Jetzt oder Nie

von Celina
GeschichteAllgemein / P12
Kristin Westfalen Lucas Wolenczak Nathan Bridger
29.06.2012
29.06.2012
11
20360
 
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Die Figuren dieser Geschichte gehören nicht mir sondern den Filmemachern. Ich verdiene leider kein Geld mit dieser Geschichte.  Das ist ein Re-Upload.

Anmerkung I:

Die Geschichte spielt in der 2. Staffel von SeaQuest. Allerdings sind auch Personen der 1. Staffel mit dabei.

Ein Teil dieser Geschichte handelt auch von dem Verhältnis zwischen Kristin und Nathan. Ich habe es jetzt so dargestellt, dass die beiden vor der Mannschaft verstecken, wie gut sie sich wirklich verstehen. Immer wenn ein Crewmitglied in der Nähe ist sprechen sie sich mit ’sie’ an und versuchen zu wirken, als ob sie nur ein berufliches Verhältnis hätten. Doch wenn sie allein sind, zeigt sich erst ihr wahres Verhalten. Der einzige, der davon weiß ist Lucas, denn die beiden wurden mal von ihm erwischt und eine Ausrede hätte da nichts mehr geholfen. (So was war ja auch mal in SeaQuest zu sehen.) Das einige aus der Crew schon etwas ahnen wissen die beiden nicht. (Ich weiß, ich hacke da immer wieder drauf rum, aber das macht einfach irgendwie Spaß. Dieses ganze Versteckspielen. Das müsst ihr jetzt mal ertragen. Sorry!)

Ich hab es in dieser Geschichte mal so gemacht, dass Noyce noch immer Admiral ist und sich größtenteils in New Cape Quest aufhält.

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Jetzt oder Nie

Kapitel 1 Computer und andere Probleme

Captain Bridger saß auf einem Stuhl in seiner Kabine und hatte die Beine aufs Bett gelegt. In seiner Hand hielt er ein Buch über Meeresbiologie auf das er sich seit einiger Zeit zu konzentrieren versuchte. Ab und zu schweifte sein Blick in die Ferne und er starrte in die Leere. Das Bild vor seinen Augen verschwamm und er drang tiefer in seine Gedanken ein.

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Commander Ford ging im schnellen Schritt den Gang der SeaQuest entlang. Vor der Kabine des Captains blieb er abrupt stehen. Schnell schloss er denn obersten Knopf seiner dunkelblauen Uniform bevor er die Tür öffnete. Der Captain saß vor ihm in einem Stuhl als er sagte: „Captain wir haben ein Problem.“ Doch der Captain reagierte nicht. Ford tat noch einen Schritt in die Richtung des Captains und hockte sich vor ihn hin. Nun konnte er ihm direkt in die Augen schauen, doch der Captain schien immer noch nicht gemerkt zu haben das Ford da war. Er schien einfach durch in durch zu sehen. Der Commander legte Bridger eine Hand auf die Schulter. „Captain? Alles ok?“

Erschrocken fuhr der Captain hoch als ihm eine Hand auf die Schulter gelegt wurde. *Wie ist Ford denn hier reingekommen?* Der Captain hatte nicht gemerkt wie sein Commander das Zimmer betreten hatte. Verwundert sah er ihn an doch er bekam nur einen fragenden Blick als Antwort. Hatte er Commander etwas zu ihm gesagt? Er wusste es nicht.

„Captain? Hören sie mich?“ Wollte Ford nun wissen. Als der Captain sich endlich aus seiner Traumwelt herausgerissen hatte setzte er zu einer Antwort an. „Ja, Commander. Was gibt es denn?“

„Ist alles ok bei ihnen?“

„Ja, ja ich war nur grad....abgelenkt.“

„Sir wir brauchen ihre Hilfe auf der Brücke. Alle Computer spielen völlig verrückt. Nichts geht mehr richtig.“  

„Dann lassen sie uns gehen.“ Bridger stand von seinem Stuhl auf und folgte Ford zur Brücke. An Lucas Kabine blieb er stehen. „Ich denke wir können Lucas bei der Sache gut gebrauchen. Ich geh ihn gleich mal fragen.“ Gerade klopfte er an die Tür seines Computergenies als Ford ihm antwortete: „Gute Idee. Ich geh schon mal vor.“ Eilig rannte Ford zur Brücke zurück. *Ich frag mich was mit dem Captain los ist. Komisch das er vorhin so abwesend war. Ich glaub ich werd ihn später mal darauf ansprechen, aber erst müssen wir das Problem mit denn Computern lösen. Hoffentlich kann Lucas wirklich helfen.* Commander Ford verschnellte seinen Schritt noch einmal.

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*Hoffentlich hat der Commander nichts gemerkt. Und wenn denn hat er es bestimmt wieder vergessen. Schließlich haben wir andere Probleme.* Schon zum 2. Mal klopfte Bridger nun an Lucas Tür. *Komisch das Lucas nicht antwortet. Ist er vielleicht gar nicht auf seinem Zimmer? Ich glaub ich geh einfach mal so rein. Wenn er doch drin ist wird ihn das wohl nicht zu sehr stören.* Schnell öffnete Bridger die Tür und fing zeitgleich an zu sprechen. „Lucas wir brauchen deine Hilfe auf der Brücke.“ Sofort nachdem er diesen Satz beendet hatte verstummte Bridger. Lucas Anblick gefiel ihm gar nicht. Er trat einen Schritt in Lucas Richtung. „Was ist los mit dir? Geht es dir gut?“

Lucas lag auf dem Rücken in seinem Bett und drehte sich nun ganz zum Captain herum. „Ist schon gut Captain. Ich komme gleich. Ich muss mir nur noch etwas anziehen.“ Versuchte Lucas, dessen Gesicht kreidebleich und dessen Stimme kratzig war, den Captain zu beruhigen. „Bist du krank?“ Wollte Nathan nun wissen während er noch einen Schritt auf den Jungen zutat. „Nein mir geht es gut. Ich bin nur etwas müde. Hab die letzte Nacht nicht so gut geschlafen. Ich mach mich gleich fertig.“ Gerade wollte Bridger widersprechen als sich Ford über das Pal meldete. „Captain wir brauchen sie hier dringend.“ „Ich bin unterwegs.“ Antwortete Bridger durch das Pal bevor er sich wieder Lucas zu wand. „Na gut Lucas ich muss auf die Brücke. Komm nach wenn du fertig bist, aber beeil dich.“ „Ja Captain.“

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Und schon war Bridger wieder verschwunden und rannte in Richtung Brücke. *Hoffentlich geht es Lucas wirklich gut. Er sah mir jedenfalls nicht danach aus. Aber ich kann ihn eh nicht davon abhalten seinen Kopf durchzusetzen. Seine Hilfe können wir auf der Brücke jedenfalls gut gebrauchen. Und sobald dort alles wieder in Ordnung ist werde ich den Jungen mal genauer unter die Lupe nehmen.*

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Lucas erhob sich langsam aus seinem Bett. So schnell wie möglich versuchte er sich anzuziehen. *Warum muss es mir gerade heute so schlecht gehen? Egal das muss jetzt auch mal so gehen. Das Schiff und die Crew braucht mich. Ich ruh mich dann eben später aus. Es geht ja nicht anders. Ich werde das schon so lange durchhalten.* Als Lucas diese Gedanken zuende gedacht hatte verließ er auch schon den Raum.

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Als Bridger auf der Brücke ankam lief Ford gleich auf ihn zu. „Ich versteh das nicht. Die meisten Computer funktionieren nicht mehr. Einige sind komplett ausgefallen. Wir haben im Moment noch 2 Computer die voll funktionieren. Wir haben schon alles versucht, doch es hat nicht geholfen. Was ist mit Lucas?“ „Er ist bald hier.“ „Dann sollte er sich beeilen, bevor wir keinen Computer mehr benutzen können.“
„Captain, Captain.“ Kam Crocker auf Bridger zu. „Es sind wieder 2 Computer komplett ausgefallen.“ Captain Bridger gab ein Nicken von sich. Ich hoffe Lucas kommt gleich bevor es zu spät ist. Denn leider habe ich auch keine Idee wie man das reparieren könnte.“ Meinte Bridger.

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Langsam schleppte sich Lucas auf den Gang und begab sich zur Brücke. Kleine Schweißperlen standen auf seiner Stirn die er mit einer Handbewegung wegwischte. Das Hemd was er sich vor kurzem übergezogen hatte zog er jetzt wieder aus und lies es auf den Boden fallen. Auf dem Rückweg konnte er es wieder mitnehmen. Hitzwallungen überkamen ihn von Zeit zu Zeit. Ab und zu hatte er auch Probleme mit dem Gleichgewicht. Er fühlte sich einfach zu schwach um sich richtig auf den Beinen zu halten. Aber immer wieder riss er sich zusammen und ging tapfer weiter. Denn für ihn gab es im Moment wichtigeres als seine Gesundheit.

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Auf der Brücke wurde Lucas schon erwarte. „Lucas da bist du ja endlich. Du musst uns helfen. Die Computer spielen alle verrückt. Viele sind schon komplett ausgefallen und gehen gar nicht mehr. Es gehen nur noch die beiden.“ Meinte Ford während er in die Richtung der funktionierenden Computer zeigte.

Lucas nahm auf einem Stuhl der vor einem noch funktionierenden Computer stand platz und fing an auf der Tastatur herumzutippen. Seine Finger waren nicht so schnell wie gewöhnlich und auch seine Kopf schien nicht mehr sehr klare Gedanken fassen zu können. Lucas viel es schwer sich auf den Computer zu konzentrieren. Und das er Ford hinter sich sagen hörte das er sich beeilen müsse machte die Sache für ihn auch nicht einfacher.

Plötzlich fiel der vorletzte Computer aus und nur noch der lief vor dem Lucas momentan saß. Als der Teenager dies registrierte entweichte seinem Mund ein „Mist!“. Lucas setzte jetzt alles daran schneller zu werden. Doch dies gelang ihm so gut wie nicht. Der letzt Computer fiel aus und wurde vor Lucas Augen schwarz.

