Geschichte: Fanfiction / Musicals / Cats / Auge um Auge

Auge um Auge

GeschichteDrama, Angst / P16
Macavity Mr. Mistoffelees
21.06.2012
27.09.2014
6
6113
1
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Ja, ich habe sie fortgesetzt... kaum zu glaube, aber wahr.
Es ist eine große Empfehlung von mir an alle Leser, zunächst Schatten der Illusion zu lesen, um hier mitzukommen.
Weiterhin bleibt mir nun nur noch, euch viel Spaß mit dem Prolog zu wünschen.










Es war eine dunkle, regnerische Nacht, als das Boot die Docks von London erreichte und anlegte.
Die Männer an Bord begannen die Ladungen an Land zu verfrachten, wobei sie gegen den Sturm und den Regen ankämpfen mussten.
Das Boot schwankte auf dem aufgewühlten Wasser der Themse unruhig von einer Seite zur anderen, während die schweren Kisten über die Planken getragen wurden.
Kaum einer schenkte dem Schiffskater dabei Beachtung und dieser kümmerte sich ebenso wenig um die Besatzung. Momente wie diese waren in den vergangenen Monaten häufig vorgekommen, es war nichts Neues. Auch wenn das Unwetter heute ungewöhnlich stark war, würde er sich nicht darum kümmern. Normalerweise lag er in solchen Nächten sowieso auf einem warmen Platz in einer Kajüte, um ja nicht nass zu werden, doch heute war das anders.
Sein Fell klebte ihm heute schon an der Haut, bevor sie überhaupt angelegt hatten. So aufgeregt hatte er darauf warten müssen, den Hafen endlich zu erreichen. Er schüttelte den Kopf über sich selber. Manchmal war er doch ungeduldiger, als er von sich selbst dachte.
Nun hielt ihn nichts mehr an Bord und er flitzte zwischen den Beinen der Männer hindurch und flink über die Planken, bis er das Land erreicht hatte.
Zum ersten Mal seit vielen Wochen hatte er endlich wieder festen Grund unter seinen Pfoten und so konnte er kaum anders, als sich vor Freude einmal über den nassen Boden und durch die dreckigen und öligen Pfützen zu rollen.
Dann aber stand er schnell wieder auf und schüttelte sich. An seiner Selbstbeherrschung musste er noch arbeiten, wenn alles wieder so sein sollte, wie es früher einmal war.
Doch das würde unmöglich sein und das wusste er auch.
Der Kater holte einmal tief Luft und schmeckte den Geruch von Londons Gassen und Straßen.
Er hatte in den vergangenen Monaten eine Menge anderer Städte gesehen, große und kleine, laute und leise. Touristenziele und Verbrechermetropolen. Doch keine dieser Städte glich London auch nur annähernd.
Keine Stadt vereinte das Trügerische, das Düstere und gleichzeitig Schöne so sehr wie Englands Hauptstadt es tat.
Aus diesem Grund wäre kein Ort der Welt besser für einen Rachefeldzug geeignet als dieser.
Denn seine Vergangenheit in dieser Stadt bettelte flehend um Vergeltung.
Er ging los, vorbei an einem sehr dünnen Kater, der in dem Dreck aus umgeworfenen Mülltonnen lungerte, und schritt weiter durch die altbekannten Gassen und Straßen, die er einmal als heimisch empfunden hatte.
Der dünne Kater blickte ihm nach. Sein dunkelgraues Fell hing strähnig herab und er kratzte sich hinter seinem weißen Ohr.
Er hatte den Schiffskater hier noch nie zuvor gesehen, doch genug Geschichten über ihn gehört. Geschichten über den Einäugigen Hexen- Kater.
Und darum wusste Razon nun, was er zu tun hatte.












So, der Prolog ist geschafft und die Kapitel werden selbstverständlich auch noch länger.
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