Familienbande

GeschichteMystery, Familie / P16
Matreus Zanrelot
02.07.2012
02.08.2012
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02.07.2012 2.732
 
Es war eigentlich ein ganz normaler Tag in Lübecks Unterwelt. Zanrelot hatte Matreus aufgetragen, die Seelenhalle zu putzen und überlegte solange in seiner Zentrale, wie er denn nun an die Oberfläche kommen würde. Sein Neffe und Schüler würde sicher noch einige Stunden brauchen und so hatte er genug Zeit. Er griff nach seinem Glas, das Matreus ihm zuvor eingeschenkt hatte und trank einen Schluck, als eine Stimme ihn herum fahren ließ: „Ich wusste doch, dass ich dich hier finden würde, Franz!“
Er wirbelte herum und sah sich einer jungen Frau gegenüber. Ihr langes blondes Haar ging ihr fast bis zur Hüfte und glänzte im Zwielicht der Unterwelt. Ihre blaugrauen Augen sahen ihn fest an. Ihre ganze Haltung zeugte von Ablehnung und unterdrückter Wut.
Sie trug ein schwarzes Kleid, wie man es zu der Zeit tat, als er beim schwarzen Abt in die Lehre gegangen war.
Gerade wollte er den Mund aufmachen, als die Wächter rein kamen, um Zanrelots Plan, den es nicht mal gab, zu vereiteln. Was war denn heute kaputt?
„Verschwindet Kinder, ihr stört. Kommt morgen wieder!“, sagte die Frau und ihre Stimme klang kalt und etwas darin brachte die Kinder dazu, ihren Worten sofort zu gehorchen.
Kaum waren sie wieder weg, fragte Zanrelot: „Wer bist du?“
„Wundert mich nicht, dass du mich nicht wieder erkennst, Franz! Immerhin hast du deine Seele an den schwarzen Abt verkauft und außerdem bist du im Gegensatz zu mir älter geworden. Ich meine, schau dich an du siehst verdammt grau aus!“, erwiderte sie provozierend und er fauchte: „Wer bist du? Sprich sonst ist es mir egal, wen ich töte!“
„Du fragst mich ernsthaft nach meinem Namen. Du bist ein Narr, Franz Olte! Ein Narr der seine kleine Schwester nicht erkennt, wenn sie vor ihm steht!“
„Elisa?“, fragte der Herr der Finsternis und eine Spur von Erstaunen lag in seiner Stimme, während sie nur spottete: „Da bist du aber schnell drauf gekommen!“
„Was willst du?“, knurrte Zanrelot und Elisa erwiderte scharf: „Was ich von dir will? WAS ICH VON DIR WILL? Du hast versprochen, dich um meinen Sohn zu kümmern, wie um deinen eigenen! Und was ist passiert? Du behandelst ihn wie einen Diener! Du hast Jona immer besser behandelt als Matreus! Du hast deinen Sohn immer über meinen gestellt! Und das obwohl du es mir versprochen hattest, als die Pest mich damals erwischte!“
Zanrelot ging nicht darauf ein, sondern knurrte: „Genau! Du bist damals an der Pest gestorben! Was tust du dann hier?“
„Weißt du, Franz, mit dem richtigen Lehrmeister ist auch der Tod kein Problem mehr! Deiner mag der schwarze Abt gewesen sein, meiner war kein geringerer als der wahre Herrscher der Unterwelt! Nämlich der Herrscher, der tiefsten Unterwelt, der Hölle! Ja, Bruder ich habe in der Hölle gelernt von keinem geringeren als dem Teufel persönlich!“, erklärte Elisa und als sie den Teufel erwähnte, schien es, als flackerte ein bedrohliches Feuer in ihren Augen.
Erstaunt weiteten sich Zanrelots Augen ein wenig, denn wenn seine Schwester die Wahrheit sprach, könnte sie bei weitem stärker sein als er selbst.
„Meister, ich bin…“ Matreus kam herein und unterbrach sich, als er die ihm scheinbar fremde Frau bemerkte.