Der Strom fiel aus, jedoch schaltete sich kurz darauf der Notstromaggregat ein. Daraufhin schaltete sich auch das Notfallsteuersystem ein, fiel aber kurz darauf wieder aus, da der Notstromaggregat nicht genügend Strom abgab. Die SeaQuest war nun nicht mehr steuerfähig. Die Maschinen fielen komplett aus. Nichts ging mehr im Schiff. Alle elektrischen Geräte gaben den Geist auf. Als Folge fiel die SeaQuest 7632 Meter bis auf den Meeresboden wie ein Stein herab.

Bridger schaffte es gerade noch zum Lautsprecher um seine Mannschaft mit ermahnender Stimme auf den bevorstehenden Aufprall vorzubereiten. „Achtung, Achtung! Machen sie sich auf einen harten Aufprall gefasst.“

So gut es ging hielten sich alle an etwas fest. Die SeaQuest schlug sehr schwer auf dem Meeresboden auf und wirbelte den Sand des Meeresgrundes auf. Viele Mannschaftsmitglieder verletzten sich, da sie sich nicht gut genug festhalten konnten und es so zu mehr oder weniger schweren Stürzen kam.

Auf der Brücke hatte es so gut wie niemand geschafft sich auf den Beinen zu halten. Bridger schaffte es als erstes wieder vom Boden aufzustehen. Der Blick des Captains schweifte auf der Brücke umher. Der Aufprall hatte mehr zerstört als der Captain gedacht hätte. Überall hingen Kabel herum, viele zerstörte technische Teile lagen auf dem Boden verstreut. Einige Maschinen sahen auch sehr mitgenommen aus. Als nächstes viel der Blick des Captains auf Ford, der gerade versuchte aufzustehen. Bridger gab ihm die rechte Hand und zog ihn dann hoch. „Alles in Ordnung bei Captain?“ Fragte Ford als dieser wieder auf beiden Beinen stand. „Mir tut nur meine linke Hand weh ansonsten geht es mir gut. Und wie sieht es bei ihnen aus?“ „Alles ok.“

Bridger sah sich weiter um. Als er Lucas entdeckte, der auf dem Boden lag, lief er zu ihm und kniete sich neben ihn. „Lucas ist alles ok mit dir?“ Lucas wandte sich zum Captain um. „Ich glaub schon.“ Lucas kam trotz Bridgers Hilfe nur schwerlich wieder auf die Beine. Als er wieder stand bekam er jedoch Probleme mit dem Gleichgewicht so das Nathan ihn bat sich hinzusetzen. Diesem Wunsch kam Lucas gerne nach und setzte sich auf den nächsten Stuhl der in greifbarer Nähe war. Dann sah sich der Teenager auf der Brücke um. Die meisten Mannschaftsmitglieder waren schon wieder aufgestanden und begannen auch schon das Chaos zu beseitigen.

Während Lucas sich so umsah und langsam in einer Art Fiebertagtraum zu verschwinden schien hörte er nur noch im Hintergrund wie Captain Bridger begann Befehle zu geben.

„Ich möchte das alle die verletzt sind oder Schmerzen haben auf die Krankenstation gehen. Der Rest sollte denn entstandenen Schaden feststellen und hier so gut es geht aufräumen. Am liebsten wäre es mir, wenn sie noch so viel wie möglich reparieren könnten. Aber immer eins nach dem anderen. Außerdem halte ich es für wichtig, dass ein Trupp auf dem Schiff nach Verletzten sucht. Womöglich gibt es welche, die sich nicht bei uns melden können.“

„Sir wenn sie einverstanden sind, dann übernehme ich das Kommando hier. Dann können sie mit ihrer verletzten Hand auf die Krankenstation gehen.“

„Das ist eine gute Idee. Ich werd gleich zu Dr. Westphalen gehen. Und ihn werde ich mitnehmen.“ Meinte Bridger mit einem Kopfnicken und einem besorgten Blick zu Lucas hinüber.

Bridger ging zu Lucas und half dem Computergenie auf bevor er mit ihm die Brücke verließ um auf die Krankenstation zu gehen.

Stützend legte Bridger den Arm um Lucas Hüfte. Nur langsam kamen sie voran. Lucas versuchte so schnell wie es ging, doch das war bei weitem nicht schnell genug.

Immer wieder warf Bridger seinem Schützling besorgte Blicke zu. *Irgendetwas muss mit Lucas los sein. Das es ihm so schlecht geht kann nicht nur von dem Sturz kommen. Und als ich ihn in seiner Kabine aufgesucht habe war er auch schon so blas und sah krank aus.*

Lucas fing einen der besorgten Blicke des Captains auf. *Verdammt ich will mich hier nicht so schwach zeigen. Bei dem Computerproblem habe ich schon vollkommen versagt und jetzt muss ich mich vom Captain auch noch besorgt ansehen lassen. Ich fühl mich wie ein Kleinkind, dass nichts alleine kann. Nicht mal gehen.* Auf der Stelle blieb Lucas stehen. „Captain, mir geht es gut. Ich kann allein gehen. Sie brauchen mir nicht zu helfen.“

Captain Bridger sah Lucas prüfend an und lies ihn dann widerwillig los. Vorsichtig ging das Computergenie weiter. Er achtete auf jeden seiner Schritte und musste sich sehr anstrengen um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Er wollte einfach keine Schwäche zeigen. Er hatte sich den Respekt der Besatzungsmitglieder hart erkämpft. Zu hart um es von einer kleinen Krankheit zerstören zu lassen. Würde er jetzt Schwäche zeigen, dann würden ihn alle wieder als kleinen Jungen sehen... genauso wie es Bridger jetzt schon seit geraumer Zeit tat. Davon war Lucas überzeugt. Und es wiederstrebte ihm zutiefst dies zuzulassen.

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Auf der Krankenstation war die Hölle los und Kristin hatte alle Hände voll zu tun. Schwere Verletzungen gab es zum Glück bis jetzt nicht. Am schlimmsten hatte es die Mannschaftsmitglieder auf der Brücke erwischt. Die Verletzungen reichten von Prellungen über Platzwunden bis zu Verstauchungen.

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Als Nathan auf der Krankenstation ankam sah er viele Verletzte. Alle nur leichte, aber sie mussten versorgt werden. Die Ärzte rannten von Patient zu Patient. Sie mussten sich erst ein Bild über alle anliegenden Verletzungen machen bevor sie entscheiden konnten wer zuerst behandelt wird. Nathan sah sich um. *Wo ist Kristin nur? Ob sie sich auch verletzt hat? Hoffentlich geht es ihr gut.*

Von Captain Bridger unbemerkt musste Lucas sich gegen die Wand stützen. Sein Körper wollte oder konnte nicht mehr. Schwer atmend blieb er an der Wand gelehnt stehen. Keinen Schritt konnte er jetzt noch tun.

Nathan entdeckte Kristin endlich und rief sie zu sich hinüber. *Zum Glück. Ihr scheint es gut zu gehen. Hoffentlich hat sie kurz Zeit um sich Lucas anzusehen. So gut wie er tut geht es ihm wirklich nicht.*

Als Kristin auf  Lucas und Bridger zuging verließen Lucas entgültig die Kräfte. Seine Beine gaben nach und er brach auf dem Boden zusammen.

Erst als Captain Bridger ein dumpfes Geräusch hinter sich hörte drehte er sich um. „Lucas!“ Sofort war er bei dem Jungen und sah ihn besorgt an.

„Was hat er?“ Wollte Kristin wissen die inzwischen neben Nathan hockte.

„Ich weiß es nicht. Hast du ein Bett frei?“

„Ja, aber wir brauchen Hilfe. Er wird nicht selbst laufen können.“ Kristin rief zwei Ärzte herbei die Lucas in ein naheliegendes, freies Bett trugen. „Ich werd mich um ihn kümmern. Wenn du willst kannst du wieder auf die Brücke gehen.“

„Naja weißt du...“ Nathan rieb sich vorsichtig über die linke Hand. „Ich glaube ich hab mir die Hand verletzt. Sie tut ziemlich weh.“

„Ok, dann geh doch zu Dr. Haufe. Er wird dich behandeln.“

„Mir wäre es aber lieber wenn ich hier bleiben könnte. Meine Hand können wir auch später behandeln. Ich will lieber wissen was mit Lucas los ist.“

„Ich kann dich ja eh nicht davon abhalten. Dann frag ich Dr. Haufe mal ob er dich eventuell hier behandeln kann.“

„Ich würd mich aber lieber von dir behandeln lassen.“ Meinte Nathan mit einem vielsagenden Lächeln.

„Ich dachte ich soll mich um "unseren" Jungen kümmern.“

„Oh ja natürlich. Lucas geht vor.“

„Also wenn du willst das Dr. Haufe dich behandelt, dann musst du ihn nur herholen. Ich muss mir jetzt erst mal Lucas ansehen.“

Kristin beugte sich nun über ihren Patienten und begann ihn zu fragen: „Lucas kannst du mich hören?“ Keine Reaktion folgte. „Er ist bewusstlos.“ Sagte sie zu Bridger der die Ärztin aufmerksam beobachtet hatte. Kristin legte eine Hand auf Lucas Stirn. „Er ist ganz heiß. Ich werd noch eine Weile mit ihm brauchen.“ Kristin sagte den anderen Ärzten an Bord bescheid das sie sich vorerst nur um Lucas kümmern kann und die anderen deshalb die Verletzten allein versorgen müssten.

Nach weiteren Untersuchungen stand das fest was Kristin schon vermutete hatte. Lucas hatte sehr hohes Fieber. Das er mit diesem Fieber aufgestanden war, hatte ihn so sehr geschwächt das er bewusstlos wurde. Nachdem Kristin die Untersuchung abgeschlossen hatte wand sie sich an den Captain der SeaQuest. „Er hat sehr hohes Fieber. Und das hat nicht gerade erst angefangen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war er gestern schon krank, vielleicht auch noch eher. Wieso ist er überhaupt auf den Beinen? Er müsste doch genug Verstand haben um im Bett zu bleiben wenn es ihm schlecht geht.“

„Ich fürchte das ist meine Schuld. Du hast doch bestimmt schon gehört das auf der Brücke alle Computer ausgefallen sind.“ Nathan wartete auf eine Reaktion der Ärztin, als diese nickte fuhr er fort. „Ich dachte Lucas könnte uns helfen und deshalb hab ich ihn dazu geholt.“

„Nathan du hättest ihn nicht um Hilfe bitten dürfen. Das war unverantwortlich.“

„Aber Lucas hatte mir versichert das es ihm gut geht und er uns helfen will.“

„Hast du denn nicht gesehen das es ihm nicht gut ging?“

„Doch schon, aber ich dachte...“

„Was dachtest du? Das er das schon schafft? Oder war es dir egal wie es ihm geht?“ Schrie Kristin Bridger förmlich an.

