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Eine Schifffahrt die ist Lustig... Teil 1

KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
14.06.2012
14.06.2012
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14.06.2012 839
 
Dieses Pair finde ich mehr als gut :D Ich hätte es auch gut gefunden wenn Fargard ein Mann geblieben wäre und nicht plötzlich Paltena hieße xD
Spielt in Band 8 (Band 2 - Zeit des Neuen)
Nichts ist meins :( Alles gehört Markus Heitz und dem Piper Verlag :)



Kontinent Angor, Kaiserreich Angor, No-Phos,
Spätwinter/Frühling im Jahr 2
Uldreal des Gerechten



Langsam ging Fiorell über das Oberdeck des Schiffes, welches ihn zurück nach Ulldart bringen sollte. Es war die gleiche agarsienische Galeere, welche ihn auch nach Angor gebracht hatte. Die Ruderer unter Deck wurden bezahlt und es gab keine Ketten, welch herrliche Sache. Sein Blick schweifte über No-Phos und er dachte unweigerlich an Fargard. Nein Paltena hieß sie ja richtig. Das Bild ihrer kleinen, festen Brüste wollte und wollte nicht mehr aus seinem Kopf verschwinden. Weiter unten regte sich etwas und Fiorell stöhnte genervt auf. Sie könnte meine Tochter sein und ich bin scharf auf sie. Klasse. Er versuchte an etwas anderes zu denken, den Pralinigen zum Beispiel, und entspannte sich ein wenig.
"Hallo Ortei.", erklang eine scherzende Frauenstimme hinter ihm und sofort verspannte der einstige Hofnarr sich wieder. Das darf doch nicht wahr sein. Jetzt nimmt sie sogar das geiche Schiff nach Ulldart.
"Fargard.", grüßte er und sprach sie ebenso mit ihrem Decknamen an. Sie lehnte sich neben ihn an die Reling und Fiorell betrachtete sie aus dem Augenwinkel. Sie trug ein Hemd und Hosen, den Freibeuterbart hatte sie weggelassen. Auf dem von Pedór angemieteten Schiff brauchte sie keine Verkleidung. Wahrscheinlich hatte sie sich auch deswegen entschieden mit der Galeere zurück zu reisen. Selbst in Hemd und Hosen sah die junge Frau umwerfend aus und er wollte sich gar nicht vorstellen, wie sie in figurbetonter Kleidung aussah... oder nackt... naja einen Teil ihrer Nacktheit kannte er ja schon. Prompt lief Fiorell rot an und Paltena musterte ihn. "Na, macht dir das Wetter auch so zu schaffen?", wollte sie wissen und sah wirklich so aus, als schöpfe sie keinen Verdacht, was des Hofnarren Gedanken anging.
"Ja." Er lockerte seinen Hemdkragen. "In Ilfaris ist es zwar auch warm, aber das hier ist doch ein ganz anderes Kaliber."
"Was hast du eigentlich geladen? Du wirst doch nicht ganz ohne Beute zurück kommen?"
Die Galeere legte ab und begann zu schaukeln, im Bauch des Schiffes erklangen Lieder die die Ruderer anstimmten um sich zu motivieren.
"Ich habe ein paar Fässer Bier mitgenommen. Sie brauen hier ganz anders als auf Ulldart. Es kommen nur 4 Zutaten hinein: Wasser, Hopfen, Hefe und Malz. Es schmeckt oft recht herb, aber gut." Fiorell warf noch einen letzten Blick über die Hafenstadt. Die Galeere setzte Vollzeug und segelte dem offenen Meer entgegen.
"Das weiß ich doch, ich habs selbst schon getrunken.", grinste Paltena und dem Ilfariten wurde warm. Diesmal gleich an zwei Stellen des Körpers. Das weiter unten konnte er gut ignorieren, aber das andere warme Gefühl, was plötzlich Besitz von ihm ergriff, sich ausbreitete, den Magen zum Schaukeln, die Knie zum zittern und den Kopf dazu nur dumm seinen Herzschlag zu hören brachte, das war ihm neu. Nicht gänzlich, aber in den letzten Jahren.
"Hast du gehört was ich gesagt habe?", wollte die serusische Spionin wissen. Fiorell konnte nur mit dem Kopf schütteln. Worte? Was war das noch gleich?
"Ich habe gesagt: auf unseren Erfolg sollten wir ein Fass anstechen, König Perdór wird es dir schon nicht übel nehmen, wenn du eins schonmal geleert hast."
"Wir beide? Alleine ein Fass? Das sind 100 Liter! Ich schaffe vielleicht 3 bevor ich umkippe!", erwachte er aus seiner Starre. Weil er nicht genau wusste was er sagen sollte, begann der Mann mit einem Besen auf der Nase zu balancieren. "Komm wirf mir etwas zu und ich jongliere dabei."
Ein Einmachglas, ein Beutel mit Geld und ein Apfel kamen geflogen. Fiorell fing alles auf und jonglierte, wobei der Besen nicht aus der Balance kam.
"Und ich dachte du scherzt, als du sagtest du wärst Hofnarr gewesen."
"Das kränkt mich verehrte Paltena."
"Um nochmal auf das Fass Bier zu sprechen zu kommen: Du sollst es nicht alleine trinken, sondern wir trinken es mit der Mannschaft. Als Dankeschön, für die Überfahrt. Außerdem sollten sie auch das gute angorjanische Bier trinken dürfen ohne viel Geld zu haben. Dazu noch müssen wir unseren Erfolg feiern." Die Gründe fand auch der Spaßmacher akzeptabel und legte die Objekte seiner Künste zur Seite. Den Besen warf er hoch und fing ihn auf der Nase wieder auf. Erst dann stellte er ihn ebenfalls weg.
"Deine Nase ist ganz rot, hast dir hoffentlich nicht wehgetan.", sagte Paltena als sie an ihm vorbei lief und kurz stehen blieb. Sie schien kurz zu überlegen, dann beugte sie sich vor, drückte dem verdutzten Fiorell einen Kuss auf die Nase, lachte und ging weiter in Richtung der Treppe, die nach unten führte.
Im Kopf des Possenreißers klopfte es nur doof.
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