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GEB Fanfiction

von kulli95
GeschichteDrama, Mystery / P16 / Gen
10.06.2012
10.06.2012
1
8.898
 
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Er fühlte sich allein, alle fürchteten sich vor ihm, auch wenn sie es nie laut aussprachen, sah er es in ihren von Abscheu geprägten musternden Blicken. Er war einsam, lebte vor sich hin hatte keine Mutter, sein Vater, Johannes von Schicksal, interessierte sich zwar für ihn, allerdings nur als Forschungsobjekt. Die ständigen Tests zehrten an seinen Kräften. Schicksal war gefangen von dem Gedanken die Welt mit der Hilfe seines Sohnes zu befreien und die Menschheit zu retten. Von Geburt an wurde der Junge trainiert um uns eines Tages von den Aragami zu befreien. Jeder Mensch muss Entscheidungen treffen und seine Zukunft selbst in die Hand nehmen, doch sein Schicksal legte sein Vater von Anfang an fest. Mittels dem Gen für den Bias Faktor das sein Körper produzierte, gelang es Schicksal eine neue Art von Mensch zu züchten, die God Eater. Ihr Körper war widerstandsfähiger als der, normaler Menschen. Mit speziellen Waffen den God Arcs konnte der Mensch zum ersten Mal etwas gegen die Aragami ausrichten. Doch das Training des Jungen hatte erst begonnen. An die meisten Aufgaben kann er sich nicht erinnern, meist verlor er sein Bewusstsein weil er keine Kraft mehr hatte aber einen Tag wird er nie vergessen, der Tag an dem er das erste mal tötete. Er wurde in einen Raum geschickt und konnte seinen Vater und eine Professorin hinter der Glasscheibe sprechen hören. „ Sie wollen doch nicht wirklich dieses Kind allein gegen dieses Monster kämpfen lassen? Der Junge ist gerade mal fünf, sie setzen das Leben ihres Sohnes aufs Spiel!“
„Dessen Risiko bin ich mir bewusst, aber wir müssen es wagen. Immerhin ist er zur hälfte Aragami. Wir müssen wissen ob diese Art von Mensch das Potenzial hat, welches von Fenrir erwartet wird. Öffnen Sie das Tor.“ In diesem Moment öffnete sich vor dem Jungen ein großes Gitter und er konnte hören, dass dahinter etwas Furchterregendes knurrte. Plötzlich kam ihm dieses Tier entgegen. Das nächste an das dieser Junge sich erinnerte war, dass sein Vater vor ihm stand, neben ihm die Ärztin. Schicksal freute sich und sagte: „Der Prototyp war ein absoluter Erfolg.“  Die Frau schwieg und starrte das Kind mit Entsetzen an. Sein Sohn war blutverschmiert, er starrte einfach nur zurück und konnte in ihren Augen das Wort Monster lesen, plötzlich verlor er das Bewusstsein. So viel zur Vergangenheit.

Kapitel 1

„ Hey Soma! Der neue Rooky ist da. Du könntest mir ruhig helfen ihn einzuweisen.“
„Tss… Du wirst doch wohl noch mit einem Teenager fertig Lindow. Der Gruppenführer sollte so etwas doch allein regeln können.“, Soma stand auf und ging.
„Das musst ausgerechnet du sagen Soma…“, Lindow schüttelte den Kopf und zog an seiner Zigarette, „dann eben im Alleingang.“ Er drehte sich um und ging in die Empfangshalle in der der Neuling angekommen war: „So, du bist also unser Neuzugang. Willkommen in der Fenrir Far East Branch. Du bist dir sicher der Verantwortung als God Eater bewusst? Ich bin übrigens Lindow Amamiya und Leiter der hiesigen Fenrir Station.“
„Also bist du mein Vorgesetzter? Ich heiße Kouta Fujiki.“, der Junge mit der Mütze grinste. Tsubaki tippte Lindow auf die Schulter: „Eine Gruppe Ogretails ist aufgetaucht. Der Neue braucht Übung, diese Mission dürfte er schaffen. Und nimm Soma mit!“
„Verstanden Big Sis.“
„Du sollst mich hier nicht so nennen!“
„Hatte ich ganz vergessen Tsubaki, ich hole nur noch schnell Soma und dann gehen wir los.“, Lindow grinste und steckte sich eine neue Zigarette an. Dann verschwand er im Fahrstuhl zu den unteren Ebenen.
„Wo ist Soma schon wieder hin, immer das Gleiche mit ihm…“, Lindow wanderte verärgert durch die Ebenen. Im 3. Untergeschoss wurde er schließlich fündig. Soma saß zusammengesackt an einer Wand und war eingeschlafen. „War doch klar…“, Lindow beugte sich vor um Soma zu wecken. Plötzlich griff dieser Lindows Arm: „ Fass mich nicht an!“ Lindow erschrak:„ Schon gut, schon gut Tsubaki hat uns einen Auftrag zugewiesen. Wir sollen ein Rudel Ogretails exekutieren.“  Soma kicherte sarkastisch: „ Was soll das? Warum schickt sie uns auf eine ein Stern Mission?“ Lindow zuckte mit den Schultern: „Wir sollen nur als Geleitschutz für den Neuen mitgehen.“ Soma stand auf und klopfte sich den Staub von der Kleidung: „ Als ob dafür nicht auch zweitklassige Eater reichen würden…“ Er ging Richtung Fahrstuhl. Lindow schaute ihm genervt hinterher: „ Wo gehst du hin?“ Soma stand bereits im Lift: „ Ich hole meine Waffe.“ nach dieser Aussage schloss sich die Fahrstuhltür. Lindow fasste sich an den Kopf und seufzte: „ Zuerst meckert er und dann, macht er doch was man ihm sagt… Den soll mal einer verstehen…“  
„Sorry das es so lang gedauert hat, ich musste ihn erst mal finden…“ Lindow sah Soma vorwurfsvoll an. Soma drehte den Kopf zur Seite: „Tss.“
„Also können wir nun endlich los oder?“, Kouta konnte es kaum noch erwarten. Lindow drückte noch schnell seine Zigarette aus: „ Ich hoffe du hast keine Flugangst. Wir werden mit dem Helikopter zu unserem Einsatzort gebracht.“
„Yay!“, Kouta riss die Arme nach oben, „ dass wird der Hammer!“
„ Ich hatte mir einen Helikopterflug genau so vorgestellt echt fantastisch!“, Kouta war komplett aus dem Häuschen. Lindow lächelte ihn an: „ Jeder ist beim ersten Flug aufgeregt, das legt sich dann mit der Zeit.“ Soma ruhte sich an der Rückwand des Hubschraubers aus.
Der Helikopter ging in den Tiefflug.
„ Wir werden in Kürze landen, Kouta du bist für das Back up verantwortlich“
„Geht klar Lindow.“, Kouta salutiert.
„ Ich geh in die Offensive und Soma, du bleibst bei Kouta und hilfst ihm wenn er in Schwierigkeiten kommt.“
„Warum soll ich den Babysitter spielen?“, er starrte Lindow genervt an.
