Nichts für den Blog

GeschichteKrimi, Freundschaft / P16
DI Gregory Lestrade Dr. John Watson Molly Hooper Mrs. Hudson Mycroft Holmes Sherlock Holmes
01.07.2012
13.09.2020
547
2.010.976
61
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Dieses Kapitel
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01.07.2012 1.289
 
Vorbemerkung:

Disclaimer: Die Figuren gehören Gatiss, Moffat und der BBC - bzw Sir A.C. Doyle. Ich verdiene damit nichts und Zitate und Anspielungen oder Interpretationen sind keine Plagiate sondern einfach nur FF.


Joseph Addison:  
     Imitation is a kind of artless flattery.


Was das hier werden soll? Ziemlich klassisch: John’s POV – und zwar ab dem Moment, wo seine Therapeutin Ella Thompson ihm rät, einen Blog zu schreiben. (Leute, ich weiß wovon ich rede, ich kann mir grade keinen Psychologen vorstellen, der das wirklich machen würde… - aber egal…)
Eigene Ideen kommen natürlich auch rein, dafür gibt's ja reichlich Zwischenräume!!

Ich will „während der Filme“ eng am Original bleiben, aber auch Lücken dazwischen oder zwischen den Szenen füllen. Natürlich kann es deshalb nicht richtig slashig werden – aber es wird so einige Gelegenheiten geben, die ihr sehr wohl als pre-Slash lesen könnt, wenn ihr das wollt.


http://www.johnwatsonblog.co.uk/

Ein paar Dinge sind zu Anfang nicht 100% korrekt - ich hätte Filme und Blog eigentlich noch genauer studieren müssen, ehe ich mit dem Schreiben beginne, aber die Ideen wollten einfach raus - vielleicht kennt ihr das ja.
z.B. habe ich erst später gemerkt, dass die Chronologie von Blog und Filmen nicht übereinstimmt, da ich vom Blog ausgegangen bin, starte ich hier Ende 2010 statt Ende 2009. Außerdem ist mir erst später klar geworden, dass sich Hidden Message 2 und 3 sowie die Bond-Nacht zeitlich doch genauer lokalisieren lassen, wenn man alle vier Blogs heranzieht. Und in "The Geek Interpreter" hat Sherlock eine IT-SpezialistIN, die KEMP im Web aufspürt. Ich hatte ihm da vorher einen Typen namens Morrys angedichtet und außerdem eine Weile gedacht, dass theimprobableone mycroft sein müsste, einfach, weil ich annahm, dass auch er Kommentare schreiben würde, da musste ich dann etwas tricksen...


...und nein, ich bin leider keine Ärztin - und Soldatin erst recht nicht, aber ich versuche, es einigermaßen realistisch zu machen...

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Nachtrag vom 17.9. 2013


Schön, dass immer noch neue Leser hinzukommen.
Und ich bin platt, angesichts des Tempos, das einige dabei an den Tag legen!

Eigentlich sollte ich die ersten Kapitel überarbeiten (mindestens die ersten 10) - sie sind zwar auch so nicht schlecht, aber ich würde inzwischen manches etwas anders machen - aber dann könnte ich währenddessen nicht weiterschreiben!
Wenn ich ein Kapitel fertig habe, wird es noch ein-, zweimal Korrektur gelesen - falls es länger ist als 3500-4000 Wörter und es sich anbietet, wird vielleicht auch mal ein Teil zurückgehalten, aber im Prinzip geht alles gleich raus. Manchmal heißt das, dass ich dann auf einer Basis weiter machen muss, die doch nicht optimal ist - naja, wie im richtigen Leben! Aber es würde mich hemmen, wenn ich Kapitel länger zurückhalten würde (zB bis jeweils ein Fall abgeschlossen ist - was klüger wäre).

Ich hoffe also, ihr lasst euch von den vor allem ersten 5 noch etwas holprigen Kapis nicht abschrecken. Vielleicht passt es ja auch dazu, dass sich John da noch reinfinden muss...!


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Nachtrag am 9. 1. 2014

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Einiges, was ich geschrieben habe ist AU geworden. Die gröbsten "Fehler" werde ich abändern und einiges einfach auskoppeln, damit es nicht vergeblich war - bei ein paar kleineren Angelegenheiten, werde ich tricksen. Kapis mit solchen Änderungen habe ich mit § gekennzeichnet.


Spoiler wird es im eigentlichen Sinne nicht geben - höchstens indirekte...
John hat eben manches einfach noch nicht mitbekommen, bzw. Personen sind noch nicht aufgetreten.


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Nachtrag am 11. 4.2014


Hab neulich mal wieder ein paar alte Kapitel gelesen und bin auf einen Satz gestoßen, den ich wegen S3 verschwinden lassen musste.

Daher eine Bitte: Wenn ihr über so was stolpert, bitte eine PN an mich!
Danke!


