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Schüler sind auch nur Menschen

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
30.06.2012
31.08.2014
29
105.059
266
Alle Kapitel
319 Reviews
Dieses Kapitel
32 Reviews
 
 
30.06.2012 3.651
 
Hallo ihr Lieben! ^-^
Ich dachte ich versuche mich mal auf einem neuen Gebiet und da mich die Muse bezüglich der Story geradezu nieder zuknutschen scheint, möchte ich jeden der Interesse daran hat natürlich herzlich einladen daran teilzuhaben. xD Das erste Kapitel stelle ich nur zu Probe rein, um zu schauen, wie es ankommt. Sollte es euch gefallen, lasst es mich wissen und ich schreibe weiter.
Warnung: Diese Story ist eine reine Slash-Geschichte. Wer es nicht mag, der soll es auch nicht lesen.
Rechtschreibfehler dürfen gerne behalten werden. ^-^
Aber nun genug der Vorworte ich wünsche (hoffentlich) viel Spaß!


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„ Nun frag Sie schon Benny, dafür ist sie doch da.“
Wäre nicht dieses überaus teuflische Grinsen auf dem Gesicht meines besten Freundes gewesen, hätte man fast meinen können, so etwas wie Fürsorge aus seinem Ton heraushören zu können. Nur leider war das hier neben mir Marcel. Mein bester Freund aus Sandkastentagen und die 11. Plage der Menschheit, welche neben den Heuschrecken und den anderen Plagen nur nie erwähnt worden war.
Wäre Marcel nicht wie ein Bruder für mich und der letzte Weiberheld auf Erden, würde ich ihn mit seinen pechschwarzen Haaren und den dunklen, blauen Augen als wirklich attraktiv bezeichnen. „ Hör auf damit, ich werde sie bestimmt nicht fragen, wie es funktioniert und nun lass mich endlich in Ruhe!“ Die letzten Worte hatte ich nahezu gezischt und konnte von Glück reden, dass unsere Biologie-Lehrerin auch nicht mehr die Jüngste und somit ihr Gehör auch nicht mehr das Beste war. Doch das Grinsen der „Plage“ wurde nur noch breiter. War es eigentlich möglich, dass ein Mensch im Kreis grinsen konnte?
„ Wenn du sie nicht fragst, wirst du nie wissen wie es geht. Dein Outing hast du schon seit zwei Jahren hinter dir. Also wird es hier keinen mehr wundern, wenn du wissen willst, wie man sich gegenseitig Schwänze in den Arsch stopft.“ Unwillkürlich zuckte ich zusammen. Die blumige Sprache von Marcel sorgte mal wieder für Glücksgefühle meinerseits.
Aber er hatte Recht. Als ich mich vor zwei Jahren in meiner Klasse als schwul geoutet hatte, war die Hölle los gewesen. Einige taten es als Phase ab, andere rissen ihre Witzchen und der Rest begann mich einfach auf Schritt und Tritt zu beäugen, als wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ich den ersten ahnungslosen Schüler packen und ihn ins nächstgelegene Klassenzimmer zerren und vergewaltigen würde.
Doch Mittlerweile war ich fast 18, die Phase hatte sich trotz aller Prognosen meiner Mitschüler nicht verzogen, die Witzchen waren langweilig geworden und Sex hatte ich auch keinen.
Wo wir wieder beim Punkt wären. Biologieunterricht 12. Klasse. Heutiges Thema laut Lehrplan: 'Wiederholung der Sexualkunde'. Mitten drin ich und mein Problem, mit der Ejakulation im weiblichen Körper so gar nichts anfangen zu können. Dafür interessierte es mich umso mehr, wie es zwischen Männern sein würde. Wie musste man eindringen, was musste man beachten? Würde es sehr wehtun? Musste ich immer ein Kondom benutzten und, und, und. Schade, dass die Internetseiten darüber nicht wirklich eine eindeutige Auskunft gaben ohne gleich von Latex, Peitschen und HIV zu philosophieren. „ Oh Gott hätte ich dich nur nicht drauf angesprochen Marcel. Also echt.“
Entnervt fuhr ich mir durch mein – von mir so verhasstes – goldblondes Haar und seufzte vernehmlich.