„Matreus, du wirst Elisa ihr Zimmer zeigen, das neben deinem und ich denke, sie wird dir einiges erzählen wollen!“, bestimmte Zanrelot, Matreus nickte und deutete der Blonden, ihm zu folgen. Sie warf Zanrelot noch einen vernichtenden Blick zu und formte mit den Lippen das Wort: „Feigling!“
Warum musste er sich auch immer aus der Affäre ziehen?
Mitten auf dem Weg hielt Elisa Matreus an, der sie verwirrt ansah.
„Matreus? Ich weiß, es ist unendlich lange her, aber…“, fing Elisa an und wurde sofort von Matreus unterbrochen: „Was meinst du mit ewig lange? Kennen wir uns?“
Elisa schluckte, senkte den Blick und Matreus wurde unsicher. Hatte er was Falsches gesagt?
„Ja… wir kennen uns. Auch wenn wir leider nicht so viel Zeit hatten, da uns damals die Pest auseinander riss. Matreus… ich bin deine Mutter“, erklärte Elisa leise und sah stur zu Boden.
Verwundert aber auch leicht geschockt sah Matreus die Frau vor sich an. Seine Mutter? Aber wie war das Möglich?  Ihre Stimme, ihre Bewegungen, einfach alles an ihr kam ihm so vertraut vor, aber er konnte das nicht zuordnen. Immerhin starb seine Mutter, als er gerade mal drei Jahre alt war! Ab da lebte er bei seiner Tante, Jonathans Mutter, und als auch die starb, waren er und Jona hier her gekommen.
„Wie kann das sein?“, flüsterte er mehr zu sich selbst. Ihm wurde auch erst bewusst, dass er gesprochen hatte, als Elisa antwortete: „Nach meinem Tod wurde der Teufel persönlich mein Lehrmeister und es war sein Wille, dass ich zurück auf die Erde kehre. Er meinte, ich solle nun mein Leben nachholen und ich dachte mir, es wäre die Chance, endlich meinen Sohn, also dich, kennen zu lernen. All die Jahre hab ich dich beobachten können, doch ich konnte nichts unternehmen, nie! Ich musste mit ansehen, wie mein Bruder dich immer wie einen Diener behandelt und Jona bevorzugt hat, obwohl er mir am Sterbebett versprach, dass er dich wie seinen eigenen Sohn behandeln würde!“
Mit großen Augen sah der Blonde die Frau vor ihm an und irgendwie hatte er keinerlei Zweifel mehr. Er war sicher, Elisa sagte die Wahrheit. Sie war seine Mutter.
Zögerlich machte er einen Schritt auf sie zu, sah sie dann fragend an und fragte: „Wie soll ich dich nennen?“
„Wie du willst. Mutter, Mama, Elisa, ganz wie du willst“, lächelte sie und Matreus trat noch einen letzten Schritt auf sie zu, schloss sie in den Arm und flüsterte: „Danke… Mutter!“
Er spürte regelrecht, wie Elisa glücklich lächelte. Sie war in etwa so groß wie er, na ja, vielleicht drei Zentimeter kleiner.
Als die beiden sich wieder voneinander lösten, glitzerten Elisas Augen glücklich und Matreus führte sie zu ihrem Zimmer. Er betrat nach ihr den Raum und schloss die Tür hinter sich. Elisa sah sich im Zimmer um. Es war alles sehr dunkel gehalten, das Bett war auch nicht der Rede wert. Ein einfaches Federbett mit weißem Laken und schwarzen Bezügen. Neben dem Bett stand ein kleines Nachttischchen mit einer Lampe darauf. Auf der gegenüberliegenden Seite stand ein Schreibtisch mit Stuhl davor, daneben stand ein Bücherregal und daneben war ein Kleiderschrank. Alles in allem war das Zimmer wirklich schlicht, aber es würde auf jeden Fall langen.
