MMFF Die 88. Hungerspiele - Win or Die!

MitmachgeschichteAllgemein / P16 Slash
10.06.2012
05.08.2012
35
70.500
 
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10.06.2012 1.974
 
So meine Lieben, hier nun das letzte Kapitel in der Arena. Endlich gibt es einen Sieger/ eine Siegerin.

Hier nach wird noch ein Kapitel folgen und dann ist meine MMFF abgeschlossen.

Ich hoffe ihr seit mit dem Sieger/der Siegerin zufrieden :)

Viel Spaß beim lesen =3
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Prudence Collins:
Es ist bereits Nacht und gerade ertönt die Hymne für die Abendliche Verkündung. Ich schaue hinauf in den Himmel und erblicke das Mädchen aus 1, Glam und kurz darauf den Jungen aus 10, Jacob. Dann verebbt die Musik und der Himmel ist wieder dunkel.
Wow, ich kann es noch immer nicht glauben. Ich habe das Festmahl überlebt. Einen kurzen Moment dachte ich, jetzt ist es mit mir vorbei, als ich Meckanzie sah. Sie blickte zu mir, aber rannte dann einfach weiter. Ich bin anscheinend nicht wichtig genug um getötet zu werden. Na ja, umso besser für mich.
Mein Bein heilt zwar, dank der Salbe und dem Verbandszeug das in meinem Päckchen war, nur sehr langsam, aber ich kann trotzdem fühlen dass es immer besser wird.
Ich liege unter einer kleinen Metallbank und starre hinauf in den Himmel. Wir sind nur noch zu viert. Nur noch 4. Das hätte ich ja nie gedacht, dass ich so weit komme. Vielleicht kann ich ja wirklich noch gewinnen. Ja, genau. Warum eigentlich nicht. Meine Chancen stehen verdammt gut und sobald ich wieder besser laufen kann habe ich wirklich die Möglichkeit dazu zu gewinnen. Ja, ich schaffe das. Ich werde gewinnen, für Robin und für Lisa. Ich werde meiner Familie und allen anderen Leuten zeigen dass ich etwas Wert bin. Das ich es verdiene zu leben.
Ich schließe meine Augen um ein wenig Schlaf zu bekommen, denn ich muss morgen fit sein. Die andren Tribute werden wohl bald auf die Jagd nach den übrigen gehen und ich muss vorbereitet sein.
Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe, als ich plötzlich aufschrecke und durch ein lautes und schrilles Gekicher geweckt werde. Ich schnappe mir meinen Speer und versuche in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Da steht jemand. Direkt vor der Bank. Ich bekomme Panik und rolle mich auf der andren Seite der Bank heraus, stehe mühselig auf und suche nach der Gestalt. Sie hat sich keinen Millimeter bewegt und starrt in meine Richtung. Ich kann nicht erkennen wer oder was es ist. Das einzige was ich sehe, sind die Umrisse der Gestalt. Das Haar ist ganz wuschelig und aufgebauscht, ein bisschen wie ein Afro. Dann erkenne ich riesige Füße und einen kleinen Hut auf dem Kopf. Auf einmal gehen sämtliche Lichter um mich herum an und erleuchten die Arena. Jetzt kann ich erkennen was da vor mir steht. Ein Clown. Aber kein normaler Clown wie man ihn kennt. Er sieht nicht lustig oder Kinderlieb aus, nein er sieht widerlich und Blutrünstig aus. Seine Zähne schimmern Spitz hervor, wie bei einem Wolf. Die Augen sind Blutrot, seine Hände sind riesige Pranken mit scharfen Nägeln und überall an seinem Körper ist Blut.
