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Dark Effect - 2

von Servala
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Aria T'Loak Commander Shepard Liara T'Soni Morinth Samara Tali'Zorah vas Normandy
02.06.2012
12.12.2012
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02.06.2012 3.681
 
Shepard strich mit der Hand über das Holz des Terminals im Kommunikationsraum. Um den Tisch herum verteilt stand ihre Crew und sah sie mich wachen, aufmerksamen Augen an. Grunt und Jack standen Seite an Seite, Samara mit ruhigem Blick ihr gegenüber, Mordin konnte seine Unruhe nicht überspielen und auch die anderen wirkten nervös. Jane zog Trost aus Mirandas Anwesenheit an ihrer linken und Ashleys an ihrer rechten Seite.
„EDI hat mich darüber informiert, das wir soweit sind, das Mu-Portal zu durchfliegen.“ Sie sah in die Augen von jedem. „Außer Benezia und ihren Agenten ist dieser Durchflug noch nie gelungen und außer ihnen kam noch niemand zurück.“ Sie befeuchtete ihre Lippen. „Das ist es worauf wir seit dem wir alle an Bord zusammen sind hingearbeitet haben!“ Sie musterte Tali. Die Quarianerin war seit ihrem Exil ausgesprochen still und in sich gekehrt und suchte außer zu Legion zu niemanden Kontakt. „Ich werde nicht lügen oder es schön färben. Wir fliegen durch ein Portal das seit Jahrtausenden verschwunden war. Alleine ein Sprung durch ein sich bewegendes Massenportal ist riskant und es kann durchaus sein, das wir die andere Seite gar nicht erreichen.“
Sie griff mit den Händen fest die Tischkante. „Und wenn wir das schaffen, fliegen wir in ein unbekanntes Gebiet mit unbekannten Feinden. Wir wissen Benezia hat Truppen und verfügt über eine Flotte von sehr mächtigen – semibewußten – Schiffen. Wir wissen nicht genau wie viele es sind,“ Miranda nickte neben ihr und erzeugte mit ihrem Omnitool eine Darstellung der Schiffe und Truppen, „doch wir wissen sie sind stark.“ Grunt schlug seine Fäuste zusammen in Aussicht auf einen guten Kampf.
Shepard sammelte ihre Gedanken. „Aber auch wenn wir vielleicht nicht zurückkehren, sollten wir unsere Gedanken nicht darauf verwenden. Wir dürfen nur daran denken Benezia zu stoppen. Wir haben gesehen was sie getan hat“ Shepards Stimme wurde fest, fordernd und jagte den Anwesenden einen Schauer über den Rücken. „Sie hat hunderttausende Menschen getötet oder verschleppt und mutieren lassen. Sie hat Asari, Turianer, Kroganer und Batarianer in Monster verwandelt! Sie hat die Quarianer um ein Drittel ihrer Flotte und fast schon die Hälfte ihrer Bevölkerung dezimiert!“, Tali schaute jetzt auch auf und starrte wie die anderen gebannt auf den Commander. Shepards Faust schnellte auf den Tisch. „Und wir werden sie aufhalten. Wir werden nicht zurückweichen! Wir werden es beenden und Benezia zeigen was eine gemischte Crew aus unterschiedlichen Völkern bewerkstelligen kann!“ Sie schraubte ihre Stimme noch höher. „Sie ist zu weit gegangen!“ Der Commander sah fest in Samaras Augen, denn zum ersten Mal sah sie tatsächlich tiefe Gefühle in ihnen. „Und wir werden es beenden.“
Jane atmete durch und wartete bis ihre Worte in jeden vorgedrungen waren. Dann erst sprach sie weiter. „Wir haben noch vier Stunden, nutzt diese, redet mit wem ihr noch zu reden habt, verbringt Zeit miteinander. In vier Stunden entfesseln wir die Hölle! Weggetreten.“ Sie sah noch einmal jeden  an und nickte ihnen ermutigend zu. Dann wartete sie, bis nur noch Miranda und sie in dem Raum waren und die Tür sich hinter allen schloss. „Das war beeindruckend, Commander“, stellte Miranda anerkennend mit einem leichtem, schmeichelnden Hauch in ihrer Stimme fest. Sie hatte die Arme verschränkt und lehnte lächelnd mit der Hüfte an dem Tisch. Jane grinste schief und fuhr sich durch die Haare. „Kommst du gleich mit hoch?“, fragte sie dann Miranda. „Geh schon einmal vor und warte auf mich, ich muss nur noch etwas erledigen, aber ich werde nicht lange brauchen.“ Sie löste ihre gespielt lockere Pose und küsste Shepard sanft auf die Lippen. „Bis gleich, Commander“, raunte sie und ließ Jane alleine zurück.