„Du hast meine Anweisungen zu befolgen ob du willst oder nicht!“ Soma konterte: „Nur weil du Teamführer bist bekommst du von mir noch lange keine Sonderbehandlung.“ In diesem Moment sprang Soma aus dem Helikopter. Der Hubschrauber schwebte ungefähr zwei Meter über der Erde. „Dieser  Idiot! Wenn er so weiter macht läuft er geradewegs in sein Verderben.“, sagte Lindow besorgt. , „ Wir müssen hinterher. Auf mein Kommando bereit zum Absprung! Ach ja ehe ich es vergesse, Regel Nummer eins, überleben.“ Mit hämischer Mine sagte Kouta: „Ich glaube das kann ich mir merken.“
„Okay, Eins, zwei, drei LOS!!!“
„Was für ein Gemetzel…“, Kouta staunte. Überall in der näheren Umgebung lagen Ogretail Kadaver,  „D…Das ist doch unmöglich, er kann doch nicht alle allein…“, er schluckte und stand mit offenem Mund da. Lindow versuchte sich zu fangen: „Verdammt er hat einen großen Vorsprung.  Wir müssen Soma so schnell wie möglich einholen. Er macht sonst so lange weiter bis er vor Erschöpfung umfällt.“
In einiger Entfernung kämpfte sich Soma weiter durch das Gewimmel: „ Solche Kreaturen wie euch hätte es nie geben dürfen. Aber so lange Menschen weiter solche Fehler machen, werden auch neue Katastrophen kommen. Das ist eben das Schicksal der Menschheit. Irgendwann werden wir alle durch einen Fehler…“ In diesem Moment griff ihn eines der Aragami von hinten an und verbiss sich in seinen linken Arm: „ Hm… was willst du damit bewirken?“, er lächelte, „das kann ich auch…“ Soma aktivierte seinen Predator Modus. Sein Schwert verwandelte sich in einen riesigen Kiefer und er schnappte nach dem Ogretail. Es war Augenblicklich tot. „Erbärmlich.“, er schüttelte seinen verletzten Arm, Blut tropfte und lockte einen größeren Aragami an. Ein Kongou. „ Jetzt wird’s erst lustig.“ Das Kongou startete einen Angriff, Soma holte aus um zu kontern. In diesem Moment schlugen Projektile ein und Verwundeten das Koungu. Es zog sich zurück. „Das hat gesessen!“, jubelte Kouta mit einem Freudenschrei. „Wer hat gesagt dass du dich einmischen sollst? Ich brauche keine Hilfe.“, Soma richtete sich aggressiv gegen Kouta, in diesem Moment packte ihn Lindow am Kragen: „ Du Idiot! Du hättest bei dieser Aktion drauf gehen können!“ Soma schlug Lindows Hand weck: „ Ich sagte doch du sollst mich nicht anfassen!“, er drehte sich um, Schulterte seine Waffe und machte sich auf dem weg zurück zum Landeplatz. Das Blut aus seiner Wunde tropfte auf den Boden. „Wir sollten auch zurück zum Helikopter gehen. Je früher wir zurück sind desto besser. Somas Arm muss bestimmt behandelt werden. Auch wenn er zäher ist als andere. Er ist nicht unsterblich…“
Soma hielt sich den verletzten Arm. „ Soll ich dir ein Schmerzmittel geben?“, Lindow zeigte auf den Medizinkasten der sich an der Wand des Hubschraubers befand, „ der Rückflug dauert noch etwas.“ Soma schwieg und starrte Lindow einfach nur an. „ Das kann ich dann wohl als Nein auffassen, oder?“  „ Du solltest wenigstens einen Verband anlegen.“,  Kouta sah Soma an, der Helikopter landete. Soma kletterte aus dem Heli: „ Ich brauche keine Hilfe. Schon gar nicht von einem Neuling.“ Lindow und Kouta folgten ihm. Kouta sah bedrückt aus und Lindow versuchte ihn aufzumuntern: „Für deine erste Mission war das gar nicht schlecht. Dein Treffer hat immerhin ein Kongou verjagt. Reife Leistung Junge.“ Lindow gähnte, „ sag mal, wie alt bist du eigentlich?“
„15“
„Da bist du ganz schön früh dran.“
Sie kamen in der Haupthalle an, Soma hatte sich bereits in die unteren Stockwerke zurückgezogen. Kouta begab sich auch auf sein Zimmer.
Lindow saß auf der Bank im Empfangsraum Tsubaki gesellte sich zu ihm: „Und, wie ist die Mission verlaufen?“  Er schüttelte den Kopf: „Soma wurde verletzt.“ Seine Schwester fasste ihn auf die Schulter und fragte obwohl sie die Antwort schon kannte: „ Er ist wieder allein losgezogen, oder? Du kannst ihn davon nicht abhalten, mach dir deswegen keine Vorwürfe. Wie hat sich Kouta geschlagen?“
„ Ziemlich gut, er hat ein Kongou vertrieben und sich Soma zum Feind gemacht…“, Lindow konnte sich nicht verkneifen zu lachen. Tsubaki stand auf: „Ich muss den Bericht abliefern. Geh nicht zu spät schlafen, ich weiß wie du drauf bist wenn du müde bist und in diesem Zustand bist du dann nicht zu gebrauchen.“
„Verstanden Schwesterchen…“, mit einem sarkastischen Lächeln dachte er, „Ich weiß selbst wie viel Schlaf ich brauche… Ich bin immerhin 26…“
Kouta konnte nicht schlafen er saß auf seinem Bett und dachte darüber nach einen Spaziergang zu machen. Plötzlich hörte er wie sich die Fahrstuhl Tür öffnete. Er machte seine Zimmertür einen Spalt auf um zu sehen wer ausstieg. Soma torkelte die Wand entlang und hatte mühe aufrecht zu stehen. „ Er hat bestimmt zu viel getrunken, selbst Schuld wenn er morgen verkatert ist…“  Kouta schloss die Tür und legte sich schlafen.
„ Das tut weh, hört auf damit… bitte, Papa ich habe Angst. Mach das es aufhört.“ Der kleine Junge begann zu weinen, er war auf einen Tisch festgeschnallt, an seinen Schläfen waren Elektronen befestigt… „Erhöht die Stromstärke auf 160 Ampere.“
 „ Aber, Johannes, das wäre die doppelte Dosis der Elektrizität die einen erwachsenen Menschen tötet.“
„Das muss er  aushalten, wenn nicht, brauchen wir ein neues Testobjekt.“, er zeigte keine Gefühlsregung, „Sie haben meine Anweisung doch gehört Sakaki. Also worauf warten Sie?“
„Sie wollen doch nicht wirklich das Leben ihres leiblichen Sohnes…“  Schicksal unterbrach ihn: „Dieses Monster hat meine Frau umgebracht, es war nie mein Sohn und es ist erstrecht kein Mensch.“, er zog die Augenbrauen zusammen, „Legen Sie den Schalter um, oder ich werde es machen.“ Sakaki blickte in die von Tränen geröteten großen Augen des Jungen. Der kleine sah zu ihm auf, dem Kind fehlte die Kraft etwas zu sagen. Er schloss seine Augen. Sakaki dachte „Ist das der richtige Weg um die Menschheit zu retten?“.
Er legte den Schalter um.
„Soma! Soma!“ Jemand klopfte an Somas Zimmertür. „Shit!“, Soma wachte auf, sein Herz raste, er fasste sich mit der linken Hand an seinen Kopf, setzte sich langsam auf und nahm mit der Rechten  seinen Wecker in die Hand: „ 5:23 Uhr.“ Er warf die Uhr aufs Bett und stand gemächlich auf. Es fiel ihm schwer das Gleichgewicht zu halten. Langsam schleppte sich Soma zur Tür: „Mein Kopf.“ Er machte die Tür auf, allerdings nur einen Spalt weit. „Es ist halb sechs, was willst du Lindow?“  Soma öffnete die Tür nun ganz. „Ein Vajra ist aufgetaucht. Wir sollen uns darum kümmern.“, Lindow betrachtete Somas linken Arm, „Du warst nicht beim Arzt oder?“ Soma gab keine Antwort und zog seinen verletzten Arm hinter seinen Rücken. „Du siehst nicht besonders gut aus, du solltest dich ausruhen. Ich werde Karel fragen ob er Zeit hat.“ Soma lehnte sich an den Türrahmen: „Du hast mich geweckt, also bringen wir es hinter uns.“
„Versuch erst mal ohne Hilfe gerade zu stehen.“, Lindow hob seine Hand zu einer Geste, die eine Mischung aus Winken und Salutieren darstellte und ging. Soma schloss die Tür hinter sich und setzte sich zurück auf sein Bett, er betrachtete seinen linken Arm. Anschließend holte er unter seinem Bett einen kleinen Verbandskasten hervor und injizierte sich ein Antibiotikum. Er zog auch in Erwägung sich das Schmerzmittel, welches sich in der Ampulle neben dem Antibiotikum befand, zu verabreichen. „Das würde sowieso nicht wirken…“  Soma versuchte wieder einzuschlafen, immer in Erwartung von seinen Erinnerungen eingeholt zu werden.






Gegen Mittag lag Soma schließlich wach in seinem Bett. Er sah wieder auf seinen Arm und drehte ihn um ihn von allen Seiten betrachten zu können. Er war fast komplett verheilt, nur eine große Wunde klaffte noch. Soma starrte weiter auf die Wunde, anschließend zog er ein Stück Verband aus dem Medikit, welches sich immer noch vor seinem Bett befand. Er wickelte die Bandage um seinen Arm, um zu verhindern, dass die Verletzung wieder aufplatzt, weniger aus gesundheitlichen Gründen, als um vor neugierigen Blicken zu schützen. Ein blutender Arm fällt eben auf.
Es klopfte an Somas Tür. Er machte sich nicht die Mühe auf zu stehen und diese zu öffnen, er brüllte einfach: „ Was?!“
„Heute 16 Uhr.“
Somas Augen wurden größer und er schluckte. Hastig sprang er auf und sprintete zur Tür, er öffnete sie und sah sich um. Niemand war in der Nähe. „Verdammt!“, mit den knirschenden Zähnen trat er aus der Tür.
