinlich bildest du dir dies ein! Gestern war nämlich niemand hier und deine Eltern schliefen schon.”, er liebte es, Duh zu sagen, weil er es von Billie Eilish kannte.

„Aber ich spürte einen stechenden Blick, so als würde mich etwas mit dem Blick durchbohren wollen!”, ich lief in das hohe Gras und bekämpfte einige der Pocket Monsters, die mir über den Weg liefen. Dann kam ich in der nächsten Stadt an, in Rosalia City.

„Das hast du dir nur eingebildet! Oder ich sah dich einen Moment an, weil du vielleicht zu laut warst, duh!”, sagte er mir und meinte mich dann, wo ich in dem Spiel und ob ich schon bei Mr. Pokémon war. Da sich das Spiel in die Länge zog, besaß ich noch keine Orden und rein gar nichts.

„Ich bin in Rosalia City angekommen.”, erklärte ich ihm und er meinte, dass ich zu lange trödeln würde. „Nein, es ist das Spiel! Es zieht sich so unglaublich in die Länge! Jetzt spricht mich so ein Typ an, der mir die Turbotreter geben wird.”, doch anstelle des normalen Satzes, sagte er zu mir, ich solle aufpassen, wem ich vertrauen würde.

Dies war merkwürdig, aber vielleicht lag es ja an meiner Müdigkeit. Das muss es gewesen sein! Mein Weg führte mich in das Pokémon Center, dort heilte ich meine Pokémon und lief weiter meinen Weg nach oben. Doch als ich dies tat, lief der Mann auf mich zu und gab mir eine Karte. Er sagte:

„Pass auf, wir sind immer noch Monstern umgeben! Es sind Monster, mit einer harten Schale. Sie lauern überall und zu jederzeit können sie zuschlagen!” Was war nur los mit diesem Spiel? Ich drückte den Text weg. „Was sagte dieser alte Mann zu dir?”, fragte ich ihn und er meinte:

„Dieser Turbotreter-Mann? Das weiß ich nicht mehr, aber er sagte, das hier ist das Pokémon-Center, der Pokémarkt, das Meer, sein Haus...”, erinnerte er sich zurück. „Oh ja, und er gab mir Turbotreter!”, lächelte er.

„Nein, ich meine, wenn er einem die Karte gibt!”, sagte ich etwas ungeduldig. Also meinte er, er wäre außer Puste gewesen und meinte:

„Gut, dass ich dich erwische! Nur einige Sekunden später und du wärst weg! - Oder so.” Also dachte ich nach und er meinte, wieso ich ihn dies fragen würde. Da winkte ich ab und er ließ nicht locker, meinte, wieso ich dies wissen wollte. Also erklärte ich es ihm.

„Es lauern Monster, überall?”, wiederholte er die Worte und meinte dann: „Bist du dir sicher, dass dies drin stand? Vielleicht hast du dich verlesen!” Doch ich wollte dies partout nicht mehr glauben, weil er schon bei dem letzten Mal meinte, ich solle aufpassen.

„Aber er meinte doch vor einigen Minuten, ich solle auf mich aufpassen! Ich glaube nicht, dass es ein Fehler war! Wieso sollte er mich aber vor Monstern warnen?”, fragte ich, eher zu mir selbst und dachte ausgiebig nach, was dies denn zu bedeuten hatte.

„Es ist nur ein Spiel, das von Japanern programmiert wurde! Sowas kommt da nicht vor!”, mein Kumpel Tommy schüttelte den Kopf und ging in das Bad, weil er mal dringend Wasser lassen musste, also klickte ich auf mein Team und sah mir meine Pokémon an. Es befand sich nur Karnimani im Team, den Rest fing ich mir nicht ein.

Etwas müde lief ich weiter über das hohe Gras und kam Mr. Pokémon immer näher. Auf einmal nahm ich ein Geräusch war, welches sich wie ein Schuss aus einer Pistole anhörte.

Erschrocken sah ich hoch und lief nach draußen, in das nächste Zimmer. Meine Mutter meinte, ich solle im meinem Zimmer bleiben, dort wäre ich sicher, aber ich wollte wissen, was es war und deshalb sah ich aus dem Fentser hinaus. Dort sah ich es dann.

Als ich aus dem Fenster blickte, erkannte ich eine Person am Boden. Eine Flüssigkeit umgab sie und ein anderer Mann stand daneben und hielt eine Waffe in der Hand. Kurz darauf nahm ich meine Mutter war, die die Polizei rief. Sie hörte sich panisch an.