„Aber ich...“

„Nichts aber. Am besten gehen sie jetzt Captain. Lucas braucht Ruhe.“

„Du weißt doch das ich gern hier bleiben würde. Ich mach mir Sorgen um Lucas.“

„Das hätten sie sich vorher überlegen sollen. Wenn sie sich wirklich Sorgen um ihn machen würden, dann hätten sie ihm geraten im Bett zu bleiben. Aber ihnen war ihr Boot viel wichtiger. Hauptsache es geht nicht kaputt egal, wer dabei zu Schaden kommt. Und jetzt gehen sie, Sir.“

„Meine Hand muss noch behandelt werden.“

„Gehen sie zu Dr. Haufe das hab ich ihnen vorhin schon gesagt.“

Bridger wollte noch widersprechen, doch das hätte keinen Sinn gemacht. Die Bordärztin sah in mit böse funkelnden Augen an. So wütend hatte er sie noch nie gesehen. Und das diese Wut ausgerechnet er ausgelöst hatte betrübte ihn sehr. Auf keinen Fall wollte er riskieren das sie noch wütender wird und so gab er auf und lies sich von Dr. Haufe behandeln. Sobald dieser fertig war verlies der Captain auch gleich die Krankenstation. Hier zu bleiben hätte nichts mehr gebracht.

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Kristin wendete sich wieder Lucas zu. Besorgt sah sie ihn an. *Wie konnte Nathan nur so verantwortungslos sein. Er hat mir immer erzählt wie wichtig ihm Lucas ist, doch was er heute gezeigt hat beweist das Gegenteil. Ich versteh nicht was mit ihm los ist. Sonst hat er doch auch immer gemerkt wenn es jemandem schlecht ging. Vor allem wenn es sich dabei um Lucas drehte. Er war immer so sensibel wenn es um den Jungen ging. Jede kleinste Veränderung an ihm hat er sofort bemerkt, ob sie nun gut oder schlecht war. Doch heute scheint er jede Sensibilität für Lucas verloren haben.* Dr. Westphalen musste Lucas als erstes etwas gegen das Fieber geben und so ging sie zum Medizinschrank und nahm eine kleine Flasche mit einer durchsichtigen Flüssigkeit heraus. Aus einer Schublade holte sie eine Spritze heraus und dazu eine Nadel die sie auf die Spritze setzte. Dann stecke sie die Nadel in die kleine Flasche und zog die Flüssigkeit in die Spritze. Danach stellte sie die Flasche zurück in den Schrank. Mit der Spritze ging sie zu Lucas. Sie drückte einmal auf die Spritze bis ein wenig der Flüssigkeit kam heraus kam. Mit einer anderen Flüssigkeit und einem Wattepad dezinfizierte sie Lucas’ Arm bevor sie mit der Nadel in Lucas’ Haut stach. Als die Flüssigkeit in seinem Arm verschwunden war zog Dr. Westphalen die Nadel heraus und klebte ein Pflaster auf die Einstichstelle. *Das sollte das Fieber senken. Jedenfalls hoffe ich das. Obwohl bis jetzt hat es immer geholfen. Also brauch ich mir eigentlich keine Sorgen mehr zu machen. Es dürfte nicht allzu lange dauern, dann müsste es ihm besser gehen.*

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Bridger ging zurück auf die Brücke. Er musste sich jetzt irgendwie ablenken und gebraucht wurde er ja eh. Die Arbeit war jetzt sicherlich das beste. „Wie geht es ihrer Hand Sir?“ Wollte Ford wissen.

„Der geht es gut.“

„Wir haben den Schadensbericht fertig. Wir können die SeaQuest im Moment nicht starten, da wir es bis jetzt nicht geschafft haben die Computer zu reparieren. Die Außenhülle des Bootes ist geringfügig beschädigt. Aber wir haben Glück gehabt. Es ist kein Wasser eingetreten. Wir liegen in einer Tiefe von etwa 7632 Metern, also knapp über der zugelassenen Tiefe von 7620 Metern. Aber bis jetzt gibt es keine Anzeichen, dass die SeaQuest dem nicht stand hält. Der Suchtrupp ist durch das ganze Boot gegangen hat aber kein Verletzten mehr gefunden.“

„Sehen sie noch eine Chance die Computer demnächst zu reparieren?“

„Das sieht schlecht aus, Sir. Wir werden dazu wohl Lucas brauchen.“ Eine kurze Pause entstand. „Wie geht es ihm eigentlich?“

*Ich hatte gehofft mich hier ablenken zu können, doch jetzt sind wir schon wieder bei Lucas. Ich hatte wohl einfach vergessen das sich die anderen auch Sorgen machen und wissen wollen wie es ihm geht.*

„Captain?“

„Oh Entschuldigung. Lucas hat hohes Fieber. Er wird uns nicht helfen können. Er muss erst gesund werden.“

„Dann werden wir tun was wir können um sie allein zu reparieren.“

„Tun sie das. Wenn sie mich jetzt nicht brauchen würde ich mich in meine Kabine zurückziehen und mit Admiral Noyce sprechen.“

„Ja gehen sie ruhig, wir haben soweit alles unter Kontrolle.“ *Hoffentlich geht es dem Captain dann wieder besser. Er war schon wieder so abwesend und als ich wissen wollte wie es Lucas geht ist er regelrecht zusammengezuckt. Ich frage mich was da los ist. Irgendwas stimmt doch überhaupt nicht mit dem Captain. Aber ich weiß auch nicht, ob ich ihn darauf ansprechen soll. Es scheint mir so, als wollte er lieber nicht über diese Sache reden.*

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Der Captain der SeaQuest ging zum Moonpool. Bevor er mit Admiral Noyce sprach musste er noch nach Darwin sehen. Der Delphin war nicht an Bord gewesen, als die SeaQuest auf den Meeresboden gefallen war. Jedenfalls so weit Captain Bridger das wusste. Es könnte dem Delphin aber auch außerhalb des Schiffes etwas zugestoßen sein. Nicht auszudenken, wenn Darwin unter der SeaQuest geschwommen wäre und das Schiff dann auf ihn draufgefallen wäre. Bei diesem Gedanken beschleunigte er seinen Schritt noch etwas, obwohl er den Moonpool fast erreicht hatte. Er griff zum Vocoder und schaltete ihn ein.

"Darwin? Kannst du mich hören? Darwin? Wenn du mich hören kannst, dann komm so schnell es geht zum Boot zurück."

Bridger wartete. Nach einer Minute war noch nichts passiert. Captain Bridger erhob sich und ging auf Commander Ford zu. "Commander? Haben sie seit unserem Aufprall etwas von Darwin gehört?"

"Nein Sir. Tut mir leid."

"Danke." Bridger ging zum Moonpool zurück und begann erneut zu sprechen.

"Darwin wenn du mich hören kannst, dann komm bitte zurück zur SeaQuest."

Captain Bridger starrte gebannt auf das Wasser des Moonpools. Es bewegte sich nicht ein bisschen.

*Darwin bitte komm zurück. Ich ertrage es nicht, wenn dir was passiert ist. Es sind schon zu viele Sachen am heutigen Tag schiefgegangen. Bitte nicht auch noch du. Komm zurück, bitte. Wie soll ich das denn Lucas erklären, wenn er wieder gesund ist? Er wird dich sehen wollen. Soll ich ihm dann sagen, dass du nicht zurückgekommen bist? Das wird er nicht verkraften. Er ist doch noch so jung und er hat sich so an dich geklammert, gerade wegen der Probleme mit seinen Eltern.*

Captain Bridger schloss die Augen und hoffte. Mit beiden Händen umklammerte er fest den Vocoder. Das nächste was er spürte war Wasser in seinem Gesicht. Er öffnete die Augen und sah den Delphin fröhlich vor sich im Wasser schwimmen.  

"Darwin! Dir geht es gut. Ein Glück. Ich dachte schon dir ist was passiert."

"Darwin da. Darwin Fische fangen. Fische lecker."

"Das freut mich." Nathan konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

"Warum Boot liegt auf Boden?" Wollte Darwin wissen.

"Wir hatten ein Problem auf der SeaQuest. Die Computer sind heute früh nach und nach alles ausgefallen. Als auch der letzte ausgefallen war konnten wir das Schiff nicht mehr steuern und wir fielen wie ein Stein zu Boden. Verstehst du?"

"Wie wenn Darwin Fisch loslässt?"

"Ja genau so, wie wenn du deinen Fisch fallen lässt."

"Mannschaft verletzt?"

"Ein paar schon. So wie ich zum Beispiel." Meinte Bridger und hielt seine Hand hoch. "Aber das ist nicht schlimm. Genauso wie bei den anderen. Niemand hat ernsthafte Verletzungen."

"Lucas verletzt?"

"Durch den Fall der SeaQuest hat er sich nicht verletzt, allerdings ist er krank."

"Was hat Lucas?"

"Er hat ein schlimme Erkältung mit hohem Fieber. Er war heute morgen schon krank, als er aufgestanden ist. Vielleicht auch schon gestern Abend. Er wollte uns heute früh helfen die Computer zu reparieren, aber er hat es leider nicht geschafft. Das ganze hat ihn so angestrengt, dass er noch kränker geworden ist.!"

"Wo ist Lucas? Auf Zimmer?"

"Nein, er ist bei Dr. Westphalen auf der Krankenstation. Er muss ich jetzt ausruhen und braucht viel Schlaf."

"Darwin kann da nicht hin. Kein Wasser."

"Nein, tut mir leid mein Freund, da kannst du wirklich nicht hin. Aber ich werde dir Bericht erstatten wie es ihm geht, ok?"

Darwin wackelte mit dem Kopf. "Wird Lucas wieder gesund?"

"Natürlich wird Lucas wieder gesund." Captain Bridger wusste nicht genau ob das stimmte. Er hatte einfach keine Ahnung ob Lucas wieder gesund werden würde, aber auf der einen Seite wollte er Darwin damit nicht belasten und auf der anderen Seite konnte er es sich so selbst einreden. Und das würde ihm helfen sich etwas besser zu fühlen.

