You never walk alone

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
Maria deLuca Michael Guerin
12.06.2012
12.06.2012
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Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: Alternatives Universum

Erstveröffentlichung: 06. Juni 2007



You never walk alone


"Okay, wir sind da, laden wir aus", meinte Max Evans und stieg aus seinem Jeep. Seine Freundin Liz Parker, seine Schwester Isabel und deren Freund Alex Withmann folgten ihm.

"Wo sind Maria und Michael? Sie müssten doch hinter uns gewesen sein!", sagte Liz verwundert, die sich in der Gegend umsah, doch sie konnte beiden nirgends sehen und auch nicht das Auto.

"Die werden schon kommen, du weißt doch, wenn sie sich streiten braucht das ewige Zeiten bis sich beide beruhigt haben", lächelte Max und nahm sie in den Arm.

Liz nickte, Max hatte Recht, die beiden brauchten immer einige Zeit, bis sie sich wieder vertrugen. Gemeinsam gingen sie zu ihren Freunden, die schon mal die Zelte aus dem Jeep geholt hatten.

"Womit fangen wir an?", fragte Alex gutgelaunt.

"Du und ich werden die Zelte aufbauen, Liz und Izzy, könntet ihr bitte Holz sammeln gehen, damit wir später ein Lagerfeuer machen können", bat Max die Beiden.

"Sicher doch, eure Hoheit!", riefen Liz und Isabel im Chor, brachen in Schallendesgelächter aus und machten sich auf den Weg. Alex und Max mussten genauso lachen.

*******

Währenddessen hatten Michael Guerin und Maria DeLuca einen Platten, irgendwo im Nirgendwo von New Mexico. Da Marias Handy im DeLuca-Haus, auf dem Küchentisch lag konnten sie keine Hilfe rufen.

Maria saß vorne auf dem Beifahrersitz und hatte die Augen geschlossen, Michael werkelte am rechten Hinterreifen herum, als er ihre Hilfe brauchte und sie deswegen rief.

"Maria, kannst du kurz zu mir kommen?", fragte Michael so sanft und freundlich wie es nur ging, denn sie war sehr gereizt. Maria schwang sich aus dem Auto und ging zwei Schritte auf Michael zu.

"Was ist denn?", fragte Maria gelangweilt. "Kannst du mir bitte helfen?", fragte Michael wieder freundlich, um ja keinen Streit herauf zu beschwören, das war das Letzte, was er wollte.

"Bei was?", fragte Maria skeptisch. "Halt den Hebel bitte ganz fest, damit ich den Reifen wechseln kann, sonst brauchen wir noch ein paar Stunden", antwortete Michael.

Maria tat was er sagte, Michael nahm den Ersatzreifen, den er vorsichtig auf die Achse streifte, um Maria, die dort ihre Finger hatte nicht zu verletzen.

Nach fünf Minuten saß der Ersatzreifen perfekt, auf dem alten Jetta und Maria konnte loslassen. Er gab ihr einen Stofffetzen und Wasser, damit sie sich die Hände waschen konnte.

Einstweilen räumte er den kaputten Reifen in den Kofferraum, sowie das Werkzeug, dass er gebraucht hatte und wischte sich die Hände an einem Lappen ab, um nichts im Auto schmutzig zu machen.

Maria sah sich einstweilen in der Gegend um. Michael kam zu ihr und schlang seine Arme um ihre Hüften. "Danke Schatz! Was hast du denn?", fragte Michael und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

"Nichts, ich bin nur müde, lass uns fahren", entgegnete Maria, löste sich von ihm und ging zurück zum Auto. Michael folgte ihr, startete den Motor und fuhr weiter Richtung Campingplatz.

Bis dorthin waren es noch fünfzehn Kilometer und beide sprachen kein Wort miteinander. Michael machte sich Sorgen um Maria, sie war sonst immer so fröhlich und redete ohne Punkt und Komma.

Noch nie hatte er sie so ruhig gesehen, irgendetwas musste sie bedrücken, doch sie war noch nicht bereit darüber zu sprechen. Er fragte sich aber, was es war, denn gestritten hatten sie nicht.

Michael schielte zu ihr hinüber, legte seine Hand auf ihre und drückte diese ganz leicht, doch er musste den Gang wechseln und zog sie sanft wieder weg.

Maria jedoch legte ihre Hand, auf seine und ihren Kopf an seine starke Schulter. Kurz darauf war sie tief und fest eingeschlafen und Michael sah für einen Moment zu ihr.

*******

Michael parkte den Jetta neben dem Jeep von Max und stellte den Motor ab, bevor er zu Maria blickte, die noch immer friedlich an seiner Schulter schlief.

Sanft schob er sie auf ihren Sitz zurück, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und stieg aus. Seine Freunde, die die Zelte schon aufgebaut hatten, saßen um ein Lagerfeuer und quatschten.

"Michael", sagte Isabel fröhlich. "Hey", meinte dieser nur knapp und ließ sich auf die Decke, neben Max plumpsen. "Wo wart ihr so lange und wo ist Maria?", fragte Liz besorgt.

"Wir hatten einen platten Reifen und mussten anhalten, um diesen zu reparieren, als wir weiter fuhren ist sie eingeschlafen", antwortete Michael müde.

"Liz, ist dir irgendwas in letzter Zeit, an Maria aufgefallen, sie ist ziemlich ruhig geworden und das macht mir irgendwie Sorgen", sagte Michael besorgt.

"Ich weiß, sie ist sehr still, mir macht das auch Sorgen, als ich sie letztens darauf angesprochen habe, meinte sie nur, dass sie mit Amy Krach hatte, sonst nichts."

"Aber das legt sich sicher schnell wieder und die alte Maria kommt zurück", antwortete Liz und lächelte ihn aufmunternd an. Sogar ihre beste Freundin hatte mal ruhige Phasen, was sehr selten vorkam.

Michael nickte etwas beruhigter. "Na wenigstens geht es euch gut und ihr seid da", mischte Max mit und klopfte seinem besten Freund aufmunternd auf die Schulter.

Michael nickte wieder geistesabwesend und machte sich Sorgen, noch nie hatte er Maria so erlebt und er wusste instinktiv, dass etwas mit ihr nicht stimmte.

Während Max und Alex Würstchen grillten und Liz mit Isabel über die Sommerferien und das kommende letzte Schuljahr quatschte, ging Michael zum Auto um nach Maria zu sehen.

Er öffnete die Beifahrertür und hockte sich neben den Sitz, wo Maria noch immer schlief. Sie sah so bezaubernd aus, wenn sie schlief, da konnte er ihr Stundenlang zusehen.

Michael strich durch ihre langen, blonden Haare und lächelte, sie glich einem Engel. Langsam beugte er sich nach vorne und berührte sanft ihre Lippen mit seinen.

"Hey, mein Schatz, wach auf", flüsterte Michael und strich sanft über ihre Wange. Maria öffnete ihre strahlend grünen Augen und sah ihn verschlafen an.

"Wie hast du geschlafen?", fragte Michael liebevoll. "Ganz gut", flüsterte Maria und gähnte herzhaft. "Komm, lass uns zu den anderen gehen, die haben etwas zu essen gemacht", sagte Michael.

Wortlos nickte sie und ließ sich von Michael aus dem Auto helfen. Er legte einen Arm um ihre Hüften und schlenderte mir ihr zu den anderen, die schon warteten.

"Ihr kommt gerade rechtzeitig, Essen ist fertig", sagte Liz fröhlich, als sie ihre beste Freundin und Michael kommen sah. "Sehr gut, schieb es rüber", antwortete Michael trocken.

Seine Freunde brachen in Gelächter aus, das war so typisch für ihn, er hatte immer Hunger und konnte auch alles essen. Er ließ sich neben Max auf die Decke fallen und biss in sein Würstchen.

Maria setzte sich neben ihn und nahm ebenfalls den Teller mit Essen an sich, den Isabel ihr gab. Jedoch hatte sie keinen großen Hunger und sie war ziemlich müde.

*******

"Ich geh schlafen", sagte Maria, als es beinahe Mitternacht war und löste sich aus Michaels Umarmung. "Guten Nacht", wünschten ihr ihre Freunde und sahen ihr hinterher.

"Ich komme auch gleich", sagt Michael und lächelte, doch Maria reagierte nicht darauf. Liz und auch Isabel sahen ihr nach und machten sich nun ernsthafte Sorgen, so hatten sie Maria noch nie gesehen.

"Ich wünsche euch eine angenehme und wundervolle Nacht", sagte Michael nach wenigen Minuten und holte noch einige Sachen aus dem Jetta, bevor er ins Zelt zu Maria kroch.

Als er den Zipp hinter sich geschlossen hatte und sich zu Maria umdrehte sah er, dass sie die Beine fest an sich gezogen hatte und leise vor sich hin weinte.

Michael war sofort bei ihr, legte sanft einen Arm um sie und drückte sie fest an sich. Er kam sich hilflos vor, er war nie gut in solchen Gefühlssachen und Maria so zu sehen tat ihm weh.

Nie wusste er, was er sagen sollte und nun wusste er es erst Recht nicht, denn ihr Gefühlsausbruch kam völlig unerwartete. Angestrengt überlegte er, was er sagen konnte und strich dabei über ihren Rücken.

Da kam ihm der Gedanke, was Max bei so einer Situation sagen würde und lächelte, sein bester Freund war immer für ihn da, auch, wenn der keine Ahnung davon hatte.

