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Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
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Dieses Kapitel
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06.06.2012 1.262
 
'Endlich' wieder Montag, dachte sich Castiel sarkastisch nach einem langweiligem Wochenende. Was ist am Wochenende eigentlich groß passiert? Nun ja, da war er ab und zu mit Amai draußen, natürlich nur wegen den Hunden. Und er hatte eine Probe mit seiner Band. Also wie bereits gesagt, langweilig. Heute musste er wahrscheinlich wieder im Unterricht mitmachen, also wollte er lieber Heim bleiben.

Er konnte jedoch nicht, denn Lysander entschied über kurz oder lang ein neues Bandmitglied zu suchen. Es gab bereits eine menge Bewerber. Sie hingen dafür extra einen Zettel in der Gegend aus. Viele waren auch aus der Musik-AG der umgebenden Schulen. Doch erstmal musste er den Schultag überstehen. Inzwischen sah er sich auch schon fast als soetwas wie einen Roboter an, der alles machte was man ihm sagte. Aber zur Zeit hatte er irgendwie nicht viel dagegen, solange er weiterhin rauchen dürfte.

Viel zu entnervt ging er mal wieder zu Fuß in die Schule. Aus 'irgendeinem' Grund brauchte er fast zwei Stunden, als hätte er das so geplant! Es war gerade Pause als er endlich ankam. In seiner Klasse sahen ihn alle nur missmutig an. „Was habt ihr denn schon wieder?!“ wollte er mal wieder bissig wissen. Dann fiel ihm auf, dass Amai fehlte und auch Nathaniel. „Amai ist wider umgekippt. Irgendein Idiot hat ihr den Stuhl weggezogen, als sie sich setzen wollte. Da fiel sie mit ihrem Kopf gegen die Tischkante, es floss eine Menge Blut und schon war die ganze Klasse besorgt.“ erklärte Lysander eher genervt. Aber so reagierte er meist, wenn er sich auch Sorgen machte.

Castiel schaute als erstes mal nach, ob man wirklich so einfach einen Stuhl weg ziehen konnte, ohne dass es jemand bemerkte. Nun ja, ganz so einfach war die Sache am Ende dann auch nicht. Beim genauerem Hinsehen blitzte im Licht eine Angelschnur oder etwas ähnliches auf. Diese führte dann unauffällig bis in die dritte Reihe hinter. Wenn die Schnur flach auf dem Boden lag, wäre keiner drüber gestolpert. Und wer genau saß in der dritten Reihe, natürlich Amber, Scharlotte und Li. Hätte man sich auch gleich denken können.

Wieder eine Stunde zum schwänzen, das erfreute sein Herz. Eher weniger, dass er wegen Amai schwänzte. Obwohl man schon einiges an Blut weggewischt hatte, so sah man doch deutlich wo es überall verteilt wurde. Er machte sich wie Nathaniel auf den Weg ins Krankenhaus. Sie lag noch immer im OP. Ihr Bruder war auch da. Er musste erstmal eine halbe Packung Beruhigungstabletten futtern, damit er keinem etwas antun würde. Trotzdem half es nur gering. „Fái, gibt es hier einen Fái Kage?“ fragte eine Frau. Sie kam gerade aus einem Nachbarzimmer.

Ihr Bruder war wirklich abgelenkt genug, um zu übersehen, wie sie in ein anderes Zimmer transportiert wurde. Noch immer perplex antwortete er, „J … J-ja!“ nicht nur er ging hinein, sondern auch Nathaniel und Castiel. Ihr Bruder sagte nichts dazu. Der Junge stürzte förmlich ins Zimmer. „Geht es dir gut?“ wollte er sofort wissen. Wahrscheinlich las er soetwas wie, 'den Umständen entsprechend' oder 'seh ich so aus!' aus ihren Augen, denn er meinte nur „Stimmt, tut mir leid.“ ziemlich bedrückt setzte er sich auf einen Stuhl.

Zum ersten mal erschien er nicht arrogant, deswegen schwiegen auch die beiden Begleitpersonen. Ihr großer Bruder strich ihr ständig ein paar Strähnen aus dem Gesicht, behutsam und beruhigend. Castiel zog sofort seinen Erzfeind aus dem Raum. „Das ist deine Schuld!“ wurde der blonde Junge sofort zugetextet. „Was? Sag mal spinnst du?!“ „Du hast als Schülersprecher versagt, aber nicht nur das, sondern auch als guter Freund.“ „Wovon sprichst du eigentlich?!“ wurde Nathaniel nun auch mal lauter.