"Bridger grüßen Lucas?"

"Das mach ich."

Nathan warf noch eine Blick auf den Delphin. "Ich geh jetzt in meine Kabine. Es ist mir lieber, wenn du an Bord bleibst und nicht ins Meer schwimmst. Einverstanden?"

"Ok!"

Captain Bridger legte den Vocoder zur Seite, streichelte Darwin über den Kopf und schenkte ihm noch einen Fisch, bevor er von der Brücke verschwand.  

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In seiner Kabine angekommen lies sich Captain Bridger erst mal auf einen Stuhl fallen. *Was für ein Tag. Es scheint immer schlimmer zu werden. Erst ignoriere ich das Lucas krank ist und jetzt geht es ihm schlechter als heute früh. Dann enttäusche ich auch noch Kristin eben weil ich Lucas Krankheit ignoriert habe und jetzt ist sie wütend auf mich. Sowie sie heute zu mir war kenn ich sie gar nicht. Ich war so froh das wir beide uns inzwischen so gut verstanden haben. Mit ihr und Lucas war es endlich wieder so als hätte ich eine Familie. Ich hatte wieder dieses Gefühl der Geborgenheit das ich früher immer in Carols Nähe verspürte. Jetzt scheint all das zerstört zu sein. Kristin hat mich auf einmal wieder mit ‚Sie’ angesprochen. Das hat sie seit Monaten nicht mehr getan. Ich hoffe nur das ich das irgendwann wieder hinbekomme. Hoffentlich kann sie mir das irgendwann verzeihen. Und hoffentlich geht es Lucas bald wieder besser. Es muss doch einen Grund geben, dass gerade heute alles schief läuft. Ob es wohl am heutigen Tag liegt. Ich wünschte ich hätte meine Kabine nie verlassen müssen. Dann wären auch all die anderen Sachen nicht passiert. Oder ich wäre einfach im Bett geblieben. Das wäre auch eine gute Lösung gewesen. Ich versteh sowieso nicht, weshalb ich eigentlich keinen Landurlaub bekommen habe. Dabei weiß Admiral Noyce doch was heute vor zwei Jahren passiert ist.* Bridger holte sich aus dem Spiegelschrank über dem Waschbecken im Bad eine Kopfschmerztablette und schluckte diese mit einem Schluck Wasser herunter.

Der Captain der SeaQuest ging zum Videphone und schaltete dieses ein...doch nichts passierte. Der Bildschirm blieb schwarz. Bridger griff zum Pal. „Mr. Ford.“

„Ja Sir?“

„Mein Videphone funktioniert nicht. Wie sieht es bei ihnen auf der Brücke aus?“

„Ich werde es gleich probieren, einen Moment bitte.“

Als Ford sich wieder meldete hatte er nichts gutes zu berichten. „Hier geht auch nichts. Ich hab auch gleich ein paar andere Leute aus anderen Bereichen gefragt. Das Videphone funktioniert auf dem kompletten Boot nicht. Der Notstromaggregat ist zu schwach, er reicht gerade für das Licht und die medizinischen Geräte. Kann ich sonst was für sie tun?“

„Nein danke. Ich muss mich nur etwas ausruhen. Ich hab schreckliche Kopfschmerzen und außerdem mach ich mir ziemliche Sorgen.“

„Um Lucas?“

„Auch, aber auch um das Schiff und darum ob wir wieder an die Wasseroberfläche kommen.“

„Ich werde mich um alles kümmern.“

„Vielen Dank.“

Bridger beendete das Gespräch und schaltete dann den Pal aus. Jetzt wollte er nicht gestört werden. Bridger wollte sich zuerst hinlegen aber dafür war er jetzt zu aufgekratzt. Also nahm er sich sein Buch in dem er schon am Morgen gelesen hatte und versuchte sich so abzulenken.

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Kristin maß zum wiederholten Male die Temperatur von Lucas. Bis jetzt hatte sich nichts an seinem Zustand geändert. Inzwischen war er nur kurz aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht und kurz darauf in einen Fiebertraum gefallen. Dr. Westphalen hatte versucht mit ihm zusprechen, doch er war zu erschöpft gewesen, um ihr zu antworten.

Schon seit einer Weile legte Kristin Lucas einen kalten Lappen auf die Stirn. Regelmäßig wechselte sie diesen. In einer Schüssel die auf dem Nachtschrank neben dem Bett stand lag ein Ersatzlappen. Dieser wurde etwa im Abstand von 10 Minuten mit dem auf Lucas’ Stirn gewechselt. Lucas Gesicht war von der Wärme die dass Fieber ausstrahlte ganz rot und noch immer stand ihm der Schweiß auf der Stirn, der auch nicht durch die kalten Lappen verschwand.

Kristin sah sich auf der Krankenstation um. Alle schienen gut versorgt zu sein. Bis eben musste sie sich noch mit um die anderen Patienten kümmern, doch jetzt hatte sie Zeit um sich intensiv mit Lucas zu befassen. Sie zog sich einen Stuhl zu Lucas' Bett und setzte sich darauf. Besorgt nahm sie Lucas’ Hand in ihre. *Ich verstehe das nicht. Es müsste ihm schon besser gehen, nach der Spitze, aber nichts hat sich geändert. Wenn ich die Spritze sonst benutzt habe, dann hat sie das Fieber schnell ein Stück gesenkt. Ich kann nur hoffen das es noch wirkt. Vielleicht braucht es einfach noch eine Weile, dann wird es ihm schon besser gehen.*

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Captain Bridger legte sein Buch zur Seite. Wie schon öfters an diesem Tag konnte er den Inhalt nicht erfassen. Also gab er es auf. *Ich muss wissen wie es Lucas geht, egal was Kristin auch zu mir sagt. Ich muss zu Lucas.* Bridger stand von seinem Stuhl auf. Gerade wollte er die Kabine verlassen als die Stimme von Commander Ford über die Lautsprecher zuhören war: „Captain Bridger bitte zur Brücke.“ *Hoffentlich gibt es da nicht noch schlechtere Nachrichten. Vielleicht haben sie schon irgendwas erreicht, was die SeaQuest und das Videphone angeht. Ich werd dann eben später zu Lucas gehen. Da ist die Chance dann auch größer das es ihm besser geht.*

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„Sir wir wollten sie über das Pal erreichen, doch es war abgeschaltet.“ Meinte Lt. Krieg aufgeregt.

„Das hatte ich ausgeschaltet. Ich hab das völlig vergessen.“ Er holte sein Pal aus der Hosentasche und schaltete es wieder ein, bevor er wieder fragend zu Krieg aufsah: „Was gibt es denn?“

„Wir haben das Videphone wieder zum laufen gebracht. Allerdings nur das auf der Brücke. Für mehr als dieses reicht der Strom noch nicht. Wenn sie wollen können sie hier mit dem Admiral sprechen.“

„Das ist endlich mal eine gute Nachricht. Ich hatte schon gehofft, dass es um so etwas geht. Holen sie mir bitte den Admiral auf den Schirm?“

Krieg salutierte als Zeichen, dass er denn Wunsch des Captains erfüllen würde.

Admiral Noyce erschien auf dem Bildschirm vor dem Capitainsstuhl, auf dem Bridger gerade Platz genommen hatte. „Nathan schön dich zu sehen. Wie geht es dir?“

„Nicht so gut."

"Wieso das d...Oh stimmt ja. Entschuldige, ich hab im Moment so viel um die Ohren, da habe ich nicht daran gedacht. Ich...wollte..."

"Nicht jetzt." Ging Bridger dazwischen bevor der Admiral noch weiterreden konnte. Er deutet mit einer Kopfbewegung auf die Mannschaft im Hintergrund. Sie mussten nicht alles mitbekommen. Admiral Noyce nickte kurz.

"Wie ich sehe hast du noch nichts davon mitbekommen, was hier passiert ist.“

„Nein. Was ist denn los?“

„Wir haben hier ein großes Problem. Alle Computer an Bord sind ausgefallen. Das Videphone wurde gerade eben erst wieder repariert, es ging nicht, da der Notstromaggregat zu schwach ist...mit dem ist auch irgendwas nicht in Ordnung. Die SeaQuest ist auf den Meeresboden aufgeschlagen, nach dem die Computer ausgefallen waren. Alle Steuerungsmodule sind ausgefallen. Zum Glück sind nicht sehr viele Schäden an der SeaQuest entstanden und die Mannschaft ist nur geringfügig verletzt. Das schlimmste ist eigentlich die Computertechnik. Wir werden eine Weile brauchen bis wir mit der SeaQuest wieder an die Wasseroberfläche auftauchen können.“

Der Admiral hielt kurz inne. „Ich brauch erst mal eine Sekunde bis ich das alles verarbeitet habe. Wann und wie ist das passiert?“

„Heute früh wurde ich auf die Brücke gerufen, als die ersten Computer ausfielen. Warum oder wie das passieren konnte wissen wir nicht.“

„In welcher Tiefe liegt die SeaQuest?“

„In ungefähr 7632 Meter unter der Wasseroberfläche.“

„Ich werd euch niemanden schicken können. Ihr liegt einfach zu tief. Denkst du ihr könnt das allein reparieren?“

„Wir werden es natürlich versuchen und ich hoffe, dass es klappt, denn sonst haben wir ein großes Problem.“

„Vielleicht kann Lucas euch ja bei der Problemlösung helfen. Schließlich kennt er sich am besten mit Computern aus.“

„Leider kann er uns nicht helfen. Er ist krank und liegt bei Dr. Westphalen auf der Krankenstation.“

„Oh! Ich hoffe es geht ihm bald besser.“

„Bestimmt.“ Ob das für den Admiral überzeugend genug war?

