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Du hast mir mein Leben gerettet - (Sweet Amoris)

von Fly19
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Castiel OC (Own Character)
15.06.2012
31.12.2020
15
64.196
 
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25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.06.2012 7.814
 
Hey ihr!

Endlich ist das neue Kapitel da. :)

Mal wieder mit ein paar Fotos. ;)

Viel Spaß beim lesen. ;)

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Nächste Woche war es dann soweit. Der Tag, vor dem ich mich jedes Jahr fürchtete war gekommen. Den ganzen Morgen überlegte ich schon, wie ich das heute überstehen sollte. Normalerweise waren Makoto oder Suzu da, aber dieses Jahr war das nicht der Fall. Am Ende entschloss ich mich dazu, es mir mit Lou im Wohnzimmer bequem zu machen. Vorher wollte ich noch mit ihm spazieren und ´sie´ besuchen gehen. Ich war schon so lange nicht mehr da. Hoffentlich sieht alles noch ordentlich aus. Das Klingeln meines Handys riss mich aus meinen Gedanken. Ich sah aufs Display und lächelte leicht. „Hey, Rosa.“, hob ich ab. „Hey, Saku! Wo bleibst du denn? In zehn Minuten beginnt der Unterricht.“, informierte sie mich. Mist. Schule. Das hatte ich bei dem ganzen Grübeln ganz vergessen. Schnell zog ich mir meinen schwarzen Stiefel an, zog eine Jacke drüber, schnappte meine Tasche und lief zur Haustür. „Tschau, Cookie. Bis nachher. Sei artig.“, verabschiedete ich mich noch von meinem Hund. Ins Handy, das ich noch immer in der Hand hielt, sagte ich: „Bin schon unterwegs, Rosalia. Bis gleich.“ Ich wartete erst gar nicht mehr ab, ob sie noch etwas sagen wollte, sondern legte gleich auf.
So schnell ich konnte rannte ich die Straße entlang. Mein Handy hatte ich an einer roten Ampel in der Tasche verstaut. Schon von weiten konnte ich vor mir einen bekannten Rotschopf ausmachen. „Morgen, Cas!“, rief ich ihm von hinten entgegen. Er drehte sich um, als er mich hörte. „Hey, Kleine. Wie geht’s?“, begrüßte er mich. Im Vorbeilaufen schnappte ich mir sein Handgelenk und zog ihn hinter mir her. „Keine Zeit zum Quatschen. Wir müssen uns beeilen, sonst kommen wir zu spät.“, antwortete ich. „Seit wann stört es mich, ob ich zu spät komme? Denkst du, dann würde ich jetzt erst losgehen?“, fragte er. Ich verdrehte die Augen. „Nein. Aber mich stört es, also komm.“, meinte ich etwas genervt. Ich hasste es, wenn ich mich morgens beeilen musste. „Aber…“, begann er. „Kein ´Aber´! Hör auf zu reden. Wir brauchen unsere Luft zum laufen.“, unterbrach ich ihn gleich. Castiel schwieg nun, und lief neben mir.

Drei Sekunden vor dem Schulklingeln ließen wir uns völlig außer Atem auf unseren Plätzen in der Klasse sinken. „Puh! Geschafft!“, atmete ich erleichtert aus. „Gott! Warum habe ich das nur mitgemacht?!“, fragte sich Cas etwas fassungslos über sich selbst, „Das mache ich nie wieder! Hörst du?! Vergiss es!“ Ich lehnte mich im Stuhl zurück, legte meinen Kopf zur Seite und sah ihn an. Der Junge, der am nächsten Tisch neben mir saß, schaute mich völlig aus der Puste an. Noch dazu versuchte er mich böse anzuschauen. Na ja, wie gesagt, er versuchte es. Bei diesem Anblick konnte ich nicht anders als zu lachen. „Haha. Sehr lustig.“, kam es nur von dem rothaarigen. „Was ist denn mit euch los?“, wollte Rosa wissen, nachdem sie mich am Arm angetippt und ich mich zu meiner Sitznachbarin gedreht hatte. „Wir sind den ganzen Weg zur Schule gerannt.“, erklärte ich ihr. Perplex blickte sie mich an.
„Und er hat das einfach so mitgemacht?“
„Na ja. Er hatte nicht wirklich eine Wahl. Ich habe ihn einfach mitgezogen.“
„Echt?! Wow! Hätte nicht gedacht, das er mitkommt.“
„Er hat mir auch schon gesagt, das er das nicht wieder machen wird.“
Ich sah wieder zu Castiel. „Aber ist doch irgendwie schade, das wir diesen Anblick dann nicht mehr sehen werden.“ Rosalia beugte sich etwas vor, um Cas besser sehen zu können. Sie lachte los und ich schloss mich ihr an. Der Rotschopf lag, noch immer total fertig, auf der Tischplatte und blickte uns aus erschöpften Augen an. Wir beruhigten uns aber schnell wieder. Ich wandte mich wieder zu meiner Freundin und wollte sie fragen, ob sie wusste was wir heute durchnehmen. Aber als ich sah, wie traurig sie schaute, ließ ich es und fragte stattdessen: „Rosa? Ist alles in Ordnung?“ „Ja. Klar. Alles bestens.“, antwortete sie schnell. Zu schnell, wie ich fand. Freundlich sah ich ihr in die Augen: „Was ist los?“ Sie zögerte einen Moment, sprach dann aber: „Ich…Ich möchte jetzt nicht darüber reden.“ „Ok. Vielleicht später. Aber falls was ist, sagst du Bescheid, ja?“, meinte ich. Sie nickte und lächelte mich dankbar an. Dann kam unser Lehrer in die Klasse und begann mit dem Unterricht.


Nach dem Unterricht saßen Rosalia und ich draußen auf dem Schulhof und aßen etwas. Die ganze Zeit über hatte sie geschwiegen und keinen Mucks von sich gegeben. Ich beobachtete sie nun schon ein paar Minuten, als ich plötzlich feststellte, wie ihr Tränen die Wangen runterkullerten. „Rosa. Was ist denn passier?“, fragte ich meine Freundin vorsichtig. Sie schüttelte den Kopf und es kamen mehr Tränen. Ich nahm sie in den Arm, strich ihr sanft über den Rücken und wartete einfach ab.
Nach ein paar Minuten beruhigte sich die weißhaarige wieder. Ich ließ sie los und hielt nur noch ihre Hand. Zögerlich fing sie an zu sprechen: „Leigh…Leigh hat…also…ich glaube er liebt mich nicht mehr. Zumindest nicht mehr so wie sonst. Er hat in letzter Zeit kaum noch Zeit für mich. Und wenn, arbeitet er manchmal selbst dann nebenbei.“ Still hatte ich ihr zugehört. Ich konnte mir das gar nicht so richtig vorstellen. „Das ist bestimmt nur ein Missverständnis. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das er dich nicht mehr liebt.“, versuchte ich sie weiter zu beruhigen, „Du solltest einfach mal mit ihm darüber reden.“ Schlagartig setzte sie sich aufrecht hin und wischte sich die Tränen weg. „Nein. Ich will nicht mit ihm reden.“, sagte sie entschlossen. Ich seufzte. „Gut. Dann werde ich ihn nach der Schule im Laden besuchen und mit ihm reden.“, lächelte ich Rosalia freundlich an. „Danke!“, fiel sie mir glücklich um den Hals.

