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The bittersweet tone of love

von Sue Rose
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Lichtenstein Österreich Schweiz Ungarn
15.06.2012
28.03.2013
39
32.539
2
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Dieses Kapitel
1 Review
 
15.06.2012 842
 
2. Die vertraute Melodie

Der Schweizer stand übel gelaunt auf dem Schießplatz und versuchte sich mit dem Abfeuern der Waffe in seiner Hand abzureagieren.
Warum nur? Warum hatte er den Österreicher einziehen lassen? Er hätte wissen müssen, dass sich der versnobte Aristokrat hier breitmachen würde und das auch noch auf seine Kosten!
Wütend schoss er weiter auf die schon total zerlöcherte Zielscheibe einige Meter entfernt.
„Der alten Zeiten wegen, pah~!“,murmelte er vor sich hin.

„Bruder?!“, hörte er plötzlich eine leise Stimme etwas entfernt. Er hörte auf zu feuern und versuchte sich den Unmut in seinem Gesicht nicht anmerken zu lassen. Mit einem Lächeln drehte er sich in die Richtung, aus der Liechtenstein kam. „Was ist denn Lilli?“
Sie kam lächelnd auf ihn zu. „Nichts, ich hab dich bloß gesucht.... Ich hab Roderich im Garten getroffen“, sagte sie daraufhin fröhlich. Als er seinen Namen hörte verfinsterte sich sein Gesicht wieder. „Und? Hat er wieder irgendwas kaputt gemacht? Oder sonst was ausgefressen?“, fragte er unfreundlicher als beabsichtigt.

Überrascht blickte Lilli zu ihm auf, so einen Ton bekam sie sonst von ihm nicht zu hören.
„Er hat gar nichts gemacht... und ich weiß auch nicht, warum du glaubst, er habe etwas getan. Ich finde, er ist ziemlich freundlich“, sagte sie und blickte nach unten. Vash merkte das das nicht sehr taktvoll von ihm gewesen war und bereute seine Worte.
„Entschuldigung Lilli, ist nur so eine Angewohnheit, von früher.“ Er seufzte kurz und blickte sie dann wider freundlich an.
Sie blickte wieder auf und lächelte dann.
„Na wenn das so ist...Du kommst aber bald wieder nach hause, oder? Es wird bald dunkel und sonst wird das essen kalt“, sagte sie als sie sich wieder zum gehen wandte und kicherte leicht. „Ist gut!“, rief er ihr noch nach ehe sie in den Bäumen verschwand.

Er seufzte wieder. Manchmal beneidete er seine Schwester, wie sie ohne Probleme mit Menschen und Situationen umgehen konnte. Davon könnte er sich ruhig eine Scheibe abschneiden, denn wenn der Schweizer eines besonders schlecht beherrscht, dann war es der Umgang mit anderen Individuen. Waffen zog er daher oft der Gesellschaft anderen Menschen vor.
Aber, was sie an dem Österreicher nett finden konnte, war ihm ein Rätsel. Er war versnobt, eingebildet, verschwenderisch, großprotzig, undankbar und ein mittelmäßiger Klavierspieler.

Kurz hielt er in seinen Schüssen inne. Nein, mittelmäßig war er nicht, dachte er und erinnerte sich an früher, als Roderich oft für ihn gespielt hatte, und wie schön er es gefunden hatte.
Störrisch schüttelte er den Kopf. Er hatte sich doch geschworen diese Zeit aus seinem Gedächtnis zu verdrängen. Mürrisch ließ er seine Waffe sinken.
Ebenso mürrisch verließ er das Übungsgelände. Das Üben mit seinen Waffen lenkte ihn sowieso nicht länger von der Anwesenheit seines Gastes ab.

Immer noch vor sich hin brodelnd, betrat Vash das Gebäude. Er hatte große Lust, sich einfach in sein Zimmer zurück zu ziehen, ein Buch zu lesen und dabei etwas Schokolade zu verspeisen.
Er war gerade auf dem Weg zu selbigem, als er plötzlich etwas hörte.
Es war ihm vertraut, und doch, war es ihm fremd geworden. Eine Melodie die er oft versucht hatte, zu verdrängen, es aber nie wirklich geschafft hatte.
Er blieb stehen und drehte sich in die Richtung aus der die Musik kam. Gegen seinen Willen ging er ihr, der Musik, jetzt doch entgegen. Schließlich stand er vor der Tür des Raumes, aus dem die Klaviertöne kamen.

Vorsichtig blickte er durch die halb geöffnete Tür und somit auf das sich im Raum befindende Klavier. Vash blickte kurz versonnen auf den Österreicher, der geschickt seine Finger über die Tasten gleiten ließ.
Zögernd begab er sich in den Raum, wo der Österreicher saß. Dieser schien ihn aus den Augenwinkeln gesehen zu haben und unterbrach abrupt das Spiel. Etwas fragend und schlecht gelaunt, blickte er nun zur Seite und dem Schweizer entgegen.

„Vash? Was ist denn?“, fragte er leicht entnervt. Es war ihm offensichtlich unangenehm gestört worden zu sein.
„W-was?“, fragte der Blonde, etwas aus dem Konzept gebracht, fasste sich aber schnell wieder und sagte dann barsch :„ich hab nur dein zweitklassiges Geklimper gehört und, da du unter meinem Dach lebst, muss ich mir dieses Krach nicht länger anhören.“
Nun blickte er so herablassend wie möglich auf den stolzen Aristokrat am Klavier. Was tat er da? Er mochte Roderichs Klavierspiel und wollte es wieder hören. Aber sein Stolz verbot es Vash, es dem Österreicher zu sagen.
„Was soll das heißen?“, fragte Roderich nun leicht pikiert.
„Soll heißen, ich will nicht das du spielst“, sagte dieser monoton.
Nun sprang der Braunhaarige auf und blickte wütend in die grünen Augen, der ein paar Meter von ihm entfernt stehenden Person. „Wllst du mich veralbern?“, fragte er gefährlich leise.
„Nein, du hast schon richtig gehört“, erwiderte der angesprochene und blickte ihm fest in die Augen.




soooo, hier ist nun auch das 2te kapitel, diesmal aus der feder meiner tollen visu-Muffin, deren lese-rechtschreibschwäche zum glück nur ihre rechtschreibung tötet, nicht den stil!
ich habs gebetat, wer trotzdem erstzunehmende fehler findet, darf sie behalten!

wünsche, viel spaß gehabt zu haben!
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