„Gut Nathan dann haltet erst mal weiterhin die Stellung. Ich werde versuchen von hieraus etwas zu unternehmen. Wenn ich etwas erreicht habe, dann melde ich mich bei dir.“

Bridger nickte und schaltete das Videphone aus, bevor er sich seiner Crew zuwand. „Ihr habt es gehört. Wir müssen vorerst allein zurecht kommen.“

Als einige Crewmitglieder nickten fuhr Captain Bridger fort: „Ich werd nur schnell auf die Krankenstation gehen und dann nehmen wir alle die gesamte Technik noch mal genauer unter die Lupe.“

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Wieder auf der Krankenstation sah Captain Bridger Dr. Kristin Westphalen an Lucas Bett sitzen. Vorsichtig trat er an sie heran und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Erschrocken fuhr Kristin zu ihm herum. „Was machen sie schon wieder hier? Hab ich nicht gesagt das Lucas Ruhe braucht?“

„Entschuldige Kristin. Ich wollte dich nicht erschrecken.“ Meint Bridger freundlich. „Wie geht es ihm denn?“

„Das geht sie überhaupt nichts an. Schließlich haben sie sich vorher auch nicht um seine Gesundheit geschert."

Entgegen der Hoffnung von Bridger hatte sich Kristin nicht beruhigt, doch er wollte nicht kleinbei geben und so spielte er einen für ihn untypischen Charakterzug aus. Er zeigte ihr auf, dass er der Captain dieses Schiffes war und sie ihm gehorsam entgegen zu bringen hat. „Wenn du es unbedingt willst, dann kann ich dir auch befehlen es mir zu sagen. Und du weißt was passiert, wenn du einen Befehl verweigerst.“

Missmutig verzog Kristin das Gesicht. Das Bridger ihr mehr oder weniger drohen würde hatte sie nicht erwartet. „Es geht ihm schlecht, Captain.“ Presste sie zwischen den Lippen hervor.

„Kannst du mir auch noch genaueres sagen? Oder war es das jetzt?“ Der Captain wurde langsam ungeduldig und Kristins Umgangston mit ihm reizte ihn noch mehr.

„Die Fieberspritze hat noch nicht gewirkt, obwohl es sonst nur ungefähr eine Stunde dauert, bis diese wirkt. Alle anderen Dinge die ich versucht habe, haben auch nichts geholfen. Er ist inzwischen schon einmal kurz aufgewacht, aber ich konnte nicht mit ihm sprechen. Er ist kurz darauf in einen Fiebertraum gefallen und bis jetzt nicht wieder aufgewacht.“ Besorgt fiel ihr Blick wieder auf Lucas zurück. Dieser schien einen schlimmen Traum zu haben, denn er wälzte sich im Bett hin und her. Sanft strich Kristin mit ihrer Hand über die Wange des kranken Jungen.

„Kannst du noch irgendetwas für ihn tun?“ Wollte der Captain wissen.

„Ich hab schon alles versucht. Wir können nur noch warten.“

„Sag mir bitte bescheid, wenn sich seine Zustand ändert.“ Nach diesen Worten erntete Bridger von Kristin böse Blicke, doch diese ignorierte er großzügig und sprach weiter. „Wenn es ihm nicht bald besser geht, müssen wir ihn irgendwie an Land bringen. Damit man ihm im Krankenhaus behandeln kann.“ Bridger zog sich wieder zurück, denn auch wenn er sich sicher war, dass Kristin bei seinen letzten Worten seiner Meinung war, hatte sie doch noch genügend Wut in sich, um beim kleinsten Fehlverhalten seinerseits auszurasten. Und diese Situation wollte er nicht noch mehr hinaufbeschwören.

Kristin hatte ihren Blick stur auf Lucas gerichtet und beachtete den gehenden Captain nicht weiter, während die letzten Worte von Bridger immer wieder durch ihren Kopf gingen. *Wie stellt der Captain sich das vor? Wie soll Lucas denn von hier an die Wasseroberfläche kommen? Wir liegen so tief, dass kein U-Boot oder Stinger uns erreichen kann und wir können nicht aufsteigen. Wenn es Lucas nicht bald besser geht, dann können wir nichts mehr für ihn tun.*

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Auf der Brücke waren die Reparaturarbeiten in vollem Gange. Alle packten mit an und langsam schaffte man es Stück für Stück die Technik wieder zu reparieren. Die Arbeit war mühsam, denn es gab verschieden Varianten die ausprobiert werden mussten, da man nicht wusste weshalb die Computer kaputt gegangen waren, noch welche Teile genau an ihnen kaputt gegangen waren, musste jede Reparaturmöglichkeit in Erwägung gezogen werden. Oft lag es bei den Reparaturen daran Fingerspitzengefühl zu beweisen. Die hochmoderne Technik der SeaQuest war schon immer sehr empfindlich. Dies war auch ein Grund aus dem die Mannschaft froh war, dass Lucas an Bord kam. Denn dieser hatte nicht nur ein Händchen für Computer, sondern auch das Feingefühl für dessen Inneres. Doch auch wenn es den restlichen Crewmitgliedern nicht so einfach von der Hand ging wie Lucas schafften sie es dennoch Schritt für Schritt voran zu kommen.
Nach 2 Tagen lief der erste Computer wieder fehlerfrei. Ein großer Erfolg für die gesamte Mannschaft. Zwei Tage lang hatten sich die Mannschaftsmitglieder abwechselnd Tag und Nacht um den Computer gekümmert und an ihm gearbeitet. Dafür bekamen sie endlich den wohlverdienten Erfolg.

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In den letzten Tagen war Captain Bridger meisten zwischen der Brücke und der Krankenstation hin und her gependelt. Das Wort ’Schlaf’ hatte er vollkommen aus seinem Wortschatz gestrichen. Denn überwiegenden Teil der Zeit verbrachte er auf der Brücke und half so gut wie er konnte die Probleme zu beseitigen. Die Krankenstation hingegen konnte er nicht so oft aufsuchen, denn von Kristin war er immer noch nicht gern gesehen. Häufig war er in der kurzen Zeit bei Lucas, in der Kristin sich hingelegt hatte, denn ganz ohne ein paar Minuten Schlaf kam auch sie nicht aus.

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Gerade überwachte Bridger die weiteren Reparaturen auf der Brücke, als sein Pal sich bemerkbar machte. Am anderen Ende war Dr. Kristin Westphalen, die eine sehr wichtige Nachricht für den Captain hatte. „Captain es geht um Lucas. Wenn sie wollen können sie gleich hier her kommen.“ Der Captain antwortete gar nicht mehr, sondern machte sich unverzüglich auf den Weg.

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„Was ist mit Lucas?“ Wollte Bridger wissen, als er die Krankenstation erreicht hatte und auf Kristin zuging.

„Sein Fieber ist endlich runter gegangen. Es ist noch nicht sehr viel...nur ein Grad, aber ich denke das es in der nächsten Stunde weiter fallen wird. Es wird nicht mehr lange dauern, dann ist er wieder gesund.“

„Zum Glück. Das sind ja endlich wieder gute Nachrichten. Es scheint wieder bergauf zu gehen. Der erste Computer läuft wieder und Lucas geht es besser. Ist er denn eigentlich schon aufgewacht?“

„Noch nicht, aber das wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.“

„Sagst du mir bescheid, wenn er wach ist?“

Kristin nickte. Sie war davon nicht sehr begeistert, aber auf der einen Seite hatte sie keine Wahl und auf der anderen war die Gesundheit von Lucas jetzt wichtiger. Bridgers Weg führte ihn zurück auf die Brücke. Gern wäre er noch geblieben, doch auf der Brücke wartete man bereits auf seine Rückkehr und das Verhalten von Kristin ihm gegenüber hatte sich noch nicht verbessert. Kristin hingegen, die jetzt beruhigter war, befasste sich mit den in den letzten Tagen liegen gebliebenen Arbeiten. Denn jetzt konnte sie Lucas auch mal aus den Augen lassen ohne befürchten zu müssen, dass es ihm plötzlich schlechter geht.

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Langsam öffnete Lucas die Augen und drehte seine Kopf nach links, doch niemand war zu sehen. Anschließend drehte er den Kopf auf die andere Seite, doch wieder war niemand zu sehen. Vorsichtig richtete er sich auf und ihm viel wieder ein was in der letzten Zeit passiert war. Die SeaQuest war auf den Meeresboden gesunken...wegen ihm. Er hatte es nicht geschafft den Computer zu reparieren. Wegen ihm wurden Menschen verletzt, die SeaQuest sicherlich beschädigt und Computer zerstört. *Wie lange hab ich denn hier gelegen? Ich muss unbedingt auf die Brücke gehen und mich um die Technik kümmern. Schließlich bin ich Schuld an allem* Er stand aus dem Bett auf und lief mit wackeligen Beinen davon.

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Westphalen erneuerte gerade den Verband um den Fuß eines Offiziers, als sie sich entschloss noch einmal nach Lucas zu sehen. *Es dürft nicht mehr allzu lange dauern, bis Lucas aufwacht und wenn er das tut wäre es besser, wenn ihn jemand über das geschehene aufklärt.* Als sie einen Blick auf das Krankenbett in dem Lucas lag warf blieb sie in ihrer Bewegung abrupt stehen. Lucas war weg. *Wo ist er nur hin? Er ist doch gerade erst aufgewacht, da ist es doch unverantwortlich von ihm aufzustehen. Ich muss ihn suchen gehen, bevor ihm noch was passiert.*

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Lucas war schon in der Nähe der Brücke und wunderte sich darüber, das er bis jetzt noch niemanden getroffen hatte. Die Gänge waren vollkommen leer und überhaupt war der Geräuschpegel im Gegensatz zu normalen Tagen außergewöhnlich niedrig. *Wahrscheinlich arbeiten alle an der Technik der SeaQuest. Es ist sicherlich sehr aufwendig die Computer zu reparieren.* Krieg kam begeistert auf ihn zugelaufen, als Lucas die Brücke betrat und wurde fast von ihm umgerannt. „Hey Lucas! Schön das du wieder da bist. Dir schient es ja schon besser zu gehen.“ Krieg hatte diese Worte so laut gesprochen, dass wohl jeder der sich auf der Brücke befand dies gehört hatte und sich nun neugierig zu den beiden umsah.

„Lucas du bist aufgewacht! Das freut mich, aber warum bist du nicht im Bett?“ Wollte Bridger wissen.

„Es geht mir gut und außerdem muss ich doch bei den Reparaturen helfen.“

„Ich glaube nicht, dass es dir gut geht. Schon vor drei Tagen als du krank warst...“

„Wie vor drei Tagen? Hab ich solange geschlafen?“ Unterbrach Lucas den Captain.

