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Blüten im Nebel

von -Madara-
KurzgeschichteFantasy, Freundschaft / P16 / Gen
Docksohn Elant Wager Kelsier Marsch Vin Wayne
01.07.2012
03.09.2014
12
5.761
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01.07.2012 517
 
Schande auf mein Haupt... Ich bin in der letzten Zeit verdammt unkreativ und verdammt wenig on...
Deswegen hat es mit dem Update ein wenig länger gedauert. Ich hoffe, dass ich mit diesem Kapitel niemanden enttäusche - sollte es denn Leser geben.
Es ist eine Art... Schreibübung gewesen, um wieder reinzukommen.

Über Kritik freue ich mich immer.


Rote Rosenknospe

Es war warm in Elantel. So warm, dass jede Bewegung unangenehm war.
Und so hatten Steris und Waxillium beschlossen den geplanten gemeinsamen Spaziergang ausfallen zu lassen und stattdessen die Zeit in den Gärten des Hauses Ladrian zu verbringen und gekühlten Wein zu trinken.
Da sie bald heiraten würden, war es unabdingbar, dass sie Zeit miteinander verbrachten. Und inzwischen hatte Steris auch nichts mehr dagegen einzuwenden.
Sicher, am Anfang hatte sie den Großherren Ladrian für einen ungehobelten Taugenichts gehalten. Doch inzwischen hatte sie erkannt, dass es irgendwie zu ihm gehörte dafür zu sorgen, dass man ihn falsch einschätze. Dass man ihn unterschätzte.
Er hatte einmal erklärt, dass man im Rauland für einen verwöhnten Städter gehalten wurde, wenn man sich entsprechend kleidete. Umgekehrt war es in der Stadt. Niemand erwartete von einem gute Manieren, wenn man nur einige Zeit im Rauland gelebt hatte. Und Steris wusste, dass dies mit Sicherheit auch auf etliche Männer zutraf.
Waxilliums Assistent Wayne beispielsweise schien keinerlei Manieren zu besitzen. Oder zumindest gab es sich keine Mühe, das Gegenteil zu beweisen. Doch da Wayne im Augenblick nicht Gegenstand des Gespräches war, schob Steris den Gedanken schnell zur Seite. Sie wollte nicht an diesen Kerl denken.

Sie richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Waxillium und versuchte seiner Erzählung zu folgen. Versuchte zu folgen, denn das derzeitige Gesprächsthema sagte ihr weniger zu. Dennoch war sie es ihm schuldig, ihm zuzuhören und ihn aussprechen zu lassen. So wie auch er sie immer aussprechen ließ.
Sie hatten schon vor einiger Zeit erkannt, dass sie aus dem Alter heraus waren, wo sie hoffen konnten den jeweils anderen zu ihrem Vorteil zu verändern.
Lange waren sie beide über das übliche Alter für eine Heirat hinaus.
Steris, weil es bislang niemanden gegeben hatte, der bereit war sie mit all ihren Fehlern zu nehmen, und Waxillium, weil er im Rauland gelebt hatte - mit einer anderen Frau.
Dort waren Ehen unnötig gewesen und es hätte seine Beziehung zu Lessi nur verkompliziert, wie er in einem Gespräch Steris anvertraut hatte.
Natürlich hatten sie derart intime Gespräche geführt. Steris wollte den Mann kennen lernen, mit dem sie alt werden würde.

Erneut schollt sie sich in Gedanken eine Närrin. Sie hatte ihm doch zuhören wollen! Doch schon wieder waren ihre Gedanken abgeschweift, ihr Blick über sein attraktives Gesicht gewandert.
Oftmals hatte sie sich gefragt, ob ihre Halbschwester – offiziell war sie die Cousine – Marasi sich nur in das Gesicht des Großherrn verliebt hatte. Doch nun erkannte auch Steris den intelligenten Mann hinter diesem Gesicht.
Waxillium war intelligent und aufmerksam und konnte charmant sein, wenn er denn wollte.
Interessiert beobachtete Steris, wie Großherr Ladrian sein Weinglas an die Lippen hob und daran nippte.
Inzwischen glaubte sie, dass sie diesen Mann würde lieben können. So wie eine Frau ihren Ehemann lieben sollte.
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