Das blieb natürlich auch den anderen nicht verborgen.
Pia, meine beste Freundin und selbsternannter Feldwebel im Kampf gegen Marcels große Klappe, hatte sich zu uns umgedreht und sah mich fragend an. „Was ist denn los?“
„ Nichts weiter. Benny hier neben mir würde nur gerne wissen, was er tun muss, wenn er endlich mal zum Schuss kommen sollte.“
„Jetzt reicht es aber!“
Mit vor Wut rot angelaufenen Wangen funkelte ich den Schwarzhaarigen neben mir an, während Pia entrüstet schnaubte. „Du musst grade dein Maul aufreißen Marcel! Ist ja nicht jeder wie du, dass er sein Sperma verteilt, wie der Weihnachtsmann die Geschenke.“

Die letzte Auseinandersetzung blieb nun leider auch unserer lieben Lehrerin nicht verborgen, welche nun mit ihren knapp 1,55 m versuchte, sich bedrohlich vor uns drei Streithähnen aufzubauen.
„ Benjamin, wären Sie bitte so freundlich und würden mir sagen, was hier gerade Ihr Problem ist?“ Was wieso ich? Ich hatte doch gar nichts getan! Es war doch Marcel, der an allem Schuld war! „Benny möchte wissen, wie der Sex zwischen Männern abläuft, traut sich aber nicht, Sie zu Fragen Frau Hegele.“ Vollkommen entsetzt starrte ich auf meinen (ehemals) besten Freund, welcher gerade versuchte ,mit einem unterdrückten Lachen, das Tafelbild vor uns abzupinseln. Ja klar, als ob er noch eine Erklärung über die Zusammensetzung von Sperma bräuchte. Vereinzeltes Kichern ging durch die Bankreihen unsere Klasse und trieb mir die Schamesröte ins Gesicht. Nun würde es wieder neuen Gesprächsstoff geben. Benjamin (wie ich den Namen hasste) Kleefeld, war nicht nur schwul, sondern auch noch eine gottverdammte Jungfrau. Danke Marcel! Zu allem Überfluss sah mich unsere Bio-Lehrerin auch noch mitleidig, ja fast schon mütterlich an. „ Ach herrje, das tut mir leid. Ich glaube nicht, dass ich mich in diesem Gebiet ausreichend auskenne, um Ihnen da weiter helfen zu können. Aber vielleicht gibt es einen in unserem Kollegium, der auf diesem Terrain vielleicht etwas bewanderter ist.“ Während das unterdrückte Gekicher der Klasse schon fast greifbar war, versuchte ich mich vergebens aus der peinlichen Situation zu retten. „ Nicht nötig Frau Hegele. Sie brauchen nicht extra…“
„Doch, doch mein Lieber. Ich finde es wichtig, dass wir heute offen genug sind, um auch so etwas im Unterricht durch zunehmen. Gerade bei dem Risiko von Krankheiten.“ Wo wir mal wieder beim Thema wären… .
„ Aber ich glaube ich habe da den richtigen Lehrer für Sie Benjamin. Er ist Referendar und unterrichtet Sie alle ab morgen in Chemie. Aber sein Zweitfach ist Biologie und aufgrund seines Alters nehme ich an, dass er sich bei den moderneren „Problematiken“ der jungen Leute besser auskennt als ich. Ich werde ihn gleich fragen. Er unterrichtet gerade die 7. Klasse im Raum nebenan. Löst in der Zwischenzeit bitte alle Aufgabe 9 in eurem Lehrbuch. Ich bin gleich wieder da.“
„ Nein, Frau Hegele wirklich ich…“ Doch noch bevor ich hätte meinen Satz auch nur beenden können, war die kleine, alte Dame auch schon durch die Tür verschwunden. Toll wirklich klasse. Nun würde ich nicht nur das Gespött meiner Klasse, sondern auch gleich das der 7.