„Ja, aber der Punkt ist, dass du mir gesagt hast, es würde dir gut gehen, aber es ging dir nicht gut und ich will nicht, dass du mir noch mal vor Schwäche zusammenbrichst. Das kann ich nicht verantworten. Du musst erst mal gesund werden. Und weiß Dr. Westphalen überhaupt das du hier bist?“

„Nicht so richtig.“ Druckste Lucas herum.

„Ich bring dich jetzt wieder zurück auf die Krankenstation.“

„Aber die Computer.“

„Das bekommen wir schon alleine hin.“

"Und was ist mit Darwin? Geht es ihm gut?"

"Ja es geht ihm gut. Ich soll dich von ihm grüßen."

"Ich will ihn sehen."

"Tut mir leid, dass geht nicht. Du musst ins Bett und dich ausruhen. Und ich will keine Wiederrede hören."

Lucas setzte seinen besten Hundeblick auf und bettelte den Captain an, doch der viel nicht darauf herein. "Keine Chance Lucas. Das zieht bei mir nicht. Los ab auf die Krankenstation."

Bridger schob Lucas sanft ein Stück nach vorn. Dieser sah relativ schnell ein, dass es keinen Sinn machte sich dem Captain zu widersetzen. Er würde es sowieso nicht zulassen, dass Lucas weiter hier blieb. Also lief dieser wohlbeobachtet von Bridger zur Krankenstation zurück. Allerdings zeigte sich schnell, dass Lucas noch nicht gesund war und es ihm auch nicht gut ging, den dass letzte Stück konnte er nur beschreiten, weil Bridger ihn bei jedem Schritt stützte.  

„Lucas da bist du ja!“ Sprudelte es aus Kristin hervor, als sie die beiden auf dem Gang entdeckte. „Ist dir nicht klar, dass du nicht gleich aufstehen darfst? Du bist krank.“

„Ich weiß.“

„Sie können jetzt gehen Captain.“ Wandte sich Westphalen an Bridger. „Ich schaffe ihn schon allein zurück. Ist ja nicht mehr weit.“

*Wieso spricht Dr. Westphalen den Captain mit ’sie’ an? Hier ist doch niemand außer uns. Ach ist bestimmt nur Zufall. Immerhin müssen sie sich auch vor den anderen Crewmitgliedern mit ’sie’ ansprechen.* Dachte Lucas, als er Kristins Worte hörte.

„Nein, das ist kein Problem für mich. Ich kann ihn bringen.“

„Es ist aber ein Problem für mich, wenn sie ihn bringen.“ Kristins Augen funkelten wütend daraufhin gab Bridger nach und lies Lucas los. Dieser stützte sich nun auf Westphalen, die auch gleich ohne noch ein Wort zu verlieren losging. Bridger sah den beiden betrübt nach. *Ich hatte so sehr gehofft, das Kristin nicht mehr böse auf mich ist, wenn es Lucas besser geht. Doch da hab ich mich wohl getäuscht. Ich werd mir was einfallen lassen müssen, wenn ich will, das sie nicht mehr sauer auf mich ist.*

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Lucas sah Dr. Westphalen mit einem musternden Blick an. *Hier stimmt doch irgendwas nicht. Warum ist Dr. Westphalen so feindselig? Ob die beiden Streit hatten?* Das Computergenie faste sich ein Herz und sprach die Frau neben sich an. „Sind sie irgendwie sauer auf den Captain?“

„Wieso fragst du?“

„Mir ist aufgefallen, das sie ihn mit ’sie’ angesprochen haben, ich dachte das hätten sie schon längst hinter sich.“

„Wir haben nur ein paar kleine Diverenzen.“

„Wenn ich mal fragen darf. Um was geht es denn?“

„Um dich.“

„Um mich?“

„Ja, wir waren uns da über etwas uneinig. Aber das ist jetzt nicht so wichtig.“ Westphalen half Lucas zurück ins Bett. „Kann ich was für dich tun? Willst du etwas zum trinken?“

„Ja das wäre gut.“

„Sonst noch etwas?“ Fragte Kristin, die mit einem Glas Wasser zurück kam.

„Nein danke. Ich will mich nur etwas ausruhen.“

„Dann las ich dich alleine.“

Lucas nahm einen Schluck aus dem mit Wasser gefüllten Glas und wickelte sich dann in seine Decke ein, drehte sich zur Seite und schloss die Augen. *Jetzt bin ich auch noch Schuld daran, dass der Captain und Dr. Westphalen sich streiten. Ich bin doch so ein Idiot. Warum konnte ich das Problem mit dem Computer nicht lösen? Und ich will ein Computergenie sein? Das ist ja lachhaft. All die Verletzten, all die Schäden im und am Schiff und ich bin Schuld daran.* Mit diesem quälenden Gedanken im Kopf fiel Lucas in einen traumlosen Schlaf.

Kristin saß noch eine Weile an Lucas’ Bett und beobachtete ihn bevor sie ihn wieder aus den Augen lies und ihre Kabine aufsuchte um sich auch ein wenig auszuruhen. Doch was sie entdeckte, als sie die Tür zu ihrer Kabine öffnete überraschte sie doch sehr. Auf ihrem Bett saß Nathan und hielt einen Strauß mit roten Rosen in der Hand. „Kristin die sind für dich.“ Der Captain war aufgestanden und streckte ihr den Strauß entgegen. „Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Die Sache mit Lucas tut mir wirklich leid. Ich weiß, ich hätte besser auf Lucas’ Gesundheit achten sollen. Können wir unseren blöden Streit nicht einfach vergessen?“

Etwas zögerlich nahm Kristin die Rosen entgegen. „Wo haben sie die so schnell aufgetrieben?“

„Das bleibt mein kleines Geheimnis, aber ich hoffe sie können ihren Zweck dennoch erfüllen. Verzeihst du mir?“

„Das ist nicht so einfach.“ Kristin setzte sich auf ihr Bett und gab Nathan zu verstehen, dass er neben ihr Platz nehmen sollte. „Wie konnte das alles passieren? Wieso haben sie nicht gemerkt, dass es Lucas schlecht geht? Normalerweise merken sie so etwas immer gleich.“

„Weißt du an diesem Tag war ich nicht so ganz auf der Höhe. Mir schweiften so viele Gedanken durch den Kopf und dann kam das Problem mit den Computern. Auf so etwas war ich nicht vorbereitet. Ich hatte gehoffte, das dieser Tag normal verlaufen würde. Eigentlich hatte ich an diesem Tag auch frei, doch da ich nicht an Land konnte hatte ich gehofft, hier an Bord einen ruhigen Tag verbringen zu können. Es war eben nicht mein Tag.“

„Wieso ging es dir denn so schlecht an diesem Tag?“

Ein winziges Lächeln huschte über Nathans Gesicht. „Ich finde es schön das wir wieder beim ’du’ sind. Das hat mir gefehlt.“ Das Gesicht des Captains verhärtete sich wieder, das Lächeln war verschwunden.

„Du musst mir meine Fragen nicht beantworten, wenn du nicht willst.“

Gerade wollte der Captain zur Antwort ansetzten, als die Tür mit einem Ruck geöffnet wurde. Schnell versteckte Kristin den Strauß Rosen hinter ihrem Rücken ehe sie sich dem Eindringling zuwand. „Dr. Haufe was kann ich für sie tun?“

„Entschuldigen sie, ich wollte nicht stören. Ich wollte ihnen nur die Bestandsliste der Medikamente und Verbände vorbeibringen. Die wurde ziemlich angegriffen in den letzten Tagen.“

„Danke, aber das hätte auch noch Zeit gehabt.“

„Naja, so ist sie schon fertig.“

„War das alles?“

„Fast. Soll ich sie weiterhin auf der Krankenstation vertreten?“

„Ich bitte darum.“

„Auf Wiedersehen Dr. Westphalen, Captain.“

„Wiedersehen.“

Kristin wand sich wieder Bridger zu. „Meinst du er hat etwas gemerkt?“

„Du meinst, das der Captain der SeaQuest mit der Bordärztin über Wissenschaftliche Themen spricht. Mag sein, dass er das gemerkt hat.“

„Du weißt was ich meine.“ Antwortete die Ärzten, während sie den Rosenstrauß hinter ihrem Rücken hervorholte. „Das glaub ich kaum. Selbst wenn er die Rosen gesehen hat muss es nicht heißen, dass er etwas gemerkt hat.“

„Du hast ja Recht. Wie sieht es aus? Möchtest du mir noch eine Antwort auf meine Frage geben?“

„Der Tag an dem die Computer ausfielen, dass war...“ Eine kleine Pause entstand, in der Nathan noch einmal tief Luft holte. „...der Todestag von Carol.“

Kristin ergriff die Hand des Mannes neben ihr. „Es tut mir leid. Das wusste ich nicht.“

„Wie solltest du auch? Ich hab es dir nie erzählt. Doch auch an diesem Tag hätte ich mehr auf Lucas achten sollen. Ich weiß das es meine Schuld ist das es ihm so schlecht geht.“

„Weißt du so sieht die Sache gleich ganz anders aus. Du hast selbst gesagt, das Lucas meinte es würde ihm gut gehen.“

„Ja, aber das ist doch keine Entschuldigung. Wenn ihm was schlimmeres passiert wäre könnte ich mir das nie verzeihen.“

„Das weiß ich und Lucas weiß es auch.“

„Ich werde mich trotzdem bei ihm entschuldigen.“

„Tu das. Aber zuerst hast du noch etwas für deine Entschuldigung bei mir verdient.“

„So? Was denn?“

Kristin fackelte nicht lange und gab Nathan einen Kuss. Verwundert sah dieser sie an. „Heißt das du bist ab jetzt nicht mehr böse auf mich.“

„Nein. Ich verzeihe dir, aber nur, unter einer Bedingung. Wenn wir wieder Landurlaub haben lädst du mich und Lucas zum Essen ein.“

„Versprochen.“

„Dann lass uns jetzt gleich wieder zu Lucas gehen und ihm sagen, das wir uns vertragen haben, er war ziemlich betrübt, als er merkte, das wir uns nicht mehr so gut verstehen.“

„Na dann überbringe wir ihm die gute Nachricht, aber danach muss ich wieder auf die Brücke und du wirst dich etwas hinlegen. Nach der ganzen Aufregung bist du sicherlich erschöpft.“

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Tief träumend wälzte sich Lucas in seinem Bett herum. „Schuld. Bin Schuld... an allem.“ Kam mühsam über seine Lippen.