Wütend drückte er den Blonden bedrohlich gegen die Wand. „Von deiner Schwester du Idiot!“ „Was? Sie hat doch wohl nicht …“ „Doch, also bring das wieder in Ordnung!“ warnte er ihn bösartig, dann ging er auch schon wieder. Was keiner von beiden wusste, ihr Bruder hörte mit.

„So so, deine Schwester also. Warne sie, dass sie nachts lieber nicht mehr auf die Straßen gehen sollte!“ drohte nun er. Nathaniel wusste gar nicht mehr was er tun sollte. Die Aktion seiner Schwester war schwerwiegend, aber sie ist immerhin seine Schwester. Was Castiel jetzt machte? Er ging wieder zur Schule!

Ich weiß, es hört sich doof an, aber er hatte ja noch etwas vor. Außerdem ertrug er diesen Anblick nicht. Inzwischen war es so spät, dass er vielleicht noch gerade rechtzeitig zum Casting kommen würde. Da war gerade ein Mädchen namens Chimi dran. Er öffnete die Tür und hielt sich gleich darauf verkrampft die Ohren zu. Ziemlich geschockt unterbrach Lysander sie. „Ch … Chimi, bitte … hör auf. Es … es ist zum schreien schön aber … ich … ich glaube wir suchen etwas anderes.“ versuchte er ihr zu sagen. Sie lief heulend raus und er ließ sich genervt nach hinten fallen. „Wir sollten uns ein anderes Gebäude suchen.“ schlug Castiel vor. „Warum?“ wollten alle verwundert wissen. „Weil ich mir nicht sicher bin, ob die Decke noch lange hält.“ Erst schmunzelten sie nur, doch dann mussten sie laut lachen.

Es kamen alle Jungs und Mädchen dran, doch keiner von ihnen war wirklich gut. Sie konnten vielleicht noch gerade so mit einer Gitarre umgehen aber mehr auch nicht. Sie musste drei Tage dafür in Anspruch nehmen. Japsend hingen die drei auf ihren Stühlen fest. „Bitte Lys, wir brauchen eine Pause.“ „Schon verstanden aber ich will jemand neues in der Band haben. Allein wird es langsam langweilig.“ schmollte er erschöpft. Alle überlegten etwas, um schnell nach Hause gehen zu können. „Wie wäre es ...“ er sprach lieber nicht weiter. Doch jetzt sah jeder zu Castiel. „Oh man Castiel … bekomme das endlich aus deinem Kopf! Sie spielt Violine! Was soll das denn ergeben?!“ regte sich der Drummer auf.

„Ja aber vielleicht kann sie das genauso schnell lernen.“ „Die kleine Prinzessin hat dich ja voll im Griff. Stehst wohl auf soetwas abgemagertes und leises.“ vermutete Lysander etwas grummelnd. „Wovon sprichst du eigentlich?! Das will ich doch gar nicht, als ob ich mit ihr ins Bett gehen wollen würde! Danke, soetwas überlege ich mir lieber zweimal, nach der Fehlaktion mit Amber vor drei Jahren!!!“ Da erfuhren sie jedoch nichts neues. Sie hat es natürlich in der ganzen Klasse herum erzählt und gehofft, dass er sie dann als feste Freundin akzeptieren würde. Tja Amber, das war mal wieder nichts, da zeigt sich das blond!

„Oh man Cas es ist echt viel zu offensichtlich. Du tust alles was sie dir sagt … andeutet, ach was weiß ich, was sie tut.“ regte sich nun auch der Bassist auf. „Man, ihr seit doch echt verrückt geworden. Sie sagt doch gar nichts. Ich mache das freiwillig. Ich will einfach mal erleben, dass sie nicht nur lernt und studiert und das tut was man ihr sagt. Sie lacht ja nicht mal ehrlich, außer … außer wenn wir mit Demon und Nyu raus gehen!“ schwelgte er etwas in seinen Erinnerungen. Dabei erzählte er leider etwas zu viel.

Eigentlich wollte er sich noch seinen Mund zuhalten, jetzt hätte er ihn am liebsten gestopft. „Was hast du da gesagt? Wer ist Nyu?“ wurden sie doch neugierig. „Ach … niemand... okay, sie hat es schon geschafft mich zu beeindrucken. Wer zur Hölle würde auch vermuten, dass SIE einen Beauceron erziehen könnte?! Okay, wenn nicht sie, dann …“ er hielt inne. „Hast du noch so eine brillante Idee?“ wollte Lysander genervt wissen. „JA! Diese Idee ist viel besser glaube ich. Ich kenne sie zwar nicht aber wer weiß, vielleicht sucht sie ja trotzdem eine Band.“ sprach er mehr mit sich selbst.

(na was meint ihr, wen wird er jetzt fragen wollen ;) )
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