Jane lag auf dem Bett und trug nichts mehr als ihre Unterwäsche, rote Spitze und die Decke über ihre Beine geschlagen. Wie versprochen hörte sie schon nach kurzer Zeit das leise zischende Geräusch ihrer sich öffnenden und schließenden Kabinentür. Miranda kam langsam auf sie zu, sie trug einen bodenlangen, schwarzen Stoffmantel und als sie den Gürtel löste um ihn sich von den Schultern gleiten zu lassen, beschleunigte sich Janes Herzschlag um mehr als das Doppelte. Miranda trug nichts weiter außer schwarzer Spitzenunterwäsche und schwarzen, hohen Stiefeln. Die Vorstellung das sie so von ihrer Kabine zum Fahrstuhl gegangen war ließ Jane rasend Eifersüchtig reagieren, auch wenn Miranda mit dem Mantel mehr verbarg als sonst in ihrem Kampfanzug. Jane leckte sich unbewusst über die Lippen und lächelte, schob sich in den Kissen zurecht und beobachtete, wie Miranda mit katzenhafter Anmut auf sie zu kam, sich erst mit den Hände auf dem Bett abstützte um dann auf den Knien dichter zukommen. Sie schob sich über Jane und hielt erst inne, als ihre Gesichter voreinander schwebten.
„Miranda...“ hauchte Jane, aber diese unterbrach sie mit einem Kuss. „Sag jetzt nichts, wir haben nur so wenig Zeit...“ flüsterte sie an ihren Lippen. Jane nickte. Sie schloss ihre Arme um Miranda und hielt sie fest, während sie erneut in einem Kuss versanken. Ihre Körper rieben sich aneinander und sie lösten sich nur den kurzen Augenblick bis Jane Mirandas BH geöffnet und ihn ihr ausgezogen hatte. Dann versanken sie erneut ineinander.

„Commander? In fünfzehn Minuten erreichen wir unser Ziel.“ Jokers Stimme klang aufgeregt über die Lautsprecher. Jane fühlte ebenfalls eine freudige Anspannung, aber ein Teil von ihr bedauerte auch das sie aufstehen musste. Ihre Hände waren in Mirandas Haaren vergraben, die durch die Ansage ihres Piloten ebenfalls  aufwachte.
Sie lächelten sich träge an, dann küssten sie sich lange und langsam. „Ich weiß es ist nicht unsere erste Priorität, aber ich würde gerne überleben“, flüsterte Miranda. Jane lächelte und stimmte ihr zu. Sie streichelte Miranda noch einmal über die Wange, dann lösten sie sich um sich anzuziehen

Jane stand im Cockpit hinter Joker und sah, wie das große Portal in Sicht kam. Anders als jedes Portal das sie kannte drehte es sich langsam um seine eigene Achse und zog einen Schweif aus Asteroiden, Felsen und Wracks hinter sich her. Umgeben war es von einer Wolke aus pulsierender weißer Energie. „Beeindruckend“, murmelte sie. „Tödlich“ lautete Jokers Antwort. Er war angespannt und seine Finger flogen förmlich über die Instrumente. Die Normandy musste sich exakt im selben Rotationsmodus befinden wie das Portal, sonst würden die Masseneffectfelder sie zerfetzen.
