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Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
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18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.06.2012 1.574
 
soo wie versprochen, das Blut kommt und somit steigt auch die Altersbeschränkung (auch wenn ich es lieber niedriger gelassen hätte v.v)


„An wen genau hast du da gedacht?“ „Keine Ahnung wie sie heißt, ist ja auch nicht wichtig. Na kommt, mal schauen, ob ich sie finden kann!“ „Wer ist sie nun! Du kennst sie bestimmt!“ wurde der Weißhaarige laut. Soetwas kannte er nicht von seinem Kumpel. Perplex blieb er stehen. „Sie ist eine Straßenmusikerin. Ich weiß nicht wer sie ist, okay!“ „Eine Straßenmusikerin?!“ wunderten sich alle. „Ja, und?! Sie ist gut, gebt ihr ne Chance.“ flehte er. Erster Eindruck: Schlecht!

Er versuchte sich die ganze Zeit über an den Weg zu erinnern, doch es war schon eine ganze Weile lang her. Zugegeben, gut sah sie auch noch aus. Zusammen versuchten sie sie zu finden. „Skray's Rockerbar, das war der Laden vor dem sie stand.“ „Tut sie jetzt aber nicht mehr.“ fiel dem Drummer auf. Blitzmerker, mehr fiel ihnen nicht ein. „Und jetzt, willst du warten.“ „Nein, fragen!“ Auf die Idee hätten sie auch allein kommen können. Zweiter Eindruck: immer noch schlecht, denn sie nimmt es nicht ernst!

„Oh, ihr seit Fans von ihr. Gut verständlich, das ist hier jeder. Sie kommt immer mit etwas anderem an aber sie ist leider nur selten hier. Man braucht immer einen Tag an dem sie nicht beschäftigt ist oder nicht voll. Kommt ruhig mal ab und zu vorbei oder lasst mir eure Nummer da. So könnte ich euch Bescheid geben.“ bot er an. Jeder rückte sofort seine Nummer raus. Aus irgend einem Grund favorisierte er die von Castiel, diese hing ganz oben, damit er es auch nicht vergaß. Bedankend gingen sie. Dritter Eindruck: wirkt überzeugend.

Am nächsten Tag ging es wieder in die Schule. Heute sollte Amai wieder da sein. Diesmal freute er sich wirklich hingegen zu können. Es war aber auch ein Donnerstag, das hieße die Woche wäre bald vorbei. Er fuhr extra wieder so zeitig wie beim letzten mal, wo er Nathaniel sehen wollte. Beim Gedanken an diesen Kerl wurde er sauer und gleichzeitig wurde ihm übel. Wegen ihm, oder allgemein wegen einem Kerl, ist er mal zeitiger zur Schule gegangen! Ihm wurde noch übler als vorher, woraufhin er lieber die Toilette des Zuges aufsuchte. Er übergab sich wirklich, mehrfach sogar.

Bei der Schule wurde ihm wieder übel, diesmal aber, weil er mehr oder weniger aufgeregt war. „Amai!“ kam er viel zu freudig um die Ecke. Mist, er hat sich sicher selbst verraten. Jedoch wurde ihm das egal, als sie wirklich da saß. In einem schattigem Plätzchen wartete sie. Mit ihrem starren Blick sah sie ihn wieder an. Ein einfaches 'hmm' ertönte. Keuchend setzte er sich. So lange ist er doch gar nicht gerannt, was war nur los mit ihm? Auch sie fragte sich das eben.

Trotz des zweiten Vorschlags gegenüber seiner Band hielt er lieber am ersten fest. „Hey Amai, würdest du es nochmal mit unserer Musik probieren?“ wollte er sofort wissen. Sie nickte fragend. Dann nahm er wieder einen Stecker des Headsets aus seinem Ohr. „Hör mal, könntest du dir vorstellen soetwas mal zu machen?“ wollte er sofort wissen. Er zwang es ihr richtig auf. Sie machte es aber mit Freuden. Castiel sah immer glücklich aus, wenn es um Musik ging.

Sie nahm ihm den Stecker ab und führte ihn langsam an ihr Ohr. Schon da stockte sie kurz. Sie hielt inne und drehte ihren Kopf zur Seite weg, jedoch eher nichtssagend anstatt genervt oder schmerzverzerrt. Dann probierte sie es nochmal. Er machte vorher schon etwas leiser. „Geht es so besser?“ sie antwortete nicht mal mit einem Kopfschütteln, sonder hielt es einfach an ihr Ohr. „Und?“ Sie versuchte sich irgendwie hinein zu versetzten. Ihr lächeln wurde automatisch breiter. Sie sah zu Castiel und grinste. Erleichtert ließ er sich nach hinten fallen. Mit einem Schwung jedoch wurde ihm wieder schlecht und er beugte sich nach vorn.

Verkrampft hielt er sich den Mund zu. Er hustete stark, bis sogar etwas Blut kam. „Was ist nur los mit mir?!“ murmelte er schwach. Erst spät merkte er, dass Amai weg war. Wo war sie nur wieder hin? So schnell läuft sie doch nicht und zum Ausgang müsste sie an ihm vorbei. Wo ist sie hin? Er sah sich überall um, doch fand nichts und niemanden. Der Teil des Headsets schwang hin und her, also konnte es noch nicht sehr lang her sein. Außerdem, was ihm als aller letztes auffiel, war die Bank kaputt. Genau da wo sie mit ihrem Rücken lehnte, fehlte der gesamte Teil! Was war heute nur los? So langsam machte es ihm Angst.