„Wir sollten ihn wecken. Es scheint ihm nicht sehr gut zu gehen.“ Mutmaßte Kristin. Sanft rüttelte sie an dem Arm des Computergenies, doch dieser reagierte nicht. Nun versuchte sie es etwas stärker. Lucas schreckte hoch, Schweiß stand ihm auf der Stirn. Verwundert sah er zur Seite und  noch schwer atmend fragte er: „Was ist denn passiert?“

„Du hast schlecht geträumt.“ Versuchte Kristin ihren Patienten zu beruhigen.

„Was meinst du eigentlich damit das du Schuld an allem bist?“ Fragte sie vorsichtig weiter.

„Was meinen sie?“

„Du sagtest das, als du gerade geträumt hast.“

„Wissen sie, es ist doch meine Schuld, dass ich den Computer nicht reparieren konnte und jetzt ist die SeaQuest beschädigt. Die Crew ist verletzt und sie streiten sich und das nur, weil ich zu blöd war den Computer zu reparieren.“

„Das ist doch nicht deine Schuld...das darfst du nicht denken. Du hast alles versucht, um den Computer zu reparieren. Eigentlich bin ich hier um mich bei dir zu entschuldigen. Ich hab nicht gemerkt, wie schlecht es dir wirklich ging und hab dich einfach aufstehen lassen. Es tut mir leid, das es dir so schlecht geht. Das wollte ich wirklich nicht.“ Sagte Bridger.

„Aber ich bin doch freiwillig aufgestanden. Also trifft sie keine Schuld.“

„Ich bin aber für dich verantwortlich, also hätte ich auf deine Gesundheit achten müssen."

"Ich wollte ihnen doch nur helfen, wo der Tag für sie doch so... so wichtig war. Ich meine ihre Frau ist..."

Erstaunt sah Bridger seinen Schützling an und unterbrach ihn mitten im Satz. "Woher weißt du davon?"

"Ich... na ja hab es... entdeckt, als ich...mich über sie... erkundigt habe."

"Du meinst du hast dich in die UEO – Datenbank eingehackt?" Bridger sagte dies noch sehr ruhig. Nochmalerweise hätte Lucas jetzt eine Standpauke bekommen, aber er war krank und Captain Bridger wollte nicht, dass sich der Junge aufregte. Er würde mit ihm darüber sprechen wenn er wieder gesund ist.

"Ja." Meinte Lucas kleinlaut. "Es... tut mir... leid."

"Ist schon gut. Lass uns das auf ein anderes mal verschieben. Du solltest dich nicht zu sehr anstrengen."

Lucas nickte, dass war ihm gerade Recht. Daraufhin fuhr Nathan fort.

"Wegen den Computern brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Der erste läuft schon wieder einwandfrei und die Crew schafft es Stück für Stück die anderen wieder in Gang zu bringen. Die Außenhülle des Bootes hat sich wieder voll regeneriert und die Mannschaft hat nur kleinere Verletzungen. Und Kristin und ich wir haben uns auch wieder vertragen.“

„Ehrlich?“

„Ja das stimmt.“ Mischte sich Kristin ein.

Lucas fiel beiden um den Hals. „Ich bin so froh.“

Bridgers Pal piepste laut auf. „Ja?“ Sagte er nach dem er das Gerät aus seiner Tasche geholt hatte.

„Captain können sie bitte auf die Brücke kommen?“

„Natürlich. Ich bin gleich da.“ Bridger packte das Pal weg und wandte sich Lucas zu. „Tut mir leid, aber du hast es ja gehört. Ich muss los.“ Der Teenager nickte zustimmend. Bridger sah Kristin auf eine Antwort wartend an. „Ich werd noch ein bisschen hier bleiben.“ War ihre Reaktion.

„Du denkst aber daran, dich dann noch auszuruhen?“

„Werd ich.“

Der Captain verabschiedete sich und ging davon.

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„Captain zwei weiter Computer laufen wieder. Es dürfte nicht mehr lange dauern, dann sollte hier alles wieder gehen.“

„Wunderbar. Dies gute Nachricht werde ich gleich Admiral Noyce vortragen.“

Captain Bridger rief sich den Admiral auf den Schirm. „Nathan gibt es etwas neues?“

„Ja. Die Mannschaft konnte drei Computer reparieren. Der Strom müsste in der nächsten Zeit auch wieder komplett da sein, so das wir auf das Notstromaggregat verzichten können.“

„Sehr schön! Wenn ihr wieder starten könnt, dann kommt gleich nach New Cape Quest. Wir müssen das Boot komplett überprüfen, oder habt ihr schon herausgefunden warum die Computer ausgefallen sind?“

„Noch nicht. Aber ich halte es auch für besser wenn wir erst zu euch kommen.“

„Wie geht es Lucas?“

„Ihm geht es besser, aber er ist noch nicht ganz gesund.“

Admiral Noyce nickte. „Melde dich bei mir, wenn die SeaQuest wieder fahrtbereit ist.“

„Das werd ich. Tschüß.“

„Tschüß.“

„Captain könnte ich sie sprechen?“ Hörte Bridger die Stimme von Kristin hinter sich.

„Natürlich.“ Zu Ford gewandt sprach er weiter. „Mr. Ford kommen sie allein klar? Ich würde nach dem Gespräch mit Dr. Westphalen gern etwas schlafen."

"Kein Problem.“


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„Was gibt es denn? Ist irgendwas mit Lucas?“

„Nein, dem geht es gut. Ich habe gerade noch mal sein Fieber gemessen, es ist wieder ein bisschen gesunken.“

„Um was geht es denn dann?“

„Es geht schon um Lucas. Es hat mich doch schon sehr besorgt, dass ihn die Sache mit unserem Streit so mitgenommen hat. Nie hätte ich gedacht, dass ihn das ganze so wichtig sein könnte.“

„Ich weiß, was du meinst. Das hat mich auch sehr überrascht. Ich denke es liegt daran, das er so froh war, das hier auf der SeaQuest alles so harmonisch ist,  im Gegensatz zu seinem zuhause. Er hat wohl befürchtet, dass es hier genauso zugehen könnte wie bei seinen Eltern.“

„Wir sollten ihm auf jeden Fall zeigen, das es dazu nie kommen wird.“

Bridger nickte. „Wir sollten jetzt schlafen gehen. Ich würd dich gern einladen hier zu schlafen.“

„Das wäre schön, aber es geht nicht. Du bist der Captain und die Chance, das hier jemand ohne Vorwarnung reinplatzt ist sehr groß.“

„Du hast recht. Das war keine gute Idee. Ich wünsch dir auf jeden Fall einen erholsamen Schlaf.“

„Danke. Das wünsch ich dir auch.“ Kristin gab Nathan einen flüchtigen Kuss auf den Mund und schenkte ihm noch eine Lächeln ehe sie ihn allein zurück lies.

Vor dem Zimmer des Captains verweilte sie noch einen Moment. *Zum Glück läuft alles wieder besser. Ich dachte schon wir bekommen das nie wieder hin und dann noch die Sache mit Lucas. Ich hatte solche Angst um den Jungen. Eine Zeit lang wusste ich wirklich nicht, ob er wieder gesund wird. Ich war mit meinem Latein am Ende. Nie wieder will ich in so eine Situation kommen. Ich habe mich so hilflos gefühlt...das war schrecklich. Ich bin so froh, dass Nathan zu mir gehalten hat, obwohl ich ihn nicht gut behandelt habe.* Dr. Westphalen gähnte herzhaft. * Ich geh lieber mal ins Bett, es ist Zeit für ein bisschen Schlaf und denn werde ich jetzt auch genießen können.*

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Nach nur wenigen Stunden Schlaf führte der Weg von Dr. Westphalen wieder an Lucas’ Krankenbett, doch offensichtlich war sie nicht die einzige die sich noch immer Sorgen um ihr jüngstes Crewmitglied machte. Am Bett sah sie Nathan stehen, der den schlafenden Lucas beobachtete.

„Was machst du denn hier? Du solltest doch schlafen und dich ausruhen.“ Flüsterte Bridger als er Kristin entdeckte.

„Das selbe könnte ich dich auch fragen. Du wolltest auch schlafen. Außerdem habe ich schon geschlafen.“

„Du hast ja Recht. Wir sind wohl beide noch nicht so richtig überzeugt das es ihm gut geht.“

„Ja.“ Meinte Kristin nachdenklich. „Wenn du willst kann ich ihn mir gleich noch mal ansehen.“

Bridger nickte.

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„Es ist alles in Ordnung. Das Fieber ist weiter gesunken. Wir können also wieder unseren Arbeiten nachgehen.“

„Ich würde lieber noch etwas hier bleiben.“

Kristin lächelte Nathan an. *Er macht sich immer noch so viele Sorgen. Aber solange es Nathan gut geht und er nicht zu übermüdet ist kann ich ihn ja noch hier sitzen lassen.*

„Ist gut, dann bleib hier. Ich werde aber mal nach den anderen Crewmitgliedern kucken.“

„Nur wenn du dich dann auch um meine Hand kümmerst.“

„Versprochen.“

Während Kristin sich ihrer Arbeit widmete beobachtete Bridger weiter seinen Schützling.

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„Wie fühlst du dich?“ Wollte Bridger wissen als er sah das Lucas aus seinem Schlaf erwachte.

Das Computergenie rieb sich die Augen bevor er zu einer Antwort ansetzte. „Besser...ich bin noch etwas müde, aber ansonsten geht es schon wieder.“

„Das freut mich. Dein Fieber ist auch wieder gesunken.“

„Muss ich denn noch lange hier bleiben?“

„Naja ein paar Tage werden es schon noch sein.“

„Ich will aber nicht mehr so lange hier bleiben. Hier ist es langweilig.“

„Ich weiß, aber du musst erst gesund werden. Vorher kommst du nicht hier weg.“

„Na gut. Dann bringen sie mir wenigstens meinen Computer her, dann kann ich da dran ein bisschen was machen.“

„Damit du die ganze Nacht an dem Computer hängst und dich nicht ausruhst? Tut mir leid, aber das geht nicht.“

„Ach man.“ Meinte Lucas eingeschnappt.