„Langsam Joker“, sie legte eine Hand auf seine Stuhllehne und beugte sich vor. Er antwortete nicht, aber sie spürten wie ihr Schiff bebte. „EDI, ich übergebe dir die Kontrolle“, sagte er und tat es dann auch. Jane hätte am liebsten die Augen geschlossen, als das Portal sich aktivierte und die Energie nach ihnen griff. Es ächzte und das Schiff schlingerte bedrohlich. „Hüllenintrgrität bei 75Prozent und fallend“, hörten sie die ruhige Stimme ihrer Schiffs-AI. Jane hielt sich jetzt mit beiden Händen fest, doch sie konnte nicht verhindern zu Boden geworfen zu werden als sich das Schiff überschlug.
„EDI? Verdammt...“ fluchte Joker und seine Hände waren erneut an den Kontrollen. Verzweifelt versuchte er die Normandy zu stabilisieren, doch die verschiedenen Systeme flackerten nur wild. „EDI Bitte... komm schon mein Mädchen...“ presste er zwischen den Zähnen hervor. Sie verließen das Portal und rasten auf einen Planeten zu, im letzten Moment ging ein Ruck durch das Schiff, es drehte ab und verfehlte ihn um Haaresbreite.
„Systeme wieder online, Tarnung aktiv“, kam endlich wieder EDI´s Stimme. „Das war knapp... zu knapp für meinen Geschmack.“ Jane zog sich fluchend auf die Beine und half dann Miranda auf, die sich heftig den Kopf gestoßen hatte. „Status?“, fragte diese dann auch gleich. „Leichte Schäden an der Hülle“, Miranda atmete durch. „Gut, das lief ja schon mal...“ sie sprach nicht weiter, sondern schaute aus dem großen Panoramafenster des Cockpits. Ihr Ausdruck wich vollkommener Überraschung und Jane folgte dem Blick. Sie verengte die Augen. „EDI... scannst du etwas?“ Einige Lichter auf Jokers Terminal blinkten. „Keine Aktivität im Orbit.“
Jane fuhr ich aber das Kinn. „Stimmen die Koordinaten?“, EDI bestätigte es. „Vielleicht hat sie die Flotte ja wo anders... es hieß nie, das sie hier wäre...“ doch Miranda klang nicht überzeugt. „Ich scanne auf der Planetenoberfläche ein einzelnes Signal.“ Shepard drehte sich um. „Hier stimmt etwas nicht, Joker schick alle zum Shuttle. Wir gehen runter“ Er nickte ihr zu. „Aye aye Mam.“

Das Shuttle landete auf einer staubigen Welt. Die Luft war zum Atmen geeignet, aber sonst gab es nicht viel Einladendes um sie herum. Überall standen nur große Ruinen uralter Häuser. Sie blickten sich um und sahen den Eingang in das Gebäude aus dem das Signal kam. „Keine Lebenszeichen“, betätigte Tali ihr das, was sie schon vermutete. „Das stinkt nach einer gewaltigen Falle“, grollte Grunt und zog seine Katana. „In der Tat“, stimmte Samara ihm zu. Sie schwärmten aus, untersuchten das Gebäude von außen, umkreisten es aber sie fanden nichts. Keine verborgenen Überwachungssysteme, kein Verteidigungsnetz, gar nichts.
Jane schulterte ihre Viper. „Gut, ich gehe mit Miranda und Samara nach drinnen, ihr bleibt draußen und bewacht den Eingang unter Ash´s Kommando. Wenn wir schon reingehen, dann wenigstens nicht wie die Lemminge“, Tali sah irritiert zu Legion. „Lemminge?“, er klickte einige Male mit den Platten an seinem Helm. „Irdische Tiere die dazu neigen in großen Gruppen bei ihren Wanderungen auch in den Tod zu stürzen.“ Jane ignorierte es, nickte den beiden Ausgewählten zu und zog ihre Pistole aus dem Halfter. Dann betraten sie das Gebäude und ein großer runder Raum öffnete sich vor ihnen.
