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Lügen haben athletische Beine

von LeeSunHee
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
07.06.2012
08.10.2021
33
77.911
6
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123 Reviews
Dieses Kapitel
12 Reviews
 
 
07.06.2012 2.700
 
Hallo Leute!

Ich bin zurück mit einer neuen Story und einer ausgeklügelteren Arbeitsstrategie, um ewiges Warten einzudämmen...

Ich bin schon sehr aufgeregt und neugierig auf euer Feedback! Hoffentlich ist es nach eurem Geschmack.
Dieses Mal versuche ich mich an einer Altraverse Story, also eine Geschichte, die unter ganz anderen Umständen beginnt als das Original. Dadurch wird auch der weitere Verlauf beeinflusst. Die Charaktere sind auch in gewissem Maße dadurch beeinflusst und haben dadurch eine etwas abweichende Persönlichkeit (nur manchmal!). Es soll aber insgesamt trotzdem eine Ranma-Akane-Romanze bleiben, keine Sorge!

Diese Geschichte wird eine P-18 Geschichte. Allen Minderjährigen vorab also schon einmal ein fettes SORRY und viel Spaß mit anderen Geschichten.

Ich versuche nun jedes Wochenende ein Kapitel hochzuladen, damit ihr nicht ewig warten müsst, schließlich habe ich die Angewohnheit, an besonders spannenden Stellen aufzuhören...

Lange Rede, kurzer Sinn: LOS GEHTS!


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Disclaimer: Ranma 1/2 ist Eigentum von Rumiko Takahashi. Mit meiner Geschichte will ich keine Urheberrechte verletzen. Ich verdiene auch kein Geld damit.

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Musik ertönte vom Marktplatz Nerimas und vermischte sich mit den Geräuschen der Menschenmengen, die Waren anpriesen oder kauften. Hier und da hörte man Applaus für Straßenmusiker oder das Diskutieren feilschender Kunden. Zugleich wehte ein warmer Frühlingswind, der den Bauarbeitern auf der Straße eine willkommene Abkühlung bescherte.

Inmitten der Massen, die an diesem Wochenende die Straßen der Stadt füllten, schlenderte eine junge Frau in ruhigem Tempo an den Gemüseständen vorbei und grüßte die alte Frau, die eifrig Sojasprossen anbot. Als sie sich etwas von dem Marktplatz entfernt hatte, seufzte sie schwer. Ihr Vater und seine Heiratspläne für sie machten ihr ziemlich zu schaffen. Obwohl sie erst achtzehn Jahre alt war und gerade ihren Abschluss gemacht hatte, hielt ihr Vater es für unentbehrlich, sie mit jemandem zu verloben. Warum? Ihr Vater war Soun Tendo, ein Witwer mit drei unverheirateten Töchtern, die noch alle unter seinem Dach und von seinem Portemonnaie lebten. Darüber hinaus führte er eine Kampfschule mit einzigartiger Technik, die er angeblich von einer Legende des Kampfsports namens Happosai geerbt hatte.  Außer ihm gab es nur noch seinen allerbesten Freund Genma Saotome, eine Gestalt, die sie, Akane Tendo, aus vielen Erzählungen kannte. Und eben dieser Mann hatte einen Sohn in ihrem Alter, den er mit ihr verloben wollte, um jene einzigartige Technik am Leben zu erhalten.

