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Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
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06.06.2012 1.553
 
Sie stand einfach auf und ging nach draußen, gefolgt von Nathaniel. Er musste erstmal realisieren, was eben passierte. War seine Anspielung wirklich so harmlos wie sie glaubte. Nun ja, die Beiden kannten sich, also fragte er gar nicht erst nach.

Castiel lief ebenfalls gerade am halben Palast vorbei. „Das gibt es doch nicht, was macht denn Nathaniel da!“ Huschte ihm da eine leichte Spur von Eifersucht über seine Grimasse? Es war zu kurz, um es erkennen zu können. Er ging einfach weiter. Auch sie gingen schon bald nach draußen. Amai musste sich eine dicke Pelzjacke anziehen. Darin sah sie fast aus wie ein Schneemann, ups eine Schneefrau, denn Oberweite besaß sie ja, auch wenn nur sehr gering. „Wohin gehen wir jetzt? Und wer ist Nyu?“ Doch diesmal ging das weißhaarige Mädchen einfach weiter. Irgendwo im Hof stand ein großer Zwinger. Jetzt begriff er, Nyu musste ein Hund sein. Bloß das nicht! Katzen sind doch viel lieber und süßer. Leider mochte er Hunde nicht so sehr und erst recht keine großen. Wie es sein Pech so wollte, besaßen sie einen riesigen Hund, einen Beauceron. Genau so einen besaß auch Castiel, wenn er sich recht erinnerte.

Sie kam nur sehr langsam mit ihr heran. Dann bekam auch Nath wieder einen Zettel. „Keine Angst, sie beißt nicht.“ das konnte er sich irgendwie schon denken, wenn ihr Bruder sie so einfach gehen ließ. Doch das leicht mulmige Gefühl verschwand nicht. Sie war ebenfalls noch sehr verspielt, aber durch Amai's Blick wusste sie wie sie vorzugehen hatte. Nur langsam trat sie an den leicht in Angst geratenen Jungen heran. Sie leckte ihm lediglich die Hand ab. Sogleich verschwand seine Angst ein wenig. Er fand sogar, dass Nyu ein bisschen süß aussah und weiches, gepflegtes Fell besaß sie auch.

Das weißhaarige, junge Fräulein stand bereits am alten, rostigen Gittertor. Es wurde mit einem lauten quietschen geöffnet. „Nyu!“ flüsterte sie herüber. Sie hörte gut und folgte. „Hast du sie so erzogen oder war das einer eurer Angestellten?“ Sie deutete mit einer leichten Handbewegung auf sich. „Das hast du wirklich gut gemacht.“ Man sah ihm an, dass er glaubte, Demon würde nicht so gut hören. Er zeigte ihr den kürzesten Weg zu ihm. Es dauerte nicht gerade lange. Die Waldstraße war nur drei Straßen weiter. In dieser wohnt er mit seinem Vater und seiner neuen Frau.

Das erfuhr sie in der Zeit alles. Mit einer sanften, zaghaften, freundschaftlichen ja schon fast schüchternen Umarmung verabschiedete er sich. „Wir sehen uns dann in der Schule?!“ etwas rätselnd darüber ob es eine Frage oder eine Aussage sei, nickte sie erfreut. Auf dem Rückweg liefen sie durch einen Park.

Wer hätte das Gedacht, ganz in der Nähe lief auch noch Castiel herum. Sein Hund nahm mal wieder eine Witterung auf. Er schnüffelte mal rechts, mal links, mal an einer Mauer und verlor dabei sein Herrchen ganz aus den Augen. Wieder tauchte eine Straße auf. Diesmal sah er sogar vorher nach links und nach rechts. Es kam nichts, dachte er. Es konnte ja keiner wissen, dass ein Porsche mit über 200 km/h durch die Stadt düst. Die Frau konnte so schnell gar nicht auf die Bremse steigen, da schloss sie auch schon vor Schreck ihre Augen.

Castiel jedoch nicht. Er lief den gegangenen Weg einfach zurück und schaute in allen Richtungen nach seinem Hund. Bei einer der vielen Hauptstraßen sah er ihn dann doch noch. Er wäre so oder so zu spät gekommen, trotzdem rannte er hin. Noch eh er sich versah, wurde das Auto von der Straße abgedrängt und der Hund rannte weiter „Wieder dieser blaue Blitz … was ist das nur immer und warum beschützt es meinen Hund?!“ wunderte er sich nur kurz, dann rannte er weiter. Auch er lief unachtsam über die Straße und wäre eigentlich auch von einem Auto erwischt worden. Wieder ein eisblauer Streifen und die Straße war frei.

Vom Park aus bekam man die lauten Hupen gut mit. Amai lief sofort hin, um nachzusehen, was da los sei. Aus irgendeinem Grund verlegte sie ihre Jacke, nur wo? Und wann? Die Fahrer wussten selbst nicht so ganz was eben passierte, doch keiner wurde verletzt und ihre Autos hatten diesmal nur einen geringen Schaden. Ihrer Hündin gab sie das Kommando zu warten, was sie gleich darauf auch tat. Als sie nichts 'großartiges' erkannte, lief sie einfach zurück. Doch ihre Hündin saß nicht mehr am gleichen Fleck. Was sie nicht sah, sie saß keine 5m von ihrem ersten Punkt entfernt und das nicht mehr allein.

„Demon, komm sofort zurück. Wenn das so weiter geht, kann ich dich nie mehr wieder von der Leine lassen!“ meckerte Castiel rum. Er machte sich eigentlich nur tierische Sorgen um ihn. „Demon, komm schon!“ rief er nochmals. Da wurde er auch schon von einem Fellknäuel angesprungen. „Demon, geh runter!“ wurde er wütend. „Warum zum Teufel läufst du ständig weg?!“ wollte er sauer wissen. Erst dann bemerkte er, dass es nicht sein Hund sein konnte, denn der stand ja inzwischen neben ihm.