Die Beleuchtung war diffus, brach nur durch einige offene Stellen in der Decke, aber an den Seiten waren jeweils zwei große Bildschirme aufgebaut. Auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite befand sich ein massiver Thron aus poliertem Stein und auf diesem lag eine kleine Drohne von welcher das Signal stammte. Jane deutete ihren Begleitern an sich ein wenig nach links und rechts zu entfernen während sie auf die Mitte zuhielt.
Sie löste etwas aus, bemerkte zu spät, das ihr Fuß eine Lichtschranke berührte und sprang einen kleinen Schritt zurück. Doch kein Schuss ertönte, nur die kleine Drohne begann zu leuchten, sie schwebte in die Luft, umkreiste einmal den Thron und dann erschien ein Hologramm. „Benezia...“, keuchte Samara und Jane sah zu der blass gewordenen Asari die auf das Hologramm starrte. „Ah unser Ehrengast ist endlich eingetroffen.“ Begann Benezia und das Hologramm setzte sich auf den Thron. „Ich bitte um Entschuldigung das wir uns knapp verpasst haben, Commander Shepard, aber ich habe einige äußerst wichtige Angelegenheiten zu regeln. Vielleicht ist ein Treffen ja später möglich, wenn ich mich auf der Erde befinden werde.“ Benezia lächelte kühl.
„Und welch interessante Begleitung.“, fuhr sie fort, während sie Janes Begleiter lächelnd begrüßte. „Ich hätte eigentlich nach unserem letzten Zusammentreffen nicht gedacht das sie eine erneute Konfrontation suchen...“ Benezia blickte ihr in die Augen. „Ich erinnere mich nicht mehr daran“, murmelte Jane und fuhr sich unbewusst durch die Haare. „Ah“, stellte Benezia fest. „Miranda Lawson und Samara.“ Sie schnalzte missbilligend mit der Zunge. „Habe ich dich so schlecht behandelt Miri, dass du dich gegen mich stellst? Dich oder deine Schwester? Habe ich euch nicht das Leben gerettet als euch alle menschlichen Ärzte schon aufgegeben hatten?“ Miranda unterdrückte offenbar den Impuls zu Boden zu sehen, aber Samara wirkte beinahe panisch, Schweiß lief ihr über die Stirn und entgegen ihrer ansonsten steifen Körperhaltung zitterte sie als Benezias Blick auf sie traf. „Und Samara. Du und deine Töchter hatten doch immer einen Platz wo ihr in Sicherheit Leben konntet,“ fuhr sie mit belehrender Stimme fort. „Aber du weißt ja was ich dir damals versprochen habe, für den Fall das du dich jemals gegen mich stellen solltest.“
Benezia hob die Hand mit ihrem Omnitool an und begann einige Dinge einzugeben. Nach einigen Sekunden blickte sie aber auf. „Nun, ich denke aber uns fehlt noch jemand in unserer illustren Runde, wenn sie schon den Rest ihrer Crew nicht herzubitten möchten.“ Sie wartete aber Shepard reagierte nicht auf die offensichtliche Einladung. „Nein? Schade, überaus faszinierend, einer der größten Waffenschmuggler, die Erbin des quarianischen Widerstandes, eines meiner fehlgeschlagenen Experimente, ein Kroganer mit so reinen Genen wie man ihn lange nicht gesehen hat, um nur die Hälfte aufzuzählen. Und natürlich diese beiden hier, engste Vertraute des aktuellen Shadow Brokers.“ Benezia lächelte triumphierend. „Wissen sie wer der Shadow Broker ist... Commander Shepard?“ Miranda schnappte nach Luft. „Jane bitte... Benezia...“ doch diese schnalzte nur erneut missbilligend mit der Zunge. „Meine Liebe, es ist unhöflich eine Unterhaltung zu unterbrechen. Seht nun nach links.“
Shepard verschränkte die Arme und auch Miranda und Samara schauten auf den erwähnten Bildschirm. Beide atmeten zitternd ein und rückten dichter zusammen, als der Bildschirm sich aktivierte und im Hintergrund eine gewaltige Explosion detonierte. Im Vordergrund stand der Yagh, der entsetzt in die Kamera blickte, dann aber wieder nach unten auf das wild blinkende Terminal. „Ich hoffe sie haben nicht geglaubt, das dies der Shadow Broker ist?“, fragte Benezia und deutete auf das Wesen auf dem Bildschirm. „Eine gute Tarnung, mehr nicht. Yaghs sind nicht intelligenter als ein Rudel irdischer Wölfe. Sie wären niemals im Stande auch nur so etwas wie eine menschliche Kaffeemaschine zu steuern, geschweige denn ein Imperium. Ich fand es damals... amüsant“, und ihre Stimme klang auch genau danach. „Dann zeige ich ihnen den richtigen Shadow Broker oder besser die Person die  sich dafür hält.“ Das Bild flackerte, dann starrte Shepard auf eine ihr sehr gut bekannte Asari doch es war nicht wie von Ashley vermutet Aria T´Loak. Es war Liara die mit vor schrecken geweiteten Augen auf die Monitore vor sich starrte, aber duckte sich immer wieder, da um sie herum flog alles in die Luft.