Vor allem was würde der Referendar von mir denken? Sicherlich würde er mich für einen Notgeilen halten, welcher es nicht erwarten konnte, wem seinen Schwanz in den Po zu schieben.
Hatte sie nicht gesagt, dass wir ihn in Chemie bekommen würden? Ganz toll, auch noch mein Hassfach. Mit Blicken versuchten sowohl Pia als auch ich Marcel neben mir zu erdolchen. Doch wie auch gegen jegliche Form von gutem Benehmen, schien er dagegen resistent zu sein.
Keine 5 Minuten später stand auch unsere Lehrerin freudestrahlend vor mir.
„ Gute Nachricht Benjamin. Der junge Referendar hat sich bereit erklärt, Ihnen nach der Stunde Ihre Fragen zu beantworten. Ich wette Herr Sommer kann Ihnen mehr weiter helfen als ich.“ Nun gab es für meine Klasse kein Halten mehr. Selbst Marcel neben mir klopfte sich auf den Schenkel, während anzügliche Pfiffe und Gelächter durch den Raum hallte.
„ Der Referendar also Benny, ja? Na dann pass' mal auf, dass es nachher nicht in die Praxis übergeht.“ Hach ja diese dumme Bemerkung konnte doch nur von Mike kommen.
Meinem Erzfeind seit der Bekanntgabe meiner Homosexualität. Ihn schätzte ich so ein, dass er einer der Typen war, welcher mit Demoschild vor dem Rathaus gegen Schwule marschieren würde. Vorausgesetzt er würde vorher noch schreiben lernen… .
Mit einem sarkastischen „Danke Marcel“ packte ich schwungvoll meine sieben Sachen und rutschte eine Reihe weiter nach vorne neben Pia. Strafe musste sein.
„ Du wirst mir noch dankbar sein Kumpel.“ Empört wandte ich mich um.
„ Ach ja und für was bitte? Dafür, dass ich mich vor allen blamiert habe, dank dir?“
Das Gesicht von Marcel war konzentriert. Er schien es ernst zu meinen.
„ Nein, dafür nicht, aber ich habe dir eine Sache voraus, Süßer.“
„ Und das wäre?!“ So langsam wurde ich patzig. Konnte der Idiot mich nicht mal in Ruhe schmollen lassen?
„ Ich habe den Referendar bereits vorhin schon auf dem Flur gesehen und glaube mir Baby, du wirst mir dankbar sein.“ Ts, kopfschüttelnd wandte ich mich dem Tafelbild zu und versuchte krampfhaft aus den Eierstöcken vor mir schlau zu werden. Sollte er doch reden, was er wollte. Es änderte nichts an der Tatsache, dass ich dank ihm wieder gewaltig in der Patsche saß. Pia neben mir strich mir mitleidig über den Arm, aber auch das hinderte mich nicht daran, mich selbst zu bemitleiden… .

Das Ende der Biologie- und somit auch der letzten Stunde, kam für meinen Geschmack natürlich viel zu früh, während Marcel hinter mir vergnügt summte. Ich glaube ich könnte ihm den Krieg erklären und er würde immer noch fröhlich sein.
Ich hatte gerade die ersten Utensilien in meiner Tasche verstaut, als ein vibrierender Bass mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte.
„ Benjamin Kleeblatt?“ Gepeinigt schloss ich die Augen, bevor ich mich langsam wie in Zeitlupe zur Tür drehte. Bitte lass ihn dick und hässlich sein. Am besten mit einer fetten Hornbrille. Das würde die kommende Stunde leichter machen.
