Dancing in the moonlight

KurzgeschichteRomanze / P6
Maria deLuca Michael Guerin
12.06.2012
12.06.2012
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Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: "The Prom"
Anmerkung: Lyrics von Toploader - "Dancing in the moonlight"

Erstveröffentlichung: 03. Oktober 2007



Dancing in the moonlight


Verärgert blickte Maria auf die Uhr und seufzte schließlich. Es hatte keinen Sinn mehr hier zu blieben, sie würde gehen und das auf der Stelle, sie hasste das hier.

"Liz, ich gehe!", rief Maria über die Music hinweg ihrer besten Freundin ins Ohr. Liz sah sie verwundert an, sie hatten doch Spaß, warum wollte sie denn gehen?

"Was ist los?", fragte Liz, die Maria in eine ruhigere Ecke gezogen hatte, um mit ihr zu sprechen. "Ich habe absolut keine Lust mehr hier zu sein, der ganze Tag ist Scheiße", antwortete Maria.

"Ach komm schon, wir tanzen noch ein paar Runden, hauen uns grauenhaftes Essen rein und lachen über die Streber, die hier sind und verkrampft versuchen gut aus zu sehen", schlug Liz vor.

"Ein anderes Mal vielleicht, heute nicht mehr, ich will einfach nur noch nach Hause, sei mir nicht böse", entgegnete Maria. Liz nickte und drückte Maria fest an sich.

"Bis morgen", verabschiedete sich Liz und lächelte sie noch einmal aufmunternd an. "Ja, bis morgen", entgegnete Maria und versuchte auch ein wenig zu lächeln, was ihr nicht gelang.

Liz wartete, bis Maria aus dem Gebäude war und ging danach zurück zu Max, der bei einem der Tische saß und das grauenhafte Essen hinunter würgte. Als er Liz sah, lächelte er.

"Wo geht Maria denn hin?", fragte Max, als Liz sich neben ihn setzte. "Nach Hause, sie ist sehr sauer", antwortete Liz. Max nickte, dass konnte er sich gut vorstellen.

Michael hatte es mal wieder verbockt und das gewaltig, mit Maria nicht auf den Abschlussball zu gehen war sein Todesurteil. Aber so war Michael nun mal, er liebte das gefährliche Leben.

"Willst du mit ihr gehen?", fragte Max. Liz schüttelte den Kopf. "Nein, sie will alleine sein, ich werde morgen mit ihr reden, das wird schon wieder", antwortete Liz.

Max nickte und nahm ihre Hand in seine. "Na dann, Liz Parker, lass uns tanzen", lächelte Max und zog sie schon auf die Tanzfläche, wo gerade ein ruhiger Song gespielt wurde.

Liz lächelte glücklich und schmiegte sich an Max, der seine Arme um ihre Hüften gelegt hatte. Neben ihnen tanzten Isabel und Alex, die ebenfalls glücklich aussahen.

*******

Maria war schon fast zu Hause angekommen, als sie es sich anders überlegte und bei der nächsten Ampel einfach umdrehte. Sie brauchte jetzt frische Luft und wollte keinen sehen.

Sie war so wütend auf Michael, dass sie am liebsten zu ihm gefahren wäre und ihm die Meinung gegeigt hätte, aber dann hätte es Tote gegeben und das wollte sie nun auch wieder nicht.

In einem gleichmäßigen Tempo fuhr Maria in die Wüste zu der Felsengruppe, wo die Höhle der Aliens verborgen lag. Vielleicht würde sie sich etwas beruhigen und konnte dann wenigstens ruhiger schlafen.

Nach einer ruhigen Fahrt parkte sie den Wagen vor dem Felsen und drehte erst mal den Motor ab. Die Wüste lag völlig still da und der Vollmond beleuchtete den Felsen.

Maria stieg aus dem Auto und zog tief die frische Nachtluft ein. Da es ziemlich kalt war zog sie ihre Jeansjacke über und nahm die Taschenlampe aus dem Handschuhfach.

Sie wollte hier draußen ein wenig spazieren gehen und da der Mond nicht alles ausleuchtete nahm sie das Ding lieber mit, nicht dass sie nie wieder zum Auto zurück fand.