„Mutter!“, schnappte Liara und ihre Stimme überschlug sich. „Hallo meine Liebe. Hast du wirklich gedacht du hättest die Kontrolle über meine Systeme?“ Benezia klang belehrend. „Und sag doch hallo zu Commander Shepard, Miranda und Samara.“ Liara blickte an Jane vorbei, die einfach nur sprachlos war. Tali hatte recht gehabt, Liara war der Shadow Broker? Ironischerweise erinnerte sie sich an die Szene vor einigen Wochen, Liara klatschend im Hintergrund wie sie lächelnd zu gab der Broker zu sein. Was musste sich dieses Miststück über sie alle amüsiert haben. Und Miranda und Samara erst, die es ebenfalls gewusst hatten. Sie fühlte sich kalt, vor entsetzen gelähmt aber auch unfassbar wütend. „Liara...“ zischte sie. Diese sah irritiert zu ihr und schien langsam zu begreifen, dass Shepard sie sehen konnte. Sie musste sich festhalten, denn wo immer sie war, der Untergrund schwankte bedrohlich. Liara ignorierte für einen Moment das geschehen, griff über sich und tippte etwas an. „Nein ich schaffe es nicht zu euch, raus hier! Los!“, befahl sie. „Ach du bist einfach nur süß, ich dachte du hättest deine Lektion gelehrt. Waren das Samaras Töchter? Ein Schiff erwartet sie schon außerhalb des Orbits.“
Liara hielt sich fest. „Was willst du Mutter?“, fragte sie und kämpfte um eine ruhige autoritäre Stimmlage. „Commander Shepard zeigen für wen sie arbeitet.“ Benezia lächelte amüsiert. „Und dir, wie sehr du mich unterschätzt hast. Schaut bitte jetzt auf den rechten Bildschirm.“ Offensichtlich tauchte das Bild auch bei Liara auf, denn sie schrie  auf. „Ah ich sehe du hast es erkannt, wundert mich nicht, soviel Zeit wie du dort mittlerweile verbringst. Ich habe nie verstanden was Aria an diesem Brocken findet, aber vielleicht du? Oder ist es nur ihr weiches Bett? Denn das ist anscheinend das einzige indem dieses Miststück gut ist.“ Der Spott war beißend. „Ja, Omega. Ich werde meine Schiffe in einigen Stunden zu jeder bekannten Heimatwelt aussenden, aber vorher habe ich noch eine Kleinigkeit zu erledigen. Wer sich uns dann nicht anschließt, wird erobert und versklavt werden.“
Jane unterbrach sie jetzt doch. „Wir?“, fragte sie und sah zu Benezia. Sie ignorierte die anderen völlig, denn sie kämpfte darum erst mehr zu erfahren. Um ihre Crew würde sie sich später kümmern. „Oh Entschuldigung, habe ich ihnen meinen neuen Partner noch gar nicht vorgestellt?“ Benezia zeigte mit der offenen Handfläche warm lächelnd auf eines dieser Kollektorwesen. „Wenn ich vorstellen darf, Imperator Javik, oberster Kriegslord des protheanischen Empire.“ Ein beeindruckender Vertreter seiner Art in einer strahlenden roten Rüstung verbeugte sich. „Protheaner?“, fragte Liara verwirrt. „Ja meine Liebe. Sie sind nicht ausgestorben, sie hatten sich vor 50000Jahren dazu entschlossen sich in ihren Teil der Galaxie zurückzuziehen. Ein Umbruch in ihrer Politik... doch nun konnte ich sie überzeugen, das wir uns weit genug entwickelt haben um Teil ihres Empire zu werden. Nun“, Benezia räusperte sich, „genug Geschichtsunterricht. Was jetzt noch interessant ist, dieser nutzlose Brocken“, sie deutete auf Omega, „ist eine alte protheanische Station.“ Shepard hörte die Aufregung in ihrer Stimme. Das Hologramm begann sich zu bewegen, da Benezia ihren Standort verließ.
