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Cas x Nath - Hurricane

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
10.06.2012
12.08.2012
10
7.735
 
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10.06.2012 1.029
 
~Castiels Sicht~
„Scheiße, bitte sag mir, dass ich das grade nicht ERNSTHAFT laut gesagt habe?!“, dachte sich der rothaarige erschrocken und linste vorsichtig zu dem Blonden hinüber. Dieser blickte ihn aber ebenso fragend an. „Was hast du gesagt?“, fragte er unschuldig, „Ich war gerade in Gedanken, entschuldige…“ Erleichtert seufzte Castiel. Hoffentlich hatte der Blonde wirklich nichts gehört! Und überhaupt, seit wann dachte er bitte so einen Schwachsinn?! Er war doch nicht schwul!!!
„Schon gut, war nicht so wichtig…“, murmelte Castiel nur, während er seine Augen vor dem grellen Sonnenlicht, das gerade durch die Blätter schien, zusammenkniff.
Wieder breitete sich Stille zwischen den beiden aus, welche aber nicht lange halten sollte.
„Sag mal…Musst du nicht zur Schule, so als Schülersprecher?“, grinste Castiel frech, „Die Direx hat vorhin mit deiner Mutter telefoniert…Scheint so, als ob sie dich suchen würden.“
Durch Castiels beiläufigen Tonfall realisierte Nathaniel erst einige Sekunden später die eigentliche Bedeutung. Erschrocken fuhr er hoch, seine Gesichtsfarbe irgendwas zwischen Kreide und Umweltpapier. „WAS?!“
„Haha, das hat aber lange gedauert!“, lachte der Rothaarige nun wieder, „Doch noch nicht so locker, was?“ Als Antwort boxte ihm Nathaniel lachend gegen die Schulter.
„Hey, nicht so fest Prinzessin, du brichst mir ja noch was!“, meinte der größere der Beiden nun, während er dem Blonden durch die Haare wuschelte. Hölle, hatte der weiche Haare! Und wurde er etwa leicht rot um die Nase? Mit einem belustigten „Hey!“ schob dieser nun die Hand des anderen von seinem Kopf und schüttelte sich dann seine Haare wieder zurecht.
„Aber mal ernsthaft, was ist daran so schlimm, wenn die dich suchen?“, fragte Castiel möglichst beiläufig, während er den anderen unauffällig musterte. Er versteckte doch irgendwas!
„Naja, meine Mutter reagiert meistens etwas über…“, meinte Nathaniel darauf peinlich berührt, „ Es würde mich nicht wundern, wenn sie die Polizei oder sowas ruft…“
„Na dann bringen wir dich mal zurück zu Mama, hm?“, war die Antwort des BadBoys, während er aufstand um sich den Dreck von der schwarzen Hose zu klopfen.
Gerade als er loslaufen wollte und sich zum Blonden umdrehte, fiel dieser vornüber, ein leises „Au!“ murrend. Castiel wollte schon lachen, jedoch ließ er es lieber bleiben, als er sah, wie sich eine einzelne Träne aus Naths Augenwinkel stahl. Der Blonde hielt sich den Knöchel, mit dem er an der Baumwurzel hängengeblieben war. „Hast du dir was getan?“, fragte er deshalb und kniete sich vor dem Blonden auf den Boden. „Ok, das war ‚ne blöde Frage…“, nuschelte er dann leise, als er den Blick des anderen, gesehen hatte. Er konnte ein deutliches „Neee, weiste? Ich leg mich gern so auf die Fresse!“, herauslesen. „Denks du, du kannst laufen, wenn ich dich stütze?“, seufzte Castiel fragend.
Nach einem genuschelten „Könnte sein…?“ des Blonden hob Castiel diesen an, sodass er halbwegs stehen konnte, legte dann einen Arm um seine Hüfte und den Arm des anderen um seinen Hals. „Können wir?“, fragte der Rothaarige nun lächelnd, nachdem er den Kopf zum Blonden gedreht hatte. Dieser nickte nur schüchtern und wich dem Blick des BadBoys unauffällig aus. Langsam liefen die beiden los, schwiegen sich einige Zeit lang an. Nachdenklich richtete Castiel seinen Blick auf den Blonden. Ihn würde wirklich interessieren, was in den Blonden gefahren war…
