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The bittersweet tone of love

von Sue Rose
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Lichtenstein Österreich Schweiz Ungarn
15.06.2012
28.03.2013
39
32.539
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15.06.2012 655
 
20. Gedankliches und Gefühlschaos

Als er das Esszimmer verließ, war er stinksauer, wieder einmal.
Sie waren sich die letzten Tage aus dem Weg gegangen, wie so oft.
Vash wollte es sich nicht recht eingestehen, aber es quälte ihn immer noch die Sache mit der Abfuhr. Er fragte sich nach wie vor, was Roderichs Gründe dafür gewesen seien könnten. Was hätte den stolzen Aristokraten dazu veranlassen können, sich nachts in sein Zimmer zu schleichen und... NEIN weiter wollte er nicht denken, dafür schmerzte die Erinnerung zu sehr.
Und doch schlich sie sich wieder in einen Kopf. Roderich, der unter ihm lag und verlangend zu ihm aufschaute, der ihn küsste... verdammt! Er musste damit aufhören!

Er spürte einen pochenden Schmerz in der Brust. Den spürte er in letzter Zeit öfters, er war zu einer Begleiterscheinung von Gedanken an Roderich geworden.
Er fasste sich an die stelle und verzog kurz gequält das Gesicht.
„Verdammter Österreicher...“, sagte er leise zu sich selbst.
Nein, er war nicht sauer auf ihn, er konnte nicht, er war wütend auf sich selbst, warum traf ihn das auch so hart? War er so verweichlicht?
Energisch schüttelte er den Kopf.
Nein, darüber wollte er jetzt nicht nachdenken, nichts schon wieder.
Vash erreichte schließlich sein Büro, in dem er sich verkroch, wie auch schon in den letzten Tage.
Nachdem er sich in seinen Bürosessel fallen gelassen hatte, fuhr er sich fahrig durchs blonde Haar und dachte an den Morgen zurück.

Er hatte den Brief schon vor Roderich gesehen und im Gegensatz zu diesem, hatte er sofort erkannt von wem er stammte.
Vash schnaufte kurz eingeschnappt.
Dieser Brief hatte ihm zu seinem Glück gerade noch gefehlt.
Diese PERSON hatte ihm gerade noch gefehlt.
Er seufzte resigniert. Er konnte ja sowieso nichts dagegen tun. Vash konnte nur versuchen die Sache nicht an sich heran kommen zu lassen, es auf Abstand zu halten. Was ihm sichtlich schwer fiel.
Er konnte zu sich sagen was er wollte. Wenn es um Roderich ging sah er schwarz. Er wollte ihn bei sich haben!

Plötzlich hatte er Angst. Was wäre wenn er entschied ihn zu verlassen? Was, wenn er kein Asyl mehr brauchte? Panik stieg in ihm auf, die sich mit dem Schmerz in seiner Brust vermischte und einen bitteren Nachgeschmack auf der Zunge hinterließen.
Würde es so sein wie damals? Dass sie eine halbe Ewigkeit nicht mit einander reden würden? Sich gegenseitig totschwiegen?
Das würde Vash nicht aushalten und der bloße Gedanke daran trieb ihn fast in den Wahnsinn.
Er seufzte und begann, sich durch seine Akten zu arbeiten.
Nach einer Zeit hörte er die Tür aufgehen und blickte auf.

„Bruderherz, ich dachte, ich bring dir mal eine heiße Schokolade rauf“, sagte Lilli freundlich und lächelte ihn herzlich an.
Vash lächelte so gut wie irgend möglich zurück.
„Wie lieb von dir, danke“, sagte er und nahm dankbar das heiße Getränk entgegen.
„Ich sehe ja, wie du dich in die Arbeit schmeißt“, sie lächelte wieder und blickte kurz auf seinen mit Zetteln und Akten beladenen Schreibtisch. Dann verabschiedete sie sich und wollte gerade gehen, als Vash noch sagte: „ach Lilly? Könntest du mir einen Gefallen tun?“

Es war ihm unangenehm ,sie um etwas zu bitten, normalerweise machte er das auch nicht, aber das war etwas worüber er die letzten Minuten nachgedacht hatte, es aber unmöglich selbst ausführen konnte.
Sie blieb stehen und drehte sich wieder zu ihm um.
„Natürlich, worum geht es denn?“, fragte sie freundlich.
„Könntest du Roderich, wenn du ihn das nächste mal siehst, sagen das er meinetwegen wieder Klavier spielen darf?“, sagte er und es schwang etwas Unsicherheit in seiner Stimme mit als er sie freundlich ansah.
Sie sah nicht minder freundlich zurück und nickte eifrig.
„Natürlich, kein Problem“, sagte sie und lächelte breit.
„Vielen Dank, Lilly“, Vash meinte es wirklich so wie er es sagte. Was würde er nur ohne seine geliebte kleine Schwester machen.
Sie verabschiedete sich und verschwand. Während der Blonde sich wieder seinem Schreibtisch zuwandte.
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