Tower Bridge

KurzgeschichteDrama, Romanze / P16
Hermine Granger Lily Potter Severus Snape
10.06.2012
17.06.2012
2
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Wie bekannt lese ich gerne Hermine/Snape-Storys. Doch auf Dauer gehen mir die ganzen Romanzen ein wenig auf den Keks und ich dachte man bräuchte mal ein gutes Drama.

VLG
Mione

Prolog:
Kerker der Erinnerungen

Severus Snape war immer ein schwieriger Mann gewesen, der all die Jahre seiner verstorbenen Liebe Lily hinterher trauerte. Er war so versessen auf diese Erinnerungen, das einfach kein Platz mehr für schönes war. Doch dies sollte sich ändern:
SIE war wie ein völlig verwuschelter und besserwisserischer Wirbelwind in sein Leben getreten. In den ersten Jahren als Schülerin hatte sie ihn in den Wahnsinn getrieben. Doch dann erkannte er, dass er sie nicht als Feind sondern als Herausforderung begreifen musste. Er begann sie mit anderen Augen zu sehen. Begann zu begreifen, dass sie ihn nicht wirklich ärgern wollte sondern einfach nur nach Antworten auf ihre tausend Fragen suchte und er einer der wenigen war, die ihr diese beantworten konnten.
Irgendwann fand er sie zwar immer noch nervig, doch er hatte ein besonderes Verhältnis zu ihr aufgebaut, von dem nicht einmal sie etwas wusste. Sie wusste, das jemand auf sie achtete, aber nie wer und sie hätte wohl auch nie den dunklen Kerkerbewohner hinter ihrem Beschützer vermutet.
Und doch war er immer in ihrer Nähe und versuchte ihr Tipps zu geben um sie zu schützen. Denn in seinen Augen war sie schützenswert. Nicht, weil sie Potter zum Sieg verhelfen konnte. Nein, sie war etwas besonderes. Sie hatte sich in sein Herz gefragt. Das war der Grund seines Handelns.  
Doch sie wusste es nicht. So dachte er.
Bis zum Tag der Schlacht.
An diesem Tag war sie in seiner Nähe gewesen. Sie hatte ihn gerettet und ihm ermöglicht ein neues Leben zu beginnen. Einfach so. Ohne auch nur ein einziges Wort und ohne ihn je anzusehen. Doch schließlich, als ich fast wieder hergestellt war, gab sie mir einen Kuss. Einen einzigen, leidenschaftlichen Kuss. Einen Kuss, wie ich noch nie einen erlebt hatte. Er brannte sich so tief in mich ein, dass ich nicht einmal versuchte sie aufzuhalten, als sie ging. Ich ließ sie ohne ein einziges Wort, ohne ein einziges „Danke“ verschwinden.
Und dann war es zu spät. Sie war nur wenige Wochen später bei einem Überfall der letzten, freien Todesser ermordet worden. Ich konnte nur noch ihr fröhliches Gesicht auf der Titelseite des Tagespropheten betrachten. Ich war gelähmt. Nie wieder würde ich sie lachen sehen. Niemals wieder hätte ich die Chance auf einen Kuss wie den nach meiner Rettung.
Ich war zerstört. Mein Herz war mit ihr gestorben. Was mich jetzt noch ausmachte war tiefe, abgrundtiefe Trauer. Eine Trauer, wie ich sie noch nicht einmal bei Lily verspürt hatte.
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