"Shhh, nicht weinen, was auch passiert ist, es wird alles wieder gut werden, versprochen", sagte Michael leise und drückte ihr einen Kuss auf die blonden Haare.

Maria schluchzte herzzerreißend und schlang ihre dünnen Arme um seinen Körper. "Ganz ruhig, mein Schatz, atme tief durch und dann erzählst du mir, was dich bedrückt", sagte Michael leise.

Maria richtete sich ein wenig auf, um ihn in die Augen zu sehen. Wie sollte sie es ihm sagen, ohne dass er ausflippte? Schließlich wusste sie, wie er reagieren konnte.

Aber sie musste es ihm sagen, er hatte ein Recht darauf, dies zu erfahren. Maria wartete jedoch noch ein paar Minuten. Michael wischte ihr ein paar Tränen aus dem Gesicht und lächelte sie aufmunternd an.

"Ich bin schwanger, Michael", flüsterte Maria so leise, dass es Michael kaum gehört hatte. Doch als er realisierte, was sie da eben gesagt hatte, lächelte er glücklich.

"Ich liebe dich, Maria", entgegnete Michael und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. Verwundert erwiderte Maria den Kuss, war aber froh, dass er es so gut aufnahm.

Michael war noch nie so glücklich wie jetzt gewesen, er hatte sich immer eine Familie gewünscht, dass dies nun endlich in Erfüllung ging, machte ihn überglücklich.

"Was machen wir jetzt?", fragte Maria, noch immer unter Tränen. "Wir schlafen erst mal eine Nacht darüber und danach überlegen wir weiter, okay?", fragte Michael.

Maria sah ihn an und nickte schließlich. Er ließ sie los, damit sie sich ihre Schlafsachen anziehen konnten. Michael kroch in seinen Doppelschlafsack und hielt ihn für Maria hoch.

Diese krabbelte hinein und kuschelte sich dicht an ihn, sie wollte ganz nah bei ihm sein. Michael legte seine Arme um ihren zierlichen Körper und strich ihr durch die Haare.

"Alles wird gut, ich liebe dich, Maria", flüsterte Michael dicht an ihrem Ohr. "Ich liebe dich, Michael", entgegnete Maria wispernd und beruhigte sich ein wenig.

*******

Maria erwachte und sah direkt in Michaels braune Augen, die sie betrachteten. "Guten Morgen, mein Schatz", lächelte Michael und gab ihr einen Kuss auf die Lippen.

"Morgen", nuschelte Maria verschlafen und vergrub ihren Kopf, an Michaels Brust. "Wie lange bist du schon wach?" Während sie auf seine Antwort wartete zeichnete sie Kreise auf seine Brust.

"Schon sehr lange, ich habe in den letzten Stunden sehr viel nachgedacht! Maria, ich will das Baby, aber ich würde es verstehen wenn du es nicht willst", antwortete Michael.

Lächelnd richtete sich Maria auf und sah in seine Augen, bevor sie ihn sanft küsste. "Ich will unser Baby auch, mehr als alles andere", entgegnete Maria.

"Aber wie sagen wir, dass meiner Mom, sie wird es nicht verstehen, sie wird sauer sein", überlegte Maria laut weiter. Michael zog Maria fest an sich und strich über ihren Arm.

"Wir finden gemeinsam eine Lösung, versprochen", flüsterte er und gab ihr noch einen Kuss. Überglücklich ihn zu haben, kuschelte sie sich an ihn und seufzte leise.

*******

Nach einer ganzen Weile standen die beiden auf, zogen sich ihre Badesachen an und gingen runter an den See, wo ihre Freunde schon im Wasser herumtollten.

"Hey, kommt rein, das Wasser ist einfach herrlich!", rief Liz und sprang Max auf den Rücken. "Ja es ist einfach herrlich", stimmten Isabel und Alex mit ein.

Max, der wieder aufgetaucht und Wasser spuckte war ebenfalls dieser Meinung, der See eignete sich hervorragend zum Baden. Er war als Kind schon gerne hier her gekommen.

"Willst du?", fragte Michael und streckte ihr seine Hand entgegen.

"Mit dir immer gerne", antwortete Maria. Hand in Hand gingen sie zum Wasser, wo Liz und Isabel gerade versuchten Alex und Max unter Wasser zuziehen.

"Na endlich, da seid ihr ja, wir warten schon Stunden auf euch, was habt ihr in dem Zelt gemacht? So gemütlich kann das ja gar nicht sein!", meinte Liz grinsend.

"Ich hatte lauter Steine im Rücken", beschwerte sich Isabel. "Nicht nur du", entgegnete Liz und rieb sich den noch immer leicht schmerzenden Rücken, sie mochte keine Isomatte.

"Wir haben geredet", antwortete Michael und tauchte ab. Unter Wasser packte er Maria, an den Hüften und schmiss sie einen Meter in die Luft, Sekunden später landete sie wieder im Wasser.

Als Maria wieder aufgetaucht war, strich sie sich die blonden Haare aus dem Gesicht und funkelte Michael mit ihren strahlend grünen Augen gespielt böse an.

"Dafür wirst du bezahlen", sagte Maria grinsend und tauchte unter. Nur Sekunden später zog sie ihm die Beine weg und er tauchte unter, wo er Maria packte und an sich zog.

Lachend kamen sie wieder an die Wasseroberfläche und wurden von den anderen lächelnd angesehen. Es schien wieder alles in Ordnung zu sein, aber sie wüssten zu gerne, was mit Maria los war.

Das würden sie noch herausfinden, denn obwohl Maria und Michael öfters mal Schwierigkeiten hatten, so schlimm wie dieses Mal war es noch nie gewesen und sie machten sich Sorgen um ihre Freunde.

*******

Maria ließ sich auf ihr Handtuch plumpsen und wickelte sich in ihr zweites ein, da ihr fürchterlich kalt war. Michael nahm hinter ihr Platz und schlang seine Arme um sie.

"Maria, was ist los mit dir?", fragte Liz und sah ihre beste Freundin eindringlich an. Auch die anderen sahen zu Maria, die nicht wusste, was sie sagen sollte.

Michael verstärkte seine Umarmung und flüsterte: "Sag es ihnen, sie werden es sowieso rausfinden! Hab keine Angst, ich bin bei dir." Schließlich drückte er ihr noch einen Kuss auf die Wange.

Maria überlegte kurz, ihren Freunden konnte sie es sicher besser erklären, als ihrer Mutter, die würde sofort ausrasten, das wusste sie jetzt schon mit Sicherheit.

"Wir bekommen ein Baby", sagte Maria schließlich leise lächelnd. "Du bist schwanger?", fragte Alex erstaunt, hatte aber ein leichtes Lächeln im Gesicht.

Maria und Michael nickten gleichzeitig.

"Das ist ja großartig, Glückwunsch!", lächelte Isabel, als erste und umarmte ihre Freundin. "Das ist es wirklich!", stimmte auch Liz ihr zu und umarmte Maria herzlich.

Max und Alex gaben Maria ein Bussi auf die Wange, Michael klopften sie auf die Schulter. Jetzt konnte jeder verstehen, warum Maria so ruhig gewesen war in letzter Zeit.

Sie hatte Angst gehabt, wie sie reagieren würden. Vor allem weil sie Streit mit Amy gehabt hatte und wie diese auf die Nachrichten reagieren würde, denn sie nahm es sicher nicht so locker hin.

"Das müssen wir feiern", sagte Max und blickte in die Runde. Alle nickten, das war eine klasse Idee, sie nahmen ihre Sachen und gingen zurück zu den Zelten.

"Lasst uns zu dem Supermarkt fahren, den wir beim herfahren gesehen haben, dort kaufen wir ein paar Sachen und danach feiern wir", schlug Liz vor und lächelte Maria an.

Alle stimmten mit ein, nur Maria wollte beim Lager bleiben. "Ich bleibe auch hier, nehmt mir aber ja meine Erdnüsse mit Karamell mit", sagte Michael.

"Machen wir", entgegnete Max, der sich sehr für seinen besten Freund freute. Außerdem würde er nie seine Nüsse vergessen, er wusste, dass Michael die Dinger liebte.

*******

Als Max, Liz, Isabel und Alex kurz darauf beim Supermarkt ankamen stand dort der Streifenwagen von Sheriff Valenti. "Hallo Kinder", grüßte Jim sie freundlich.

"Tag Sheriff, was führt Sie in diese Gegend?", fragte Liz. "Nichts Gutes, wo finde ich Maria?", fragte der Sheriff und unterdrückte die aufkommenden Tränen.

"Auf dem Campingplatz, etwa zehn Minuten von hier, was ist passiert?", fragte Liz sofort besorgt, da sie an seiner Stimme erkannt hatte, dass etwas Schlimmes passiert sein musste.

"Das kann ich euch nicht sagen, ich muss mit Maria reden", antwortete der Sheriff und stieg in den Streifenwagen, um damit ein paar Sekunden später weg zu fahren.

Liz, Isabel, Max und Alex gingen in den Supermarkt einkaufen, im Hinterkopf aber war die Frage, was war so Schlimmes passiert, dass er nur mit Maria allein reden wollte?

Sheriff Valenti parkte seinen Streifenwagen neben dem Jetta von Maria und stieg aus. Da er weder Maria noch Michael sah, rief er nach ihnen. "Maria, Michael wo seid ihr?"

Eines der Zelte wurde geöffnet und Maria steckte ihren blonden, etwas zerzausten Kopf heraus. "Sheriff, was führt Sie an unseren Campingplatz?", fragte Maria und kletterte aus dem Zelt, gefolgt von Michael.

"Ich muss mit dir reden, es ist sehr wichtig!", sagte der Sheriff ernst und wieder kämpfte er mit den Tränen. Er wusste nicht, wie er Maria das schonend beibringen sollte.

"Oh Mann, Sie können einen aber auch wirklich den Urlaub vermiesen, konnte meine Mom nicht bis Sonntag warten, um sich über mich beschweren?", fragte Maria leicht genervt.

Der Sheriff atmete tief durch, er hatte schon vielen Menschen diese Nachricht überbringen müssen, es war immer sehr schwer gewesen, doch sie jetzt Maria sagen zu müssen, war das Schwerste in seinem Leben.

Jim blickte in Marias strahlend grüne Augen, die ihn mit einer Fröhlichkeit anstrahlten, wie sie sonst nur Amy hatte. Ihr Grinsen wurde immer breiter, denn Michael hörte nicht auf sie zu kitzeln.

Valenti schloss kurz die Augen und nahm seinen Hut ab. "Maria... Maria, deine Mom wurde gestern Abend in einen sehr schweren Autounfall verwickelt."

Jim machte eine Pause, er musste tief durchatmen, bevor er weiter sprach, denn es wurde immer schwerer für ihn nicht die Fassung zu verlieren, schließlich hatte er Amy sehr geliebt.

"Maria, deine Mom ist vor einer halben Stunde an ihren inneren Verletzungen gestorben, es tut mir so leid", sprach der Sheriff weiter und nun liefen auch im die Tränen über die Wangen.

Augenblicklich verschwand Marias Lächeln, jegliche Farbe entwich aus ihrem Gesicht und sie drohte umzukippen. Michael hielt sie fest und setzte sich mit ihr.

Die Worte des Sheriffs hallten in Marias Kopf, immer und immer wieder. "Nein!", flüsterte Maria unter Tränen. "Nein, das kann nicht sein, das kann nicht meine Mom sein", schluchzte sie.

"Es tut mir so leid, Maria", sagte der Sheriff und trat einen Schritt auf sie zu. Er sah in Marias leeren Gesichtsausdruck und musste stark schlucken.

Denn ihr Gesicht erinnerte ihn an Amys Gesicht wie sie gestern Abend im Spitalsbett, auf der Intensivstation gelegen hatte. Michael hielt Maria fest im Arm und strich über ihren Rücken.

Er fand keine Worte, die er hätte sagen können, es wäre auch Sinnlos gewesen, irgendetwas zu sagen. Amy war gestorben und mit ihr ein Teil von Maria.

Das Einzige, was er jetzt für seine Freundin machen konnte, war sie im Arm zu halten und ihr ein klein wenig zu Trost spenden, sonst konnte er nicht viel für sie tun.

*******

Amy DeLuca war beerdigt worden und Maria hatte zum Abschied ihr Lieblingslied gesungen. Jetzt saßen alle im Wohnzimmer, der DeLucas und sprachen nur sehr wenig.

Michael stand mit Maria im Arm beim Kamin und drückte sie fest an sich. Sie hatte sich zwar etwas gefangen, doch Maria zitterte noch immer ziemlich stark.

Die letzten Tage waren die Hölle für sie gewesen, Maria hatte nicht viel geschlafen und wenn, dann wurde sie von Albträumen geplagt und wachte bitterlich weinend auf.

Michael, der immer an ihrer Seite war, kam sich mehr als nur hilflos vor, er konnte nichts gegen ihren Schmerz tun und er würde alles tun, um ihn zu lindern.

Doch er konnte nicht, schließlich besaß er nicht die Kraft Amy wieder zum Leben zu erwecken, aber er wünschte es sich, denn dann würde Maria wieder fröhlich sein.

*******

Nachdem Maria begriffen hatte, dass Amy nie wieder kam, wurde sie wütend und wie wütend sie wurde. Sie schrie herum und sie verfluchte den Lenker des anderen Autos.

Dieser hatte zu viel Alkohol getrunken und hatte den Unfall dadurch verursacht. Maria hätte ihm am liebsten die Leviten gelesen, aber er starb nur einen Tag nach Amy.

Da sie ihn nicht mehr Schaden zufügen konnte, wie er ihr, schmiss sie alles Mögliche gegen die Garagenwand und schrie noch lauter. Michael versuchte sie in den Tagen zu beruhigen, doch nichts half.

Sie war verzweifelt, wütend, hilflos, fühlte sich nicht vollständig, Mit Amy ging auch ein Teil von ihr verloren, der nie wieder zurückkam und das brach ihr das Herz.

Als Michael mit der Frau, des anderen Fahrers auftauchte, die sich für ihren Mann entschuldigen wollte, schwappte das Fass über. Maria funkelte sie aus ihren grünen Augen böse an und wurde immer wütender.

Sie schrie die Frau an und beschimpfte sie, die Frau konnte sich gar nicht wehren, so schnell war Maria auf dreihundert. Aber sie verstand Maria, sie verstand sie wirklich.

Michael packte Maria und zog sie fest in seine Arme, wo sie schließlich in Tränen ausbrach und zusammensackte. Sie konnte nicht mehr, Maria war am Ende.

Die Frau hatte sich noch einmal bei Maria entschuldigt, was diese gar nicht mehr gehört hatte und schließlich war sie gegangen und verfluchte ihre Mann, das er ein Säufer gewesen war.


*******

Liz, Alex, Isabel, Max und der Sheriff saßen um den Couchtisch, die anderen geladenen Trauergäste, hatten Liz und Isabel vor ein paar Minuten nach Hause geschickt.

Es waren alle gute Freunde von Amy gewesen, sie alle hatten Maria ihr Beileid ausgesprochen, doch Maria hatte es gar nicht wahrgenommen. Ihre Gedanken waren völlig benebelt, sie dachte nur an Amy.

Sie dachte an die nervige Standpauke, die sie ihr gehalten hatte, sie sollte ja nichts Unüberlegtes tun, auf sich aufpassen, das Übliche halt und es hatte sie genervt.

Maria hatte diese Standpauken noch jedes Mal gehasst, doch sie würde diese nie wieder hören, nie wieder in ihrem Leben. Nie wieder konnte sie mit ihr, ihre Probleme besprechen.

Ihrer Mom nie wieder einen neuen Song vorspielen, den sie komponiert hatte, sie nie wieder beim Monopoly gewinnen lassen, ihr nie wieder sagen, dass sie die beste Köchin der Welt war.

Dass sie die tollste Mom auf der Welt war und das sie, sie über alles liebte. Nie wieder könnte sie das, nie wieder, Maria schluchzte und klammerte sich fester an Michael.

"Tut mir leid, ich muss noch etwas dringendes erledigen, entschuldigt mich", sagte Isabel leise, die zu den beiden gekommen war. Michael nickte und drückte ihre Hand.

Isabel strich Maria über den Kopf und flüsterte in ihr Ohr: "Ich bin immer für dich da!" Doch Maria hatte es nicht gehört, sie war viel zu sehr am Boden zerstört.

Nach der Reihe gingen auch Liz, Max, Alex und Jim. Maria brauchte jetzt viel Ruhe, sie würde kommen, wenn sie etwas brauchte, das wussten alle ihre Freunde.

Michael blieb bei ihr und hielt sie stumm im Arm, während Maria bitterlich weinte. Es tat ihm weh, nichts für sie tun zu können, außer sie im Arm zuhalten.

*******

Es war gegen halb acht, als es auf einmal an der Tür läutete. Michael sah Maria an. "Ich geh hin", sagte er leise, gab ihr einen Kuss, auf die Stirn und ging zu Haustür.

Als Michael öffnete stand ein fremder Mann vor ihm. "Ja, was kann ich für Sie tun?", fragte er höflich. "Ich bin Jonathan DeLuca, Marias Vater", entgegnete der Mann.

Michael trat einen Schritt auf die Seite und ließ ihn eintreten. Er ging zurück ins Wohnzimmer, wo Maria saß und leise weinte. Sie sah nicht auf, als die Beiden ins Wohnzimmer traten.

Er nahm sie gleich wieder in den Arm und strich ihr durch ihre Haare. Er wartete ein paar Minuten, bis sie sich etwas erholt hatte und strich ihr immer wieder beruhigend über den Rücken.

"Maria, du hast Besuch!", sagte Michael leise. Sie sah auf und in das Gesicht ihres Dads. Sie sah ihn nur an und schlagartig kam die Erinnerung an den Tag zurück, an dem er einfach ging.

*******

"Daddy, warum gehst du fort?", fragte die fünfjährige Maria traurig. "Weil ich muss, mein Schatz, aber Daddy kommt wieder, das verspreche ich dir", sagte er leise.

"Ich muss nur ein paar Sachen erledigen und in ein paar Tagen komme ich wieder zurück", fuhr Jonathan DeLuca, der sich zu seiner kleinen Tochter hinunter gebeugt hatte fort.

Maria sah ihn mit ihren großen, strahlend grünen Augen an und lächelte fröhlich. "Nimmst du mir was mit, Daddy?", fragte sie voller Vorfreude und strahlte ihn an.

John nickte, gab ihr einen Kuss, auf die Stirn und verließ das DeLuca-Haus. Maria winkte ihm, erst als Amy sie hochnahm und mit ihr ins Haus ging, hörte sie damit auf.

Tagelang wartete die kleine Maria an der Haustür, dass ihr Daddy zurückkam, doch er tat es nicht, er kam nicht mehr wieder und brach seiner Tochter das Herz.


*******

"Jonathan!", sagte Maria leise.