„Du siehst echt schlimm aus… Im Ernst, wenn du dich schon voll laufen lässt dann solltest du jetzt ausgeschlafen sein.“
Soma drehte sich langsam um und sah das Kouta sich hinter ihm an die Wand gelehnt hatte und ihn zweifelnd beäugte. Augenblicklich verdunkelte sich seine Mine: „Du solltest lernen deine Klappe zu halten“, er ging langsam aber energisch auf Kouta zu dieser zuckte und wich einen halben Schritt zurück. Soma stellte sich vor ihn, er beugte sich vor und flüsterte: „Wenn du jemand im falschen Tonfall ansprichst. Solltest du ihn besser kennen.“ Schweigend tritt Soma von Kouta zurück, welcher leicht verängstigt mit offenen Mund und großen Augen dastand. Plötzlich legte er seine linke Hand an Koutas Hals, dieser schielte auf den Verband, dann sprangen seine Augen wieder zurück auf Soma, Somas Gesicht war ausdruckslos und von Kouta abgewendet. Pure Kälte, so fühlte sich Somas Blick für Kouta an. Mit dem lehren Augen einer Leiche sagte Soma: „Du weißt nie wie derjenige darauf reagiert.“ Ohne Gefühlsregung ließ er Kouta los. Mit beiden Händen in den Hosentaschen begab er sich zurück auf sein Zimmer. Kouta stand immer noch wie angewurzelt da, sein Herz schlug ihm bis zum Hals, er hatte Angst, nicht vor Soma, nur vor diesen lehren Augen. Er ließ sich auf den Boden sinken und saß nun mit dem Rücken zur Wand auf dem Gang. Er dachte: „Solche Augen… Solche lehren Augen… Was hat er gesehen.“  Eine Träne kullerte über seine Wange, er wischte sie sich mit dem Handrücken weg und stand auf. Mit schnellen Handbewegungen klopfte er sich den Staub ab und ging in Richtung Fahrstuhl.
In der Eingangshalle waren Lindow und Karel gerade von ihrer Mission zurückgekommen. Lindow rief: „Hey Kouta!“ Kouta drehte sich langsam um ihm stand immer noch Wasser in den Augen. Lachend argumentierte Karel: „ Hast du einen Geist gesehen Kleiner?“
„Du glaubst also wirklich noch an Geister? Mach dich nicht lächerlich.“, Kouta antwortete verärgert, er nahm es ihm jedoch nicht wirklich übel da er irgendwie recht hatte.
„Gut gekontert.“, Karel kniff die Augen zusammen, „Du hast Mumm Rooky.“  
Er ging zum Fahrstuhl, öffnete die Tür und stellte sich in die Kabine. An die Wand des Lifts gelehnt nickte er Lindow und Kouta zum Abschied zu.
„Ich will ja nicht taktlos sein, aber du siehst wirklich aus als ob dir ein Geist begegnet wäre.“, Lindow kratzte sich am Kopf und streckte sich anschließend dabei lächelte er.
„Fast, Soma ist mir begegnet.“
„Verstehe, er ist zwar etwas eigen, du brauchst keine Angst vor ihm zu haben.“ Aggressiv entgegnete Kouta: „ Ich fürchte mich doch nicht vor einem Möchtegernkiller!“ Skeptisch sah Lindow Kouta an: „ Du weißt das er hinter dir steht oder?“
„Als würde ich auf so einen alten Trick…“, Kouta drehte sich um und staunte nicht schlecht, „ S…Soma…“
„ Wie war das mit dem Möchtegernkiller?“, Soma runzelte die Stirn, „Ich hab zwar nicht alles mitbekommen, aber es wäre besser wenn du mir in Zukunft nicht auf die Nerven gehen würdest.“ Soma wandte sich an Lindow: „Wie spät ist es?“
„Emm 14:18. Warum?“
Soma ging zur Eingangstür, drehte sich noch einmal um und sagte ehe er Verschwand: „Wenn jemand nach mir fragt, ihr habt mich nicht gesehen.“ Die Tür schloss sich langsam hinter Soma. „ Du wirst aber nicht gleich ohnmächtig oder Kouta?“, stänkerte Lindow, er konnte sich das Lachen fast nicht verkneifen. Koutas Knie zitterten: „W… Wieso sollte ich umkippen?“ Er seufzte und war sichtlich erleichtert, dass Soma gegangen war, „Hältst du mich für ein Mädchen?“
Einen Stein vor sich her kickend spazierte Soma durch das Stadtgebiet, eher eine notdürftig gebaute Unterkunft für Flüchtlinge. Ein Slum in der Größe von New York, überall waren angefressene Gebäude. Soma hielt ein um ein paar spielende Kinder zu beobachten. Ein kleines Mädchen lächelte ihn an: „Mir gefällt deine Haarfarbe. Weiße Haare sieht man nicht oft, hast du sie bleichen lassen?“ Soma lachte, es klang eher wie ein Zischen und ging weiter. Das Mädchen schaute ihm hinterher: „Was hat er den?“
Als Soma zurück in die Station kam war es bereits dunkel. Sichtlich wurde er von Minute zu Minute nervöser. Als er in den Fahrstuhl zu den Unteren Ebenen einsteigen wollte spürte er einen Stich im Nacken. Aus dem Augenwinkel sah er zwei Männer neben sich stehen einer der beiden hatte ihm ein Beruhigungsmittel injiziert und sagte: „Du solltest lernen Termine einzuhalten.“ Das Bild vor Somas Augen verschwamm und er klappte zusammen. Obwohl er ruhig gestellt war, registrierte Soma, dass er irgendwohin verschleppt wurde. Als er sein Bewusstsein wieder erlangte, fand er sich in einem großen Raum wieder, von der Decke hing eine flackernde Lampe deren schwaches Licht die weißen Wände des Raumes leicht gelblich erscheinen ließ. In jeder oberen Ecke befanden sich Kameras in einer war auch ein Lautsprecher befestigt. Benommen lehnte Soma an der Wand, langsam lies die Wirkung des Beruhigungsmittels nach. Nun bemerkte er wo er war. Leicht jallend rief er: „Was… soll das? Wo… Wozu bin ich wieder hier?“ keine Antwort. „ Ve… Verdammt! Ich weiß genau… das ihr mich hören könnt!“ Aus dem Lautsprecher ertönte ein schrilles Piepsgeräusch, darauf sagte jemand: „Hallo Soma. Schön das du wieder hier bist.“ Er erkannte die Stimme sofort und begann zu kichern: „Letztes mal war wohl nicht genug, was? Du willst mich wohl unbedingt weiter quälen, Johannes…“ Wütend stand Soma auf und brüllte an die Decke: „So wirst du die Welt auch nicht retten!“ In diesem Moment ging ein Stromschlag von Somas Armband aus. Elektrizität floss durch seinen Körper und er fiel auf die Knie. „ Dein Armband enthält jetzt ein Modul mit dem ich dir jeder Zeit einen beliebig starken Stromschlag verabreichen kann. Außerdem geht es hier nicht nur darum die Welt zu retten, es geht mir nur darum die Menschheit zu befreien um über sie als alleiniger Herrscher zu bestimmen!“ Somas Handgelenk begann unter dem Armband zu bluten. Er fasste sich an seinen schmerzenden Arm und richtete seinen Blick direkt in eine der Kameras. Schicksal stand von seinem Sessel im Beobachtungsraum auf. Ein kleiner Raum, mit vielen Monitoren und Steuerungseinheiten. Außer ihm befanden sich noch drei weitere Personen dort. Ein Arzt und zwei Hilfsärzte.
„Ihr habt einen halben Tag Zeit um die Tests durchzuführen. Seid gründlich.“, Schicksal lachte und trat aus der Tür, „Ich hab noch was zu erledigen, versucht ihn nicht umzubringen.“
Soma bekam jedes Wort mittels des Lautsprechers mit und dachte sich: „Keine Sorge, so schnell krepiere ich nicht.“
Derweil saßen Kouta und Lindow zusammen mit Karel und Canon am Frühstückstisch. Canon fragte: „Wo ist eigentlich Soma?“ Kouta antwortete sarkastisch: „ Frühstückt wahrscheinlich kleine Kinder…“ Darauf musste Lindow lachen.
„Echt gut ausgedrückt, Kouta.“, Karel klopfte ihm auf die Schulter. Nach dem Frühstück wollte Kouta in sein Zimmer um sich auf eine Mission vorzubereiten. Vor Somas Raum blieb er stehen er schaute zur Tür. „Vielleicht ist er krank…“Kouta trat vor die Tür und klopfte. Die Tür ging auf und Kouta betrat das Zimmer: „Soma?“ Er sah sich um. Links stand eine Couch davor ein Tisch mit lauter leeren Getränkedosen: „So schlampig bin nicht mal ich…“ Er ging weiter ins Zimmer direkt auf ein Foto zu. Darauf war eine Frau abgebildet, sie hatte dunkle Haut. „ Ist, dass seine Mutter?“
„Kouta was machst du in Somas Zimmer? Er würde dich umbringen wenn er das wüsste…“ Kouta drehte sich um, Canon stand vor ihm: „Findest du es nicht auch komisch, dass Somas Zimmer einfach offen ist?“  Canon schob mit einer Hand ihre Haare zurück und sagte: „Er ist schon öfter einfach verschwunden. Soma taucht schon wieder auf.“
„Du hast wahrscheinlich Recht.“
Sie verließen Somas Zimmer, Kouta schloss die Tür: „Canon, weißt du zufällig etwas über Somas Familie?“
„ Nein und ich will auch nichts über sie wissen. Soma ist ein unsympathischer Mistkerl, er kümmert sich nur um sich. Also werden seine Eltern auch nicht besonders freundlich sein. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“, sie verschränkte ihre Arme, „ Ich mag ihn eben nicht.“ Kouta öffnete seine Zimmertür. „ Du wirst Recht haben, er wird schon wieder auftauchen.“  Er trat ein und zog die Tür hinter sich zu.
„Nur noch ein Test dann sind wir durch.“, der Arzt schob seine Brille hoch, „Sofern er ihn überlebt.“ Somas Arme waren mit Fesseln fixiert. An einen Stuhl gekettet konnte er sich nicht bewegen. Kraftlos starrte Soma ins Leere, er hielt seinen Kopf gesenkt denn er hatte keine Kraft um nach vorne zu schauen. Blut tropfte aus seinem Mundwinkeln. Soma war noch bei Bewusstsein, allerdings fiel es ihm immer schwerer seine Augen offen zu halten. Einer der Arzthelfer verabreichte ihm eine Spritze, Soma versuchte ihn anzusehen, vergebens. „Gleich hast du es geschafft, Junge“, er sah Soma bemitleiden an. Der Assistent verließ den Raum. In der Spritze befand sich ein Adrenalinpräparat um Somas Herz zu stimulieren. Sein Blutdruck war auf einen kritischen Wert gesunken.
Gefühlte fünf Minuten nach der Injektion trat ein Arzt ein. Er ging auf Soma zu und setzte sich an seine Rechte. Er zog Somas Hemd aus und schnitt ihm mit einem Skalpell tief quer über den Brustkorb. Soma hatte keine Kraft mehr um zu schreien und ließ die Prozedur über sich ergehen. Der Arzt begann den Test zu dokumentieren: „Erste Heilvorgänge treten bereits nach den ersten 40 Sekunden ein. Ich verabreiche dem Testobjekt nun einen Gerinnungshämmer. Das sollte die Wunde länger offen halten.“ Genau wie vom Arzt beabsichtigt schloss sich die Wunde nicht. Das Blut strömte über Somas Oberkörper und tropfte auf den Boden. „Ich stoppe nun die Zeit bis der Blutverlust lebensgefährlich wird.“  Fast eine viertel Stunde verging bis Soma ohnmächtig wurde.
Schicksal betrat den Raum um sich über die Testergebnisse zu erkundigen: „Sind alle Versuche abgeschlossen?“, er sah auf Soma herab und sah mit Freuden, dass die Wunde noch blutete. Ein boshaftes Lächeln zeichnete sich auf Johannes Lippen ab. Der Arzt schob wieder seine Brille zu Recht: „Bin gerade fertig geworden Direktor. Ich muss nur noch den Bluthaushalt ausgleichen und die den Schnitt verschließen dann kann er zurück.“
„Lassen Sie ihn in diesen Zustand. Ich fordere einen Hubschrauber an der in zurück ins Hauptquartier bringt. Offiziell war es ein Oroborusangriff.“
„Werden die Piloten keine unangenehmen Fragen stellen?“
Schicksal erwiderte: „Sie stehen direkt unter meinen Anweisungen und meine Leute sind wie Sie selbst wissen immer loyal.“ Nickend stimmte der Arzt zu.
Zwei Hilfsärzte brachten Soma auf einer Trage zum Helikopter. Seine Verletzung war nur mit einem notdürftigen Verband verschlossen. Durch den starken Blutverlust begann Somas Körper zu krampfen. Gemeinsam hievten die Arzthelfer Soma in den Heli, einer stieg ebenfalls ein um Soma zu stabilisieren. Im Helikopter befand sich ein Beatmungsgerät, der Hilfsarzt schob den Tubus in Somas Luftröhre und schaltete es an. Der laute Summton des Gerätes mischte sich mit dem Rotorengeräusch des startenden Hubschraubers und klang wie ein knurrender Hund. Zwischen dem Flug hatte Soma einige kurze klare Momente, seine Schmerzen ließen ihn aber jedes Mal schnell wieder einschlafen. Auf dem Landeplatz der Fenrir Far East Branch wartete schon Sakaki. Der Helikopter landete und der Mann der sich um Soma kümmerte half Sakaki die Bare aus dem Heli zu tragen. Anschließend stieg er wieder ein und der Hubschrauber hob ab. Besorgt schob Sakaki die Trage in den Fahrstuhl und betätigte hastig den Schalter um den Lift zu bewegen. Er fürchtete Somas Lunge könnte ohne das Beatmungsgerät kollabieren. Er fragte Soma, sprach aber eher zu sich: „ Das war nie und nimmer ein Oroborus…Was haben sie nur mit dir gemacht, Junge?“
Soma begann unbewusst zu sprechen: „Papa ich… ich habe Angst. Mach…, dass es aufhört. Sie… tun mir weh…“ Er zuckte, blieb danach aber still auf der Trage liegen.
Blut tropfte auf den Boden. Somas Bandage war vollkommen rot. Die Tür der Lifts ging auf. Sakaki hastete in die Krankenstation und Versuchte Somas Atmung zu stabilisieren. Er atmete ungleichmäßig und sein Herz setzte teilweiße aus. „Stirb mir jetzt bloß nicht weg!“
Langsam normalisierten sich Somas Werte. Sakaki versuchte nun die Blutung der Wunde zu stillen und begann sie zu vernähen. In diesem Moment kam Kouta durch die Tür: „ Doc hast du vielleicht ein…“ er blieb regungslos stehen. Sakaki drehte sich um seine Hände waren voller Blut. Koutas Augen öffneten sich immer weitert, hysterisch fragte er: „W… Was ist mit ihm…“, er streckte zitternd eine Hand aus und zeigte auf Soma. Sein Blick richtete sich auf den blutenden Schnitt auf Somas Brust.
„ Ein Oroborus hat ihn so zugerichtet.“ Sakaki dachte: „Die Wahrheit würde dir nicht gut tun Kleiner.“ Er versuchte erneut den Schnitt zu nähen. Soma stöhnte schmerzverzerrt und wachte auf. Mit halbgeöffneten Augen sah er Dr. Sakaki an: „Vielen… D…Danke Dr.“, Soma lächelte und schloss seine Augen erneut. Verwundert stand Kouta immer noch in der Mitte des Raumes und dachte sich: „Wie konnte das passieren? Er… Er, bekämpft doch hunderte Ogretails auf einmal… was… was war das für ein Vieh?“ Mit der Hand wischte sich Sakaki über die Stirn und verschmierte Blut dabei in seinem Gesicht. Er stand auf, legte Soma einen neuen Verband an und deckte ihn zu und drehte sich dann zu Kouta um und lachte: „Ich war noch nie gut im nähen, aber es wird schon halten.“ Ernst entgegnet dieser: „Über so etwas macht man keine Witze…“ Sakaki trat näher an Kouta und lehnte sich zu ihm vor, eine schlechte Angewohnheit, welche für seine Gesprächspartner äußerst lästig war, er lächelte immer noch: „Das war kein Witz.“, er ging in den Flur hinaus, „Soma braucht jetzt Ruhe, würdest du bitte das Krankenzimmer verlassen? Und mach die Tür hinter dir zu, ja?“ Kouta betrachtete noch einmal bemitleidend Soma: „Ja mach ich.“ Leise schloss er die Tür um Soma nicht zu wecken. Inzwischen war Sakaki in sein Labor zurückgegangen. Kouta blieb noch eine Weile mit verschränkten Armen an die Tür gelehnt stehen. Mit gesenktem Kopf schlenderte er niedergeschlagen zum Lift. In Gedanken versunken stellte er sich in den Fahrstuhl: „Ich hoffe ich muss nie gegen den gleichen Aragami kämpfen…“
Schicksal saß auf Sakakis Laborsessel. „Johannes!“, Sakaki rannte auf ihn zu und schlug mit beiden Fäusten auf seinen Schreibtisch, „Du kannst Soma nicht so foltern! Er wird sterben wenn du so weiter machst! Willst du wirklich deinen Sohn…“ Sakaki hielt ein. „ Du weißt genau was ich von ihm halte Paylor.“ Schicksal ließ sich tiefer in den Sessel sinken und überkreuzte die Beine. „Was erwartest du dir von diesen Tests?“, Paylor rieb sich die Augen, „ Und wie lange soll das noch so weiter gehen?“ Johannes stellte eine Tablettendose auf den Tisch: „Nicht mehr lange.“
„Was ist das?“ Verblüfft nahm Sakaki die Dose in die Hand.
„Die Lösung aller Probleme. Unserer und denen von Soma.“ Über Schicksals Gesicht zog sich ein boshaftes Lächeln, „ Diese Tabletten steigern den Bias Faktor um 50%. Bei einem Menschen würde dies zu einer tödlichen Vergiftung führen. Somas Organismus hingegen, wird dadurch nur noch mächtiger.“ „Aber Johannes…“, Sakaki schüttelte den Kopf langsam gesenkt hin und her, „ Würde sein Körper nicht versuchen das Medikament abzustoßen?“
„Wäre möglich…“, Johannes stand auf und ging zum Fenster, „Aber es ist unsere letzte Chance.“
„Papa?“ Soma hielt einen Teddy in der Hand, öffnete die Tür und rieb sich verschlafen ein Auge. Vor ihm stand jemand. „Hallo, mein kleiner ich bin Professor Miller.“ Der Mann fasste dem Kind auf den Kopf und lächelte ihn an. Schicksal stand neben ihm. Soma ging auf seinen Vater zu, er zupfte an seiner Hose: „Wer ist das Papa? Er macht mir Angst…“
„Du brauchst keine Angst zu haben, Soma“, Schicksal musste sich bemühen zu lächeln.
„Er will mir aber wehtun. Ich sehe es in seinen Augen. Was ist eigentlich ein Nerotitel?“
Johannes hob den Jungen hoch: „ Wie lange warst du vor der Tür?“
„Ich habe nur etwas von diesem Nerotitel gehört.“, Soma gähnte, „Also was ist das?“
Der Professor schluckte, eine Schweißperle ran ihm über das Gesicht: „Ein Neuroremitter ist etwas tolles.“ Das Kind lachte: „Kann ich so was haben?“
Schicksal sah seinen Sohn an: „Es ist etwas nur für dich.“ Als sie gemeinsam den Raum verließen fiel Soma sein Plüschtier runter und dem Bären ein Auge aus dem Kopf.
„Mein Teddy.“ Schicksal zog die Augenbrauen nach unten: „ Den brauchst du nicht mehr.“ Soma schaute auf den Boden und begann zu weinen: „ Du willst mir auch wehtun…“
Sie brachten den Jungen in einen Raum, legten seinen rechten Arm in ein turbineartiges Gerät und fixierten ihn. Darin befand sich ein rotes eisernes Armband. Soma weinte immer noch: „ Wird es fest weh tun?“
„Nein wird es nicht.“ Schicksal versuchte ihn zu beruhigen. Soma richtete seinen Blick nach vorne: „Du lügst…“ Professor Miller schloss mittels Knopfdruck die Turbine. Der Junge sah ihn an. Er startete dien Vorgang.
„Ahh!“ Schweißüberströmt wachte Soma im Krankenzimmer auf. Er hustete, ein Blutrest kam zum Vorschein. Soma kniff sein linkes Auge zusammen und fasste sich mit rechts auf seine schmerzende Brust: „Scheiße!“ Er stand auf. Soma trug eine weiße Krankenhose und ein offenes Patientenhemd: „Wer hat mich umgezogen…“ Verneinend schüttelte er den Kopf. Barfuss tappte er in den Flur, aus Sakakis Labor kam Schicksal mit einer Akte in der Hand. Soma packte blinde Wut er stürmte auf seinen Vater zu und drückte ihn an die Wand. Obwohl er einen guten Kopf kleiner war, war er ihm kräftemäßig überlegen. „ Du mieser, dreckiger Mistkerl! Ich sollte dir auf der Stelle das Genick brechen!“
„Na, na Soma, so spricht man nicht mit seinem Vater. Vergiss dein Armband nicht.“ Soma erinnerte sich an den Traum von eben, danach an den Elektroschock. Er ließ Johannes los. „Guter Junge.“ Sein Vater lächelte, er fasste in seine Tasche und zog die Tablettendose raus, er streckte sie Soma entgegen.
„Was soll das?“
„Mit diesen Tabletten wirst du stärker.“
„Wie trocken du das sagst Johannes!“, Soma beäugte ihn kritisch, „ Einem Mörder fällt so etwas eben leicht. Ich werde sie nicht nehmen!“
Schicksal leitete mittels einer Fernbedienung die an seiner Halskette befestigt war Strom durch Somas Körper, er zuckte.
„Dir… macht es wohl wirklich Spaß mich zu quälen, was?“, Soma hustete erneut Blut, „ Töte mich endlich! Ich habe es satt deine Laborratte zu sein! Ich weiß wie sehr du mich hasst… Ich bin es leid…“
„Stimmt, du bist für mich nichts weiter als ein Monster, aber dein Körper ist nun mal einzigartig. Dir ist dein Leben zwar egal aber…“, Schicksal blätterte in seiner Akte, „ Karel Schneider, Kouta Fujiki, Lindow Amamiya und die30 anderen auf dieser Liste hängen bestimmt an ihren Leben.“
„Das brächtest du nicht fertig!“ Soma hielt sich seine Brust, er atmete schwer.
Johannes bewegte sich zum Fahrstuhl und betrat ihn: „Ach ja?“, er sah auf seine Armbanduhr und betätigte den Schalter für die tieferen Stockwerke, „Vor einer halben stunde wurde Kouta Fujikis Familie getötet. Seine kleine Schwester war vollkommen zerfleischt, von seiner Mutter fand man bloß noch einen Arm.“
Soma starrte ihn entsetzt an und begann vor Wut zu zittern: „Und du nennst mich Monster?“
„Offiziell war es ein Hannibal aber wir wissen es besser, oder?“ Schicksal lachte lautstark und der Lift setzte sich in Bewegung.
„Fuck! Dieser Bastard!“  Soma schlug kräftig mit seiner Faust gegen die Wand und brach ein Stück Verputz aus ihr raus. Er sah auf die Tabletten in seiner Hand, auf der Verpackung stand „2x täglich eine Tablette“. Soma öffnete die Packung und schluckte eine von ihnen: „Mir bleibt wohl nichts anderes übrig als mitzuspielen.“
Lindow und Tsubaki unterhielten sich in der Eingangshalle, Kouta kam von einer Mission zurück. Ihm begleitete Tatsumi.
„Kouta, ich muss mit dir reden.“ Tsubaki winkte Kouta zu sich heran. „ Komm bitte mit.“ Sie rief den Fahrstuhl.
„Über was willst du mit mir sprechen Tsubaki?“ Kouta lächelte sie an.
„Ich werde es dir sagen sobald wir im Lift sind.“, sie senkte ihren Kopf.
Koutas Lächeln verwandelte sich allmählich in eine besorgte Mine. Sie betraten den Fahrstuhl.
„Es geht um deine Familie…“
Kouta reagierte panisch: „Was, Was ist mit ihnen?“  
Tsubaki schüttelte den Kopf: „Es tut mir leid kleiner sie sind…“
„Nein…, NEIN!!“, Kouta sank auf seine Knie und brach in Tränen aus. „Sie, sie können nicht… du lügst, du lügst, warum, lügst du mich an…?“
Die Fahrstuhltür öffnete sich auf der Ebene auf der sich Soma befand. Er stand immer noch im Gang und blickte auf den Lift. Tsubaki half Kouta aufzustehen. Er schlug ihren Arm beiseite: „Lass mich…“ Torkelnd, ging er zu seinem Zimmer er stotterte: „Das kann nicht… sie müssen doch…“  Er ging an Soma vorbei. Dieser stand einfach nur da und schaute ihn hinterher. Kouta drehte sich zu ihm um, er lächelte mit tränenden Augen: „Wenigstens kannst du wieder stehen.“ Er ging weiter öffnete seine Zimmertür und knallte sie mit voller Wucht zu.
Tsubaki trat näher an Soma heran: „Weißt du genaueres darüber Soma? Du bist doch Schicksals Sohn.“
„Dieser Bastard ist nicht wird nie mein Vater sein verstanden?“ Soma starrte sie vorwurfsvoll an: „ Ich habe gehört es war ein Hannibal.“
Kouta lauschte an seiner Tür: „Ein Hannibal also…“ er ballte die Hand zur Faust.











Kapitel 2

Wochen vergingen. Kouta verließ sein Zimmer nur selten um frische Luft zu schnappen, während den wenigen Spaziergängen sprach er kein Wort. Tatsumi sprach ihn an: „ Kouta?“ er fasste ihm auf die Schulter. Kouta drehte sich um. Er zeigte keine Gefühle. „Ich spendier dir ein Getränk. Komm mit was willst du?“
„Nichts.“ Verzweifelt ging Kouta einfach weiter.
„Er tut mir leid.“ Karel kam auf Tatsumi zu: „Er arbeitet erst seit einem Monat hier. Und schon nach einer Woche wird seine Familie getötet…“
„Außerdem ist Soma immer noch nicht fit. Wenn unsere Elite nicht kampfbereit ist, was machen wir, wenn noch mehr Hannibal Angriffe folgen?“, Tatsumi schaute Karel zweifelnd an.
Daran wollte in diesem Moment niemand denken.
Kouta lief an zwei andern God Eatern vorbei und lauschte unbewusst. „Ein Hannibal soll in Gebiet neun gesichtet worden sein. Ich hoffe wir werden in nächster Zeit nicht dorthin geschickt…“
Entschlossen holte Kouta seine Waffe aus seinem Zimmer. Gebiet neun war nur drei Minuten von der Basis entfernt. Er machte sich auf den Weg, um das Monster, welches seine Familie ermordet hatte, zu töten. Er war fest entschlossen seine Mutter und seine Schwester zu rächen, auch wenn es ihm selbst das Leben kosten würde.
Soma kam gerade aus Sakakis Labor. Es gab Komplikationen mit den Tabletten, er musste sich öfters übergeben, hatte Schwindel- oder Krampfanfälle, sie wurden täglich schlimmer. Zur Überwachung dieser Nebenwirkungen musste er einmal täglich einen Routinecheck ablegen. Er war gerade dabei seine Jacke anzuziehen. In der Eingangshalle angekommen wollte er sich nach Missionen erkundigen um zu trainieren. Er wollte sich nicht mehr ausruhen. Soma wendete sich an Hibari, sie stand hinter dem Informationsschalter und ordnete hektisch einige Akten.
„Ist etwas passiert?“
„Ein Hannibal wurde in Gebiet neun gesichtet…“, Hibari wühlte in den Akten
„Ist schon ein Team dorthin unterwegs?“
Sie betrachtete Soma: „Kouta ist allein dort…“
Soma begann zu lachen und klopfte mit einer Hand gegen seine Stirn: „Du willst mir doch nicht im Ernst erzählen du hättest einen Neuling allein zu einem Hannibal geschickt?“
„Er wollte allein und…“
„Du hast ihn wahrscheinlich getötet Hibari.“ Soma richtete seinen Blick direkt auf sie. Sie begann zu weinen.
Er ging in die Werkstatt. „ Ist meine Waffe fertig?“
„Ja nur noch ein paar Feinabstimmungen und dann…“
„Keine Zeit.“ Soma ergriff sein God Arc. „Was bewirkt das neue Up-Grade?“
„Der Bias Faktor wird gesteigert, ich muss aber noch eine Sicherheitsvorrichtung anbringen. Momentan würde es deine Kräfte zu sehr strapazieren, du könntest nicht mal zwei Minuten im Burst Modus überleben.“
„Ich brauche keinen Burst Modus.“ Er lief aus der Werkstatt und durch die Eingangshalle direkt ins Freie und machte sich auf zum Einsatzort.
Der Mechaniker verschränkte die Arme: „ Der hat Nerven…“
Kouta lag in sicheren Abstand auf einem Gebäude und zielte auf den Kopf des Hannibal: „Ein Schuss reicht Mistvieh!“ Er drückte ab und traf. Der Aragami ging zu Boden. „Yes!“
Zufrieden ging Kouta auf den Kadaver zu und schoss noch einige male auf das tote Tier. „Ich werde so lange auf dich schießen bis nichts mehr von dir übrig ist.“
Außer Atem schulterte Kouta seine Kanone und wollte sich auf den Weg zurück machen. Er wandte dem Hannibal den Rücken zu. Der Kadaver begann zu zucken und richtete sich wieder auf. Erstarrt drehte sich Kouta um: „D…Das ist unmöglich! Ich hab es g…getötet…“  Das Hannibal näherte sich Kouta, ein 5 Meter langes und mindestens 3 Meter hohes Untier. Es glich in gewisser Weise einem Drachen, bewegte sich aber fast menschlich auf zwei Beinen. Ein langer weißer Schweif ließ es noch bedrohlicher wirken. Mit roten Augen betrachtete es Kouta, wie eine Katze die noch mit ihrer Beute spielt bevor sie sie tötet. Es holte mit seiner Linken zu einem Hieb aus. „Ahhhrggg!“ Kouta schaffte es den Großteil zu blocken, wurde jedoch am rechten Bein verletzt und einige Meter durch die Luft geschleudert. Er lag am Boden und schaute direkt in die erbarmungslosen Augen des Mörders seiner Familie. „Die selben leeren Augen wie Somas…“
Das Hannibal streckte seinen Arm. Kouta schloss die Augen und erwartete zu sterben. Es schlug zu.
„Ein Trottel wie du sollte nicht allein gegen…. unsterbliche Aragami kämpfen.“
Soma stand vor ihm und schlug die Klinge seines Schwertes in den Nacken des Hannibal und trennte den Kopf ab. Es sank erneut zusammen. Soma drehte sich um und gab Kouta seine Waffe.
„Was soll ich damit?“
„Halt sie einfach.“
Kouta nahm das Schwert an sich. Soma kam näher auf ihn zu und hob ihn hoch.
„Was soll das...?“
„So wie dein Bein aussieht wirst du wohl kaum selbst laufen können.“
Kouta schaute an sich runter. Eine Fleischwunde schmückte seinen Unterschenkel, der Knochen war zu sehen.“ Er registrierte die Verletzung erst jetzt und wurde abrupt ohnmächtig.
Soma seufzte: „Ich wusste es…Jetzt schnell weg bevor der Kopf wieder nachwächst…“
„Verdammt!“, Soma hustete, „Nicht jetzt!“
Auf halber Strecke musste er Kouta ablegen.
Er lehnte sich an ein Gebäude um nicht vor Schwindel umzufallen, sank anschließend auf den Boden und setzte sich neben den verletzten Jungen. Sein Herz begann zu rasen, seine Atmung beschleunigte sich.
„Das… ist nicht der richtige… Zeitpunkt für Nebenwirkungen.“
Somas rechter Arm begann zu zittern: „ Ich muss mich konzentrieren…“
Seine Hand krampfte, unter starken Schmerzen drückte er sie auf den Boden. Die Zuckungen wurden schlimmer, Soma ballte seine Hand. Seine Finger bohrten sich durch den Handschuh in seine Handfläche. Die Krämpfe nahmen langsam ab. Er raffte sich auf, ging wieder zu Kouta, der immer noch beide Waffen hielt und hievte ihn hoch.
„Verbluten kannst du später!“
In leichten Schlangenlinien erreichte er mit Kouta im Arm das Hauptquartier. Er ging in den Empfangsraum. Alle Blicke richteten sich auf die beiden. Soma legte Kouta ab. „Kümmert euch um den Trottel!“  
Schwankend ging der auf Hibari zu. Mit seiner blutenden Hand zeigte er auf Kouta: „Er hatte noch Glück!“
Soma schüttelte sich das Blut von seiner Hand, packte sein God Arc und lieferte es in der Werkstatt ab.
Währenddessen brachten Tatsumi und Lindow Kouta gemeinsam in die Krankenstation. Sakaki saß vor seinem Computer und wertete noch Somas Testergebnisse aus, er drehte sich zu den beiden: „ Na so was, sieht nach Hannibal aus. Legt ihn auf das Bett da drüben.“
Lindow legte Kouta auf das Bett und nahm ihm seine Mütze ab.
„Doc, was sind das für Tests?“ Tatsumi stand hinter Paylor.
„Nur eine kleines Experiment.“ Sakaki schaute nun auf Kouta, „ So, dann mal los.“
Er nahm eine Spritze und zog ein Medikament auf. Er verabreichte es Kouta.
„Das dürfte reichen.“
Lindow schaute Sakaki an: „Emm… und sein Bein?“ In diesem Moment schloss sich die Wunde. „Wie haben Sie?“
„ Ein neues Präparat das wer aus Hannibalblut gewinnen konnten.“
Während Sakaki mit Lindow über das Medikament diskutierte, schaute sich Tatsumi die Berichte durch. Er scrollte auf dem PC rauf und runter bis er zu folgendem Absatz kam:

Sicherheitsstufe 1
Managarm Projekt: Testobjekt 1: Soma Schicksal
1. Gelungener Aragamihybridversuch, Mutter jedoch bei Geburt gestorben; belastbarer und stärker als normale Menschen; leicht zu kontrollieren; wichtiges Forschungsobjekt;
Sollten Anomalien im Verhalten des Experiments auftreten, sofortige Exekution,

Tatsumi fotografierte den Text mit seinem Handy. „Lindow ich muss mit dir reden, vor der Tür.“
Sie traten beide in den Gang, Tatsumi zeigte Lindow sein Telefon.
„Wo hast du?“
„Sakakis Computer.“
Soma kam eben den Flur entlang. Ihm war übel und er wollte die Testergebnisse mit Sakaki besprechen.
„Zeig mal.“ Soma nahm das Handy an sich. Er schaute auf Tatsumi und Lindow.
„Wenn ihr das jemanden sagt, seid ihr tot!“
Soma löschte das Foto und gab Tatsumi sein Handy zurück. „Nehmt es als wohlgemeinten rat.“
Er betrat die Krankenstation.
Tatsumi und Lindow gingen stillschweigend in die Eingangshalle zurück.
Kouta schlief mit offenem Mund und sabberte ruhig vor sich hin.
„Der hat sich aber schnell erholt…“
„Dank deiner Hilfe Soma. Mittels deinem und dem Blut eines Hannibals konnte ich in den letzten Wochen ein Präparat entwickeln das menschliches Gewebe aufbaut.“
„Wenigstens Etwas…“ Soma setzte sich auf einen Hocker.
„Was ist eigentlich mit deiner Hand passiert?“
„Nichts weiter. Was sagen die Tests Doktor?“
„Wie erwartet nimmt die Abstoßungsreaktion deines Körpers gegen den Wirkstoff weiter zu anstatt aufzuhören.“
Sakaki druckte die Ergebnisse aus, nahm sie in die Hand und sagte: „Allerdings ist dein Bias Faktor enorm gestiegen. Die Pillen zeigen also die erwünschte Wirkung.“
„Was hilft mir mehr Kraft, wenn ich durch die Nebenwirkungen nicht richtig kämpfen kann? Das ist doch lächerlich!“
„Dein Körper stellt sich gerade auf das Mittel ein Soma. Bald wirst du davon eventuell nichts mehr merken.“ Paylor lächelte Soma an.
„Eventuell? Was genau meinen Sie mit eventuell?“, Soma blickte finster.
„Über was sprecht ihr?“ Kouta war aufgewacht und gähnte.
Soma dachte: „ Den hab ich ja völlig vergessen…“
Kouta setzte sich auf und griff nach seiner Mütze die sich auf dem Tisch neben ihn befand. Er schaute auf sein Bein, er wandte sich an Paylor. „Wie lange hab ich geschlafen?!“
„Ein paar Minuten. Ich erklär dir später warum.“
Danach blickte er zu Soma: „Ach ja, danke.“
„Behalt deinen Dank für dich.“, Soma starrte zornig zurück, „Das hast du dir selbst zu verdanken. Ein Hannibal ist kein Spielzeug. Kinder haben auf solchen Missionen nichts zu suchen!“
Kouta entgegnete: „1. Bist du nur drei Jahre älter als ich! 2. Ich hab dich mal vor einem Kongou gerettet und dass bei meinem 1. Auftrag!“
„Hört doch auf euch zu streiten…“ Paylor lächelte. Zeitgleich richteten sich Somas und Koutas Blicke auf Sakaki, synchron sagten sie: „Halten Sie sich da raus!“
Soma stand auf: „Ich hab keine Zeit für diese Scheiße! Geben Sie mir einfach die Tabletten Sakaki!“
Sakaki reichte ihm eine neue Dose. Soma nahm sie entgegen und ging.
Kouta sagte altklug: „Auch noch tablettensüchtig. Sie sollten ihn wirklich auf Entzug setzen.“
„Du hast wahrscheinlich Recht Kouta.“ Sakaki begann laut zu lachen. Kouta stimmte ein, schaute dann jedoch wieder stumm nach unten. Anschließend stand er auf und ging schweigend zur Tür. „Doc, noch mal vielen Dank für Ihre Hilfe, auf wieder sehen.“ Kouta lächelte Paylor noch einmal kurz zu und verschwand dann durch die Tür. Er ging einige Schritte, in Gedanken versunken bemerkte er nicht das Tatsumi neben ihm herging. „Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt.“
Kouta erschrak: „Ah… Hallo Tatsumi. Tut mir echt leid aber solche Sachen passieren eben.“
„Solche Sachen? Hasst du dein Bein gesehen?“
„Natürlich.“ Insgeheim dachte Kouta: „Aber nur kurz…“
Er grinste etwas verlegen.
„Du hattest Glück das Soma dich gefunden hat. Sonst wärst du…“ Tatsumi kniff ein Auge zu, „Na ja du weißt schon. Tot…“
„Wirklich nett ausgedrückt Tatsumi… Aber du hast Recht ohne Soma wäre ich draufgegangen… Er hat das Vieh mit einem Schlag geköpft.“
„Dann ist das Hannibalproblem jetzt gelöst?“
Kouta schüttelte den Kopf, sein Blick wurde finster: „Nein.“
Staunend fragte Tatsumi: „Wie nein? Soma hat es doch getötet oder?“
„Egal wie oft du es umbringst, es regeneriert sich immer wieder aufs Neue. Deshalb hat es mich auch erwischt. Ich dachte ich hätte es erledigt und bin zu ihm hin gegangen. Den Rest kennst du ja.“
Tatsumi schluckte, lächelte anschließend aber wieder: „Es ist bestimmt nicht unsterblich, jeder muss irgendwann sterben.“
Kouta drehte sich von Tatsumi weg.
„Sorry, so hab ich das nicht gemeint…“
„Schon gut, ich nehme es dir nicht übel, Tatsumi. Ich werde mich etwas hinlegen, ich hab Kopfweh.“, Kouta fasste sich an seine Stirn, „Wir sehen uns Morgen.“
„Ich bin ein Idiot…“ genervt schlug sich Tatsumi auf den Kopf.
Am späten Abend besprachen Sakaki und Schicksal die Testergebnissen in Paylors Labor.
„Die Tests sehen gut aus Paylor.“ Schicksal blätterte in den Berichten, „Die vitalen Werte sind noch im grünen Bereich also…“
Sakaki unterbrach ihn: „Im grünen Bereich? Der Junge ist nur noch ein Häufchen Elend! Setz dem ein Ende Johannes!“
„Ich verstehe dein Problem nicht? Der Test verläuft nach Plan, seine Kraft steigert sich immer weiter, seine körperlichen Grenzen sind noch nicht erreicht und er lebt noch.“
Sakaki drückte seine Faust stärker zusammen: „Betonung auf noch…“
„Für solche Fälle hab ich schließlich dich Paylor, du bist für seine Gesundheit verantwortlich. Versuch einfach ihm am Leben zu halten. Die nächsten Tests befinden sich in diesem Umschlag.“ Johannes übergab Paylor die Akte. Er verließ das Labor. Sakaki öffnete das Kuvert: „Das kann nicht sein ernst sein…“
Am nächsten Morgen stand Kouta früh morgens auf.
Karel, Lindow und Gina unterhielten sich über ihren neuen Auftrag, Kouta stieß zu ihnen. Karel fragte: „Hey Kouta, uns fehlt noch jemand kommst du mit? Wir könnten deine Unterstützung brauchen.“
„Nein Danke, ich nehme mir heute noch eine Auszeit.“, er lächelte. Kouta ging zum Schalter und erkundigte sich bei Hibari über die neusten Aragamiangriffe.
