Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.06.2012 1.337
 
Castiel hörte gar nicht mehr auf zu zittern. Amai wollte nur ihre Hand aus dem Vorhang strecken, da hielt er sie auch schon davon ab. Trotzdem waren die Blicke des blonden Jungen schnell genug. Er öffnete die Vorhänge und zog die Rollos hoch. Castiel krallte sich noch fester an sie, bis sogar ihr Kleid riss. „Es soll aufhören, einfach nur aufhören. Sag mir bitte … was ist wirklich passiert.“ Sie nahm den bereits vorbereiteten Zettel. 'Du wolltest mir entgegen kommen. Als du an der Hauptstraße ankamst warst du so benebelt, dass du fast auf die Straße gelaufen wärst. Demon rettete dich aber du wurde wieder ohnmächtig.'

„Bitte sage mir … kann das an einer Lebensmittelvergiftung liegen? Werde ich nicht verrückt?“ endlich sprach sie mal wieder. „Es sieht schlecht aus. Soetwas entsteht nicht durch eine Lebensmittelvergiftung.“ Was war das für eine Stimme? Weil das eben geschehene ja noch nicht reichte, ging es hier weiter. Sie hob durch nichts die Möbel an, egal ob Stuhl, Tisch oder Schränke. Die Geräte im inneren fielen alle Raus. Das Glas zerplatzte. Bei jedem mal zuckte er zusammen. Wie war soetwas möglich? Er wartete gespannt und etwas verstört ab. Sie schrieb wieder etwas. Mit großen Buchstaben stand über den ganzen Zettel „STIRB!“ er sah ihr nochmals kurz ins Gesicht. Sie war nicht mehr sie selbst. Amai oder was auch immer das war besaß Zähne wie ein Hai und Augen wie eine Katze, gelb und groß. Die Schlitze waren extrem eng. Eine Nase war nicht mal mehr vorhanden. Es blieben zwei große Löcher.

Irritiert drehte er sich zur eben wahrgenommenen Bewegung um. Es war der Stift und gleich dahinter ein Messer. Dieses zog sie weit zurück und stach gleich darauf in seinen Bauch. Er sah nicht viel, nur dass es ihr Kleid erst tröpfchenweise, dann Fleckenweise rot färbte. Beängstigt tastete er sich am Bauch rum, doch da war nichts als ein riesiges Loch, wie es eigentlich zu erwarten war. Dadurch musste er nur noch mehr schreien und sein Atem stockte. Als er versuchte seine Hand zu befreien, zog er irgendetwas mit sich. Es war eine Mischung aus Leber, Darm und Magen. Wobei der Darm noch ganz war, denn den Zog er als Schlauch heraus. Von allem etwas vertreten, wurde sein Blick panisch.

Mit aller Macht versuchte er es wieder in sich hinein zu stopfen, doch da stach sie weiter auf ihn ein. Seine Hand … mit einem Schnitt löste sie sich und fiel auf das Bett, den Darm zog es hinterher. Seine Blicke folgten. Da sah er auch schon, dass seine Beine genauso zerstückelt wurden. Ein solches Messer hätte soetwas nicht anrichten können. Seine Schreie wurden leiser. Da nahm er endlich mal das teuflische Gelächter der ihr gegenüber wahr. Wo war Nathaniel eigentlich? Wieso dachte er in einem solchen Moment eigentlich an ihn?

Automatisch suchte er das Zimmer ab. In einer Ecke lag er, blutübergossen. War das seines? Ja, sie schlitzte ihn mit den Scherben auf. Auch seine Innereien lagen verstreut auf dem Boden, bis hin zur Tür. Das Blut floss nach draußen, er sah es gut. Es bekam keiner mit, keiner der Schüler und keiner der Lehrer. Einfach niemand! Dann ertönte wieder das kreischende Gelächter der Hexe. Hastig sah er auf. Er spürte nichts mehr, keine Beine, keine Arme, nichts! „T … t-öte m … mich doch … e-e-endlich .. T-t-teufel!“ flehte er schon fast. Er war so leise, dass sie ihm nicht mal zuhörte, doch was er verlangte wollte sie ja eh. Sein bereits freiliegendes Herz wurde von ihren Augen fixiert und doch hantierte sie jetzt noch mit dem Stift herum.

Wo sollte er nun hinschauen? Der Stift zog sich nun auch weit zurück. So wie am Anfang das Messer, welches nun schon in Nathaniel's Brust steckte. Blitzschnell rammte sie es in sein Auge. Erst Sekunden später reagierte er mit einem lauteren Schrei als am Anfang. Sie drehte den Stift und versuchte ihn unter allen Umständen weiter nach drinnen zu bekommen. Dabei drückte er seine Augen auch noch zu. Das machte es nicht gerade besser. Nach einer Weile zog sie es einfach raus. Schwarz, auf der Seite wurde alles schwarz.