Sofort stieß er den Köter von sich weg, bis sie anfing zu jaulen. Demon verteidigte sie dann störrisch. „Hast du dich etwa verknallt oder was ist los?!“ brüllte er nun ihn an. Da sprang die andere auch schon ein weiteres mal auf ihn. Er merkte sofort, dass ihr Fell gut gepflegt wurde und sie genau die richtige Menge an Futter bekam. Was man von Demon nicht gerade behaupten könnte, beim besten Willen nicht.

„Nyu!“ ertönte eine helle Stimme. Amai sah nur wie sie sich auf jemanden stürzte, da musste sie einfach reagieren. Zum Glück hörte sie wieder. Sie rannte mit gesenkten Ohren zu ihrer Herrin. Doch Demon folgte ihr. Er tat es nun Nyu gleich. Zum Glück wusste sie in etwas, was auf sie zukam. Sie hielt seinem Schwergewicht gerade so stand. „Demon, nicht du auch noch. Es reicht doch, wenn die da ihren Hund nicht im Griff hat!“ regte er sich wieder auf. Irritiert blickte sie auf. Verlegen kratzte sie sich am Hinterkopf. „Nyu!“ sagte sie nochmals.

Noch immer mit gesenkten Ohren, nahm das Fräulein ihre Hündin mit einer Streicheleinheit in Empfang. Schließlich hörte Nyu ja, als sie zurück kam.

Als wohlerzogene Hündin nahm sie eine Vorderpfote nach hinten und neigte ihren Kopf nach unten. „Du?! Das ist dein Köter?“ wollte er noch immer genervt wissen. „Du solltest sie mal besser erziehen, sie springt ja gleich jeden an!“ da reichte sie ihm auch schon einen Zettel. „Sie ist noch sehr verspielt, mehr nicht.“ Gefolgt von einem etwas arroganten aber auch beleidigten Blick. Naja, das alles konnte er irgendwie gut nachvollziehen. „Hast du ihr das denn alles beigebracht?“ wollte er nun wissen. „Geht es Demon gut? Eben war ein ziemlicher Aufruhr auf der Straße.“ sorgte sie sich. „Ja, es geht ihm sicherlich gut. Sonst wäre er ja nicht zu … ähm...“ „Nyu.“ „Richtig, zu Nyu gerannt.“ erklärte er.

Sie liefen beide ein wenig durch den Park. „Weißt du, ich hätte dir jeden Köter zugetraut aber keinen Beauceron.“ „Das unterschätzen die meisten.“ für eine ganze Weile sagte keiner mehr etwas, bis Castiel rötliche Wangen bekam. Er zögerte wirklich sehr lange, sie sagte aber zum Glück, wie immer, nichts dazu. „Kann ich … kann ich dich nach Hause bringen.“ Diese Frage warf sie dann aber doch ganz schön aus der Bahn. Sie sah etwas bestürzt zu ihm. Der Rothaarige versuchte irgendeinen annehmbaren Grund zu finden. „Naja, weil sich dein Bruder sicher ziemliche Sorgen machen wird.“ Endlich blickte sie wieder erleichtert drein und stimmte zu. Er wusste eigentlich nicht mal, warum er das tun wollte.

Ihre Hunde tobten bis zum umfallen. An der Hauptstraße bekam Cas, woher auch immer, ein ziemlich mulmiges Gefühl. „Demon!“ versuchte er ihn wieder ran zurufen. Er war wieder zu abgelenkt. „Nyu! Demon!“ versuchte es nun sie. Beide hörten sofort. „Wie machst du das nur? In letzter Zeit hört er nicht mehr auf mich. Und dann wäre er fast zweimal umgefahren worden.“ schüttete nun auch er sein Leid aus. Wie einem Hund tätschelte sie ihm, auf Zehenspitzen stehend, den Kopf. „Zum Hund bin ich noch nicht mutiert!“ wurde er wieder bissig. Sie musste nur lachen. Endlich war der alte Castiel wieder da und diesmal blieb er auch.

An der nächsten Kreuzung versuchte er es wieder. Aus irgendeinem Grund funktionierte es diesmal. Wenigstens einen Erfolg heut erzielt. Wobei, als sie ihr beim Violine spielen zuhörten, fühlte er sich auch ziemlich gut. „Sag mal, warum spielst du nicht im Unterricht mit der Violine. Du würdest sicher gute Noten bekommen.“ Wieder ein neuer Zettel. Zufällig war es der mit dem sie Nathaniel einiges 'erzählte'. „Weil ich es nicht mehr machen möchte! Ich habe mich dagegen entschieden.“ mehr stand nicht drauf.

Er behielt den Zettel gleich, da sie eh vor ihrem 'Haus' standen. Fái sah bereits aus einem der 'wenigen' Fenster. „Komm sofort hoch oder ich nehme mir diese Nacht wirklich eine andere Frau ins Zimmer.“ „Was hat er mit dir vor?!“ wurde Castiel ungewöhnlich aggressiv. Sie schüttelte nur ihren Kopf und ging. „Hoffentlich hat sie nicht gelogen.“ flehte er schon fast. Dann ging auch er mit seinem Hund. Er wollte den Zettel ja eigentlich schon wegschmeißen, aber dann entdeckte er die zweite Seite. Er laß und verstand, denn es war das Blatt als sie vorm Gedenktisch ihrer Mutter saßen.

Mehr oder weniger erleichtert ging er nach Hause, ohne weitere Probleme!
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