Als mein Kumpel aus dem Bad kam, fragte er hysterisch, ob ich den Schuss hörte und ich bejahte dies. Als ich ihm erklärte, dass der Typ in einer roten Flüssigkeit lag, sagte er mir, dass dies Blut war. Es befand sich im Köprer und wenn viel ausläuft, sterben wir. Da er bereits fünfzehn Jahre alt war, glaubte ich ihm dies sofort.

Nach einer Weile sah meine Mutter ängstlich bei uns vorbei. Ihr Mutterinstinkt war groß, um uns zu beschützen, schließlich war ich noch sehr Jung. „Alles okay bei euch?”, also erklärte ich ihr, dass der Mann, weil die rote Flüssigkeit kam, gestorben war. Sie sah mich erschrocken an.

Ihr Blick wanderte zu Tommy, dieser sah verstört aus dem Fenster. Auch ich war leicht beunruhigt, war doch dies so verrückt gewesen. Sie fragte mich sanft, wie ich darauf kam, da sagte ich ihr, dass mir dies Tommy erklärte, nachdem ich ihm von der roten Flüssigkeit erzählte. Sie nickte.

Danach durfte Tommy nicht mehr vorbeikommen, weil Mom dies so sagte. Ich flehte sie an, sagte ihr, dass er mein bester Freund sei, doch sie blieb bei ihrer Entscheidung. Also lief ich auf mein Zimmer und schmollte. In meinen Augen war dies nicht gerecht.

Doch als ich nach einigen Stunden meinen DS in die Hand nahm, bemerkte ich, dass mein Spiel nicht im Slot war. Dies war sehr merkwürdig, also sah ich in der Verpackung nach, aber meine HeartGold Edition fehlte. Sie war einfach weg, genau so wie mein Kumpel. Es war zum verrückt werden.

„Mom!”, rief ich und sie sagte, wenn ich was zu sagen hätte, müsse ich zu ihr kommen, also tat ich es. „Weißt du, wo meine HeartGold Edition ist?”, fragte ich sie und sie dachte nach.

„Was ist das, Spatz?”, wollte sie wissen.

„Das ist ein Spiel, Mom!” Da sagte sie, dass Tommy etwas kleines in der Hand hielt, als er ging. Sie fragte ihn, wem dies gehörte und er sagte, dass es ihm gehören würde. Dann verschwand er. Durch diese Information rief ich meinen Kumpel an, seine Mutter ging ran und fragte mich, was los sei.

„Guten Tag, Mrs. White.”, begrüßte ich sie und sie tat es ebenfalls. „Wissen Sie, wo Tommy ist?” Da erklärte sie mir, dass er bei seinem Onkel war. Er würde dort eine Woche übernachten. Nachdem ich sie fragte, ob sie in seinem Zimmer sehen könne, ob dort ein Spiel lag, ging sie hin und meinte dann, dass hier viel rum liegt, aber kein Spiel, zumindest nicht so eines, welches ich beschrieb. Sie bat mich zu warten, bis ihr Sohn nach Hause kommen würde.

Die restliche Woche war für mich sehr schwer, denn ich konnte mein Karnimani nicht mehr sehen. Es war doch bereits ein Shiny! Wie konnte es mir mein Kumpel bloß antun? Dies verzieh ich ihm nie. Aber irgendwann kam er von seinem Onkel zurück.

Als ich ihn zur Rede stellte, sagte er mir dreist, dass er nicht wisse, wo sich das Spiel befinden würde. Also gingen wir zu ihm und nach dem wir da waren, durchsuchte ich seinen ganzen Kram und fand zwei HeartGold Editionen. Schnell nahm ich meinen DS und überprüfte, ob es meines war.

Das erste gehörte eindeutig ihm, das zweite war wohl meines, weil ich mich daran erinnern konnte, dass ich zu Mr. Pokémon ging. Der letzte Beweis dafür, dass es mir gehörte, war mein Shiny Karnimani, welches ich „Jerry” nannte. Wütend nahm ich mein Spiel und verließ sein Zimmer, als er mir nachrief, dass dies ein ausversehen war, aber ich würde ihn nie wieder sehen wollen! Nun, ich sah ihn auch nicht mehr, denn sowas wie Diebstahl unterstütze ich nicht. Dies sollte mein aller bester Freund sein, ein Dieb!

Zuhause angekommen, lief ich zu meiner Mutter und erklärte ihr, dass mein verlogener Freund nie wieder mit mir befreundet sein wird, weil er mich bestohlen hatte. Sie nahm mich in die Arme und meinte, dass es ihr Leid tat, aber sie war froh, dass es so war.

