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Lullaby

KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
10.06.2012
10.06.2012
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10.06.2012 698
 
Da ich Waljakov so gern mag und mir in den weiteren Büchern (Band 7-9) einfach Szenen mit ihm fehlten, werde ich das jetzt nachholen :D Auf der Reise von Stoiko, Waljakov und Lodrik um Zvatochna und Aljascha zu jagen, merkt Stoiko ja erstmals an, dass Waljakov Vater wird... viel zu wenig finde ich :D Spielt in Band 7 (Band 1 - Zeit des Neuen)
Alles nicht meins.. alles Markus Heitz und dem Piper Verlag... schade :D


Kontinent Ulldart, Königreich Tarpol,
Hauptstadt Ulsar, Spätherbst im Jahr 1
Uldrael des Gerechten


Håntra war sich unsicher was sie tun sollte. Zeigt ihr Körper die richtigen Anzeichen? War es einfach nur das Alter? Immerhin war sie mitte vierzig und eigentlich zu alt für so etwas. Dachte sie. Aber was, wenn es nun doch stimmte? Sie wollte ihren Gemahlen nicht beunruhigen oder im Nachhinein enttäuschen wenn es nicht so wäre. Morgen würden sie aufbrechen um Aljascha und Zvatochna zu verfolgen, ungewiss was sie erwarteten. Wenn sie es ihm direkt mitteilte, riskierte sie nicht mitzureisen. Sagte sie es nicht, könnte sie ein Leben riskieren. Die einstige Kalisstra-Priesterin war hin und her gerissen.
Unten ging die Haustür, Håntra warf einen letzten Blick in den Spiegel, raffte ihr Gewand und stieg die Treppe hinunter.
"Hast du alles bekommen?", wollte sie von Waljakov wissen und begrüßte ihn mit einem Kuss. Der K'Tar Tur nickte und erwiderte ihre Zärtlichkeiten. Er konnte es immer noch nicht fassen, diese wundervolle Frau sein eigen zu nennen. Zu lange hatte er die Einsamkeit vorgezogen und sich immer in Ausreden geflüchtet, wenn eine Frau Andeutungen gemacht hatte, mehr von ihm zu wollen als Freundschaft. Er merkte, dass Håntra ihn ansah. "Ist etwas?"
"Du wirkst so nachdenklich. Was beschäftigt dich?", fragte die Kalisstrone und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen.
"Oh nichts, ich hab nur nachgedacht, ob wir alles haben.", brummte er und verschwand um sich zu waschen. Sie kannte seine  Eigenheiten. Entweder er würde von selber mit ihr reden, oder es war wirklich nichts Wichtiges.
Håntra bereitete währenddessen das Abendessen vor. Die letzten Reste wurden aufgebraucht, damit nichts vergammeln musste während ihrer Abwesenheit.
Wieder grinste die Frau freudig und ihre Schritte waren gleich etwas federnder, als sie Holzbretter, Käse, Butter, Schinken und Brot auftischte.
Sie hatte sich entschieden es ihm erst nach Beginn der Reise zu sagen. Sie fand ihre Position zu wichtig. Gegen das Böse wurde jede Hand gebraucht.


Zwei Tage später fand sie einen guten Augenblick um mit ihrem Mann zu sprechen. Er hatte keine Nachtwache oder war in ein Gespräch verwickelt worden. Stoiko Gijuschka verstand es wunderbar Waljakov zum Reden zu animieren, sofern das bei dem Hünen möglich war. Er holte Geschichten aus der Versenkung und die beiden Männer schwelgten in Erinnerungen.
Aber jetzt fand Håntra ihn schweigsam und alleine auf seinem Lagerplatz sitzend.
"Was machst du hier alleine?", wollte sie von ihm wissen und setzte sich neben ihn.
Der K'Tar Tur zuckte wage mit den Schultern. "Was wohl gegen eine Nekromantin hilft..."
"Ich weiß es nicht, absolut nicht, aber ich wollte etwas mit dir besprechen. Etwas Wichtiges."
Er sah sie an und Håntra glaubte so etwas wie Schrecken in den eisgrauen Augen zu erkennen. "Es ist nichts Schlimmes!". beeilte sie sich zu sagen. Waljakov schien nicht mehr der Unerschrockene zu sein. Zumindestens nicht, was Håntra anging. Er ließ Gefühle zu und schaffte es durchaus sie zu zeigen, wenn man genau hinsah.
"Was ist es denn?", fragte er beruhigt.
"Ich weiß es schon etwas länger, wollte aber sicher gehen, dass es auch stimmte um dich nicht zu enttäuschen. Außerdem habe ich es auch erst nicht glauben wollen, ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste..."
Waljakov machte eine Handbewegung, die seine Ungeduld ausdrückte. Um den heißen Brei reden möchte er überhaupt nicht.
"Ich bin schwanger. Du wirst Vater." So es war raus und dem Hünen wäre fast die Kinnlade runtergeklappt, wenn er sich nicht so gut beherrschen könnte. Das waren mal Neuigkeiten. Er sah kurz zum Boden und dann wieder zu seiner Gemahlin. Ein für Waljakovs Verhältnisse riesiges Grinsen zierte sein Gesicht.
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