Aber natürlich sollte es nicht so sein. Im Türrahmen stand mit Abstand das Schönste, was ich je gesehen hatte. Hellblaue Augen, welche wohl die eines Huskys bei weitem in den Schatten stellten, hellbraune Haare, welche die Farbe von Milkaschokolade hatten und einen Körper, bei dem selbst ein weißer Laborkittel wie Reizwäsche wirkte. Kräftige Oberarme, eine sehnige Brust, überzogen von einer leicht gebräunten Haut. Konnte ich nicht einfach sterben?
„ Das …das bin ich.“ War es eigentlich möglich noch mehr zu piepsen? Zum meinem Glück oder vielleicht auch Pech, schien er mich trotzdem gehört zu haben und ein leichtes Lächeln zierte seine Lippen. „ Gut, ich bin Herr Sommer. Euer neuer Lehrer. Oder zumindest will ich es werden. Ich bin der neue Referendar an eurer Schule und unterrichte Sie alle ab morgen in dem Fach Chemie. So haben wir uns zumindest alle schon einmal vorher kennengelernt. Bringt eure Bücher morgen mit und frischt euer Wissen über Basen und Säuren noch einmal auf. Benjamin, bleiben sie bitte noch einen Moment hier. Ich muss noch etwas vorbereiten, dann komme ich zu Ihnen. Für die anderen, bis morgen.“ Mit einem freundlichen Lächeln – Oh Gott diese Grübchen – verschwand unser Lehrer genauso schnell wieder durch die Tür, wie er gekommen war.
Ich war auf der Stelle in ihn verliebt.
Scheiße…
„Na habe ich dir zu viel versprochen, Bennylein?“ Marcel, welcher seine Hand auf meine Schulter gelegt hatte, lehnte sich nun zu mir rüber und sein Lachen kitzelte auf meiner Haut. Doch all das nahm ich nur am Rande wahr. Herr Sommer war mein absoluter Traummann und dieser sollte ausgerechnet mein Lehrer sein? Fenster auf! Ich springe!
Aber auch bei meinen Klassenkameraden hatte der Auftritt unseres neuen Chemie-Lehrers einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Mädchen fächelten sich Luft zu und leckten sich über die Lippen, während sie begannen albern zu kichern. Die Jungs freuten sich auf hoffentlich aufgelockerte Chemiestunden und Mike, war halt Mike.
„ Na Benjamin, dann wünschen wir dir viiiiiel Spaß bei deiner Biologiestunde.
Auf dem Lehrertisch, ja? Oder doch lieber gegen die Tafel?“ Die Mädchen quiekten pikiert, während einige Jungs angewidert das Gesicht verzogen.
„Mike also wirklich.“ Isabelle unsere Klassenschnepfe, welche bis eben noch mit ihren künstlichen Fingernägeln ihre Haare entfilzt hatte, schnappte sich nun ihre Tasche und verließ dicht gefolgt von den anderen das Klassenzimmer. Puh, Glück gehabt. Ich dachte schon ich müsste mir diese Sprüche noch den ganzen Tag anhören.
„Frohes Schaffen, Benny. Ruf mich dann an wie es war.“ Ich zeigte Marcel den Stinkefinger, bevor ich Pia kurz umarmte. Nachdem auch meine beiden Freunde den Raum verlassen hatten, war ich nun allein. Vielleicht sollte ich einfach abhauen? Aber spätestens morgen würde mich Herr Sommer dafür zur Rechenschaft ziehen und außerdem, warum sollte ich die Chance nicht einfach mal nutzen und endlich Antworten auf meine Fragen bekommen?
„Entschuldige, dass es so lange gedauert hat.“ Erschrocken fuhr ich zusammen, als der Referendar durch die Tür geschlendert kam. Unter den Armen trug er zwei Plastikprothesen des männlichen Unterleibs, welche Frau Hegele zur Anschauung aufgestellt, aber dank dem Gegröle der Jungs bald wieder weggepackt hatte. Man könnte nicht meinen, dass wir fast alle erwachsen waren.
„ Ist alles in Ordnung?“ Erst jetzt wurde mir klar, welches Gestell ich hier abgeben musste. Ich sah bestimmt wie ein angeschossenes Reh aus, mit eingezogenem Kopf, hilflos mitten im Raum ohne zu wissen wohin mit sich.
