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The bittersweet tone of love

von Sue Rose
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Lichtenstein Österreich Schweiz Ungarn
15.06.2012
28.03.2013
39
32.539
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15.06.2012 497
 
26. Gedanken und wehrlose Zielscheiben

Er hatte noch eine ganze Weile dort gelegen, bis schließlich Lilly geklopft hatte, um ihn etwas zu fragen, also hatte er sich aufgerafft und ihr bei der Gelegenheit auch gleich mitgeteilt, welches Zimmer Elizaveta bekommen sollte, es war das, dass am weitesten von Roderichs entfernt lag. Vash wusste das es im Zweifelsfall nichts bringen würde, so eine kurze Entfernung zu schaffen, doch was sollte er anderes tun? Sie am besten gleich in Roderichs Zimmer schicken?

Er schnaufte verächtlich als er einen der vielen Gänge des Hauses entlang ging. Die Sonne schien durch die großen Fenster und mit einem prüfenden Blick nach draußen stellte Vash zufrieden fest, dass ideale Bedingungen zu Schießen herrschten. Er warf noch einen kurzen Blick in den blauen Himmel, ehe er sich vom Fenster löste, um sich seine Ausrüstung zu besorgen.

Schließlich auf dem Weg zum Schießstand dachte er noch mal über Roderich nach, wie so oft in den letzten Tagen. Seit Vash den Österreicher hatte einziehen lassen, trieb ihn selbiger in den Wahnsinn, zugegeben nicht immer absichtlich, doch in Vash hallten immer noch seine letzten Worte wider.
Er spürte den Schmerz in deiner Brust zurückkehren und verzog wütend das Gesicht. Nein, darüber wollte er nicht nachdenken. Ablenkung, er brauchte Ablenkung!
Immer noch leicht vor sich hin brodelnd, erreichte er den Schießstand und packte seine Ausrüstung aus.

Dann begann er und schoss auf die hilflosen Zielscheiben  ein, die stets all seine Emotionen abbekamen. Besser sie, als lebende Individuen..oder Österreicher...
Hier konnte er einmal seinen Gefühlen freien Lauf lassen, ohne sich Sorgen darüber zu machen, dass auf einmal ein Roderich auftauchen würde, und ihn aus dem Konzept brächte.
Denn Vash wusste, dass er sich zu fein war, um einen Ort, wie diesen hier, ohne bestimmten Grund aufzusuchen, vor allem dann nicht, wenn er Besuch hatte.

Elizaveta, ihren Besuch, ja ihre gesamte Existens hatte er zu verdrängen versucht, doch vergebens.
Was hatte sie, was er nicht hatte? Was machte sie für Roderich so anziehend? Ihm würden einige ernüchternde Sachen einfallen.
Sie war unkompliziert, liebevoll, nachgiebig, umsichtig, immer drauf bedacht niemanden zu verletzen. Und er? er war grob, ungehobelt, alles was Roderich verabscheute.  Außerdem war sie eine Frau. Sie hatte schon damals für ihn gekocht und war an Roderichs Seite gewesen. Sicherlich hatte der Brünette auch mit ihr geschlafen. Und eine Frau war nun einmal ganz anders, als er.

Der Blonde spürte wieder dieses Panikgefühl, die Angst allein gelassen zu werden.
Er lud nach und schoss weiter auf die Zielscheiben, einige dutzend Meter entfernt.
Vash beschloss für sich im Stillen, solange auf dem Schießstand zu bleiben, bis er sich wieder halbwegs im Griff hatte. Hunger hatte er keinen, und im Notfall konnte er sich, wenn er nach hause kam noch etwas aus der Küche holen. So konnte er den beiden aus dem Weg gehen.
Er blieb dort den ganzen Abend, bis es schließlich dunkel wurde.






sooooo, und als entschuldigung gleich ein zweites kapitel hinterher (großartige leistung übrigens, muffin)
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