Zurück in meinem Spiel, sah ich, dass er er ein Taubsi einfing, wahrscheinlich benutzte er einen Cheat. Dieses Ding nannte er „Tommy”, was für ein Selbstverliebter Typ. Tatsächlich benutzte er einen Cheat, denn ich besaß 9999 Poké-Dollar und 99 Pokébälle. Fluchend sah ich mir das Taubsi genauer an, vielleicht ist es für etwas zu gebrauchen. Aber als ich es sah, war es leicht verbugt. Verdammt!

Dieser Mistkerl hat mein Spiel zerstört. Was sollte ich jetzt tun? Es sah so aus, als wäre es vollkommen zerstückelt worden. Also ging ich weiter und dachte mir: Jetzt muss ich zu Mr. Pokémon. Aber dieser Bug ging mir nicht aus dem Kopf. Plötzlich, als ich das Haus von Mr. Pokémon erreichte, sagte er mir etwas.

„Pokémon sind leicht empfindlich! Was hast du mit deinem Pokémon getan! Ein Trainer sollte immer auf die Pokémon aufpassen!”, schrie er mich an und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Was für ein Reinfall, mein Kumpel hat das Spiel total zerstört! Dies war mein erster Gedanke, aber dann fiel es mir wieder ein, dass es davor auch schon so war und das mich jemand warnte.

„Dein armes Karnimani und dein Taubsi sehen furchtbar aus! Geh zu Schwester Joy und lass es wieder heil machen, sonst siehst du die Sonne nicht mehr.”, drohte er mir und ich bekam den Pokédex, was mich verwirrte, weil ich doch so schlecht mit ihnen umgegangen bin.

Dann lief ich zurück und hielt an, sah mir meinen Jerry, Karnimani an und stellte fest, dass er ebenfalls total zerfledert aussah, total in Stücke geschnitten. Als ich bei der Schwerste Joy ankam, begrüßte sie mich freundlich: „Willkommen im Pokémon Center! Wir... oh mein Gott, was ist mit deinen Pokémon passiert?”

Sie riss sie mir aus der Hand und legte sie auf die Maschine, damit sie geheilt werden und als sie es tat, schimpfte sie die ganze Zeit mit mir, wie verantwortungslos ich doch sei. Dabei tat ich doch rein gar nichts!

„Deine Pokémon können nicht geheilt werden, weil sie zu zerstückelt sind!” Aber dann fiel mir ein, dass ich es selbst heilen könne. Also nahm ich meinen Supertrank, den er mir ercheatete und verwendete sie auf meine Pokémon, dann schien alles normal zu sein. Aber irgendwie war er noch bedrückt, oder sah ich dies nur so, weil ich so schrecklich müde war?

„Dein Pokémon ist krank.”, stand dies auf dem Bildschirm. „Kümmere dich um dein Pokémon.”, hieß es weiter. Durch was ist es krank und war dies möglich? Damit beschloss ich, das Spiel zur Seite zu legen und schlafen zu gehen. Aber was sollte das denn?

„Verlasse dein Pokémon nicht!”, stand es fett geschrieben. „Dein Pokémon wartete sehr lange auf dich, bitte, lass es nicht schon wieder im Stich!”, damit rechnete ich jetzt gar nicht, aber ich war so müde. Da beschloss ich, meine Augen kurz auszuruhen. Nur kurz.

Aber davor steckte ich mein Ladekabel an und schloss dann die Augen. Schlagartig öffnete ich sie wieder, als ich ein Geräusch hörte. Es kam aus dem Lautsprechern. Irgendwie hörte es sich so an, als ob mein Pokémon Schmerzen leiden würde. Geschockt sah ich auf den Bildschirm, es war verrückt.

Mein Pokémon bildete sich auf dem Bildschirm ab, diese Art von Bild, wenn es sich entwickeln würde. „Dein Pokémon fühlt sich nicht gut!”, stand es auf dem unteren Rand des Bildschirmes. „Es will sich entwickeln, damit zu darauf stolz bist!” Dabei war ich schon stolz. Kurz dachte ich nach, da erschien ein Ja / Nein Feld.

„Sollte sich dein Karnimani entwickeln?”, es schien, als wäre es eine ernst gemeinte Frage. Also wählte ich „Ja” aus und sah auf den Bildschirm. „... ... ...”, erschien es auf dem Bildschirm.