Nathan amüsierte das ganze schon eher, wenn Lucas schon wieder so zickig sein konnte, dann ging es ihm wirklich besser.

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3 Tage später:

„Lucas ich hab gute Nachrichten für dich.“ Sagte Kristin nachdem sie Lucas untersucht hatte. „Du bist wir vollkommen gesund. Du kannst die Krankenstation verlassen.“

„Super!“ Rief dieser und war auch gleich aus dem Bett gesprungen.

Dr. Westphalen hielt ihn noch zurück. „Du kannst zwar von der Krankenstation, aber das heißt nicht, dass du gleich weiterarbeiten kannst. Du bist noch immer krankgeschrieben und ich will das du dich noch auf deinem Zimmer ausruhst.“

Lucas verzog das Gesicht. Das war es nicht was er sich erhofft hatte. „Darf ich wenigstens an meinem Computer arbeiten?“

„Natürlich, aber eben nicht zu lange. Du solltest dich immer noch ausruhen und es erst mal langsam angehen lassen und falls du denkst du kannst Nathan erzählen, dass du gesund bist und wieder auf der Brücke helfen kannst, dann kannst du das gleich vergessen. Ich werde ihm bescheid sagen, dass du noch nicht arbeiten darfst.“

„Och sie sind ne Spielverderberin.“

„Nein bin ich nicht. Ich will nur, dass du nicht gleich wieder krank wirst. Oder willst du wieder Tagelang auf der Krankenstation liegen?“

„Ach wenn ich es mir so recht überlege... lieber nicht.“

„Na siehst du, dann wirst du es auch schaffen dich noch etwas zurück zuhalten.“

„Ja, wenn sie dem Captain eh alles sagen, dann kann ich ihn auch gleich besuchen gehen.“

„Mach das er wird sich bestimmt freuen.“

Schon war Lucas auf dem Weg zur Brücke.

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Dr. Westphalen rief Captain Bridger auf dem Pal an.

„Nathan ich bin’s.“ Sagte sie als Bridger ranging.

„Ja was gibt’s denn?“

„Lucas ist wieder gesund und ich hab ihn von der Krankenstation entlassen, aber er ist immer noch krank geschrieben. Er darf noch nicht wieder arbeiten...das hab ich ihm auch gesagt. Er will dich gleich besuchen, also lass dir von ihm nichts erzählen.“

„Keine Angst. Ich werd schon aufpassen. Das sind doch mal richtig gute Nachrichten. Darwin wird sich auch freuen. Er hat Lucas wirklich sehr vermisst.“

„Sehen wir uns dann noch?“

„Na klar.“

Damit legten beide auf.

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„Hallo Lucas da bist du ja. Du wurdest schon angekündigt.“

„Hat Dr. Westphalen also wirklich hier angerufen.“

„Ja, damit du nicht wieder irgendwelche gefährlichen Sachen machst.“

Leicht genervt verdrehte Lucas die Augen. „Wie geht es denn hier voran?“

„Gut, die Computer laufen fast alle wieder und wir werden bald in New Cape Quest sein.“

„Darf ich nicht mal an den anderen Computern kucken was alles kaputt ist?“

„Kommt nicht in Frage.“

„Hier darf man auch nichts.“ Eingeschnappt verschränkte Lucas die Arme vor der Brust, als ihn ein aufgeregte Klicken aus der aufkeimenden schlechten Laune holte.

„Darwin!“ Rief der Junge aufgeregt und lief zum Moonpool.

„Lucas gesund?“

„Ja ich bin wieder gesund.“ Lucas streichelte denn Delphin.  

„Lucas mit Darwin schwimmen?“

„Na klar! Warte ich zieh mir nur schnell den Taucheranzug an.“ Lucas lief zu den Anzügen und suchte sich gerade einen passenden raus, als eine Stimme hinter ihm ihn dazu zwang den Anzug wieder hinzulegen.

„Was machst du da?“ Wollte Bridger wissen.

„Ich wollte mit Darwin schwimmen gehen.“ Sagte Lucas kleinlaut.

„Und das nachdem du gerade erst gesund geworden bist? Das ist doch nicht dein Ernst.“

Enttäuscht ging Lucas zu Darwin zurück. Bridger folgte ihm und ergriff gleich das Wort. „Darwin Lucas ist gerade erst gesund geworden. Da ist es unverantwortlich, wenn er jetzt ins kalte Wasser geht. Er könnte leicht wieder krank werden. Das können wir einfach nicht verantworten. Verstehst du das?“

„Darwin versteht. Darf Lucas mit Ball spielen.“

„Natürlich.“ Bridger streichelte kurz über den Kopf des Delphins und ging dann an die Arbeit zurück.

„Tut mir leid Darwin, dass ich nicht mit dir schwimmen kann.“ Lucas Gesicht spiegelte Traurigkeit wieder.

„Lucas gesund bleiben muss. Ist wichtiger.“

Lucas schnappte sich einen Ball und spielte mit Darwin. Beide schienen sichtlich Spaß zu haben. Ab und zu war Bridger einen Blick auf die beiden nur um zu sehen ob wirklich alles in Ordnung war und Lucas nicht doch irgendwelche Dummheiten machte.

Lucas schenkte Darwin noch ein Stück Fisch bevor er sich mit einem Kuss auf Darwins Kopf von dem Delphin verabschiedete. „Ich geh jetzt in meine Kabine zurück.“ Sagte er noch ehe er die Brücke verlies.

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In seiner Kabine ging er erst mal unter die Dusche, danach zog er sich neue Sachen an und legte sich mit seinem Computer aufs Bett. Neben ihm erschien der Delphin.

„Du willst mich wohl nicht allein lassen?“

„Darwin aufpassen auf Lucas.“

„Gut, dann brauch ich ja keine Angst mehr zu haben wenn du auf mich aufpasst.“ Lucas lächelte amüsiert. Darwin war doch zu süß.

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2 Tage später ruhte die SeaQuest still im Wasser von New Cape Quest. Captain Bridger verlies als erster das Schiff und ging auf Admiral Noyce, der schon ungeduldig am Ufer wartete, zu.

„Ich hab dir die SeaQuest wiedergebracht. Jetzt kannst du sie in Ruhe untersuchen lassen. Was meinst du, wie lange das dauern wird?“

„Da ihr ja noch immer keine Ahnung habt warum die Computer kaputt gegangen sind schätze ich würde es mindestens eine Woche dauern, bis wir alles kontrolliert haben.“

„Wenn es ok ist würde ich in dieser Zeit gern Landurlaub nehmen.“

„Einverstanden.“

„Ich würde Kristin und Lucas gern mitnehmen. Vor allem Lucas kann den Urlaub gut gebrauchen. Seit 2 Tagen ist sein Fieber ganz verschwunden und ich denke etwas Abwechslung und frische Luft wird ihm gut tun.“

„Ich verstehe. Ich denke es ist auch zu verantworten, wenn die gesamte Crew für eine Woche Landurlaub bekommt. Immerhin hat es einiges an Aufwand gekostet die SeaQuest wieder in Gang zu bringen.“

„Danke.“

Captain Bridger versammelte seine Mannschaft um sich und teilte ihnen mit, dass sie für eine Woche Landurlaub erhalten würden. Die Mannschaft war sichtlich begeistert und machte sich schnellst möglich auf den Weg in ihre Kabinen, um die nötigen Sachen für den Urlaub zu holen.

Als der Blick des Captains auf Lucas fiel sah er dessen enttäuschten und traurigen Gesichtsausdruck. *Sehr begeistert sieht Lucas nicht gerade aus. Naja wäre ich wohl auch nicht, wenn ich wüsste das ich eine Woche Urlaub habe und niemand für mich Zeit hat. Vielleicht kann ich ihn mit meiner Idee ein bisschen aufheitern. Hoffentlich hat er überhaupt Lust dazu. Dann könnte ich mein Versprechen, dass ich Kristin gab, auch gleich mit einlösen. Immerhin schulde ich ihr noch ein Essen mit mir und Lucas.*

*Na toll! Muss der Admiral uns Landurlaub geben? Was soll ich denn jetzt in der Woche machen? Da werd ich wieder allein zuhause rumsitzen. Vielleicht sollte ich gleich auf der SeaQuest bleiben. Hier kann ich mich wenigstens mit den Computern beschäftigen.* Dachte Lucas bevor er von einer Stimme aus den Gedanken gerissen wurde.

„Lucas kommst du mal kurz zu mir?“

Der Teenager, dem nicht gerade Begeisterung ins Gesicht geschrieben war, ging auf den Captain zu.

„Lucas du scheinst dich nicht so sehr über Urlaub zu freuen.“

„Doch, es ist schon ok.“ Sagte Lucas, während er sich krampfhaft ein Lächeln abrang, um dem Captain zu zeigen das er sich freute.

Bridger sah über diese Bemerkung hinweg. „Ich würde mich freuen, wenn du den Urlaub mit Dr. Westphalen und mir verbringst.“

„Wirklich? Das würde ich gern. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung was ich in der Woche machen soll. Meine Eltern sind eh beschäftigt und haben keine Zeit.“

„Gut. Dann lass uns noch Kristin fragen.“

„Sie weiß noch nichts davon?“

„Noch nicht, aber ich bin mir sicher das sie mitkommen will.“

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Lucas und Bridger trafen Kristin in ihrer Kabine an.

„Hallo. Wir haben einen kleinen Überfall auf dich vor. Hast du Lust die Woche Urlaub mit uns beiden auf meiner Insel zu verbringen?“

„Sehr gerne.“

„Gut, dann pack deine Sachen. Wir treffen uns in einer halben Stunde draußen.“

Kristin nickte zustimmend.

Bridger sah den überraschten Gesichtsausdruck von Lucas und ging sofort darauf ein. "Ich hab dir doch gesagt, dass sie mitkommen will. Oder hast du daran etwa gezweifelt?"

"Es überrascht mich doch ein bisschen."

"Glaubst du ich will den Urlaub nicht mit euch verbringen?" Wollte Kristin wissen.

"Am besten ich sag nichts mehr, sonst reite ich mich nur noch weiter rein."

"Wäre wohl besser und jetzt lass uns gehen." Meinte Bridger.

Lucas stimmte nickend zu.
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