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Himmel auf - gefallener Stern und Sweet Amoris?

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
06.06.2012
18.07.2012
19
18.508
 
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06.06.2012 1.793
 
Sie hatten heute mal wieder Kunst, Musik und auch Sport. Es waren auch früher immer ihre Lieblingsfächer, aber sie durfte oder konnte nicht. So musste sie sich mit Mathe, Englisch, Deutsch und anderem zufrieden geben. Doch auf dieser Schule war es ihnen egal. In Kunst mussten alle nach draußen. Sie mussten ein Stillleben zeichnen. Amai sah dabei einen Schmetterling auf einer Blume. Sie nahm sich alle Farben die dazu passten und fing an.

Castiel machte wie immer nicht mit, doch aufmerksam wurde er trotzdem. Er sah sich immer wieder die Bilder der anderen an und machte sich darüber lustig. Außer bei seinem Kumpel Lysander. Da wusste er, wenn er ihn zu sehr ins lächerliche zog, könnte er wütender werden als es der Rothaarige jemals sein könnte. Jedoch ließ er seine Witze bei Nathaniel raus.

Irgendwann fühlte sich selbst Amai genervt davon. Man merkte es ihr kaum an, denn sie stand eher ruhig, gelassen und locker auf. Ihre leichten Schritte hörte man nicht mal, erst als sie sich zwischen die beiden stellte. Der kleine Schirm stellte soetwas wie eine Mauer da, denn beide hielten inne. Das Prinzess'chen verzog zum ersten mal ihre Mundwinkel.

Nathaniel setzte sich wieder und machte weiter. Castiel hingegen verschwand zum nächsten Bild. Dazu jedoch fiel ihm leider nichts ein. Außerdem sah er den Zeichner nicht mal. Als sie zu ihrem Werk zurück lief, stand der Rotschopf davor. Sie setzte lieber wieder ihr stilles lächeln auf. „Ist das deines?“ wollte er irritiert wissen. Sie setzte sich einfach und zeichnete weiter. Wieder verschwand er wortlos. Nicht weil es wirklich unhöflich wäre, sondern eher, weil er sprachlos war. Ihm fiel nichts schlechtes dazu ein und bewundern wollte er es auch nicht.

Auch zu Viola sagte er nichts, denn sie war genauso gut. Naja, sie zeichnete ja auch wirklich pausenlos, da war das kein Wunder. Danach hatten sie Mathe. Als er vorher verschwinden wollte, hielt sie ihn wieder fest, da sie genau an der Tür hockte. Wieder gab er sich geschlagen. Das reiche Mädchen musste ihm nur in die Augen schauen.

Mitten im Unterricht übten sie pärchenweise. Jeder sollte sich einen Partner suchen, immer ein guter und ein schlechter. Jedoch gab es mehr schlechte als gute. Sie bekamen also alle zwei oder drei schlechte Schüler aufgehalst. Und wer hätte das gedacht? Castiel wurde dem weißhaarigen Mädchen unterteilt. „Wie soll die denn helfen können? Sie kann ja nicht mal sprechen!“ murmelte er eingeschnappt vor sich hin. Amai hingegen nahm die Herausforderung gern an sich. Am Ende der Stunde kamen alle nur mit Kopfschmerzen heraus. Die guten, weil sie alles doppelt und dreifach erklären mussten, und die schlechten, weil sie es nicht verstanden.

Nur noch ein Pärchen saß im Raum. Es war die gesamte Gruppe um Amai herum. Sie wollten immer mehr wissen, damit sie es auch wirklich verstanden. Sie musste nur die Bücher durchwühlen und ihnen die wichtigen Stellen zeigen. Dann rechnete sie vor und die anderen probierten es selbst. Auf Fehler konnte sie natürlich auch hinweisen und sie korrigieren. Da sie die nächste Stunde eh gleich nochmal Mathe hatten, machten sie gleich durch. Ja, selbst Castiel blieb im Raum und arbeitete FREIWILLIG mit. Es machte zwar seinen Ruf ein wenig zunichte aber seine Noten besser.

Den Ruf würde er spätestens in der nächsten Pause wieder herstellen können, indem er Nathaniel und diesem anderen Kerl, Ken, fleißig piesackte. Dabei flog Ken meist im hohen Bogen in die nächste Mülltonne. Für ihren Fleiß bekam jeder seine verdiente eins. Sie durften dann auch zehn Minuten eher schluss machen, das kam ihnen gerade recht. Nach so viel Kopfarbeit brauchte Castiel wieder eine Zigarette. Sofort verschwand er um die nächste Ecke.

