Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The bittersweet tone of love

von Sue Rose
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Lichtenstein Österreich Schweiz Ungarn
15.06.2012
28.03.2013
39
32.539
2
Alle Kapitel
45 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.06.2012 587
 
24. Schmerzende Worte

Die letzten Tage waren für Vash eine Tortur, nicht nur, dass er quasi in jedem Moment damit rechnete, dass Elizaveta vor der Tür stünde, nein, Roderichs Klavierspiel hallte durch das ganze Haus und erinnerte ihn schmerzlich immer und immer wieder daran, dass er es sich mit Roderich wohl endgültig verscherzt hatte.
Und als sie dann wirklich fast da gewesen war, hatte er es Roderich mitteilen wollen, einerseits, weil er keine große Lust hatte ihr die Tür zu öffnen, andererseits wollte er wissen wie er reagieren würde.

„Schwachkopf?“, hatte er betont normal gefragt.
„Was willst du?“, war die Antwort reserviert gekommen und Roderich hatte sich ihm mit einem kalten Ausdruck zugewandt, der Vash am liebsten dazu veranlasst hätte, sofort wieder zu gehen.
„Ich wollte dir nur Bescheid sagen, dass ihr Auto gleich hier ist....“, hatte er gemurmelt und leicht abweisend seine Arme verschränkt.
„Gut. Danke, dass du es mir gesagt hast...“ hatte der Braunschopf mit einem, wie Vash fand, künstlichen Lächeln erwidert, war aufgestanden und  auf ihn zugetreten, als er fast an ihm vorbei geschritten war, hatte es Vash nicht mehr ausgehalten und missmutig gefragt: „was will sie hier?“

„Sie scheint sich aus irgendeinem Grund um mich zu sorgen, aber...Woher weißt du eigentlich, dass sie herkommt? Ich habe dir nichts gesagt. Hast du etwa meinen Brief gelesen?“
„In deinen Träumen...Das habe ich nicht nötig. Das Weib hat mit auch einen Brief geschrieben“, hatte er klargestellt und versucht, weitere bissige Bemerkungen herunter zu schlucken.
„Hat sie? Dann lass mich bitte vorbei, Vash. Ich würde sie gern empfangen...“
Die Ungeduld in der Stimme des Österreichers machte Vash wütend.
„Freust du dich so sehr, deine Exfrau zu sehen?“ , hatte er skeptisch gefragt und hatte nicht verhindern können, dass etwas Verachtung in seiner Stimme mitschwang.

Er hatte gesehen, wie der Braunhaarigen eine Augenbraue hochzog.
„Was kümmert es dich, wie ich mich mit ihr verstehe? Wir haben uns in Freundschaft getrennt und außerdem...Vielleicht werden wir uns wieder zusammentun...Dann bist du mich immerhin los...“, hatte dieser in einem kalten Tonfall verlauten lassen, der Vash sehr, sehr empfindlich getroffen hatte.
Die Worte hatten weh getan, mehr als er es zugeben würde mehr als er erwartet hätte. Nicht in der Lage etwas von sich zu geben, hattee er ihm lediglich eisig hinterher geblickt, das war das einzige was er noch hatte tun können, seine Gefühle zu überspielen und  zu versuchen, nicht die Fassung zu verlieren.

Nach dem er noch einige Momente da so gestanden hatte, ging er wieder in Richtung seines Zimmers, Roderich wollte er heute nicht mehr sehen, und Eliaveta erst recht nicht.
Als er gerade die Tür geöffnet hatte hörte er die Hausklingel und das die Holztür geöffnet wurde,. Schnell, bevor die Stimmen der sich Begrüßenden an sein Ohr dringen konnten verschwand er in dem Raum und schloss die Tür wieder hinter sich.

Warum sagte Roderich ihm so etwas? Warum hasste er ihn so sehr? Er hielt in Gedanken inne, ihm würden Gründe einfallen, warum der Aristokrat ihn hasste, er war unverschämt und ungehobelt, ihm gegenüber, noch schlimmer als er  es anderen Menschen gegenüber tun würde, außerdem hatte er ihm aus bösem Willen das Klavierspielen verboten.
Ja, Roderich hatte allen Grund ihn zu hassen.

Sich verzweifelt durchs Haar streichend setzte er sich auf sein Bett und knetete seine Finger.
„Verdammt Vash! Warum musstest du dich auch ausgerechnet in ihn verlieben?“, sagte er leise und resigniert zu sich selbst, ehe er sich nach hinten auf die Matratze fallen ließ und traurig die Augen schloss.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast