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Fragile Dreams [Oneshot] Like a firework in the Sky

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Crow Seto
11.06.2012
11.06.2012
1
802
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11.06.2012 802
 
Ich betrat die Kirmes. Der Brunnen, der vor mir stand, hatte schon lange kein Wasser mehr gesehen. Er fiel auseinander, genauso wie es alles hier tat. Als ich mich umsah, sah ich nichts als Zerfall. Wie konnte das Riesenrad überhaupt noch stehen?
Ich versuchte mir vorzustellen, wie es wohl früher gewesen sein musste, als die Menschen diesen Ort noch nutzten. Wo noch nicht alles dem Untergang geweiht war. Ich versuchte mir das Lachen der Kinder einzubilden, das Feuerwerk, wie es zischend in die Luft jagte und mit einem lauten Knall in abertausende  bunte Funken zersplitterte.
Die Kirmes sollte ein fröhlicher Ort sein, doch dieses Gefühl wurde hier schon lange nicht mehr verbreitet. Was ich nunmehr sah, war die Trauer; Der Zerfall, der sich langsam auf der Welt ausbreitet. Mein gedankliches Feuerwerk erlosch, das Lachen verklang. Alles war leer. Ich war allein. Nun, so dachte ich zumindest...
Ich ging ein Stück weiter. Ich sah aus den Augenwinkeln, wie sich ein Schatten bewegte, doch als ich mich ruckartig danach umdrehte, so fand ich nichts. Nur das Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmte blieb mir. Als ich mich wieder umdrehte, blickte ich einer Person geradewegs in das Gesicht, die mich eingehend am Betrachten war.
Ich stolperte ein Stück zurück. „na, wen haben wir denn da? Was gedenkst du an einem Ort wie diesem zu tun?“, fragte mich besagter mit einem dezenten Grinsen im Gesicht. „H-huh? Wer bist du?“, fragte ich ihn mit zitternder Stimme. Er hatte mich erschreckt, soviel war sicher. Er wandte sich mit einem Handstand aus dem sitzen und baute sich erneut vor mir auf. Eine schwarze Haarsträhne fiel ihm dabei ins Gesicht. Leider war es zu dunkel, um noch mehr erkennen zu können, ich konnte nur noch ausmachen, das er einen Hut trug, der farblich zu seiner Hose zu passen schien.
„Komm schon, hat dir deine Mutter etwa keine Manieren beigebracht? Du zuerst!“ Ich war verunsichert. Was war mit ihm los? Warum benahm er sich so seltsam? Mochte er mich etwa nicht? „M-mein Name?... Ich heiße...Seto.“, stotterte ich etwas unbeholfen. „Seto hm? Und was soll das bitte für ein Name sein? Wie auch immer.“ Er wandte sich mit einem Radschlag ab und stellte sich hinter mich, sodass ich mich abermals nach ihm umdrehen musste.
„Nenn' mich Crow C-R-O-W.“ er lächelte. Scheinbar machte es ihm Spaß mich so zu verunsichern. „S-sicher... Crow.“ - „Tu nicht so als wären wir Freunde.“ - „Hä? Aber...“ - „Ich sagte du sollst nicht so tun als würdest du mich kennen! Hör zu. Ich werde hier derjenige sein der die Fragen stellt. Und du antwortest. Ist das klar?“
Er rückte näher an mich heran und drängte mich zusammen, sodass ich kaum noch Platz hatte selbst zu stehen. Ich wurde leicht rot im Gesicht, solche Nähe war mir total fremd. Anstatt ihm zu antworten, brachte ich lediglich ein Nicken hervor. „Woher kommst du?“ fragte er mich. Ich versuchte, so gut es mir möglich war, seine Fragen zu beantworten, doch er fiel mir immer wieder mitten ins Wort. „Du meinst mehr Menschen? Also so wie, du bist ein Mensch?“ - „Häh? ja...“ Er war seltsam. Er benahm sich anders, als ich je jemanden erlebt hatte. Trotzdem, er war ein Überlebender. Ich hatte so lange nach menschlicher Nähe gesucht. „Du bist allein?“, riss er mich aus den Gedanken.
„Naja... ich habe vorher mit meinem Großvater gelebt, nur... er ist verstorben...“ Er sah mich an, genauer als es mir eigentlich lieb war. Doch ich traute mich nicht, mich ihm zu widersetzen. „Also bist du auf der Suche nach anderen überlebenden?“ Ich nickte erneut, beinahe Kraftlos etwas zu sagen. „Tz.... typisch Mensch...“ Er blickte an mir herunter, und ehe ich mich versah, riss er mir mein Medaillon vom Hals und verschwand wieder auf den Rand des Brunnens. „Hey, das gehört mir!“, versuchte ich ihm hinterher zu rufen, doch er schien mich zu ignorieren.
„Was ein hübsches Medaillon... es glänzt so schön.“ - „Gib es zurück! Es ist mir wichtig!“ - „Ach ja? Ich habe es gefunden. Und wer etwas findet darf es behalten, nicht wahr?“ Er betrachtete es im Licht. Seine gelben Augen funkelten wie tausend Sterne. „Aber es gehörte meinem Großvater...“ - „na und? Er ist tot. Und wenn du es wiederhaben willst, dann hol es dir doch~“
Crow verschwand mit einem Sprung in die Nacht und ließ mich allein hier stehen. Verwirrt, was ich nun tun sollte. Für einen Augenblick konnte ich mir die Menschenmenge vorstellen, in der Hoffnung, nie wieder allein zu sein. Doch die Hoffnung verschwand so schnell wieder, wie die Explosion eines Feuerwerks...

~To be continued~

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I'm sorry, ich bin leider noch nicht fertig geworden, weil ich nicht mehr genug Zeit hatte... diesmal wird es auch ein etwas längerer Oneshot werden, nur halt in mehreren Teilen. Ich verspreche möglichst bald weiterzumachen! *cookies dalass*
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