„ J-ja natürlich. Entschuldigen Sie bitte.“
„ Kein Problem. Setz' dich. Du hast doch nichts dagegen, wenn ich dich duzte, oder? Das macht die Sache hier glaube ich einfacher für dich.“ Einfacher?! Ich war damit beschäftigt nicht zu sabbern! Die braunen Haare schimmerten im Sonnenlicht und waren modisch gestylt. Nur zu gerne hätte ich sie berührt. „ Natürlich. Mir ist es eh lieber geduzt zu werden.“
„ Mir normalerweise auch. Also, Benjamin richtig? Setz' dich da an den Tisch.“ Wie mechanisch tat ich wie mir befohlen und setzte mich auf den Platz in der ersten Reihe. Genau gegenüber dem des Lehrers. Herr Sommer zog sich einen Stuhl heran und setzte sich mir gegenüber, bevor er die beiden Unterleibe vor mir aufstellte. „Also, was möchtest du genau wissen?“ Ich schluckte. Ich wusste, dass mein Adamsapfel hektisch wackelte. Das tat er immer, wenn ich kurz vor einem hysterischen Anfall stand. Das musste wohl auch ihm aufgefallen sein, denn sein Blick wurde, wenn überhaupt möglich, noch weicher. „Keine Angst. Ich lache dich nicht aus. Wir beide sind hier, weil wir es ernst nehmen. Also was möchtest du wissen? Alles? Den ganzen Ablauf?“ Ich nickte zaghaft, er zur Bestätigung.
„Gut. Du weißt, dass sich Sex zwischen zwei Männern nicht groß von dem zwischen Männern und Frauen unterscheidet, oder? Wenn beide Männer erigiert sind…“ wie zur Bestätigung richtete er die beiden Plastikpenisse nach oben, welche nun senkrecht vom Unterleib ab standen. Ich wollte sterben. „…bereitet derjenige, welcher den dominanteren Teil beim Akt übernehmen wird, den devoteren vor. Dazu nimmt er eine gleitende Flüssigkeit, meistens normales Gleitgel und verteilt sie vorsichtig im Bereich des Anus und dringt erst mit einem Finger, später dann mit mehreren in ihn ein und beginnt ihn so zu weiten. Wenn der Unterlegene genug geweitet ist, zieht der Dominantere das Kondom über. Nie denn Gummi vergessen! Das ist ganz wichtig, hörst du?“ Wie zur Bestätigung zog er ein Kondom aus seiner Hosentasche, riss die Verpackung auf und rollte es der Prothese über, als wäre es das einfachste der Welt. Aber bei dem Aussehen, täte es mich nicht wundern, wenn er das den ganzen Tag machen würde. Sogar einhändig. Es gab mit Sicherheit unzählige Frauen, die ihm zu Füßen lagen. „ So, anschließend dringt er dann vorsichtig in seinen Partner ein. Je nach Partnerwahl ist es natürlich sanfter. Aber das ist Geschmackssache. Hast du noch Fragen?“ Leicht weggetreten sah ich ihn an. Ich hatte mit soviel Interesse seine Bewegungen vor mir beobachtet, dass ich alles um mich herum vergessen hatte. Erst jetzt wurde ich mir dem gewaltigen Problem in meiner Hose bewusst. Oh.mein.Gott. Ich saß hier vor meinem neuen Lehrer und hatte eine Latte allererster Güte in der Hose und ich wusste, dass meine Augen vor Lust glänzten, das taten sie immer, wenn ich erregt war. Diese Verräter. Fragend zog er eine seiner schokobraunen Augenbrauen hoch und musterte mich eingehend. Ich musste etwas sagen. Möglichst etwas cooles, was mich total lässig und locker rüberkommen ließ. Also exakt genau das, was ich nicht war.