Elisa setzte sich aufs Bett und deutete ihrem Sohn, sich doch zu ihr zu setzen. Er kam dem sofort nach und seine Mutter lächelte: „Du willst bestimmt vieles wissen. Ich spüre nahezu, dass dir viele Fragen auf der Seele brennen. Nur Mut, mich darfst du alles fragen!“
Matreus überlegte einen Moment, welche Frage er als erstes stellen sollte, dann fragte er: „Hättest du auch früher wieder kommen können?“
„Nein, leider nicht. Die Zeit in der Hölle verläuft anders als hier. Ich war bis vor Kurzem noch in der Lehre des Teufels. Dort unten vergingen etwa zehn Jahre, während hier beinahe 500 Jahre vergangen sind. Es ist beinahe unglaublich, was sich hier alles verändert hat!“, antwortete Elisa leicht betrübt und Matreus fragte weiter: „Was ist mit Vater?“
„Ich weiß es nicht. Denk jetzt bitte nicht schlecht von mir, Matreus, aber deinen Vater habe ich nur ein einziges Mal gesehen und das war zum Zeitpunkt deiner Zeugung. Versteh mich nicht falsch, ich war mit diesem Mann verheiratet und du warst das Erzeugnis unserer Hochzeitsnacht, nur verschwand er, nachdem er meine Unschuld nahm und eine Woche später fand man ihn… erhängt. Er nahm sich selbst das Leben, seine Beweggründe dazu sind mir jedoch unklar“, erklärte Elisa und Matreus schluckte.
„Hast du ihn geliebt?“, wollte Matreus nun wissen und traurig schüttelte seine Mutter den Kopf: „Nein. Ich hab ihn am Tag unserer Hochzeit das erste Mal gesehen!“
„Warum hast du ihn überhaupt geheiratet?“, bohrte Matreus weiter und leise kam die Antwort: „Ich weiß nicht, ob du dich noch an diese Zeit erinnerst, aber in dieser Zeit war es nun mal üblich, dass die Väter ihre Töchter verheiraten. Nun, meiner hat mir diesen Typen schon vor meiner Geburt ausgesucht. Wir wollten eigentlich beide nicht, doch wir mussten. Eigentlich wollten wir auch nicht miteinander schlafen, aber es gab damals noch den Brauch, dass man nach der Hochzeitsnacht das Bettlaken aus dem Fenster hängt. Nun, wäre es rein weiß gewesen, wäre ich gesellschaftlich ruiniert, weil man mir nachsagen würde, nicht als Jungfrau in die Ehe gegangen zu sein.“
Wieder schluckte Matreus und er kämpfte mit den Tränen, als er nun noch fragte: „Dann bin ich also aus einem Zwang entstanden?“
„In gewisser Weise schon. Doch das hat nichts zu bedeuten, Matreus! Als ich erfuhr, dass ich schwanger war, war für mich sofort klar, in mir wächst mein Kind! Und als du dann das erste Mal getreten hast, das war so unglaublich. Ich hab mich richtig auf dich gefreut und nach deiner Geburt, als ich dich das erste Mal im Arm gehalten habe, das war so ein wundervolles Gefühl. Ich wusste einfach, dass alles richtig war und in meinen Augen warst du das wunderbarste Kind überhaupt!“, erwiderte Elisa und ihre Augen leuchteten, als sie sich an damals erinnerte.
Matreus gähnte und seine Mutter lächelte sanft: „Du solltest schlafen, wir reden morgen weiter!“
„Aber wenn der Meister…“, setzte Matreus an, wurde jedoch sofort unterbrochen: „Der kann sich auch mal selbst um seine Probleme kümmern und zur Not hat er ja noch diese hässlichen Zanreloten. Du brauchst jetzt erst mal Schlaf. Wie lang hast du nicht mehr richtig ausgeschlafen?“
„Schon ziemlich lange… danke!“, murmelte der Blonde und wollte eigentlich in sein Zimmer gehen, doch Elisa meinte: „Du kannst ruhig hier bleiben. Leg dich hin!“
„Aber was ist mit dir?“
„Das lass mal meine Sorge sein!“, lächelte Elisa noch und Matreus gab sich geschlagen. Er nickte und legte sich hin, woraufhin seine Mutter ihn zu deckte.