Obwohl sie es sehr leise gesagt hatte, hatte Michael die Schärfe in ihrer Stimme gehört. Er wusste, dass sie ihm nie verziehen hatte, dass er einfach so gegangen war.

"Es tut mir Leid, das wir uns so wieder sehen", entgegnete Jonathan und setzte sich in einen der Couchsessel. "Warum bist du zurückgekommen, Jonathan?", fragte Maria mit Tränenerstickterstimme.

"Da ich der einzig lebende Verwandte bin, den du noch hast, Maria ich habe das Sorgerecht für dich", fing John an zu erzählen und blickte in ihre Richtung.

"Ich weiß, es ist ziemlich spät, aber ich will, dass wir so was wie Freunde werden. Denn ein Vater war ich dir nie, ich möchte mit dir neu anfangen, wenn es dir Recht ist", sagte Jonathan.

"Können wir das morgen besprechen?", fragte Maria.

"Natürlich, kein Problem. Du erreichst mich unter dieser Nummer, sag Bescheid, wann wir uns treffen können! Ich hab dich lieb Maria", antwortete Jonathan, der seine Visitenkarte auf den Tisch legte und ging.

Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen, schluchzte Maria laut und Michael umarmte sie noch fester. Maria wollte etwas sagen, doch Michael hielt sie davon ab.

Er legte einen Finger auf ihre Lippen. "Sag nichts, alles wird gut, komm ich bringe dich ins Bett, du brauchst jetzt viel Ruhe und ein wenig Schlaf!", sagte Michael leise.

Als Maria im Bett lag, wollte er schon gehen, um sie ein wenig allein zu lassen, doch sie hielt ihn zurück. "Nein, bleib da, Michael, bitte gehe nicht!", sagte Maria flüsternd.

Michael zog sich seine Sachen aus und schlüpfte nur mit seiner Boxershorts bekleidet unter die Decke. Maria kuschelte sich an ihn und war nach wenigen Minuten in einen leichten Schlaf gefallen.

Er dagegen lag noch lange wach, streichelte ihr beruhigend über den Rücken und dachte nach. Wie sollte es mit ihnen weiter gehen, würden sie es zusammen schaffen?

Michael hatte keine Ahnung, wie seine Zukunft mit Maria und dem Baby aussah, doch eines schwor er sich, er würde die Beiden nie im Stich lassen, er liebte sie viel zu sehr.

*******

Michael hatte sich vorsichtig von Maria gelöst, um sie ja nicht zu wecken und war in die Küche gegangen. Er machte gerade ein üppiges Frühstück, mit allem Drum und Dran, als Maria ihn von hinten umarmte.

"Morgen, mein Schatz!", sagte Michael legte einen Arm um sie, zog sie nach vorne und gab ihr einen Kuss, auf die Stirn. "Morgen", flüsterte Maria und legte ihren Kopf an seine Brust.

"Ich habe uns Frühstück gemacht, du brauchst dringend eine Stärkung", entgegnete Michael. Maria nickte nur leicht und setzte sich still an den Küchentisch.

Während des ganzen Frühstücks sprachen beide kein Wort miteinander, denn ihre Blicke sprachen schon Bände. Nur ab und zu nahm Michael ihre Hand in seine und drückte sie.

Nachdem Maria fertig gefrühstückt hatte ging sie duschen und zog sich frische Sachen an. Sie saß auf ihrem Bett und spielte mit der Visitenkarte von Jonathan herum.

Schließlich griff sie zum Telefon und tippte die Nummer ein. "DeLuca", sagte er nach zwei Mal läuten. "Ich bin's, können wir uns in zehn Minuten im Crashdown Café treffen?", fragte Maria.

"Ja", antwortete Jonathan.

"Bis gleich", meinte Maria und hängte auf. "Ich fahr dich hin", schlug Michael ihr vor, der in der Tür stand. Maria sah auf, nahm ihren Rucksack und ging auf Michael zu.

"Danke, ich liebe dich", sagte Maria leise.

"Ich liebe dich, mein Schatz", wisperte Michael und hielt sie für ein paar Minuten einfach nur fest im Arm, damit sie wusste, dass er immer für sie da war.

*******

Kurz darauf kamen die beiden im Café an, wo Jonathan schon bei Tisch saß und einen Kaffee trank. Da Michaels Schicht gleich anfangen würde, drückte er Maria kurz einen Kuss auf und ging nach hinten.

Sie lächelte ihn tapfer an, setzte sich schließlich zu ihrem Dad in die Nische und hatte auch so immer einen Blick auf die Küche, wo Michael schon herumwerkelte.

"Schön, dass du da bist", sagte Jonathan freundlich und lächelte. "Hey", entgegnete Maria nur kurz und zog sich ihre Jacke an, ihr war irgendwie kalt.

Liz kam zu ihrer besten Freundin, setzte sich und umarmte sie kurz. "Willst du eine Tasse Tee?", fragte Liz. "Ja, gerne", nickte Maria und versuchte auch ein wenig zu lächeln.

"Kommt sofort, Schätzchen", antwortete Liz und ging wieder hinter den Tresen, um den Tee zuzubereiten. Maria sah ihr kurz hinterher und blickte danach zu ihrem Dad.

"Ich weiß, die Frage ist irgendwie überflüssig, aber wie fühlst du dich?", fragte Jonathan nach einigen Minuten. Maria sah ihn aus leeren, grünen Augen an und zuckte mit den Schultern.

"Na ja, keine Ahnung, wenn ich jetzt nicht an Mom denken würde, würde ich wahrscheinlich an etwas anderes denken, das mir Kopfzerbrechen bereiten würde", sagte Maria und kämpfte mit den Tränen.

"Wie fühlst du dich?"

"Miserabel, ich hab deine Mom geliebt, ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen. Ich möchte einen Neuanfang mit dir, natürlich nur, wenn du einverstanden bist", sagte Jonathan.

Maria überlegte eine ganze Weile und wollte gerade Antworten, als Michael sich neben sie setze und einen Arm um ihre Taille legte. "Wie fühlst du dich?", fragte Michael liebevoll und gab ihr einen Kuss.

"Ganz gut. Michael das ist Jonathan, Jonathan das ist Michael", stellte Maria, die Beiden einander vor. "Schön dich kennen zu lernen, Michael", entgegnete Jonathan.

"Freut mich auch, Sir, ich muss leider wieder weiter Arbeiten, Maria wir sehen uns nachher, ich liebe dich!", sagte Michael, gab ihr noch einen Kuss und verschwand in der Küche.

"Ich liebe dich!", rief ihm Maria hinterher.

"Dein Freund?", fragte Jonathan leicht lächelnd. "Ja", antwortete Maria knapp. Die Beiden unterhielten sich und besprachen wie es weiter gehen sollte.

"Maria, ich möchte, dass du mit mir nach New York kommst und dort das letzte High School Jahr beendest, es wird das Beste sein, wenn du nicht jeden Tag an Amy erinnert wirst."

"Das soll nicht heißen, dass du nicht mehr an sie denken sollst, aber du brauchst Abstand von Roswell und ich glaube es ist das Beste, wenn du mit mir kommst", erklärte Jonathan seiner Tochter.

Maria sah ihn mit großen, grünen Augen an wusste darauf einfach keine Antwort, schließlich erwartete er ziemlich viel von ihr, hier war sie zu Hause und hier war auch ihre Familie.

"Tut mir leid, ich muss hier raus", sagte Maria noch immer total überrumpelt und verschwand aus dem Crashdown. Jonathan sah ihr traurig hinterher, er hatte es wieder einmal vermasselt.

Er hätte doch nicht mit der Tür ins Haus fallen sollen, leicht verzweifelt schüttelte er den Kopf und trank seinen inzwischen fünften Kaffee aus, er musste ihr einfach mehr Zeit geben.

"Lassen Sie ihr ein wenig Zeit, sie muss sich erst daran gewöhnen, dass Sie wieder da sind und das Amy nicht mehr wieder kommt", sagte Liz, die zum Tisch gekommen war.

"Danke, könntest du noch einmal mit ihr sprechen?", fragte Jonathan und sah die beste Freundin seiner Tochter flehend an. "Kein Problem, Mr. DeLuca!", lächelte Liz.

*******

Maria ließ sich auf eine Parkbank plumpsen und starrte auf den See hinaus, der zu ihren Füßen ruhig da lag. Sie brauchte dringend ein stilles Plätzchen zum Nachdenken und das war hier genau richtig.

Was sollte sie bloß ohne ihr Mom machen?

Sie war immer für sie da gewesen, auch, wenn sie sich gestritten hatten. Ihr gemeinsamer Leitspruch war immer wieder 'Eine DeLuca lässt sich nicht unterkriegen!'

Doch ohne Amy war das nicht mehr so wie vorher, sie war alleine und hatte Angst, Angst, was jetzt alles passieren würde. "Ich vermiss dich so sehr, Mom", flüsterte Maria unter Tränen.

Der Geist von Amy saß neben ihr auf der Parkbank und hatte genauso wie sie Tränen in den Augen, sie vermisste Maria genauso. Sie wusste außerdem wie Maria sich gerade fühlte.

Ihr war es nicht anders ergangen, als John sie verlassen hatte, jedoch wusste sie, dass er nicht wirklich tot war, nur für sie selbst war er gestorben.

Er war ein Idiot gewesen, der keine Verantwortung für seine kleine Familie übernehmen wollte, deswegen war er gegangen und war nie wieder zurückgekehrt.