In der nächsten Pause war ich gerade auf dem Weg zu Lysander, um mit ihm über Rosa zu sprechen, als ich Leigh auf den Schulhof kommen sah. Das passte ja perfekt. Dann kann ich gleich mit ihm reden. Ich lief auf ihn zu. „Hey, Leigh! Ich muss mal mit dir reden.“, rief ich ihm zu. „Oh…Hey, Sakura. Sorry, aber ich habe jetzt keine Zeit. Ich muss dringend zu Rosalia.“, antwortete er schnell. „Über sie muss ich mit dir reden.“, sprach ich weiter, „Sie ist wirklich traurig. Du hast sie verletzt.“ Der schwarzhaarige Junge stand nun vor mit und blickte mich traurig an: „Ja, ich weiß. Wir haben uns gestritten.“ „Sie hat mir erzählt, das du keine Zeit mehr für sie hast und viel arbeitest.“, teilte ich ihm mit. Er seufzte und fuhr sich mit einer Hand durch seine Haare. „Ja, das stimmt. Leider.“, sagte er, „Weißt du, ich arbeite gerade an meiner ersten eigenen Kollektion, da kommt Rosa momentan leider zu kurz.“ Traurig blickte Leigh zu Boden. „Ach so. Dann rede aber am besten gleich mit ihr darüber. Ihr findet sich er eine Lösung. Vorhin war sie noch im Klassenraum.“, zwinkerte ich ihm zu. „Mache ich sofort. Danke.“, bedankte er sich und marschierte los.
Da ich nicht wusste, was ich jetzt machen sollte, lief ich erstmal etwas planlos auf dem Hof rum. Als ich Castiel auf seiner Bank entdeckte, entschied ich mich dazu, mich einfach neben ihn zu setzten. Ich ließ mich also neben den Rotschopf, der wie immer Musik hörte, auf die Bank nieder und starrte gelangweilt in den Himmel. Nach einiger Zeit sprach er mich an: „Was ist los, Kleine?“ Ich drehte meinen Kopf zu ihm, lehnte ihn an der Rückenlehne der Bank an und betrachtete den rothaarigen. Seine Haare gingen ihm bis zu den Schultern und der Pony hing ihm fast über die Augen. Seine Augenfarbe war ein Mix aus einem dunklem, aber warmen braun-grau. „Hallo? Jemand zu Hause?“, holte er mich auch meinen Gedanken, indem er mir mit einer Hand vor dem Gesicht herum wedelte. „Ja, ich bin da. Nichts ist los. Mit ist einfach nur langweilig.“, beantwortete ich nun auch endlich seine Frage. Er nickte, schaute mich noch kurz an und wandte sich wieder ab. Gerade wollte ich weiter die Wolken beobachten, da hielt Cas mit einen seiner Kopfhörer hin. Ich nahm ihn an und steckte ihn mir ins Ohr. Jetzt saßen wir hier schweigend und hörten Musik. Die Stille zwischen und war aber keineswegs schlimm, im Gegenteil, es war ein angenehmes Schweigen. Ein paar Lieder später fiel mir etwas ein. „Ach ja, ich habe dir ein paar Songs auf deinen MP3-Player geladen, als du und Lysander bei mir im Tonstudio wart.“, informierte ich ihn. Etwas ungläubig blickte er mich an: „Du hast einfach so meinen Player genommen?“ „Hättest du ihn mir gegeben, wenn ich gefragt hätte?“, stellte ich die Gegenfrage. Castiel schwieg und schielte zur Seite. Ich grinste. „Siehst du? Du hättest ihn mir nämlich nicht gegeben. Darum habe ich auch gar nicht erst gefragt. Aber keine Sorge, ich glaube, du wirst die Lieder mögen. Und wenn nicht, kannst du sie ja immer noch löschen.“, sagte ich. Cas sah mich nur an und schien wohl irgendwie etwas beleidigt zu sein, dann drehte er sich weg und konzentrierte sich wieder auf die Musik.


Kurz vor Pausenende kam Iris und berichtete uns, das wir jetzt zwei Freistunden hätten. Diese, entschied ich, wollte ich nutzen, um nach Rosalia und Leigh zu sehen.
Ich fand den schwarzhaarigen neben der Tür zur Schule, an die Wand gelehnt. „Und? Hast du schon mit Rosa gesprochen?“, wollte ich wissen, nachdem ich mich neben ihn gestellt hatte. „Nein, leider nicht. Ich darf nicht in die Schule, weil ich hier kein Schüler bin.“, teilte er mir mit. Verständnislos und fragend sah ich ihn an. Der Junge erklärte: „Die Direktorin hat mich gleich im Flur abgefangen.“ Meine Güte, war das pinke Etwas heute wieder pingelig. Ich nickte nur, dann stieß ich mich von der Steinwand ab. „Dann werde ich mal mit ihr reden. Vielleicht bekomme ich sie dazu, raus zu kommen.“, entschied ich. „Danke, Sakura.“, lächelte er mich an.
Ich fand meine Freundin im Treppenhaus. Sie saß auf den Stufen der Treppe und schaute traurig durch die Gegend. „Hey, Rosa.“, sprach ich sie an, „Willst du nicht mal auf den Hof kommen und mit Leigh reden? Er würde ja kommen, aber die Direktorin hat ihm verboten die Schule zu betreten.“ „Nein. Ich werde nicht raus kommen. Ich habe ihm schon so oft etwas verziehen. Ich habe keine Lust mehr. Diesmal muss er den ersten Schritt machen.“, bestimmte sie. „Aber wie soll er das denn machen, wenn er nicht in die Schule darf?“, stellte ich meine Frage. Rosalia blieb hart. Sie meinte: „Keine Ahnung. Dann muss er sich eben was einfallen lassen.“ Ich seufzte. Dann setzte ich mich neben sie und überlegte, wie ich ihr helfen konnte.
Eine halbe Stunde später kam mir eine Idee. „Mir fällt gerade etwas ein. Ich muss los.“, sagte ich zu Rosalia, „Bis nachher.“ Dann stand ich auf und machte mich auf die Suche nach Lysander. Er kannte die beiden wahrscheinlich am besten, allein schon weil Leigh sein Bruder war. Vielleicht hatte er ja eine Idee.

