MMFF Die 88. Hungerspiele - Win or Die!

MitmachgeschichteAllgemein / P16 Slash
10.06.2012
05.08.2012
35
70.500
 
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
10.06.2012 1.796
 
Hier nun das letzt Kapitel meiner MMFF.

Ich hoffe euch hat meine Geschichte gefallen und ich bedanke mich für die lieben Reviews.
Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht diese MMFF zu schreiben und ich würde mich freuen wenn ihr mich auch bei meiner nächsten Story weiterhin unterstützt. :)

Nun aber viel Spaß beim lesen des letzten Kapitels =3
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Meckanzie Whytt:
Kurz nachdem bekannt gegeben wurde, das ich gewonnen habe, schwebte über mir ein Hovercraft und holte mich hinauf. Sofort kamen Ärzte zu mir gerannt und haben mich untersucht. Sie sagten irgendetwas von hässlichen Brandwunden und das sie sofort entfernt werden müssten und dann fielen mir langsam die Augen zu.
Was? Was macht Assalia hier? Sie winkt mich zu sich rüber und ich laufe auf sie zu. Ich komme ihr immer näher und näher, aber als ich fast bei ihr ankomme, ist sie voller Blut und ihr ganzer Bauch ist aufgeschlitzt. Ich schnappe nach Luft und will ihr helfen, aber sie winkt mir weiter fröhlich zu und ruft meinen Namen. Aber nicht ängstlich oder gehässig, sondern freundlich und voller wärme. Ich stehe nun direkt vor ihr und da nimmt sie mich in den Arm. Ich erwidere die Umarmung und fange an zu weinen und sage schluchzend „Es tut mir so leid! Ich wollte dir helfen, aber ich konnte es nicht. Es war zu spät. Es tut mir so leid!“ Ich spüre wie sie mit ihrem Kopf einmal nickt und ein leises „Danke“ haucht und dann löst sie sich aus der Umarmung. Als ich sie anblicke ist es nicht Assalia die vor mir steht, sondern Cerdin. Er ist unverletzt und sieht glücklich aus. Ich lächle ihn an und sage „Ich dachte du wärst tot. Aber ich bin so froh, dass du doch wieder bei mir bist. Weißt du, ich habe es nicht über mich gebracht, dir zu sagen was ich wirklich für dich empfinde, aber jetzt kann ich es. Ich liebe dich Cerdin und ich bin so froh dass du wieder bei mir bist. Du hast mir in der Arena wirklich geholfen und mir zu Seite gestanden, danke schön.“ Er wirft mir ein charmantes lächeln zu und dann schließen wir uns in die Arme. Nach kurzer Zeit sagt er schließlich „Ich liebe dich auch Meckanzie. Es war mir eine Ehre für deinen Sieg zu sterben. Und es tut mir leid, aber ich bin wirklich tot. Das hier ist nur ein Traum. Aber du kannst mir eins glauben, ich werde immer für dich da sein. Hier in deinem Herzen.“ Dann nimmt er mein Gesicht in seine Hände und küsst mich. Mir laufen erneut die Tränen übers Gesicht und dann verschwindet er, ganz langsam. Er löst sich einfach in meinen Armen auf und ich kann nichts dagegen tun. „NEIN! Bitte bleib bei mir, bitte geh nicht weg!“ schreie ich aus voller Kehle.
„Hey. Ganz ruhig, alles ist gut. Meckanzie wach auf. Hier wird dir nichts mehr passieren!“ höre ich plötzlich eine Stimme sagen. Dann schrecke ich hoch und blicke in das Gesicht meiner Mentorin Jenny. Sie legt ihre Hand auf meine Schulter und redet langsam und ruhig auf mich ein.