Wieder seufzte sie laut. Es gefiel ihr ganz und gar nicht, dass andere Menschen über ihr Leben bestimmen wollten. Außerdem dachte sie noch längst nicht ans Heiraten. Erst kürzlich hatte sie eine Zusage der Tokyo Universität im Fach Japanische Literatur erhalten und würde zwei Monate später mit dem Studium beginnen. Doch vorher wollte ihr Vater sie bereits unter die Haube bringen – mit einer Person, die sie in ihrem Leben noch nie gesehen hatte! Das war so absurd wie die Tatsache, dass ihre Schwestern ihr die Bürde der Verlobung auferlegten. Kasumi konnte sie eigentlich nichts abschlagen. Die älteste Frau des Hauses übernahm einfach alles bezüglich des Haushalts. Nie hörte man aus ihrem Mund auch nur eine Beschwerde, nie versiegte ihr süßes Lächeln und ihre honigsüße Stimme. Sie war der Friedensbringer des Hauses. Außerdem war sie drei Jahre älter als Akane und somit auch zu alt für den mysteriösen Verlobten. Nabiki war da aber eine andere Geschichte. Da sie nur etwas mehr als ein Jahr älter war als sie, hätte sie genauso Anwärterin für diese ach so ehrenvolle Aufgabe werden können. Aber nein, sie schaffte es, ihrem Vater deutlich zu machen, dass ihr Studium des Finanzwesens  sie momentan so sehr einnahm, dass sie keine Zeit und Kraft mehr für eine Verlobung hätte.
Augenrollend sah Akane die Vollzeitbeschäftigung ihrer Schwester lebhaft vor Augen: Lange Schlangen vor einem Stand, hinter dem sie Skandalfotos mit einem unglaublichen Talent für Geschäftmacherei und Erpresserei verkaufte. Natürlich nahm das viel Zeit in Anspruch, dachte sie sich genervt und bog gerade in ihre Straße ein.

Erschöpft ließ sie sich wenig später am Wohnzimmertisch nieder. Wie konnte sie sich da nur herausreden? Die ganze Situation schien aussichtslos, da sie bereits eine arrangierte Beziehung gegen den Willen ihres Vaters beendet hatte. Sie dachte damals wirklich, er würde sie bei lebendigem Leib auffressen, kurz danach kam er mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus.
Es trug sich zu einer Zeit zu, als Soun keinen Kontakt mehr zu seinem besten Freund hatte. Was geschehen war? Genma und sein Sohn waren nach China ausgewandert, um ihre Studien und Trainingseinheiten zu verbessern. Danach hörte Soun nichts mehr von den beiden und dachte, ihnen sei etwas zugestoßen. Deshalb suchte er anderweitig einen würdigen Ehemann für seine jüngste Tochter. Den schien er in Tatewaki Kuno gefunden zu haben, der eifrig Kendo praktizierte. Dazu war er wohlhabend und aus gutem Hause, auch wenn sein Vater auf Soun damals einen abschreckenden Eindruck hinterlassen hatte. Trotz allem hatte er Akane dem Mann aus dem Hause Kuno versprochen, was für sie den Beginn eines Alptraumes dargestellt hatte. Nach nur zwei Monaten konnte sie seine Verrücktheit und Anhänglichkeit einfach nicht mehr aushalten und löste die ganze Beziehung. Das war nun schon einige Jahre her, doch Kuno hatte sie immer noch nicht losgelassen. Immer wieder mal klingelte er an der Tür und begann sein Klagelied, rutschte vor ihr auf den Knien herum und bettelte sie förmlich an, der Beziehung noch einmal eine Chance zu geben.
Akane wurde bei dem Gedanken schlecht. Warum hatte sie nur so ein Glück? Wegen Kuno konnte sie damals keine neue Beziehung anfangen, da er immer dort auftauchte, wo sie einem Mann näher kam, als wollte er sie alle von ihr fernhalten. Sie war es einfach nur leid. Und dabei musste sie doch einfach nur eine Beziehung mit einem Kampfsportler beginnen, damit ihr Vater endlich Ruhe gab, oder? So einfach schien die Sache nicht, da ihr Vater nun Nägel mit Köpfen machte: Sie sollte den Sohn von Genma Saotome heiraten. Wieder wollte Soun ihr so etwas zumuten und gegen ihren Willen einen Mann an ihre Seite stellen, der womöglich noch schlimmer drauf war als Kuno. Sie runzelte die Stirn und verbesserte sich in Gedanken: Kuno konnte man wohl doch nicht toppen.


„Warum runzelst du denn deine Stirn, Akane? So bekommst du doch noch Falten!“,

unterbrach Kasumi ihre Schwester in ihren Gedanken.

