The worst future

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
26.06.2012
26.06.2012
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A/N: So, ein kleiner One-Shot zur dritten OVA von Kyo Kara Maoh. Ich hatte sie ursprünglich auf Englisch geschrieben und entschieden sie nun auch hier hochzuladen. Es sind ein paar Kleinigkeiten abgeändert worden, hauptsächlich wegen der Übersetzung. In dem Sinne, viel Spaß beim Lesen! (Oh, und falls jemand hinterher seine Meinung in Form einer Review dalassen könnte, würdet ihr mir wirklich den Tag versüßen ;).




Der beinahe 16-jährige Dämonenkönig Yuri Shibuya hatte sich nie wirklich als Wolfram von Bielefelds Verlobter betrachtet. Tatsächlich war das alles von Anfang an ein Missverständnis gewesen. Woher hätte er auch wissen sollen, dass eine Ohrfeige auf die linke Wange eines Adligen ein Heiratsantrag war? Aber daran konnte er jetzt nichts mehr ändern, vor allem, da Wolfram von der Idee nicht mehr abzubringen war. Egal wohin Yuri ging, Wolfram begleitete ihn, selbst wenn er deswegen seekrank wurde (und viele von Yuris Reisen beinhalteten Schiffsfahrten). Die andere Sache war, dass er ständig mit ihm und seiner Adoptivtochter Greta in Yuris übergroßem Bett schlief.

So auch diesmal. Sie lagen alle zu dritt in Yuris Bett als Wolfram plötzlich schwer atmend aus dem Schlaf fuhr. Dann stand er auf und gab Yuri einen kräftigen Tritt während er laut rief: „Du elender Fremdgeher!“
Yuri, der davon aus dem Bett fiel, wachte natürlich auf, ebenso wie Greta. Er zog sich am Bett wieder hoch und warf einen verwirrten und gleichzeitig genervten Blick hinüber zu Wolfram. „Was ist bloß mit dir?“
Der blonde Schönling antwortete jedoch nur mit einem hochnäsigen Ton und warf sich die Decke wieder über. Bei diesem Anblick brachte Greta nur ein aufgesetztes Lachen zu Stande und Yuri seufzte. Es war nicht das erste Mal, dass Wolfram so etwas tat. Also mitten in der Nacht aufwachte und Yuri solche Sachen an den Kopf warf.

Und überhaupt bezichtigte Wolfram ihn jedes Mal des Fremdgehens, wenn er auch  nur ganz normal mit einer Frau oder einem gutaussehenden Mann sprach. Zugegeben, Flyn, die Herrscherin von Caloria sah wirklich gut aus und Yuri mochte sie auch sehr, aber deswegen hatte er Wolfram noch überhaupt keinen wirklichen Grund geliefert, ihn des Fremdgehens beschuldigen zu können.  Alles, was Yuri hingegen wollte, war die ganze Verlobungssache aufzulösen – natürlich waren er und Wolfram sich über die letzten Monate ziemlich nahe gekommen, aber Yuri sah in ihm lediglich ein sehr guter Freund, niemals aber seinen zukünftigen Ehemann.

Allerdings war das während den Aufräumarbeiten im Tempel des Urkönigs aufgetaucht: Die magische Maschine, Dry Winds.

Es hieß, dass sie die Zukunft zweier Liebhaber zeigte, die sich darauf setzten. Aber am Ende stellte sich nach einem Test heraus, dass es sich dabei nur um eine gewöhnliche Maschine handelte, die das Liebespotenzial der beiden testete – die beiden unglücklichen Testpersonen Lord Geigenhuber Grisela und seine Frau Nicola wurden deswegen stark in Verlegenheit gebracht, weil sie nicht einmal die Hälfte der Punkte bekamen. Wobei es Hube wohl noch schlimmer traf, da jeder ihm die Schuld dafür gab. Selbst Gwendal von Voltaire, Hubes Cousin, murmelte von seinem Platz oben am Fenster: „Hube, wie kannst du es wagen nur lausige 45 Punkte zu kriegen?“

Eine ganz andere Sache mit der Maschine war, dass um sie zu aktivieren, die beiden sich küssen mussten. Im Großreich der Dämonen war es noch eine große Sache sich vor einer Menge von Menschen zu küssen, während es Yuri natürlich nichts ausmachte. Auf der Erde war es schließlich völlig normal, dass Männer und Frauen sich in aller Öffentlichkeit küssten.

Nachdem sie gesehen hatten, was zur Aktivierung getan werden musste, begann Wolfram sich merkwürdig zu verhalten. Er legte seine Hand über den Mund und stotterte mit einem panischen Gesichtsausdruck: „K-k-küssen? Als ob ich so etwas jemals in der Öffentlichkeit tun würde!“
Yuri, der neben ihm auf der Brüstung lehnte, zog die Augenbrauen hoch. „Es hat auch keiner gesagt, dass du das tun sollst Wolfram.“, meinte der Dämonenkönig, doch sein Verlobter hörte ihm nicht zu.