Noch schlimmer wurde es, als er ein leichtes pfeifen wahrnahm. Er sah sich um, es konnte ja nur aus dem Himmel kommen, dachte er sich. Doch auch da war nichts. Erst nach einer Weile sah er es. Wer weiß wie lange sie schon da oben schwebte. Der Junge sah sie immer näher kommen. Amai flog mit dem Kopf zuerst vom Himmel, direkt auf die Erde zu. Was war hier nur los? Wie kam sie von der Bank in den Himmel? Wer oder was hat sie da hoch transportiert? Noch ehe er sich aus seinen Gedanken befreite, schlug sie auf dem Hof auf.

Bei einem solchen Schwung konnte das kein gutes Ende nehmen. Gebannt sah er mit zu, wie ihr Kopf erst zerquetscht und dann in tausende Einzelteile zerschellte. Teile ihres Hirns lagen auf dem ganzen Hof verstreut. Ihr Blut spritzte bis an die Wände und auch alles andere war … tot. Kopflos lag ihr regungsloser Körper da, auf dem Hof, auf dem Betonboden. Um sie herum nur Fetzen von Haut, Haaren und Knochen.

Geschockt stand er auf und stürzte förmlich zu ihr. Bei ihr wurde auch ihm wieder schwindelig, schlecht, ihm kamen ein paar Tränen und er war so ratlos. Selbst an ihm hingen einige Stücke. Sein Kopf drehte sich nur. „Was hat das zu bedeuten? Was ist hier passiert? Wer hat das getan? Ich verstehe kein Wort mehr!“ auch er übergab sich wieder, Blut. Überall nur Blut.

Er wurde so schwach, dass er neben ihr zusammen brach. Es fühlte sich an, als hätte er zwei Sekunden gelegen. Panisch drückte er sich auf. Hinter ihm war etwas weiches. Ob das wohl ihr toter Körper wäre? Nein, dazu war es zu weich. Erschrocken, schwer atmend, drehte er sich um. Da saß sie tatsächlich, direkt hinter ihm. Wo er sich abstützte? Auf seinem Kopfkissen. Seine Atmung wurde immer unregelmäßiger. Er war verwirrt, verzweifel und wusste nicht was geschehen ist. Er war einfach nur am Ende mit seinen Nerven. Sie wurde doch eben noch explosionsartig in tausende von Teilen zerschmettert und jetzt …

Wieder ließ er sich ins Kissen fallen. Seine Augen hielt er dabei noch immer weit offen. Der Rotschopf musste unter einer Art Schock stehen. Das weißhaarige, wunderschöne Mädchen strich ihm beruhigend über den Kopf. Er legte diesen schon bald auf ihren Schoß und umklammerte ihre Hüfte etwas. „Du lebst … du lebst … du lebst …“ versuchte er sich zu beruhigen. „Ruhig, … ruhig …“ meinte sie immer wieder. Ihre helle, herzerwärmende Stimme drang langsam zu ihm vor. Sein Herz pumpte stärker als ein Atomkraftwerk. „Was … ich … du lebst … ich verstehe nicht …“ stotterte er zusammen. Ein Blick verriet ihm, dass nichts weiter passiert ist.

Der Raum wurde komplett abgedunkelt. Er wusste nicht mal wo genau er da war. Er glaubte es nicht, jetzt bekam er wirklich schon Angst in dunklen Räumen. „Licht … mach Licht!“ verlangte er. Er wollte sich schon selbst wieder aufsetzen, als seine Kopfschmerzen wieder einsetzten und ihm ein weiteres mal übel wurde. Sie konnte noch gerade so nach einem Eimer an der Bettkante greifen, als er sich wieder übergab. Zum Glück sah sie weg. „Kein Blut, ein Glück, kein Blut!“ So langsam wurde er ruhiger. Sie reichte ihm noch schnell ein Glas Wasser, eh sie sich vorsichtig befreite. Amai stand kurz auf und öffnete den Vorhang. Dahinter wurde auch alles abgedunkelt. Trotzdem erleichterte es ihn noch ein wenig mehr, als es endlich hell wurde.

Amai zog behutsam die Rollos hoch. Dabei blieb ein Blick immer bei Castiel. Als es hell genug war, nahm sie sich einen Zettel. Darauf schrieb sie ihm was passierte. Er kam zur Schule und bot ihr einen Teil seines Headsets an. Als er das las, wurde ihm schon wieder schlecht. Er wollte nicht weiter lesen, doch sie zwang ihn. Er schaute kurz in den Himmel und beugte sich dann nach vorn. Sie hat sich sofort vom Headset gelöst und ihm versucht zu helfen. Aber der Rotschopf übergab sich kurz und verlor dann sein Bewusstsein.

Seitdem er anfing den Zettel zu lesen, saß sie wieder bei ihm auf dem Bett. Er legte sich wieder auf ihre dürren Oberschenkel. Gleichzeitig verkrampfte er seine freie Hand an ihrer Taille. Kurze Zeit später wurde der Vorhang leicht geöffnet.. „Na junger Mann, sie haben wohl etwas schlechtes zu sich genommen. Wie auch immer, nehmen sie diese Tabletten und es wird ihnen bald wieder besser gehen. Aber auch nur, wenn sie Ruhe bekommen. Am besten bleibt die Kleine gleich bei ihnen.“ schlug er vor. Selbst wenn sie hätte gehen sollen, nach so einen lebhaften Traum ließ er sie sicher nicht nochmal so schnell auf den Hof.

Er wollte nicht mal mehr freiwillig einschlafen, weil er befürchtete, wieder soetwas zu träumen. Das wollte er sicher nicht mehr. Als er wieder einschlief flüsterte sie leicht, „Verzeih …“ Ihre Stimme klang so zärtlich, zaghaft und voller … Liebe. Doch keiner hörte es, deswegen wusste keiner etwas davon.
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