„Ach, Kasumi. Ich bin nicht gut drauf. Vaters Pläne mit mir drücken wie ein großer Stein auf mein Herz. Was soll ich denn nur machen? Erst Kuno und jetzt dieser Junge aus China. Warum nur musste Vater den Kontakt wieder zu diesem verrückten Mann aus seiner Jugendzeit aufnehmen? Wäre das nicht passiert, wäre ich jetzt immer noch eine freie Person. Erst kann ich wegen Kuno keine Männer mehr kennenlernen und jetzt wegen einer fremden Person, die vielleicht ein Perverser ist, oder fett!“

Kasumi hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund und entgegnete ihr:

„Na na! Akane, so herablassend solltest du aber nicht von jemandem sprechen, den du noch nie gesehen hast. Und außerdem musst du jeden Menschen so nehmen wie er ist. Übrigens würde ich nicht unbedingt darauf tippen, dass er übergewichtig ist. Von dem, was Vater erzählt, ist er ein professioneller Kampfsportler.“

Akane wusste, dass ihre Schwester recht hatte. So konnte sie nun wirklich nicht über ihn reden. Aber die ganze Situation machte sie einfach fertig. Dazu hatte er auch noch so einen seltsamen Namen: Ranma. Das klang ja schon nach Ärger. Ob sie sich mit ihm verstehen würde? Schnell schüttelte sie den Gedanken ab und erhob sich von ihrem Platz.

„Du, Kasumi. Vor dem Mittagessen würde ich noch gerne etwas trainieren gehen.“

„Gut, mach das! Bis nachher!“,

rief Kasumi ihr noch hinterher, doch Akane war schon außer Hörweite.

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Zur gleichen Zeit in Hangzhou, China:

Die Innenstadt war voll. Der Wochenendverkehr verpestete die Luft und machte das Atmen schwer. Besonders zu spüren bekam das der mittelalte Mann, der gerade einen großen Korb mit Einkaufswaren nach Hause transportierte. Als er gerade um die Ecke bog, um in seine Wohnsiedlung zu gelangen, begann es, zu regnen. Hörbar stieß besagter Mann einen Fluch aus und rannte los. Sein Tempo schien überdurchschnittlich, seine Bewegungen geschmeidig. Er war Kampfsportler. Nach nur wenigen Augenblicken begannen die Menschen, ihn seltsam anzustarren, die ihn auf der Straße erblickten: Aus dem Mann mit Glatze und Kopftuch war ein Pandabär geworden, der nun weniger geschmeidig, dafür mit äußerst lautem Stampfen den Rest des Weges zurücklegte.

Zuhause angekommen öffnete ein junger Mann ihm die Tür und riss ihm sogleich die Tintenfischsnacks aus der Hand. Den Rest ließ er seinen Vater in Pandagestalt selbst erledigen. Richtig: Es war die Wohnung von Ranma und Genma Saotome. Augenrollend griff der junge Mann nach einem Wasserkessel, der in der Ecke bereit stand, und begoss seinen Vater mit dem Inhalt. Sofort verwandelte sich der Panda wieder in den mittelalten Glatzkopf, der sofort zu schimpfen begann.

„Ranma! Warum hast du hier nicht aufgeräumt? Ich habe dir doch gesagt, dass du die ganzen Dosen entsorgen sollst! Wie sollen wir denn sonst die Wohnung an jemand Anderen verkaufen? Denkst du die Leute, die nachher zur Besichtigung kommen, wollen hier eine Mülldeponie vorfinden?“

„Ach hör schon auf, Paps! Ich will eh nicht weg von hier. Als ob ich das nötig habe, in meinem erbärmlichen Zustand ein Mädel zu heiraten, das in Japan wohnt, zu dem ich eh keinen Bezug habe“,

meckerte der  Sohn einfach zurück.

