Schwarze Flügel

GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Amun Cameo Paris Strider
03.07.2012
03.02.2013
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Sooo, hab versehentlich beim ersten mal "fertiggestellt" eingeloggt und des kann erst nach 30 tagen geändert werden, deshalb hab ich mir gedacht ich stell es nochmal on und lösch den ersten versuch.
Trotzem dürft ihr natürlich alle fleißig reviews schreiben XD
Disclaimer: Alle Charaktere und Orte gehören Gena Showaltar, von meinen eigenen mal abgesehen...
alsooo, nochmal das erste Kap
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1.     Kapitel

„Oh nun komm schon, nicht schon wieder!“ murmelte sie leicht genervt vor sich hin, der Krieger legte es ja auch darauf an in Schwierigkeiten zu geraten!
Isabell saß an einem Tisch im Club Destany, versteckt in einer dunklen Nische und beobachtete den unsterblichen, von dem hohen Herren Geheimnisse besessenen Krieger Amun nun schon seit längerer Zeit und hatte ihm diese Woche schon dreimal den Hintern gerettet.
Na ja, gut. Beobachten war wahrscheinlich der falsche Begriff wenn man bedachte, das sie blind war.
Isabell trug eine dunkle, undurchsichtige, komplett verspiegelte, große Sonnenbrille, so sah niemand das vernarbte Gewebe, das von ihren Augenliedern übrig geblieben war oder die starren Glasauge, die sie trug weil es einfach Stilvoller war als lehre Augenhöhlen oder das was von ihren Augäpfeln damals bei dem Bombenanschlag übrig geblieben war.
Wie auch immer, jetzt stand sie auf und folgte Amun nach draußen. Einige Jäger, auch welche mit übersinnlichen Kräften, lauerten ihm auf. Sie hatte ihre grässlichen Fratzen gesehen…
Das war die Gabe, die sie geschenkt bekommen hatte. Jeder in ihrer Familie hatte eine Gabe, die es ihm oder ihr ermöglichte etwas andere zu erfahren, ob das nun ein Röntgenblick war, wie bei ihrem Vater oder aber, die wahren Gesichter, das Wesen und die Herkunft oder Rasse eines anderen zu sehen wie bei ihr, immer war es etwas, das einem die Möglichkeit gab andere auszuspionieren.
Es war ziemlich praktisch, besonders jetzt da sie blind war – denn sie sah es vor ihrem inneren Auge, auch wenn.
Noch eine andere Fähigkeit, die ihr ihr Augenlicht so gut wie ganz zurückbrachte, wenn auch eingeschränkt, ermöglichte es ihr, jetzt aufzustehen und ihm nach draußen auf die Straße zu folgen.
Die Schlange, die sich unter ihrem Shirt, zwischen ihren Brüsten versteckte und nur knapp durch den Ausschnitt alles Beobachtete und durch deren Augen sie sehen konnte, weil sie sich berührten, schlängelte sich etwas höher, damit sie Isabell zu einer besseren Sicht verhelfen zu können.
Vorsichtig zog sie zwei Dolche, drückte sie gegen ihre Unterarme um sie zu verstecken und trat in eine kleine Gasse, die Amun entlangging. Sie wusste, das er versuchte neugierigen Augen zu entgehen, indem er belebte Straßen mied, aber das hatten die Jäger auch herausgefunden – sie hatten ihn nur noch nicht erwischt, weil Isabell sie vorher erledigt hatte.
Als weiße Hexe konnte sie zwar nichts tun, was mehr Vorteile für sie selbst brachte als für andere, oder gar nur ihr selbst half, aber dafür konnte sie so ziemlich alles für andere machen.
Manchmal ärgerte sie sich, das sie den Weg ihres Vaters eingeschlagen hatte und nicht den ihrer Mutter. Besonders in Situationen wie dieser hier. Sie portierte sich auf das Dach eines Hauses, auf dem einige Jäger saßen, direkt hinter einen von ihnen und schnitt ihm die Kehle durch.