„Also bist du nicht mit Karnimani zufrieden?” Erneut dachte ich nach. „Karnimani ist traurig!”, las ich weiter. Plötzlich erschien eine weitere Textbox, auf der so etwas stand wie:

„Wenn du mit Karnimani nicht zufrieden bist, dann fahr doch zur Hölle!”, plötzlich flackerte der Bildschirm, es vibrierte langsam und „Ich hoffe, dass du stirbst!” erschien auf dem Bildschirm. Ich schluckte und fühlte mich sehr belästigt, also wollte ich ausschalten, aber ich brachte es nicht über das Herz. Ich schloss die Augen und betätigte den Ein- und Ausschalter.

Die Pixel verschwanden und der Bildschirm wurde schwarz, als ich seufzte und ihn wieder einschaltete.

Es war alles sehr verrückt, aber ich wollte unbedingt weiter spielen. Es war irgendwie ein seltsames Gefühl, welches sich in meinem Bauch ausbreitete. Als der Gameboy wieder Farbe bekam, schluckte ich und sah auf dem Bildschirm. Es schien alles wieder normal zu sein, aber sicherheitshalber sah ich mir meine kleinen Pokémon an und sah, dass es ihnen anscheinend gut ging.

Die Monster waren nicht zerquetscht worden, die Pixel sahen gut aus. Als plötzlich eine Textbox erschien. Mit zittrigen Händen las ich sie mir durch.

„Du warst weg? Deine Pokémon haben auf dich gewartet! Sie haben Angst, wenn du nicht da bist!” Vor was besaßen sie Angst? Es war wohl sehr seltsam. Auf einmal sagte jemand hinter mir etwas. Obwohl ich mich nicht umdrehte, wusste ich, wer dies war.

„Kumpel, hast du Angst?”, ich drehte mich um und aus den Lautsprechern ertönte ein lautes Geräusch, was sich anhörte, als wäre es der Ruf von meinen Pokémon! Sie klangen sehr verängstigt, soweit ich dies beurteilen konnte. Voller Entsetzen starrte ich zu meinem ehemaligen besten Freund.

„Bleib still!”, sagte er und hielt das Messer in der Hand. Schnell lief ich an ihm vorbei und lief aus dem Zimmer, als er mir hinterher lief. Mein Herz schlug mir bis zu den Rippen.

„Mom!”, rief ich aus meiner Kehle heraus und rannte so schnell ich kann zum Telefon. Schnell schnappte ich mir das Telefon und wählte die Polizei, als sie ran ging lief ich weiter, weil es ein Schnurrloses Telefon war.

„Bolizei, wie kann ich ihnen helfen?”, fragte mich eine Frau auf der anderen Seite, da schrie ich:

„Er ist hinter mir her! Er hat ein Messer!”, aus lauter Kehle und sah zurück. Knapp hinter mir war er und lief hinter mir her.

„Wer? Wo sind sie?”, wollte sie ruhig wissen, da schrie ich wieder:

„Tommy White! Er ist auf der Evenstreet 27, bitte kommen sie!”, als ich hörte, wie sie sagte, dass die Streife nun losfuhr, stich er mir das Messer direkt in den Arm und ich ließ vor Schmerzen das Telefon fallen.

Voller Panik versuchte ich das Messer aus meinem Arm zu ziehen, als ich es nicht schaffte, sah ich zu meinem ehemaligen Kumpel und dieser grinste blutrünstig. Gerade als er näher kommen wollte, hielt ein Polizeiauto vor und und zwei Polizisten stiegen aus.

„Entfernen sie sich von der Person oder wir schießen!”, rief einer der Männer und ich sah zu ihnen, dann zu Tommy, wie er unbeeindruckt eine Waffe aus seiner Tasche zog und sie gerade auf mich zielen wollte.

Da ertönten Schüsse und Tommys Körper wurde mit Kugeln durchbohrt. Immer weiter schossen sie auf seinen Körper, bis er umfiel und auf dem Boden lag, in seiner eigenen Blutlache.

Einer der Polizisten rief, sie sollten mit dem schießen aufhören und einer ging auf Tommy zu, überprüfte seinen Herzschlag und stellte seinen Tod fest. Dann meinte er zu mir, ob ich verletzt sei. Durch die Schießerei war ich fast taub geworden, verstört sah ich ihn an. Dann meinte ich leise: „Nein, mir geht es gut.”, ich schloss die Augen.

Plötzlich wurde ich in einem Krankenhaus wach. Das ganze Blut ließ mich in Ohnmacht fallen. Obwohl ich wirklich traumatisiert war, spielte ich weiterhin Pokémon. Aber es warnte mich nicht mehr. Nun war alles gut.
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