„Junge, es wird dir nichts Anderes übrigbleiben. Soun, mein lieber Freund, weiß über unseren Fluch Bescheid. Und obwohl er und ich viel am Telefon geweint haben, ist er dennoch bereit, dich als seinen Schwiegersohn anzunehmen. Ist das nicht toll? Du solltest dankbar sein, mein Sohn.“

„Dankbar? Nachdem du mich in diese Quelle gestoßen und mein Leben ruiniert hast, soll ich auch noch dankbar sein? Dafür, dass ich eine wildfremde Schnepfe heiraten soll? In meinem Alter? Paps, ich bin erst achtzehn! Außerdem brauche ich keine Frau. Pah!“

Wütend wandte sich der Mann um und verschwand aufs Dach des Mehrfamilienhauses. Auch Hangzhou war von einer sanften Brise umgeben, auch wenn die Luft sehr schlecht war. Ranma war dieses Leben in der Stadt einfach nur leid. Doch was sollten sie tun? Seitdem sie verflucht worden waren und vor den verrückten Amazonen in Jusenkyo geflüchtet worden waren, mussten sie sich eine neue Existenz aufbauen. Genma arbeitete seitdem als Küchenhilfe in einem japanischen Restaurant hier in der Stadt, wo seine Verwandlung von ganz wenigen eingeweihten Leuten im Verborgenen geschah. Ranma hatte die Schule beendet und damit begonnen, Kampfsport an diversen Schulen zu erteilen. Doch ohne eine abgeschlossene Ausbildung wollte ihn keiner als Vollzeitkraft einstellen.

Zu diesen nicht gerade erfreulichen Lebensumständen kam die Beendung einer jahrelangen Beziehung hinzu. Bei den Erinnerungen daran verdunkelte sich sein Gesicht. Sie hieß Ukyo Kuonji. Er war eigentlich sehr glücklich mit ihr gewesen. Doch eines Tages machte sie einfach mit ihm Schluss und zog zurück nach Japan, denn auch sie war damals mit den Saotomes nach China ausgewandert. Was ihn damals besonders verletzt hatte, war ihre plötzliche Entscheidung. Sonst hatte sie immer alles mit ihm besprochen und treu zu ihm gehalten. Von einem Tag auf den anderen hatte sie ihm aber den Korb gegeben und war ohne Erklärungen weggezogen. Das alles war nun schon drei Jahre her, doch es tat immer noch sehr weh. Er hatte mit der Zeit angefangen, sie zu hassen und alle Erinnerungen von ihr mit negativem Beigeschmack zu sehen. Zu allem Überfluss kam sein Vater jetzt mit einer Neuen an, die die hinterlassene Wunde in seinem Herzen womöglich noch weiter aufreißen würde. Es konnte einfach nicht mehr schlimmer werden, sagte er sich.

Doch das Schicksal gab ihm etwas Anderes zur Antwort. Denn einige Tage später ließ Genma mal wieder eine Bombe platzen:

„Ranma! Pack deine Sachen, ich habe mit Soun telefoniert und wir haben beschlossen, dass wir keine Zeit mehr verschwenden wollen: Du fliegst morgen nach Japan und lernst die Familie Tendo und deine Verlobte kennen. Ich weiß allerdings noch nicht, welche Soun von seinen drei Töchtern für dich bestimmt hat.“

Ranma traute seinen Ohren nicht. Hatte sein Vater das gerade wirklich gesagt? Er müsste schon morgen aufs Neue eine Existenz aufbauen? Was war mit seinem Unterricht?

„Paps! Das kannst du nicht machen! Mann, ist das ätzend! ARGGH!“

„Hör auf, dich aufzuregen. Das ist alles schon längst beschlossene Sache. Und wegen deinem Unterricht: Ich habe überall bereits für dich abgesagt. Du wirst schon einmal vorreisen, während ich noch einiges hier erledigen muss. Pack erst einmal das wichtigste ein und reise zu dem Ort, den ich dir genau aufzeichnen werde. Später werde ich nachkommen und unsere restlichen Habseligkeiten mitbringen, ist das klar?“

Ranma antwortete nicht, sondern presste seine Kiefer zusammen, bis seine Zähne knirschten.

„Ich sagte, ist das klar?“,

wiederholte Genma streng.

„JAA, Mann!“,

brüllte Ranma zurück und verschwand mit lautem Türknallen in seinem Zimmer.