Er grinst mich an und beginnt erneut widerlich zu lachen. Ich weiche einige Schritte zurück und ich habe einfach nur Angst. Ich umklammere meine Waffe so fest ich kann und halte den Speer vor meiner Brust um mich zu schützen. Abrupt hört der Clown mit seinem Gelächter auf, starrt mich an und rennt nun auf mich zu. Die Pranken weit vorgestreckt und den Mund mit den Mörderzähnen weit geöffnet. Ich springe zur Seite, weiche ihm aus und steche mit meinem Speer zu. Genau in seinen Bauch. Jawoll! Er schaut auf sich herab, ich ziehe den Speer heraus und er beginnt zu Bluten. Er schaut weiter auf seinen Bauch und fängt dann laut an zu kreischen und zu wimmern. Und ohne jede Vorwarnung kommt er erneut auf mich zu. Ich reagiere zu spät und schon hat sich seine linke Pranke in mein sowieso schon verletztes Bein gebohrt. Ich werfe mich zu Boden und versuche den Blutfluss zu stoppen und die Schmerzen zu erdrücken. Der Clown beugt sich zu mir herunter, grinst mich mit seinen spitzen Zähnen an und will gerade zubeißen. Doch ich schaffe es mich weg zu rollen und ramme ihm mein Speer direkt in den Mund. Doch ich bekomme ihn nicht mehr heraus. Er steckt fest. Ich lasse das Ding los und versuche zu rennen. Ich muss hier weg. Aber eigentlich muss das Ding doch jetzt Tot sein. Der Speer geht durch seinen Mund und schaut auf der andren Seite wieder heraus. Das kann niemand überleben.
Aber zu früh gefreut. Der Clown rennt dicht hinter mir her, den Speer weiterhin in seinem Mund. Ich komme nur sehr langsam voran und dann passiert es, ich stolpere. Das war’s, dieser kleine Fehler bedeutet mein Ende. Der Clown steht nun direkt vor mir, zieht langsam meinen Speer aus seinem Mund, lacht ein letztes Mal laut auf und rammt mir das ding direkt durch meine Brust. Ich schreie laut auf und winde mich vor schmerzen. Es tut so weh. Verdammt! Der Schmerz ist nicht zum aushalten. Das darf doch nicht wahr sein. Ich war so nah dran zu gewinnen und jetzt werde ich einfach von einem Clown gekillt. Das ist doch wohl ein schlechter Witz.
Das Monster schaut auf mich herab, zieht den Speer langsam aus meine Brust und beginnt lauthals zu lachen und bevor ich mich versehen kann, steckt der Speer erneut in meinem Körper. Diesmal jedoch in meinem Bauch. Erneuter Schmerz durchfährt mich. Ich kann kaum noch atmen und beginne Blut zu brechen. Der Clown tanzt triumphierend um mich herum und lacht vor sich hin.
Ich verliere langsam mein Bewusstsein und mir schießen auf einmal alle möglichen Bilder durch den Kopf. Meine Eltern wie sie über mich lachen, dann meine Eltern wie sie um mich trauern. Lisa am Boden zerstört, sie hat ihren Freund und ihre Cousine verloren. Was? Sie würde wirklich um mich weinen? Und meine Eltern auch? Nein meine Eltern bestimmt nicht. Aber Lisa, ja sie würde um mich trauern. Dieses Gefühl wärmt mein Herz ein letztes Mal auf und dann ist alles schwarz.