Maria ging einige Schritte und malte mit dem Lichtstrahl Blumen in den Wüstenboden, als sie auf einmal leise Music hörte. Verwundert blieb sie stehen und lauschte, da sie dachte sich verhört zu haben.

Doch das hatte sie nicht, hier spielte irgendwo ein Radio und das mitten in der Wüste, um kurz vor Mitternacht. Sie suchte die Richtung, aus der die Musik kam und ging langsam darauf zu.

Maria ging wieder zum Auto zurück und blieb dort kurz stehen, die Music war hinter dem Felsen. Da sie wusste, dass dort der Wüstenboden ziemlich uneben war, zog sie ihre Turnschuhe an, die sie immer im Auto hatte.

Langsam ging sie der Music entgegen und leuchtete immer wieder den Weg aus, der sehr steinig war. Maria ging um den Felsen herum, sah viele kleine Lichter und die Music wurde deutlich lauter.

Maria leuchtete die Gegend aus und erblickte ein Zelt, das mitten in der Wüste stand, aber es war nicht irgendein Zelt, es war transparent und sie konnte darunter ein Picknick erkennen.

Total verwundert blickte Maria sich in der Gegend um und suchte nach den Personen, die hier mitten in der Nacht in der Wüste ein Picknick veranstalteten.

"Hallo?", fragte Maria in die Stille der Nacht.

Doch sie bekam nur ein leises Zirpen von den Grillen, das sie nicht verwunderte, die Viecher waren ja hier überall. Maria ging etwas näher und sah sich weiter um.

Plötzlich hörte sie Schritte hinter sich und fuhr erschrocken herum, doch als sie sah wer vor ihr stand stockte ihr der Atem, bevor sie wieder ziemlich sauer wurde.

"Was machst du denn hier?", fragte Maria wütend. "Ich bin hier zum Tanzen und für ein Picknick!", antwortete Michael, der in einem dunklen Anzug vor ihr stand.

"Du hättest Juanita mitbringen sollen", entgegnete Maria noch immer sehr sauer und sah ihn verbittert an. "Woher weißt du von ihr?", fragte er verwundert.

"Ich bin dir zu deinem Liebesnest gefolgt!", antwortete Maria. "Juanita ist meine Tanzlehrerin!", meinte Michael. Total verwunderte sah Maria ihn an und konnte es nicht glauben.

"Deine Tanzlehrerin?", fragte sie nach. "Ja, ich kann nicht tanzen!", erwiderte Michael unschuldig. Marias Blick ging zum Boden und am liebsten wäre sie jetzt darin versunken.

"Ich wusste, dass dieser Ball für dich eine große Sache ist, also habe ich Tanzstunden genommen", erklärte Michael ihr weiter. Ihr Kopf hob sich wieder und sie lächelte leicht.

"Oh, mein Gott", entfuhr es Maria.

"Warte... dachtest du... Juanita wäre eine Tussi mit der ich rummache oder so?", fragte Michael, der es kaum glauben konnte. Maria blickte total verlegen zu Boden.

"Wie hast du überhaupt von ihr erfahren?", fragte Michael weiter, jetzt wollte er alles wissen. "Oh, mein Gott", grinste Maria verlegte. "Ich bin wahrscheinlich der dümmste Mensch auf der Welt!"

Michael sah total ruhig auf sie hinab. "Okay", entgegnete er leise und sprach dann weiter: "Juanita hält mich für unbelehrbar, aber, wenn du etwaige Verletzungen riskieren willst?!"

Maria lächelte ihn an und nahm seine Hand in ihre. Sie gingen einige Schritte, bis sie in dem Kreis von einem Kerzenmeer standen und die Music leise dazu spielte.

Etwas unbeholfen legte Michael seine Hände auf ihre Hüften und zog sie an sich. Maria lächelte und schlang ihre Arme um seinen Nacken. "Danke", flüsterte sie glücklich.

"Woher wusstest du, dass ich hier raus komme?", fragte Maria und blickte in seine unglaublich braunen Augen. "Ich kenne dich besser als du oft denkst und habe das hier alles geplant", antwortete Michael.