Nach einiger Zeit wurde Nathaniel immer langsamer, er tat sich sichtbar schwer mit dem Laufen, obwohl der Rothaarige ihn stützte. Castiel schien etwas zu überlegen, dann sagte er leise „Warte mal…“. Kaum waren die beiden zum Stehen gekommen, befreite sich Castiel vom Griff des anderen, der ihn nur verwundert ansah. „Was machst du d-aaah!“, erschrocken quietsche der Blonde auf, als Castiel ihn wieder hoch hob, einen Arm unter seinem Oberkörper, die andere in seinen Kniekehlen. Lachend schüttelte er den Kopf: „Hast du grade wirklich gequietscht?“
„D-Dummkopf, natürlich nicht!“, kam die Antwort darauf wie aus der Pistole geschossen. Um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen, wollte Nathaniel dem größeren leicht gegen den Arm boxen, als er das Gleichgewicht verlor und fast nach vorne aus Castiels Armen fiel, hätte er sich nicht in letzter Sekunde an Castiels Jacke geklammert. Castiel lachte jedoch nur. „Du musst dich an mir festhalten, wenn du nicht fallen willst!“ Zögernd legte Nath seine Arme um den Hals, während ihm leicht unwohl wurde. Gestern noch hatten sie sich gegenseitig bekriegt, und heute verhielten sie sich, als ob sie seit Jahren befreundet wären! Da versteh mal einer die Welt…
„Sagmal, wieso bist du heute eigentlich so …freundlich… zu mir?“, fragte der Blonde leise, während er versuchte das unwohle Gefühl in seiner Magengegend zu vertreiben. „Hm…weiß nicht…“, murmelte Castiel nur, „Wahrscheinlich weil du jetzt irgendwie…keine Ahnung, entspannter bist, als sonst? Halt nicht so…gezwungen verklemmt, wenn du verstehst was ich meine…“
Nath musste grinsen, wieso wusste er selbst nicht. Aber er hatte das Gefühl, dass, wenn sogar Castiel sagte, dass er entspannter war, bei den anderen auch so wirken musste. Castiel grinste ihn nur ebenfalls an.
„Oh Gott, wenn du so grinst, kann das nichts Gutes bedeuten!“, meinte Nath nervös.
„Stimmt genau!“
„Und…wieso grinst du so?“
„Naja, abgesehen davon, dass du die ganze Zeit so selbstzufrieden grinst und nicht mal merkst, wie dich hier alle anstarren…Eigentlich nichts…“
Als schlagartig die Farbe mitsamt des Lächelns aus Nathaniels Gesicht wich, begann Casteil lau zu lachen. Dann herrschte wieder Stille zwischen den beiden.
Einige Minuten später bog Castiel um die Ecke, an der das Schultor lag, während sein Gesichtsausdruck wieder zu seinem, wie üblich genervten, wechselte. Er spürte, dass Nathaniel leicht zitterte, als die Direktorin mitsamt Nathaniels Mutter und einigen Schülern  zu ihnen starrte. „Junger Mann, WO ZUR HÖLLE WARST DU?!“, schrie seine Mutter sogleich wütend und stapfte auf die beiden zu, „Und wer ist dieser Kerl?!“. Nathaniel öffnete gerade seinen Mund, um etwas zu sagen, als Castiels Stimme ihn unterbrach.
„Er war im Wald. Ich habe ihn vor der Schule dort gefunden, weil ich dort mit meinem Hund unterwegs war. Er hat sich den Knöchel verletzt, deswegen kann er nicht laufen. Er hatte sein Handy vergessen und bei meinem ist der Akku leer.“
Verdutzt starrten die Schüler Castiel an. Hatte gerade wirklich DER Castiel ihren Schülersprecher, der nebenbei von ihm getragen wurde, verteidigt?! Und, was noch wichtiger war, wieso war Nathaniel so angezogen?!
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