Meckanzie Whytt:
Ich werde von einem Kanonenschuss geweckt und weiß sofort, es ist wieder jemand gestorben. Ich drehe mich schnell zu Cerdin um und sehe dass er noch da ist. Er atmet noch. Also war der Schuss nicht für ihn gedacht. Ich atme einmal erfreut auf und wecke ihn daraufhin „Hey, Cerdin. Wach auf. Es dämmert bereits und gerade ist ein weiterer Tribut gestorben. Wir sind nur noch zu dritt. Hey, komm schon, jetzt wach auf.“ sage ich etwas gereizt. Er sieht mich verschlafen an, zieht mich dann zu sich herunter und gibt mir einen Kuss. Aber keinen schnellen Flüchtigen, nein, einen langen und zärtlichen Kuss. So als würde es unser letzter sein. Langsam lösen wir uns voneinander und er sagt „Guten Morgen. Wie hast du geschlafen?“ Ich grinse ihn an und erwidere „Gut, danke der Nachfrage. Und jetzt müssen wir weiter. Es gibt nur noch uns zwei und einen weiteren Tribut. Die Spielmacher werden sich wohl bald etwas überlegen und uns zusammentreiben. Also los, jetzt steh auf.“ Dann steht er langsam auf, packt seine Sachen zusammen und schon brechen wir auf.
Wir laufen Hand in Hand ohne ein Wort zu sagen, denn wir wissen, bald muss einer von uns sterben. Ich verdränge den Gedanken schnell und überlege was jetzt zu tun ist. Wo sollen wir hin? Und wer ist gestorben? War es Marius oder Prue? Ich hoffe inständig es war Marius.
Nach einer Weile gelangen wir an eine riesige Achterbahn. Wow, die ist echt groß.
Cerdin will gerade etwas sagen, als ich auf einmal ein knacken hinter mir wahr nehme und mich sofort umdrehe um zu sehen was das war. Und da steht er, direkt vor uns. Marius. Also hat es wohl Prue erwischt. Er grinst uns freudig an und sagt „Oh ja, darauf habe ich gewartet, Cerdin. Du Verräter, dich wollte ich persönlich töten. Ich verstehe es einfach nicht, wieso du dich mit ihr zusammen getan hast. Sieh sie dir an. Sie ist ein kümmerlicher Schwächling. Sie ist es nicht Wert zu Leben. Sie ist kein Karriero. Nur wir verdienen es zu Leben. Aber du hast es auch nicht mehr verdient, denn du hast uns hintergangen und dafür wirst du jetzt büßen!“ Dann rennt er auf uns zu, sein Schwert Kampfbereit umklammert und voller Blutdurst in seinem Blick. Cerdin zieht mich hinter sich her und schwingt mich hoch auf das Gerüst der Achterbahn „Los, Lauf. Klettere so hoch und so weit du kommst. Ich bin dicht hinter dir!“ schreit er. Ich mache was er sagt und klettere los. Er ist hinter mir und immer mit dem Blick auf Marius gerichtet. Er folgt uns mit schnellen Schritten und ist nur noch wenige Meter entfernt. Ich ziehe meinen Langdolch und Cerdin hält ebenfalls sein Schwert fest. Ich trage zum Schutz noch den Körperpanzer aus Marius Päckchen und Cerdin hält das Schild fest. Wir klettern immer weiter und sind bereits ganz oben angekommen, als ich auf einmal Cerdin schreien höre. Ich drehe mich entsetzt um und sehe wie das Schwert von Marius in seinem rechten Bein steckt. Ich will gerade losrennen um ihm zu helfen als er schreit „NEIN! Meckanzie, bleib ja wo du bist. Ich will das hier erledigen. Ganz alleine. Verstanden!?“ Ich sehe ihn entsetzt an und nicke kurz. Okay, wenn er meint den Helden spielen zu müssen, na dann meinetwegen. Er steht langsam auf und rennt auf Marius zu. Dieser grinst ihn freudig an und pariert seinen ersten Angriff. Daraufhin rutscht Cerdin ein Stück zur Seite ab und muss sich mit dem Schild auf dem Gerüst der Bahn abstützen. Marius nutzt die Gelegenheit und schlägt mit seinem Schwert zu. Dieses erwischt Cerdin im rechten Arm, aber dafür hat sein Schwert Marius im Bauch getroffen. Ich schreie freudig einmal laut auf, denn ich bin mir sicher, jetzt wird Cerdin gewinnen. Mit dieser Wunde kann Marius nicht mehr viel ausrichten. Aber was dann passiert ist vollkommen unerwartet. Marius tritt heftig auf Cerdin ein. Er hat keine Möglichkeit sich mit seinem Schild zu schützen, da er sich darauf abstützen muss um nicht durch das Gerüst zu stürzen. Aber genau das passiert gerade. Marius tritt immer heftiger zu und dann höre ich ein lautes knacken, Cerdins Arm ist gebrochen, er kann sich nicht länger abstützen und fällt einfach durch das Gerüst der Achterbahn hindurch. Während er fällt, schaut er noch einmal zu mir auf und dann landet er mit einem lauten knall auf den harten Steinboden. Keine 2 Sekunden später ertönt sein Kanonenschuss.
Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, was hier gerade passiert ist. Er ist tot. Einfach so. Mir schießen die Tränen in die Augen und ich kann sie nicht zurückhalten. Marius lacht laut los und fixiert mich dann mit seinem Blick „Tja, süße, das war’s dann wohl. Ich halte es auch nicht mehr lange aus, aber wenn ich dich schnell getötet habe, dann machen mich die Leute aus dem Kapitol wieder fit. Also noch irgendwelche letzten Worte?“ sagt er freudig. Ich wische mir die Tränen aus dem Gesicht. Nehme mir schnell meinen Bogen und lege einen Pfeil ein. Sein Gesicht wird ganz blass als er sieht was ich vorhabe „Oh nein. Du warst das also beim Festmahl mit den Pfeilen. Verdammt. Ach jetzt komm schon, willst du etwa so gewinnen? Das ist doch langweilig, ein richtiger Kampf muss her. Also komm her und wir kämpfen richtig. So wie es sich für einen Sieger gehört.“ Ich achte nicht auf seine Worte, Ziele auf seinen Kopf und bevor er ausweichen kann, steckt mein Pfeil tief in seiner Stirn. Er taumelt einen Moment herum, sieht mich wütend an und will gerade noch etwas sagen, als er durch das Gerüst stolpert und ebenfalls zu Boden stürzt. Auch hier ertönt der Kanonenschuss schnell und dann nehme ich eine Stimme wahr.
„Hiermit darf ich ihnen die Gewinnerin der 88. Hungerspiele vorstellen, Meckanzie Whytt. Herzlichen Glückwunsch meine Liebe.“
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