Maria lächelte überglücklich und lehnte sich an seine Schulter, als ihr ein kleiner Seufzer über die Lippen kam. Michael drückte sie an sich und lächelte ebenfalls.

"Danke, Michael", flüsterte Maria in die Nacht. "Das hast du schon gesagt", entgegnete Michael genauso leise und strich über ihre langen, blonden Haare.

"Ich weiß und ich könnte es noch die ganze Nacht sagen, denn ich bin dir unendlich dankbar", antwortete Maria und sah zu ihm auf. Michael nickte und küsste sanft ihre Stirn.

"Hast du Hunger?", fragte Michael nach einer ganzen Weile und blickte in ihre Augen, die ihn fröhlich ansahen. Maria nickte und ließ sich von ihm zu dem Zelt führen.

"Woher hast du denn ein transparentes Zelt?", fragte Maria und setzte sich auf die Decke. "Das bleibt mein Geheimnis", zwinkerte Michael ihr zu und schloss den Zipferschluss.

"Ich wusste nicht genau, auf was du gerade Lust hast, also habe ich einfach alles gekocht, was dir schmeckt", sagte Michael und öffnete den Picknickkorb.

Marias Augen wurden groß und ein Lächeln umgab ihre Lippen. "Das ist so süß von dir", sagte sie leise und strich über Michaels Wange. "Du bist süß", entgegnete er ebenfalls sehr leise.

Sie wusste, dass er so etwas nicht gerne hörte, er war halt Michael und der dachte Zeitweise wie ein total Miesepeter und wollte solche Worte wie 'süß' oder 'putzig' gar nicht hören.

*******

"Oh Mann, ich bin so voll", sagte Maria und hielt sich die Hand über den Bauch. Michael räumte die Reste in den Picknickkorb und legte sich neben Maria auf die Decke.

"Nicht nur du, ich bin auch satt", meinte Michael und nahm dabei ihre Hand in seine, als er die Sterne betrachtete. Maria drehte den Kopf zu ihm und lächelte, als sie spürte, dass er ihre Hand nahm.

"Michael?", fragte Maria.

"Hmmm", entgegnete Michael schon etwas schläfrig. "Danke", antwortete Maria noch einmal leise, an diesem Abend und lehnte ihren Kopf an seine starke Schulter.

"Sieh mal, da sind Sternschnuppen, wir dürfen uns etwas wünschen!", sprach Maria weiter. Michael nickte und wünschte sich etwas. "Was hast du dir gewünscht?", fragte Michael.

"Das sage ich dir irgendwann einmal", antwortete Maria. "Was hast du dir denn gewünscht!" "Wenn ich dir das sage, geht es ja nicht in Erfüllung, also warte ab!", meinte Michael.

Sie nickte und lehnte sich wieder an seine Schulter, während Michael noch immer ihre Hand in seiner hielt und mit ihr die Sterne betrachtete, die durch das transparente Zelt zu sehen waren.

Nach ein paar Minuten setzte Michael sich auf und zog Maria mit sich. "Was hast du denn?", fragte Maria leise. "Bevor wir gehen erfülle ich dir noch deinen Wunsch", antwortete Michael.

Verblüfft sah Maria ihn an, er konnte doch nicht etwa Gedanken lesen oder etwa doch? "Komm", sagte Michael und half ihr aus dem Zelt. Maria nahm seine Hand und ließ sich von ihm führen.

Mit seinen Kräften schaltete er den CD-Player wieder ein und ein langsames Lied wurde gespielt. Die Kerzen, die in der Wüste standen waren schon fast alle durch den leichten Wind ausgegangen und nur noch der Mond schien.

"Das habe ich mir aber nicht gewünscht", sagte Maria verwundert, denn noch immer wusste sie nicht, was gerade mit ihr passierte. "Ich weiß, du hast sehr viele Wünsche, Maria und das ist einer davon!"

Noch immer verwundert sah sie ihn an und schüttelte den Kopf.