Es war nur ein Traum, so wie Cerdin gesagt hat. Nein, das heißt, er und Assalia und all die andren sind wirklich tot. Natürlich sind sie tot, sonst hätte ich ja nicht gewonnen. Langsam bekomme ich wieder Klarheit über die Situation und lasse noch einmal alles schnell Revue passieren.
Nun hole ich einmal tief Luft und schaue mich um. Ich liege in einem ganz sterilen Raum, alles ist weiß und überall liegen irgendwelche ärztlichen Gerätschaften herum. Ich will gar nicht wissen was davon sie an mir angewendet haben. Dann sehe ich Ike meinen anderen Mentor, der neben einer Tür steht und mich mit seinem Blick fixiert. Er nickt mir einmal kurz zu und verlässt den Raum. Nun höre ich seine Stimme die sagt „Sie ist wach und sieht ganz fit aus. Wir können sie dann jetzt für das Interview fertig machen.“ Schnell sehe ich zu Jenny und sage hysterisch „Was? Das Interview? Jetzt schon? Ich bin noch nicht bereit dazu, das kann ich nicht.“ Sie drückt meine Schulter etwas fester und entgegnet „Du hast leider keine Wahl, es tut mir leid, aber die Stylisten werden dich jetzt vorbereiten.“ Dann steht sie auf, öffnet die Tür und mein Stylistenteam tritt ein. Sie zerren mich vom Bett herunter und bringen mich in einen anderen Raum.
Ich stehe ganz ruhig da und lasse alles über mich ergehen, ohne etwas zu sagen. Ich bin noch nicht wieder ganz hier. Noch immer hängen meine Gedanken in der Arena fest. Es war einfach die Hölle. So viele Tote. Und ich kannte jeden einzelnen von ihnen beim Namen. Aber was beschwere ich mich, ich habe mich schließlich freiwillig gemeldet. Ich bin selbst dran schuld. Warum habe ich das noch mal gemacht? – Ach ja, ich wollte meine Schwester rächen. Und das habe ich nun getan. Aber was hat es mir gebracht? Nur Leid und Schmerz. Dieses Mal haben mir die Spiele erneut Menschen genommen die mir etwas bedeutet haben. Sowohl Assalia als auch Cerdin. Okay, Assalia kannte ich nicht sehr lange und wir waren nur eine kurze Zeit lang Verbündete, aber trotzdem, irgendwie mochte ich sie. Und Cerdin, ja ich habe mich in ihn verliebt. Ich wollte diese Gefühle nicht zulassen, aber es ist trotzdem passiert. Und jetzt ist auch er fort.
Ich werde aus meiner Trance gerissen, als mich mein Stylist schüttelt und sagt ich solle mich doch mal im Spiegel bewundern. Ich trete daraufhin einen Schritt vor und blicke in ein Gesicht, das ich nicht mehr wieder erkenne. Ich bin nur zart geschminkt, aber alles an mir ist makellos schön. Keine Narben, Brandwunden oder geschweige denn Kratzer. Alles ist rein und glatt. Ich trage einen leichten grünen Liedschatten, ein wenig Wimperntusche und einen zarten rötlichen Lippenstift. Meine dunkelroten Haare sind zu einer eleganten Hochsteckfrisur zusammengesteckt worden und mein Kleid, wow, es ist einfach unglaublich. Es ist grün und fällt weit bis zum Boden. Am Oberkörper ist es dunkler und eng anliegend. An meiner Hüfte fällt eine zweite schicht leicht nach unten und drei kleine Blumen sind an der rechten Seite befestigt. Die gleichen Blumen wie auch auf meiner linken Schulter zu sehen sind. Der Rock ist in einem helleren grün und fällt bauschig weit bis zu meinen Füßen. Es sieht einfach toll aus. Ich nicke meinem Stylsiten nur zu, da ich kein Wort heraus bekomme. Dann klatscht er freudig in die Hände und schiebt mich hinaus aus dem Raum. Jenny und Ike erwarten mich bereits und gemeinsam gehen wir nun zu meinem Interview.

