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Blüten im Nebel

von -Madara-
KurzgeschichteFantasy, Freundschaft / P16 / Gen
Docksohn Elant Wager Kelsier Marsch Vin Wayne
01.07.2012
03.09.2014
12
5.761
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01.07.2012 519
 
Nach langer Abwesenheit, melde ich mich zurück.

Es wird weiterhin bei derart sporadischen Updates bleiben und über die Deadline bin ich auch schon lange hinweg... Nun denn...

Irgendwie ist es... Kein Filler, weil es nichts zu füllen gibt... Aber so fühlt es sich für mich an.
Es spielt etwa im letzten Kapitel von >Jäger der Macht<.


Kamelie

Marsch kam nicht oft hierher.
Nicht hier her und auch nicht zu den anderen Schreinen des Überlebenden.
Immerhin hatte er den Mann gekannt, den sie später den Überlebenden von Hathsin nannten und der ebenfalls zum Begründer dieser Religion wurde.
Nicht zum Begründer… Zum Heiligen.
Kelsier war für seine Sache gestorben. Für eine gute Sache.
Aber Kelsier war nicht der Mann gewesen, den all seine Anhänger in ihm zu sehen glauben.
Oh ja, er war charismatisch gewesen und hatte praktisch jeden dazu bringen können, nach seiner Pfeife zu tanzen. Er hatte immer das gewisse Etwas besessen, dass die Leute sich nach ihm umdrehten und ihn in Erinnerung behielten.
Kelsier war zu sehr von sich eingenommen gewesen. Er hatte sich immer für klüger und besser als alle anderen gehalten. Bis zu den Gruben.
Die Gruben hatten Kelsier verändert, wie sie es wohl mit jedem taten, der dorthin gebracht worden war.
Viele waren der Meinung gewesen, dass in den Gruben etwas von Kelsier zusammen mit Mare gestorben war. Doch Marsch teilte diese Ansicht nicht.
Alle Wesenszüge von Kelsier waren noch da. Er war nur… bitter geworden, erwachsener.

Marsch schüttelte leicht den Kopf, wobei die blauen Linien, in denen er die Welt sah, leicht zu verwischen schienen.
Inzwischen glaubte Marsch vergessen zu haben, wie die Welt aussah, wenn man Augen anstatt Metallstacheln besaß. Vielleicht war es gut, dass Kelsier ihn nie so gesehen hatte.
Auch wenn es Marsch leid tat, dass Kelsier in dem Glauben gestorben war, dass der Oberste Herrscher ihm auch den letzten Angehörigen genommen hatte.
Es tat Marsch leid, dass Kelsier überhaupt hatte sterben müssen. Zu jedem Zeitpunkt wäre er bereit gewesen sich anstelle von Kelsier zu opfern.
Obwohl sie einander nie sonderlich nahe gestanden hatten, war Kelsier immerhin sein kleiner Bruder gewesen.
Sein kleiner Bruder, der sich letztendlich einmal für eine gute Sache eingesetzt hatte. Eine Sache, der Marsch sein ganzes Leben verschrieben hatte.
Es versetzte dem Inquisitor einen leichten Stich… Kelsier war immer der bessere und beliebtere von ihnen gewesen.

Ein leises Seufzen verließ nun die Lippen von Marsch, ehe er sich umwandte und aus der kleinen Kapelle hinaus in das warme Licht der Sonne trat, die an diesem Tag hell vom einem wolkenlosen Himmel herab schien.
Er erlaubte es sich einen Augenblick lang das Gefühl der warmen Strahlen auf der Haut zu genießen, ehe er die Kapuze hochschlug und sein Gesicht im Schatten verschwand.
Er musste noch etwas erledigen. Am besten heute.
Und als Marsch sich in Bewegung setzte, sich mit einem mit Allomantie verstärkten Sprung in die Luft erhob, fühlte er das Gewicht eines in Leder gebundenen Buches gegen seine Hüfte schlagen.
Er würde es über einen kleinen Umweg dem Nachkommen von Weher zukommen lassen… immerhin führte dieser Waxillium Ladrian die Aufgabe von Kelsier fort.
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