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The bittersweet tone of love

von Sue Rose
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Lichtenstein Österreich Schweiz Ungarn
15.06.2012
28.03.2013
39
32.539
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15.06.2012 663
 
32. Blinde Verzweiflung

Vash saß immer noch wie angewurzelt an dem Küchentisch und ließ die letzten Minuten Revue passieren.
Er hatte ihn geküsst, Roderich hatte ihn geküsst, er konnte es nicht fassen, auch seine Worte hallten in ihm wieder.
Warum? Warum hatte der Österreicher das gesagt? Es hat alles in dem Gespräch darauf gedeutet das er wusste das Vash ihn liebte.
Nein, dann konnte doch nicht sein!, dachte sich Vash und versuchte den Gedanken zu verdrängen.
Fahrig fuhr er sich mit den Fingern über seine Lippen, es war schön gewesen, so schön, er hätte ihn am liebsten auch umarmt hätte ihn nicht mehr losgelassen ihn für sich behalten.
Jetzt war er noch unruhiger geworden, sein Herz schlug ihm bis zum Hals und er konnte sein Blut durch seinen Kopf rauschen hören.

Vash war so in Gedanken, dass er die Person die jetzt in der Tür stand gar nicht wahrnahm, zumindest nicht bis diese sich zu Wort meldete.
„Du liebst ihn.“
Erschrocken drehte er sich in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war, und erblickte Elizaveta
„Ich..nein.. ja.. woher?“, stammelte er sich zurecht und blickte sie erschrocken und mit hochrotem Kopf an.
„Man sieht es dir an, die Art wie du ihn ansiehst, wie du ihn immer wieder von dir stößt. Es ist so eindeutig“, sagte sie gehässig und ging einige Schritte auf ihn zu.
Nun beäugte Vash sie misstrauisch.

„Was willst du mir sagen, Elizaveta?“, fragte er kühl.
Sie lachte kurz und schrill auf und blickte ihn dann herablassen an.
„Du wirst ihn nie bekommen, weil er nur mich und mich allein liebt. Alles was du von ihm zu hören bekommen hast, hat er lediglich gesagt weil er so ein guter Mensch ist und Mitleid mit dir armen Wicht hatte!“
„Woher willst du das wissen?“, fauchte er zurück.
Wieder lachte sie.
„Ich weiß es halt, ich fühle es, weil ich ihm so verbunden bin wie niemand sonst“.
„Wer's glaubt!“
„Du kannst all deine Hoffnungen jetzt schon mal vergessen. Du bist ein nichts und für Roderich und mich nicht wichtig. Er liebt dich nicht, er wird dich nie lieben, sei dir dessen immer bewusst!“, sagte sie giftig. Und ihre Worte waren wie Gift, Gift für seine Seele.

Er spürte wieder Schmerzen, nicht in seiner Hand, nein in seiner Brust. Das vorhin Erlebte zusammen mit ihren Worten bohrte sich schmerzhaft immer tiefer in sein Bewusstsein.
Wie gerne hätte er sie geschlagen, sie gewürgt, so lange auf sie eingeschrien, bis sie einer anderen Meinung war, doch er tat es nicht, der letzte Funke Verstand, den er noch aufbringen konnte, hielt ihn davon ab.
„Du bist jämmerlich, weist du das?“, redete sie weiter, als würde sie über ein Zuchttier reden und die Mängel einem Händler ausbreiten. Vash sah sie nicht an. Sein Blick war hasserfüllt doch hätte er sie angesehen wäre er wahrscheinlich ausgerastet.
„Halt dein verdammtes Maul“, sagte bissig.
Doch sie lachte wieder nur.

Abrupt stand er auf, packte sie am Kragen, hob sie an selbigem einige Zentimeter über den Erdboden und schnürte ihr so die Luft ab.
„Ich sagte du sollst aufhören!“, zischte er bedrohlich. Und blickte sie mit einer Mischung aus Wut, Verwirrung , Hass und Angst an.
„Du weiß nichts von mir!!“, schrie er sie fast an. Während sie etwas überrascht und erschrockenen zu ihm blickte.
„..ich... keine Luft...“, keuchte sie und Vash ließ sie so plötzlich los, wie er sie gepackt hatte.
Hustend sank sie zu Boden, doch Vash beachtete sie nicht weiter und lief in Richtung seines Zimmers.

Er musste duschen er musste irgendetwas tun, nur nicht nachdenken, nein er wollte nicht darüber nachdenken was passiert war. E wollte eigentlich nur noch vergessen!
Doch er vergaß nicht.
Die Erinnerungen kamen wieder.
Und es schmerzte. Was wenn sie die Wahrheit gesagt hatte? Was wenn es stimmte?
Er ertrug es nicht.
Schnurstracks verschwand er in der Dusche. Er duschte eiskalt in der Hoffnung, wieder zur Vernunft zu kommen.
Anschließend verkroch er sich in seinem Arbeitszimmer, hinter Stapeln von Aktenordnern.
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