Sofort meldete sich ihr schlechtes Gewissen, und das obwohl sie wusste das es nötig war.
Ihr Vater, der mächtigste weiße Magier dieser Erde und seiner Geschichte und der einzige Magier der je den 777 Grad erreicht hatte – bis sie kam und ihn übertraf – und Gründer einer der stärksten magischen Familien die es gab, hatte sie immer gelehrt das jedes Leben wertvoll war, das Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Liebe, Zuwendung und hohe moralische Werte alles waren, was nötig war um die Welt zu einem guten Ort zu machen!
Und dafür musste man alles tun, dafür hatte sie ihr Augenlicht gegeben und ihren Körper entstellt!
Dafür kämpfe ich!, dachte sie scharf, warf das Schuldgefühl beiseite und schnitt dem zweiten Jäger die Kehle durch!
Unten hörte sie das Aufprallen eines großen Körpers und wusste, dass es Amun gewesen sein musste, denn bei den Jägern war niemand dabei gewesen, der eine ähnliche Statur hatte wie er.
Sie portierte sich nach unten und stieß einem Jäger, der über Amun kniete, einen Dolch von hinten ins Herz. Ein weiterer packte sie von hinten und drückte ihr die Luft ab, als er einen Arm um ihren Hals schlang.
Sie packte den Arm, und versuchte den Klammergriff abzuwehren, sie hatte keine wirkliche Erfahrung im körperlichen Kampf, sie kämpfte exzellent, nahezu perfekt, mit ihren magischen Kräften, aber um die einsetzen zu müssen musste sie sich befreien – denn dann kämpfte sie wieder um Amun zu helfen und nicht sich selbst.
Sie trat ihm auf die Zehen und gegen das Schienbein, er keucht, ließ aber nicht los. Nur sein Arm rutschte etwas weiter herunter, das sah die tödliche, und strohdumme, Giftschlange in ihrem Ausschnitt als Bedrohung, sie schnellte hervor und schlug ihre Zähne in seinen Arm.
Als er den Arm mit einem Aufschrei zurückzog und ein paar Schritte rückwärts taumelte, nahm er das kleine Bist mit!
Natürlich hatte sie es nur gut gemeint, aber weil sie jetzt weg war, wurde ihr Blickfeld schwarz. Jetzt war sie komplett blind und das war gerade jetzt verdammt scheiße. Denn offenbar würde sie es auch bleiben, der Mann fluchte, dann hörte sie ein hässliches Reißen – er hatte der Schlange den Kopf abgerissen, bevor er jetzt zusammenbrach und sich vor Schmerzen und unter Krämpfen auf dem Boden wand – das musste sie weder hören noch sehen, sie wusste es aus eigener Erfahrung, auch wenn sie als Unsterbliche das Gift problemlos überlebt hatte, es tat schrecklich weh!
Sie erstarrte und hörte sich um, sie hörte die Schritte von fünf verschiedenen Personen, keine Krieger, sie sah die Männer vor ihrem inneren Auge, sie sah ihre schrecklichen Fratzen vor sich. Die meisten Wesen die den Jägern angehörten, waren alles andere als Helden, ihr wahres Ich sah aus, wie das Gesicht der Dämonen.
Die wahren Gesichter der Krieger dagegen glichen meist ihrem Äußeren, sie hatte ein paar von ihnen in den letzten Wochen beobachtet, vor allem Strider und Amun. Jeder der besessenen Krieger hatte zwei Gesichter, sein eigenes und das seines Dämons, und selbst die Dämonen sahen nicht so furchteinflößend aus wie die mancher Jäger…
Ihr eigenes inneres Gesicht wahr strahlend und fast verstörend schön, sie waren gut und die Jäger böse, dessen war sie sich sicher. Deshalb beschützte Isabell den Hüter eines Dämons vor einfachen Menschen.