Amy wusste, dass sich Maria sehr einsam fühlte, aber sie brauchte sich nicht einsam fühlen, denn sie hatte Michael, der sie über alles liebt und sie hatte das Baby.

Sie wusste, dass sie ihrer Tochter dies klar machen musst, aber wie, das wusste sie noch nicht, schließlich war sie nur noch eine Gestalt, die aus Gefühlen bestand und nicht wirklich auf der Erde.

Genauso leise wie Amy gekommen war, ging sie nun auch wieder und ließ Maria alleine auf der Parkbank zurück. Die zog ihre Jacke enger, da ein kleiner Windstoß aufgekommen war.

*******

In einer Woche war es soweit, das letzte Schuljahr brach für Maria, Liz, Isabel, Michael, Max und Alex an, doch keiner wusste bis jetzt, wie Marias Entscheidung ausfallen würde.

Ging sie mit ihrem Dad nach New York oder blieb sie hier in Roswell bei ihren Freunden? Keiner wusste es und aus Maria war nichts heraus zubekommen, sie blockte völlig ab.

Maria war mit Liz nach deren Schicht in Liz Zimmer gegangen, wo sie sich Liz mit ihrer besten Freundin unterhalten wollte, sie wollte wissen, was in Maria vorging.

Sie saß auf Liz Bett und blätterte eine Babyzeitschrift durch, die sie sich vorhin gekauft hatte, dabei sprach sie beiläufig mit ihrer Freundin, die bei ihrem Schreibtisch saß.

"Maria, ich weiß, du meidest dieses Thema, aber gehst du nun mit deinem Dad nach New York oder nicht?", fragte Liz vorsichtig und sah zu Maria, die ihre Zeitschrift auf die Seite gelegt hatte.

"Ich weiß es nicht, ich bin so durcheinander. Meine Mom ist gestorben, ich vermisse sie so sehr, ich bin erst siebzehn und schon schwanger und habe das getan, was sie nie wollte."

"Dann habe ich da noch einen Freund, bei dem ich mir nicht mal sicher bin, ob er wirklich weiß ob er das alles eigentlich wirklich will oder nur bei mir bleibt, weil er es muss!"

"Mein Dad kommt nach mehr als zehn Jahren zurück und will das ich mit ihm nach New York City gehe und dort einmal fürs erste bleibe und das letzte Schuljahr beginnt in einer Woche!"

"Liz, ich bin so durcheinander, das alles bringt mich zum ausrasten, ich weiß einfach nicht, was ich tun soll, ich bin so durcheinander und ich fühle mich so einsam", erzählte Maria ohne Unterbrechung.

Liz war aufgestanden, hatte sich zu ihr aufs Bett gesetzt und einen Arm um sie gelegt. Fest drückte sie Maria an sich und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

"Es ist klar, dass du dich sehr einsam fühlst, seit Amy nicht mehr da ist, aber du wirst darüber hinwegkommen, auch, wenn es lange dauert, du wirst irgendwann mal an sie denken, ohne gleich in Tränen aus zu brechen."

"Stimmt du bist genauso wie deine Mom mit siebzehn schwanger geworden und du wirst es genauso wie sie schaffen! Ihr gleicht euch so sehr, ihr seid beide starke Persönlichkeiten!"

"Noch dazu darfst du nicht vergessen, Michael liebt dich über alles und er wird für immer bei dir bleiben, das verspreche ich dir und er hat es auch schon mehrmals selbst gesagt!"

"Was deinen Dad angeht, ich kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen, aber du wirst die Richtige treffen und wenn das heißen sollte du gehst nach New York, komme ich dich so oft wie möglich besuchen!"

"Ach und noch etwas, wir sind alle für dich da, wenn du jemanden zum Reden brauchst, dann hast du Isabel, auch, wenn sie oft gemein ist, du hast Alex, Max, mich und natürlich Michael, wir sind immer für dich da, Maria!"

Maria dachte kurz über die Worte ihrer besten Freundin nach und nickte schließlich. "Danke, Liz, danke, dass du das bist", flüsterte Maria und umarmte sie.

"Für was hat man schon eine Freundin seit dem Kindergarten", lächelte Liz und drückte sie wieder fest an sich. Keiner konnte sie so schnell voneinander trennen.

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Müde kam Maria kurz darauf nach Hause und fand ihren Dad im Wohnzimmer vor, wo er gerade Zeitung las und auf sie wartete, denn er musste mit ihr sprechen.

"Was machst du hier?", fragte Maria erstaunt. "Michael hat mich hereingelassen, als er arbeiten ging, ich soll dir sagen er kommt so gegen halb elf Abends zurück", antwortete Jonathan.

"Danke und was willst du noch hier?", fragte Maria weiter, die nicht ganz verstand worauf er hinaus wollte, schließlich hätte Michael ihr auch einen Zettel schreiben können.

"Mit dir reden, wie du ja weißt habe ich das Sorgerecht für dich, auch, wenn es nur ein paar Monate sind, bevor du achtzehn wirst und alleine entscheiden kannst."

"Ich habe dich vor ein paar Tagen gefragt, ob du mit mir nach New York kommst, du hast bist jetzt nicht geantwortet. Maria, ich kann sehr gut verstehen, dass du etwas mehr Zeit brauchst."

"Schließlich war Amy deine Mom und du hast sie sehr geliebt, sie war ein wirklich toller Mensch, aber dein Leben muss weiter gehen genauso wie meines."

"Mit unser aller Leben muss es weiter gehen, du musst in die Schule zurück, deinen Abschluss machen und vielleicht danach studieren und ich muss am Montag wieder in der Firma sein."

"Bitte pack schon mal einige Sachen ein, wir fliegen morgen um neun Uhr früh nach New York", beendete Jonathan seinen kleinen Vortrag und sah seine Tochter an.

Diese sah ihn zuerst nur verwirrt an, doch dann wurde sie sauer, sehr sauer sogar, er konnte doch nicht einfach über ihren Kopf hinweg entscheiden, was mit ihrem Leben passiert.

"Ich gehe nicht mit!", rief Maria wütend.

"Doch das wirst du, du wirst mit mir nach New York fliegen, deine Entscheidung ob du hier bleiben willst oder nicht kam zu spät", entgegnete Jonathan.

"Ich werde nicht mitfliegen, auf gar keinen Fall! Du kommst hier einfach her, sagst du willst mit mir eine freundschaftliche Beziehung aufbauen und dann so etwas!"

"Du kannst nicht einfach so in mein Leben zurückkommen, als wäre nichts gewesen und dann noch darüber bestimmen, so geht das nicht, Jonathan!", schrie Maria noch wütender.

"Maria, was soll ich denn machen?"

"Ich habe einen Job zu verlieren, es bleibt dabei, du packst deine Sachen und fliegst morgen mit mir nach New York!", rief Jonathan, der inzwischen aufgestanden war.

Maria funkelte ihn aus ihren grünen Augen an. "Ich fliege nicht mit!", entgegnete sie noch einmal entschlossen und ging in ihr Zimmer, dass sie zusperrte.

Ihr Dad klopfte an die Zimmertür, doch sie öffnete nicht. Nach ein paar Minuten ließ er es bleiben und ging zurück ins Wohnzimmer, wo er sich wieder auf die Zeitung versuchte zu konzentrieren.

Doch es ging nicht, ihm ging Maria nicht mehr aus dem Kopf, sie hatte ja irgendwie Recht. Aber, was sollte er tun? Er brauchte den Job und Maria brauchte ein Zuhause.

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Als Michael die Haustür aufsperrte und ins Wohnzimmer ging saß dort noch immer Jonathan und las seine Zeitung. "Hey, ist Maria noch nicht zurück von Liz?", fragte Michael.

"Doch, sie ist in ihrem Zimmer und wütend auf mich, da ich ihr gesagt habe, dass sie mit mir nach New York muss", antwortete Jonathan und sah zu Michael.

Michael sah ihn an und es krampfte ihm das Herz zusammen, Maria würde ihn verlassen, mit dem Baby, das von ihm war und dass sie unter ihrem Herzen trug.

Er lief zu Marias Zimmer und wollte die Tür aufmachen, doch sie war versperrt. "Hau ab verdammt noch mal, Jonathan, ich will dich nicht sehen!", schrie Maria wütend.

"Ich bin's, Michael!", sagte er vorsichtig und ging lieber einen Schritt von der Tür weg. Doch nach nicht einmal einer Minute hörte er, wie Maria die Tür öffnete.

"Bitte geh nicht!", flüsterte Michael und nahm sie in den Arm.

"Ich will nicht, aber ich muss wohl, er ist der einzige Verwandte den ich noch habe!", flüsterte Maria, drückte ihn ganz fest an sich und ließ ihren Tränen freien Lauf.

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Liz, Isabel, Max, Alex und Michael standen mit Maria und Jonathan am Flughafen und verabschiedeten sich gerade voneinander, denn die Maschine ging in etwa zwanzig Minuten.

"Pass auf dich auf und natürlich auch auf das Baby, ich habe dich lieb, Maria", flüsterte Isabel ihr ins Ohr, als sie sie fest umarmte und nicht mehr los lassen wollte.

"Ich habe dich auch lieb, danke, Isabel", entgegnete Maria genauso flüsternd und lächelte sie tapfer an. Danach umarmte sie Max und Alex, die ihr ebenfalls nur das Beste wünschten.

Als Maria sich an Liz wandte, hatten beide Tränen in den Augen. "Ich werde dich so sehr vermissen, ich habe dich lieb", flüsterte Maria und schon liefen die Tränen über ihre Wangen.

"Ich werde dich genauso vermissen, wir rufen uns jeden Tag an, ich habe dich lieb, Maria", schluchzte Liz und gab ihr einen dicken Kuss auf die Wange.

Langsam löste sich Maria von ihrer besten Freundin und sah zu Michael, der mit den Händen in den Hosensäcken und dem Gesicht Richtung Boden starrend neben Max stand.

Sie zog seine Hände aus seinen Hosensäcken und nahm sie in ihre kleinen Hände, um sie zu drücken. Michael blickte auf und da liefen auch bei ihm die Tränen.

Es zerriss ihm das Herz, dass sie ihn in ein paar Minuten für eine ungewisse Zeit verlassen würde. Vorsichtig schlang er seine starken Arme um ihren noch zierlichen Körper und drückte sie an sich.

"Ich liebe dich, Spaceboy", flüsterte Maria. "Ich liebe dich auch, mehr als du dir vielleicht vorstellen kannst und unser Baby liebe ich genauso, Maria!", entgegnete Michael.

Er vergrub seinen Kopf in ihrem Nacken und inhalierte noch einmal ihren Geruch nach Vanille ein. Langsam löste sich Maria von ihm und sah noch einmal in seine braunen, traurigen Augen.

Sie küsste ihn sanft und schmeckte die Tränen, die er weinte. In Zeitlupe lösten sie sich voneinander. "Ich liebe dich, Maria", sagte Michael noch einmal.

"Ich liebe dich, Spaceboy", antwortete Maria, drehte sich schnell um und ging mit Jonathan zum Schalter. Sie konnte nicht noch länger in seine Augen sehen, es tat zu sehr weh.

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Mitten in der Nacht wachte Maria schreiend von ihrem Traum auf und sah sich in ihrem neuen Zimmer um. Ihr Radiowecker zeigte halb vier und sie ließ sich zurück in die Kissen fallen.

Seit sie in New York war, waren ihre Albträume schlimmer geworden, immer wieder träumte sie von dem Autounfall ihrer Mom und von Michael, der sie verlässt.

Die Einsamkeit die sie dabei verspürte ließ sie verzweifeln und schreiend aufwachen, denn sie träumte immer wieder, dass sie deswegen in ein schwarzes Loch fiel.

Maria wollte nach so einem Traum, immer nur mit einer einzigen Person sprechen, nämlich mit Michael. Sie griff zum Schnurlostelefon und drückte die Kurztaste fünf.

"Guerin", konnte sie es völlig verschlafen am anderen Ende hören. "Michael", schluchzte Maria in den Hörer. Sofort war Michael wach und saß aufrecht im Bett.

"Schatz, ganz ruhig, atme tief durch und dann erzählst du mir, was du geträumt hast", sagte Michael liebevoll. Maria tat, was er sagte und erzählte ihm von ihrem Traum.

Er hörte geduldig zu und beruhigte sie dazwischen immer wieder. Einmal mehr zerriss es ihm das Herz nicht bei ihr zu sein. Michael wünschte sich nichts mehr, als bei ihr sein zu können.

"Maria, Schatz, es war nur ein Traum, nur ein Traum, auch, wenn ich jetzt im Moment nicht bei dir sein kann, bin ich immer mit meinen Gedanken bei dir."

"Ich werde dich nicht verlassen, das schwöre ich dir", sagte Michael ruhig und auch Maria beruhigte sich etwas. "Ich liebe dich, Maria und wir werden uns bald wieder sehen!"

"Erzähl mir noch etwas, damit ich wieder einschlafen kann", bat Maria und legte sich zurück, in die weichen Kissen. "Okay, ich werde dir erzählen, was Alex mit seiner Band gestern gemacht hat", sagte Michael.

"Danke, ich liebe dich Michael", schluchzte Maria. "Ich liebe dich auch, mein Schatz, entspann dich und hör einfach nur zu", antwortete Michael sanft und fing an zu erzählen.

Nach etwa zwanzig Minuten hörte er Marias gleichmäßigen Atem und wusste, dass sie wieder eingeschlafen war. Er legte den Hörer auf und mit den Gedanken bei Maria schlief auch er wieder ein.

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Maria zappte durchs Abendprogramm in ihrem Zimmer und mampfte dazwischen M & M's, bei einer dieser dämlichen Talk Shows blieb sie hängen und nahm ihr Mathebuch in die Hand.

Jedoch pfefferte sie das Teil Sekunden später in die nächste Ecke des Zimmers und ließ sich auf ihrem Bett zurückfallen, sie dachte an Michael und an ihre Mom.

Beide vermisst sie so sehr, Maria fühlte sich so einsam wie schon lange nicht mehr. Stille Tränen bahnten sich einen Weg über ihre Wangen und sie fiel in einen traumlosen Schlaf.

Wenig später kam ihr Dad nach Hause und sah das noch Licht in Marias Zimmer war. Er klopfte leise, steckte den Kopf zur Tür hinein und sah, dass sie schon schlief.

Jonathan trat ins Zimmer, drehte den Fernseher ab, nahm die Schulsachen von Marias Bett und deckte seine Tochter zu, er sah ihr beim Schlafen zu und verfluchte sich selbst.

Vor zwölf Jahren hatte er den größten Fehler seines Lebens gemacht, er hatte seine fünfjährige Tochter im Stich gelassen, ohne groß darüber nachgedacht zu haben.

In all den Jahren hatte er sich das nie verziehen und er wusste auch, dass Maria ihm das nie verzeihen würde. "Ich habe dich lieb, Maria", sagte er leise und drehte das Licht ab.

Nach einer kurzen Dusche, griff er zum Telefon und wählte eine ganz bestimmte Nummer. "Hey, hier Michael Guerin, hinterlasst eine Nachricht, ich rufe zurück wann es mir passt!", hörte er Michaels Stimme.

Es piepste nach der Ansage und Jonathan sprach ihm auf das Band. "Hallo, Michael, hier ist Jonathan, für dich liegt am Flughafen ein Ticket nach New York bereit."

"Du kannst es einlösen, wann du willst, ich freue mich, wenn wir uns wieder sehen. Maria hat die ganze Woche um halb fünf von der Schule aus, die in der Nelson Street siebenundsiebzig ist."

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Als Michael kurz darauf nach Hause kam, sah er das rote Licht auf dem Anrufbeantworter blinken. Er drückte auf den Knopf und hörte zuerst die fünf Nachrichten von Maria und danach die von ihrem Dad.

Michael griff sofort zum Telefonhörer und wählte Liz Nummer. "Parker", meldete sie sich einige Sekunden später total verschlafen, da es schon weit nach zehn war und sie morgen früh raus musste.

"Ich bin es, entschuldige dass ich dich wecke. Ich kann morgen weder in die Schule noch zu meiner Schicht kommen, Mr. DeLuca hat mir ein Ticket nach New York hinterlegt, ich fliege morgen", erklärte Michael.

"Gut, dann lass mir Maria bitte ganz lieb grüßen und sag ihr, ich komme auch so bald wie nur möglich zu ihr", antwortete Liz, die sich für die Beiden freute.

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Endlich läutete diese blöde Schulglocke um halb fünf und Maria konnte sich wieder in ihrem Zimmer verkriechen und hatte ihre Ruhe von der Welt, die sich um sie herum abspielte.

Ihre neuen Schulkollegen waren zwar allesamt nett, aber sie war nun mal nicht in Roswell und das waren nicht ihre Freunde. Maria kam sich mehr als nur fehl am Platz vor und wollte nur noch nach Hause.

"Maria, hast du Lust auf einen Burger bei Charlies?", fragte Rachel in ihrer fröhlichen, unbeschwerten Art, hinter ihr gingen noch Susan und Betty, die genauso fröhlich waren.

"Nein, ich gehe lieber nach Hause", antwortete Maria leise und machte sich auch schon auf den Weg zu ihrem Auto, das John ihr geschenkt hatte, da der Jetta in Roswell geblieben war.

"Ach komm schon, ich kenne dich jetzt seit ein paar Wochen und du warst noch nie mit uns weg, wir können ja verstehen, dass du dich hier alleine fühlst, aber du musst auf andere Gedanken kommen", meinte Susan.

"Ich weiß, ihr versucht euer bestes, aber es nützt nichts, ich werde erst wieder fröhlich sein, wenn ich das mit meiner Mom etwas verarbeitet habe und wenn ich endlich zu Hause bin", entgegnete Maria traurig.

"Nicht weinen, Maria", sagte Betty, die bemerkte, dass über Marias Wangen Tränen liefen. Sie nahm sie in den Arm und drückte sie leicht an sich, sie kannte Maria nicht lange, aber sie war ihr trotzdem sympathisch.

"Maria!", rief auf einmal eine ihr sehr vertraute Stimme und suchend sah sie durch die Gegend. Sekunden später ließ sie ihre Bücher auf den Rasen fallen und rannte auf die Person zu.

"Michael!", rief Maria und flog ihrem Freund überglücklich um den Hals, der sie im Kreis herumwirbelte. Fest drückte er sie an sich und küsste sie schließlich leidenschaftlich auf die Lippen.

"Ich habe dich so sehr vermisst", schluchzte Maria vor Freude, als Michael sie wieder auf die Füße gestellt hatte. Sanft strich er über ihre Wange und lächelte sie an.

"Ich habe dich genauso vermisst und unser Baby auch, wie geht es euch?", fragte Michael liebevoll und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. "Uns geht es gut", lächelte Maria glücklich.

"Wie geht es euch in Roswell?", fragte Maria und lehnte sich an seine starke Brust. "Wir vermissen dich alle sehr, aber sonst geht es uns ganz gut in unserem kleinen Kaff", entgegnete Michael.

"Ach und du musst schnell wieder nach Hause kommen, schließlich soll unser Baby nicht hier aufwachsen, der Smog ist gigantisch, ich habe mir die Stadt ein wenig angesehen, als ich ankam", grinste Michael.

Maria lächelte ihn wieder an und küsste ihn ein weiteres Mal, sie hatte so viel aufzuholen, das war kaum zu glauben. Michael erwiderte den Kuss leidenschaftlich und zog sie näher an sich.

"Ich will ja nicht stören, aber deine Bücher wirst du am Wochenende brauchen", unterbrach Rachel die Neiden grinsend. Maria löste sich ein Stück von ihrem Freund und sah zu Rachel, Betty und Susan.

"Danke", lächelte Maria und nahm die Bücher, die sie ihr hinhielt. "Ach und das ist Michael, mein Freund", stellte sie Michael stolz vor. "Hi", lächelten die drei Mädchen.

"Schön euch kennen zu lernen, aber wir müssen auch gleich los, wir gehen noch einkaufen", meinte Michael und schüttelte die Hände der Mädchen, die ihn musterten.

"Obwohl ich habe hier schon einmal ein Geschenk für dich, mein Schatz", meinte Michael und gab ihr das kleine Päckchen, dass er schon die ganze Zeit in der Hand hielt.

Voller Freunde öffnete sie das Geschenk und strahlte, als sie den kleinen Baby Iaah von Winnie Pooh in den Händen hielt. "Oh, Michael, danke, der ist wirklich süß", lächelte Maria glücklich.

Michael lächelte zufrieden und legte einen Arm wieder um ihre Schulter. "Aber nun sollten wir wirklich gehen, schließlich brauchen wir allerhand für das Baby", meinte Michael.

Rachel, Betty und Sudan standen die ganze Zeit eigentlich unbemerkt von den beiden daneben und sahen ihnen zu, wie sie einfach nur liebevoll miteinander umgingen.

"Bist du schwanger?", fragte Rachel lächelnd. Maria drehte sich zu ihr und nickte lächelnd. "Ja, ich habe es nur noch keinem gesagt, außer meinen Freunden in Roswell."

"Na dann, herzlichen Glückwunsch euch beiden, aber wir müssen jetzt los, habt noch viel Spaß", sagte Rachel und verabschiedete sich. Susan und Betty taten es ihr gleich.

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Am Abend als Maria mit Michael im Arm in die Wohnung von Jonathan und ihr kam, kam ihr schon ein wahnsinnig guter Duft aus der Küche entgegen und sie lächelte.

"Hey, sieh mal wer heute gekommen ist", sagte Maria glücklich und lehnte sich an Michaels Schulter. Ihr Dad drehte sich um und lächelte sie ebenfalls an.

"Ich weiß, ich habe ihn eingeladen und wie ich sehen ist mir die Überraschung gelungen", antwortete Jonathan. "Ja, ist sie, danke", entgegnete Maria.

"Wann gibt es Essen, ich bin am verhungern", sagte Maria und hielt sich den Bauch, der noch nicht wirklich groß war und deswegen sah man auch nicht, dass Maria schwanger war.

"In etwa fünf Minuten, es gibt Pizza und Lasagne, setzt euch schon mal an den Tisch, ich komme gleich", meinte Jonathan und schob die Beiden auch schon aus der Küche.

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"Was habt ihr denn eingekauft?", fragte Jonathan nach dem Essen, als sie im Wohnzimmer saßen und er die ganzen Einkaufstüten sah, die neben der Couch standen.

"Na ja, wir haben einiges eingekauft und wir haben Preisvergleiche gemacht und müssen uns noch einigen, was wir kaufen", fing Maria etwas zögerlich an.

Jonathan sah sie etwas verwundert an.

Wieso hatten sie Preise verglichen? Er verstand nicht ganz, was seine Tochter meinte. "Bitte raste nicht aus, da ich es dir nicht früher gesagt habe."

"Ich bin im vierten Monat schwanger", flüsterte Maria gegen Ende nur noch und drückte Michaels Hand fest, sie hatte wahnsinnige Angst vor Jonathans Reaktion.

John sah zwischen den Beiden hin und her und lächelte schließlich.

"Das habe ich mir schon fast gedacht", sagte er ruhig und lächelte noch immer. Maria sah ihn total verdutzt an, woher wusste er es denn, sie hatte schließlich nicht mal einen Bauch.

"Maria, du machst genau die gleichen Sachen wie deine Mom, als sie mit dir schwanger war", sagte Jonathan, der erahnte, was Maria dachte. "Ich freue mich für euch und werde euch bei allen unterschützen!"

Maria konnte es im ersten Moment gar nicht richtig fassen, doch als sie merkte, dass er es wirklich ernst meinte, war sie überglücklich und flog ihm um den Hals.

"Oh danke, Dad, das ist großartig, ich habe dich lieb", sagte Maria und lächelte ihn glücklich an. Nie hätte sie gedacht, dass sie das noch einmal zu ihm sagen würde.

"Ich habe dich auch lieb, Maria", sagte Jonathan und hatte Tränen in den Augen, da Maria ihn Dad genannt und weil sie gesagt hatte das sie ihn lieb hatte.

Er klopfte Michael auf die Schulter und zwinkerte ihm zu, dieser verstand die Geste und lächelte. Er war froh, sehr froh dass sich Maria mit ihrem Dad wieder besser verstand.

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Spät abends lag Maria an Michael gekuschelt in ihrem Bett und redete leise mit ihm. Dabei strich sie über seine nackte Brust und zeichnete Kreise, während Michael mit ihren Haaren spielte.

"Wann kommst du wieder nach Roswell?", fragte Michael. "Erst zu Weihnachten, wenn wir Ferien haben, früher geht es nicht", antwortete Maria traurig.

"Was ist, wenn ich meine Wohnung in Roswell aufgebe und hier herziehen würde?", fragte Michael leise und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn.

"Nein, das will ich nicht! Wenn wir nächstes Jahr unseren Abschluss haben komme ich zurück nach Roswell, da wäre es schlecht, wenn wir keine Wohnung haben", entgegnete Maria.

"Okay, du hast mich überredet, aber ich komme so oft ich kann zu dir und zu unserem Baby", antwortete Michael liebevoll und gab ihr einen Kuss auf die roten Lippen.

"Ich liebe dich, Spaceboy", lächelte Maria. "Ich liebe dich auch, mein Schatz und dich Knirps", flüsterte Michael und strich mit der Hand über ihre kleines Bäuchlein.

Draußen vor der Tür stand ihr Dad, der zufällig die letzten Sätze mitangehört hatte und überlegt, was er tun konnte. Nach wenigen Minuten fasste er den Entschluss Maria musste zurück nach Roswell.

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Maria, die endlich eine Nacht ruhig schlief, tat dies auch den ganzen Vormittag und das mit Michael zusammen. Erst gegen halb eins wurden sie wach und gähnten herzhaft.

"Morgen, mein Schatz", flüsterte Michael an ihrem Ohr und küsste sie kurz auf die Wange. "Morgen, Spaceboy", entgegnete Maria lächelnd und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.

"Wie hast du geschlafen?", fragte Michael und strich über ihren Rücken. "So gut habe ich schon lange nicht geschlafen", lächelte Maria und drückte ihm einen Kuss auf die nackte Brust.

"Lass uns Frühstücken gehen", sagte Michael lächelnd und stieg aus dem Bett. Maria nahm seine Hand, die er ihr entgegen streckte und ging mit ihm ins Wohnzimmer.

Als sie dort ankamen, stand Jonathan mit dem Handy in der Hand zwischen duzende Kartons und telefoniert noch. "Ja, okay, mach ich, bis später", sagte er und hängte auf.

"Guten Morgen, schön, dass ihr da seid, ich muss euch etwas sagen", meinte John und setzte sich auf die Couch. "Was willst du uns denn sagen?", fragte Maria neugierig.

"Ich habe gestern Abend wirklich rein zufällig euer Gespräch gehört und ich habe beschlossen, dass wir nach Roswell zurückkehren werden", erzählte John ihnen.

Maria stand mit offenem Mund da und wusste nicht, was sie sagen sollte, was sehr selten bei ihr vorkam. "Danke, Mr. DeLuca", sagte Michael schließlich und umarmte Maria.

"Gern geschehen und sag Jonathan oder John zu mir, schließlich bist du der Vater meines ersten Enkelkindes", meinte dieser fröhlich. Michael nickte und grinste.

Maria, die ihre Stimme wieder fand hatte Tränen in den Augen und lächelte glücklich. "Danke, Daddy, das ist das Schönste, was du je für mich getan hast, danke", sagte Maria und fiel ihm um den Hals.

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Ein paar Tage später parkte Jonathan sein Auto hinter dem von Maria und stieg aus, genauso wie seine Tochter. Maria nahm Michaels Hand in ihre und gemeinsam gingen sie ins Crashdown.

Da es schon ziemlich spät war, saßen nur noch Liz, Isabel, Max und Alex im Café und quatschten fröhlich miteinander. Als Liz sah, wer da zur Tür hereinkam, sprang sie auf und umarmte Maria.

"Ich freue mich so dich zu sehen, aber, was machst du hier?", fragte Liz etwas verwirrt. "Mein Dad und ich ziehen wieder zurück nach Roswell", strahlte Maria.