Amai blieb wieder im Raum. Als keiner mehr eine Frage hatte, gingen alle nach draußen, sie verharrte in ihrer geraden Haltung bis wieder jemand ankam. Es dauerte nicht gerade lange. Noch dazu war es Nathaniel. „Hey Amai hast du etwas Zeit?“ Sie drehte sich zu ihm und nickte, also setzte er sich. Fragend sah sie zu ihm rüber. Verlegen kratze er sich am Hinterkopf, doch fragte dann, „Was hältst du von meinem Bild?“ Sie blinzelte ein paar mal irritiert, bis sie wusste worum es ging. Seine Noten in Kunst waren wirklich nicht die besten.

Als sie aufstand, dachte er schon sie könnte ihm nicht helfen. Er blieb vorerst sitzen. Sie hingegen lief in den Kunstraum und suchte unter den vielen Leinwände die seine heraus. Er mochte es nicht, dass Castiel sich über soetwas lustig machen konnte, aber in dem Falle konnte Amai auch nicht anders. Sie nahm eine Hand vor ihren Mund und kicherte ein wenig. Riss sich aber schnell wieder zusammen. Es sollte einen Baum darstellen aber wirkte eher wie Unkraut. Sie nahm sich einen Zettel und schrieb da etwas drauf.

Mit diesem lief zu zu ihrem blonden Freund zurück und übergab ihn an ihn. '16Uhr Rosengasse 12' stand nur darauf. Er laß es und nickte erleichtert. Dann kamen auch schon die anderen wieder. Der Rotschopf sah erst jetzt auf den Plan. „Englisch, bitte nicht noch so ein Fach!“ regte er sich auf und drehte schon wieder um. Wieder wurde er festgehalten. „Das willst du mir jetzt aber nicht auch noch aufzwingen oder?!“ Das Mädchen sah nur neben sich. Der Platz war frei. Genervt tat er wieder das was sie wollte. Da schwand er wieder der schlechte Ruf und das noch schneller als beim letzten mal. Seine Klasse machte sich langsam Sorgen wegen ihm.

Sie sollten sich auf eine Klassenarbeit vorbereiten. Genervt ließ sich Cas in seine Lehne zurück fallen. Er blickte zur Decke und fuhr sich mit einer Hand durch sein rotes Haar. Er ließ nur einen Blick zu ihr schweifen. Sie sah wie immer nach vorn an die Tafel. „Wieder Unterricht?!“ wollte er genervt wissen. Erst dann drehte sie sich leicht zu ihm … und nickte. „Du machst mich echt fertig Prinzess'chen!“ regte er sich mürrisch auf, doch setzte sich dann wieder 'ordentlich' hin. Warum tat er das überhaupt? Er verstand sich selbst nicht mehr.

Dann hatten sie noch eine Stunde Physik. Er versuchte erst gar nicht zu gehen, sie würde ihn eh wieder aufhalten. Außerdem lernte er in diesem Fach etwas über Technik, das konnte in manchen Stunden schon interessant sein. Sie freute sich richtig, dass er da freiwillig mitarbeitete. Trotzdem verließ er den Klassenraum als hätte er drei Tage lang gesoffen. Sein Schädel rauchte förmlich. Er lief wieder auf den Hof und machte das gleiche wie sein Kopf, rauchen!

Doch diesmal wurde er nach etwa 5 Minuten aufgesucht. „Willst du mir das jetzt auch noch verbieten?!“ wurde er langsam aggressiv. Sie ließ den Schirm sinken, trotz der Hitze, und nahm ihren Rücksack nach vorn. in diesem wühlte sie kurz herum, bis sie einen Zettel in der Hand hielt. Diesen gab sie ihm. Es war eine Essensmarke für heute. Schnell schloss sie den Rucksack, damit sie ihren Schirm behutsam aus dem Gras heben konnte. Amai lief einfach allein nach drinnen. Er konnte sich also überlegen, ob er essen wollte oder nicht.