Die Schritte kamen näher, sie sah nichts, Amun rührte sich nicht! Sie tastete sich vorsichtig zu ihm hinüber, als sie seinen Körper mit dem Fuß erspürt hatte ging sie in die Knie und tastete seinen Körper ab, sie nahm ihm Dolche ab und entdeckte dabei eine tiefe Wunde an seinem Bauch.
Sie begann damit sie zu heilen, doch die Männer kamen schneller näher, das war egal, sie brauchte ihn nur so weit, das er seine Augen aufschlagen konnte! Er atmete scharf ein und ein Bild von ihr selbst flackerte vor ihrem geistigen Auge auf.
Sie sah sich selbst wie sie über seinem Körper kauerte, ihre Hände waren von einem grünlichen, hellen Licht umgeben, das auf die Wunde überging.
Doch dann sah er den ersten Schatten, der sich ihnen näherte und sie wirbelte mit dem Dolch herum, ohne den Körperkontakt zu unterbrechen. Sie warf den Dolch aus der Hocke heraus und ein schmerzerfülltes Keuchen, ein Körper schlug auf dem Boden auf.
Wer ist das?, sie stutzte, woher kamen diese Gedanken? Ihre innere Stimme war es nicht und auch nicht die Stimme ihrer dunklen Seite. Es war die Stimme eines Mannes, er klang seltsam verstört und verwirrt…
Wieder war sein Blick auf sie gerichtet. Sie konnte die Umgebung nicht sehen! Aber die anderen Männer kamen näher!
„Sieh dir die Umgebung an!“ befahl sie scharf, sie brauchte einen Überblick, während sie nach hinten auf seinen Bauch griff und versuchte ihn weiter zu heilen. Er würde diesen Kampf beenden müssen…
Natürlich folgte er viel lieber der Bewegung ihrer Hand als ihrem Befehl.
Was macht sie da?, wieder diese verwirrte Gedankenstimme und während sie sich weiter konzentrierte stieg ihr der Geruch von Sandelholz in die Nase.
„Ich sagte du sollst dir die Umgebung ansehen, es sind noch vier Jäger in der Nähe! Ich meine, wegen dir habe ich diese Woche schon die vierte Schlange verloren – und das obwohl erst Mittwoch ist!“, fauchte sie ihn an, sie wollte nicht so böse klingen, böse war alles was sie nicht war. Aber es musste sein, er musste sich konzentrieren, sie sah nur was er sah.
Das noch Jäger in der Nähe waren scheuchte ihn auf, er setzte sich auf und sie verlor kurz den Körperkontakt, ihr Blickfeld wurde schwarz, bevor sie den Körperkontakt wieder herstellen konnte und wieder etwas sah. Er stand mittlerweile, ein gequältes Stöhnen wehte durch ihren Kopf und sie erstarrte wieder – las sie da gerade seine Gedanken?
Wieso höre ich das Mädchen nicht?, fragte die Stimme aufgebracht und eine weitere antwortete: Ich weiß nicht!.
Das war die grässliche Stimme eines Dämons, sie hörte also tatsächlich seine Gedanken! Das verwirrte sie, deshalb war sie nicht darauf vorbereitet als er einen Jäger entdeckte und nach vorne schoss, sie konnte ihm nicht folgen und wieder wurde ihre Umgebung schwarz!
Götter wie sie das hasste!
Sie hätte doch eine schwarze Hexe werden sollen!
Nein hättest du nicht! Und das weißt du!, erwiderte ihre innere Stimme und Isabell wusste das es so war. Sie war viel zu gut in dem was sie tat. Na ja, meistens. Jetzt war sie es nicht. Aber da sie ja hier war um Amun zu helfen schickte sie mit einem verzweifelten Schrei einen Zauber aus, der alle Jäger in der näheren Umgebung ausschaltete, einen Todesfluch – und hallo Schuld, schön das du wieder da bist!
Amuns Schritte verstarben.
Die Frau, was ist mit ihr?, seine Schritte kamen näher.
„Los verschwinde Amun, mir geht es gut!“, sie biss sich auf die Unterlippe, konnte die Worte aber nicht zurücknehmen. Jetzt war sie erst recht interessant für ihn und sie konnte sich nicht wehren. Sie wollte sich nicht woanders hin portieren, ihr Herz schmerzte als sie daran dachte ihn verletzt und schutzlos zurückzulassen – verdammt noch mal, sie war doch hier die Schutzlose!
Und damit sollte sie recht behalten, natürlich sah sie es nicht kommen, sie hörte nur seine Schritte und wich zurück an die Wand. Er schlug sie nieder und nun wurde nicht nur ihr Blickfeld sondern auch alles andere Schwarz.

Verdammte Scheiße! Die Jäger hatten ihn entdeckt und waren auf ihn losgegangen, es waren nur zwei, aber sie waren so unerwartet - und erstaunlich leise – gekommen, das er sie nicht bemerkt hatte, bis einer von ihnen ihm den Bauch aufgeschlitzt und er dem zweiten den Hals umgedreht hatte.
Nach einer kurzen Ohnmacht, war er aufgewacht und hatte diese Frau entdeckt, die über ihm kniete. Sie trug trotz der dunklen Nacht eine noch dunklere Sonnenbrille, die von knapp unter ihren Augenbrauen bis auf ihre hohen Wangenknochen reichte, wie seltsam.
Was noch seltsamer war, war das von ihren Händen, die die tiefe Wunde an seinem Bauch, berührten ein grünliches Licht ausging, das auch auf die Wunde überging – die in sichtbaren Schritten heilte!
Dicke, honigblonde Locken fielen ihr bis knapp unters Kinn und standen wild vom Kopf an. Sie biss sich auf ihre vollen, roten Lippen, ihr Gesicht war rundlich und hübsch. Die Sonnenbrille störte, er wollte ihre Augen sehen!
Er sah hinter ihr einen Schatten und sie wirbelte herum, allerdings ohne den Körperkontakt zu ihm zu unterbrechen, und schleuderte einen Dolch in die dunkle Gasse – war das eben seiner gewesen?
Wer ist das?, war die erste Frage die durch seinen Kopf schoss und sie zuckte leicht zusammen… Was war los? Er beobachtete sie genau, konnte den Blick nicht von ihr wenden…
„Sieh dir die Umgebung an!“ befahl sie scharf, sie hatte eine wunderschöne, klingelnde Stimme, die ihn an ein Windspiel erinnerte und trotzdem war etwas raues darin, doch das faszinierendste an dieser Stimme war der starke französische Akzent, der in dem perfekten Ungarisch mitschwang.
Dieser Akzent machte ihn so scharf, wie es in all den Jahrtausenden seines Lebens annähernd nur Saphira geschafft hatte!
Sie sah sich in der Gasse um, dabei flogen ihre Haare in alle Richtungen und schimmerten wie Milch mit Honig, und legte aber gleichzeitig wieder eine Hand auf ihren Bauch, wieder erschien das grünliche Licht und seine Wunde heilte weiter. Er folgte der Bewegung ihrer Hand…
Was macht sie da?, fragte er sich verwundert, er fragte sich warum er die Fragen nicht laut aussprach, ach ja, er stellte sie seinem Dämon…, na ja, es war die falsche Frage, er wusste das sie ihn heilte, die richtige Frage wäre eher gewesen, wie sie das machte!
„Ich sagte du sollst dir die Umgebung ansehen, es sind noch vier Jäger in der Nähe! Ich meine, wegen dir habe ich diese Woche schon die vierte Schlange verloren – und das obwohl erst Mittwoch ist!“, fauchte sie ihn an, er verstand nur einen kleinen Teil ihrer Worte, aber die die er verstand brachten ihn in die Realität zurück. Die Jäger! Er sprang auf und für einen kurzen Moment unterbrach der Körperkontakt, bevor sie ihn sofort wieder berührte.
Er stöhnte innerlich, die Wunde war noch nicht ganz zu und riss wieder weiter auf…
Er konzentrierte sich trotzdem.