„Wir sollten langsam aufbrechen.“ Gina schaute Lindow und Karel an, „Das schaffen wir auch zu dritt.“
Sie verließen die Eingangshalle in Richtung Helikopterlandeplatz.
„Dann gibt es also keine neuen Hannibalsichtungen?“
„Tut mir leid Kouta leider nicht. Geht es dir auch wirklich wieder gut?“, fragte Hibari besorgt.
Kouta lachte: „Jepp, ich bin fit wie ein Turnschuh.“
„Ach ehe ich es vergesse, jemand hat das hier für Soma abgegeben.“ Hibari reichte Kouta ein kleines Paket, „könntest du ihm das vielleicht geben?“
„Klar ich bringe es ihm gleich runter.“
Kouta klopfte an Somas Tür, nichts rührte sich. „Komisch… Soma bist du da?!“ Keine Antwort. Er öffnete die Tür. „Schon wieder nicht abgeschlossen…“ Er trat ein. „Da liegt er und schläft noch… Und so was nennt sich Elite…“ Langsam ging Kouta auf Soma zu. Er legte das Paket auf Somas Nachttisch und schaute anschließend auf den Boden. „Eine leere Tablettendose… Die war doch gestern noch voll…“ Entsetzt blickte Kouta auf Soma. „Was wenn er…“ Er kam noch einen Schritt näher und beugte sich über Soma. Vorsichtig fasste er an Somas Hals um seinen Puls zu fühlen. „Gut er lebt noch…“ Erleichtert zog Kouta seine Hand zurück.
Plötzlich begann Soma zu sprechen: „Willst du jetzt oder später sterben?“ Er öffnete ein Auge und schaute Kouta an. „Was machst du in meinem Zimmer und warum fasst du mich an?“
Kouta wich zurück: „Nun, emm, ich… ich wollte dir nur das Päckchen da bringen… und dann hab ich die Tablettendose gesehen, und, und hab gedacht…“
„Es wäre die von gestern und ich hätte versucht mich umzubringen? Glaub mir…“ Soma stand langsam auf, „für mich gibt es genug Wege um ins Gras zu beißen…“ Er ging einen Schritt auf Kouta zu: „Verdammt…“
Soma fiel auf die Knie und hielt seinen Magen. „Verschwinde.“  Er übergab sich und spuckte Blut.
Kouta stand vor ihm und beobachtete ihn entsetzt.
„Ich sagte du sollst verschwinden!“ Soma würgte erneut Blut hervor.
Hastig lief Kouta zu Sakaki. „Doc! Soma braucht Hilfe!“
„Ich mach nur noch dieses Kreuzworträtsel fertig.“
„Das ist jetzt nicht Ihr ernst oder?!!!!!“
„Nur ein Scherz ich komme sofort.“ Sakaki packte seinen Ärztekoffer.
„Wie können Sie jetzt nur Witze machen?! Beeilung!“ Kouta packte Sakakis Arm und zog ihn den ganzen Weg zu Soma hinter sich her.
Soma war inzwischen zusammengebrochen und lehnte mit dem Rücken an seinem Bett, Blut tropfte aus seinem Mundwinkel, seine Augen waren geschlossen und seine Arme hingen schlaff auf den Boden.
Sakaki stellte sich neben Soma und stellte seinen Koffer ab, er beäugte kritisch das Erbrochene: „Das sieht nicht gut aus.“
Kouta stand still neben ihm.
Paylor wühlte in seiner Tasche und holte eine Lampe hervor, er leuchtete damit in Somas Augen. Sie waren nach oben gedreht. Danach fühlte er Somas Puls. Er drehte sich zu Kouta um. „Er lebt noch, hat allerdings viel Blut verloren, hilf mir ihn aufs Bett zu legen.“
„Ja.“
Als Soma im Bett lag nahm Sakaki eine Probe vom Erbrochenen. „Ich muss das schnell ins Labor bringen. Bleib so lange bitte hier. Sollte es ihm schlechter gehen, gib ihm bitte diese Spritze.“ Sakaki wühlte in seiner Tasche und drückte anschließend Kouta die Spritze in die Hand.
„Aber, Aber, ich bin doch kein Arzt ich kann ihm doch keine Spritze geben!“, verwirrt schaute Kouta Sakaki an.
„Das schaffst du schon. Du musst sie ihm nur in den Magen verabreichen.“
„Sie sind keine große Hilfe Doc…“
Paylor streckte Kouta seine Hand mit dem Daumen nach oben entgegen und sagte: „Du packst das.“ Anschließend ging Sakaki los.
Kouta schaute auf Soma und setzte sich auf seine Bettkante. Soma begann im Schlaf zu murmeln: „Hört auf, bitte hört auf damit…“ sein Gesicht zuckte. Kouta fasste auf seine Stirn: „Er hat Fieber…“
Soma öffnete kam kurz zu Bewusstsein und sah Kouta an, er lächelte, schloss dann aber wieder seine Augen.
Sakaki war in seinem Labor angekommen, er war außer Atem. Hastig untersuchte er die Probe unter dem Mikroskop. Anschließend sprintete er so schnell zurück zu Soma, dass er fast über die Türschwelle stolperte. Kouta saß immer noch neben Soma und schaute ihn an.
„Hast du ihm die Spritze schon gegeben?“ Sakaki ging zu Kouta.
„Noch nicht Doc.“ Kouta übergab die Spritze an Paylor, dieser verabreichte sie Soma in den Magen.
„Es dürfte ihm bald besser gehen.“
„Wissen Sie warum er sich übergeben hat?“ zweifelnd sah Kouta zu Sakaki auf, „Sagen Sie jetzt nicht, dass er sich den Magen verdorben hat! Das kauf nicht mal ich Ihnen ab.“
Paylor lächelte Kouta wie immer an: „Nein hat er nicht. Wahrscheinlich kommt es von den Tabletten die er nimmt. Sie haben einige Nebenwirkungen.“
„Warum nimmt er Sie dann? Ich versteh das nicht.“
„Ich bin leider nicht dazu befugt mit dir darüber zu sprechen, tut mir leid Kouta.“
„Nicht befugt mit mir zu sprechen?!“ Wütend stand Kouta auf: „Reden wir hier über eine Verschwörung? Zu… zuerst wird meine Familie umgebracht und, und jetzt geht auch noch Soma ein?“
Sakaki sagte: „Jetzt mahl mal nicht den Teufen an die Wand. Soma erholt sich schnell.“
„Aber warum dürfen Sie nichts erzählen?“
„Weil du dann zur Zielscheibe werden würdest.“
„Meine Familie hab ich schon verloren! Ich hab nichts mehr, gar nichts…“ Kouta schaute auf den Boden und begann zu weinen.
„So ein Blödsinn!“ Kouta und Sakaki drehten sich zu Soma, diese war aufgewacht, lag allerdings noch im Bett und starrte zur Decke. „Nur weil einige Menschen gestorben sind, braucht man nicht so ein Gezeter zu machen.“
„Einige Menschen?!“ Koutas Tränen wandelten sich zu Wut: „Du Mistkerl sprichst von meiner Familie!“
Soma kicherte: „Dachtest du es läuft immer alles nach Plan? Denkst du wirklich, dass dein Leben scheiße ist? Du hast von Geburt an in einem Traum gelebt, wohlbehütet von deiner Mutter. Jetzt da sie tot ist bist du aufgewacht, aufgewacht aus deiner Traumwelt.“
Kouta stand still da und schluchzte sein Blick war nach unten gerichtet und er zitterte. „Du… du mieser… Wie kannst du so etwas sagen!“ völlig aufgebracht schrie Kouta Soma an. „Was würdest du machen wenn deine Mutter auf einmal tot wäre?!“
Stille, Sakaki schüttelte seinen Kopf und seufzte.
„Hat es dir die Sprache verschlagen? Denk darüber nach!!!!“ Kouta stürmte weinend auf den Gang und knallte die Tür hinter sich zu. Sakaki schaute ihm hinterher. „Soma?“
„Lass mich allein…!“
Paylor blieb stehen. „Bist du dir…“
„Ich sagte du sollst verschwinden!“ Soma richtete so gut es ging auf um bedrohlicher zu wirken.
„Ich geh ja schon. „Sakaki verließ ebenfalls Somas Zimmer. „Hab ich mir das eingebildet, oder waren das Tränen in Somas Augen?“
 
 
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