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Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
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06.06.2012 932
 
Nach ein paar Tagen nahm er die Tabletten nicht mehr. Es ging ihm schon viel besser. Amai hingegen nicht so sehr. Man merkte ihr langsam an, dass auch sie mal müde werden konnte. Er rief sie immer mitten in der Nacht an, um zu überprüfen, wie es ihr ginge. Dann mussten sie so lange Telefonieren bis er wieder schlief. Dabei sprach sie doch gar nicht. Wie konnte ihn das nur beruhigen? Zur Sicherheit schrieb sie ihm immer ein paar Nachricht, bis keine Antwort mehr kam. Am Ende kam sie manchmal sogar nachts zu ihm, damit er wieder halbwegs schlafen konnte. Diese Vorstellung von ihrem Tod war ja auch nicht gerade harmlos. Sie zeigte wieder ihr Verständnis dafür, bis es ihm gut ging.

„Ach Prinzess'chen, was hast du eigentlich zur Musik gesagt?“ Sie sah ihn etwas verträumt an aber genauso fragend. Am Ende zeigte sie nur mit ihren Daumen hoch. Er sah etwas verdutzt in den Himmel. „Glaubst du, soetwas könnte wirklich passieren?“ Sie nahm die Frage sehr ernst, damit hätte er nicht gerechnet. Sie verneinte wieder mit einer Kopfbewegung. „Das ist gut.“ dann ging er nach drinnen. Da es ihm wieder besser ging, atmete auch seine ganze Klasse durch. Sie schienen sich genauso gesorgt zu haben.

Mitten im Unterricht schob er ihr einen Zettel zu. Inzwischen saß er komplett neben ihr. „Kommst du heute Abend wieder vorbei, wegen der Runde mit Nyu meine ich?“ „Gern.“ Er blieb den ganzen Tag in ihrer Nähe, verständlich. Vor allem auf dem Hof, da stahl er sie den anderen und zog sie mit in sein Versteck. „Oh je, er mag zwar wieder gesund sein aber sein Verstand ist es nicht.“ fiel Lysander kopfschüttelnd auf. Alle stimmten ihm zu., doch alle zeigten ebenfalls Verständnis, vor allem Iris. „Stellt euch das doch mal vor. Wir wissen ja alle, was er geträumt hat. Diese Vorstellung macht mir große Angst und mir wird dabei auch schlecht.“ Wieder nickten alle. Also ließen sie ihm Zeit.

Am Abend war es dann so weit. Amai nahm ihre Hündin und machte sich auf den Weg. Castiel entschied sich ihr entgegen zu kommen. Er schnappte sich Demon und lief los. Noch länger konnte er zu Hause einfach nicht verharren. Auf dem Weg begegnete er einigen Freunden und alten Freundinnen. Darunter auch mal wieder Amber. „Fass Demon!“ hauchte er und er fing sofort an zu bellen. Sie hielt mehr als zehn Meter von ihm Abstand. Erleichtert lief er weiter.

„W... Warte mal kurz Demon...“ hauchte er wieder. Diesmal konnte er kaum lauter sprechen. Er bekam wieder diese fiesen Kopfschmerzen. Der Rotschopf versuchte sogar davor weg zu laufen. Mit seinem Hund rannte er die U-Bahn entlang, die Treppen hinauf und zur Straße. Da hörte es zum Glück wieder auf. Doch umso doller setzte es wieder ein als er die Weißhaarige erblickte. Schon vorher ging er zu Boden, doch stützte sich noch auf allen Viren.

Nyu war wieder so aufgeregt auf ihren Freund zu treffen, dass diesmal sie unachtsam über die Straße lief. Amai wollte ihr schon nach, vertraute ihr aber, dass sie heil bis rüber kommen würde. So war es dann auch. Eh sie die anderen wieder sah, fuhren mindestens 5 Lastwagen und 3 Autos vorbei. Castiel beruhigte sich langsam wieder, doch dann … dann war sie wieder weg. Er versuchte sie irgendwo zu finden, doch nichts. Es passierte nichts. Sie war weg und keiner bemerkte es. Dann war da wieder dieses pfeifen. „Bitte nicht … nein, bitte nicht!“ schrie er. Am Ende seiner Kräfte stieß er sich nochmals vom Boden ab und griff sich an den Kopf. Es fühlte sich an als würde ein Nervenstrang nach dem anderen reißen.

Das feine Mädchen wurde geradezu aus dem Parks neben der Straße geschleudert. Sie blutete bereits am ganzen Körper. Überall diese riesigen Kratzer, die Tiefer gingen als ihr Körper war. Was konnte sie nur so zugerichtet haben? Durch die Wunden presste sich all ihr Blut, welches die Gedärme mit sich zog. Irgendetwas schien genüsslich in sie hinein gebissen zu haben. So konnte der Rotschopf perfekt auf ihr Herz blicken. Es pumpte nur ganz schwach. Dann ließ er seine Blicke schweifen.

Sie lag regungslos auf der Straße und Castiel? Der konnte sich vor Schreck auch nicht mehr regen. Nur gerade so bekam er noch den Fahrer des LKW's erkennen. Der Mann grinste breit, wie der Teufel höchstpersönlich. Als wäre er nicht er selbst. Mit Vollgas hielt er auf sie zu und fuhr über sie drüber. Das zerquetschte nochmals alle Innereien, welche ja eh schon frei lagen. Diese blutverschmierten Organe wurden wieder in alle Richtungen verteilt.

Ihr Hirn blieb diesmal ganz, nur der Rest nicht. Jedes Auto fuhr drüber. Sie sahen sie nicht, sie sahen sie einfach nicht. Die Brühe aus Gedärmen, Blut, Haut und Fleisch verteilte sich in einem Umkreis von knappen 20 Metern. Die Spuren der Reifen wurden von den Spuren des nächsten überdeckt, bis eine lange Strecke entstand. „Gott, NNEEEIINN!“ brüllte er wieder. Wieder stützte er sich erschreckt auf.

Wie erwartet lag er wieder in einem Bett, wieder litt er unter Angstzuständen und wieder war sie bei ihm. Der Vorhang öffnete sich und Nathaniel sah hinein. „Du bist wach?“ wollte er leise wissen. Amai hielt einen Finger vor ihren Mund und zischte. Dann legte sie einen Arm um seinen Kopf und zog ihn zu sich. Diesmal wollte Nathaniel mit eigenen Ohren hören, was genau er träumte. Damit es die anderen diesmal auch hörten, nahm er es auf seinem Handy auf. Er erzählte es bis ins kleinste Detail. Seine Angst war spürbar, seine Tränen kaum zu übersehen. Er bräuchte langsam Hilfe wegen diesen Anfällen.
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