Ich fand den Jungen mit den verschiedenfarbigen Augen im Klassenzimmer. „Hey, Silent.“, begrüßte er mich, als ich den Raum betrat. „Hey, Lysander.“, grüßte ich zurück, „Ich brauche mal deine Hilfe.“ Fragend blickte mein Freund mich an. „Es geht um Rosa und Leigh. Sie haben sich gestritten. Ich möchte ihnen helfen, sich wieder zu versöhnen, aber Rosalia will einfach nicht mit ihm reden.“, erklärte ich die Situation. Der Junge, der vor mir stand, seufzte. „Nicht schon wieder. In letzter Zeit streiten sie sich öfters.“, informierte er mich. Na toll. Das waren ja gute Aussichten. Hoffentlich war das jetzt erstmal ihr letzter Streit. „Hast du eine Idee, wie man den beiden helfen könnte? Du kennst sie ja am besten.“, sprach ich. Lys blickte aus dem Fenster und überlegte eine Weile. Ich stellte mich neben ihn und beobachtete die Schüler auf dem Schulhof. Vielleicht schon drei Minuten später sagte er: „Wie wäre es mit einem Gedicht?“ „Super Idee!“, antwortete ich begeistert, „Ein schönes Liebesgedicht.“ Ich sah mich in der Klasse um, entdeckte aber keine Schreibsachen. „Ich hole schnell was zu schreiben aus meinem Spind.“, teilte ich ihm mit. Dann ging ich auf den Hauptflur und dort zu meinem Spind.
Mit Block und Stift kehrte ich zurück. Ich gab die Sachen Lysander und er setzte sich an einen Tisch. Er schaute wieder aus dem Fenster und dachte nach. „Kann ich dir irgendwie helfen?“, wollte ich wissen. Der weißhaarige antwortete darauf: „Nein, Danke.“ Kurz lächelte er mich an, bevor er sich dem Blatt Papier vor ihm zuwandte. Auf einmal fing er an zu schreiben, und hatte in kürzester Zeit das Gedicht fertig. Lys gab mit den Zettel und ich las es mir durch.

Es ist Nacht
und mein Herz kommt zu dir,
hält´s nicht aus,
hält´s nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Wie hatte er es so schnell geschafft, so ein schönes Gedicht zu schreiben? „Oh…Lys…das ist wunderschön.“, brachte ich schließlich doch noch raus.
„Vielen Dank. Freut mich das es dir gefällt.“
„Rosa wird begeistert sein.“
„Ich denke auch, das es ihr gefallen wird.“
„Danke für deine Hilfe.“
„Habe ich doch gern gemacht.“
„Ich sollte es vorher noch Leigh zeigen. Ich sag dir dann Bescheid, wie es gelaufen ist.“
„Gut. Mach das.“
Somit machte ich mich wieder auf den Weg zu Leigh.


Ich stand gerade vor Rosalia die sich das Gedicht durchlas. Vorher hatte ich es Leigh gezeigt und er fand es klasse. Das weißhaarige Mädchen vor mir anscheinend auch, denn sie lächelte leicht. „Das ist wirklich schön.“, fing sie an zu sprechen, „Aber das hat er nicht alleine geschrieben. Da hat ihm auf jeden Fall jemand bei geholfen, und der Schrift nach zu urteilen war es Lysander.“ Oh nein. Daran hatte ich ja gar nicht gedacht. War doch klar das sie seine Handschrift erkennt. Leigh hätte es noch mal abschreiben müssen. „Ist es denn wenigstens ein Anfang?“, wollte ich wissen. Sie überlegte kurz, nickte aber dann. Na wenigstens etwas.

Ich berichtete Lysander und Leigh von dem Ergebnis. Beide hatten leider keine weitere Idee, was man noch machen könnte. Es blieb also wahrscheinlich an mir hängen. Ich beschloss etwas durch den Schulgarten zu laufen, vielleicht kam mir ja da ein Einfall.
Und tatsächlich, kaum war ich ein paar Minuten dort fiel mir etwas ein. Ein Blumenstrauß, das wäre doch was. Schnell pflückte ich einen schönen Strauß zusammen, nahm mir eine Schnur die da rum lag um die Blumen festzubinden und machte mich wieder auf den Weg zu Leigh.
„Hey, Leigh!“, rief ich ihm entgegen, „Meinst du der wird Rosa gefallen?“ Bei dem Jungen angekommen hielt ich ihm den Blumenstrauß unter die Nase und wartete auf seine Antwort.  (http://www.fleurop.de/Images/Product_Images/xichver09g_m.jpg) Er besah sich den Strauß und meinte: „Das ist eine super Idee, Sakura. Sie wird ihn sicher mögen.“ Erleichtert atmete ich auf. „Gut. Dann geh ich gleich mal zu ihr.“, teilte ich ihm mit und verschwand.

Meine Freundin saß noch immer auf der Treppe und blies Trübsal. Ich hielt ihr die Blumen hin und sagte: „Den soll ich dir von Leigh geben.“ Etwas überrascht blickte sie abwechselnd vom Strauß zu mir. Anscheinend hatte sie nicht mit so etwas gerechnet. „Die sind von Leigh?“, fragte sie ungläubig. „Von wem sonst? Hat er dir etwa noch nie Blumen geschenkt, oder was?“, erwiderte ich. Das konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen. „Doch. Aber das hat er schon lange nicht mehr gemacht.“, erklärte sie mir. Ach so. Na, dann wurde es wohl mal wieder höchste Zeit. Vorsichtig fragte ich: „Redest du jetzt mit ihm?“ Inzwischen war sie aufgestanden, hatte mir den Blumenstrauß abgenommen und roch lächelnd an ihm. Auf meine Frage hin guckte sie wieder traurig.
„Ich kann nicht.“
„Wieso denn nicht? Kannst du ihm immer noch nicht verzeihen?“
„Doch. Aber…ich habe meinen Ring verloren.“
„Oh…aber warum kannst du deswegen nicht mit Leigh reden?“
„Weil er ihn mir geschenkt hat. Er denkt dann bestimmt ich hätte ihn weggeworfen, oder so. Normalerweise trage ich ihn immer. Ohne den Ring kann ich ihm einfach nicht gegenüber treten.“
„Wo hattest du ihn denn das letzte mal an?“
„In der ersten Pause hatte ich ihn noch. Dann war er plötzlich weg. Ich muss ihn irgendwo verloren haben.“
„Ok. Ich seh mal auf dem Schulhof nach, vielleicht ist er ja da.“
„Danke, Sakura! Was würde ich nur ohne dich tun?!“
Glücklich fiel Rosalia mir um den Hals.

Draußen auf dem Schulhof sah ich mich um, hatte aber keine Ahnung wo ich mit der Suche anfangen sollte. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich dazu, zuerst bei der Bank nach zu sehen, auf der Rosa und ich gesessen hatten. Leider war dort kein Ring zu finden. Als nächstes suchte ich auf der Rasenfläche bei der Mauer. Leigh und Lysander standen ein paar Meter entfernt und unterhielten sich. Zum Glück hatten sie mich nicht bemerkt. Nun krabbelte ich auf allen Vieren herum und suchte den Boden und die Büsche ab. „Was soll denn das werden?“, hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich seufzte. Warum gerade er? Warum nicht eine von den Mädels? „Ich suche nach einem Ring.“, beantwortete ich dann seine Frage. Castiel beobachtete mich eine Weile, bis es mir auf die Nerven ging. „Willst du die ganze Zeit da rum stehen und mir zusehen, oder hilft du mir?!“, gab ich genervt von mir. Und dann passierte etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Er hockte sich zu mir runter und suchte mit. Völlig perplex starrte ich ihn an: „Was ist denn mit dir los? Bist du krank?“ „Nein.“, kam es schlicht von ihm. „Und warum hilfst du mir dann? Das ist doch sonst nicht deine Art.“, hakte ich nach. „Ich habe heute einfach nur gute Laune.“, erklärte er. Wow. Da habe ich ja richtig Glück. Kann mir nicht vorstellen, dass es oft vorkommt, das er so gute Laune hat, das er mir helfen würde.
Eine Viertelstunde später stand der Rotschopf neben mir und hielt mir seine geschlossene Hand hin. Fragend blickte ich zu ihm auf. Er öffnete sie und Rosalias Ring kam zum Vorschein. „Du hast ihn gefunden.“, strahlte ich. Den Ring steckte ich in meine Hosentasche, dann umarmte ich Cas kurz dankbar. Schließlich sagte ich noch: „Danke für deine Hilfe.“ Er war von der Umarmung anscheinend zu überrascht um etwas darauf zu sagen. „So, und jetzt müssen Rosa und Leigh sich endlich wieder vertragen.“, sprach ich, „Ich muss jetzt los.“ Ich wollte gleich zu Rosalia, wobei ich an den zwei Brüdern vorbei lief. Da fiel mir plötzlich etwas ein. „Leigh!“, rief ich ihm zu, „Ich muss noch mal mit dir reden.“ In der Zwischenzeit war ich bei den Jungs angekommen. „Was gibt´s Sakura?“, begrüßte mich Lysander. Leigh wollte wissen: „Redet Rosa wieder mit mir?“ „Hey, Lys.“, grüßte ich ihn. „Ja. Nein. Also…fast. Bald.“, brachte ich noch heraus, „Ok…ähm…was ich eigentlich wollte. Wieso arbeitest du auch, wenn du dich mit ihr triffst?“ Lys sah seinen Bruder an und lächelte. „Na ja, Rosa ist meine Inspiration. Wegen ihr habe ich überhaupt erst mit der Kollektion angefangen.“, gestand er. Ohh, wie süß. Ich war gerührt. Rosalia konnte sich wirklich glücklich schätzen. Aber wie sollten sie denn Zeit miteinander verbringen, wenn er in ihrer Gegenwart am besten arbeiten kann? Eine Weile überlegte ich, bis mir was einfiel. „Warum arbeitet ihr nicht einfach zusammen an der Kollektion? Rosa versteht doch auch was von Mode und so könnt ihr wieder was zusammen machen.“, schlug ich vor. Leigh dachte kurz noch nach, war sich aber nicht sicher.
„Meinst du das ist eine gute Idee?“
„Klar. Du müsstest ihr natürlich alles erzählen.“
„Was?! Also ich weiß nicht.“
„Leigh. Weißt du eigentlich wie schön das für sie sein wird, wenn du ihr sagst, das sie deine Inspiration ist?“
„Echt?“
„Natürlich.“
Der schwarzhaarige Junge konnte sich das anscheinend seltsamerweise nicht vorstellen. Er sah seinen Bruder, der neben ihm stand, fragend an. Dieser lächelte nur freundlich und nickte bestätigend. „Also, du überlegst dir das und ich versuchte jetzt Rosa raus zu holen. Aber ich glaube, sie wird mitkommen.“, informierte ich ihn noch und machte mich auf den Weg.

„Rosa. Sieh mal.“, ich hielt ihr den Ring hin, als ich vor ihr stand. Ihre Augen strahlten und sie steckte ihn sich an. „Oh, Sakura! Vielen Dank!“, sagte sie glücklich. „Und jetzt gehen wir raus und die redest mit Leigh.“, ich nahm ihre Hand und zog sie hinter mir her auf den Schulhof. Dort kam uns Leigh entgegen, nachdem er uns bemerkt hatte. „Rosa.“, er nahm ihre Hände und sah sie an. Den Blumenstrauß hatten wir vorher in der Klasse auf Rosalias Platz gelegt. „Es tut mir leid.“, entschuldigte sich der schwarzhaarige. Meine Freundin lächelte ihn an: „Schon gut.“ Das weißhaarige Mädchen umarmte ihren Freund und er küsste sie kurz. Ich stellte mich zu den beiden. „Leigh. Wolltest du Rosa nicht was erzählen?“, lächelte ich die zwei an. Er wusste vorhin zwar noch nicht, ob er es ihr erzählen soll, aber hiermit nahm ich ihm die Entscheidung einfach mal ab. Der Junge schaute etwas verlegen zu Boden, dann zu Rosalia. „Also…wie soll ich anfangen…“, Leigh wusste nicht so recht wie er es sagen sollte und blickte mich Hilfe suchend an. Ich seufzte innerlich. Aber da ich ja eine nette Freundin war, half ich ihm natürlich. Ich sah zu dem Mädchen das bei uns stand: „Er möchte dir erklären warum er immer arbeitet, wenn ihr euch trefft.“ Leigh blickte mich dankend an. Er hielt wieder ihre Hände und gab ihr einen Kuss auf diese. „Wegen dir habe ich mit der Kollektion angefangen. Du hast mich zu ihr inspiriert. Deshalb kann ich am besten arbeiten, wenn du bei mir bist. Du bist meine Inspiration.“, sagte er zu ihr und sah sie liebevoll an. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn: „Ich liebe dich, mein Engel.“ Rosalia hatte mit der Zeit Tränen in die Augen bekommen. Sie war gerührt und überglücklich, das sah man ihr an. Das Mädchen fiel ihrem Freund um den Hals und küsste ihn. „Ich liebe dich auch.“, schluchzte sie unter ihren Freudentränen. Sie ließ ihn dann wieder los und umarmte mich. „Danke, Sakura. Du bist die beste Freundin die ich mir vorstellen kann.“, sprach sie. Ich drückte sie: „Habe ich gern gemacht. Wofür hat man denn Freunde.“ Leigh lud Rosa nach der Schule zum Essen ein, danach wollten sie sich zusammen an die neuen Entwürfe für die Kollektion machen. Vorher mussten wir aber noch die letzte Unterrichtsstunde hinter uns bringen.

Die Schule war zu Ende und ich holte gerade meine Sachen aus dem Spind, die mit nach Hause sollten. „Hey, Nathaniel.“, grüßte ich unseren Schülersprecher, der mit einem Stapel Mappen an mir vorbei ging. „Hey, Sakura. Komm gut nach Hause.“, entgegnete er. Der blonde hörte sich geschafft an. Die Direktorin hat ihn bestimmt wieder mit Arbeit voll beladen. „Danke. Wann gehst du denn nach Hause?“, wollte ich von ihm wissen. Er seufzte: „Ich komme erst heute Abend nach Hause.“ Was? Heute Abend erst? Der Arme.
„Oh. Das ist echt doof.“
„Stimmt. Kann man aber leider nicht ändern.“
„Die Direktorin sollte dir nicht ihre ganze Arbeit überlassen.“
„Sie kann aber auch nicht alles alleine machen.“
„Aber du, ja?“
„Nein, aber ich mache ja auch nicht die ganze Arbeit.“
Mit hochgezogener Augenbraue sah ich ihn an. Na gut, er machte vielleicht nicht die ganze Arbeit, aber fast. Das pinke Etwas sollte sich mal so langsam eine Sekretärin besorgen. „Ich muss jetzt los. Bis dann.“, verabschiedete sich Nath. Ich sah ihn etwas bedrückt an: „Ok. Bis dann.“ Er tat mir leid. Ich würde ihm gerne irgendwie helfen. Grübelnd ging ich ins Klassenzimmer um meinen Block und den Stift von vorhin zu holen. Melody saß auf ihrem Platz und schrieb etwas auf einem Zettel. „Hey, Mel. Wie geht’s?, begrüßte ich sie. Die brauchhaarige blickte auf und lächelte mich an. „Hey, Sakura. Gut. Ich muss das hier nur noch für die Direktorin fertig schreiben, und dann kann ich nach Hause.“, antwortete sie. Ich nickte. Dann berichtete ich ihr: „Ich habe gerade Nathaniel getroffen. Er hat so viel zu tun, das er erst heute Abend hier raus kommt. Der Arme ich ganz schön fertig.“ Melody schaute mitleidig. Dann meinte sie: „Ich wünschte, ich könnte ihm helfen.“ Ja, das würde ich auch gerne. „Vielleicht können wir ihn irgendwie aufheitern.“, schlug ich vor. Wir überlegten bis uns etwas einfiel. „Er mag Katzen.“, platze es auf einmal aus Mel heraus. Katzen? Ja, das passte zu ihm. Da gab´s aber ein kleines Problem.
„Aber wir können ihm doch nicht einfach eine Katze schenken.“
„Stimmt. Ich glaube auch, seine Mutter ist allergisch gegen sie.“
„Oh. Das ist schlecht.“
„Ja. Aber was könnten wir denn sonst machen?“
„Wie wärs mit einer Plüsch-Katze?“
„Tolle Idee, Saku. Wir können ja selbst eine machen.“
„Hört sich gut an. Kannst du nähen?“
„Nein. Leider nicht.“
Und jetzt? Wir hatten eine schöne Idee, aber keiner von uns konnte nähen. Wer könnte uns denn helfen? Plötzlich hatte ich einen Geistesblitz. „Viola!“, rief ich. Verständnislos sah mich das braunhaarige Mädchen an. Ich lachte auf ihren Gesichtsausdruck hin. „Ich meine, vielleicht kann Viola nähen.“, sagte ich, „Ich geh sie gleich mal fragen.

Ich fand meine lilahaarige Freundin im Schulgarten. Nachdem ich ihr die Situation erklärte hatte, schaute ich sie fragend und bittend an. „Ich helfe euch gerne. Aber ich habe keine Nähsachen hier. Vielleicht könntest du welch aus dem Kiosk holen.“, sprach sie. Also machte ich mich auf zum Kiosk. Nachdem ich dort alles besorgt hatte, kehrte ich zurück zu Viola. Dann nähten wir eine Plüsch-Katze zusammen. Sie sah zwar nicht perfekt aus, aber niedlich. „Danke, für deine Hilfe, Vi.“, bedankte ich mich bei ihr. Sie antwortete: „Ach, habe ich doch gerne gemacht. Hoffentlich heitert das Nathaniel ein bisschen auf.“ „Das hoffe ich auch.“, erwiderte ich, „Ich geh dann mal. Bis dann.“ „Bis dann.“, verabschiedete sich das lilahaarige Mädchen auch.
Wieder im Klassenzimmer übergab ich Melody die kleine Katze. Sie fand sie super. „Ok. Ich geh dann mal nach Hause. Und du gibst Nath die Katze.“, beschloss ich. Geschockt schaute mich die braunhaarige an.
„Was?! Ich? Alleine?“
„Ja. Klar. Warum denn nicht?“
„Na ja…also…ähm….“
„Du arbeitest doch so auch oft alleine mit ihm.“
„Das ist was anderes.“
„Komm schon. Du schaffst das. Er wird sich bestimmt freuen.“
„Na gut. Ok.“
Letztendlich gab sie nach, und machte sich auf die Suche nach dem blonden Jungen. Ich glaubte aber nicht, das sie ihn lange suchen musste. Er war sicher im Schülersprecherzimmer. Man könnte es auch sein Büro nennen. Hoffentlich gefiel ihm die Katze. Endlich packte ich meine Schreibsachen ein und ging aus dem Raum. Auf dem Flur entdeckte ich Melody und Nathaniel. Sie hatte ihm gerade die Plüsch-Katze gegeben. Ich konnte zwar nicht hören, was sie sagten, aber da beide lächelten, nahm ich an das Nath sich gefreut hatte. Nun verließ ich das Schulgelände und machte mich auf den Weg nach Hause.


Zu Hause aß ich zu Mittag, als plötzlich das Telefon klingelte. Auf dem Display stand “Ken“. Lächelnd  nahm ich ab.
„Hey, Ken.“
„Hey, Sakura. Ich wollte mich schon eher melden, aber es ging nicht. Tut mir leid. Heute wollte ich dich aber unbedingt anrufen.“
„Kein Problem. Danke.“
„Ist denn dein Bruder da?“
„Nein. Ich bin dieses Jahr alleine. Makoto hat ein paar Auftritte mit der Band. Er hätte zwar abgesagt, aber ich habe ihn hingeschickt. Und Suzu ist zu einer Messe.“
„Oh. Das ist echt doof. Wenn ich könnte, würde ich sofort kommen.“
„Ich weiß. Danke, Ken. Ich mach´s mir einfach mit Lou auf dem Sofa gemütlich. Vorher gehe ich sie noch besuchen.“
„Wirklich?! Du warst schon lange nicht mehr da, oder?“
„Stimmt. Wird mal wieder Zeit.“
„Ok. Anderes Thema. Wie geht’s dir in der Schule?“
„Super. Ich habe mich gut mit den Mädels angefreundet, vor allem mit Rosalia. Mit den Jungs versteh ich mich auch gut.“
„Das freut mich. Und wie läuft´s mit Amber?“
„Sie ist wie eh und je die selbe Zicke.“
„Na toll…“
„Wie geht’s dir so? Wie ist die Schule?“
„Mit geht’s gut. Die erste Zeit hatte ich ganz schön Muskelkater, aber so langsam wird’s. Teilweise ist es echt hart hier und sie sind mächtig streng. Sieht man ja auch daran, wie oft wir hier telefonieren dürfen. Was soll man auch anderes bei einer Militärschule erwarten. Aber die anderen Jungs sind in Ordnung, das macht es nicht so schlimm und einfacher.“
„Das freut mich.“
„Trotzdem fehlst du mir, Sakura.“
„Du fehlst mir auch.“
Ich erzählte ihm noch, was alles in der Schule so passiert war, von der Einweihungsfeier von der ich ihm noch gar nichts erzählt hatte und als Lys und Cas zum ersten Mal mein Tonstudio gesehen hatten. Davon das ich mich mit Castiel gut verstand, war Ken zwar nicht sonderlich begeistert, da er ihn nicht besonders mochte, aber er sagte nichts dagegen. Es war schließlich meine Entscheidung mit wem ich befreundet war und das respektierte er.
Nachdem wir eine Stunde geredet hatten, musste Ken auflegen, weil er gleich wieder Training hatte. Wir verabschiedeten uns und ich ging hoch in mein Zimmer um mich umzuziehen. Ich zog meinen pflaumefarbenen Pulli an, eine Röhrenjeans, rote Chucks, setzte mir meine schwarze Schiebermütze auf und band mir schließlich noch meine schwarze Lederjacke um die Hüfte. Dann machte ich mich mit Cookie Lou auf den Weg.

„Meinst du, sie freuen sich, das wir sie besuchen?“, fragend blickte ich meinen vierbeinigen Freund an. Lou bellte einmal fröhlich. „Du hast Recht. Sie freuen sich bestimmt.“, lächelte ich ihn an. An der Bushaltestele blieben wir stehen. „Hm…Was meinst du? Sollen wir mit dem Bus fahren oder zu Fuß gehen?“, fragte ich meinen Hund. Dieser lief als Antwort weiter und zog mich mit. Kurz lächelte ich wieder. „Stimmt, wir sind die letzten Male schon mit dem Bus gefahren. Außerdem haben wir schönes Wetter, da können wir auch laufen.“, meinte ich. Unser Ziel lag am anderen Ende der Stadt, deshalb war ich meistens mit dem Bus gefahren.

Nach einer Stunde waren wir angekommen. Wir standen vor dem Eingang und ich blickte an dem großen Eisentor hoch. Es war weiß und hatte viele Schnörkel.  (http://www.sommerfeld-werbung.de/images/foto-archiv/images/131-Friedhofstor-52.jpg) In einem Bogen stand ganz oben “Friedhof“. Ich atmete noch einmal tief ein und aus, dass betrat ich mit Lou das Gelände. Wir mussten nicht weit gehen, denn die Gräber, zu denen ich wollte, lagen noch recht nah beim Eingang.
Da waren sie. Alle drei nebeneinander. Zwei lagen dich beieinander, zu dem dritten war ein kleiner Abstand. „Hey, Mama. Hey, Papa.“, begrüßte ich die ersten beiden Gräber. Zu dem anderen sagte ich: „Hey, Mum.“



- Erzähler-Sicht -

Der rothaarige Junge verließ gerade mit seinem Hund das Musikgeschäft, in dem er sich neue Saiten für seine Gitarre gekauft hatte. Er war in dem Laden schon bekannt, da er seine Musiksachen immer hier kaufte. Außerdem verstand er sich gut mit dem Besitzer, weshalb er auch Dämon immer mit rein nehmen durfte. Der große Vierbeiner war jedes Mal artig und blieb brav an der Seite seines Herrchens.
Castiel wollte jetzt wieder nach Hause gehen, um gleich seine Gitarre zu reparieren. Nach einer Viertelstunde aber hielt sein Hund plötzlich an, streckte seine Nase in die Höhe und schnupperte. Dann lief er auf einmal los und riss dem Rotschopf die Leine aus der Hand. Vor Schreck blieb dieser erstmal stehen, bis Dämon ihm von ein paar Meter weiter auffordernd zubellte. >>Was ist denn mit dem schon wieder los?<<, fragte sich der Junge. Er rannte dem Tier hinterher, als es wieder losgelaufen war. Schon ein paar Sekunden später konnte er die Leine greifen, und brachte seinen Hund zum halten. „Was ist denn in dich gefahren?“, wollte er von Dämon wissen. Der bellte nur wieder und zog Castiel ungeduldig weiter. Der rothaarige entschied, ihm einfach zu folgen, und wollte abwarten wo sein Hund hin wollte.
Nach fünfzehn Minuten hielt der Vierbeiner vorm Friedhof der Stadt. Der Rotschopf war verwirrt, >>Was will er denn hier?<< Sie betraten gemeinsam das Grundstück, und schon zog Dämon ihn wieder in eine bestimmte Richtung.
Nach ein paar Schritten sah der Junge ein schwarzhaariges Mädchen, das mit dem Rücken zu ihm gewandt stand, vor drei Gräbern stehen. >>Ist das nicht Sakura?<<, erkannte er sie. Seine Vermutung bestätigte sich, als er den kleinen Beagle entdeckte. Sein schwarzer Hund hatte ihn auch gleich gesehen, und wollte schwanzwedelnd zu ihm, allerdings hielt sein Herrchen ihn zurück. Der rothaarige fasste sein Halsband und kniete sich neben das Tier. „Bleib hier. Warten wir erstmal ab.“, flüsterte der Junge. Artig setzte sich Dämon hin und blickte aufmerksam zu Sakura und Cookie Lou.

Castiel hörte wie die schwarzhaarige begann zu den Gräbern zu sprechen. Sie erzählte von ihrem neuen Haus, der Einweihungsparty, von der Schule, ihren Freunden, von Cookie Lou, von Takumi und was sonst alles in ihrem Leben passierte. Dann bemerkte der Rotschopf, das Sakura zu weinen angefangen hatte. Plötzlich ging sie auf die Knie und legte sich dann quer über die drei Gräber. Castiels Augen weiteten sich und sein Hund winselte leise. „Ich würde euch so gerne umarmen. Aber näher werde ich euch leider nie wieder sein können.“, sagte das Mädchen leise, dennoch so, das der rothaarige es hören konnte. Sie hatte die Augen geschlossen und ihren Kopf in seine Richtung gewandt. Er schaute in das tränenüberströmte Gesicht der schwarzhaarigen und war mit der Situation völlig überfordert.
Nach kurzer Zeit stand er auf, dachte nicht weiter nach, und ging einfach zu ihr rüber. Dämon ging neben ihm her und gesellte sich dann zu dem Beagle. Langsam hockte sich der Rotschopf neben das Mädchen und berührte sie leicht an der Schulter: „Sakura?“ Angesprochene reagierte nicht und weinte weiter. „Hey, Kleine.“, sprach er sanft, „Was ist denn los?“ Endlich reagierte sie und blickte zu ihm auf. „C…Castiel?“, schluchzte sie und setze sich hin. Ein paar Haarsträhnen fielen ihr ins Gesicht und aus ihren großen blauen verweinten Augen sah sie ihn etwas ungläubig an. In diesem Moment fand Castiel, dass das traurige Mädchen vor ihm einfach nur süß aussah. Er wusste selbst, das es dafür wohl der unpassendste Moment war, aber er konnte seine Gefühle und Gedanken ja nicht steuern. >> Was ist mit mir los? Wie schafft sie es nur immer wieder, das meine Gedanken so durcheinander sind.<<, fragte sich der Rotschopf. Seine Überlegungen wurden unterbrochen, als Sakura begann, an ihrer Jacke zu zupfen. „Was ist denn los?“, wollte er von ihr wissen. Das Mädchen schien etwas nervös und panisch, denn sie schaute immer wieder von den Gräbern, zu ihrer Jacke, zu Castiel. „Also…Ich…Das ist…“, stotterte sie. Der Junge versuchte sie zu beruhigen und berührte sie wieder an der Schulter. Daraufhin ließ sich die schwarzhaarige nach vorne fallen, schlang ihre Arme um seinen Bauch und lehnte sich an ihn. Das Gesicht an seiner Brust vergraben weinte sie herzzerreißend. Der rothaarige war von dem plötzlichen Überfall erstmal etwas perplex, legte dann aber nach kurzer Zeit seine Arme um sie und strich ihr über den Rücken.

Sakura weinte sich eine halbe Stunde aus. Castiel hielt sie die ganze Zeit über im Arm. Nachdem sich das Mädchen etwas beruhigt hatte, wischte sie sich die Tränen vom Gesicht und schniefte: „Jetzt ist dein T-Shirt ganz nass.“ Mit roten verheulten Augen blickte sie ihn entschuldigend an. Er lächelte sie liebevoll an und meinte: „Ist doch nicht so schlimm. Komm, ich bring dich erstmal nach Hause.“ Er erhob sich und hielt ihr die Hand hin, um ihr aufzuhelfen. Sakura ergriff sie dankend und klopfte sich dann den Staub von ihren Sachen. Der Rotschopf tat es ihr gleich und als beide damit fertig waren, kamen Dämon und Cookie Lou zu ihnen. Die schwarzhaarige streichelte den zwei Hunden über ihre Köpfe und nahm dann die Leine ihres Vierbeiners in die Hand. Der Junge schnappte sich auch die Leine seines Tieres und die vier machten sich auf den Weg. Sakura drehte sich kurz noch einmal zu den Gräbern um und flüsterte traurig: „Bis bald.“

Den ganzen Weg über sah sie bedrückt zu Boden und grübelte. Castiel bemerkte bald das ihr das nicht gut tat, denn sie musste wieder ihre aufkommenden Tränen unterdrücken und klammerte sich mit ihrer freien Hand in seinen Jackenärmel. Er sagte nichts, ließ es zu und beobachtete sie nur weiterhin besorgt.


Bei Sakura zu Hause leinten sie als erstes die Hunde ab. Die liefen gleich in die Stube und kuschelten sich in Cookie Lous Körbchen. Castiel und Sakura entledigten sich ihrer Jacken und Schuhe. „Ich hole noch was zu trinken. Geh du schon mal ins Wohnzimmer.“, sagte das Mädchen mit einem aufgesetzten Lächeln. Der Rotschopf erwiderte nichts und blickte ihr nur nach, wie sie in der Küche verschwand. Er betrat dann das Wohnzimmer und schaute sich um.
Castiel sah sich die Fotos die an der Wand hingen genauer an. Auf einem erblickte er Takumi. Allerdings sah er anders aus, als er ihn im Park gesehen hatte. Nämlich besser. Man erkannte sofort, dass er da noch nicht so viel Alkohol getrunken hatte. (http://m171.photobucket.com/albumview/albums/tara_hime2/X%201999/13.jpg.html) Es gab noch 8 weitere Bilder. Auf dreien war Sakura, auf zwei anderen Makoto. Ein Foto von ihm war schon älter, denn er sah jünger aus. (http://wallpapershi.net/wp-content/uploads/2012/02/anime-girl-brunette-underground-uniform-school.jpg) (http://img.animemanga.de/fanfic/characters/110272/complete/20659.jpg) http://11k2.files.wordpress.com/2009/03/090310anime.jpg) (http://i41.servimg.com/u/f41/13/71/81/51/anime10.jpg) (http://i4.beon.ru/55/29/192955/22/10987222/AnimeBoy.jpeg) Die Personen auf den letzten drei kannte der rothaarige nicht. Zwei Frauen und ein Mann.
Als Sakura mit einem Tablett hereinkam auf dem eine Wasserflasche und zwei gefüllte Gläser standen, wartete er ab, das sie es auf dem Wohnzimmertisch abgestellte hatte, bis er sie ansprach. „Sakura? Wer ist das?“, fragte er. Kurz weiteten sich ihre Augen, als sie sah welche Fotos er meinte, dann wurden sie traurig. Die schwarzhaarige stellte sich neben ihn und zeigte beim sprechen auf das jeweilige Bild: „Makoto, Takumi und mich, hast du sicher schon erkannt. Das hier ist Hana.“ Sie zeigte auf eine Frau mit langen schwarzen Haaren und braun-goldenen Augen, die auf einem Motorrad saß. (http://3.bp.blogspot.com/-4VPgaFN1Zt8/TxF5bZxwwII/AAAAAAAAAM0/2y79Zlp3DK8/s640/5b82a75f58db568b2658298c6f07003e_bp.jpg) „Und das…“, sie zögerte bei den letzten beiden, sprach dann aber weiter, „Das sind Yuri und Takero.“ Die Frau hatte lange schwarz-lila Haare und grau-blaue Augen. Der Mann besaß schwarzes Haar und beige-goldene Augen. (http://api.ning.com/files/pnCA9rqCVpnqgUJm8pUINqISXVq3zCwgd346ZSfgYSqBAUZUzgt0g8BQpdaFZEvJCOKcqChcA-3leod0RgRPUyJXybXaNghg/userWildAnimeWitch5.jpg) (http://www.myfanfiction.de/cover/haou-airen-dragon-king-1209934623-42964.jpeg)
Mit einem liebevollen aber auch traurigem Blick strich sie mit den Fingerspitzen sanft über die Fotos. „Mama. Papa.“, flüsterte sie. Verwirrt schaute der Rotschopf von Sakura zu den Fotos. >>Ich dachte Hana und Takumi sind ihre Eltern?<<, dachte er. Das Mädchen bemerkte seinen Blick und verstand was er hatte. Sie seufzte tief. Dann setzte sie sich auf das Sofa und klopfte auf den freien Platz neben sich. Castiel folgte ihrer Aufforderung, setzte sich zu ihr und schaute sie abwartend an. Sakura schien zu überlegen, ob sie es ihm wirklich erzählen sollte. Aber nach einem kurzen Blick in seine Augen begann sie zu reden: „Yuri und Takero sind meine richtigen Eltern.“ Der Junge sah sie etwas durcheinander an. Das Mädchen erzählte daraufhin weiter: „Meine Eltern waren beide Eventmanager und daher oft auf Geschäftsreisen um zu den Events zu fahren. Sie waren sehr bekannt, deshalb hatten sie auch Aufträge in anderen Ländern. Makoto und ich haben in der Zeit immer bei unserer Tante gewohnt.
Eines Tages, als sie auf dem Rückweg von einem Auftrag aus Australien waren, sind sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich war damals 10 Jahre alt, Mako 13. Ein paar Monate darauf wurde gerichtlich beschlossen das wir in ein Heim kommen, weil der Richter der Meinung war, das sich Suzu nicht richtig um uns kümmern könnte. Du weißt ja, sie ist etwas speziell. Manche Menschen denken deswegen, sie wäre nicht verantwortungsbewusst, das ist aber totaler Quatsch. Sie haben meinen Bruder und mich aber in unterschiedliche Heime gesteckt, warum wissen wir nicht. Ich war 1 Jahr in dem Heim, und es war die Hölle. Die anderen Kinder konnten mich nicht leiden und haben mich immer nur geärgert. Makoto hatte mehr Glück. Er hat da sogar Freunde gefunden, zu denen er noch immer Kontakt hat. Mako war auch nur ein halbes Jahr im Heim.
Nach dem einem Jahr kamen Hana und Takumi und adoptierten mich. Ich durfte meinen Nachnamen behalten. Hana wollte, das ich nie vergesse wo ich herkomme und mich immer an meine Eltern erinnere. Wir haben uns oft zusammen Fotos und Videos von ihnen angesehen. Und jedes Jahr zu ihren Geburtstagen oder an Feiertagen, sind wir zu ihren Gräbern gegangen.
In der Zeit im Heim hatten mein Bruder und ich leider keinen Kontakt. Meine Heimleiterin ließ es nicht zu. Sie ist einer der unfreundlichsten Menschen die ich kenne. Als wir dann beide adoptiert waren, haben wir uns wieder getroffen. Unsere Adoptiveltern haben uns dabei geholfen. Inzwischen wohnt Makoto auch in einer eigenen Wohnung, aber in der Nähe von seinen zweiten Eltern. Sayuri und Kuro sind wirklich nett. Ich fühl mich bei den beiden wie zu Hause, sie behandeln mich so, als hätten sie mich auch adoptiert. Sie leben alle in der nächsten Stadt. Eine Stunde Fahrt mit dem Auto oder Bus.
Zu einem meiner Geburtstage habe ich dann Cookie Lou bekommen.
Vier Jahre später starb Hana dann an Krebs. Takumi veränderte sich. Er lachte nicht mehr, wurde still, fing an zu trinken, und wurde wegen jeder Kleinigkeit wütend. Er begann mich zu schlagen und mit Gegenständen nach mir zu werfen, z.B. Bücher, Geschirr, Zollstöcke, halt alles was gerade in seiner Reichweite war.“
Die schwarzhaarige hatte während dem erzählen angefangen zu weinen. Sie setzte ein falsches Lächeln auf und schaute Castiel an: „Tja, das ist meine Geschichte.“ Der Rotschopf saß auf dem Sofa und blickte sie geschockt an. „Wow…das ist echt hart. Tut mir leid.“, sagte er leise. Das Mädchen schüttelte nur den Kopf. Er verstand was sie meinte, es brauchte ihm nicht leid tun. Sie stützte die Ellenbogen auf ihre Oberschenkel und legte ihr Gesicht in die Hände. „Sorry. Es kommt gerade einfach wieder alles hoch. Vor allem die Erinnerungen ans Heim.“, schluchzte sie, „Außerdem…heute ich der Todestag meiner Eltern und Hana. Sie sind genau am selben Tag gestorben, nur in einem anderen Jahr. Deshalb war ich heute auf dem Friedhof.“ Ein Strom an Tränen brach aus ihr heraus. Der Junge neben ihr, sah sie traurig an und nahm sie in den Arm. Sakura legte ihren Kopf an seine Brust und krallte sich in sein T-Shirt. „Ich…Bitte erzähle es keinem. Außer meiner Familie und dir jetzt…habe ich nur…nur mit Ken darüber gesprochen.“, stotterte sie unter Tränen. Der rothaarige nickte, hielt sie fest und strich ihr tröstend über den Rücken. Sein Kinn hatte er auf ihrem Kopf abgelegt.

So saßen die beiden zwei Stunden da, bis sich das Mädchen vor Erschöpfung in den Schlaf geweint hatte. Castiel wollte sie aber nicht alleine lassen, und konnte es auch gar nicht, denn sie ließ ihn selbst im Schlaf nicht los. Also legte er sich mit Sakura in seinen Armen auf´s Sofa, deckte sich und die schwarzhaarige etwas mit einer Decke zu, die auch auf dem Sofa lag, und schloss ebenfalls die Augen.

- Erzähler-Sicht Ende -


Ich merkte wie ich langsam wach wurde, wollte aber noch nicht die Augen öffnen. Ich rückte mich ein bisschen zurecht und kuschelte mich etwas näher an meine Wärmequelle. Moment…Wärmequelle? Ich öffnete leicht mein rechtes Auge und sah mich um. Als ich rote Haarspitzen erspähte, schoss mir nur ein Name durch den Kopf, “Castiel“. Sofort riss ich meine Augen auf, stützte mich hoch und sah in das schlafende Gesicht des rothaarigen. Nachdem ich mich von diesem Schrecken erholt hatte, und mir wieder eingefallen war was gestern passiert war, überlegte ich, was ich jetzt machen sollte. Eigentlich ist es ja ganz gemütlich. Kurz überlegte ich noch, legte mich schließlich aber wieder hin. Meinen Kopf bettete ich auf Castiels Brust, genauso wie meinen rechten Arm. Dann kuschelte ich mich wieder an ihn und sah durch den Raum. Der nächste Tag war angebrochen, die Sonne schien durch die Fenster und verbreitete ein angenehmes warmes Licht.
Nach einer Weile spürte ich einen leichten Druck um meiner Taille. Erst da registrierte ich, das Castiel seinen rechten Arm um mich gelegt hatte. Langsam schaute ich zu ihm auf und blickte direkt in seine braun-grauen Augen. „Ähm…Morgen.“, sagte ich unsicher. „Morgen.“, antwortete er ruhig. Mehr redeten wir nicht. Ein paar Minuten später fand ich meine Position irgendwie unbequem. Ich drehte mich etwas mehr auf den Bauch, legte meine Arme verkreuzt auf seiner Brust ab und bettete dann mein Kinn darauf. In dieser Lage konnte ich ihn besser ansehen. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, das wir einfach nur dalagen und uns in die Augen blickten. Irgendwann hatte der Rotschopf dann begonnen, mir mit seiner linken Hand durch die Haare zu streichen. Wir waren still, und es kam mir auch nicht merkwürdig vor oder so. Es fühlte sich an, als wäre es das normalste auf der Welt hier mit ihm so zu liegen.
Dann kam mir wieder in den Sinn was gestern alles war. Ich dachte darüber nach und meinte dann: „Danke, das du gestern für mich da warst, und das du hier geblieben bist.“ „Kein Problem.“, antwortete er rothaarige.
Nachdem wir noch ein bisschen liegen geblieben sind, und uns weiterhin die ganze Zeit über angesehen hatten, setzte ich mich auf und kletterte über den Jungen neben mir hinweg. Vor dem Sofa stehend richtete ich zuerst mal meine Kleidung zurecht. „So, ich mach mich jetzt fertig und dann frühstücken wir.“, teilte ich ihm mit und machte mich auf den Weg nach oben. An der Wohnzimmertür drehte ich mich noch einmal um, lief zu Castiel zurück und umarmte den gerade aufgestandenen. „Danke.“, sagte ich noch einmal. Er hatte gar keine Chance irgendwas zu erwidern, denn ich lief schon wieder aus dem Raum. Auf der Treppe rief ich ihn dann noch zu: „Ich lege dir ein paar Klamotten von Makoto und eine Zahnbürste unten ins Bad, ok?“ Ich wartete aber nicht auf seine Antwort und ging nun endlich nach oben.

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Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen, und ihr lasst mir ein paar Kommis da. :)

Ich freu mich auch über Kommis von Schwarzlesern.


Bin ein bisschen traurig, das die Story so viele Aufrufe hat und nur so wenig Kommis. :(


Bis zum nächsten Mal. :)

LG, Fly
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