„Natürlich hat sich niemand die Mühe gemacht dies jemals einmal näher zu untersuchen obwohl die Anzeichen dafür offensichtlich sind.“ Der Tadel ging direkt an ihre Tochter, der einzigen Expertin auf diesem Gebiet, doch diese konnte ihn nicht hören, da gerade die halbe Decke hinter ihr herunterstürzte. „Liara raus da!“, rief Samara der jungen Asari zu. „Na na Samara, hast du nicht genug eigene Töchter um die du dich sorgen musst?“ Benezia lachte trocken. „Aber eines muss ich dir lassen, Morinth bei deiner Hure als Wachhund zu lassen, ist ein wirklich gelungener Schachzug, aber er wird dir nichts nutzen.“ Das Hologramm ruckelte. „Zurück zu Omega. Was ich äußerst faszinierend fand, es gibt einen Befehlscode, der mir die Kontrolle über alle Systeme gibt.“ Sie änderte die Einstellung und sie konnten die Umgebung auch sehen. Benezia befand sich offensichtlich in den Docks von Omega und ging auf das Afterlife zu. Sie sah auf ihrer Anzeige, dass Liara versuchte die Kommunikation zu aktivieren. „Lass das meine Liebe, ich möchte meine Schwiegertochter besuchen“, Liara schrie auf und wurde nach hinten geschleudert. Der ganze Raum  qualmte und sie hörten die Asari stöhnen.
„Wie soll ich sie denn überraschen, wenn du sie benachrichtigst.“, fragte Benezia amüsiert. „Shepard bitte... schicken sie ein Signal...“ Liara rappelte sich auf, Blut lief ihr aus einer Kopfwunde und sie schwankte stark, hielt sich einen Arm und knickte zur Seite ein. „Wieso sollte ich dir helfen? Du hast mich von Anfang an belogen!“, sagte Jane kalt. „Shepard, auch wenn sie jetzt wütend sind, es gibt dort auch unschuldige Zivilisten!“, flehte Samara. „Unschuldig? Du meinst deine Tochter?“ Benezia blickte in Richtung einer Asari, dieselbe die Samara schon auf dem Asteroiden gesehen hatte und Benezias Blick wurde warm. „Wir werden uns gut um sie kümmern, ich werde Morinth von dir grüßen.“ Sie hielt auf den Eingang zu.
„Lebe wohl meine Tochter, aber ich werde dich jetzt verlassen. Soll ich Aria noch etwas von dir ausrichten?“ Liara reagierte jedoch nicht darauf sondern flehte weiter in Richtung von Shepard, doch diese drehte ihr den Rücken zu. Miranda starrte nur zu Boden und Samara war beinahe weiß geworden. „Nein? Gut“, Benezia lächelte kalt. Sie aktivierte ein letztes mal etwas auf ihrem Omnitool und der Raum um Liara herum explodierte. Sie hörten die Asari schreien, doch dann wurde der Bildschirm schwarz.