„Ähm danke, dass Sie Ihre Zeit geopfert haben, um mich ,ähm, aufzuklären.“ Jawohl, genau so machte man das. Aufklären! Ein bescheuerteres Wort konnte mir wohl nicht einfallen nein?!
„ Dafür bin ich da. Ich bin hier um zu lehren. Ich finde es mutig, dass du deiner Lehrerin die Frage gestellt hast. Das hätten sich nicht viele getraut.“ Immer noch leicht skeptisch betrachte ich die beiden Penisse vor meiner Nase. Würde mir wirklich irgendwann das gleiche passieren? Würde ich oben oder unten liegen? Aber all das waren Fragen, die ich ihm natürlich nicht stellen konnte.
„Wissen deine Eltern, dass du schwul bist?“ Überrascht blinzelte ich Herrn Sommer an. Wieso wollte er das wissen? Außerdem war es mir unangenehm darüber zu reden.
„Ja, sie wissen es. Mein Vater war zwar nicht so begeistert, aber da meine Eltern eh getrennt leben und ich ihn so gut wie nie sehe, wird er es verkraften schätze ich.“
„Ich finde es gut, dass du dich nicht versteckst Benjamin. Hut ab. Den Mut hätte nicht jeder.“
Pah, er sprach von Mut und hatte keine Ahnung, dass ich am liebsten über den Tisch steigen und ihn anflehen würde, mich zu vögeln.
„Danke, ich würde jetzt, glaube ich, gerne gehen. Ich weiß ja jetzt alles, was ich wissen wollte.“
„Natürlich, wenn du keine Fragen mehr hast, dann wollen wir das hier auch nicht unnötig in die Länge ziehen. Wir sehen uns dann morgen im Unterricht. Lass alles stehen, ich räume es nachher weg.“ Immer noch leicht zitternd erhob ich mich und versuchte so gut es ging meine Erektion vor ihm zu verbergen. Er musste ja nun nicht unbedingt wissen, wie sehr mich das hier angeturnt hatte. Ich war schon bei der Tür, als ich mich noch einmal umdrehte.
„Danke, Herr Sommer. Das wahr wirklich sehr nett von Ihnen und ja ,ähm, Danke.“ Noch bevor er hätte etwas erwidern können, war ich auch schon zur Tür hinaus.

Im Nachhinein kann ich nicht mehr sagen, wie ich nach Hause gekommen bin.
Ob ich mit meinem Fahrrad den langen Weg durch die Innenstadt oder den Kurzen durch die Wälder genommen hatte.
Meine Gedanken kreisten einzig und allein nur um Herrn Sommer. In meinem gesamten Leben, war ich noch nie verliebt gewesen, doch die Schmetterlinge, welche in meinem Bauch gerade ihr Nest bauten, waren ein untrügerisches Zeichen dafür. Diese braunen verwuschelten Haare und dieses Lächeln, als würde die ganze Welt ihm etwas schulden. Dennoch versuchte ich mich zur Vernunft zu zwingen. Nicht nur, dass er ab morgen mein neuer Lehrer in ausgerechnet dem Fach war, welches mich vermutlich meinen Studienplatz als Mediziner in der Münchener Uni-Klinik kosten würde, nein ich wusste außerdem ganz genau, dass ein Mann wie ER sich niemals für jemanden wie MICH interessieren würde. Ich wollte gar nicht wissen, wie viele Jahre uns trennten. Wenn er jetzt gerade erst seine Referendarzeit begonnen hatte, dann war er bestimmt schon 26 oder 27. Oh man, das waren fast ganze 10 Jahre. Außerdem erinnerte mich meine Kombinationsgabe gerade daran, dass ich den wichtigsten Fakt definitiv verdrängt, oh Pardon, ich meine natürlich vergessen hatte. Herr Sommer war nie und nimmer schwul. Eher würde Marcel das Keuschheitsgelübde ablegen.