Nun nahm sie auch noch sein anderes Auge in Angriff. „Nein, nein, nein, bitte nicht. Was habe ich dir denn getan? Hör schon auf oder töte mich endlich, bitte, bitte!“ jammerte, bettelte und flehte er starr. Sie zog den Stift aus seinem Auge. Da sah er jetzt alles rot und leicht verschwommen. Sie konnte nicht all zu tief gegangen sein. Was danach geschah wusste er nicht genau, das Mädchen vor  ihm verschwand und sein Kopf fing wieder an in höllischen schmerzen auszubrechen. Dabei spürte er wie sein Gehirn wirklich zerrissen wurde und aus einem Loch an seinem Schädel langsam heraus floss. Alles vor ihm verschwand und Castiel tauchte wieder auf dieser Straße auf.

Seine eben zugezogenen Wunden blieben. Mit dem roten, verschwommenen Auge blickte er die Straße entlang. Der Rotschopf nahm mal ein paar Passanten wahr, ein paar Laster und sie. Ihr Kopf zeigte direkt auf ihn. Die Zähne waren eindeutig zu sehen. Das war erst noch nicht, erst war sie noch ganz normal. Nochmals ein Blackout und ein starker Ruck brachte ihn zum aufstehen. „Wo bin ich? Was ist hier nur los?“ verzweifelte er. Mit beiden Händen fasste er sich an seinen Kopf. Wie ein verrückt gewordener sackten er wieder zusammen. Seine weit aufgerissenen Augen wiesen nur nochmals seine Angst nach. „Ist das … ist das endlich mal Echt? Bitte sagt mir, dass das echt ist!“ verzweifelte er laut.

Nathaniel versuchte ihn irgendwie festzuhalten, damit sie ihn beruhigen konnten. Das eben noch abartig aussehende Mädchen sah ihn viel zu besorgt an. „Jetzt beruhige dich, ruhig!“ brüllte Nath ihn an. Auf einen Zettel schrieb Amai wieder etwas. „Nathaniel, geh raus!“ „Sicher?“ wollte er nur noch wissen. Sie nickte energisch. „Nein, nein geh nicht. Lass mich nicht damit allein!“ flehte er nun schon seinen Erzfeind an. Dabei schwor er sich mal, selbst in äußerster Not ihn niemals um Hilfe zu bitten. Er ging, Nathaniel ging einfach.

Die Vorhänge waren bereits offen, genauso wie die Rollos oben. Er versuchte sich irgendwie noch mehr von ihr abzunabeln, aber hinter ihm war bereits die Wand. Amai versuchte ihm trotzdem näher zu kommen. „Geh weg von mir … verdammtes Vieh, verschwinde!“ sie hörte aber nicht. Da sie nicht hörte, schlug er sogar zu, mehrmals. Schließlich hielt er sie nicht für ein Mädchen. Immer wieder traf er ihr Gesicht, doch sie tat nichts außer ihm näher kommen. Irgendwann wurden seine Bewegungen langsamer, er gab schon fast auf. Sie nahm ihn lediglich in die Arme. „Bist du … bist du es diesmal wirklich. Bitte, sei es wirklich!“ flehte er. Nach so vielen schrecklichen Dingen die passierten, war er richtig erleichtert, dass sie die echt Amai war.

Obwohl es nur Träume waren, wie er glaubte, so fühlte sich alles so echt an. Er vertrug einiges, in Filmen, Serien und anderem aber in der Realität war das alles doch anders. Wobei, es war ja nicht die Realität, es war nur ein Traum, nur ein Traum, nur ein Traum! Diese Irreführung hielt er sich jetzt schon seit mehr als einer Woche vor Augen. „Lass dir helfen!“ hauchte sie in sein Ohr als wolle sie ihn verführen. Es war nicht die gleiche Stimme wie in seinem 'Traum'. Diese war viel sanfter, leichter, beruhigender. „Ich kann dir helfen dich zu beruhigen.“

Als sie die Umarmung wieder lösen wollte, ließ er es nicht zu. Er hatte noch immer Angst jetzt ihr massakriertes Gesicht sehen zu müssen. Sie strich ihm wieder beruhigend über den Kopf. Dann versuchte sie es nochmals. Er kniff sofort seine Augen zu und wartete ab. Sie hauchte ihm bereits leicht gegen die Wange, ganz ruhig und kaum spürbar. Castiel wurde trotz seine Angst rot. Erst dann getraute er sich einen Blick darauf zu werfen. Da spürte er bereits den leichten Kuss auf seiner linken Wange. Ihre Augen waren geschlossen. Er wurde müde, wollte seine eigenen Augen nun auch einfach nur schließen, und schlief wieder ein. „Verzeih …“ flüsterte sie wieder.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast