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Cas x Nath - Hurricane

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
10.06.2012
12.08.2012
10
7.735
 
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10.06.2012 895
 
~Castiels Sicht~

Noch immer an der Wand lehnend besah sich Castiel das Buch näher. Hatte er es schonmal bei jemandem gesehen? Es kam ihm so verdammt vertraut vor! Schulterzuckend öffnete er den kleinen Knoten an der Seite, der das Buch geschlossen hielt. Der samtene Faden hing schlaff nach unten, als Castiel die erste Seite aufschlug. Auch hier war nirgends ein Name zu finden. Kein Name, aber dafür eine Zeichnung. Erstaunt besah sich Castiel die Figur näher. Es war ein leicht trainierter Junge, der eine Hand in der Hosentasche, die andere nach vorne ausgestreckt hatte. Seine Hand, sowie seine Kleidung, seine Haare hatten vereinzelt rote Flecken. Die Augen des jungen leuchteten rot, sachen somit aus dem in dunkelblau und schwarz gehaltenem Bild heraus. Unter dem Jungen stand, ebenfalls in Rot, geschrieben: „Leave! As long as you’re able to…“
Castiel musste grinsen. Das Bild gefiel ihm irgendwie. Eine Zeit lang besah er sich das Bild noch, entdeckte hier und da noch ein Piercing, oder ein blutiges Messer, ehe er weiter blätterte. Auf dieser Seite fand er jedoch, zu seiner Überraschung, kein Bild, sondern einige Textzeilen, darunter eine Melodie.
I am a little bit of loneliness, a little bit of disregard, Handful of complaints but I can't help the fact
That everyone can see these scars,I am what I want you to want, what I want you to feel
But it's like no matter what I do, I can't convince you,To just believe this is real
So I, let go watching you turn your back like you always do
Face away and pretend I'm not
But I'll be here 'cause you're all that I've got
I can't feel the way I did before
Don't turn your back on me
I won't be ignored
Time won't heal this damage anymore
Don't turn your back on me I won't be ignored

http://www.youtube.com/watch?v=4_qeo6JN … re=related
Leise fing Cas an die Melodie zu summen und versuchte sie sich einzuprägen. Wer auch immer das hier geschrieben hatte  verstand sein Handwerk. Der Text allerdings ließ ihn hellhörig werden.  Auch wenn Castiel fast nie den Unterricht besuchte, sein Englisch war, komischerweise, erstklassig.
„Ich habe ein bisschen Einsamkeit in mir, ein bisschen Missachtung, eine Hand voller  Beschwerden. Aber ich kann die Tatsache nicht ändern, dass jeder diese Narben sehen kann. Ich bin derjenige, den du begehren sollt, derjenige, den du spüren sollst. Aber es ist so, als ob ich, egal was ich tue, dich nicht überzeugen könnte , einfach zu glauben, dass das echt ist, deswegen lasse ich's und sehe zu, wie du dich abwendest, wie du's immer machst mich ansiehst und so tust, als ob ich nichts wäre. Aber ich werde hier sein, weil du alles bist, was ich habe. Ich kann nicht mehr so wie früher fühlen! Wende dich nicht ab von mir ich will nicht außen vor bleiben! Die Zeit wird diesen Schaden nicht mehr heilen…Wende dich nicht ab von mir, ich will nicht außen vor bleiben!“, übersetzte der rothaarige grob. Welcher Schüler schrieb denn so was? Nicht, dass es nicht gut wäre, aber irgendwie überraschte ihn die Bedeutung dann doch. Leise klappte er das Buch zu und sah zum Himmel, dachte etwas über den Text nach. Wer ihn wohl geschrieben hatte?
Nachdem es zur zweiten Stunde gegongt hatte, stürmte auf einmal die Direktorin auf den Hof, in der einen Hand ein Telefon, mit der anderen wild gestikulierend. „Was soll das heißen, sie wissen nicht wo ihr Sohn steckt?! Wie, er ist seit heute Morgen verschwunden?! Das ist doch nicht normal für Nathaniel!“, rief die Direktorin in ihr Handy, während Castiel bereits hinter einem Baum versteckt war und lauschte. „Der Streber wird wahrscheinlich irgendwo unter seinen Akten begraben sein!“, lachte der rothaarige in Gedanken, wandte seine Aufmerksamkeit dann aber wieder zu dem Telefongespräch. „Sind sie sicher, dass er ihnen keine Notiz hinterlassen hat?...Was soll das heißen, er hat die Akten quer in seinem Zimmer verteilt?!“
„Oha, das Streberlein rastet aus.“, witzelte der rothaarige wieder, als er Schritte hörte, die ihren Ursprung hinter der Mauer hatten. Dann roch er, dass dort jemand rauchen musste. Nach einem kurzen Blick zur Direktorin, die gerade wieder in der Schule verschwand, huschte er um die Mauer herum und ließ zu der Ecke, an der er die Person vermutete. Es war ein Junge, so viel stand fest. Erstaunt bemerkte er, dass die Person Nathaniel verdammt ähnlich sah. Wenn er nur nicht mit dem Rücken zu ihm stehen würde! Außerdem, wieso sollte der Streber plötzlich Schule schwänzen, rauchen und sich so anziehen?
Also, wer sollte das bitte sein? Ein neuer?
„Hey, kannste mir mal ne Kippe geben?“, fragte Castiel also, während der andere erschrocken zusammen fuhr und ihm, nach einigem Zögern,  nur leicht zitternd die Zigarettenschachtel hinhielt, ohne sich dabei umzudrehen. Dann nuschelte er ein kurzes „Muss weg!“ und verschwand kaum später in einer Seitenstraße. Castiel sah ihm verwundert hinterher. Entweder sein Hirn spielte ihm streiche, oder das war gerade tatsächlich die Stimme des Strebers. „Hey, warte mal!“, rief er dem Blonden hinterher, der kurz darauf seine Schritte nur beschleunigte. Genervt rannte Castiel ihm nach, doch er war schneller als der rothaarige zuerst vermutet hatte.
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