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The bittersweet tone of love

von Sue Rose
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Lichtenstein Österreich Schweiz Ungarn
15.06.2012
28.03.2013
39
32.539
2
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15.06.2012 536
 
16. Der Schweizer und die Musik

In den nächsten Tagen schaffte es Vash, Roderich immer wieder aus dem Weg zu gehen.
Er wusste, was dann passieren würde und das wollte er nicht riskieren.
Genervt musterte er den Haufen Akten auf seinem Schreibtisch.
Irgendwo musste er seine Energie reinstecken und da es zum schießen zu regnerisch war, hängte sich Vash voll in die Staatsgeschäfte. Was sollte er auch anderes tun? Allein schon der Gedanke an den Braunschopf brachte ihn völlig aus der Fassung. Zu Anfang hatte das Ablenken mit Arbeit noch recht gut funktioniert, doch inzwischen war der Blonde die ganze Zeit total aufgewühlt, ja fast schon hyperaktiv. Und das alles nur weil er nicht aufhören konnte, an ihn zu denken. Das war doch bescheuert! Er, der Waffennarr und Pazifist hatte wirklich Liebeskummer und das nicht zu knapp.
Eine Zeit hatte er sogar mit dem Gedanken gespielt, es Roderich einfach zu sagen, doch zum Glück war sein Verstand rechtzeitig eingesprungen.

„Verdammt..“, sagte er leise und fuhr sich mit einer Hand durchs blonde Haar.
Dann lehnte er sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und hing seinen Gedanken nach. Dass diese Gedanken neuerdings immer mehr um einen gewissen Aristokraten kreisten, störte und wundert ihn inzwischen nicht mehr, und, obwohl er wusste das er sich damit selbst keinen gefallen tat, erinnerte er sich doch gerne an früher zurück, an die Zeit mit Roderich, als sie beide noch klein gewesen waren.

Er musste plötzlich daran denken, wie Roderich versucht hatte ihm die Musik näher zu bringen.
Natürlich hatte Vash immer total desinteressiert gewirkt und absichtlich schlecht gespielt nur um ihn zu ärgern. Er musste lächeln. Was der Österreicher nicht wusste,s war, das er früher immer heimlich nachts geübt hatte.
Wenn er es genau betrachtete, spielte er sogar recht gerne Musik, nur bevorzugte er die Geige, nicht das Klavier.
Lustigerweise hatte Roderich ihm auch mal eine Geige geschenkt. Der Blonde schmunzelte.
Dann hatte er eine Idee. Wenn es Roderich hilft sich abzureagieren, dann ja vielleicht auch bei mi, dachte er sich.
Einige Augenblicke saß er noch unentschlossen da, dann erhob er sich und verließ den Raum.

Er konnte immer noch nicht so recht fassen, dass er das tat, was er tat. Leicht schüttelte Vash den Kopf über sich selbst, als er den Raum mit den Klavier auch schon erreichte.

Er sah sich kurz um und ging dann zielstrebig auf eines der massiven Holzregale zu.
Als er die richtige Schublade gefunden hatte, zog er einen leicht verstaubten Geigenkasten heraus, stand damit auf und legte ihn auf den Hocker des Klaviers.

Er öffnete den Deckel, nahm zuerst den Bogen hinaus, spannte ihn und stimmte danach die schon ewig im Schrank verrottete Geige, was länger dauerte als erwartet.

Endlich fertig gestimmt klemmte er sich das Instrument unters Kinn und begann zu spielen.
Er spielte ganz intuitiv, es war ein Stück das er kannte, Roderich musste es ihm wohl ein mal vorgespielt haben.
Vash versank immer weiter in die Musik, er steckte seine Wut, seinen Selbsthass, seine Verzweiflung und seinen Schmerz in die Musik.
Es tat gut das über die letzten tage angestaute endlich los werden zu können.
Er war so versunken, dass er nicht daran dachte, dass er vergessen hatte die Tür zu schließen.
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