Die Frau muss weg!, die wütende Stimme eines Jägers.
Wer ist sie? Was ist sie?, eine weitere Stimme, dieses Mal verwirrt.
Der Arsch steht wieder!, hasserfüllt.
Dann fiel ihm auf das er das Mädchen nicht hörte. Er konzentrierte sich auf sie, doch da wo sie stand war nichts als Leere!
Wieso höre ich das Mädchen nicht?, fragte er seinen Dämon aufgebracht und er antwortete: Ich weiß es nicht!, Geheimnisse hörte sich an, als währe er mehr als gespannt darauf das Rätsel das sie war zu knacken, er liebte Rätsel. Doch jetzt gab es anderes zu tun!
Er schoss nach vorne, auf einen Jäger zu, doch och bevor er ihn erreichen konnte – er war noch gute 25 Meter entfernt – schrie das Mädchen verzweifelt und er erstarrte, alles was zählte war noch sie, was war los? Er wirbelte zu ihr herum und sah gerade noch die schwarze Druckwelle, die von ihr aus auf ihn zuschoss, er spürte sie, doch ihm machte sie nichts. Ganz anders als bei dem Jäger, als die Druckwelle ihn erfasste verstummten seine Gedanken, kurz darauf auch die der anderen beiden.
Wieder wandte er sich an den Dämon: Die Frau, was ist mit ihr?, doch bevor Geheimnisse antworten konnte rief sie: „Los verschwinde Amun! Mir geht es gut!“, dann biss sie sich auf die Unterlippe und er blieb stehen – wann hatte er begonnen auf sie zuzugehen?
Woher kannte sie seinen Namen, Geheimnisse schnurrte verzückt, als er die Rätsel entdeckte, die sonst noch in ihr zu stecken schienen.
Sie war womöglich eine Gefahr, doch er wollte ihr nicht weh tun! Aber er musste herausfinden wer oder was sie war! Er musste sie in die Burg bringen.
Als er wieder auf sie zuging zitterte sie leicht und wich dann panisch, taumelnd und irgendwie Orientierungslos an die nächste Wand zurück, die sie sich ertastete, wieder erstarrte er, was war mit ihr geschehen? Ihre komplette linke Gesichtshälfte war von Brandnarben entstellt, die Narben waren schlimmer als die von Lucien und Wut und Beschützerdrang flammten heftig in ihm auf, er wollte jeden Töten der ihr auch nur ein Haar gekrümmt hatte. Er sah das ein Teil ihres Kopfes, vorne, da wo ihr Haaransatz hätte sein sollen wahr sie kahl, bis hinter ihr Ohr, auch dieser Teil ihres Kopfes war von Brandnarben gezeichnet.
Sie hob die Hände vor die Brust um sich zu schützen, es war Juli und sie trug einen Pulli, nur ihr Ausschnitt zeigte etwas mehr Haut und auch hier war sie vernarbt, die an einigen Stellen war die Haut straff gespannt, als währen noch Splitter darunter, an anderen vernarbt.
Auch die Innenfläche ihrer linken Hand war vernarbt.
Wie zum Teufel hatte ihm das nicht eher auffallen können?
Sie war auch etwas fülliger als es dem normalen Schönheitsideal entsprach…
Er schüttelte den Kopf, sie könnte eine Gefahr sein! Er lief auf sie zu und schlug sie nieder, auch wenn er sich dafür hasste!
Ganz vorsichtig legte er sie auf dem Boden ab und schrieb Lucien eine SMS.
Bin beim Club Destany, kleine Gasse daneben… Wurde von Jägern angegriffen, bin verletzt!.
Anstatt zu Antworten erschien Lucien plötzlich neben ihm. Er schreckte zurück, Götter, wie er das hasste!
„Was ist genau passiert?“ fragte Lucien besorgt.
„Wie gesagt, wurde hier von Jägern angegriffen. Die Frau hat mir geholfen, sie ist definitiv kein Mensch, sie hat meine Wunde geheilt, wurden aber zu früh unterbrochen und als ich mich bewegt habe ist sie wieder aufgerissen! Sie wusste meinen Namen, obwohl ich sie noch nie gesehen habe!“ erklärte er verwirrt.
„Ich bringe euch in die Burg, dann räume ich hier auf. Es ist deine Entscheidung, wohin soll ich sie bringen. Ich muss mich um meine Frau kümmern, um diese Frau kümmerst du dich!“ erklärte Lucien aufgekratzt, kein Wunder, Anya würde in weniger als einem Monat ihr erstes gemeinsames Kind auf die Welt bringen.
Ein Stich fuhr ihm ins Herz, bald würde Babygeschrei lauter durch die Burg und den Palast in Titania, in dem sie alle ein Zimmer bezogen hatten und der direkt mit der Burg verbunden war, hallen als Waffengeklirr, Gelächter oder was auch immer!
Auch das Geschrei von zwei Kindern die Saphira gehörten, Saphira und Torin. Nicht Saphira und ihm selbst, wie er es sich wünschte! Deshalb war er so oft hier in der Stadt und lieber in der Burg als im Palast. Er vergönnte seinem Freund jedes Glück der Welt und Saphira auch, er liebte sie beide, deshalb wollte er sie nicht mit seiner Eifersucht verletzen.
Oder sich selbst.
Wieder sah er auf das Mädchen hinunter und hob sie schließlich auf seine Arme. Lucien besag sie sich genauer und seine Augen wurden groß, Wut flackerte darin auf, als er ihre Narben sah.
Bis jetzt hatte er eine mentale Blockade aufgebaut, um Amun nicht mit seinen Gedanken zu bedrängen, aber jetzt konnte er es nicht mehr.
Götter, wer hat das arme Ding nur so zugerichtet? Er muss bestraft werden!, beschloss Lucien und dasselbe hatte auch er beschlossen! Seitdem er wusste das er Vater von einer Tochter wurde, der nächste Stich bohrte sich in sein Herz, war er nicht nur seiner Frau und den anderen weiblichen Bewohnern der Burg beschützerisch, sondern so ziemlich allen Frauen gegenüber.
Amun nickte zustimmend, und sein Freund verstand auch die Geste, dass er sie hochgehoben hatte, denn Lucien portierte sie alle drei in Amuns Zimmer, und als der das Mädchen auf sein Bett gelegt hatte, betrachteten sie sie noch einmal.
Jetzt im Licht wirkten ihre Narben noch so viel schlimmer als zuvor, jetzt wo er die honiggoldene Haut erkennen konnte hoben sie sich noch mehr hervor. Er musste ein wütendes Knurren unterdrücken und ballte die Hände zu Fäusten. Lucien legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Ich weiß was du meinst Amun. Aber findest du nicht auch sie ähnelt jemandem den wir kennen?“ fragte Lucien nachdenklich, dann verschwand er und ließ ihn mit diesem verwirrenden Wesen alleine.
Vorsichtig nahm er ihr die Sonnenbrille ab, die Schief auf ihrer Nase hing und ließ sie vor Schreck auf den Boden fallen! Ihre Augenlieder waren kaum noch als solche zu erkennen, auch wenn sie operiert worden zu schienen, die vernarbte Haut reichte nicht einmal mehr, um sich ganz über den seltsam glasigen Augen zu schließen!
Nun war es nicht nur ein Knurren das er unterdrücken musste, sondern ein wütendes Brüllen, das die ganze Burg erschüttert hätte, rote Punkte trübten sein Blickfeld. Einatmen. Luft anhalten… und anhalten… und anhalten. Langsam durch die Nase ausatmen. Besser…
Amun hob die Sonnenbrille auf und legte sie auf den kleinen Beistelltisch neben seinem Bett, dann zog er einen großen, weichen, bequemen Ledersessel ans Bett und setzte sich um sie zu beobachten, bis sie aufwachen würde.
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