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Die Last eines Geheimnisses

von Ship84
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
der Alcalde DeSoto Don Alejandro Felipe Mendoza Victoria Zorro
30.06.2012
14.07.2012
24
32.492
 
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
30.06.2012 887
 
Diese Geschichte spielt nach den Ereignissen der Serie.

Titel: Die Last eines Geheimnisses
Genre: Drama, Angst, Romance, Friendship, CD
Pairing: Diego/Victoria
Rating: PG
Charaktere: Alejandro, Mendoza, Alcalde DeSoto, (Andere Charaktere)
Kapitel: 24
Anmerkung: Bisher habe ich mich an Stargate FF’s gehalten, aber Zorro ist eine meiner Lieblingsserien und der Wunsch nach einem Happy End lies mich diese FF schreiben. Meine bisherigen FF's waren immer in der Gegenwartsform, hoffe aber, dass ich auch in der Vergangenheitsform gut geschrieben habe.


Die Sonne ging über Los Angeles, dem kleinen spanischen Dorf auf und tauchte es in ein weiches Orange. Seit der Emissär und Bruder von Don Diego de la Vega Los Angeles aufsuchte, übernahm und vom Alcalde getötet wurde, waren zwei Jahre vergangen. Seitdem hatte sich wenig verändert. Der Fuchs kämpfte noch immer für die Unterdrückten, obwohl der Alcalde aus seiner Begegnung mit dem Emissär mehr gelernt hatte, als es sich Zorro je vorstellen konnte und machte sich nicht mehr ständig bei den Dorfbewohnern unbeliebt. In gewisser Weise hatte er mit dem maskierten Reiter eine Art Status Quo erzielt und so sah man den Reiter immer seltener, was zwar dem Alcalde gefiel, er jedoch immer auf der Hut war, ihn nicht zu verärgern. Obwohl das auch Diego erfreuen müsste, da er womöglich bald seine Maske ablegen könnte, litt er nun darunter.


Vor Jahren machte der Alcalde so viel Ärger, dass er ihm fast täglich einen Besuch abstatten musste und so auch seine Victoria wiedersehen konnte, doch gleichzeitig mit Zorro machte sich auch Diego rar. Er hätte nie gedacht, dass ihn das so viel ausmachen würde. Schließlich wünschte er sich ja, dass de Soto Vernunft annehmen und die Dorfbewohner in Ruhe lassen würde. Im Innern wusste er, dass es auch Victoria nicht besser gehen würde, da sie ja immer nur kurze Augenblicke hatten. Ja, der Caballero machte sich sehr viele Gedanken, während er bei den Ställen hinter dem Haus war und seine Stute Esperanza striegelte. Eine Arbeit, die sonst seine Bediensteten erledigten, doch ihm war nach Ruhe. In letzter Zeit war ihm oft danach. Nach den Geschehnissen mit dem Emissär wollte er seinem Vater sein Geheimnis anvertrauen, doch ihn hatte dann doch wieder der Mut verlassen und so erzählte er ihm, dass er heimlich Fechten geübt hatte. Sein Vater schien ihm diese Ausrede zwar abzukaufen, aber dennoch war Alejandro misstrauisch und beobachtete ihn ständig. Es war längst nicht mehr so einfach, kurz zu verschwinden, um zu Zorro zu werden.
„Ach Esperanza, wie soll ich nur weitermachen“, grübelte er vor sich hin, während er ihre Mähne bürstete. Ohne es zu merken, konnte Alejandro sein Gespräch hören, da Dieser einige Meter entfernt stand und seinen Sohn beobachtete. Er näherte sich langsam, da er hoffte, das Diego mit ihm sprach. So kannte er seinen Sohn gar nicht.
„Diego?“, stand er nun hinter der Stute und erschrocken drehte sich der junge Caballero um.
„Vater“, machte Diego große Augen. „Ihr habt mich erschreckt.“
„Tut mir leid. Das war nicht meine Absicht. Ich habe mich nur gewundert, warum du Esperanza striegelst. Du musst das nicht tun“, meinte sein Vater, woraufhin Diego sich wieder von ihm abwandte und weiter machte.


„Mir war danach. Ich wollte gleich einen Ausritt machen.“
„Verstehe. Willst du ins Pueblo. Dort warst du schon länger nicht mehr. Victoria hat schon nach dir gefragt“, fügte Alejandro hinzu und mit einem Mal stoppte Diego mit dem Bürsten.
„Tatsächlich“, tat er dann wenige Sekunden später so, als wäre die Information unwichtig und bürstete weiter. „Nein ich wollte nicht ins Pueblo.“ Leicht schüttelte Alejandro mit dem Kopf, was Diego aber nicht sehen konnte.
„Geht es vielleicht um Victoria?“, wollte Alejandro nun wissen und erneut stoppte sein Sohn mit dem Bürsten. Dann legte er die Diese in eine Kiste, die hinter ihm auf dem Boden stand, tastete sofort hinter sich nach einem Sattel, der auf der Abzäunung lag, nach welchem er nun mit beiden Händen griff, rüber hob und auf den Rücken seiner Stute ablegte.
„Victoria? Nein. Wieso sollte es um Victoria gehen“, meinte er gleichzeitig, als er den Sattel auf die Stute legte. „Meine Studien beanspruchen mich nur sehr“, log er, befestigte den Sattel, legte noch das Geschirr um und sah dann zu seinem Vater.
„Deine Studien?“, wiederholte Alejandro und sein Blick sagte, dass er es ihm nicht glaubte.
„Ja, meine Studien und deswegen wollte ich einen Ausritt machen, um frische Luft zu schnappen. Ich weiß. Ihr versteht das nicht, aber meine Musik und Kunst sind mir wichtig“, brummte Diego jetzt und gleichzeitig erinnerte er sich an die vielen Male, die sie das Gespräch schon geführt hatten. Er war diese Streitereien leid und sie schienen eins um andere Mal heftiger zu werden.
„Diego bitte.“
„Nein Vater“, versuchte er seine Stimme zu zügeln, obwohl die Wut in ihm hoch kochte. „Ich bin es leid, mir ständig Eure Predigten über meine Unzulänglichkeiten anzuhören…“, blaffte er seinen Vater an, stieg auf das Pferd und sah wieder zu ihm. „…und ich werde mich für meine Interessen nicht entschuldigen“, beendete er, ließ das Pferd los traben und gab seinem Vater erst gar nicht die Chance auf eine Antwort. Dieser schaute nur ganz verblüfft seinem Sohn hinterher, wie der junge Caballero, durch das Tor, das Grundstück verlies und davon ritt.
„Ach Diego“, hörte sich Alejandro eher versöhnlich an, schüttelte erneut leicht den Kopf und ging zurück zum Haus.
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