Aufgrund all dieser Fakten bemerkte ich plötzlich, wie das zarte Kribbeln in meinem Körper einer schier erdrückenden Leere Raum verschaffte. Das Ziehen in meiner Brust war nahezu unerträglich und ich hätte alles dafür gegeben, dass es aufhörte. Träge ließ ich mich auf meinen Stuhl auf unserer Terrasse nieder. Das Brot lag unbeachtet auf meinem Teller. Essen war das Letzte was ich wollte. Ich wollte reden. Reden mit Marcel.
Ein weiteres Indiz.
Ich musste verrückt geworden sein.
"Naaaaaa wie war denn deine Biologiestunde?"
Ich konnte das Grinsen, mit welchem mein bester Freund mich am anderen Ende begrüßte fast schon sehen.
„ Sie war ganz nett…“ mutmaßte ich lahm. Viel behalten von dem, was er mir beigebracht hatte, hatte ich eh nicht. Ganz toll. Das konnte ja heiter werden.
"Nett? Nur nett? Also ich hätte gedacht, dass der Sex mit ihm besser ist."
Ich sag ja, ich musste verrückt geworden sein.
„ Boar Marcel, lass den Scheiß und sei bitte ernst. Ich brauche deine erwachsene Seite, die du auch manchmal hast.“ Ich hörte förmlich wie sich der Schalter meines besten Freundes umlegte und ich ein tiefes Seufzen vernahm.
"Nun erzähl was passiert ist, Kleiner." Dankbar begann ich meinen Bericht über Plastikprotesen, bergseeblaue Augen und weiche, wuschelige Haare.
"Ich wusste von Anfang an, dass er deine Libido auferstehen lassen würde. Schon als ich ihn heute Morgen im Flur gesehen habe. Aber wo liegt denn nun dein Problem? Es spricht nichts dagegen seinen Lehrer anzuhimmeln. Schon gar nicht, wenn er so heiß aussieht. Selbst dran Schuld würde ich sagen. Er weiß, dass er mit wandelnden Hormonbomben zusammenarbeitet, also muss er 'mit leben, Schätzchen."
„ Das ist ja mein Problem, ich glaube ich bin…also ich hab mich in ihn…“ Ein lauter Knall am anderen Ende und ein Wutschrei bewiesen mir, dass Marcel eben seine Stirn auf die Tischplatte gehauen hatte. Ein genuscheltes „ Das darf doch nicht wahr sein“, gab mir zusätzlich die Bestätigung.
"Benny bitte! Bitte sag mir, dass du nicht auf ihn stehst!"
„ Doch…“ meine Stimme war nur ein gehauchtes Zittern und genauso fühlte ich mich auch im Moment, zittrig und schwach.
„ Aber mach dir keine Sorgen, das geht schnell wieder vorbei und außerdem ist er ja auch gar nicht schwul.“ Das Gelächter am anderen Ende dauerte exakt 5 Minuten.
"Nee is' klar, Kleiner. Deswegen kann er dir auch ganz genau zeigen, wie Männer, Männer pimpern. Was glaubst du woher er das weiß? Meinst du es ist seine Klolektüre?"

Marcels Worte spukten mir noch lange abends im Bett herum. Woran konnte man erkennen, ob ein Mann schwul war oder nicht? Da hatten es die Heten einfacher. Die nahmen von Natur aus an, dass alle der gleichen Gesinnung wie sie folgten. Mein (nun wieder) bester Freund und ich hatten noch lange geredet. Aber seine Ratschläge waren dann doch etwas zu sehr aus der Luft gegriffen. Ich glaube wohl, dass die Begeisterung von Herrn Sommer sich in Grenzen halten wird wenn ich ihm an den Kopf werfe, dass ich nun von der Theorie in die Praxis übergehen wollte… .


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*vorsichtig um die die Ecke schau* Vielen Dank fürs lesen!
Ich hoffe es war nicht allzu schlecht. xD
Falls es doch irgendwem gefallen hat, wäre ich um ein paar Reviews dankbar.
Ich bin bestechlich. :-) Liebe Grüße und bis bald!

euer Freches Früchtchen
 
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