Ich stehe auf einer kleinen Metallplatte und warte darauf, dass ich nach oben gefahren werde. Ich kann noch immer keinen klaren Gedanken fassen, zu viele Bilder schießen mir durch den Kopf. Aber ich versuche sie zu unterdrücken und sage mir immer und immer wieder wie ein Mantra „ Du hast es geschafft, du lebst. Meine Eltern dürfen mich bald wieder in die Arme schließen. Das ist das einzig wichtige.“ Ich wiederhole diesen Satz immer wieder, bis ich schließlich hochgefahren werde. Das helle Licht scheint mir in die Augen und ich kann kaum etwas sehen. Dafür höre ich aber genug. Überall ist lautes Gekreische und Gejubel zu hören. Mein Name fällt in jeder erdenklichen Ecke und ich kann mich einfach nicht konzentrieren und weiß nicht wohin ich schauen soll. Dann höre ich klar und deutlich die stimme des Moderators Scandy Hellum „Herzlich Willkommen meine Liebe. Komm doch erst einmal her zu mir und setz dich.“ Er ergreift meine Hand und führt mich zu meinem Sitzplatz. Ich setzte mich langsam und der Applaus verebbt nach und nach. Als es endlich ruhig ist, beginnt Scandy mit dem Interview „So Meckanzie. Zu Beginn erst mal meine Glückwünsche. Du hast es geschafft, du bist die Siegerin. Na dann sag mal, wie fühlst du dich?“ Ich sehe ihn an, aber antworte nicht. Ich sage einfach gar nichts. Er wartet einen Moment und fragt mich dann erneut, aber wieder antworte ich nicht. Dann lacht er ein wenig und sagt „Ach, die Arme ist wohl noch so glücklich und kann es gar nicht fassen dass sie gewonnen hat. Bekommt kein Wort heraus das Herzchen. Nun gut, dann fangen wir einfach schon mal mit der Zusammenfassung der Spiele an. Bitte, Film ab!“
Jetzt wird es dunkel und auf dem großen Monitor erscheint das Wappen des Kapitols und meine Spiele beginnen von vorne. Ich werde etwas panisch und beginne zu schwitzen. Ich schaue nach links und dann nach rechts, aber niemand ist da, der mir helfen kann. Was würde ich dafür geben, jetzt Cerdins Hand nehmen zu können. Aber das geht nicht, denn er ist tot, genauso wie alle anderen die jetzt hier auf dem Bildschirm in die Menge winken und lächeln. Gleich beginnt der erste Tag in der Arena, nein das will ich nicht sehen. Bitte nicht. Aber dann steht da Cerdin, er lächelt in die Kamera, das ist von seinem Interview. Er sieht einfach toll aus. Aber jetzt springt das Bild um und wir befinden uns am Füllhorn. Schnell sehe ich zu Boden und höre nur noch das Geschreie und die Siegesrufe im Hintergrund. Ich halte mir die Ohren zu und will nichts von alle dem sehen oder hören. Als ich langsam aufblicke, sieht mich Scandy an und ich merke, dass wir am Ende angelangt sind. Jetzt stehen nur noch ich und Marius auf der Achterbahn. Zum Glück musste ich nicht erneut mit ansehen wie Cerdin stirbt. Dann schieße ich meinen Pfeil ab und Marius stürzt zu Boden. Das Licht geht wieder an und der Film ist vorbei.
Alle sehen mich erwartungsvoll an. Aber wieder sage ich nichts. Ich bleibe still und starre ins leere. Dann beginnt die Krönung und Präsidentin Snow tritt hervor. Beglückwünscht mich und setzt mir die Krone auf. Ich nicke ihr einmal zu und dann ertönt erneut Gejubel und Geschrei.
Wie ich diese Menschen verabscheue. Wie gierige Tiere sitzen sie vor ihren Fernsehern und hoffen auf den Sieg ihrer Favoriten. Am Ende bejubeln sie dann den Sieger wie einen Gott und holen sich ihr Geld von den Wetten ab. Einfach widerlich. Und genau das sagt mein Blick auch aus. Bis zum Ende des Interviews sage ich kein Wort.
Kurze zeit später sitze ich in meinem Zimmer und sollte eigentlich schlafen. Aber ich kann nicht. Denn ich weiß, sobald ich meine Augen schließe sehe ich diese schrecklichen Bilder erneut. Das will ich einfach nicht. Aber so wird es jetzt für immer sein. Und das ist meine eigene Schuld. Wieso musste ich mich auch nur freiwillig melden? Ich meine, was hat meine Schwester denn jetzt davon? Ganz genau, nichts! Sie ist noch immer tot. Genau wie all die andren Tribute. Und genau so, wie ich mich jetzt auch fühle. So wie ich mich jetzt für immer fühlen werde. Tot.
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