Erst später am Abend, als Yuri in seinem Zimmer war, kam ihm Wolframs Verhalten merkwürdig vor. Doch sein Verlobter hatte nichts weiter getan, daher schüttelte der Schwarzhaarige den Gedanken mit einem Schulterzucken ab.
Heute Mittag erst hatte er sich beim Training mit Konrad über die Maschine unterhalten und erfahren, dass Murata beschlossen hatte, sie wieder wegzusperren.
Verwundert hatte Yuri inne gehalten. „Aber es ist doch so beliebt.“, meinte er, aber Konrad schenkte ihm nur ein Lächeln dafür. „Seine Eminenz wird schon gewisse Gründe haben.“

„Ach, was soll’s.“, murmelte Yuri leise vor sich hin, ehe er in das Oberteil seines Pyjamas schlüpfte und sich auf das Bett setzte, in dem Greta bereits lag.
„Ne, Yuri, könnten wir diese Maschine auch ausprobieren?“, fragte die Kleine neugierig. Yuri setzte daraufhin eine nachdenkliche Miene auf. „Nun, nach dem was Anissina gesagt hat, funktioniert es auch, wenn diejenigen, die darauf sitzen, eine gewisse Zuneigung haben, auch wenn sie nicht romantischer –“ Er unterbrach sich, als sein Blick hinunter auf seine Stieftochter fiel. „Eingeschlafen.“, murmelte der Schwarzhaarige mit einem Lächeln auf den Lippen.
Plötzlich stand jedoch Wolfram auf. „Yuri, ich hab noch etwas worüber ich nachdenken muss, ich werde heute also in meinem eigenen Bett schlafen.“
Verwundert hob Yuri den Kopf und schaute seinem Verlobten nach. „Ah, okay. Gute Nacht.“ Ohne ein weiteres Wort verließ Wolfram das Zimmer, während Yuri noch einige Sekunden lang auf die geschlossene Tür schaute. Was hatte Wolfram denn jetzt schon wieder? Nicht, dass Yuri sich beschwert hätte, so konnte er vielleicht zumindest mal wieder eine Nacht durch schlafen, ohne von Wolfram wegen dessen Träumen aus dem Bett geschmissen zu werden.

Am nächsten Morgen war das gesamte Schloss in großem Aufruhr. Verwundert, was denn los war, ging Yuri zu seinem Namensgeber Conrad und fragte nach.
„Jemand hat den Dämonenspiegel aus der Schatzkammer gestohlen, Majestät.“, lautete die prompte Antwort. Zweifelnd schaute Yuri den Schwertkämpfer an. Denn wer sollte so etwas tun? Außer ihm selbst war schließlich niemand in der Lage diesen Spiegel (der ja eigentlich eher wie eine Suppenschüssel aussah) zu benutzen.

Der Spiegel wurde den ganzen Tag über nicht gefunden. Da allerdings die Gefahr bestand, dass der Dieb es nun auch auf Yuri abgesehen haben könnte (immerhin waren seine Kräfte notwendig um ihn zu aktivieren), versteckten sich Gwandal und Conrad im königlichen Schlafzimmer.

Mitten in der Nacht tauchte auch tatsächlich jemand auf und zog Yuri aus seinem Bett. Noch immer halb verschlafen bekam der Schwarzhaarige nur am Rande mit, wie die drei Halbbrüder sich gegenüber standen, ehe Wolfram, nachdem er seine Brüder mit seinem Feuer auf Abstand gehalten hatte, durch das das Fenster sprang, mit ihm auf der Schulter.
Kurze Zeit später hingegen war Yuri hellwach, was zum Großteil wohl daran lag, dass Wolfram ihn gefesselt und geknebelt hatte. Verzweifelt und auch erfolglos versuchte Yuri die Aufmerksamkeit seines Verlobten auf sich zu lenken, der jedoch damit beschäftigt war, den Dämonenspiegel in die Einkerbung vorne auf der Maschine zu anzubringen. „Wenn dieser Spiegel an das Gerät angebracht wird, zeigt es seine wahre Kraft.“, murmelte der Blonde, der Yuri weiterhin ignorierte.
„Wolfram, wovon redest du, das ist doch nur eine gewöhnliche –“
Wolfram drehte sich zu ihm um, warf sich Yuri über die Schulter und setzte in auf den linken Sitz.
Yuri, der nun endlich verstand was das ganze Theater sollte und wieso es ursprünglich hieß, dieses Gerät sei in der Lage die Zukunft zu zeigen, bekam allmählich Panik.
Während sein Verlobter dann um die Maschine herum ging, um sich auf den anderen Platz zu setzen, begann Yuri also haltlos zu plappern an: „Ich verstehe ja, worum es geht Wolfram, aber können wir nicht zuerst darüber reden?“ Wolframs Gesicht jedoch blieb ausdruckslos und er antwortete auch nicht.
„Willst du deine Zukunft wirklich so dringend sehen?“, fragte Yuri weiter und drehte den Kopf zur Seite als der blonde Dämon ihm immer näher kam. „Ist unsere Zukunft nicht etwas, das wir selbst kreieren?“
Noch immer gab Wolfram keine Antwort. Stattdessen drehte er Yuris geschocktes Gesicht zu ihm um. Sie waren nur noch wenige Zentimeter von einander entfernt, und Wolframs Lippen kamen auch immer näher, als plötzlich die Stimme von Murata zu ihnen durchdrang: „Dieser Scherz geht nun eindeutig zu weit, Urkönig.“
„Urkönig?“, wiederholte Yuri völlig verwirrt.
“Tse.”, machte Wolfram, hörte allerdings nicht auf. Panisch musste Yuri mit ansehen, wie er stattdessen immer näher kam, während Murata versuchte ihn zu stoppen. Gleichzeitig kamen auch der Rest, also Wolframs Brüder, Anissina und Gunther, bei ihnen an, und zwar genau in dem Moment als Yuri Wolframs Lippen zu spüren glaubte. Die Maschine aktivierte sich und alle hoben die Arme, um sich vor dem blendenden Licht zu schützen.  


Yuri öffnete seine Augen und fand sich noch immer im Schloss, allerdings war es nun mitten am Tag. Nicht weit entfernt konnte er Wolfram ausmachen, der verzweifelt nach etwas oder jemandem suchte, während Greta, Cherie-sama und Anissina ihm amüsiert zusahen.  
„Nach was sucht er denn?“, fragte Yuri sich laut und wäre beinahe vor Schreck in die Luft gesprungen, als jemand direkt hinter ihm antwortete: „Nach Euch, Majestät.“
„Ah, Conrad! Erschreck mich nicht so!“
„Entschuldigt, Majestät.“
„Und nenn mich nicht so. Du bist mein Namensgeber.“
„Ja, Yuri.“
„Also, warum sucht Wolfram nach mir?“, brachte der König das Gespräch schließlich wieder zurück auf das eigentliche Thema.
„Erinnerst du dich nicht? Du läufst nun schon seit bestimmt einer Stunde vor ihm und Gunther davon.“
„Was? Wieso sollte ich das tun?”, fragte Yuri, wobei ihm augenblicklich mehrere mögliche Gründe dafür einfielen. Doch keine davon entsprach Conrads Antwort. „Wolfram will eure Hochzeit planen, die in einigen Wochen stattfinden soll und Gunther ist dementsprechend durch den Wind. Er weiß nicht so ganz, ob er mithelfen oder das Ganze verhindern soll. Erinnerst du dich jetzt?“
Conrad lächelte so wie er es immer tat, während Yuri das erst einmal verdauen musste. Was er nicht konnte. „Bitte? Wann ist das denn entschieden worden? Außerdem habe ich dem nie zugestimmt!”
„Ihr seid nun seit fast drei Jahren verlobt und da dachte Wolfram, dass es allmählich an der Zeit ist. Außerdem liebt er dich wirklich Yuri und das weißt du.“
Noch immer geschockt von Conrads Worten dauerte es einige Zeit, bis Yuri seine Stimme wieder fand. „Na toll. Wieso habe ich nur das Gefühl, dass das Ganze in einem Desaster enden wird?“, murmelte er und Conrad lachte. „Ich schätze, das ist genau, weshalb Ihr versucht, vor ihr zu fliehen.“, meinte der Schwertkämpfer, der wohl den Yuri-Modus wieder abgeschaltet hatte. „Aber glaubt Ihr nicht, dass er Euch irgendwann schnappen wird, wenn Ihr weiterhin im Schloss bleibt?“
Einen Moment lang schaute Yuri ihn fragend an, dann verstand er und begann zu rennen. „Danke für den Tipp, Conrad!“, rief er dem Braunhaarigen über die Schulter hinweg zu und lief so schnell er konnte in Richtung Brunnen. Natürlich bemerkte Wolfram ihn und kam aus der anderen Richtung auf ihn zu. „Da bist du ja Yuri. Ich habe etwas Großartiges zum Anziehen für dich gefunden, also sollten wir darüber red – “ Er stoppte mitten im Satz, als er erkannte, was Yuri vorhatte. „Nein, Yuri, du gehst jetzt nicht schon wieder zur Erde!“, schrie Wolfram genau in dem Moment als der Dämonenkönig mit dem Wasser in Berührung kam. Dieser spürte den üblichen Sog aber als er wieder zu sich kam, war er nicht in der Badewanne bei sich zu Hause, sondern lag stattdessen in einem ihm bekannten riesigen Bett mit jemand anderem, der neben ihm lag. Der Geruch gehörte eindeutig zu seinem Verlobten.
Gisela hatte sich gerade von ihnen abgewandt und die beiden waren wieder allein.
„Sag mal Wolfram, wolltest du unsere Zukunft wirklich so dringend sehen?“, fragte der König schwach. „Die Zukunft ist schließlich etwas -“
„Was ich sehen wollte war nicht unsere Zukunft.“, begann der Blonde zu erklären. „Ich werde mich nicht ändern, also ist das nicht nötig. Was ich sehen wollte war deine Zunkunft.“
„Wolfram, du –“, setzte Yuri an und setzte sich auf.
Dieser sprach jedoch weiter: „Niemand könnte meine Gefühle als der Verlobte eines ehebrecherischen, gutaussehenden Mannes wie dir verstehen.“
Nach einem Blick auf Wolfram drehte Yuri sich nach vorne und schaute auf seine Knie. „Aber Wolfram, bitte, lass uns dieser Zukunft aus dem Weg gehen, okay? Ich will das nie wieder sehen.“
„Definitiv. Ich will diese Situation auch nie wieder sehen.“
„Häh?“, verwirrt schaute Yuri erneut zu Wolfram, der sich nun wütend aussehend, ebenfalls aufsetzte.  „Warum muss ich von leicht gekleideten Frauen umgeben sein und mit ihnen um deine Aufmerksamkeit streiten, während du Blumen verteilst?“
„Frauen?“, fragen Yuri perplex und lehnte sich sicherheitshalber ein wenig zurück. „Du machst Witze, oder Wolfram? Was ich sah, war, dass du mich wirklich – “ Yuri brach ab, als ihm etwas klar wurde. Auch Wolfram schien es zu verstehen, denn er packte den Schwarzhaarigen seinem Schlafanzug und zog ihn ein Stück zu sich heran.
„Was? Du hast nicht die gleiche Zukunft gesehen wie ich?”, wollte er wissen.
„Ganz genau.”, hörten sie plötzlich eine Stimme von der Tür her und drehten sich zu der Geräuschquelle um.
„Murata!“, rief Yuri aus, als dieser zusammen mit Conrad, Greta, Gunther, Lady Cherie und Gwendal in der offenen Tür erschien.  
„Die Zukunft, die man sieht, ist die, die man am meisten fürchtet. Deshalb ist es nicht unüblich, dass es genau die Zukunft ist, die der Partner sich am meisten wünscht.“, fuhr Murata mit der Erklärung fort.
Währenddessen kam Wolfram regelrecht in Fahrt. „Sag es, sag es mir Yuri! Was hast du gesehen? Ich will jedes einzelne Detail wissen!“, forderte er von seinem Verlobten, der im Gegensatz fragte: „Du genauso! Sag mir alles, was du gesehen hast!“
Während die beiden auf Bett weiterhin miteinander rangen, erschien die Erkenntnis auf Conrads Gesicht. „Verstehe, dass ist also die Tragödie, die ihr erwähnt habt, Euer Eminenz.“
Murata nickte. „Richtig. Ich kann gar nicht mehr nachzählen, wie viele Paare sich wegen diesem Gerät getrennt haben.“
Greta neben ihm machte beim Anblick ihrer streitenden Väter ein trauriges Gesicht.


Einige Zeit später saßen Anissina und Cherie beisammen und tranken Tee, als Gunther sich näherte, um sich zu ihnen zu setzen.
„Anissina, dieser magische Apparat war so eingerichtet, dass er sich nur aktiviert, wenn die darauf sitzenden Personen sich küssen, richtig?“, fragte Cherie die andere Frau im Plauderton.
„Richtig.“, antwortete Anissina. Sie nahmen beide einen Schluck von ihrem Tee, als direkt neben ihnen eine Teetasse auf dem Boden zerschellte und Gunther wie vom Blitz getroffen dastand.
„Auf der anderen Seite könnte der Urkönig ihn auch mit seinen Kräften selbst aktiviert haben. Für jemanden wie ihn sollte das kein Problem darstellen, meinst du nicht?“, fuhr Anissina fort.
„Das ist auch wieder wahr.“, meinte die Altkönigin. “Was denkst du denn Gunther?”, wandte sie sich an den königlichen Ratgeber, der jedoch noch immer so geschockt war, dass er ihre Frage überhaupt nicht wahrnahm.
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