„Na toll! Schlimmer geht immer.“,

brummte der junge Mann verärgert zu sich selbst und begann, seine chinesische Garderobe in einen Seemannsbeutel zu stopfen. Während er seine wenigen Habseligkeiten zusammen packte, kam ihm plötzlich eine Idee.
So etwas hatte er noch nie gewagt, doch für alles gab es ein erstes Mal. Je länger er darüber nachdachte, desto breiter wurde sein Grinsen. Er würde nach Japan reisen müssen, Genma würde schon dafür sorgen, dass er in das Flugzeug stieg. Was aber danach passieren würde, könnte sein Vater nicht mehr kontrollieren…

"Na warte, du alter Sack! Alles lass ich mir von dir nicht gefallen!",

dachte er mit einem triumphierenden Lachen zu sich selbst.

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Zurück in Nerima, Japan:

„Nabiki, Kasumi, Akane! Kommt doch alle einmal hier her!“,

rief Soun seine Töchter zusammen, um ihnen die Freudenbotschaft zu verkünden.

„Was gibt es denn so Tolles, dass du so aus dem Häuschen bist, Paps?“,
fragte Nabiki in ihrer kühlen Art ihren Vater.

„Mädchen, ich habe vorhin mit meinem Freund aus China telefoniert. Morgen kommt Ranma zu uns! Ist das nicht aufregend? Akane, dann kannst du deinen Verlobten endlich persönlich kennen lernen.“

Akane wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Es machte sie einfach nur frustriert, wie fröhlich ihr Vater ihr einen Kerl aufdrängte und dabei noch ein reines Gewissen verspürte. Und dabei kam alles so plötzlich.

„Ja, einfach klasse“,

gab sie sarkastisch zurück und schaute kraftlos auf den Tisch. Irgendwie musste sie sich doch herausreden. Ihr Leben konnte doch nicht mit der Ankunft dieses Kerls morgen zu Ende gehen. Diese Information war für die einen eine Freudenbotschaft, doch bei ihr stellte sich eine Übelkeit ein.

Auch später am Abend ließen die negativen Gedanken sie nicht los und sie konnte keinen Schlaf finden.  Ihr Vater hatte etwas Verrücktes über diese Saotomes erzählt, das mit einem chinesischen Fluch zu tun hatte. Ranma wurde unter bestimmten Umständen also zu einem Mädchen. Na super. Da bekam sie also einen Perversen zum Verlobten, was sie äußerst verabscheute. Unruhig wälzte sie sich von einer Seite zur anderen in ihrem Bett und konnte nicht einschlafen.
Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Sie müsste ihrem Vater eigentlich nur zeigen, dass er sich mit ihr nicht alles erlauben konnte, dass sie in ihrem Alter schon selbst über ihr Leben entscheiden konnte. Er würde am nächsten Tag einen kleinen Denkzettel verpasst bekommen, wenn sie einfach demonstrativ Tokyo verlassen würde, noch bevor ihr ach so wunderbarer Verlobter sich hier blicken lassen würde.

"Tut mir leid, Paps, aber das werde ich nicht mit mir machen lassen, nicht nochmal!",

murmelte sie in ihr Kissen, bevor sie in einen unruhigen Schlaf entglitt.

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Nächste Woche:

„Tendo, was ist los? Bist du immer noch die alte Heulsuse von früher?“

„Ach, ich bin nur so gerührt, d-das mmeine kleine Akane schon so…erwachsen geworden ist.“

„Achso! Tendo, Tendo, wir müssen unsere Kinder irgendwann loslassen. Und mein Sohn ist übrigens in einer Stunde am Flughafen in Tokyo!“

„WAS?! Warum sagst du das denn jetzt erst?“

„Tut mir leid, mir ist zu spät eingefallen, dass ich doch ein Ticket für eine Stunde früher gebucht hatte und sagte dir die falsche Zeit. Wird das ein Problem für deine Verlobte? Ranma wird schon nicht sterben, wenn sie später kommt.“

„Nein nein! Sie macht sich sogleich auf den Weg! Ich freue mich auf deinen Sohn! Ich freue mich auch sehr darauf, wenn du in zwei Tagen nachreist und ich dich endlich wieder bei mir habe, alter Freund!“
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Freut euch auf das Theater am Flughafen, bei dem auch noch ganz Tokyo an den Bildschirmen alles mitverfolgen wird!

Bis dahin eine schöne Zeit!

MiMiRa
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