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Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
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06.06.2012 746
 
Als er sich wieder aufrichtete, saß er nur in einem Bett. Ziemlich verschwitzt und vor allem fassungslos sah er sich um. Es war sein Bett, er schlief nur. Ein Glück! Er stand auf, doch das angenehme kribbeln im Bauch verharrte selbst jetzt noch. Erstmal stieg er unter die Dusche. Frisch gewaschen fühlte er sich gleich besser. Dann machte er sich seine Haare, doch bei einem Blick in den Spiegel fiel ihm sein Auge auf. Verwirrt tastete er darauf herum, doch das blaue Auge war weg, genauso wie alle andere Kratzer.
Gleich darauf sah er lieber mal nach seinem Hund. Es ging ihm bestens. Er lag in seinem Körbchen und rekelte sich hin und her, bis er auf seinem Rücken verharrte. So versuchte er sein Herrchen anzuschauen. Castiel musste nur lachen. „Du bist echt albern Demon!“ schmunzelte er. Zum Frühstück gab es Cornflakes und Milch für beide. Nun wurde er aber wirklich neugierig. Noch nie ging er so gern in die Schule wie heute, doch er wollte wissen, was mit Nathaniel war. Ob er wohl noch die gleichen Wunden hätte wie am Vortag?

Da angekommen saß schon das Mädchen auf der Bank. Zögernd aber gemütlich setzte er sich dazu. Wieder wurde er rot, obwohl sie doch nur dieses nichtssagende Lächeln und diese ausdruckslosen Augen hatte. Sie wirkte wie ewige Leere, Stille und Einsamkeit. Genau, vielleicht war es ja genau das, was ihn so beeindruckte. Sie blieb immer tapfer und stark, obwohl sie doch so allein sein musste. Sie hatte nicht mal einen Hund, nur sich selbst und diese Lehrer. Aber die waren ja auch nur da, damit sie ihr Geld bekamen.

Sie hielt ihren weißen Schirm. Abwechselnd trug sie mal ein weißes, mal ein lichtblaues Kleid. Das gleich galt für ihren Schlapphut und ihre langärmligen Handschuhe. Es war alles wie immer. Sie gehörte schon fast hier her. Ein Außenstehender würde meinen, sie passt nicht dazu, doch die Schüler gewöhnten sich schon so sehr an sie, dass man meinte, sie wäre wie sie. Sie war alles andere als das gleiche wie diese Schüler. Sie kannte wahrscheinlich besser als jeder andere was es hieß leben zu wollen.
Plötzlich sah das Fräulein ihn an. Anscheinend merkte sie seine starrenden, kalten Blicke. Er nahm einen Stecker seines Headsets heraus. „Ist was?!“ Keine Antwort. „Sag mal, kannst du überhaupt sprechen?“ Diesmal zuckte sie mit ihren Schultern. „Hast du es nie probiert?“ fing er sich doch an dafür zu interessieren. „Ein ...bisschen...“ quälte sie aus sich heraus. Dabei sah sie ihn schon lang nicht mehr an.
„Also ein bisschen, hmm?! Was kannst du denn alles sagen?“ Nur ungern gab sie es von sich, doch dann ..
..„Sterne ganz nah,
Himmel weit oben,
jetzt bist du da,
im finstrem verborgen …“


„Soll das ein Gedicht sein? Das ist doch nur die erste Strophe oder? Kannst du noch mehr?“ Mehrmals schüttelte sie ihr Köpfchen. Bei so vielen Fragen wusste sie gar nicht wie sie reagieren sollte. „Wo sind eigentlich deine Narben hin? Sind sie schon geheilt?“ Diesmal nickte sie. Ziemlich hastig bewegte sie ihren Kopf zur Seite. Nathaniel kam gerade auf dem Hof an. Wie erwartet hatte auch er keine Verletzungen mehr. Hatten sie sich überhaupt geprügelt?
„Na, gut geschlafen?“ fragte er in die heit're Runde. Castiel murrte nur etwas rum. Sobald der blonde Junge auftauchte bekam er schlechte Laune. Amai hingegen lächelte. „Wie kommt es eigentlich, dass du immer die erste bist?“ belächelte Nath die Tatsache. Seltsam, sie ist immer die erste und die letzte. Wo blieb da die Zeit für Schlaf? Jedenfalls ging Nathaniel gleich mal nach drinnen. Auch Castiel stand auf. Obwohl sie sich wieder langsam bewegte, so war er nicht schnell genug, um ihrem Griff auszuweichen.
Ganz leicht hielt sie seine Jacke fest. „Was noch!“ reagierte er genervt. Sie starrte nur weiterhin geradeaus. „Z … Z- Zettel...“ stotterte sie vor sich hin. „Er will eh nur, dass ich von der Schule fliege … Nyaaa, okay! Aber wenn ich fliege, ist das deine Schuld.“ gab er sich entnervt geschlagen und ging nach drinnen. Sie jedoch blieb starr sitzen.
Irgendetwas an diesem Bild störte ihn, irgendetwas! Diesmal wurde er zum lieben Schüler, der alles machte was man ihm sagte, und sie schaute zu, wie alle Schüler brav nach drinnen liefen. „Es ist als könnte sie wirklich jeden steuern, beeinflussen!“ murmelte der Rothaarige vor sich hin. Es sollte das erste und einzige mal sein, dass jemand ihn zu etwas zwang. Wobei, sie zwang ihn ja nicht dazu. Sie sagte nur ein einziges Wort, mehr nicht.
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