„Danke, Mutter“, flüsterte Matreus und sie hauchte: „Schlaf schön, mein Sohn!“
Voller Liebe sah sie ihn an, strich ihm noch einmal sanft über den Kopf und schon war Matreus eingeschlafen.

„MATREEEEUUUUUUUS!“, Zanrelots Schrei schallte durch die ganze Unterwelt und Elisa murmelte schnell einen Zauber, damit Matreus weiter schlafen konnte. Stattdessen erhob sie sich und ging selbst in die Zentrale.
Kaum war sie angekommen, bemerkte Zanrelot sie und fragte genervt: „Was willst du? Seit wann heißt du Matreus?“
„Matreus schläft und das wird auch so bleiben. Er braucht den Schlaf! Also, was ist?“, erwiderte Elisa scharf und ihr Bruder deutete auf einen der Bildschirme vor ihm, dann erklärte er: „Das hier ist ein magisches Artefakt. Der Ring der Verdammnis. Matreus soll ihn mir besorgen, damit ich diese verdammte Wächterbrut endlich auslöschen kann!“
„Und dafür willst du ihn wecken? Vor allem weil der Ring nur halb so magisch ist, wie du denkst!“, meinte Elisa und sah den Älteren abschätzig an, der sie nun anfauchte: „Und woher willst du das wissen?“
Anstatt zu antworten zog sie eine Kette aus ihrem Ausschnitt und Zanrelot glaubte kaum, was er da sah. An der Kette hing doch tatsächlich der Ring der Verdammnis! Seine Schwester trug ihn Tag ein Tag aus auf der Haut und das obwohl es hieß, allein die Berührung würde für schwere Verbrennungen sorgen!
„Wo hast du das her?“, fragte er verwundert und sie grinste spöttisch: „Wie heißt das Zauberwort?“
„Ich geb dir gleich Zauberwort, du kleine…“, der Herrscher der Finsternis unterbrach sich selbst und begnügte sich damit, seine kleine Schwester vernichtend anzusehen, die nun siegessicher lächelte: „Der Ring war ein Geschenk meines Lehrmeisters. Zum Abschluss meiner ersten Prüfung.“
Zanrelot brannte die Frage nach den Verbrennungen auf der Zunge, doch er würde sich hüten nachzufragen. Er würde sich vor seiner KLEINEN Schwester nicht zum Narren machen, doch anscheinend hatte die seine Gedanken erraten und erklärte: „Der Ring verbrennt mich nicht, weil er seinen wahren Besitzer nicht verletzt. Er gehörte meinem Meister und der vermachte ihn mir. Dazu war ein äußerst aufwendiges Ritual nötig. Würdest du ihn jetzt nehmen, würde er dich verbrennen und das wären keine gewöhnlichen Verbrennungen. Der Ring benutzt das Feuer der Hölle selbst. Diese Verbrennungen können niemals geheilt werden und verheilen auch nicht!“
„Was wenn ich dich jetzt töten würde?“, fragte Zanrelot und grinste hämisch, doch Elisa vereitelte das sofort: „Würde auch nicht funktionieren. Im Falle meines Todes würde mein gesamter Besitz an Matreus gehen und somit auch der Ring. Würdest du ihn dann töten, wäre der Ring entweder herrenlos und verbrennt jeden, oder er kehrt zu seinem alten Herrn zurück und das ist mein Meister in diesem Fall und den wirst du niemals töten können, Franz!“
„Hör endlich auf mich so zu nennen!“, fauchte Z und seine Schwester grinste: „Wieso denn? Franz ist doch ein wirklich reizender Name! Ach ja, deinen Plan mit dem Ring kannst du jetzt also vergessen!“
Noch immer grinsend verließ sie die Zentrale und machte sich auf den Weg zurück zu ihrem Sohn, der noch immer schlief.

In der Zentrale ließ Zanrelot sich seufzend auf seinen Stuhl sinken. Dieses Mädchen schaffte ihn irgendwann noch! Warum hatte sie nicht in der Hölle bleiben können? Dann wäre noch alles so, wie es war!