Leicht mit den Nerven am Ende schaute er doch mal vorbei. Als er den Raum nur betrat, versteckte sich Ken hinter seinem Tablett. Er reagierte wirklich panisch darauf und machte sofort den Platz vor sich frei. Also kam Castiel noch zeitiger dran. Heute gab es ein schönes Nackensteak mit Beilage und einem Nachtisch. Da bekam er doch gleich richtig Hunger.

Er setzte sich an einen schattigen Platz. Alle Schüler starrten ihn irritiert an. Er sah nur an ihnen vorbei, zum weißhaarigem Mädchen. Sie hatte lediglich einen frischen Salatteller. Gemütlich und voller Genuss biss sie in jedes Stück hinein. Es schien sie zu freuen. Ob er wohl ihre Portion bekam? Das war ihm jetzt auch egal. Wenn er es einmal hatte, dann aß er es auch gleich. Die Blicke der anderen lösten sich langsam und sie redeten wild durcheinander. Amai lächelte mal wieder, erfreut über seine Entscheidung.

Als nächstes hatten sie Sport. Ein Fach für ihn. Er spielte gern Basketball. Zum Glück kam genau das heute dran. Amai saß wieder nur am Rand. Sie sah ihnen bewundernd zu, das fing den Jungs an zu gefallen. Die anderen Mädchen setzten sich zu ihr. Alle fingen an zu reden. Sie fragten auch sie oft nach ihrer Meinung, ob sie die Jungs auch süß fände in ihren Hemden oder sogar Oberkörper frei. Sie nickte einfach nur, damit sie sich freuen konnten. Die Mädchen quietschten richtig und feuerten sie an.

In dieser Stunde zog ein ganz anderer Schüler die Aufmerksamkeit auf sich, zumindest für die Weißhaarige. Er saß ebenfalls am Rand. Sie stand auf und lief einfach über das Feld. Dabei sah sie nicht nach links oder nach rechts. Die Mädchen fingen an sich Sorgen zu machen. Meist passten die Jungs nämlich nicht auf wo sie hinliefen. Das störte Amai kein Stück. Sie hatte wieder ihr lächeln auf den Lippen, ihren starren und doch liebenswürdigen Blick und ihre aufrechte Haltung. So kam sie ohne Probleme durch. Die Mädchen klatschten vor Begeisterung nun ihr Beifall. Sie verstand nicht mal warum.

Der Junge vor ihr hatte ebenfalls weißes Haar. Sie setzte sich nur. Er reagierte kein Stück. Es war ihm vollkommen egal. Irgendwann jedoch meinte er, „Du fängst an mir zu gefallen.“ er hauchte es nur, damit es auch ja kein anderer hörte. Sie sah ein wenig nach unten, damit ihr Schlapphut ihre Augen und Wangen verdeckte, denn sie wurde leicht rot. Fragte sich aber, warum? Sie musste nichts tun oder sagen, um es ihm zu entlocken. „Du hast Castiel ziemlich gut im griff. Das schaffe nicht mal ich. Soetwas gefällt mir. Ich bin Lysander. Castiel meinte du heißt Amai?“ wieder stieg ihr eine leichte Röte ins Gesicht. Sie umspielte ihre Gedanken und nickte einfach.

Endlich die letzte Stunde. Jetzt hatten sie Musik. Noch ein Fach was auch ihm auf die Nase passte. „Hey Lysander, könnt ihr denn nicht mal wieder etwas singen.“ „Ihr könnt so gut spielen, selbst zu zweit.“ „Castiel ist der beste Gitarrist den ich kenne.“ feuerten alle sie an. Diesmal sagten sie zu. Vielleicht gefiel es ja der Neuen. Der Musikraum war wirklich riesig. Überall standen die Instrumente herum und es gab sogar eine kleine Bühne. Diese war eigentlich für die Schulband gedacht und nicht für irgendwelche Bands.

Ab und zu spielten sie trotzdem. Eigentlich wurde sie im geheimen von jedem genutzt. Die Stuhlreihen davor waren für die Zuschauer. Jeder suchte sich einen Platz. Gespannt warteten sie ab, bis sie dann hinauf gingen. So nett wie beide waren ließen sie die Klasse trotzdem nochmal kurz warten. Dann kamen noch zwei andere Jungs dazu. Endlich fingen sie an. Der Drummer leitete ein, dann setzten die Gitarristen mit ein und zuletzt sang auch Lysander. Die menge tobte vor Begeisterung. Es gab schon nach einer Minute keinen mehr der saß oder?
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