"Woher weißt du das?", fragte Maria. "Na ja, ich kann genauso wie Isabel Traumwandeln, zwar nicht wirklich gut, aber ich bekomme es hin!", erklärte Michael.

"Vor ein paar Wochen, als ich Nachts nicht schlafen konnte, da bin ich in einen deiner Träume gegangen und da hast du von diesem Ort hier geträumt und das wir bei Vollmond tanzen!"

"Einige Tage später, als wir uns geküsst haben, da habe ich das Gleiche gesehen, du hast sehr lange an diesen Traum gedacht!", sagte Michael und strich über ihre Wange.

"Michael", schluchzte Maria, die den Tränen nahe war, sie war so gerührt von seinen Worten. "Shhh, sag nichts", entgegnete Michael und drückte sie noch ein Stück näher, während sie im Takt mitwippten.

Maria klammerte sich fest an Michael, vergrub ihr Gesicht in seinem Nacken und atmete tief durch. Sie war so dankbar für diesen Abend, der so wunderbar und unglaublich schön war.

Michael löste sich ein Stück von ihr blickte in ihre grünen Augen, wo ein paar Tränen schimmerten. Sanft wischte er die Tränen, die über ihre Wangen liefen weg und küsste ihre Stirn.

"Da ist vieles über dich Maria, da ist vieles über dich, aber ich denke, was mir am meisten bedeutet ist, dass du offen bist. Weißt du, ich kann in deine Augen sehen und sehe dich!"

"Ich kann sehen, was du denkst, ich kann sehen, was du fühlst! Wie viel ich dir oft bedeute, wie sehr ich dich manchmal ankotze, aber ich sehe dich immer!"

"Ich sehe dich auch", sprach Maria dazwischen und wusste nicht ganz, auf was er hinauswollte. Michael schüttelte den Kopf und blickte fest in ihre Augen.

"Nein, du siehst mich nicht! Du weißt, als sich Max und Liz geküsst haben und Liz diese Visionen bekommen hat und als wir uns küssten du keine hattest, ich weiß wie sehr dich das verletzt hat!"

"Das macht mir nichts mehr aus, Michael", unterbrach sie ihn noch einmal, doch er legte einen Finger auf ihre Lippen, damit sie schwieg, es kostete ihn sehr viel Kraft das zu sagen.

"Der Grund, warum du keine Visionen hattest, ist dass ich nicht wollte, dass du welche bekommst, ich habe dich mich nicht sehen lassen, ich habe nie jemanden in mich sehen lassen!"

Michael kämpfte mit dem Tränen und atmete tief durch. "Denn da sind Dinge in mir, die ich keinen Menschen zeigen will, da sind Dinge auf die ich nicht stolz bin!"

"Aber ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ich will, dass du mich siehst! Nimm meine Hände", flüsterte Michael nur noch und hielt ihre seine Hände entgegen.

Sie legte ihre zarten Hände in seine und blickte in seine Augen, nur Sekunden später durchfuhr sie eine Vision von Michael. Sie sah sein gesamtes Leben und seinen Lebensinhalt – sie selbst!

"Maria...", flüsterte Michael, doch er wurde unterbrochen, als sie ihre Lippen auf seine drückte und ihn leidenschaftlich küsste. Fest drückte er sie an sich und erwiderte den Kuss.

Völlig außer Atem lösten sie sich nach einer halben Ewigkeit voneinander und holten tief Luft. Maria, die seinen Lippen noch immer sehr nahe war, blickte in seine Augen und lächelte.

"Ich liebe dich, Michael", flüsterte Maria und berührte dabei seine Lippen mit ihren. Michael zog sie noch ein Stück näher an sich heran und küsste sie noch einmal.

Sanft löste er sich von ihr und sah in ihre wundervollen Augen, die wie die Sterne leuchteten. "Ich liebe dich auch, Maria", flüsterte Michael und ein weiteres Mal küssten sie sich.

Noch lange standen sie mitten in der Wüste bei Vollmond und genossen ihre Zweisamkeit. Maria war glücklich ihn zu haben und war ihm für alles sehr dankbar, denn sie hatte Michael ganz alleine für sich.


-The End-
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