Aber gut, jetzt wo seine Schwester schon mal da war, konnte sie sich auch nützlich machen. Erst mal sollte sie sich ihre Hörner abstoßen und ein wenig Zeit mit ihrem Sohn verbringen, dann würde er weiter sehen…

Elisa war inzwischen in ihrem Zimmer angekommen. Lächelnd setzte sie sich neben ihren Sohn aufs Bett und musste gähnen. Eigentlich wollte sie ja schlafen, aber zu viel schwirrte ihr noch im Kopf herum. Zum einen war da eine unglaubliche Wut auf ihren Bruder. Immerhin hatte er ihr damals, als sie im Sterben lag, unter Tränen versprochen, dass er sich um Matreus kümmern und ihn behandeln würde, wie seinen eigenen Sohn und dieses Versprechen hatte er gebrochen, einfach so!

Flashback
Es war still in dem kleinen Haus in Lübeck, nur ein gelegentliches Husten durchbrach die durchdringende Stille. Die junge Frau hatte das Haus schon lang nicht mehr verlassen. Seit heraus kam, dass sie der Pest anheim gefallen war, lag sie in ihrem Haus. Sie weigerte sich strikt in eines der Krankenhäuser zu gehen. Sie liebte ihr Haus und wollte hier auch sterben. Sie wusste, dass es nicht mehr lang dauern würde, bis der Tod sie zu sich holen würde.
Ihren Sohn hatten sie schon weg gebracht. Er war bei seiner Tante und ihrem Sohn. Dort würde er es gut haben.
Ein erneuter Hustenkrampf beutelte den zierlichen Körper der Frau. Das blonde Haar hing ihr strähnig ins Gesicht und Schweiß rann über ihre Stirn. Seit Wochen lag sie nun schon hier und nur äußerst selten wagte sich jemand hier her.
Plötzlich ertönten Schritte auf dem Gang. War das der Tod? Kam er sie jetzt holen?
Ein Mann erschien in der Tür. Er war ganz in Schwarz gekleidet. Sein Gesicht konnte sie nicht richtig erkennen, da ihr die Sicht verschwamm.
Der Mann kam ihr näher, ging neben ihrem Bett in die Knie und nahm ihre Hand in seine. Seine Hände waren eiskalt, doch sie fühlten sich angenehm auf ihrer fiebrigen Haut an.
„Wie geht es dir, Elisa?“, fragte er und erst jetzt erkannte sie in dem Mann ihren älteren Bruder Franz. Mit schwacher Stimme antwortete sie: „Bald ist es vorbei, Franz. Ich spüre es!“
„Nein! Du musst durchhalten! Schwester, du wirst überleben!“, rief er und Tränen sammelten sich in seinen Augen.
„Franz…“, hauchte Elisa schwach, „bitte versprich mir, dass du dich um Matreus kümmerst, wenn seine Tante das nicht mehr kann!“
„Natürlich Elisa! Ich verspreche es!“, flüsterte er und die Tränen erstickten seine Stimme. Seine Schwester wurde immer schwächer und hauchte noch: „Versprich mir, dass du ihn so behandelst, wie deinen eigenen Sohn!“
„Versprochen, Kleines!“ Nun löste sich eine Träne aus seinem Auge und Elisa hauchte noch ein: „Danke!“
Mit diesem einen Wort entfloh ihr letzter Atemzug und der letzte Glanz aus ihren Augen verschwand.
„Nein!“, hauchte Franz, als sich der Körper der Jüngeren versteifte und ihre Haut eine ungesunde Blässe annahm. Vorsichtig schloss er ihr die Augen, faltete ihre Hände auf ihrer Brust, dann erhob er sich und verließ schnellen Schrittes das Haus.
Sobald die Nachricht von ihrem Tod publik wurde, würde das Haus abgebrannt werden, damit sich die Krankheit nicht weiter verbreiten konnte.
Flashback Ende


Doch nicht nur Wut war in ihr. Elisa war auch froh. Froh, dass sie ihren Sohn wieder hatte. Froh, dass er sie auch wirklich als seine Mutter akzeptierte. Sie legte sich neben Matreus, zog die Decke auch über sich und schlief nun doch auch ein.


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