"Das ist klasse", strahlte Liz genauso und umarmte Maria noch einmal. Danach wurde sie auch von Isabel, Alex und Max ganz herzlich umarmt und willkommen geheißen.

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Maria wachte auf, da Amy wie am Spieß schrie und dabei herzzerreißend schluchzte, sie nahm ihre kleine Tochter aus dem Bettchen und drückte sie an ihre Brust, wo sie gleich leiser schrie als vorhin.

"Shhh, ist ja schon gut, Mommy ist ja da, ganz ruhig, mein keiner Spatz!", sagte Maria sanft und wiegte Amy hin und her. Langsam beruhigte sich ihre Tochter und sah sie an.

Maria setzte sich in den alten, hellbraunen Schaukelstuhl vor dem Fenster und stillte ihre kleine Tochter, die wie sich herausstellte riesen Hunger hatte.

Nach einer ganzen Weile war Amy mit Essen fertig und machte brav ihr Bäuerchen, bevor sie auf Marias Brust wieder einschlief und leise vor sich hin seufzte.

Maria ging mit ihr zurück in ihr Schlafzimmer und legte Amy vorsichtig in ihr kleines Bettchen. Sie blickte liebevoll auf ihre Tochter, bevor sie sich ebenfalls wieder ins Bett begab.

Müde kuschelte sie sich an Michael, der von all dem nichts mitbekommen hatte und schlief wieder ein. Aber sie wusste schon im Hinterkopf, dass Amy spätestens in zwei Stunden wieder wach war.

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Am nächsten Tag, als Amy friedlich in ihrer Wiege im Wohnzimmer schlief räumte Maria ein wenig das Haus auf und begann mit den Küchenladen. In der ersten fand sie Rechnungen, die sie sortieren musste.

Zwischen all den Rechnungen fand sie ein Kuvert das ihren Namen trug und die Schrift war eindeutig die von Amy. Es war ein Brief zu ihrem achtzehnten Geburtstag, der in ein paar Tagen war.

Amy stand neben ihrer Tochter und sah wie diese den Brief las, den sie vor ein paar Tagen in der Lade hinterlassen hatte. Obwohl sie jetzt ein Geist war, hatte sie es geschafft den Brief zu schreiben.

Aber Amy hatte ihn so geschrieben, dass Maria glaubte sie hätte ihn noch vor ihrem Tod geschrieben und nicht erst danach. Lächelnd sah sie ihr zu, wie sie den Brief las.

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Liebe Maria,

in den letzten achtzehn Jahren hast du mich zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht. Als ich dich zum ersten Mal im Arm hielt, war es das Schönste, was es für mich gab.

Ich wünsche dir diesen Moment auch einmal mit deinem Kind, denn du wirst eine gute Mutter sein und dein Kind genauso lieben wie ich es tue, ich liebe dich, Maria!

Dein Dad hat dich sehr früh im Stich gelassen und hat sich nie wieder bei dir gemeldet, das tat dir sehr weh, das weiß ich nur zu gut. Auch, wenn wir uns oft streiten werde ich dich nie alleine lassen.

Was auch passiert du kannst immer zu mir kommen, ich werde immer bei dir sein und wir werden gemeinsam eine Lösung finden, denn du brauchst nie alleine durchs Leben zu gehen.

Du hast deine Freunde, mich und natürlich Michael!

Ich weiß, er zeigt es nicht immer offen, das er mit dir zusammen ist und das er dich wirklich liebt, aber glaube mir, er liebt dich mehr als du dir vorstellen kannst.

Ja selbst ich habe ihn in mein Herz geschlossen. Also mach dir nicht immer so viele Sorgen um deine Zukunft, du machst es sicher besser als ich und mit Michael an deiner Seite sicher noch besser!

Happy Birthday mein Schatz, in Liebe deine Mom



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Maria hatte Tränen in den Augen, als sie den Brief fertig gelesen hatte und lächelte glücklich. Ihre Mom hatte ihr unbewusst einen Abschiedsbrief hinterlassen.

Auch, wenn dieser Brief nicht als Abschied galt, er ging Maria sehr ans Herz, ihr wurde klar, dass sie ihre Mom nicht wirklich verloren hatte, sie lebte in ihrem Herzen weiter.

"Hey Maria, Sch...", weiter kam Michael nicht, als er seine Freundin weinend beim Tisch sitzen sah. "Was hast du, ist irgendetwas mit Amy?", fragte Michael panisch.

Maria wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sah ihn an. "Nein, alles in Ordnung mit ihr, sie schläft, ich habe nur gerade einen Brief von meiner Mom gefunden", sagte Maria leise schluchzend.

Sie gab Michael den Brief in die Hand und ging ins Wohnzimmer, wo ihre Tochter gerade munter geworden war und weinte. Michael setzte sich und las den Brief.

Maria kam mit Amy im Arm zurück, in die Küche und setze sich auf Michaels Schoss. "Sie hat mich wirklich gemocht", sagte Michael mit einem Lächeln im Gesicht.

"Ja das hat sie", entgegnete Maria und strich ihm ein paar braune Haarsträhnen aus der Stirn. Er legte den Brief bei Seite und sah zu Maria und seiner kleinen Tochter.

Diese hatte die Augen aufgemacht und sah beide mit ihren großen, strahlend grünen Augen an. "Na, meine Kleine!", flüsterte Michael und strich ihr sanft über die Wange.

Amy nuckelte an ihrem Schnuller und sah Michael an. "Sie sieht genauso aus wie du!", stellte Maria fest. "Mit nur einem Unterschied, sie hat deine strahlend grünen Augen", antwortete Michael.

"Ja und ich habe sie von meiner Mom", lächelte Maria und blickte wieder in die Augen ihrer Tochter, die sie immer mehr anstrahlten, sie war so ein süßes Baby.

Amy DeLuca, die vor ihnen stand, lächelte und verschwand langsam wieder, die drei würden es schaffen, dessen war sie sich ganz sicher und sie konnte in Frieden gehen.

Michael drückte Maria fest an sich. "Ich liebe dich, Michael", flüsterte Maria und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Er lächelte sie an und strich über ihren Rücken.

"Ich liebe dich auch, komm las uns ins Crashdown fahren, die anderen warten sicher schon", sagte Michael und stand auf. "Okay, ich muss Amy nur schnell anziehen, dann können wir los!", antwortete Maria.

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Wenig später kamen die drei beim Crashdown an, wo es ziemlich dunkel war. "Sag mal, bist du dir sicher, dass wir uns hier treffen und nicht im UFO-Nics?", fragte Maria und schloss die Tür auf.

"Ja klar, Max sagte ganz deutlich Crashdown und ich werde ja wohl wissen wo ich arbeite!", antwortete Michael. Maria zuckte nur mit der Schulter und betätigte den Lichtschalter.

"ÜBERRASCHUNG!", riefen ihre Freunde, Jim Valenti, ihr Dad, die Parkers, die Evans, die Withmanns und Michael laut durchs Crashdown. "WOW!", brachte Maria nur heraus und strahlte übers ganze Gesicht.

"Da staunst du, was!?", sagte Liz lächelnd und umarmte ihre beste Freundin fest. Maria nickte strahlend über diese gelungene Überraschung, damit hätte sie wirklich nicht gerechnet.

Nachdem alle Maria umarmte hatten, kam Jack, der Koch, mit der Torte, aus der Küche. Es war Marias Lieblingstorte 'Schokolade' und sie pustete alle Kerzen auf einmal aus.

Alle klatschten und Alex pfiff durch die Zähne. "Danke, die Überraschung, die ist euch echt gelungen, vor allem da ich erst übermorgen Geburtstag habe", grinste Maria.

"Das ist ja gerade der Gag daran, wir feiern jetzt die Überraschungsparty, denn an deinem Geburtstag hättest du damit gerechnet und Michael hätte dich nicht so leicht herbekommen", meinte Isabel.

Maria grinste, es war eindeutig Isabels Idee gewesen, das konnte sie ihr von der Nasenspitze ablesen. "Da hast du wohl Recht, Izzy", sagte Maria und stellte sich neben sie.

Michael stellte sich zwischen die Beiden und legte einen Arm um Maria und einen um Isabel. "Möchtet ihr beiden Ladys tanzen?", fragte Michael lächelnd.

"Sehr gerne, aber nicht mit dir, ich hole mir dazu Alex", entgegnete Isabel, gab ihm einen Kuss, auf die Wange und lief zu ihrem Freund, der schon wartete.

Michael sah ihr kurz nach und schlang seine Arme um Marias Hüften. Sie legte ihre Hände um seinen starken Körper und lehnte ihren Kopf an seine Schulter.

"Wo ist Amy?", fragte Maria. "Sie ist mit Mrs. Evans, Mrs. Parker und Mrs. Whitman im Hinterzimmer", lächelte Michael. "Danke, für alles!", flüsterte Maria, in sein Ohr.

"Ich liebe dich, Maria, ich würde dich nie im Stich lassen", flüsterte Michael zurück. Maria blickte in Michaels braune Augen und lächelte glücklich.

"Ich liebe dich auch und das ist der schönste Vorgeburtstag den ich je hatte, auch wenn meine Mom nicht körperlich da ist, ist sie dennoch immer in meinem Herzen", sagte Maria.

Michael lächelte, beugte sich zu ihr und gab ihr einen langen, sanften Kuss. Maria löste sich nach Minuten von ihm, bettete ihren Kopf auf seiner Brust und zog seinen verdammt guten Duft nach Mann und Duschgel ein.


-The End-
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