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Prolog I - nothing happens to me





Der persönliche Blog von Dr. John H. Watson

14. Dezember

Nichts

nichts

0 Kommentare

Das ist albern. Das ist mehr als albern! Hier sitze ich in einem Zimmer, das an Trostlosigkeit und Schäbigkeit kaum zu überbieten ist und in dem das schmale Bett direkt vor dem Heizkörper(!) steht, was total schwachsinnig ist! Ich sollte das Bett verschieben, aber ich wohne möbliert und es soll alles an seinem Platz bleiben, damit der Teppichboden keine Dellen bekommt...! Auch Nägel in die Wand schlagen ist verboten.

Okay, ich gebe zu, wahrscheinlich würde mir auch einfach der Antrieb fehlen, das Bett umzustellen.
Außerdem kann ich mir das Zimmer sowieso nicht wirklich leisten…

Ja, natürlich ist es eine große Verbesserung gegen die Baracken, gegen das Militärhospital – zumindest sollte mir das so vorkommen. Aber irgendwie tut es das nicht. Es fühlt sich an wie eine Endstation. Aber der Bestimmungsort heißt nicht Heimat, er heißt auch nicht Neuanfang. - Ein Theaterstück kommt mir in den Sinn…ein Mann, zwei Frauen – eine davon übrigens lesbisch, wie mir einfällt – in einem Raum eingesperrt, welcher die Hölle darstellt. Sartre. Richtig. Huis clos. Geschlossene Gesellschaft.
Es fühlt sich an wie ein gottverdammtes, allerletztes Wartezimmer…

Stopp, Watson! Das ist nicht der Zeitpunkt für Selbstmitleid!

Natürlich weiß ich, was das Grundproblem ist – Ich meine, abgesehen von meiner Verwundung und dem seelischen Trauma selber – das Problem hinter dem Problem: Ich habe ein Helfersyndrom. Aber da ich nun niemandem mehr helfen kann – nicht mal mehr mir selbst, greift mein Helfersyndrom gewissermaßen ins Leere.
So einfach ist das.
Dafür brauche ich wirklich keine Analyse.

15. Dezember

Sinnlos

Ich erlebe nichts.

Ich erlebe wirklich nichts. Jedenfalls nichts, womit ich hausieren gehen würde.
Grübeln. Einkaufen. Therapiesitzungen, in denen ich nicht weiß, was ich sagen soll. Stunden um Stunden, in denen ich im Dunkeln liege und zu schlafen versuche...

Und natürlich Albträume. Aber das sind ja keine Erlebnisse. Eher so etwas wie Überfälle meiner Erinnerung. Gar nicht zu reden von Flashbacks, Panikattacken. Die haben etwas von ...feindlichen Übernahmen, da bist du plötzlich regelrecht unter feindlicher Besatzung. Als würde ein Dämon deine Seele vergewaltigen.

Aber wer würde das schon zugeben?
Ich sicher nicht.

Ich soll endlich ernsthaft anfangen, alles aufzuschreiben, meinte Ella heute Nachmittag.

Sechs Tage war mein letzter, nichtssagender Eintrag her...

Umso überraschter war ich, jetzt einen Kommentar dazu vorzufinden:

1 Kommentar

Hi John. Ich hab dir 'ne mail geschrieben, bekam aber 'ne fehlermeldung. Wie sieht's aus? Ich bin ende des monats in L. Was hältst du von einem treffen?

Bill Murray 21. Dezember 17.46 Uhr

"Bill...", denke ich.
Bill konnte ich nicht ignorieren.

Ohne ihn wäre ich schließlich nicht mehr am Leben.

...aber wäre das nicht... –

scht...! Watson! So etwas denkt man nicht mal!

Ende des Monats! Das ist ja beinahe schon. Ich weiß nicht, ob ich das kann, ob ich das will… es wird doch nur wieder das eine Thema geben…

Moment!

Ich stehe wirklich total neben mir!

Verdammt!

Weihnachten!

Natürlich, Bill redet von Weihnachten!

Ich fühle mich, als hätte mich jemand aus dem Schlaf gerissen – und zwar mit einem Eimer Eiswasser über meine Brust.
Okay, das überzeugte mich – irgendwie..., dass ich wirklich eine Therapie brauchte.
Wer Weihnachten vergisst, ist definitiv nur noch ein halber Mensch.

Mein Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskeln dehnten mit einem plötzlichen Ruck meine Lunge, so dass ich nach Luft schnappte. Mein Herz begann zu rasen, ich spürte kalten Schweiß ausbrechen und als ich meine Finger in mein Haar vergrub, konnte ich fühlen, dass sie zittern.

Scheiße! Weihnachten!

Meine Schwester Harry! Bill! – ...

Ich kann das nicht!
Die Fragen – die ganze Zeit graut mir schon vor den Fragen:

Wie geht es dir?
Was wirst du denn jetzt machen?

Die ertrage ich einfach noch nicht.
Klar, ich könnte lügen…aber ich weiß, ich wäre nicht überzeugend…

Aber auch noch zu Weihnachten!

Weihnachten, wo es das Mindeste ist, niemandem das Fest zu vermiesen, schon gar nicht den Menschen, die einem nahe stehen und von denen man weiß, dass sie auch ihre Probleme haben.

Ich vergrabe Mund und Nase in meinen Handflächen und zwinge mich ruhig zu atmen.





tbc

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eure  Nothing
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