„Und von ihnen werde ich mich jetzt auch verabschieden, sie haben sicher einiges mit ihren Leuten zu bereden. Vielleicht sehen wir uns wieder, vielleicht töten die Beiden sie jetzt.“ Benezia nickte Shepard zu. „Findet Aria T´Loak und bringt sie mir! Lebend.“ Die Tür zum Afterlife öffnete sich, die letzten Fetzen Musik drangen an ihre Ohren, dann wurde auch dieser Bildschirm schwarz. „Shepard bitte, wir müssen nach Omega!“

Shepard fuhr sich durch die Haare und sagte nichts. Sie blickte sich in dem Raum um, schüttelte den Kopf und ging nach draußen. „Commander?“, begrüßte sie Ashley fragend. „Ist... alles in Ordnung?“ Jane befeuchtete sich die Lippen und blickte ihre Leute einmal an. Sie sah wie Miranda und Samara am Eingang des Gebäudes stehenblieben. In ihren Augen lag nackte Angst aber es war Jan egal. Gerade Miranda konnte sie nicht ansehen. Hatte Liara ihr befohlen mit ihr ins Bett zu gehen? Weil sie es diesmal nicht selber erledigen konnte? „Ich habe gerade einige interessante Details erfahren. Dinge die ich noch nicht wusste und die mein weiteres Vorgehen beeinflussen werden. Ich werde immer noch versuchen Benezia aufzuhalten, denn ihre Taten und Pläne sind abscheulich. Deswegen werde ich mit der Normandy, sofern mich denn mein eigenes Schiff nicht auch betrügt, in den SOL-Sektor fliegen und mich Admiral Hackett stellen. Jeder kann freiwillig – oder weniger freiwillig, das hängt von euch ab – auf Illium von Bord gehen.“ Miranda wollte etwas sagen, aber Shepard zückte die Pistole und richtete sie auf sie. „Wage es nicht den Mund aufzumachen!“
Shepard ignorierte das entsetzte nach Luft schnappen einiger anderer Teammitglieder. Sie sah Miranda in die Augen, die den Kopf nach einigen Momenten hängen ließ. „Tali du hattest in einem Recht“, sie sah in das Visier der Quarianerin. „Liara T´Soni ist oder besser war der Shadow Broker.“ Sie ließ die Aussage in der Luft schweben. „Dennoch kannst du dich zu Miranda und Samara stellen. Wenigstens verstehe ich jetzt wieso deine Leute dich loswerden wollten. Bei dem aktuellen Ansehen der Quarianer ist die Anführerin des Widerstandes, oder“, sie senkte ihr Stimme und dehnte die folgenden Worte, „der Terroristen, wohl nicht mehr willkommen.“ Sie zielte auf Tali bis sie einen Meter entfernt neben den anderen beiden stand. „Wer hat mich noch über seine Identität im unklaren gelassen?“ Sie blickte jedem in die Augen, bis schließlich Garrus seufzte und sich auch zu den dreien bewegte. „Lass mich raten: der Waffenschmuggler?“ er nickte und sie schüttelte angewidert den Kopf. Ausgerechnet auch Tali und Garrus, der Geschmack nach Verrat in ihrem Mund war widerlich.  
„Ich selbst könnte mich dazu stellen, denn ich bin nichts weiter als ein kleiner Schmuggler der seit Jahren den Commander der Allianz spielt, aber dies ist meine Operation. Wer mit zur Erde kommen möchte kann das tun, die anderen verschwinden auf Illium.“ Sie sah zu Ashley, von der sie sicher war, sie würde auf jeden Fall mit zur Erde fliegen, aber Ashley starte sie vollkommen verwirrt an.
„Shepard.... wir müssen nach Hagalaz oder Omega“, bat Samara leise. Shepard schoss rechts neben ihrem Kopf und einige Brocken lösten sich aus der Mauer. „Noch ein Wort und ihr vier bleibt hier. Alle in das Shuttle!“
Sie blickte sich noch einmal um und sah den Leuten nach.
„Ich denke in einer Sache können wir uns ganz sicher sein.“ Shepard sprach leise und wartete bis sich noch einmal die Aufmerksamkeit aller hatte.

„Liara T´Soni, Aria T´Loak und alle die in diesen Momenten bei ihnen waren, sind tot.“

Ende
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